Jens Lubbadeh

 3.7 Sterne bei 131 Bewertungen
Autor von Neanderthal, Unsterblich und weiteren Büchern.
Autorenbild von Jens Lubbadeh (©Random House / Christina Körte)

Lebenslauf von Jens Lubbadeh

Journalist und Autor: Jens Lubbadeh, geboren 1973, ist Autor, freier Journalist und Redakteur u.a. für „Die Zeit“, „Greenpeace Magazin“ und „Spiegel Online“. Für seine Arbeit wurde er mit dem Herbert Quandt-Medienpreis ausgezeichnet. 

Sein Debüt als Schriftsteller lieferte er 2016 mit dem Science-Fiction-Thriller „Unsterblich“. Dieser und auch seine folgenden Romane wurden zu großen Erfolgen.  Lubbadeh lebt und arbeitet in Hamburg.

Alle Bücher von Jens Lubbadeh

Cover des Buches Neanderthal (ISBN: 9783453318250)

Neanderthal

 (46)
Erschienen am 13.11.2017
Cover des Buches Unsterblich (ISBN: 9783453321151)

Unsterblich

 (43)
Erscheint am 10.01.2022
Cover des Buches Transfusion - Sie wollen dich nur heilen (ISBN: 9783453320086)

Transfusion - Sie wollen dich nur heilen

 (29)
Erschienen am 11.11.2019
Cover des Buches Das Neanderthal-Projekt (ISBN: 9783641223571)

Das Neanderthal-Projekt

 (13)
Erschienen am 16.10.2017

Nach New York mit...

Jens Lubbadeh hat sich in seinem Debütroman "Unsterblich" mit einem der größten Rätsel der Menschheit jeher befasst: Dem Leben nach dem Tod. Beziehungsweise dem Weiterleben als Hologramm. Auch in seinem Zweitwerk "Neanderthal" befasst sich der Journalist und Umweltadvokat mit der Zukunft, diesmal in Form eines packenden Thrillers. Mit uns sprach Jens Lubbadeh über die Wirkung düsterer Musik und verriet, was er machen würde, wenn er einen Tag Bundeskanzler wäre...

Lieber Jens, was ist das schönste Feedback, das du von Lesern erhalten hast?

Dass ich sie mit meinem Buch berührt und zum Nachdenken gebracht habe.

Gibt es ein anderes Genre, das dich als Autor reizt?

Ich denke eigentlich nicht in Schubladen äh Genres, aber wenn ihr mich so fragt: Horror, Satire (oder besser noch: Horror-Satire?).

Wann kommen dir die besten Ideen?

Die kommen, wann sie wollen. Beim journalistischen Arbeiten, bei Gesprächen mit Freunden, beim Dösen, im Restaurant, im Wald, in der Ubahn...

Welche Musik hörst du beim Schreiben?

Musik hat einen enormen Einfluss auf meine Schreibe. Ich habe herausgefunden, dass ich damit meinen Stil beeinflussen kann, was wirklich toll ist. Düstere Musik für düstere Szenen, schnelle, klare Rockmusik für dynamischen Erzählfluss.

Hast du ein Lieblingswort?

Vaterland. Leider hat es eine patriotisch-nationalistische Konnotation, die mir gar nicht gefällt. Ich mag es dennoch, in seiner wörtlichen Bedeutung und von seinem Klang her.

Welchen anderen Job würdest du gerne für einen Tag ausüben?

Bundeskanzler. Dann würde ich sofort SUVs verbieten lassen ;-)

Wie prokrastinierst du am liebsten?

Mit Wäschewaschen, Einkaufen, Baden, Schwimmen

Welche Nervennahrung hilft dir beim Schreibprozess?

Kaffee. Früher Nutellabrote, aber das nimmt nie ein gutes Ende...

Hast du für uns einen Tip für eine gute Serie?

„Real Humans“, aber im schwedischen Original („Äkta människor“)

Welches Buch verschenkst du gerne?

„The Circle“ von Dave Eggers. Jeder sollte es lesen. Und danach am besten „1984“.

Wohin sollen wir unbedingt einmal reisen und welches Buch soll uns auf dieser Reise begleiten?

Nach New York City, mit der „New York Trilogie“ von Paul Auster im Gepäck.

Welches Tier wärst du?

Ameise oder Nymphensittich oder Rauhhaardackel

Gibt es etwas, was du gerne können würdest?

