Jens Lossau Schwarzes Erbe: Psychothriller

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Inhaltsangabe zu „Schwarzes Erbe: Psychothriller“ von Jens Lossau

Lina und Ben haben es geschafft: Ihr Comic wird weltweit verlegt und ist ein Bestseller. Eigentlich könnte alles gut sein, aber Ben verändert sich und Lina trifft auf Menschen, die ihr bedrohlich erscheinen. Die Story scheint viele Menschen zu bewegen, aber was steckt wirklich dahinter? Nur Ben kennt die Wahrheit - oder wer noch? Jens Lossaus Psychothriller erzählt einen bedrohlichen Alptraum über ein düsteres Kapitel der deutschen Geschichte. Dunkel und spannungsgeladen bis zum überraschenden Ende.

Spannend, traurig manchmal nahezu surreal

— Traubenbaer

Spannend, lehrreich, fesselnd, überraschend - wirklich gutes Buch!

— soetom

Selten wird Geschichte so gut in einem Roman (v.a. in einem Thriller) nähergebracht ohne langweilig zu werden.

— SaintGermain

Packender und düsterer Psychothriller, der eine dunkle Seite der deutschen Vergangenheit gekonnt mit der heutigen Zeit verknüpft.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein Psychothriller mit einer heftigen Story die nicht ohne ist, poetisch und erschreckend geschrieben.

— Insomnia1106

Ein Psychothriller, der spannend, erschreckend, gefühlvoll, einzigartig und lehrreich zugleich ist und mit richtiger Erzählkunst glänzt.

— Artemis_25

Dramatisch! Bewegend! Anders!

— Stelze74

Ein ungewöhnlicher Thriller. In der aktuellen Ebook-Version (fast) verschenkt

— Joachim_Tiele

Heftig und poetisch. So manche Wendung war wie ein Schlag in den Magen!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
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  • Rezension für "Schwarzes Erbe"

    Schwarzes Erbe: Psychothriller

    Traubenbaer

    12. March 2017 um 01:13

    "Schwarzes Erbe" von Jens Lossau (erschienen bei digital publishers) ist ein Thriller, der sich mit dem Leben in KZs auseinandersetzt.Linas Freund Ben ist der Sohn einer KZ- Gefangenen. Sie erlebte dort schreckliches und nahm sich letztendlich das Leben, um ihren Erinnerungen zu entkommen. Ben arbeitet ihre Vergangenheit zusammen mit Lina auf und veröffentlicht ein Comic darüber. Dieser macht sie über Nacht berühmt, ruft aber auch skrupellose Menschen auf den Plan, die das Vergangene vertuschen möchten.Der Roman beginnt gut: Die Protagonisten sind detailliert beschrieben und besonders Ben ist mir gleich sympathisch. Besonders gut finde ich, dass in dem Roman immer wieder Kapitel vorkommen, die die Handlung des Comics schildern. Man bekommt so einen guten Eindruck, worum es überhaupt geht und sie lockern die Geschichte auf. Die Handlung wird von Kapitel zu Kapitel düsterer. An manchen Stellen kommt mir die Handlung sogar surreal vor. Das macht den Roman etwas langatmig, denn man kann in diesen Kapiteln das Handeln und Erleben der Protagonisten nur schwer nachvollziehen. Besonders der Teil, in dem Ben im Krankenhaus liegt zog sich für mich in die Länge. Erst im letzten Teil des Romans wird es wieder spannend, denn dann tappt Lina endlich nicht mehr im Dunkeln und erfährt alles über Bens Recherchen. Das Ergebnis dieser Recherchen ist haarsträubend und sicher nichts für zartbesaitete.

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  • Spannende Geschichte mit "message" ohne belehrend zu sein

