Jens Johler Kritik der mörderischen Vernunft

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Inhaltsangabe zu „Kritik der mörderischen Vernunft“ von Jens Johler

Ein bekannter Wissenschaftler wird brutal ermordet. Der erste Verdacht fällt auf radikale Tierschützer, denn der tote Hirnforscher hatte Versuche an Affen vorgenommen. Ein Briefbombenanschlag auf einen Kollegen in Bremen deutet in dieselbe Richtung. Doch der Berliner Wissenschaftsjournalist Troller weiß mehr als die Polizei. Denn der Mörder, der sich Kant nennt und mysteriöse Botschaften hinterlässt, hat ihn persönlich kontaktiert. Gemeinsam mit der Kriminalreporterin Jane kommt Troller einem Mann auf die Spur, der den freien Willen des Menschen bedroht sieht – und töten wird, um ihn zu bewahren.

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    Kritik der mörderischen Vernunft

    badwoman

    31. January 2016 um 18:03

    Dieses Buch über die Hirnforschung und deren mögliche Folgen ist sehr spannend geschrieben. Es geht um "Menschenzucht" und darum, ob alles, was machbar ist, auch verwirklicht werden sollte. Ist es sinnvoll, religiöse Eiferer (den 11.9. werden wir alle nicht vergessen) schon vor eventuell geplanten Attentaten so zu manipulieren, dass diese Attentate abgewendet werden können? Wo gäbe es dann noch Grenzen in der Wissenschaft? Wer würde entscheiden, was einen Menschen ausmacht? Wo bleiben Moral und Menschlichkeit? Diese ganzen Fragen wurden in einen wirklich spannenden Krimi verpackt: Der Journalist Troller ist auf mysteriöse Weise in eine Mordserie verstrickt, der Hirnforscher zum Opfer fallen. Erst spät werden die Zusammenhänge deutlich. Auch seine Freundin wird in den Fall hineingezogen und begibt sich dadurch in Lebensgefahr. Einige Längen bei philosophischen Erörterungen kann man da getrost vernachlässigen. Für mich persönlich war es auch ein lehrreiches und schockierendes Buch, denn vieles, wie im Nachwort des Autoren nachzulesen ist, ist nicht frei erfunden, sondern seriös recherchiert. Der Titel dieses Buches hätte mich unter normalen Umständen allerdings nicht angesprochen oder animiert, dieses Buch zu kaufen. Umso besser, dass ich es vorablesen durfte, sonst hätte ich ein wirklich gutes Buch wahrscheinlich nicht gelesen!

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  • Kritik der mörderischen Vernunft

    Kritik der mörderischen Vernunft

    Themistokeles

    27. August 2013 um 11:51

    Bei diesem Buch hat mich zunächst vor allen Dingen der Titel gereizt. Das lag wohl vor allen Dingen an der Kombination von mörderisch und Vernunft, zum anderen aber auch daran, dass zumindest ich unwillkürlich an Kant denken musste. Und damit lag ich nicht einmal allzu weit weg. Was ich jedoch eher etwas seltsam fand, war der Einstieg in diesen Roman. Zunächst wird man viel mit Belanglosigkeiten, fast schon, belästigt, die irgendwie den Lesefluss ein wenig hemmen. Man fragt sich einfach die ganze Zeit, warum man so viele Informationen zu so wenig wichtigen Dingen bekommt. Auch die Charaktere sind leider ein wenig oberflächlich gestaltet, wenn auch nicht unbedingt schlecht, was aber auch daran liegen mag, dass es schon der zweite Roman um die beiden Journalisten ist und man sie sicherlich eigentlich schon etwas näher kennen könnte, auch wenn ich es immer besser finde, wenn einem neuen Leser, der Einstieg etwas mehr erleichtert wird. Besonders auch dann, wenn man nicht einmal wirklich erkennen kann, dass es schon einen Band zu den beiden gibt, wenn man es durch Zufall nicht schon weiß. Irgendwie fand ich Troller von seiner Persönlichkeit, wie man sie kennenlernt eh eher etwas unsympathisch, durch die Art, wie er mit seinen Mitmenschen umgeht, vor allen Dingen auch mit seiner Tochter. Und auch Jane ist ein Charakter, den ich vom Verhalten her sehr unsympathisch fand, denn wer sich so verhält wie sie, den würde ich nicht als Freundin haben wollen. Also eigentlich zwei Protagonisten, die mir nicht wirklich sympathisch werden konnten. Wobei ich den Großteil der Charaktere sehr oberflächlich beleuchte fand, vor allen Dingen leider auch den Täter Kant. Dazu kommt dann noch, dass der Roman zwar als Thriller deklariert ist und ja, es geschehen auch Morde, aber das eher fast schon am Rande des Geschehens. Manchmal bekommt man sie auch direkt mit, aber es ist nie so, dass diese auf mich irgendwie die Spannung verbreiteten, wie ich sie eigentlich von einem Thriller erwarte. Wenn hatte das Ganze eher ein wenig etwas von einem Krimi, bei dem die Ermittelnden Journalisten sind. Auf jeden Fall fehlt an vielen Stellen einfach die Spannung und der Roman plätschert eher einwenig vor sich hin. Trotzdem muss ich ihm lassen, dass ich die Theorien zum freien Willen auf jeden Fall sehr interessant fand, wenn auch das Thema ein wenig überspitzt dargestellt wurde. Jedoch scheint es mir zumindest da so zu sein, dass der Autor schon einen relativ großen Teil an Recherche in das Buch gesteckt hat, was es auf jeden Fall aufwertet. Kein wirklicher Thriller, dafür viel Wissenschaft und etwas seltsame Charaktere. Ein Buch, das man durchaus lesen kann, bei dem man aber auch nicht viel verpasst, wenn man es nicht macht.