Ich wäre gerne ein Sprachgenie und würde mich dann in jeder beliebigen Sprache unterhalten können.

Wofür hast du eine Schwäche oder heimliche Leidenschaft?

Ich liebe amerikanische Comedians wie Stephen Colbert, Jimmy Fallon, Trevor Noah und John Oliver. Deutsche kann ich leider kaum ertragen.

Und zu guter Letzt: Welche Figur aus einer Buchwelt würdest du gerne treffen? Und was würdet ihr unternehmen?

Pippi Langstrumpf. Ich würde mit ihr zusammen in See stechen.

Neue Rezensionen zu Jens Lubbadeh

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Rezension zu "Transfusion - Sie wollen dich nur heilen" von Jens Lubbadeh

Fesselnder Wissenschaftsthriller
Lilli33vor einem Monat

Broschiert: 384 Seiten

Verlag: Heyne Verlag (11. November 2019)

ISBN-13: 978-3453320086

Preis: 14,99 €

auch als E-Book erhältlich


Fesselnder Wissenschaftsthriller


Inhalt:

Iliana und Mark arbeiten für die Pharmafirma Astrada. Sie haben ein Medikament gegen Alzheimer entwickelt. Ilianas Vater war einer der ersten Patienten, der das Medikament Bimini bekommen hat. Als Iliana erkennen muss, dass an Bimini das Blut indischer Kinder klebt, will sie das stoppen, riskiert dabei aber, dass ihr Vater das notwendige Medikament nicht mehr bekommt. Doch Mark und der Aufsichtsratsvorsitzende von Astrada sind bereit, über Leichen zu gehen.


Meine Meinung:

Die Geschichte hört sich zunächst sehr interessant und spannend an. Daher griff ich zu diesem Buch, zumal das Thema mich als Apothekerin interessiert. Die erste Hälfte war auch noch recht gut. Klar, man darf nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, einiges ist nicht wirklich schlüssig. Aber das kann ich unter „künstlerische Freiheit“ verbuchen. 


Doch je weiter die Handlung voranschreitet, desto abstruser wird es. Hier hat der Autor vielleicht etwas zu viel in die Story packen wollen, dann aber selbst den Faden abgeschnitten. Das Ende hängt ein wenig verloren in der Luft. An der spannendsten Stelle bricht die Erzählung ab, um 12 Jahre später in einem Interview zu erklären, was damals passiert ist. Aber leider bleiben auch damit noch ein paar lose Enden, die nicht fertig erzählt werden.


Die Protagonist*innen sind leider durchweg wenig sympathisch, sodass ich nicht wirklich mitfiebern konnte. Lediglich zwei Nebencharaktere fand ich nett.


Fazit:

Wer sich einfach nur einigermaßen spannend unterhalten lassen will und dabei nicht groß nachdenken will, ist mit diesem Wissenschaftsthriller ganz gut bedient. 


★★★☆☆



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Rezension zu "Neanderthal" von Jens Lubbadeh