    Schwarzes Erbe: Psychothriller

    soetom

    08. December 2016 um 20:14

    Es gibt Bücher, da merkt der Leser irgendwann: Ah, der Autor hat da von etwas gehört und gedacht, dass man da eine Geschichte draus machen könnte. Das ist hier auch so. Aber oft vergisst der Autor dann, dass ich als Leser nicht über sein tolles Fachwissen staunen, sondern ein spannendes Buch lesen will. Das ist hier nicht so.Der Hintergrund der Geschichte aus der Nazizeit wirkt authentisch und die Geschichte ist so flüssig und spannend erzählt, dass es keine Rolle spielt, ob alles fiktiv oder historisch korrekt ist. Und ich finde den Umgang mit der Vergangenheit, das Verdrängen und alle daraus resultierenden Konflikte aus der Realität wieder (auch aus der aktuellen), ohne dabei einen allzu erhobenen erhobenen Zeigefinger zu entdecken.Das Spannende war dabei für mich, dass ich bis zum Schluss nicht wusste, in welches Genre ich das ganze einordnen soll. Es beginnt als Teenager-Geschichte, mit den Rollenkonflikten des Erwachsenwerdens. Dann ist es auf einmal fast eine Mystery-Story, in der man nie weiß, was jetzt real ist. Und die Geschichte macht einen kurzen Abstecher in die Möglichkeiten, ein Patienten-Arzt-Verhältnis zu missbrauchen, um denn ein handfester Thriller zu werden.Dadurch war für mich alles ständig im Fluß, stand nie fest und gab mir ein sehr nachvollziehbares Gefühl für die innere Unsicherheit der Protagonistin. Und bis zu den letzten Zeilen habe ich auf den großen Knall, die Auflösung von allem gewartet. Ein wirklich gelungenes Lese-Erlebnis.Der einzige Schwachpunkt war für mich, dass die Heldin zwar im Laufe der Geschichte zehn Jahre älter wird, sich aber bis zuletzt wie ein bockiger, pubertierender Teenager benimmt. Das wirkte zwischenzeitlich nicht sehr authentisch.Ansonsten: Lesenswert!

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  • Geschichts-Thriller

    Schwarzes Erbe: Psychothriller

    SaintGermain

    22. September 2016 um 14:49

    Das Cover wirkt sehr düster, mystisch und geheimnisvoll und ist absolut gut gemacht; es weckt die Neugier des (potentiellen) Lesers.Der Schreibstil des Autors ist (wie in allen seinen bisherigen von mir gelesenen Büchern) sehr gut - Orte und Personen werden sehr gut dargestellt.Für viele sind die Machenschaften der Nationalsozialisten ein tabu-Thema. In diesem Thriller beschäftigt sich der Autor mit dem Thema NS-Bordelle, welches mir bisher nicht bekannt war und mir daher neue  geschichtliche Einblicke gewährt hat.Die Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler namens Lena geschildert.Immer tiefer taucht die Story die NS-Zeit ein.Leider bleibt in diesem Buch aber auch einiges offen, darum ein Stern Abzug.Fazit: Selten wird Geschichte so gut in einem Roman (v.a. in einem Thriller) nähergebracht ohne langweilig zu werden.

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  • Leserunde zu "Schwarzes Erbe: Psychothriller" von Jens Lossau

    Schwarzes Erbe: Psychothriller

    DIGITALPUBLISHERS_Verlag

    Liebe Lovelybooks-Freunde und Thriller-Fans, wer hat Lust bei einer Leserunde mit dem Psycho-Thriller "Schwarzes Erbe" von Jens Lossau mitzumachen? Einem Thriller voller Spannung, ungewöhnlichen, seltsamen Wendungen und vielen Geheimnissen - denn nichts ist vorhersehbar! Lasst Euch packen, seid neugierig und macht mit! Wir freuen uns auf Euch! Wir verlosen wir 30 Freiexemplare im epub- oder mobi-Format unter den Bewerber/innen! Bewerbungsschluss ist der 27. Januar 2016. Worum es geht? Einjunges Paar verarbeitet die Vergangenheit der Elterngeneration in einer Graphik Novelle - ähnlich einem Comic. Als das Werk die internationalen Bestsellerlisten in ungeahnter Geschwindigkeit stürmt, weckt es auch die Aufmerksamkeit alter Seilschaften des Dritten Reiches, die nun ihre Interessen und ihre geheime Existenz in Gefahr sehen. Sie fühlen sich bedroht und reagieren. Das Autorenduo soll unter allen Umständen zum Schweigen gebracht werden... Ihr möchtet schon mal reinlesen? Hier geht es zum kostenlosen Appetizer auf Wattpad. Oder schaut Euch die Video-Lesung mit Barbara Stoll an: http://youtu.be/j08gMT66zZY Zum Autor: Jens Lossau, geboren 1974 in Mainz, begann bereits früh mit dem Schreiben eigener Texte, die überwiegend dem Genre der phantastischen Literatur zuzurechnen sind. Anfangs erschienen seine Erzählungen in Zeitschriften und Anthologien, später wurden diese in eigenen Sammlungen wie zum Beispiel »Entitäten« (Ventil-Verlag, Mainz, 1997, zusammen mit J. Schumacher) veröffentlicht. Der gelernte Buchhändler liebt die dunklen Seiten der Literatur. In seinen Romanen und Kurzgeschichten hat er einen charakteristischen Mix aus Horror, Krimi und Spannung entwickelt, der seine Erzählungen zu einem besonderen Leseerlebnis macht. Wir freuen uns auf Eure Bewerbungen!

