Jens Johler

 3.6 Sterne bei 66 Bewertungen
Autor von Kritik der mörderischen Vernunft, Gottes Gehirn und weiteren Büchern.

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Jens JohlerKritik der mörderischen Vernunft
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Kritik der mörderischen Vernunft
Kritik der mörderischen Vernunft
 (41)
Erschienen am 14.01.2009
Jens JohlerGottes Gehirn
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Gottes Gehirn
Gottes Gehirn
 (22)
Erschienen am 12.05.2010
Jens JohlerDie Stimmung der Welt
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Die Stimmung der Welt
Die Stimmung der Welt
 (2)
Erschienen am 01.02.2015
Jens JohlerDie Stimmung der Welt: Der Bach-Roman
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Die Stimmung der Welt: Der Bach-Roman
Die Stimmung der Welt: Der Bach-Roman
 (2)
Erschienen am 12.11.2013
Jens JohlerLiebe in Zeiten der Revolution: Der Falsche - Ein 68er Roman
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Liebe in Zeiten der Revolution: Der Falsche - Ein 68er Roman
Jens JohlerEin Essen bei Viktoria
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Ein Essen bei Viktoria
Ein Essen bei Viktoria
 (0)
Erschienen am 21.08.2012
Jens JohlerDas minimale Mißgeschick
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Das minimale Mißgeschick
Das minimale Mißgeschick
 (1)
Erschienen am 01.12.1998
Jens JohlerEin Essen bei Viktoria
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Ein Essen bei Viktoria
Ein Essen bei Viktoria
 (0)
Erschienen am 01.06.1997

Neue Rezensionen zu Jens Johler

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badwomans avatar

Rezension zu "Kritik der mörderischen Vernunft" von Jens Johler

Spannend und schockierend
badwomanvor 3 Jahren

Dieses Buch über die Hirnforschung und deren mögliche Folgen ist sehr spannend geschrieben. Es geht um "Menschenzucht" und darum, ob alles, was machbar ist, auch verwirklicht werden sollte. Ist es sinnvoll, religiöse Eiferer (den 11.9. werden wir alle nicht vergessen) schon vor eventuell geplanten Attentaten so zu manipulieren, dass diese Attentate abgewendet werden können? Wo gäbe es dann noch Grenzen in der Wissenschaft? Wer würde entscheiden, was einen Menschen ausmacht? Wo bleiben Moral und Menschlichkeit? Diese ganzen Fragen wurden in einen wirklich spannenden Krimi verpackt: Der Journalist Troller ist auf mysteriöse Weise in eine Mordserie verstrickt, der Hirnforscher zum Opfer fallen. Erst spät werden die Zusammenhänge deutlich. Auch seine Freundin wird in den Fall hineingezogen und begibt sich dadurch in Lebensgefahr. Einige Längen bei philosophischen Erörterungen kann man da getrost vernachlässigen. Für mich persönlich war es auch ein lehrreiches und schockierendes Buch, denn vieles, wie im Nachwort des Autoren nachzulesen ist, ist nicht frei erfunden, sondern seriös recherchiert. Der Titel dieses Buches hätte mich unter normalen Umständen allerdings nicht angesprochen oder animiert, dieses Buch zu kaufen. Umso besser, dass ich es vorablesen durfte, sonst hätte ich ein wirklich gutes Buch wahrscheinlich nicht gelesen!

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Themistokeless avatar

Rezension zu "Kritik der mörderischen Vernunft" von Jens Johler

Kritik der mörderischen Vernunft
Themistokelesvor 5 Jahren

Bei diesem Buch hat mich zunächst vor allen Dingen der Titel gereizt. Das lag wohl vor allen Dingen an der Kombination von mörderisch und Vernunft, zum anderen aber auch daran, dass zumindest ich unwillkürlich an Kant denken musste. Und damit lag ich nicht einmal allzu weit weg.

Was ich jedoch eher etwas seltsam fand, war der Einstieg in diesen Roman. Zunächst wird man viel mit Belanglosigkeiten, fast schon, belästigt, die irgendwie den Lesefluss ein wenig hemmen. Man fragt sich einfach die ganze Zeit, warum man so viele Informationen zu so wenig wichtigen Dingen bekommt. Auch die Charaktere sind leider ein wenig oberflächlich gestaltet, wenn auch nicht unbedingt schlecht, was aber auch daran liegen mag, dass es schon der zweite Roman um die beiden Journalisten ist und man sie sicherlich eigentlich schon etwas näher kennen könnte, auch wenn ich es immer besser finde, wenn einem neuen Leser, der Einstieg etwas mehr erleichtert wird. Besonders auch dann, wenn man nicht einmal wirklich erkennen kann, dass es schon einen Band zu den beiden gibt, wenn man es durch Zufall nicht schon weiß.
Irgendwie fand ich Troller von seiner Persönlichkeit, wie man sie kennenlernt eh eher etwas unsympathisch, durch die Art, wie er mit seinen Mitmenschen umgeht, vor allen Dingen auch mit seiner Tochter. Und auch Jane ist ein Charakter, den ich vom Verhalten her sehr unsympathisch fand, denn wer sich so verhält wie sie, den würde ich nicht als Freundin haben wollen. Also eigentlich zwei Protagonisten, die mir nicht wirklich sympathisch werden konnten. Wobei ich den Großteil der Charaktere sehr oberflächlich beleuchte fand, vor allen Dingen leider auch den Täter Kant.

