Jens Hoffmann

 4.3 Sterne bei 9 Bewertungen
Autor von Menschen entschlüsseln, Von Hass erfüllt und weiteren Büchern.
Autorenbild von Jens Hoffmann (©)

Lebenslauf von Jens Hoffmann

Jens Hoffmann wurde 1971 in Kiel, Deutschland, geboren und wuchs mit seinem Zwillingsbruder und einer älteren Schwester, in der Nähe der dänischen Grenze, an der Ostsee auf. Nach einer kaufmännischen Ausbildung und ersten Erfahrungen im Berufsleben, machte er 2000 seinen Abschluss in internationaler Wirtschaft und lebte elf Jahre lang in München. Im Sommer 2011 zog es ihn zurück in den Norden Heute lebt und arbeitet er in Hamburg. Wie kommt jemand auf die Idee ein Buch zu schreiben? Warum habe ausgerechnet ich ein Buch geschrieben? Mit diesen zwei Fragen werde ich ständig konfrontiert, und es ist schwer, diese in einem Satz zu beantworten. Trotz meines eher trockenen und nicht besonders abwechslungsreichen Berufes (Buchhalter / Controller) bin ich ein sehr kreativer Mensch, der sich gern in Tagträumen verliert und dem immer mal wieder die eine oder andere Geschichte durch den Kopf geht. Aber noch nie zuvor ist es mir in den Sinn gekommen, auch nur eine dieser Geschichten zu Papier zu bringen. Denn mein Beruf ließ mir weder die Zeit noch die Kraft für ein eigenes Projekt. Die freudige Nachricht ein zweites Mal Onkel zu werden, hat mich beflügelt. Eine Geschichte für den noch ungeborenen Neffen und meine Nichte wollte ich schreiben. So saß ich also vor einem leeren Blatt Papier in meiner Münchener Küche und habe mir die ersten Gedanken für ein passendes Setting gemacht. Ich habe die Geschichte um Simon Knox und seine Freunde nicht gesucht. Sie ist einfach zu mir gekommen und hat sich in den letzten drei Jahren zu dem entwickelt, was sie heute ist; ein spannendes und sehr unterhaltsames Buch, das auch die älteren Abenteurer und Fantasy-Fans in seinen Bann zieht. Simon Knox und die Prophezeiung Asragurs ist mein Erstlingswerk, in das ich viel Zeit, Geld und vor allem Liebe investiert habe. Fortsetzung nicht ausgeschlossen!

Alle Bücher von Jens Hoffmann

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Buchformat:
Cover des Buches Menschen entschlüsseln (ISBN:9783868825640)

Menschen entschlüsseln

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Erschienen am 11.05.2015
Cover des Buches Von Hass erfüllt (ISBN:9783868826913)

Von Hass erfüllt

 (3)
Erschienen am 05.11.2018
Cover des Buches Stalking (ISBN:9783540254577)

Stalking

 (1)
Erschienen am 14.10.2005
Cover des Buches Amok und Formen schwerer Gewalt (ISBN:9783794528813)

Amok und Formen schwerer Gewalt

 (0)
Erschienen am 01.08.2013
Cover des Buches Simon Knox und die Prophezeiung Asragurs (ISBN:9783741842009)

Simon Knox und die Prophezeiung Asragurs

 (0)
Erschienen am 24.08.2016
Cover des Buches Simon Knox and the Prophecy of Asragur (ISBN:9783847668077)

Simon Knox and the Prophecy of Asragur

 (0)
Erschienen am 11.03.2014
Cover des Buches Mein Weg zum Voodoo (ISBN:9783842373945)

Mein Weg zum Voodoo

 (0)
Erschienen am 14.10.2011

Neue Rezensionen zu Jens Hoffmann

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Rezension zu "Von Hass erfüllt" von Jens Hoffmann

Die Muster sind immer gleich
R_Mantheyvor 8 Monaten

Hass scheint inzwischen ein politischer Kampfbegriff geworden zu sein. Angeblich spaltet Hass sogar die Gesellschaft. Diesen Unsinn kann man getrost bezweifeln, denn nicht irgendein abstrakter Hass spaltet, vielmehr ist es genau umgekehrt – die Spaltung ist real und Hass eine Folge davon. Um die Spaltung der Gesellschaft geht es jedoch in diesem Buch nicht. Vielmehr hinterfragen die Autoren die Triebkräfte für Terror und Gewalt. Dabei geht es ihnen vornehmlich um sogenannte Islamisten und um rechtsextreme Gewalt.

