Jens Lossau , Jens Schumacher Der Schädelschmied

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Inhaltsangabe zu „Der Schädelschmied“ von Jens Lossau

Unruhe in Barlyn, einem von Zwergen regierten Stadtstaat im Norden Sdooms: Schürfminister Borkudd, ein einflussreicher Politiker, wird ermordet in seinem von innen hermetisch verschlossenen Büro tief unter der Erde aufgefunden. Jemand - oder etwas - hat seinen Schädel mit drei Dutzend Stahlnägeln perforiert! Das Institut für angewandte investigative Thaumaturgie entsendet seine beiden besten Männer: Meister Hippolit und sein treuer Adlatus Jorge nehmen in den lichtlosen Tiefen der Barlyner Bergwerke die Ermittlungen auf. Stecken politische Intrigen hinter dem Mordanschlag? Geht ein körperloses Monstrum in den Tiefgeschossen der Minenstadt um? Oder verhält sich in Wahrheit doch alles ganz anders.?

Mischung aus Fantasy und Krimi - mit einem Zauberer und Troll als Ermittlerteam, das allein bereitet schon Lesevergnügen.

— himmelspirat
himmelspirat

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  • Zwerge, die Gartenzwerge sammeln

    Der Schädelschmied
    Wortmagie

    Wortmagie

    03. August 2017 um 12:14

    Mit dem Aufkauf des Verlages Egmont LYX durch Bastei Lübbe wurde die Ausrichtung des Verlagsprogramms umgestellt. Der Imprint ist nun auf Romantik spezialisiert. Pff. Dadurch mussten einige Autor_innen und Reihen ein neues Zuhause finden, darunter auch Jens Lossau und Jens Schumacher mit ihrer High Fantasy-Krimi – Reihe „Die Fälle des IAIT“. Glücklicherweise kamen sie bei einem Verlag unter, der meiner Meinung nach hervorragend zu ihnen passt: Feder & Schwert. Ich möchte mich von Herzen bei Feder & Schwert bedanken, dass sie die Weiterführung der Reihe ermöglichen. Es wäre zu schade gewesen, Meister Hippolit und Jorge den Troll niemals wiederzusehen. Nur einmal nach Herzenslust in einem edlen Puff verwöhnt werden, mehr wünscht sich Jorge der Troll nicht. Aber nein, natürlich kommt ihm genau dann, wenn es am schönsten ist, sein Job in die Quere. In Barlyn, einer unterirdischen Minenstadt der Zwerge, wurde der bedeutende Schürfminister Borkudd tot in seinem Büro aufgefunden. Ein einzelner dahingeschiedener Zwerg wäre für das IAIT noch lange kein Grund, ihr wichtigstes Ermittlerduo unter Tage zu schicken, wären die Umstände seines Todes nicht äußerst merkwürdig. Das Büro des Ministers glich einer hermetisch verriegelten Festung. Nichts kam rein, nichts kam raus. Trotzdem befinden sich in Borkudds Schädel mehr als 20 Stahlnägel. Handelt es sich um einen überaus umständlichen Selbstmord? Oder wurde der Zwerg thaumaturgisch abgemurkst? Besteht vielleicht sogar ein Zusammenhang zu den Gerüchten eines furchteinflößenden Monsters, das in den Minen sein Unwesen treiben soll? Die Wahrheit ist tief vergraben, doch wenn jemand sie ausbuddeln kann, dann sind es Meister Hippolit und Jorge der Troll! Zu Beginn meiner Rezension möchte ich mich dieses Mal direkt an meine deutschen Leser_innen wenden: seid ihr empfindlich, was eure Nationalität betrifft? Reagiert ihr pikiert, wenn das deutsche Volk und unsere speziellen Eigenheiten kräftig durch den Kakao gezogen werden? Fühlt ihr euch in eurem Patriotismus leicht beleidigt? Dann muss ich euch an dieser Stelle vehement von „Der Schädelschmied“ abraten. Der dritte Band der „Fälle des IAIT“ ist eine fleischgewordene, wild mutierte Parodie auf Deutschland und die deutsche Mentalität. Die gesamte Stadt Barlyn ist ein erschreckend genaues, wenn auch hemmungslos überspitztes Abbild