Jens Mühling Mein russisches Abenteuer

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Inhaltsangabe zu „Mein russisches Abenteuer“ von Jens Mühling

Auf seinen Reisen nach Kiew, dem Geburtsort der "Kiewer Rus" und Russlands, nach St. Peters burg, Moskau und bis in die sibirische Taiga begegnet der Berliner Journalist Jens Mühling wundersamen Menschen und schier unglaublichen Geschich ten, die das "echte Russland" sind. Aus ganz persönlicher Perspektive porträtiert er eine Gesellschaft, deren Lebensgewohnheiten, Widersprüche, Absurditäten und Reize hierzulande nach wie vor wenigen vertraut sind. Russland verstehen - das ist heute wichtiger denn je, und dazu leistet das Buch einen wunderbaren Beitrag!

.... ich finde Russland spannend ....

— 354

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    Bücherwurm

    "Baba Dunjas letzte Liebe" von Alina Bronsky ist ein ewig aktueller Roman. Ein Buch, das ich niemals missen möchte, das mich sehr berührte und als Mahnmal für jegliche Nation dieser Erde stehen sollte.Momentan laufen viele Dokumentationen über den Reaktorunfall in Tschernobyl. Es wird offen über die Fehlentscheidungen der damaligen Verantwortlichen gesprochen, über die dramatischen Folgen von tausenden von Menschen, die ihre Wohnung, ihre Stadt verlassen mussten und nie wiederkehren durften. Von Menschen, die erkrankten, von ungeborenen Kindern, die keine Chance hatten gesund geboren zu werden.Baba Dunja ist eine sehr alte Frau. Sie ist eine der Personen, die zu gehen gezwungen wurde, die versuchen musste, woanders heimisch zu werden. Jahre konnte sie sich ablenken, denn als Krankenschwester wurde sie gebraucht, hatte viel zu tun, und wer Arbeit hat, kommt nicht zum Nachdenken.Aber irgendwann kam die Zeit des Alters, der Rente, der Ruhe.  Und da kamen die Erinnerungen. An die Zeit VOR dem Unglück, an das damalige Glück, das sie nicht wahrgenommen hatte, Glück, das sie -jung wie sie war- als selbstverständlich genommen hatte.Und sie trifft eine folgenschwere Entscheidung: sie geht zurück in das Sperrgebiet. Sie bezieht ein wenig verfallenes Haus und beginnt im Garten zu arbeiten. Ab und zu kommt vermummter Besuch, Biologen, die die Tierwelt dokumentieren, aber es kommen auch andere ehemalige Einwohner. Leute, die alt, chronisch krank, von den Ärzten aufgegeben sind, die einfach "nach Hause" wollen.Schon der Klappentext lässt ahnen, wie viel Gefühl in dieser Geschichte steckt. Dieser Roman ist nicht nur sehr gut geschrieben, er ist auf so vielen Ebenen ins Herz treffend, regt zum Nachdenken und zum Lachen an und kann einfach nur die volle Punktzahl erhalten.Vielen Dank für einen Roman, der lange nachhallt und endlos berührt!

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    Bücherwurm

    08. June 2016 um 00:40
  • Einblicke ins heutige Russland

    Mein russisches Abenteuer

    JohannesGroschupf

    07. October 2013 um 10:55

    Jens Mühling erzählt von seinen Reisen, Irrfahrten und Entdeckungen im heutigen Russland. Er ist kein Abenteurer, sondern ein freundlicher Gast und Zuhörer, der den Russen auf Augenhöhe begegnet, der neugierig ist und höflich genug, ihre Sprache zu sprechen. So öffnet sich ihm mehr und mehr ein Land, das den meisten von uns so gut wie unbekannt ist. Die Geschichten erzählen vom ganzen Land und von völlig unterschiedlichen Menschen. Von einem selbsternannten Sohn Gottes, der Jünger um sich schart. Von einer häuslichen Wodkaprügelei. Von einer Bootsfahrt mit einem volltrunkenen Fährmann. Von Gesprächen in der transsibirischen Eisenbahn. Von alten Bettlern, die damals die Blockade Leningrads überlebt haben. Vom Penis Rasputins, der nun in Formaldehyd eingelegt ist, vierundvierzig Zentimeter im Ruhezustand... Eine Suche aber strukturiert das Buch: die Suche nach der Altgläubigen Agafja, die seit Jahrzehnten keinen Kontakt mehr mit der Außenwelt hatte... Wirklich lesenswertes Buch über Russland und das Reisen allgemein, sinnlich und präzise erzählt. 

