Jens Bergmann Der Tanz ums Ich - Risiken und Nebenwirkungen der Psychologie

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Inhaltsangabe zu „Der Tanz ums Ich - Risiken und Nebenwirkungen der Psychologie“ von Jens Bergmann

Die Psychologie auf der Couch

Wer bin ich? Und warum bin ich, wie ich bin? Was geht in mir vor und was in den anderen? Diese Fragen bewegen uns, weil uns unsere Mitmenschen rätselhaft erscheinen und weil es uns mit uns selbst häufig nicht anders ergeht. Aufklärung und Hilfe verspricht die Psychologie. Sie ist die Religion unserer Zeit. Wie sie es so weit bringen konnte, auf welchem Mythos sie beruht und wie das Geschäft mit ihr funktioniert, zeigt dieses Buch: Es klärt auf über die Risiken und Nebenwirkungen der populärsten aller Wissenschaften.

Psychologen fühlen sich in allen gesellschaftlichen Sphären für alles zuständig. Sie behaupten, Intelligenz messen zu können ebenso wie Persönlichkeit und Kreativität. Sie deuten Emotionen, geben Anleitungen zu glückender Kommunikation und Selbstmanagement. Sie konstruieren Tests zur angeblich optimalen Online-Partnerwahl, sagen uns, wie wir unsere Ehe führen, unsere Kinder erziehen und welche Ziele wir im (Berufs-)Leben anstreben sollen. Psychologen diagnostizieren, ob wir normal sind oder nicht, und geben unseren Leiden einen Namen: vom posttraumatischen Stress- über das Messie- bis hin zum Burnout-Syndrom. Die Psychologie spendet einerseits Trost und nimmt uns andererseits an die Kandare. Jens Bergmann schildert, was den Reiz dieser Disziplin ausmacht und mit welchen Folgen der Glaube an sie verbunden ist. Er enthüllt das Grundproblem des psychologischen Denkens: Niemand kann anderen Menschen in den Kopf schauen. Von der Legende, es doch zu können, lebt eine ganze Industrie.

kein psychologischer Ratgeber, denn Rat findet der Leser hier nicht, vielmehr ein Umriss über geschichtliche Aspekte und wirtschaftliche Themen

— Engel1974

EIn bisschen zu viel schwarz gesehen und selbst nicht kritisch genug, obwohl das von der Disziplin verlangt wird.

— Klene123

Überraschend gut recherchiert und interessant geschrieben. Absolute Pflichtlektüre!

— melli_2897

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  • Der Tanz ums Ich - Risiken und Nebenwirkungen der Psychologie

    Der Tanz ums Ich - Risiken und Nebenwirkungen der Psychologie

    Engel1974

    30. June 2016 um 17:18

    „Der Tanz ums Ich" von Jens Bergmann berichtet über „Risiken und Nebenwirkungen der Psychologie". Inhalt: „Psychologie ist die Religion unserer Zeit", wie sie es so weit bringen konnte und wie das Geschäft mit ihr funktioniert zeigt dieses Buch. Nach einen umfangreichen geschichtlichen Abriss wird auf den wirtschaftlichen Aspekt eingegangen. Danach werden Probleme der Psychologie diskutiert. Im Anhang findet der Leser dann ein umfangreiches Verzeichnis der im Buch verwendeten Literatur. Autoreninfos: Jens Bergmann wurde 1964 geboren, er studierte Psychologie und Journalistik. Seit 2001 ist er Redakteur bei „brand eins", „Spiegel" und „Bild der Wissenschaft" und seit 2008 Geschäftsführender Redakteur. Er lehrt an verschieden Hoch- und Journalistenschulen.   Meinung: Der Titel klingt interessant habe ich gedacht, und mir einige Informationen über die moderne Psychologie, ihre Methoden und Anwendungen erhofft, eben ein Ratgeber, für die Jenigen, die sich mit den Gedanken beschäftigen, ob sie sich in psychologische Behandlung begeben sollten oder nicht. Leider ist dieses nicht Thema des Buches. Vielmehr wird hier auf die Geschichte der Psychologie eingegangen, dann werden die wirtschaftlichen Aspekte erläutert und Problem der modernen Form diskutiert. Also kein Buch für Laien. Zu empfehlen eher für die Interessenten, die dieses Fach studieren oder in einer anderen Form mit Psychologie zu tun haben. Auch wenn ich nun etwas anderes erwartet und erhofft hatte fand ich die Geschichte der Psychologie interessant, dabei ist der Schreibstil locker und leicht und auch für Laien gut verständlich. Was mich an den anderen Themen gestört hat war das der Autor vieles nur einseitig betrachtet hat, hier fehlte die andere Seite. Fazit: kein psychologischer Ratgeber, denn Rat findet der Leser hier nicht, vielmehr ein Umriss über geschichtliche Aspekte und wirtschaftliche Themen    