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  • Rezension zu "Kritik der mörderischen Vernunft" von Jens Johler

    Kritik der mörderischen Vernunft

    Nazena

    22. January 2012 um 16:10

    Troller ist Wissenschaftsjournalist bei der Zeitschrift Fazit. Als er eine seltsame Email erhält, denkt er sich zuerst kaum etwas dabei- dann wird allerdings Deutschlands führender Hirnforscher grausam ermordet, und an der Wand seines Labors hängt ein Zitat aus Trollers Buch. Der Mörder nennt sich Kant, will eine praktische Kritik anfangen und versucht, Troller in seinen Kampf hineinzuziehen. Er gerät selbst in Verdacht. Zusammen mit seiner Partnerin und Kollegin Jane ermitteln die beiden und stoßen auf ein Geflecht aus Wissenschaft, Biotechnologie und ökonomischen Interessen, in dem der Wille des Menschen nur noch eine kleine Nebenrolle zugebilligt wird. Neurobiologie und Ethik widerlegen den freien Willen und propagieren eine gesteuerte und kontrollierte Welt, in der Menschen auf neuronale Verbindungen und Reaktion auf äußere Einflüsse reduziert wird. Kants Methoden sind drastisch: wessen Forschungen zur „Gehirnsteuerung“ beitragen, wird eliminiert. Troller billigt seine Methoden nicht, kann seine Motive aber durchaus nachvollziehen- immerhin argumentiert Kant mit seinem Werk... Der Einstieg war meines Erachtens sehr ermüdend. Banale Handlungen wurden bis ins kleinste Detail geschildert- in welcher Reihenfolge Zutaten in den Topf geworfen werden, was genau wie angezogen wurde-, was den Lesefluss sehr hemmte und den Eindruck von Seitenfüllern erweckte. Später gab es sich etwas, insgesamt wirkten aber die Dialoge konstruiert und stark gestelzt. Der Autor hat es nicht geschafft, dass ich wirklich in die Figuren hineintauchen konnte; es gab immer eine gewisse Distanz. Am überzeugendsten war für mich noch Laurenz Block, der nur eine kleine Nebenrolle einnahm, auf mich aber den Eindruck der einzig „echten“ Figur vermittelte. Die Handlung und die aufgezählten Studien sind sehr aktuell und überaus brisant. Jeder wird instinktiv bekräftigen, dass er über ein von der reinen Biologie losgelöstes „Ich“ besitzt und einen freien Willen hat. Wenn man dann liest, dass die Wahl der Sexualpartner über Zugabe eines einzigen Stoffes komplett gesteuert werden kann, und sei es bislang nur bei Mäusen, läuft es einem kalt den Rücken hinunter. Viele der angesprochenen Sachverhalte waren sehr interessant und fundiert, sogar wenn man selbst vom Fach ist. Für einen Laien wird meines Erachtens etwas zu sehr ins Detail gegangen. Der Autor erschöpft sich seitenlang in philosophischen Diskussionen, wodurch die Spannung ins Hintertreffen gelangt. Der Fokus liegt auf dem Diskurs neurale Determination vs. Freier Wille, wobei der Autor durch die Beschreibung der „bösen“ Gehirnforscher ganz klar Partei ergreift. Dadurch gerät der Thriller stark ins Hintertreffen. Troller und Jane wurden viel von A nach B geschoben, um sofort wieder philosophieren zu können. Die Einteilung „Thriller“ ist in meinen Augen jedenfalls eine Fehleinsortierung. Wenn man den Roman am Stück liest, verschwimmen die Argumente. Man sollte durchaus ab und an eine Pause einlegen, um alles sacken zu lassen und sich seine eigenen Gedanken zu machen, wobei man allerdings auch einmal die andere Seite betrachten sollte. Welche Seite der Autor bevorzugt, ist klar, besonders wenn man das Ende bedenkt. Wer einen nervenzerfetzenden Thriller erwartet, wird wohl enttäuscht werden. Wer eher„tiefere“ Handlung bevorzugt und philosophische Diskussionen mag, wird sicherlich etwas für sich finden. Der Autor schreibt im Schlusswort, dass die aufgezeigten Experimente und Erkenntnisse tatsächlich existieren und seine Ideen die logische Konsequenz sind. Mich hat der Roman zwar nicht gefesselt, aber interessiert. Für die Story und den Stil gebe ich 3 von 5, für die hervorragende Recherche 5 von 5 Sternen; insgesamt also 4 Sterne.