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  • Eine düstere Vergangenheit, umhüllt von einer Mauer des Schweigens

    Schwarzes Erbe: Psychothriller

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. March 2016 um 15:08

    Inhalt: Lina und Ben haben es geschafft: Ihr Comic wird weltweit verlegt und ist ein Bestseller. Eigentlich könnte alles gut sein, aber Ben verändert sich und Lina trifft auf Menschen, die ihr bedrohlich erscheinen. Die Story scheint viele Menschen zu bewegen, aber was steckt wirklich dahinter? Nur Ben kennt die Wahrheit - oder wer noch? Bewertung: Das Buch holt ein ganzes Stück in die Vergangenheit aus und berichtet über die Beziehung zwischen Ben und Lina im beschaulichen Alzey, von ihrer ersten Begegnung an. Als Leser empfand ich Alzey bald nur als Fassade, hinter der etwas viel Düsteres wartet. Spätestens mit dem Moment, als Ben und Lina mit ihrer Graphic Novel alle Rekorde brechen, wird spürbar, dass dieses Düstere auch auf die beiden und ihre Beziehung übergreift. Die Rabenwelt erzählt - im Buch mit wunderbaren Texten - eine Geschichte, die sehr an das Dritte Reich erinnert. Bens Mutter war Gefangene in einem KZ. Doch wie sehr wirkt sich das auch 60 Jahre später auf Ben und Lina aus, in einem Dorf, in dem die Vergangenheit anscheinend einfach totgeschwiegen wird? Man merkt bald, dass auch Ben seiner Freundin nicht alles verrät, was er über die damalige Zeit weiß und herausgefunden hat. Jens Lossau holt den Leser sprachlich gut ab. Stellenweise könnte die Sprache sicher noch "runder" sein, das hat mich aber nicht groß gestört. Stattdessen wird das Buch durch die Geschehnisse und die Sprache immer drängender - man liest, was alles passiert, versteht aber bis kurz vor dem Ende nie so wirklich was warum geschehen ist und wer dahinter steckt. Mit der Psyche seiner Charaktere und seiner Leser spielt der Autor auf jeden Fall ausgezeichnet. Das Ende hat mich auf jeden Fall nachdenklich zurückgelassen. Es gibt viele Themen, die mich berührt haben, und mich nachdenklich gemacht haben, auch im Hinblick auf den allgemeinen Umgang mit der deutschen Vergangenheit und auch mit dem Umgang mit psychischen Problemen. Alles in allem ein sehr lesenswerter, düsterer Thriller, der nicht unbedingt etwas für schwache Gemüter ist und auch nicht alle Fragen beantwortet, die er stellt.

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  • Wie viel hälst du aus, bevor du zerbrichst?

    Schwarzes Erbe: Psychothriller

    Insomnia1106

    20. February 2016 um 20:09

    Für mich war es der erste Psychothriller des Autors. Ich habe viele Rezensionen und Meinungen zum Vorgänger-Buch "Phobie" gelesen und war dann ganz erfreut, dass ich eines der EBooks für dieses Werk zur Verfügung gestellt bekommen habe. Die Geschichte geht definitiv unter die Haut, und lässt einem oft über die Geschehnisse nachdenken. Der Schreibstil ist ganz toll. Auch wenn dieser zunächst sehr ungewohnt war, habe ich mich schnell in die Geschichte gefunden und konnte ohne probleme jederzeit flüssig durch die Seiten schmöckern. Um was geht die Geschichte? Die zwei Hauptprotagonisten Ben und Lina erstellen einen Comic, der besser als erwartet einschlägt. In diesem Comic wird das erschreckende KZ-Leben aus Vogelsicht, - genau genommen Raben geschrieben. Ich möchte jetzt nichts zu viel verraten, ich kann nur sagen das es eine Geschichte ist, die auf jeden Fall unter die Haut geht, und nicht leicht verdaubar ist. Sie zeigt viele erschreckende Geschehnisse in der Vergangenheit, und lässt die Menschen in der Gegenwart auch nicht los. Leider gab es für mich zwei Sterne Abzug, denn mir hat öfters der Spannungsbogen gefehlt, den ich bei einer so rasanten Geschichte vermisst habe.