Drei Generationen von starken Frauen
leipzigermamavor 6 Monaten

Meine Begeisterung für dieses Buch hielt von der ersten bis zur letzten Seite. Nur kann ich nicht nachvollziehen warum Kommissar Nix eine solch tragende Rolle im Plot zugewiesen wird. Er war gerade mal im ersten Teil relevant. Und das nach meinem Empfinden eigentlich auch eher nebensächlich.
Vielmehr stehen hier drei Generationen von Frauen aus ein und der selben Familie im Mittelpunkt. Auf einzigartige Weise verbunden. Wobei es sich in allen drei Teilen vor allem um Sarah dreht.
Alles nimmt seinen Anfang bei der Leiche eines Mannes, die unterhalb einer Brücke bei Düsseldorf gefunden wird. In einer Welt, in der durch Genhygiene Krankheiten, Behinderungen und andere Leiden beseitigt wurden, fällt sein Äußeres deutlich auf. Sein Gesicht ist einfach zu anders im Vergleich zu denen der Deutschen. Schnell wird klar, dass es sich hier um jemanden handelt, der kein normaler Mensch sein kann.
Damit ruft der ermittelnde Beamter Philipp Nix die beiden Neandertaler Experten Sarah Weiss und Max Stiller auf den Plan. Sie sollen eine Einschätzung zu dem Toten geben. Leider reißt er sie damit mitten in ein Chaos aus geheimen Experimenten, Verfolgungen durch die Politik sowie platzenden Vorstellungen über die eigene Herkunft.
Wie ich schon sagte: Ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen.
Neben der Geschichte der Hauptfiguren in einer nicht all zu fernen Zukunft, tauchte Jens Lubbadeh auch in eine wirklich ferne Vergangenheit ab und gewährte einen Einblick in das Leben von Neandertalern und wie diese auf die aus Afrika eingewanderten Homo Sapiens reagierten. Seine Idee wie es zum Massensterben und dem Verschwinden dieser Menschenart kam, finde ich schlüssig und nachvollziehbar.
Auch mögliche Zeitungsberichte und Diskussionen aus dem Fernsehen flossen in diesem Buch mit ein. Und verliehen der Story zusätzlich Schwung und Dramatik.
Einzig die teilweise recht lang veranschaulichten Analysen und wissenschaftlichen Fakten waren etwas nervig. Aber das kam gerade mal an 2-3 Stellen im Buch vor und ließen sich schnell überwinden.
Auch die Bösewichte fand ich zum Teil echt gruselig und rabiat. Aber was will man von machtbesessenen Frauen erwarten?
Doch besonders die praktizierte Hygienepolitik fand ich wirklich gruselig. Krankenkassen spielten die wesentliche Rolle im zukünftigen Deutschland. Bereits vor der Geburt erfolgten Änderungen am Erbgut sodass Aussehen usw beeinflusst wurden. Und das sollte sogar durch die Krankenkassen gefördert werden. Alkoholkonsum, Rauchen und Fast Food werden nur noch heimlich genossen. Denn es ist verpönnt auch nur eines davon zu sich zu nehmen. Fahrstuhl fahren? Das machen nur Schwangere und Rentner! Vergleiche zu gewissen Ereignissen aus dem 20. Jahrhundert lagen einfach nicht mehr fern und man fragt sich wirklich: Haben die Deutschen denn gar nichts gelernt?
Puh, nun habe ich aber viel dazu geschrieben und eigentlich gar nichts aus dem Buch ausgeplaudert. Lest es selbst. Er lohnt sich!

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P

Rezension zu "Transfusion - Sie wollen dich nur heilen" von Jens Lubbadeh

Wie viel Wert ist die eigene Gesundheit?
Prinzeravor 8 Monaten

Auf dem Bloggerportal Randomhouse wurde "Transfusion" als Rezensionsexemplar angeboten. Nachdem ich bei anderen Buchbloggern auf Bookstagram, schon ein wenig von diesem Buch erfahren hatte, habe ich es mir auch angefordert, denn ich fand es klingt sehr spannend. Ich versuche derzeit auch wieder vermehrt Thriller zu lesen und das hat sehr gut gepasst.

Das Cover des Buches hat mir recht gut gefallen. Es erinnert mich optisch an ein Rohrschach-Bild aus Blut. Das passt zum Inhalt des Buches sehr gut, denn es geht wirklich hauptsächlich um Blut und dem daraus erzeugbaren Blutplasma.


Das Buch spielt in Hamburg und zu kleinen Teilen auch in Indien oder Russland. Das Setting, Hamburg, ist jedoch nicht unbedingt wichtig für das Geschehen des Buches. Thematisch befindet sich das Buch hauptsächlich in der Pharma-Branche und deren Forschung. Es ist ein Thema, welches sich in meinem Leben spiegelt, da ich auch in der Pharmaindustrie tätig bin. Dementsprechend fand ich es interessant, dass in dem Buch reale Pharmaunternehmen eine Rolle spielen. Diese werden zwar nur nebensächlich erwähnt und die Hauptfirma "Astrada" ist ein fiktives Unternehmen, jedoch finde ich wurde das Buch dadurch realistischer und ich hatte das Gefühl, es könnte auch ein Tatsachenbericht sein.


Hauptprotagonistin in "Transfusion" ist Iliana, eine Forscherin der Firma Astrada, welche, durch verschiedene Umstände, tiefer in die Machenschaften des Unternehmens eintaucht, als beabsichtigt. Dadurch bringt sie sich selbst in Gefahr, jedoch auch ihre Familie. Ich mochte Iliana sehr gerne und konnte mich gut mit ihr identifizieren. Sie liebt ihre Arbeit und hat dieser sehr viel geopfert. Meiner Meinung nach vielleicht sogar etwas zu viel.. Sie würde für die Sicherheit ihrer Tochter alles geben und versucht im Alleingang gegen Ungerechtigkeiten auf dieser Welt und innerhalb "Astrada" anzutreten.