meines Heimatlandes. Wer hätte gedacht, dass Zwerge und Deutsche so viel gemeinsam haben? Lächerliche Bürokratie, kleinliche Pedanterie, absolute Hingabe dem Beruf gegenüber, tadellose Arbeitsmoral, eine ungesunde Vorliebe für Bier, alberne, traditionelle Kleidung, seltsame Musik und große, sabbernde Hunde. Ich hätte mich kugeln können vor Lachen. Natürlich sind die Parallelen so offensichtlich, dass es geschmacklos ist. Natürlich bewegen sich Jens Lossau und Jens Schumacher weit entfernt von jeglicher politischen Korrektheit. Aber ich fand es großartig. Wo, wenn nicht in der Literatur, dürfen Deutsche ungestraft über ihr Land herziehen, Klischees ausschlachten und einen taktlosen Witz nach dem anderen reißen? Ich nehme dem Autorenduo ihre Selbstironie kein bisschen übel, im Gegenteil, ich feiere sie dafür. Ich meine, die Zwerge in Barlyn sammeln Gartenzwerge. Zwerge, die Gartenzwerge sammeln. Noch einmal langsam und mit Gefühl: Zwerge. Die. Gartenzwerge. Sammeln. Ich habe so gelacht, dass ich fast von der Couch gerutscht wäre. Ich kichere immer noch. Meister Hippolit und Jorge, die vermutlich ohnehin das skurrilste Ermittlerpaar aller Zeiten sind, in diese Stadt zu schicken, war ein Geniestreich. Sie passen dort so wenig hin, dass die Absurditäten vorprogrammiert sind. Es beginnt bereits damit, dass Jorge als Troll für einfach alles viel zu groß ist und mit seinem herrlich ordinären, unzensierten Mundwerk überall aneckt. M.H. hingegen ist bei weitem zu ungeduldig für den bürokratischen Albtraum, der ihnen bevorsteht, außerdem stolpern sie unter Tage auch noch über einen alten Rivalen, der ihn wunderbar zur Weißglut treibt. Die Zwerge dachten sich nämlich „Viel hilft viel“ und forderten nicht nur die Agenten des IAIT an, um den barbarischen Tod des Schürfministers aufzuklären, sondern zusätzlich zwei weitere Parteien. Demzufolge entsteht eine bizarre Wettbewerbssituation zwischen den Ermittlerteams, die ich allerdings, wenn auch unterhaltsam, etwas lästig fand. Es war zwar interessant und aufschlussreich, Details aus Hippolits Vergangenheit vor dem verpatzten Zauber zu erfahren, doch für mich bestand nie ein Zweifel, dass die beiden anderen Teams ihm und Jorge sowieso nicht das Wasser reichen können. Schon gar nicht bei diesem extrem verzwickten Fall, den ich wieder einmal nicht allein lösen konnte, obwohl einige meiner Mutmaßungen die korrekte Richtung einschlugen. Ich glaube, bisher ist „Der Schädelschmied“ mein liebster Band aus der Reihe „Die Fälle des IAIT“. Ich fand ihn auf jeden Fall besser als den zweiten Band „Der Orksammler“, weil Lossau und Schumacher dieses Mal wirklich alles aus ihrem höchstamüsanten Setting herausgeholt und sogar einen dezenten Fortsetzungscharakter bewerkstelligt haben. Mittlerweile habe ich mich auch damit abgefunden, dass ich die Beziehung zwischen M.H. und Jorge wohl nie ganz verstehen werde und akzeptiere sie einfach, wie sie ist. Ich bin begeistert von der überspannten Beschreibung des deutschen Volkes seitens des Autorenduos und ihrer schonungslosen, plakativen, schelmischen Zurschaustellung nationaler Klischees. Für einige Leser_innen wäre es vielleicht zu viel der augenzwinkernden Kritik im hanswurstigen Gewand, doch ich bin felsenfest davon überzeugt, in diesem Rahmen ist „zu viel“ gerade gut genug. Wenn ich Meister Hippolit und Jorge besuche, will ich Tränen lachen und flache, kindische Witze genießen. Ich wiederhole es noch einmal, weil es so schön war: Zwerge, die Gartenzwerge sammeln. Gott, darüber werde ich noch jahrelang feiern.