Warum der grassierende Linksextremismus, zuletzt massiv beim G20-Gipfel in Hamburg zutage getreten, keine wirkliche Rolle in diesem Buch spielt, kann man nur vermuten: Vielleicht liegt es daran, dass linksextremer Terror sich selten an Einzeltätern festmachen lässt. Diese Leute treten vermummt in Gruppen auf, so wie man es in Hamburg beobachten konnte. Dass es jedoch auch einen an Personen festzumachenden linksextremen Terror in der alten Bundesrepublik gab, nämlich in Gestalt der RAF, verschweigen die Autoren ebenso. Auch bei ihren Rückblicken, die noch viel weiter in der Geschichte zurückgehen.

Bevor Menschen zu Terroristen werden, so die gut begründete und mit zahlreichen Beispielen belegte These der Autoren, muss etwas in ihrem bisherigen Leben gehörig schiefgelaufen sein. Da aber nicht jeder Mensch mit Lebensproblemen zum Terroristen wird, braucht es noch andere Faktoren, die zur Persönlichkeitsstruktur des Betreffenden passen müssen. Sehr oft suchen potentielle Terroristen eine Gruppenzugehörigkeit, die sich über eine bestimmte Ideologie definiert. Im Buch treten an dieser Stelle vor allem der Salafismus und rechtsextreme Weltanschauungen auf. Insbesondere Salafisten besitzen in Deutschland ein dichtes Netz von Rekrutierern, die bisher unauffällige junge Muslime radikalisieren. Hier sind, wie die Autoren betonen, Profis am Werk.

Neben aus Gruppen agierenden Tätern findet man aber auch immer wieder sogenannte einsame Wölfe, die sich über das Internet radikalisieren und ohne direkte Steuerung von außen vorgehen. Man findet sie tatsächlich fast im ganzen Spektrum, angefangen von Leuten, die Schulmassaker in den USA anrichten (auf die im Buch nicht besonders eingegangen wird), über einsame Islamisten (immerhin existiert dafür wenigstens ein Beispiel in Deutschland) bis zu rechtsradikalen Einzeltätern, etwa dem Norweger Breivik, der mit kalter Aggression einen unfassbaren Massenmord beging. Sieht man einmal von Amokläufern ab, dann steckt hinter solchen Taten immer eine Ideologie, die sie hergibt, weil sie sie moralisch aufwertet. Die Täter stellen sich also aus ihrer Sicht in den Dienst einer "guten Sache".

Insbesondere der Salafismus ist geradezu ein klassisches Beispiel dafür. Er behauptet die einzig gültige Religion zu sein, die weltweit durchgesetzt werden muss. Leider können sich Salafisten dabei auf ihr heiliges Buch stützen. Die Autoren zitieren aus einer Studie, die zur Früherkennung von salafistischen Radikalisierungstendenzen genutzt werden soll. Allerdings scheinen sie die Brisanz der dort genannten Punkte nicht völlig zu verstehen. In anderen Studien zeigt sich nämlich, dass ein großer Teil der muslimischer Jugend in Westeuropa vier der sechs Punkte mit großer Mehrheit zustimmt, einfach weil sie der Koran hergibt und weil diese Inhalte in den abgeschotteten muslimischen Subkulturen der entsprechenden Länder zu Alltagsauffassungen gehören. Das Radikalisierungspotential ist also entsprechend groß. Deshalb verwundert es auch nicht, wenn ein kleiner, aber nicht unerheblicher Teil dieser Jugendlichen zum IS in den Nahen Osten abgewandert ist. Auch mit dieser Gruppe beschäftigen sich die Autoren hinreichend ausführlich.

Das Buch beschreibt also recht gut die Muster, die sich hinter der Entwicklung zum Terroristen, egal welcher Art, verbergen. Sie sind immer gleich. Daneben skizzieren die Autoren auch die verschiedenen Persönlichkeitsstrukturen solcher Leute. Das allein schon macht das Buch wertvoll. Darüber hinaus lernt man als Leser einige dieser Terroristen näher kennen und kann an diesen Beispielen gut das allgemeine Prinzip verstehen.