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  • Anders als erwartet

    Der Tanz ums Ich - Risiken und Nebenwirkungen der Psychologie

    Fuchsiah

    30. April 2016 um 15:27

    Klingt spannender, als es in Wirklichkeit ist. Ja, es klingt hart.Allerdings habe ich mir von dem Buch anfangs irgendwie mehr versprochen... Was habe ich mir drunter vorgestellt? Eine gute Frage. Vermutlich habe ich durch das Cover erwartet, dass ein studierter Psychologe weniger auf der Geschichte herumreitet und mehr zu der Thematik in der heutigen Zeit erzählt. Vor allem, weil das Cover weniger an ein normales Wissenschaftsbuch erinnert. Vielleicht habe ich gehofft, eine interessante und spannende Wissenschaft vorzufinden, doch alles, was ich zum großen Teil bekam, war Geschichte der Psychologie und wie sie sich bis heute entwickelte. Klar, ist dies wichtig und vor allem dann, wenn man die Entwicklung bis heute verstehen möchte.Nachdem jedoch der vierte oder fünfte Name zum Thema Psychologie gefallen war, wusste ich schon nicht mehr, wer jetzt überhaupt wirklich relevant und wer nur nebenbei erwähnt war.Die Geschichte der Psychologie war für mich anfangs wirklich der Moment, in dem ich zum ersten Mal überlegt habe, ein Buch abzubrechen... doch es komm Erstens anders und Zweitens als man denkt.Hat man diesen Schock überwunden, und ja es war zum Teil wirklich sehr trocken, wurde das Buch richtig interessant. Die kritischen Aussagen untermauert der Autor mit Fakten und Beispielen, die das Ganze veranschaulichen und greifbarer machen.Vor allem interessant war dann, wie die Psychologie durch einzelne Personen verändert und vorangetrieben wurde. Kritisch und ernst, gemischt mit einem Hauch von Humor, war dann das, was mich zum Weiterlesen ambitionierte und mich letzten Endes überzeugte.Denn der Anfang mit der Geschichte der Psychologie war mir persönlich zu "lang" und zu trocken. Jedoch irgendwo notwendig, um die folgenden Argumentationen und kritischen Aussagen letzten Endes vollends verstehen zu können.Abgesehen von diesem Kritikpunkt, hat mir das Buch besonders sprachlich sehr gut gefallen. Psychologen neigen zum Teil dazu, zu viele Fremdbegriffe zu benutzen, die dem otto Normalverbraucher nicht unbedingt geläufig sind.Doch diese Befürchtung blieb unbegründet. Jens Bergmann schafft es, ein relativ trockenes Thema doch interessant und human zu erklären. Der Schreibstil war dementsprechend locker und sehr flüssig zu lesen. Letzten Endes konnte es mich dementsprechend doch noch überzeugen, auch wenn ich mich persönlich anfangs ein wenig durchquälen musste, was vermutlich an der falschen Vorstellung lag, die sich in meinem Kopf festgesetzt hatte...