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  • Aufwühlender Wissenschaftsthriller

    Kritik der mörderischen Vernunft

    Thommy28

    21. December 2011 um 15:57

    Kurzbeschreibungen des Inhalts haben meine Vor-Rezensenten ja schon zahlreich hier hinterlassen, sodass ich mir das hier spare. Das Buch ist ein sehr spannender, aufwühlender Wissenschaftsthriller. Die Ausdrucksweise und der Schreibstiel sind sehr angenehm und die Personen höchst präzise, stimmig und menschlich gezeichnet. Lediglich die Person des "Kant" kommt etwas zu kurz. Das Buch ist für mich - trotz leichter Schwächen - sehr zu empfehlen und erinnert ein wenig an Frank Schätzing, ohne jedoch dessen Klasse zu erreichen.

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  • Rezension zu "Kritik der mörderischen Vernunft" von Jens Johler

    Kritik der mörderischen Vernunft

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Mord im Namen des freien Willens Mit der Inhaltsangabe mache ich es mir hier jetzt besonders leicht und kopiere einfach die von Lovelybooks hier rein: Ein bekannter Wissenschaftler wird brutal ermordet. Der erste Verdacht fällt auf radikale Tierschützer, denn der tote Hirnforscher hatte Versuche an Affen vorgenommen. Ein Briefbombenanschlag auf einen Kollegen in Bremen deutet in dieselbe Richtung. Doch der Berliner Wissenschaftsjournalist Troller weiß mehr als die Polizei. Denn der Mörder, der sich Kant nennt und mysteriöse Botschaften hinterlässt, hat ihn persönlich kontaktiert. Gemeinsam mit der Nachrichtenjournalistin Jane kommt Troller einem Mann auf die Spur, der den freien Willen des Menschen bedroht sieht und töten wird, um ihn zu bewahren. Nachdem ich „Gottes Gehirn“ gelesen habe, dachte ich, dass es ja eigentlich nicht noch schlechter kommen kann, aber dann habe ich das zweite Buch von Jens Johler zur Hand genommen: „Kritik der mörderischen Vernunft“. Auch hier bietet die Grundidee, nämlich ein Mörder, der sich Kant nennt und Wissenschaftler umbringt, die sich in ihren Forschungen mit dem freien Willen auseinandersetzen, viel Stoff für ein spannendes Buch, doch die Umsetzung ist völlig fehlgeschlagen – aber total! Hier werden zwei Fehler gemacht, die auch schon in dem Vorgänger gemacht wurden: die Charaktere bleiben zu oberflächlich und die Spannung und der Thrill fehlt. Doch das aller schlimmste an diesem Buch ist, dass so getan wird, als ob alle Neurowissenschaftler sich mit dem freien Willen beschäftigen – absolutes No-Go! Aber ich möchte noch einmal auf die Charaktere zurückkommen. Bereits im Vorgängerband waren sie extrem „unterentwickelt“ und wirkten eindimensional und ich hatte auf eine Besserung gehofft, aber es fand keine Entwicklung statt und deswegen haben die Charaktere in diesem Band nur noch maßlos genervt. Keine Emotionen oder dergleichen; hier kann man die Charaktere mit Computern gleichsetzen, die nur ihrem Auftrag folgen, auf dem sie programmiert sind. Grauenvoll! Insgesamt wirkt dieses Buch genauso schlecht wie der erste Teil und ich werde nie wieder ein Buch des Autors in der Hand nehmen! Das erste Mal in meinem Leseleben habe ich Charaktere abgrundtief gehasst und hätte das Buch am liebsten gegen die Wand geschmissen. Nicht lesen!

