Jens Kubo Gefährliche Saat

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Inhaltsangabe zu „Gefährliche Saat“ von Jens Kubo

Actionreicher Polit-Thriller über ein Thema von internationaler Brisanz, geschrieben von einem Autor, der als ehemaligen Luftwaffenpilot im Einsatz für die NATO tätig war.
Ein schwerer Anschlag auf die Zentrale eines Energie-Versorgungsunternehmens in Frankreich, bei dem mehrere Menschen sterben, erschüttert Europa. Die Angst vor weiteren Attentaten ist groß, als sich herausstellt, dass es für die Tat einen islamistischen Hintergrund gibt.
In Berlin verfolgt der zweiundzwanzigjährige Djamal mit wachsender Spannung die Geschehnisse rund um das Attentat, Diskussionen um Anti-Terroreinsätze, den IS, Salafisten und Flüchtlinge. Djamal ist Sohn irakischer Einwanderer in der dritten Generation und studiert Maschinenbau. In Deutschland geboren und aufgewachsen, besitzt Djamal die deutsche Staatsangehörigkeit und fühlt sich auch als Bürger dieses Staates, doch im Alltag erfährt er ebenso wie seine Familienangehörigen, seit dem vermehrten Zustrom von Flüchtlingen nach Deutschland, immer häufiger Diskriminierung und Ausgrenzung. Als seine Mutter auf der Straße in seinem Beisein von deutschen Jugendlichen angerempelt wird, verliert er die Kontrolle. Er verprügelt einen der Jugendlichen, dessen Eltern ihn daraufhin anzeigen. Djamal erhält eine Jugendstrafe auf Bewährung wegen Körperverletzung.
Seiner Familie entgeht seine Veränderung anfangs. Nicht jedoch seiner deutschen Freundin, der Abiturientin Nina Mainhardt. Nina spürt, wie Djamal sich innerlich von ihr entfernt und einer Salafisten-Gruppe anschließt. Ihm zuliebe schließt sie sich selbst dieser islamistischen Bewegung an. Als ihre Mutter, die Anwältin Vivien Mainhardt herausfindet, dass ihre Tochter sich einer Salafisten-Gruppe angeschlossen hat, setzt sie alle Hebel in Bewegung. Sie lässt ihre Beziehungen in Berlin spielen und wendet sich in ihrer Not auch an BND-Abteilungsleiter Marc Bauer. Doch möglicherweise ist es bereits zu spät: Die Zelle plant einen Anschlag, bei dem Djamal eine Schlüsselrolle zukommt...

Politisch aktuell und brisant. Spannend und verdammt authentisch.

— Nisnis

Als Thriller spannungsarm mit im Hintergrund stehenden Charakteren, der Fokus liegt hier eher auf der politischen Ebene

— Engel1974

Ein spannender Politthriller, der brisanter und aktueller nicht sein könnte!

— kassandra1010

Sehr empfehlenswert, wer sich auf diese Art von Thrillern mit diesem brisanten und aktuellen Thema einlassen mag und kann. Toll geschrieben.