Jens hat es geschafft mich direkt zu Beginn an dieses Buch zu binden. Schon der Prolog war extrem schockierend und spannend und diese Gefühle zogen sich quer durch das ganze Buch. Es wurden Themen besprochen und aufgedeckt, welche auf meinen Armen für Gänsehaut sorgtes und mich an der Menschheit zweifeln liesen. Der Autor hat es geschafft, dass ich mir Gedanken machte, ob solche Machenschaften, wohl auch in der realen Welt im Gange sind, ohne dass es jemand merkt. Als im letzten Drittel des Buches, dann die Katz-und-Maus-Jagd begann, war ich komplett gefesselt und habe mit Iliana und ihren Freunden mitgefiebert. 

Das Ende fand ich befriedigend und passend, da es nicht ein "Heile Welt" Szenario vorspielte, sondern zeigte, dass Taten Konsequenzen nach sich ziehen und man nur lernen kann, diese zu akzeptieren und mit diesen zu Leben.



Fazit:

Das Buch war von Anfang bis Ende super spannend. Es gab unvorhersehbare Wendungen und schockierende Enthüllungen, welche einen die eigene Menschlichkeit in Frage stellen lassen. Großes Lob und absolute Leseempfehlung!


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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Neanderthal



Liebe Lovelybooks-Gemeinde!


Ich mache hier eine Leserunde zu meinem zweiten Roman "Neanderthal" - es ist meine erste Leserunde überhaupt und ich bin sehr gespannt darauf. Hiermit möchte ich jeden ganz herzlich dazu einladen, ich bin sehr neugierig mit euch darüber zu diskutieren. 


Darum geht's in "Neanderthal":


„Neanderthal“ spielt in einem Deutschland der nahen Zukunft. Seine Bürger sind besessen von Gesundheit, Schönheit, von Selbstoptimierung und Kontrolle. Das Solidarsystem verpflichtet jeden Einzelnen dazu, seine Gesundheit und Psyche vor Krankheit zu bewahren, während die Regierung den Genpool von schlechten Genen säubert. Es ist ein Deutschland, in dem man kein Risiko mehr eingehen muss, selbst nicht als werdende Eltern: Ein umfangreiches Angebot an Pränataldiagnostik und Erbgutkorrekturen garantiert gesunden Nachwuchs. Es ist ein Deutschland, in dem es kaum noch Andersartigkeit gibt, geschweige denn Menschen mit Behinderungen.


Eine Welt, in der sich Kommissar Philipp Nix nur schwer zurecht findet. Als er eines Tages auf eine seltsam aussehende Leiche stößt, führt ihn das zu einem grausigen Massengrab in einem Tal bei Düsseldorf. Die Knochen sehen sonderbar aus, wirken wie die von Urmenschen. Nix ruft den Anthropologen Max Stiller zu Hilfe. Stiller ist Neandertaler-Experte und zugleich einer der letzten behinderten Menschen Deutschlands, er kann nicht hören. Gemeinsam mit seiner Kollegin Sarah Weiss soll er die Knochen untersuchen. Der Gehörlose und seine Kollegin stellen schnell fest: Ja, die Knochen stammen von Neandertalern. Doch etwas stimmt nicht mit ihnen, sie sind viel zu gut erhalten. Die beiden Wissenschaftler finden heraus, dass die Knochen  keine 100 Jahre alt sind. Aber wie kann das sein? Die Neandertaler starben vor 40.000 Jahren aus. 


Für diese Leserunde stellt der Heyne Verlag 15 kostenlose Bücher zur Verfügung, für die ihr euch ab sofort bewerben könnt. Natürlich können aber auch alle Leser an dieser Leserunde teilnehmen und mit mir über das Buch diskutieren. Ihr könnt euch für Freiexemplare bis einschließlich Sonntag, den 11.02.2018 bewerben. Die Auslosung findet dann am Montag statt.


Wer möchte, findet hier eine Leseprobe: https://www.randomhouse.de/leseprobe/Neanderthal-Roman/leseprobe_9783453318250.pdf
145 BeiträgeVerlosung beendet
Letzter Beitrag von  Suse33vor 3 Jahren
Meine Rezi: https://www.lovelybooks.de/autor/Jens-Lubbadeh/Neanderthal-1448973351-w/rezension/1552345890/ Tolles Buch... welches mich dazu bewegt hat nun auch "Unsterblich" zu lesen.

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