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    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. June 2011 um 15:15
  • Rezension zu "Kritik der mörderischen Vernunft" von Jens Johler

    Kritik der mörderischen Vernunft

    AnjaKoenig

    27. May 2011 um 22:58

    das buch hat mir sehr gut gefallen. der schreibstil war gut zu lesen, der hintergrund interessant und brisant. man kann sich gut vorstellen, was alles möglich ist in der hirnforschung heute. aber ausser dem wissen war es auch noch ein sehr spannender thriller, der einen nicht mehr los lässt. bemerkenswert. ich werde mir wohl den "vorgänger" auch besorgen.

  • Rezension zu "Kritik der mörderischen Vernunft" von Jens Johler

    Kritik der mörderischen Vernunft

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    31. January 2011 um 20:08

    Der Wissenschaftsjournalist Richard Troller, den alle nur Troller nennen, erhält eine mysteriöse eMail von einem Absender namens Kant. Kurz darauf geschieht der erste Mord und Troller erhält weitere eMails. Zusammen mit seiner Kollegin und Lebensgefährtin Jane Andersen fängt Troller an für einen Artikel über die Geschehnisse zu recherchieren. Unweigerlich werden die beiden immer tiefer in die Geschehnisse verwickelt und in einen Sumpf aus Wissenschaft, Macht, Geld und Verbrechen gezogen. Die Kritik der mörderischen Vernunft war der erste Wissenschaftsthriller den ich gelesen habe und das Buch hat mir wirklich gut gefallen. Die Protagonisten waren mir gleich sympathisch, was sicher auch daran gelegen hat dass sie sehr menschlich und nicht als makellose Superhelden wie in so manch anderen Thrillern dargestellt wurden. Jens Johler hat einen Blick für Details bei der Beschreibung von Situationen, dabei verliert er sich jedoch nicht in den Details. Das hat mir sehr gut gefallen und das Buch lässt sich dadurch wirklich gut lesen. Eigentlich wäre das Buch ein wahrer Pageturner, wären nicht einige der im Buch angesprochenen Themen und Experimente so erschreckend, dass ich immer wieder innehalten musste um darüber nachzudenken. Auch ist mir durch das Buch bewusst geworden wie nahe wissenschaftlicher Fortschritt und ethische und moralische Fragen beeinander liegen. Durch das Buch gibt der Autor einen interessanten Einblick in diese Fragen. Insgesamt ein wirklich absolut lesenswerter Thriller!

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  • Rezension zu "Kritik der mörderischen Vernunft" von Jens Johler

    Kritik der mörderischen Vernunft

    Chrisu

    10. December 2010 um 18:42

    Wissenschaftler, die sich mit dem menschlichen Gehirn beschäftigen werden ermordet. Aber wer steckt dahinter? Der Mörder steht in Kontakt mit Troller, einem Wissenschaftsjournalisten, dem es wirklich gelingt, Licht in das ganze Geschen zu bringen. Ein Thriller, der in die Tiefe des freien Willens eines Menschen führt. Wie weit sind Menschen manipulierbar bzw. wirklich frei in ihrem Denken? Der wissenschaftliche Bereich des Denkens wird ziemlich starkt hervorgehoben, was für mich nicht immer verständlich war und dadurch eher dazu führte, einige Passagen zu überspringen. Ein guter Thriller für mich, aber kein Highlight.