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  • Rezension zu "Mein russisches Abenteuer" von Jens Mühling

    Mein russisches Abenteuer

    Gospelsinger

    03. February 2013 um 01:25

    „Ein Land, in dem die wahren Geschichten unglaublicher sind als die ausgedachten.“ Das ist das Russland, das Jens Mühling besucht. Auf seinen Reisen kreuz und quer durch die vielseitigen Landschaften dieses riesigen Landes schafft er es immer wieder, auf die seltsamsten Menschen zu treffen und von einer skurrilen Situation in die nächste zu schlittern. Dabei sucht er doch nur Agafja, eine der letzten Altgläubigen, die weit entfernt von der Zivilisation in den Weiten der Taiga lebt. Aber dorthin zu kommen, ist schwierig und gefährlich. Mücken, Maikäfer, bissige Hunde, betrunkene Bootsführer, die Transsibirische Eisenbahn und Unmengen von Wodka machten die Reise zu einem Abenteuer. Aber auch ungefährliche, dafür aber höchst ungewöhnliche Begegnungen gab es, zum Beispiel mit betagten Bewacherinnen eines Lenin-Denkmals, einem Wissenschaftler, der den Ablauf der Geschichte leugnet, einem Abkömmling der Zarenfamilie und einem Don-Kosaken. Jens Mühling schafft es, die Vermittlung historischer Hintergründe, eine Reisebeschreibung und persönliche Erlebnisse und Gedanken zu einem ausgewogenen Ganzen zu verbinden. Dabei merkt man ihm an, dass er die Menschen wirklich ernst nimmt, auch wenn sie noch so seltsam handeln. Ich wäre gern dabei gewesen auf dieser abwechslungsreichen Suche nach der russischen Seele, die von Jens Mühling so glänzend und sympathisch erzählt wird! © Petra Samani, Februar 2013

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  • Rezension zu "Mein russisches Abenteuer" von Jens Mühling

    Mein russisches Abenteuer

    michelauslönneberga

    10. January 2013 um 11:46

    Russland - da gibts doch nur Schnee und Vodka - mag manche Meinung über dieses riesige Land sein; und ich muss zugeben, dass mein Wissen zu Russland nicht gerade viel versierter war. Dank Jens Mühling habe ich nun entdeckt was für eine Vielfalt in Russland steckt. Zum Beispiel gibt es durchaus Russen, die keinen Tropfen Alkohol trinken (auch nicht zum Aufwärmen) oder aber die Tatsache, dass Ikonenmalerei in Russland ein sehr wichtiges Handwerk ist. Absolut fasziniert folgte ich Jens Mühling durch das Land. Zwar verliert sich der Autor ab und an in zu vielen geschichtlichen Daten, doch das schadet dem Erzählfluss nicht so sehr. Einmal angefangen, konnte ich das Buch nicht mehr beiseite legen. Denn Jens' großes Ziel ist die Taiga - genauer: eine Altgläubige Frau, die Zeit ihres Lebens fernab der Zivilisation, im Einklang mit der Natur lebt. Wird ihm das Gelingen? Wird er sie tatsächlich treffen, oder muss er anerkennen, dass Russland Weiten umfasst, die einfach nicht zu überwinden sind? Von Moskau, über Sankt Pertersburg, nach Sibirien und in die Taiga - Jens Mühling hat das ganze Land bereist und vermittelt dem Leser sehr deutlich wie unterschiedlich die Menschen in Russland sind und dass es 'die russische Nation', als solche, gar nicht gibt. Nachdem ich das Buch gelesen habe, hätte ich gut Lust den Rucksack zu packen und ab gehts nach Russland ... Vielleicht sollte ich vorher noch etwas Russisch lernen ;) Für alle, die den Rucksack nicht packen und Russisch lernen wollen: Buch aufschlagen und losreisen. Ich wünsche einen angenehmen Aufenthalt in Russland.