— mehrpfot

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    Gefährliche Saat

    Nisnis

    17. November 2017 um 18:15

    Berlin: Der 20jährige Djamal Khadim ist Deutscher mit irakischen Wurzeln aus gutem Hause. Als seine Mutter von zwei Jugendlichen angegriffen wird, kommt es zu einer Schlägerei. Zu allem Überdruss wird Djamal von den Angreifern angezeigt. Er wird verhaftet und plötzlich drehen sich die Rädchen der Behörden schneller.Auf der Suche nach seiner Identität und um seine im Irak lebende Verwandtschaft kennenzulernen, besuchte Djamal erstmalig den Irak und war erst vor drei Wochen zurückgekehrt. Djamal wird zum Gefährder denunziert, da die Datensammlungen der Behörden seinen Aufenthalt im Irak als brisant einstufen. Außerdem soll er Kontakt zu weiteren Gefährdern besitzen. Auf der Straße ist er ein Fremder aus dem Nahen Osten und für die Behörden ein todbringender Terrorist.Der Autor:Jens Kubo war als Luftwaffenpilot im Einsatz für die NATO, für die er nach seiner fliegerischen Karriere Sicherheitskonzepte von militärischen Einrichtungen prüfte und überarbeitete. Heute ist er ziviler Berater im In- und Ausland und schreibt unter Pseudonym brisante politische Romane. Der Autor ist mit einer Journalistin verheiratet und lebt in Berlin.Reflektionen:In Zeiten, in denen wir fast alltäglich von Anschlägen, IS-Terror, Salafisten und Krieg erfahren, hat Jens Kubo einen Politthriller geschrieben, der aktueller kaum sein könnte.Dzamal ist Student und Sohn irakischer Einwanderer in der dritten Generation. Er fühlt sich als deutscher Staatsbürger ohne groß darüber nachzudenken. Doch seit den Flüchtlingsströmen muss er vermehrt erfahren, dass er auf Grund seines Aussehens in die Schublade des Feindes aus Nahost gepackt wird. Er wird ausgegrenzt und erfährt Diskriminierung. Die Unbeschwertheit seines bisherigen Lebens verpufft gänzlich, als er von den Behörden plötzlich als Gefährder gesehen wird. An dieser Stelle empfindet man als Leser ein starkes Ungerechtigkeitsgefühl. Zeitgleich suchen sie europäischen Behörden nach einem Attentäter, der einen Anschlag auf ein Energieversorgungsunternehmen in Frankreich verübt hat. Djamal und sein Umfeld geraten damit in den Fokus von internationalen Ermittlungen. Ungläubig, was um ihn herum geschieht, wird er labil und orientierungslos. Djamal beginnt zu zweifeln, blickt vermehrt in sein Innerstes und seine Gedanken gleichen einem Karussell, dass sich mit schwindelnder Geschwindigkeit dreht. Langsam entfernt er sich von seiner deutschen Freundin Nina, von seiner Familie und seinem Umfeld. Und doch ist es nicht so, als würde er sich bewusst abwenden. Viele Dinge spielen eine Rolle. Kleinigkeiten, Zufälle und die schicksalsträchtige Begegnung mit dem dominanten Manipulationskünstler Yusuf, der Djamal letztendlich in höchste Lebensgefahr bringt.Gefährliche Saat ist ein brisanter und erschreckend authentischer Polit-Thriller, der maßvoll actiongeladen die Spannung nährt. Der Fokus liegt dabei auf Djamal, auf seiner persönlichen Entwicklung und Veränderung, die durch die Reaktionen von außen, durch Menschen und Schubladendenken, verursacht werden. Zusätzlich wird Djamal von dem dominanten Yusuf manipuliert und stark beeinflusst. An dieser Stelle hätte ich mir mehr Gespräche zwischen Djamal und Yusuf gewünscht, die verdeutlichen, in wie fern Yusuf Djamal manipuliert und führt. Inhaltlich fehlt mir etwas gravierendes, dass die Geschichte für mich unglaubwürdig macht.Ein weiterer Fokus richtet sich auf die Behörden und die Politik. Wie sie zusammenarbeiten, wie sie abwägen, wie sie Entscheidungen treffen und wie sie dabei einzelne Menschenleben bewusst zerstören. Sie Opfern ein Menschenleben und handeln im Sinne der inneren Sicherheit und nur wenige empfinden dabei Emotionen.Jens Kubo schreibt angenehm flüssig. Schnörkellos und fokussiert. Der Einstieg in die Geschichte gelingt mühelos. Der Wechsel der Perspektiven ist gut pointiert und damit abwechslungsreich. Die authentischen Charakterzeichnungen der Figuren sind intensiv und ausführlich und ohne jede Aufdringlichkeit. Vor allem gewährt Jens Kubo dem Leser den Blick in die Gedankenwelten der Figuren und man empfindet sie, wie Menschen von nebenan. Zusammenfassend empfinde ich Gefährliche Saat im Genre Thriller nicht richtig platziert. Es fehlen hierfür klar definierte Elemente. Fazit und Bewertung:In Zeiten, in denen wir fast alltäglich von Anschlägen, IS-Terror, Salafisten und Krieg erfahren, hat Jens Kubo einen Politthriller geschrieben, der aktueller kaum sein könnte.Brisant und authentisch zeichnet die Story das Schicksal des 20jährigen Djamal, der als deutscher Staatsbürger mit irakischen Wurzeln plötzlich zum Gefährder denunziert wird. Aber, wer ist Djamal wirklich? Gefährliche Saat ist eine spannende Mischung aus Fiktion und erschreckender Realität. Leseempfehlung.4 Sterne©nisnis-buecherliebe