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  • Rezension zu "Kritik der mörderischen Vernunft" von Jens Johler

    Kritik der mörderischen Vernunft

    luckycat27

    22. October 2010 um 16:47

    Das Ende war überraschend aber das Buch hatte etwas vom Kaugummi. Troller die Hauptperson, war mir absolut unsympatisch.. Aber Jane ihre geschichte war jedes mal eine abwechslung von den ganzen gehirnen. Sehr gut geschrieben, nur eben die hauptperson war etwas doof. Außerdem war es sehr intressant über den ganzen wissenschaftlichen sachen über das Gehirn, ob das auch alles stimmt? aber interessant 3 sterne wegen Kaugummi und troller aber auch wegen der idee und des guten und überraschenden Ende.

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  • Rezension zu "Kritik der mörderischen Vernunft" von Jens Johler

    Kritik der mörderischen Vernunft

    goat

    09. May 2010 um 23:12

    Nach Beenden des Buches hat mich der Autor mit einem mulmigen Gefühl zurückgelassen. Die fiktive Story ist spannend geschrieben und ich kam sehr oft ins Grübeln. Viel mehr beunruhigt hat mich aber das Nachwort von Jens Johler. In diesem Fall hätte ich mir gewünscht, er hätte seine Recherche nicht ganz so gründlich betrieben... Kontrollierte Gedankengänge im Namen der Wissenschaft - selbst, wenn sie zur Vermeidung von Gewalttaten dienen, ist nicht unbedingt das, was ich mir für meine Zukunft wünschen würde. Dennoch ist genau dieses Thema die Vorlage für ein spannendes Lesevergnügen. Die Protagonisten Jane und Troller sind mir recht schnell ans Herz gewachsen und anders als in anderen Thrillern, ist ihr Arbeitgeber nicht die Polizei, sondern die Presse. Die beiden geben schon ein tolles Pärchen ab. Allerdings hat mir die Entwicklung der Beziehung nicht ganz so gut gefallen. Aber so ist das Leben. Meine anfänglichen Befürchtungen, seitenweise über Tierquälerei lesen zu müssen, haben sich Gott sei dank nicht bewahrheitet. Das hätte mir einige Schwierigkeiten bereitet. Ich denke, das ist für viele Leser wichtig zu wissen. Trotzdem noch ein kleiner Minuspunkt von meiner Seite: An manchen Stellen wurden mir die wissenschaftlichen und philosophischen Passagen etwas zu langatmig und ich fand sie zum Teil für das Geschehen nicht unbedingt relevant. Dennoch hat dies meine Lesefreude nicht getrübt. Ich finde, Jens Johler hat einen ausgezeichneten Thriller geschrieben. Von meiner Seite auf jeden Fall empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Kritik der mörderischen Vernunft" von Jens Johler