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  • Rezension zu "Mein russisches Abenteuer" von Jens Mühling

    Mein russisches Abenteuer

    Lutra

    18. September 2012 um 17:13

    Dieses Buch erzählt die wahren Erlebnisse eines Journalisten während einer Reise, die in Kiew beginnt und in Sibirien endet. Während er mehr über das vielseitige, widersprüchliche Russland zu erfahren versucht, begegnet er mehreren skurrilen, warmherzigen, leidenschaftlichen oder auch einfach nur eigenbrötlerischen Menschen. Porträtiert werden zum Beispiel ein Mathematiker, der beweisen will, dass die komplette Geschichtsschreibung grtürkt ist, sowie eine Frau, die in der Taiga lebt, komplett abgeschnitten von der Außenwelt, und alle industriellen Produkte für des Teufels hält. Episodenartig erzählt Jens Mühling von diesen Begegnungen, die eine Komik innehaben, aber auch viel erzählen über Mütterchen Russland, so dass auch der nötige Ernst nicht auf der Strecke bleibt. Ein unterhaltsames Buch, von dem man viele Eindrücke vom Land und seinen Bewohern vermittelt bekommt. Hoffentlich gibt es bald noch mehr Bücher dieses Autors!

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  • Rezension zu "Mein russisches Abenteuer" von Jens Mühling

    Mein russisches Abenteuer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. September 2012 um 21:31

    Das Buch ist ein Reisebericht, der nicht über die typischen Touristenattraktionen berichtet, sondern über Erlebnisse und Entdeckungen, von denen man bisher noch nicht so viel gelesen hat. Es ist interessant geschrieben, so dass ich es gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Die Reise beginnt außerhalb Russlands. Kiew wird genauso besucht wie Tschernobyl, wobei letzteres sehr bedrückend beschrieben ist und ein beklemmendes Gefühl hinterlässt. Doch der Hauptteil spielt in Russland. Ob Moskau, St. Petersburg oder Sibirien, ein Mathematiker, der die Weltchronologie neu berechnet hat, ein Dorf mit angeblichen Nachfahren der Slawen, ein Sektenführer mit Mückenproblem oder eine Bootstour der anderen Art, man entdeckt immer wieder Interessantes und auch Skurriles. Dies ist möglich, weil der Autor auf hilfsbereite Menschen trifft, ihnen zuhört und neugierig ist, ob ihre Geschichten wahr sind. So bleibt er nicht auf seiner Route, sondern nimmt gern Umwege in Kauf, um der Wahrheit auf den Grund zu gehen. Ich fand das Buch absolut gelungen. Es ist gut recherchiert, interessant geschrieben und beschäftigt sich mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Themen. Dabei ist der Titel Programm, denn es ist auch für den Leser ein Abenteuer, das man nicht verpassen sollte.

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  • Rezension zu "Mein russisches Abenteuer" von Jens Mühling

    Mein russisches Abenteuer

    LibriHolly

    04. September 2012 um 08:58

    „Auf der Suche nach der russischen Seele“….. befindet sich der junge deutsche Journalist Jens Mühling, seit er einen Zeitungsbericht über eine „Altgläubige Einsiedlerin“, die die „Taiga nicht verlassen“ will in einer russischen Zeitung entdeckt hat. Und so begibt er sich auf eine abenteuerliche Reise quer durch ganz Russland. Sein Weg führt ihn dabei von Kiew über Moskau, St Petersburg, und viele andere Städte mehr, mitten hinein in die weite der russischen Taiga und ins Herz von „Mütterchen Russland“. Dabei nimmt er gerne einmal einen Umweg in Kauf, um interessanten Menschen zu begegnen und nahezu unglaublichen Geschichten nachzuspüren. Eine abenteuerliche Reise, auf die er den Leser in seiner Reisereportage in Essayform mitnimmt und an deren Ende man Russland mit ganz anderen Augen betrachtet. Gemeinsam mit dem Autor erleben wir faszinierende Begegnungen mit Menschen, die so ganz anders zu sein scheinen wie wir, aber auch ganz anders, als das Bild, das wir im Westen Europas so im Allgemeinen von ihnen haben. So lernen wir z.B. den „Erlöser von Tschernobyl“ oder den letzten Romanow, ebenso wie den Mathematiker Anatolij Fomenko kennen, der die Chronik der Menschheit neu ordnete, eine Art „russischer Graf Zahl“, wie wir ihn sonst nur von der Sesamstraße her kennen. Wir begeben uns gemeinsam mit Jens Mühling in das „Reich Gottes“ und Rasputin darf natürlich auch nicht fehlen. Ein sehr ungewöhnlicher Reisebericht über eine einjährige Reise durch ein riesiges Land. Russland, „ein Land, in dem die wahren Geschichten unglaublicher sind, als die ausgedachten.“ (S.347) Lesen, lesen, lesen……