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  • Wenn Raben das Schweigen brechen

    Schwarzes Erbe: Psychothriller

    Artemis_25

    11. February 2016 um 19:05

    Lina und Ben hätten nie damit gerechnet, dass ein Comic mit Raben als Hauptakteure so großen Erfolg haben würde. Die ganze Welt spricht darüber, aber gleichzeitig schweigt der kleine Ort, in dem sie aufgewachsen sind. Der Comic ist nicht einfach eine nette unterhaltsame Geschichte, er verbildlicht ein sehr unschönes Kapitel der deutschen Geschichte und verknüpft darin die vergangenheitsignorierende Haltung der Beteiligten. Das ganze schreckliche Ausmaß dessen, was tatsächlich mit der Rabengeschichte dargestellt wird, wird vor allem Lina erst bewusst als sie mit mysteriösen Nachrichten konfrontiert wird. Auch Ben verhält sich immer seltsamer. Er scheint etwas vor ihr zu verbergen, einen dunklen Teil seiner Vergangenheit, der ihn noch immer verfolgt. Kann sie das Puzzle rechtzeitig zusammensetzen, bevor jene sie erreichen, die sich von dem Comic bedroht zu fühlen scheinen? Der Autor hat mich ja schon in „PHOBIE“ total überzeugen können. Auch diesmal ist ihm das wieder gelungen. Der ganz eigene Schreibstil tritt hier erneut zutage, durchsetzt von subtilem Humor, der in diesem Werk nicht ganz so hervorsticht wie in seinem anderen Buch. Das mag daran liegen, dass die Thematik eine ernstere und somit weniger Witz vollkommen angemessen ist. Dennoch bekommt man ein wenig das Gefühl eine geschriebene Karikatur vor sich zu haben, die die Ereignisse und Personen etwas überzieht und Kritik übermittelt. Das geht dabei nicht so weit, dass man nicht mehr mit den Hauptcharakteren mitfühlen kann, denn das ist durchaus möglich. Allerdings macht es es schwieriger den anderen Figuren näherzukommen. Mich persönlich hat dies jedoch nicht gestört, weil ich meistens eh nur mit den Hauptcharakteren richtig mitfiebern kann und möchte. Und mitfiebern konnte ich mit Ben und Lina allemal, denn der Autor hat genau das richige Gespür dafür, die Gefühlswelt seiner Charaktere richtig authentisch darzustellen. Allerdings sind mir, insbesondere am Anfang, doch ziemlich viele Parallelen zu „PHOBIE“ aufgefallen. Lina und Ben sind Hanna und Tom sehr ähnlich. Das verliert sich jedoch im Verlauf der Geschichte, da sie ja auch um einiges älter sind und so ganz andere Dinge erleben. Das Thema der Machenschaften in Konzentrationslagern wurde sehr behutsam in den Thriller eingebaut. Mich hat hier vor allem beeindruckt wie dies mit der Rabengeschichte verknüpft worden ist. Hinter ihr verbirgt sich weit mehr, als man zunächst denken mag. Es ist schon erstaunlich wie ein kleiner Comic solch fatale Auswirkungen haben kann, wie weit der Mensch gehen kann, um seine schmutzige Vergangenheit zu vertuschen, insbesondere wenn man sich mal klarmacht, dass so etwas nicht unwahrscheinlich ist und durchaus so passieren könnte. Das hat mir schon bei „Die Welle“ eine Gänsehaut beschert. Zusätzlich muss man auch noch erwähnen, dass ein paar sehr erschreckende Dinge geschichtlich belegt sind wie es im Anhang zum Ausdruck kommt. Ich bin wirklich froh, diese Zeit nicht miterlebt zu haben. Zwischendrin wurden immer kleine Szenen eingebaut, die Lina beim Niederschreiben ihrer Erlebnisse zeigen. Zusammen mit den Raben bilden sie den roten Faden der Geschichte, lassen Böses erahnen und bauen sehr viel Spannung auf. Das Ende weist vorhersehbare und überraschende Elemente auf. Ich würde es zumindest nicht als Happyend bezeichnen, aber in weiter Ferne lässt sich ein Hoffnungsschimmer erahnen, der vielleicht einen richtigen Neuanfang beinhaltet. Man könnte das Ende also als halb offen beschreiben, denn vieles wurde geklärt, manche Fragen wurden jedoch bewusst nicht beantwortet. Ausnahmsweise ist dies nicht schlimm, denn es wird eine Erklärung in einem Brief von Lina gegeben, der mich sehr berührt hat. Es hieß dort: „Das Leben ist kein Spielfilm, in dem alle Fragen beantwortet werden.“ Damit hat sie so Recht, weshalb ich doch sehr zufrieden mit dem Schluss bin. Selten konnte mir jemand Geschichte so nahe bringen, denn sie ist verpackt in einen spannenden, erschreckenden, gefühlvollen, einzigartigen und lehrreichen Psychothriller verpackt. Da werden bestimmt auch Geschichtsmuffel gerne drin schmökern. Absolut empfehlenswert!

