Jens Eisel Hafenlichter

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Inhaltsangabe zu „Hafenlichter“ von Jens Eisel

Einmal im Leben gewinnt Samir das große Geld. Hat er den Mut, damit alles zu ändern? Der Boxer David steht kurz vor dem entscheidenden Kampf. Doch dann stirbt sein Bruder ... Der Open Mike-Preisträger Jens Eisel zeigt in seinen Stories Momente, die das Leben seiner Helden verändern könnten. Nicht immer gelingt es ihnen, sie festzuhalten. Seit Jahren streift Samir über die Reeperbahn, zwischen Casinos und Kneipen und den flimmernden Bildschirmen der Wettbüros. Er hat kein Geld und keine Wahl mehr - bis er eines Tages den Hauptgewinn einstreicht. Bringt er den Mut auf, seiner Frau in die Heimat zu folgen? - Marco ist nach Jahren unbefriedigender Aushilfsjobs endlich angekommen. In der Autowerkstatt des alten Ziegler fühlt er sich wohl, sein Talent ist unübersehbar, in wenigen Jahren wird er den Laden übernehmen. Doch eines Morgens findet Marco den alten Mann regungslos am Tisch ... Es sind Momente, die eine Existenz auf den Punkt bringen, die wie unter einem Brennglas Hoffnungen und Wünsche eines Lebens zusammenfassen. Ohne Pathos und voller Wärme erzählt Jens Eisel von ihnen, mit Pointen, die so treffend wie unaufgeregt sind. Es sind knappe Stories, die lange nachhallen, und sie erinnern an große amerikanische Vorbilder wie Richard Ford oder Sherwood Anderson.

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    Hafenlichter
    gst

    gst

    13. December 2014 um 11:07

    Einsame Männer in Hamburg werden hier in die Hafenlichter getaucht. Wobei sich die Themen Einsamkeit, Hunde, Boxen, getrennte Wege und Wiedertreffen in insgesamt 17 unterschiedlichen Momentaufnahmen wiederholen. Die Geschichtchen geben Einblick in die Gedankenwelt von Männern, doch als Kurzgeschichten würde ich sie nicht bezeichnen. Dazu fehlt mir ein wenig Handlung. Allerdings sind die Charakterisierungen gelungen! Sie geben Stoff zum Nachdenken und vermitteln Einblicke in das Leben der Hafenstadt. Das Cover zeigt schon, dass sich vieles nachts abspielt, wenn der Kopf Zeit zum freien Denken hat. Natürlich geht das am besten in einer Kneipe beim Bier … Fazit: durchaus lesenswert!

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  • 'In diesen Situationen fühlte ich mich völlig frei.'

    Hafenlichter
    sabatayn76

    sabatayn76

    29. November 2014 um 10:59

    Inhalt: Jens Eisel erzählt in 17 Kurzgeschichten von Hamburg und Menschen in Hamburg: von Henning, der erst kürzlich auf Bewährung frei kam und nun wieder gewalttätig wurde, von Richard, der seine Tochter seit mehr als 20 Jahren nicht mehr gesehen hat, von Samir, der 5430 Euro beim Hunderennen gewinnt, von Edgar, der obdachlos ist, aber wieder Fuß fassen möchte. Der gemeinsame Nenner der Geschichten ist Hamburg und das Leben in der Stadt. Die Stories lassen sich völlig unabhängig voneinander lesen, hängen aber lose zusammen, denn den ein oder anderen Protagonisten kennt man bereits aus einer früheren Geschichte, trifft ihn oder sie später wieder, wenn die Geschichte aus einer etwas anderen Perspektive erzählt wird. Mein Eindruck: Ich bin eigentlich keine Kurzgeschichtenleserin, aber da ich Hamburg sehr mag, und da die Rezensionen zu 'Hafenlichter' sehr positiv waren, bin ich neugierig geworden und wollte das Buch gerne lesen. Die Geschichten haben mir sehr gut gefallen, sind sehr atmosphärisch und stimmungsvoll, haben mich nach Hamburg versetzt und Lust auf einen Besuch in der Stadt gemacht. Jens Eisel beobachtet sehr genau, erzählt sehr prägnant und lässt den Leser so an seinen Beobachtungen und den Erlebnissen der Protagonisten teilhaben. Sprachlich ist das Buch schnörkellos und einfach gehalten. Fast fühlt man sich, als säße man in St. Pauli und würde den Berichten von Hamburger Urgesteinen lauschen. Die Geschichten wirken insgesamt sehr authentisch und zeigen unterschiedliche Menschen in ihrem Alltag, mit ihren Träumen und Hoffnungen, mit ihrem Scheitern und ihren Problemen. Das Ende der Geschichten bleibt häufig offen bzw. Details bleiben unklar und im Dunkeln. Ich fand dies sehr passend und nicht störend, hatte nicht das Gefühl, dass etwas fehlt, sondern dass die Geschichten dadurch stimmig sind. Mein Resümee: Sehr empfehlenswert!

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