Dazu kommt dann noch, dass der Roman zwar als Thriller deklariert ist und ja, es geschehen auch Morde, aber das eher fast schon am Rande des Geschehens. Manchmal bekommt man sie auch direkt mit, aber es ist nie so, dass diese auf mich irgendwie die Spannung verbreiteten, wie ich sie eigentlich von einem Thriller erwarte. Wenn hatte das Ganze eher ein wenig etwas von einem Krimi, bei dem die Ermittelnden Journalisten sind. Auf jeden Fall fehlt an vielen Stellen einfach die Spannung und der Roman plätschert eher einwenig vor sich hin.

Trotzdem muss ich ihm lassen, dass ich die Theorien zum freien Willen auf jeden Fall sehr interessant fand, wenn auch das Thema ein wenig überspitzt dargestellt wurde. Jedoch scheint es mir zumindest da so zu sein, dass der Autor schon einen relativ großen Teil an Recherche in das Buch gesteckt hat, was es auf jeden Fall aufwertet.

Kein wirklicher Thriller, dafür viel Wissenschaft und etwas seltsame Charaktere. Ein Buch, das man durchaus lesen kann, bei dem man aber auch nicht viel verpasst, wenn man es nicht macht.

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Nazenas avatar

Rezension zu "Kritik der mörderischen Vernunft" von Jens Johler

Rezension zu "Kritik der mörderischen Vernunft" von Jens Johler
Nazenavor 7 Jahren

Troller ist Wissenschaftsjournalist bei der Zeitschrift Fazit. Als er eine seltsame Email erhält, denkt er sich zuerst kaum etwas dabei- dann wird allerdings Deutschlands führender Hirnforscher grausam ermordet, und an der Wand seines Labors hängt ein Zitat aus Trollers Buch.

Der Mörder nennt sich Kant, will eine praktische Kritik anfangen und versucht, Troller in seinen Kampf hineinzuziehen. Er gerät selbst in Verdacht. Zusammen mit seiner Partnerin und Kollegin Jane ermitteln die beiden und stoßen auf ein Geflecht aus Wissenschaft, Biotechnologie und ökonomischen Interessen, in dem der Wille des Menschen nur noch eine kleine Nebenrolle zugebilligt wird. Neurobiologie und Ethik widerlegen den freien Willen und propagieren eine gesteuerte und kontrollierte Welt, in der Menschen auf neuronale Verbindungen und Reaktion auf äußere Einflüsse reduziert wird. Kants Methoden sind drastisch: wessen Forschungen zur „Gehirnsteuerung“ beitragen, wird eliminiert. Troller billigt seine Methoden nicht, kann seine Motive aber durchaus nachvollziehen- immerhin argumentiert Kant mit seinem Werk...

Der Einstieg war meines Erachtens sehr ermüdend. Banale Handlungen wurden bis ins kleinste Detail geschildert- in welcher Reihenfolge Zutaten in den Topf geworfen werden, was genau wie angezogen wurde-, was den Lesefluss sehr hemmte und den Eindruck von Seitenfüllern erweckte. Später gab es sich etwas, insgesamt wirkten aber die Dialoge konstruiert und stark gestelzt. Der Autor hat es nicht geschafft, dass ich wirklich in die Figuren hineintauchen konnte; es gab immer eine gewisse Distanz. Am überzeugendsten war für mich noch Laurenz Block, der nur eine kleine Nebenrolle einnahm, auf mich aber den Eindruck der einzig „echten“ Figur vermittelte.
Die Handlung und die aufgezählten Studien sind sehr aktuell und überaus brisant. Jeder wird instinktiv bekräftigen, dass er über ein von der reinen Biologie losgelöstes „Ich“ besitzt und einen freien Willen hat. Wenn man dann liest, dass die Wahl der Sexualpartner über Zugabe eines einzigen Stoffes komplett gesteuert werden kann, und sei es bislang nur bei Mäusen, läuft es einem kalt den Rücken hinunter. Viele der angesprochenen Sachverhalte waren sehr interessant und fundiert, sogar wenn man selbst vom Fach ist. Für einen Laien wird meines Erachtens etwas zu sehr ins Detail gegangen. Der Autor erschöpft sich seitenlang in philosophischen Diskussionen, wodurch die Spannung ins Hintertreffen gelangt. Der Fokus liegt auf dem Diskurs neurale Determination vs. Freier Wille, wobei der Autor durch die Beschreibung der „bösen“ Gehirnforscher ganz klar Partei ergreift. Dadurch gerät der Thriller stark ins Hintertreffen. Troller und Jane wurden viel von A nach B geschoben, um sofort wieder philosophieren zu können. Die Einteilung „Thriller“ ist in meinen Augen jedenfalls eine Fehleinsortierung.
Wenn man den Roman am Stück liest, verschwimmen die Argumente. Man sollte durchaus ab und an eine Pause einlegen, um alles sacken zu lassen und sich seine eigenen Gedanken zu machen, wobei man allerdings auch einmal die andere Seite betrachten sollte. Welche Seite der Autor bevorzugt, ist klar, besonders wenn man das Ende bedenkt.
Wer einen nervenzerfetzenden Thriller erwartet, wird wohl enttäuscht werden. Wer eher„tiefere“ Handlung bevorzugt und philosophische Diskussionen mag, wird sicherlich etwas für sich finden. Der Autor schreibt im Schlusswort, dass die aufgezeigten Experimente und Erkenntnisse tatsächlich existieren und seine Ideen die logische Konsequenz sind. Mich hat der Roman zwar nicht gefesselt, aber interessiert. Für die Story und den Stil gebe ich 3 von 5, für die hervorragende Recherche 5 von 5 Sternen; insgesamt also 4 Sterne.

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