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  • Dramatisch! Bewegend! Anders!

    Schwarzes Erbe: Psychothriller

    Stelze74

    07. February 2016 um 10:14

    Diese Geschichte geht unter die Haut!  Der Autor hat einen eigenen, speziellen Schreitstil, der mir Spaß gemacht hat. Ben und Lina malen einen Comic, der zum Bestseller wird. In diesem Comic wird das KZ-Leben aus Vogelsicht geschrieben, Ben und Lisas Hauptdarsteller sind Raben, anhand deren dramatischer Geschichte das furchtbare Leben im KZ beschrieben wird. Bens Mutter war als kleines Mädchen selbst im KZ. Erwachsen nimmt sie sich das Leben. Ben forscht in ihrem Leben und macht eine schockierende Entdeckung, welche nicht Jedem gefällt. Ben wird zum Gejagten, was er vor Lina streng geheim hält. Unter all dem Druck bricht er zusammen und erleidet einen Nervenzusammenbruch. Nach einem langen Krankenhausaufenthalt ist nichts mehr, wie es war. Mir hat das Buch gut gefallen. Die Geschichte geht unter die Haut und erschüttert einen einmal mehr. Ich gebe 4 Sterne, weil es bei mir noch offene Fragen gibt und nicht alles komplett schlüssig ist.

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  • "The Thrill Of It All"