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  • Wer Wind sät

    Gefährliche Saat

    walli007

    04. November 2017 um 19:28

    Schon immer lebt Djamal in Berlin, er hat eine deutsche Freundin, die ihm viel bedeutet und sein Vater hat ihm einige Werte beigebracht. Ein gutes Leben könnte man meinen. Allerdings wird Djamal nach einem Vorfall, während dem er seine Mutter verteidigen wollte, festgenommen und beschuldigt, die Sache ausgelöst zu haben. Djamal kann nicht verwinden wie er durch den Staat behandelt wird. Gemeinsam mit den Erlebnissen in seinem Herkunftsland bereitet dieses Ereignis den Boden für einen Verführer, der seines Gleichen sucht. Zur selben Zeit suchen die Behörden fieberhaft nach einem Attentäter, dessen Spuren nach Berlin führen. Auf zwei Ebenen nähert sich dieser Roman dem Problem des Terrorismus, mit dem wir heute zu kämpfen haben. Der junge Djamal, der sich auf der Suche befindet, dessen Vertrauen in den Staat erschüttert wird, der keinen Halt mehr findet. Nicht einmal seine Freundin Nina kann sein Abdriften aufhalten. Auf der anderen Seite die Ermittler Marc Bauer und Lukas Weber, die alles versuchen, einen Attentäter zu stellen, der offensichtlich nach Berlin geflüchtet ist. Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Stellen verläuft nicht immer reibungslos und Gefährdungslagen müssen auch die Mühlen der Politik durchlaufen, deren Reaktion manchmal in einem „Wir fürchten uns nicht besteht“ und die damit die Sicherheitsbehörden in große Schwierigkeiten bringen. Schließlich soll dieses „Wir fürchten uns nicht“ nicht in einem „Das ist ja fürchterlich“ enden. Zunächst etwas spröde wirkt der vorliegende Roman, denn er führt in eine Welt, die einem sehr fremd vorkommt. Wieso sucht Djamal, er hat doch nichts auszustehen. Vielleicht etwas, dass nie leicht nachzuvollziehen ist, wenn man nie in einem Land mit einer anderen Kultur gelebt hat. Man fragt sich, wieso sie sich von allem angegriffen fühlen. Keiner muss sich völlig assimilieren, doch sollte nicht auf beiden Seiten Toleranz vorherrschen? Packend wird das Buch, wenn die Spuren ausgelegt sind und so langsam die missliche Ernte eingebracht wird. Welche Fäden ziehen Ermittler, Politiker und Verführer? Hat die Familie überhaupt noch irgendeinen Einfluss? Kann man einem Attentäter in die Seele blicken? Gerade zum Schluss hin werden Fragen aufgeworfen, die einen an einigem zweifeln lassen? Leider lässt sich hierüber keine Diskussion eröffnen, denn schließlich soll nicht zu viel verraten werden.  Spannend, hart, tragisch und möglicherweise näher an der Realität als einem lieb sein kann.

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  • Als Thriller spannungsarm ...