    Kritik der mörderischen Vernunft

    ChiefC

    10. January 2010 um 14:50

    Einer der besten Thriller, die ich in letzter Zeit gelesen haben! Johler gelingt das Kunststück, aktuelle Ergebnisse der Hirnforschung und ihre Folgen für die Ethik im abstrakten und die Gesellschaft im konkreten Sinn mit einer spannenden Krimi-Handlung zu verknüpfen. Da Immanuel Kant, auf den sich sowohl der Buchtitel als auch der Mörder beziehen, zwar einer der wichtigsten Philosophen ist aber nicht unbedingt leicht zu verstehen, zuckte ich vor der Lektüre erst ein bisschen zurück. Doch Johlers Krimi ist keine Entschuldigung für eine pseudo-intellektuelle Abhandlung. Es gelingt ihm vielmehr, ohne dass die Action darunter leidet, Kants Grundideen zum freien Willen prägnant wiederzugeben. Denn Letzterer soll laut manchen Ergebnissen der Hirnforschung gar nicht existieren und das ist der Dreh- und Angelpunkt der ganzen Geschichte: Wissenschaftler, die den Menschen den freien Willen absprechen, selbst aber schwer wiegende Entscheidungen treffen, was sie mit dieser Erkenntnis anstellen könnten, etwa Hirnscanner einzusetzen, um Verbrecher und sonstige Ungelittene von vorneherein auszusortieren oder sie mittels Eingriffen und/oder Drogen zu besseren Menschen zu machen. Und daran haben natürlich auch gewisse staatliche Stellen, wie die Geheimdienste, ein Interesse. Was sich anhört wie Science Fiction oder Verschwörungstheorien, ist zum Teil bereits traurige Wirklichkeit. Johler hat gut recherchiert und klärt im Nachwort auch darüber auf, wo die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verlaufen. Kaum hatte ich das Buch beendet, das 2009 erschien, stieß ich in der „Zeit“ (Ausgabe vom 7. Januar 2010) auf den Artikel „Wenn die Nervenzellen tanzen.“ Darin setzt sich die Autorin Hanna Leitgeb mit dem Buch „Der Ego-Tunnel“ des Bewusstseinsforschers und Philosophen Thomas Metzinger auseinander. Es ist wie ein Déjà-Vu: Der Protagonist von Johlers Krimi, Troller, wirft den Hirnforschern wissenschaftliche Arroganz und Allmachtphantasien vor. Es gehe ihnen nicht nur darum, das Bewusstsein zu erforschen, sondern viel mehr, es zu manipulieren. So geißelten sie zwar Religion als unvernünftig und als Quell allen Übels, doch in Wirklichkeit wollten sie sich nur an die Stelle der alten religiösen Autoritäten setzen, um künftig an ihrer Statt den Menschen zu beherrschen. Wie aktuell das Buch ist, zeigt etwa Leitgebs Artikel. Unter anderem schreibt sie: „…das wirklich Neue an der empirischen Kognitionswissenschaft ist, dass wir Bewusstseinszustände nun auch direkt auf der neuronalen Ebene manipulieren beziehungsweise kreieren können und nicht nur indirekt durch Drogen, Medikamente, Alkohol, politische Demagogen und der Mittelchen mehr, die sich Menschen dazu seit Jahrtausenden ausgedacht haben….“ Und weiter: „Es scheint ganz so zu sein, als ob die Neurophilosophen sich derzeit als die Löser aller Rätsel dieser Erde sehen würden. Und vielleicht ist es an der Zeit, einmal die Position der Naturwissenschaften zu entzaubern.“ Natürlich erwähnt auch Leitgeb Kant und die Dialektik von Freiheit und Determinismus. Auch sie kommt, wie Johler, zum Schluss: „Die Naturwissenschaftler brauchen jedenfalls nicht noch die Philosophen als PR-Agenten.“ Und (!!!): „Selbst wenn tatsächlich einmal die neuronalen Korrelate des Bewusstseins in Daten darstellbar und damit auch künstlich herstellbar sind, wird dies immer noch von Menschen gemacht worden sein, die in ihren Ego-Tunnels dieses Ziel hatten und aufgrund ihrer Spiegelneuronen zu einem Gefühl von Verantwortung fähig sind.“ Apropos: Das erste Opfer, das „Kant“ ermordet, ist ein Forscher, der sich mit eben diesen Spiegelzellen beschäftigt hat. „Kant“ bohrt dem Professor den Kopf auf, kann aber keine Spiegelzellen darin finden. Life is stranger than fiction. Johlers Buch, teils Fiktion, teils Realität, beweist diesen Ausspruch auf fast unheimliche und gleichzeitig sehr unterhaltsame Art. Übrigens sind auch seine Szenen aus dem Alltag, wie Trollers Umgang mit seiner Tochter und seiner Freundin erfreulich kitschfrei und, tja, aus dem Leben gegriffen ohne dabei oberflächlich zu sein. Hut ab vor diesem Buch! Warum hat der Mann, Jahrgang 1944, bloß so spät mit dem Bücherschreiben begonnen??? „Kritik“ ist erst sein zweites Werk, das erste, „Gottes Gehirn“, verfasste er mit Olaf-Axel Burow. Bitte mehr Troller und Co.!

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  • Rezension zu "Kritik der mörderischen Vernunft" von Jens Johler

    Kritik der mörderischen Vernunft

    Arthanis

    14. October 2009 um 12:38

    Spannend und interessant, jedoch mit einem recht vorhersehbaren Ende. Trotzdem lesenswert.