    Schwarzes Erbe: Psychothriller

    Joachim_Tiele

    “Wer hat Lust bei einer Leserunde mit dem Psycho-Thriller ‚Schwarzes Erbe‘ von Jens Lossau mitzumachen? Einem Thriller voller Spannung, ungewöhnlichen, seltsamen Wendungen und vielen Geheimnissen - denn nichts ist vorhersehbar! Lasst Euch packen, seid neugierig und macht mit!“ So der Einladungstext zu einer Leserunde hier bei Lovely Books. Die Leseprobe verrät etwas mehr, unter anderem auch, dass der Thriller in einer Gegend spielt, die ich aus Studententagen gut kenne, und dass es in ihm um ein NS-Konzentrationslager geht, mit dessen Aufarbeitung sich die Bewohner der Stadt, in der es lag, bis zum heutigen Tag schwer tun. Lina und Ben, die Protagonisten des Buches, haben eine graphic novel verfasst, Rabenwelt der Titel, in der die Geschehnisse in diesem Lager durch Vögel dargestellt werden. Drei Raben sind in dieser Geschichte die Protagonisten. Ungewöhnlich genug. Ich hätte mich für dieses Buch auch beworben, wenn es sich um eine belletristische Sozialstudie dieser Gegend handeln würde, schreibe ich in meiner Bewerbung für ein Leseexemplar und gewinne. Der Schreibstil des Verfassers ist ungewöhnlich. Nicht so sehr in dem was er schreibt und wie er sich ausdrückt, sondern in sehr kurzen, teilweise abgehackten Absätzen, und es dauert eine ganze Weile, bis ich den Eindruck gewinne, dass er mittels dieses Kunstgriffs beim Leser einzelne Bilder erzeugen will, gewissermaßen das sprachliche Äquivalent vom Bildern, wie sie in einer graphic novel im Kopf des Lesers entstehen würden. Einem klaustrophobischen Prolog folgt die Vorgeschichte der Protagonisten, wie sie sich als Schüler kennenlernen, unbeholfen ineinander verlieben und durch den berufsbedingten Umzug eines Elternteils für Jahre getrennt werden. Nach mehr als zehn Jahren die Wiederbegegnung, die Beziehung als Erwachsene, Versuche, diese Beziehung zu hintertreiben (seitens Linas Mutter und ihres Arbeitgebers) und der Moment des Entstehens der Idee zu Rabenwelt. Es folgt die Situation, dass Lina und Ben mit ihrem Buch bereits Erfolg hatten, aber nicht überall damit auf Gegenliebe stoßen. Der Thrill entwickelt sich schleichend, durch Bedrohungen seitens der Außenwelt genauso wie durch innere Probleme – mit ihrer Beziehung, gegenüber Dritten, die sie falsch einschätzen, aber auch psychische Selbstüberforderungen. Ebenso schleichend enthüllt der Roman seine eigentliche Geschichte, dies des KZs Osthofen, der Bewohner der Stadt in seiner Nähe, der Tatsache, dass Bens Mutter Insassin dieses KZs war und sich mutmaßlich wegen ihrer unbewältigten Erlebnisse dort das Leben genommen hat. Je nach dem Vorwissen des Lesers bezüglich der Hitler-Diktatur können unterschiedliche Assoziationen entstehen, zu Maus von Art Spiegelmann (1), einer graphic novel, in der die Protagonisten durch Tiere dargestellt werden, andere als in Rabenwelt, aber das Konstruktionsprinzip ist ähnlich, aufgrund einer fatalen Entscheidung zunächst eines der Raben, aber später einer Figur des Romans zum Film Sophies Entscheidung (2), zu Anna Seghers Roman Das siebte Kreuz (3), der das KZ Osthofen zum Vorbild hat, und schließlich zu der Tatsache, dass Seghers Roman bereits in den vierziger Jahren in einer graphic novel, seinerzeit als pictorial novel bezeichnet, in US-amerikanischen Tageszeitungen als Fortsetzungsgeschichte erschienen war (4). Sicherlich war die Ermordung der Juden die abscheulichste Gräueltat des NS-Regimes, aber es gab in den Lagern der SS Dinge, die nach dem Krieg noch vehementer verschwiegen und geleugnet wurden. Dazu gehören die Lager-Bordelle, in denen Häftlinge und Aufseher für Wohlverhalten und besondere Arbeitsleistungen belohnt wurden. Wenn man nach dem Begriff KZ-Bordelle googelt, erhält man inzwischen jede Menge Ergebnisse, aber alle aus der Zeit deutlich nach 2007, dem Jahr, in dem Schwarzes Erbe ursprünglich verfasst worden war (5). Der Roman kippt mit einem Mal um, von einer ungewöhnlichen Spannungsgeschichte in die Darstellung der Recherche nach einem tatsächlichen Grauen und seinen Folgen bis in die Jetztzeit. Die große Leistung des Verfassers besteht darin, dass er beide Aspekte der Geschichte angemessen sowohl auseinanderhält als auch aufeinander bezieht. Es gibt den erfundenen Thriller, der in einem veritablen show down endet, und es gibt den realen historischen Horror, den das Buch beim Leser zurücklässt. Warum nur vier Sterne für solch ein Buch? Klar ist, dass das Autorenmanuskript eines derartigen Werkes jedem Autor Schwierigkeiten bereitet, die sich manchmal in falscher oder unangemessener Ausdrucksweise oder in einzelnen Logikfehlern zeigen. Ebenso klar dürfte sein, dass ein Buch mit diesem Anspruch eines sehr sorgfältigen Lektorats bedarf. Dieses – im Sinne sprachlicher und inhaltlicher Nachbearbeitung, die auch der beste Autor üblicherweise nicht selbst leisten kann – ist leider unterblieben, und so kann man das Werk nur als Rohdiamanten bezeichnen. Zu wünschen ist Schwarzes Erbe, dass es zu einer angemessenen verlegerischen Überarbeitung findet, aber auch zu einem anderen Titel, denn beschrieben wird ja das braune Erbe – warum nicht Rabenwelt, wie die Geschichte in der Geschichte heißt? Wenn man als Freizeit-Rezensent auf einem Literaturportal das Gefühl hat, ein unterbewertetes Werk gleichsam entdeckt zu haben, sollte man sich selbstkritisch fragen, ob man nicht sein eigenes subjektives Urteil überzieht. Aber ich denke tatsächlich, dass man diesem Buch die Chance geben sollte, eine angemessene, breite und breit wahrgenommene Wirkung zu entfalten. 02.02.2016 – Joachim Tiele ______ (1) Eine gute Darstellung findet man auf Histo-Couch.de: http://www.histo-couch.de/art-spiegelman-maus.html (2) Eine Inhaltsangabe des Films erhält man bei Wikipedia. Hier der Link zur Entscheidungsszene (im englischsprachigen Original auf Deutsch mit englischen Untertiteln): https://www.youtube.com/watch?v=RaPBzhEsCL0 (3) Anna Seghers: Das siebte Kreuz. Zur Entstehungs- und Veröffentlichungsgeschichte siehe den entsprechenden Artikel bei Wikipedia (4) 2015 erstmals auf Deutsch im Aufbau-Verlag erschienen: http://www.aufbau-verlag.de/index.php/literatur-unterhaltung/romane-erzahlungen/das-siebte-kreuz-3436.html (5) 2009 erschien Das KZ-Bordell von Robert Sommer, in dessen Folge das Thema eine etwas breitere Erörterung und Darstellung fand: https://www.schoeningh.de/katalog/titel/978-3-506-76524-6.html