    Gefährliche Saat

    Engel1974

    18. September 2017 um 12:23

    „Gefährliche Saat“ von Jens Kubo ist ein Politthriller, mit einer sehr aktuellen, beängstigenden Thematik. Um was geht es? Der junge Djamal ist mit seiner Mutter auf einem Spaziergang, als sie wegen ihrer irakischen Wurzeln, von alkoholisierten, deutschen Jugendlichen angerempelt und beleidigt werden. Es kommt zu einer Schlägerei, deren Ende der bewusstlose Djamal nicht mehr mitbekommt. Als er wieder zu sich kommt, kann er sich nicht mehr an Alles erinnern, seine Mutter wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht und er in Handschellen abgeführt. Da sein Cousin, als fanatisch gilt und zu den sogenannten „Gefährdern“ gezählt wird, will die Polizei nicht so recht an Djamals Unschuld bei der Schlägerei glauben. Einzig in der Mutter seiner Freundin, die Beziehung zum BND hat, findet er Hilfe. Durch diesen Vorfall gerät das Weltbild von Djamal erheblich ins schwanken und er beginnt alles in Frage zu stellen. Zu seinem Unglück trifft er auf einen unbekannten Mann, bei dem er sich verstanden fühlt, dieser aber jedoch mit Djamal etwas ganz anderes beabsichtigt. Parallel geschieht in Frankreich ein Attentat, dem viele Menschen zum Opfer fallen. Ein Verdächtiger wird zwar erschossen, einem weiteren gelingt jedoch die Flucht. Meinung: Zuerst einmal muss ich sagen, wer hier einen actionreichen, spannenden Thriller erwartet wird sehr schnell enttäuscht werden, den mit dem eigentlichen Anforderungen (Spannung, Wendepunkte, mitreißende Charaktere usw.) die man an dieses Genre stellt hat dieser Thriller bei weitem Nichts zu tun. Vielmehr wartet der Autor mit einer zwar fiktiven Story auf, die dennoch sehr realistisch wird. Und gerade dieses ist sehr erschreckend, denn genauso oder ähnlich könnte es passieren. An Dramatik lässt der Autor es ebenfalls an Nichts mangeln. Erzählt wir abwechselnd in zwei Erzählsträngen, deren Zusammenhang schnell ersichtlich wird. Im Vordergrund der Handlung steht die Politische Situation, die Handlungen, Gedanken und Wertvorstellungen, aber auch die Vorurteile und deren Folgen gegenüber Ausländern in unserer deutschen Gesellschaft. Diese  Thematik ist interessant uns spannenden zu verfolgen, zumal der Autor Zusammenhänge anführt, über die ich mir so vorher eigentlich noch keine Gedanken gemacht habe. Durch den Fokus auf die politische Situation in der Handlung geraten die Charaktere allerdings auch sehr ins Abseits. Sie wirken regelrecht farblos. So würde ich diesen Thriller auch nicht unbedingt in diesem Genre platzieren, denn wie oben bereits erwähnt sind die Erwartungen an dieses Genre doch anders als das was hier vorliegt. Aufgrund der vielen politischen Aspekte, die nicht einfach unter den Teppich gekehrt werden sollten,  finde ich diesen Roman interessant und lesenswert. Fazit: Als Thriller spannungsarm mit im Hintergrund stehenden Charakteren, der Fokus liegt hier eher auf der politischen Ebene