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  • Fantasy wie ich sie mag :)

    Der Schädelschmied
    Fenja1987

    Fenja1987

    In Barlyn in einem von den Zwergen regierten Stadtstaat im Norden Sdooms wird der Schürfminister Borkudd ein einflussreicher Politiker der Stadt Tod aufgefunden: Mit 36 Stahlnägeln in seinem Kopf. Alles sieht nach Selbstmord auf, doch beschließt das Institut für angewandte investigative Thaumaturgie seine zwei besten Agenten Meister Hippolit und seinen Assistnten den Troll Jorge zu schicken um den Tod des Ministers zu untersuchen. Für Hippolit steht fest es war kein Selbstmord. Doch den Mörder zu finden ist schwieriger als gedacht. Denn scheinbar hatte jeder in der Stadt ein Motiv. Oder war es vielleicht doch das Monster, das Tief in dem Bergwerk leben soll? Auf „Der Schädelschmied“ von Jens Lossau und Jens Schumacher bin ich mehr durch Zufall gestoßen, da ich für eine Lese-Challenge ein Buch mit einem „Stuhl“ auf dem Cover gesucht habe. Und auch wenn dieses Buch schon der 3.Teil der Reihe ist, sprach mich neben dem Cover auch der Inhalt an. Und was soll ich sagen, mir hat das Buch sehr gefallen. Getragen wird die Handlung ganz klar vom Humor des Trolls Jorge. Dieser ist mit seiner Angewohnheit bei jeder sich ihm bietenden Möglichkeit Sprichwörter der Trolle vorzutragen „Wir Trolle haben da ein Sprichwort, und das geht so.“ und seinem Hang zum Alkohol und nicht ganz so Jugendfreien Äußerungen, eine echtes Original ist. Auch ist er erstaunlich scharfsinnig, auch wenn er es häufig selbst nicht zu merken scheint. Daneben wirkt sein Kumpane Meister Hippolit, ein Art Magier des höchsten Ranges, mit seiner nüchternen Art und seinem analytischen Art, wie das genaue Gegenteil. Dazu kommt das er sich zurzeit in einem magisch verjüngten Körper eines Jugendlichen befindet. Im Vergleich zu dem hochgewachsenen Troll, erst recht sehr gegensächlich. Trotzdem ergänzen sich beide perfekt. Im Auftrag des IAIT (Institut für angewandte investigative Thaumaturgie) begeben sich die beiden Gefährten also ins Reich der Zwerge um den Tod des Schürfministers Borkudd zu untersuchen der in einem verschlossen Zimmer einer sehr mysteriösen Tode gefunden hat. Während M.H in die Ermittlungsarbeit stürzt, in dem ungebetener weise auch andere ermitteln, begibt sich Jorge unter das Volk und mischt dieses so richtig auf. Was mir wirklich gut gefallen hat, ist das beide Autoren hier wirklich eine ganz eigene Mischung aus Humor, Thriller, Fantasy und Humor hinbekommen haben, welches sich so locker lesen lässt ohne unspannend zu sein. Ich freu mich auf jeden Fall schon jetzt darauf auch die anderen Bücher kennen zu lernen. Fazit: „Der Schädelschmied“ verspricht was der Klappentext verspricht: „Keine Einhörner, Feen oder schwülstige Romantik – In diesem Fantasy geben Humor und packende Action den Ton an. Von mir gibt es nur zu gerne 4 von 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung! 01. Der Elbenschlächter02. Der Orksammler03. Der Schädelschmied04. Der Knochenhexer05. Die Wüstengötter