  • Rezension zu "Kritik der mörderischen Vernunft" von Jens Johler

    Kritik der mörderischen Vernunft

    Estrella

    27. August 2009 um 19:50

    In das Buch wird gleich mit einem brutalen Mord an einem Wissenschaftler eingestiegen. Der Journalist Troller wird von dem Mörder, der sich selbst Kant nennt, kontaktiert. Während Troller mit einer anderen Journalistin versucht Kant zu stoppen, begeht dieser weiterhin bestialische Morde. Immer wieder wird Fachwissen zu Hirnforschungen und dem Philosophen Kant, von dem der Mörder seinen Decknamen hat, eingestreut. Dabei merkt man auch, dass der Autor ein gewisses Hintergrundwissen besitzt. Doch niemals werden die Informationen langweilig oder gar überflüssig. Die Spannung steigt durch das ständige Handeln von Kant, der mit dem Morden nie eine Pause macht, kontinuierlich und reißt nie ab. Die Erzählperspektiven wechseln sich ab, doch nach einiger Zeit greifen sie immer mehr ineinander über und der Leser begreift, dass hier alles miteinander zusammenhängt. Das Thema Moral in der Wissenschaft wird öfter aufgegriffen und einige interessante Denkanstöße werden gegeben. 'Kritik der mörderischen Vernunft' ist ein anspruchsvoller, beängstigend realistischer Thriller, der sowohl Philosophie- als auch Wissenschaftselemente enthält.

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  • Rezension zu "Kritik der mörderischen Vernunft" von Jens Johler

    Kritik der mörderischen Vernunft

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. July 2009 um 18:05

    Auf brutalste Art und Weise wird gleich zu Beginn des Buches ein Wissenschaftler ermordet, der an der Erforschung des menschlichen Gehirns mitarbeitete. Ein unbekannter namens Kant bekennt sich zu dem Mord und nimmt Kontakt zu dem Journalisten Troller auf. Dieser versucht, zusammen mit seiner Freundin Jane den Fall zu klären und Kant zu finden. Derweil begeht Kant noch mehrere Morde, wobei er es auch in Kauf nimmt, wenn dabei Unschuldige sterben. Der Titel „Kritik der mörderischen Vernunft“ ist angelehnt an Kants „Kritik der reinen Vernunft“ und tatsächlich spielt Kant immer eine große Rolle in dem Buch, wobei Vorkenntnisse allerdings unnötig sind, da der Leser auch so alles erfährt was er wisse muss. Auch die Hauptfigur Troller wächst einen mit der Zeit ans Herz, genauso wie seine Tochter Sarah. Leider muss ich sagen, dass mir das Buch überhaupt nicht gefallen hat, ja ich habe es nicht mal zu Ende gelesen. Ich empfand es als zu langatmig und unnötig in die Länge gezogen, mit zu vielen Nebenhandlungen, wie etwa das Verhältnis von Jane mit einem undurchsichtigen britischen Kollegen. Und obwohl ich voller Vorfreude an dieses Buch herangegangen bin, hat es mich nach ca. ¾ des Buches nicht mehr interessiert, die Spannung war einfach verflogen.

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  • Rezension zu "Kritik der mörderischen Vernunft" von Jens Johler

    Kritik der mörderischen Vernunft

    Petruscha

    30. March 2009 um 12:09

    Nachdem ich die Leseprobe bei vorablesen.de gelesen hatte, wollte ich das Buch gerne haben. Gottes Gehirn habe ich auch gelesen und dachte, bei all den Jahren die dazwischen liegen, kann der Stil nur besser geworden sein. Nun habe ich geschlagene zwei Wochen gebraucht um Kritik an der mörderischen Vernunft zu lesen. Warum ich nun nicht mehr begeistert bin, will ich mal aufschreiben, vielleicht geht es euch ja ähnlich: * Troller ist so etwas wie ein kultivierter, als Wissenschaftler geschätzter, James-Bond-Journalist - nicht sehr glaubwürdig, eher nervig * Jane ist sehr fähig, wird aber mindestens dreimal aus rein voyeuristischen Gründen nackt dargestellt * Troller geht gar nicht auf die Andeutungen seiner Tochter, belästigt zu werden, ein * einige philosophische und wissenschaftlichen Strömungen werden vorgestellt. Für meinen Geschmack aber dramatisiert bis hin zur Technikfeindlichkeit. Es wird generell die schlimmst mögliche Variante als unausweichlich angenommen * Der Gegenspieler ist gerade zu allmächtig, wie er überall reinkommt bleibt ungeklärt * Das Männer- und Frauenbild ist sehr klischeehaft Einen Wissenschaftsroman zu schreiben ist schwer, daher zwei Sterne für den Mut. Aber den belletristischen Teil des Romans finde ich auch nicht gelungen. Die dramatischen und aufwendigen Morde, sowie die verschworenen Hirnforscher sind sicher ein gefundenes Fressen für alle Paranoiden, aber Leute die viel lesen werden unterfordert, da sich keine Möglichkeit auftut, selbst herauszufinden wer der große Gegenspieler ist.

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