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  • Erschreckend real

    Gefährliche Saat

    Kitty411

    08. September 2017 um 21:10

    Zum Buch: „Gefährliche Saat“ von Jens Kubo ist ein Thriller, der am 01.09.2017 bei Knaur TB erschienen ist. Zu beziehen z.B. hier: https://www.amazon.de/Gefährliche-Saat-Thriller-Jens-Kubo/dp/3426522020  Klappentext: Actionreicher Polit-Thriller über ein Thema von internationaler Brisanz, geschrieben von Jens Kubo, einem Autor, der als ehemaligen Luftwaffenpilot im Einsatz für die NATO tätig war. Ein schwerer Anschlag auf die Zentrale eines Energie-Versorgungsunternehmens in Frankreich, bei dem mehrere Menschen sterben, erschüttert Europa. Die Angst vor Terroranschlägen und weiteren Attentaten ist groß, als sich herausstellt, dass es für die Tat einen islamistischen Hintergrund gibt. In Berlin verfolgt der zweiundzwanzigjährige Djamal mit wachsender Spannung die Geschehnisse rund um das Attentat, Diskussionen um Anti-Terroreinsätze, den IS, Salafisten und Flüchtlinge. Djamal ist Sohn irakischer Einwanderer in der dritten Generation und studiert Maschinenbau. In Deutschland geboren und aufgewachsen, besitzt Djamal die deutsche Staatsangehörigkeit und fühlt sich auch als Bürger dieses Staates, doch im Alltag erfährt er ebenso wie seine Familienangehörigen, seit dem vermehrten Zustrom von Flüchtlingen nach Deutschland, immer häufiger Diskriminierung und Ausgrenzung. Als seine Mutter auf der Straße in seinem Beisein von deutschen Jugendlichen angerempelt wird, verliert er die Kontrolle. Er verprügelt einen der Jugendlichen und wird daraufhin von der Polizei abgeführt. Djamal erhält eine Jugendstrafe auf Bewährung wegen Körperverletzung. Die Diskriminierung und das provokative Verhalten der Jugendlichen spielt hingegen vor Gericht keine Rolle. Seiner Familie entgeht seine Veränderung anfangs. Nicht jedoch seiner deutschen Freundin, der Abiturientin Nina Mainhardt. Nina spürt, wie Djamal sich innerlich von ihr entfernt und sich immer öfter mit streng gläubigen jungen Männern trifft. Als sie ihrer Mutter ihre Befürchtungen beichtet, setzt die Anwältin alle Hebel in Bewegung und lässt ihre Beziehungen in Berlin spielen und wendet sich schließlich an BND-Abteilungsleiter Marc Bauer. Doch möglicherweise ist es bereits zu spät: Die Zelle plant einen Terroranschlag, bei dem Djamal eine Schlüsselrolle zukommt... Ein Polit-Thriller, der in Zeiten von Terroranschlägen, Terror des IS in Europa, nicht aktueller sein könnte! Schreibstil, Perspektiven, Aufbau: Die Story ist in der dritten Form verfasst und in 62 Kapitel unterteilt. Zum Autor: Jens Kubo war als Luftwaffenpilot im Einsatz für die NATO, für die er nach seiner fliegerischen Karriere Sicherheitskonzepte von militärischen Einrichtungen prüfte und überarbeitete. Heute ist er ziviler Berater im In- und Ausland und schreibt unter Pseudonym brisante politische Romane. Der Autor ist mit einer Journalistin verheiratet und lebt in Berlin. (Quelle: www.amazon.de) Meine Meinung: Dieser Thriller hat mich absolut mitgerissen. Der Beginn besticht mit einem flüssigen Schreibstil, der sich angenehm lesen lässt, sowie mit einem schönen und interessanten Start in die Lektüre, der zum Weiterlesen animiert. Von Beginn an ist das Geschehen extrem spannend und fesselnd, man wird als Leser hineingerissen in ein Buch mit sehr aktueller, aber auch beängstigender Thematik, und man ist absolut gefangen in der Lektüre. Ich konnte das Buch schwer aus der Hand legen, da ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Außerdem kann man sich hervorragend in die Geschichte hineinfallen lassen und vertiefen. Obwohl es teilweise sehr politisch ist, wird es nicht eine Sekunde langweilig, denn dieser Part ist hervorragend eingearbeitet in eine Story, die ohne eben diesen politischen Teil unglaubwürdig erschiene, und selbst in diesen Passsagen des Buches ist die allgegenwärtige Spannung der Story deutlich zu spüren. Nicht eine Sekunde vermisst man als Leser diese Spannung, die sich sehr schnell aufgebaut hat und einen dann nicht mehr aus den Fängen lässt, im Gegenteil, man wird davon völlig gefangengenommen. Das Buch ist in meinen Augen eine gelungene Mischung aus einem fiktiven Thriller, wie man ihn selten erlebt, und Ereignissen und Tatsachen, die sehr real sind und dem Leser klar machen, dass es eben nicht „nur“ ein Buch ist. Man macht sich währende der Lektüre - und auch danach - definitiv auch Gedanken über dieses sehr wichtige Thema, das die Lektüre erschreckend real werden lässt. Innerhalb der Story gibt es viele Ereignisse, die den Leser überraschen, Wendungen, die man nicht erwartet hätte, und ein heftiges, aber passendes Ende. Eine gelungene Mischung aus Dramatik, Spannung, Realität, erschreckenden Begebenheiten und aktuellen Themen, die ich definitiv jedem nur empfehlen kann. Von mir gib es 5 Sterne.