Mit einer klareren Gliederung und einer konsequenten Straffung des Textes hätte man ihn allerdings wenigstens um ein Drittel kürzen können.

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Rezension zu "Von Hass erfüllt" von Jens Hoffmann

Geben wir dem Terror keinen medialen Raum
Bellis-Perennisvor 9 Monaten

Was treibt Menschen an, im Namen von unterschiedlichen Ideologien andere Menschen zu töten? Woher kommt dieser Hass? 

In diesem Buch wird versucht, hierauf Antworten zu finden. Anhand von verschiedenen Beispielen untersuchen die Autoren die Beweggründe der Attentäter.

Sachlich und fundiert wird begründet wie es zu solchen Amokläufen kommen kann und, dass solche Anschläge keine Erfindung des 20. Jahrhunderts sind. Es werden Attentate unterschiedlicher Gesinnung präsentiert. Es sind die (scheinbar) religiös motivierten Anschläge des IS genauso vertreten wie jene linker oder rechter Gesinnung.

 

Aufgrund der Medienpräsenz ist den Mördern eine Plattform sicher, ihren Hass darzustellen. Vielleicht sollten hier die Medien ein wenig mehr Zurückhaltung üben. Wenn niemand über Terroranschläge spricht oder schreibt, sind die Attentäter ihrer Bühne und ihres Publikums beraubt.  

Fazit: 

Den Autoren ist ein sehr sachlicher Umgang mit diesem emotionalen Thema gelungen. Das Buch ist ziemlich ernüchternd. Es kann jeden von uns jederzeit an jedem Ort treffen. Wir dürfen uns von diesen Attentätern, egal woher sie die „Legitimation“ beziehen zu glauben andere Menschen zu ermorden, nicht kirre machen lassen. Wenn wir uns diesen Ängsten beugen, und uns in den eigenen vier Wänden einschließen, haben die Terroristen gewonnen.  

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W

Rezension zu "Von Hass erfüllt" von Jens Hoffmann

Ernüchternd
WinfriedStanzickvor einem Jahr


 

Nach jedem neuen Anschlag in Europa (die unzähligen Selbstmordattentate im Irak etc. bekommen wir ja schon gar nicht mehr mit) fragt sich die Öffentlichkeit, was in einem Menschen vorgehen muss, dass er sich selbst im Namen einer Religion (meist der Islam) oder Ideologie opfert und oft Dutzende von Menschen mit in den Tod reißt.

 

Wie wird ein Mensch zum Terroristen? Ist das die in den letzten zehn Jahren zunehmende schnelle Radikalisierung durch das Internet, sind es Elemente einer unversöhnlichen Religion, die alle Nichtgläubigen als Todfeinde erachtet, ist es, wie im Falle von Anders Breivik, der in dem vorliegenden Buch auch diskutiert wird, eine rechtsextreme Ideologie, die in allem Fremden eine Bedrohung des eigenen, natürlich als rein und edel imaginierten Volkes sieht?

 

Die beiden Autoren des vorliegenden Buches gehen nicht nur dem Attentat von Anders Breivik nach, sondern erklären auch die Gedankenwelt von jugendlichen Syrien-Reisenden. Sie behandeln die Aktionen des NSU ebenso wie die psychologischen Hintergründe der Anschläge von Brüssel und Paris.

 

Interessant ist, dass sie auch zeigen, dass das Phänomen terroristischer Einzeltäter nicht unbedingt ein neuzeitliches ist. Schon seit vielen Jahrzehnten stellen diese Attentate eine erhebliche Bedrohung demokratischer Gesellschaften dar.

 

Mein Fazit nach einer ziemlich ernüchternden Lektüre: wir müssen lernen mit solchen Attentaten zu leben und unsere Ängste davor nicht die Oberhand gewinnen lassen. Das betrifft auch den Umgang der Politik damit. Wir müssen aufpassen, dass die Reaktionen auf solche Anschläge nicht genau das befördern, was die Terroristen wollen.

 

 

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Jens Hoffmann wurde am 07. September 1971 in Kiel (Deutschland) geboren.

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