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    • 4
    Fenja1987

    Fenja1987

    23. July 2015 um 21:26
  • Terror in der Zwergenstadt

    Der Schädelschmied
    burnedeyez

    burnedeyez

    04. June 2013 um 21:52

    Die Vermengung der Genres Fantasy und Thriller erscheint zunächst vielleicht etwas abenteuerlich, ich muss gestehen dass auch ich zu Beginn etwas kritisch war. Zumal dann auch noch unter dem Klappentext ein Hinweis auf ein großes “Augenzwinkern” gegeben wird – zwangsläufig kamen bei mir als Pratchett-Freund dabei gleich Verbindungen zur Stadtwache von Ankh-Morpork in den Kopf. Und ein Abklatsch ist ja bekanntlich nie sonderlich schön zu lesen. Aber ich ließ mich natürlich auch gerne eines besseren belehren. “Der Schädelschmied” ist bereits der dritte Band aus der Hippolit & Jorge-Reihe und so finden sich an manchen Stellen schon Hinweise auf die vorangegangenen Romane. Diese sind allerdings dezent gehalten, so dass auch der unbeleckte Leser (also so wie ich) sich nicht sonderlich gestört davon fühlt – es ist also nicht zwingend notwendig, “Der Elbenschlächter” und “Der Orksammler” vorab gelesen zu haben. Das ist auch ganz gut so, denn unter anderen Umständen hätte ich ein ansonsten spannendes und atmosphärisch interessantes Buch vermutlich schnell wieder in die Ecke gefeuert. Das Autorenduo fängt den Charakter der gigantischen Zwergenstadt gut ein und lässt ein plastisches Bild im Kopf des Lesers entstehen, welches sich teilweise doch schon etwas von den gängigen Fantasy-Klischees abhebt und an manchen Punkten auch deutliche Bezüge zur realen Welt aufweist. So geht Jorge im letzten Drittel auf ein großes Fest welches… ach, das sollte man selbst gelesen haben. Die Krimistory selbst ist dabei spannend geschrieben und bindet die für Fantasy ja oft im Raum schwebende Magie gut mit in die Vorgänge ein. Man hat nicht den Eindruck, dass sie eingesetzt wurde, um Logiklücken zu kaschieren (was wegen der Schlüssigkeit nicht notwendig ist), sondern einfach aus einem Grund: die Geschichte noch interessanter zu gestalten. Die Charaktere sind leider etwas klischeehaft ausgefallen. Man mag nun sagen, dass das ein durchaus gewünschter Effekt gewesen ist, ich jedoch fand die stereotypischen Zwerge und Trolle insgesamt etwas zu schwachbrüstig. Sicherlich entdeckt man hier und da eine gewisse Eigenständigkeit, doch bleibt über weite Strecken das Gefühl, dass man einfach die gängigen Genre-Konventionen zu einer großen Suppe vermischt hat, die zwar nicht schlecht schmeckt, aber auch nicht außergewöhnlich ist. Einzig Hippolit selbst ist eine Figur, die ich als durchaus eigenständig bezeichnen würde – und die einzige Hauptfigur, die in diesem Roman mit einem etwas dichteren Hintergrund aufwarten kann. Ansonsten sind die Darsteller in “Der Schädelschmied” eben typische Fantasykreaturen, die leider großteils austauschbar sind. Vielleicht wäre es zumindest in dieser Hinsicht von Vorteil gewesen, die ersten beiden Bände zu kennen. Stilistisch möchte ich mich hingegen nicht beschweren. Schumacher und Lossau schreiben gut, wollen nicht zwingend “phantastisch” wirken sondern präsentieren “Der Schädelschmied” in einem sehr lockeren Ton. Das passt gut zu den immer wieder einfließenden zotigen wie auch humoristischen Passagen (von denen viele auf die Schippe des Trolls Jorge gehen). Man sollte allerdings keinen feinsinnigen Humor wie den des Herrn Pratchett erwarten, hier läuft das alles viel direkter und “straight in yer face” ab. Fazit: “Der Schädelschmied” hat mir deutlich Lust auf die ersten beiden Teile der Reihe gemacht. Zwar sind die Charaktere zu großen Teilen Abziehbilder des Fantasy-Genres, allerdings stimmen die Geschichte und die Atmosphäre, ebenso war der launige Humor sehr angenehm. Lesenswert, wenn auch keine ganz große Kunst.

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  • Rezension zu "Der Schädelschmied" von Jens Lossau

    Der Schädelschmied
    Gr0mit

    Gr0mit

    22. November 2011 um 22:23

    Der Schädelschmied ist wieder ein klasse Roman mit dem kultigen Ermittler Duo Jorge und Hippolit. Diese werden in die unterirdische Zwergenstadt Barlyn gerufen, um den Mord an einem ranghohen Politiker aufzuklären. Fast alles sieht nach einem Selbstmord aus - doch so leicht lassen sich die beiden nicht an der Nase herumführen und setzten wieder alles daran die Wahrheit ans Licht zu bringen. Jorge auf seine typische Trollweise und Hippolit etwas subtiler Das Buch knüpft direkt an die Qualität der beiden Vorgänger an. Wem der Elbenschlächter und der Orksammler gefallen hat, sollte hier auf jeden Fall zuschlagen! Ich hoffe, dass Jens Lossau und Jens Schumacher auch noch weitere Geschichten um die beiden Meisterermittler des IAIT herausbringen werden!

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