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  • Brisant

    Gefährliche Saat

    Jisbon

    01. September 2017 um 23:20

    Anmerkung: Ich habe eine Vorab-Version des Buches im März gelesen._________________"Gefährliche Saat" befasst sich mit einem Thema, das sehr aktuell und hochgradig brisant ist - die Flüchtlingskrise und die dadurch ausgelösten Kontroversen sowie den Populismus und all die Vorurteile, die Menschen, die ausländisch aussehen, entgegen schlagen können.Einer der Protagonisten ist Djamal Khadim, dessen Großeltern schon nach Deutschland ausgewandert sind. Er sieht sich als Deutscher, ist gut integriert, studiert. Dennoch schlagen ihm Misstrauen und Hass entgegen, vor allem, da er vor kurzer Zeit ein paar Wochen im Irak verbracht hat, um Familie zu besuchen. Es war sehr schwer, darüber zu lesen, wie er behandelt und ausgegrenzt wurde; Djamal ist unsicher, zweifelt, sucht nach einem Halt und ist ein sehr sympathischer Protagonist - niemand, den man mit Terror in Verbindung bringen würde. Und dennoch wird er von seinen Mitmenschen schlecht behandelt und sogar von der Polizei vorverurteilt. Ich zweifle nicht daran, dass diese Schilderungen für viele akkurat sind, aber trotzdem kann man sich kaum vorstellen, dass so etwas in seiner Heimat, einem vergleichsweise fortschrittlichen Land, passiert. Kubo war hier sehr schonungslos, hat die Vorurteile aufgezeigt und verdeutlicht, dass genau solches Handeln dazu führen kann, dass Menschen sich radikalisieren.Gut gefallen hat mir, dass auch die andere Seite, die Polizeiarbeit, gezeigt wurde. Man hat gesehen, was in ihnen vorging und der Autor war bemüht zu zeigen, dass man nicht einfach nur schwarz-weiß zeichnen kann. Dabei hat er mich auch sehr nachdenklich gemacht. Wie Djamal behandelt wurde, ist definitiv falsch, einfach furchtbar und es hat mich danach nicht gewundert, wie er auf diese Herabwürdigungen reagiert hat, aber was soll man tun, wenn man glaubt, es ist der einzige Weg, einen Anschlag zu verhindern, der Tausenden von Menschen schaden kann? Es ist die klassische Frage, ob die Bedürfnisse und Rechte des Einzelnen geopfert werden dürfen, um dem großen Ganzen zu helfen und darauf gibt es, obwohl man sofort 'Nein' sagen will, wohl keine einfache Antwort. Leider. Die Gesamtsituation ist einfach schrecklich; stellenweise wirkt die Geschichte fast ein wenig belehrend, da darauf hingewiesen wird, wie man so etwas verhindern soll, aber diese Botschaft hat etwas wahres.Obwohl ich die Handlung interessant und beklemmend fand, muss ich jedoch sagen, dass sie mich nicht wirklich berühren und nicht einmal das Schicksal der Figuren bei mir Emotionen auslösen konnte. Einige der Enthüllungen waren für mich auch sehr vorhersehbar und meiner Meinung nach hat Djamal sich viel zu schnell verändert; der Autor beschreibt in seinem Nachwort, dass der Prozess im Normalfall genauso rasant abläuft, aber für mich war es trotzdem ein bisschen unglaubwürdig, wie leicht es war.FAZIT:"Gefährliche Saat" ist ein beklemmendes Buch, das mich nachdenklich gemacht und teilweise einfach entsetzt hat. Dennoch konnte es mich nicht hundertprozentig packen und überzeugen, weshalb ich 'nur' 3,5/5 Sternen vergebe._________________Herzlichen Dank an den Droemer Knaur Verlag und jellybooks.de, die das Buch für Testleser zur Verfügung gestellt haben.

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  • Freundschaft im Namen Allahs?

    Gefährliche Saat

    kassandra1010

    09. April 2017 um 01:24

    Ein Bombenattentat in Berlin und die Hölle bricht los. Während der geschulte und erfahrene Ermittler Marc mit seinem Team auf der Suche nach dem Täter ist, erhält er Unterstützung von einem alten Weggefährten. Ein zweischneidiges Schwert, da der Amerikaner natürlich nur seinem eigenen Land und seinen Idealen treu ergeben ist.Für Marc wird es erst und vor allem privat, als klar wird, dass ausgerechnet die Tochter einer alten Bekannten die Freundin des vermeintlichen Attentäters ist. Die Jagd beginnt und der junge Djamal, geprägt durch einen Familienbesuch im Irak gerät als Unschuldiger durch Leichtsinn und mangelnde Menschenkenntnis in die Fänge eines Islamisten, der schon in aller Herren Länder über Leichen gegangen ist. Ein spannender Politthriller, der brisanter und aktueller nicht sein könnte!

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