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    • 2

    krimielse

    05. February 2016 um 14:23
  • Ein Stich ins Bienennest der KZ-Verbrecher

    Schwarzes Erbe: Psychothriller

    frenzelchen90

    05. February 2016 um 13:39

    Mit seinem Thriller arbeitet der Autor Jens Lossau auf 355 Seiten eine erschreckende Wahrheit der NS-Zeit auf. Meine Meinung: Für viele sind die Machenschaften der Nationalsozialisten ein Tabu-Thema. Aber nicht für den Autor Jens Lossau. In diesem Thriller beschäftigt er sich mit dem Thema KZ-Bordelle, welches mir vorher nicht bekannt war und mir neue geschichtliche Erkenntnisse gebracht hat. Das Buch wird als eine Art Geschichte durch eine der Hauptpersonen namens Lina erzählt, die in einem Versteck alle Erinnerungen auf Papier bringt. Der Anfang birgt möglicherweise leichte Verständnisschwierigkeiten, da man sich zunächst in die 3 unterschiedlichen Zeiten hineinfinden muss. Das Buch ist aus 3 Sichten geschrieben: Linas Sicht der Gegenwart bzw. Vergangenheit und als dritte, die der Raben, welche in dem von Lina und Ben veröffentlichen Comic die KZ-Geschichte erzählen. Hat man das ganze Durcheinander aber für sich geordnet, lässt einen die Geschichte nicht mehr los und es liest sich danach sehr flüssig. Erst zum Schluss des Buches werden alle Irritationen aufgeklärt, so dass die Spannung bis zur letzten Seite aufrechterhalten wird. Mein Fazit: Ein spannender Thriller, der durch die Aufarbeitung der geschichtlichen Hintergründe zeitweise auch sehr grausam und traurig ist.

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  • Die Folgen der NS-Zeit reichen bis heute

    Schwarzes Erbe: Psychothriller

    nellsche

    03. February 2016 um 14:27

    Lina und Ben sind ein Paar. Während Lina in einem lieblosen Zuhause aufgewachsen ist, gab es in Bens Familie eine Tragödie: Seine Mutter wählte ihren Freitod. Der Grund dafür lag in ihrer Vergangenheit, mit der sie nicht fertig wurde, denn sie war Insassin in einem KZ. Lina und Ben entschließen sich, ein Comic zu schreiben, das den Namen „Rabenwelt“ erhält. In diesem Comic verarbeitet Ben das Leben seiner Mutter. Doch dadurch werden Menschen auf die beiden aufmerksam, die ihr Leben und ihren Wohlstand in Gefahr sehen. Also muss das junge Paar mundtot gemacht werden. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir nicht so leicht, da ich manchmal nicht wusste, zu welcher Zeit das Erzählte denn gerade spielte. Einige Eigenarten der Protagonisten fand ich merkwürdig. Zum Beispiel besaßen Lina und Ben drei Stoffraben, mit denen sie dann auch gesprochen haben oder die sie zu Ausflügen mitnahmen. Und Lina sprach im Geist mit mehreren Personen, die ihr dann zu helfen versuchten, die Realität zu erkennen. Diese Eigenarten fand ich unrealistisch und störend und das hinderte mich somit daran, mich vollständig auf die Geschichte einzulassen. Die Personen haben mich leider nicht komplett erreicht. Mal waren sie sympathisch beschrieben, dann waren sie aber auch wieder unsympathisch, weil sie unerklärlich handelten. Den Hintergrund, nämlich das Dritte Reich mit seinen KZ-Bordellen, fand ich grausam und erschreckend. Unvorstellbar, dass selbst Gefangene zu bösartigen Taten fähig waren und Mitgefangene misshandelten. Die Spannung des Buchs ging wellenartig, leider blieb sie für mich nicht das ganze Buch über oben. Ich vergebe daher drei Sterne.