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  • Eine eher eingeschränkte Sichtweise

    Der Tanz ums Ich - Risiken und Nebenwirkungen der Psychologie

    Klene123

    22. April 2016 um 09:18

    Ich selbst studiere auch Psychologie und wollte mich gerne kritisch mit dem Thema auseinander setzen. Das ist mir mit diesem Buch jedoch nicht gelungen. Obwohl ich unterhalten wurde, konnte mir das allgemeine Thema der Psychologie nicht wirklich nahe gebracht werden. In einem sehr überspitzten Abschnitt über die Geschichte der Psychologie, der mit Halbwahrheiten gespickt ist, befasst sich der Autor hauptsächlich mit wirtschaftlichen Themen. Da sehe ich grundsätzlich kein Problem, denn ich bin auch kein Fan von Praxen, die eventuell behaupten sie können alles heilen und den Versprechen vom perfekten Partner per Psychologie. Dennoch ist das eben nicht die ganze Wahrheit. Der Autor versucht die Geldmacherei mancher Firmen mit Forschungen der Vergangenheit gleichzusetzen, aber das ist übertrieben und nicht wirklich kritisch. Der Autor sieht in meinen Augen nur schwarz und geht zu wenig auf alle Gebiete der Psychologie ein. Vor allem sucht er sich einfach ein paar (auch unter Psychologen) kritisch angesehene Verfechter und verallgemeinert ihr Weltbild. Das wäre so wie wenn ich sagen würde: Alle Ärzte sind Pfuscher weil früher der Aderlass als Therapie angesehen wurde. Das Buch an sich ist nicht langwierig aber kreist eben in einer nur kleinen Ansicht der Psychologie herum und kann deshalb von mir nicht wirklich empfohlen werden. Viel zu spät kommt der Satz "Psychologie fasziniert viele Menschen, sie kann hilfreich ein. Es gibt kluge und reflektierte Psychollgen; [...]" (S. 216) der in Bezug gestellt werden sollte zu dem Restlichen besprochenen. Fazit: Ich gebe dem Buch 2 von 5 Sternen. Ich konnte ein bisschen Neues lernen, das Verzeichnis hinten und auch die weiterführende Literatur gefällt mir ganz gut. Dennoch ist mir das Buch an sich einfach nicht reflektiert und auch selbstkritisch genug.

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  • Kritisch und unterhaltsam

    Der Tanz ums Ich - Risiken und Nebenwirkungen der Psychologie

    melli_2897

    12. November 2015 um 20:10

    Psychologen fühlen sich in allen gesellschaftlichen Sphären für alles zuständig. Sie behaupten Intelligenz messen zu können ebenso wie Persönlichkeit und Kreativität. Sie deuten Emotionen, geben Anleitungen zu glückender Kommunikation und Selbstmanagement. Sie konstruieren Tests zur angeblich optimalen Online-Partnerwahl, sagen und, wie wir unsere Ehe führen, unsere Kinder erziehen und welche Ziele wir im (Berufs-)Leben anstreben sollen. [...] Jens Bergmann schildert, was den Reiz dieser Disziplin ausmacht und mit welchen Folgen der Glaube an sie verbunden ist. (Auswahl Klappentext) Mit seinem Buch gelingt Bergmann ein umfassender Bericht zur Geschichte der Psychologie, sowie den Problemen ihrer modernen Form. "Der Tanz ums Ich" enthält nicht nur gut recherchierte Eindrücke zur Geburtsstunde dieser beliebten Wissenschaft und ihrer weiteren Entwicklung im Laufe der Zeit, sondern auch, wie sie uns in unserem alltäglichen Leben beeinflusst. Was ich sehr schätze, ist, dass der Autor seine kritischen Aussagen argumentativ präsentiert und durch Fakten untermauert. Es gibt einfach zu viele Bücher, in denen der Autor willkürlich Anschuldigungen vorbringt, ohne nachweisbare Begründungen. Eine wirklich angenehme Überraschung, da ich aufgrund der deutlichen Kritik in der Buchbeschreibung eben solches "Gemecker" befürchtet habe. Alle Belege und Literaturverweise finden sich im ausführlichen Anhang des Buches. Meiner Meinung nach, ist "Der Tanz ums Ich" eine Pflichtlektüre, wenn man sich mit der Wissenschaft der Psychologie beschäftigt. Ein kritischer Blickwinkel ist absolut notwendig, um auch die Schattenseiten dieses interessanten Themas zu beleuchten, denn sonst läuft man Gefahr mit jedem weiteren Fachbuch in einen bleibenden Zustand des "Nicht-hinterfragens" zu gleiten. Kurzum: sehr informativ, gut recherchiert und augenöffnend - auch für den Laien.

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