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  • Kennst du die Vergangenheit deiner Eltern?

    Schwarzes Erbe: Psychothriller

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    31. January 2016 um 23:06

    Ben und Lina lernen sich schon in jungen Jahren kennen und lieben. Ben teilt mit Lina sogar sein großes Geheimnis: seine Mutter war als junges Mädchen im KZ und hat dies überlebt. Um die Trauer aufzuarbeiten und gleichzeitig auch die NS-Zeit in ihrem Dorf ans Licht zu zerren, zeichnen und schreiben die Zwei einen Comic und treten damit eine Lawine los, die sie nicht mehr aufhalten können. "Schwarzes Erbe" war mein zweiter Thriller von Jens Lossau und er hat mich beeindruckt. Der Autor befasst sich auf eine intensive und fast poetische Art mit der Schuldfrage in der NS-Zeit und geht dabei einen ungewöhnlichen Weg: seine Hauptfiguren arbeiten mit einem Comic die Vergangenheit auf. Die Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler berichtet. Man begleitet dabei vornehmlich Lina, die ihre Lebensgeschichte in einem Keller zu Papier bringt. Dabei reist man mit ihr in ihre Kindheit, erfährt von ihrem lieblosen Elternhaus und verliebt sich mit ihr in Ben. Der junge und schüchterne Mann trauert auch nach Jahren noch um seine Mutter, die sich das Leben genommen hat. Gemeinsam mit seiner großen Liebe und mit Hilfe der 3 Stoffraben arbeitet er die Vergangenheit auf. Dabei graben die Beiden tiefer, als ihnen gut tut. Zu Beginn war für mich nicht zu erkennen, wie tief Jens Lossau in die NS-Zeit eintauchen wird. Umso mehr hat mich der Verlauf des Thrillers mitgenommen. Denn Lina und Ben müssen sich nicht nur gegen eine Mauer des Schweigens in ihrem Heimatdorf durchsetzen, nein, sie müssen auch so manchen Terror ertragen. Und gerade für Ben, der an sich schon eine instabile Persönlichkeit ist, ist dies sehr belastend. Jens Lossau erzählt fast poetisch von den Erlebnissen seiner Figuren, aber er verklärt und beschönigt nichts. Für mich war die ruhige Art gepaart mit den Enthüllungen so manches Mal wie ein Schlag mitten in den Magen. Unvorbereitet traf mich so manche hässliche Wahrheit und ich musste heftig durchatmen. Gerade bei den Beschreibungen des Comics flossen die Tränen, gegen die ich selbst in der S-Bahn nichts tun konnte. Selten hat mich ein Autor so heftig in so kurzer Zeit berührt. Chapeau! Dabei sind die Charaktere nicht durchweg sympathisch. Selbst Ben, den ich am Anfang sehr mochte, macht eine Wandlung durch, die mich nur noch staunen und den Kopf schütteln ließ. Jedoch hat der Autor für alles eine plausible und logische Erklärung, so dass keine Veränderung aus der Luft gegriffen wirkte. Toll! Zum Ende hin flog ich nur so durch das ebook. Ich wollte einfach nur wissen, wie Lina mit all den Wahrheiten klar kommt. Und das Finale hat gepasst. Der Stil von Jens Lossau ist zu Beginn gewöhnungsbedürftig. Hat man sich aber erstmal eingelesen, liest er sich flüssig und sehr gut. Fazit: ein ebook, das mit viel mehr aufwartet, als man denkt. Ich kann es empfehlen.

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