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  • Rezension zu "Mein russisches Abenteuer" von Jens Mühling

    Mein russisches Abenteuer

    giulianna

    14. August 2012 um 10:10

    Seitdem ich vor ein paar Jahren einmal nach Irkutsk geflogen bin, ist mir die Weite Russlands ein Begriff. Von Moskau sind es 6 Flugstunden bis an den Baikalsee und von dort wären es noch einmal 6 weitere Stunden um nach Wladiwostok zu gelangen - ganz ans andere Ende des Landes. Schon damals habe ich mich gefragt, wie so ein Land zusammen gehalten werden kann, was die Menschen verbindet. Die Antwort ist schwierig zu finden, wenn es sie denn überhaupt gibt. Jens Mühling nimmt uns mit auf eine abenteuerliche Reise ins Innerste der russischen Seele. Er begibt sich an Orte, die nicht durch simples Ein- und Aussteigen zu erreichen sind. Und immer wieder begegnet er Altgläubigen. Nicht nur den Leser scheint zu beschäftigen, wer diese Altgläubigen genau sind. Und so stellt es für Mühling auch den Höhepunkt dar zu einer einsam lebenden Altgläubigen tief ins Nichts zu reisen. Die Anreise ist beschwerlich und gelingt nicht beim ersten Mal. Die Natur erzwingt Wartezeiten, aber Mühling gibt nicht auf und trifft am Ende tatsächlich auf diese mysteriöse Frau, die dort lebt wie vor hunderten von Jahren, fernab von jedem Fortschritt und dennoch, so scheint es, auf ihre Art blitzgescheit. Am Ende bleibt der Eindruck, dass Russland viel mehr ist als nur die Summe seiner Klischees, dass es Leben gibt, wo Leben nicht mehr vermutet wird und dass es Menschen gibt, die anders leben und denken, als wir es uns vorstellen können und die damit auch glücklich sind. Danke für diese Einblicke!

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  • Rezension zu "Mein russisches Abenteuer" von Jens Mühling

    Mein russisches Abenteuer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. July 2012 um 22:42

    Als der Journalist Jens Mühling vor einigen Jahren den russischen Fernsehproduzenten Juri kennenlernt, verändert diese eine Begegnung sein komplettes Leben. Juri denkt sich die absurdesten Geschichten über sein Heimatland aus und verkauft diese an deutsche Fernsehsender, denn wie Juri glaubt, sind die Dinge, die sich in Russland tatsächlich zutragen, viel unglaublicher als alles, was er sich jemals ausdenken könnte. Von der Frage getrieben, was dies nun für unglaubliche Geschichten sein könnten, von denen Juri spricht, macht sich Jens auf die Reise nach Russland. Doch ob er wohl schon vorher wusste, dass diese Reise so ereignisreich und vorallem so vielseitig sein würde? Denn was Jens ins Russland erlebt, scheint wirklich erfunden, geradezu überzeichnet und zugespitzt dargestellt zu sein. Und doch sind die skurrilen Menschen, denen er begegnet, die wahre Seele Russland. * Okay, ich gebe es zu: Ich wusste beim besten Willen nicht, worauf ich mich einlassen würde, als ich dieses Buch in die Hand genommen haben. Schon immer hat mich Russland, vorallem Flora und Fauna, sehr interessiert. Auch die russische Geschichte fand ich faszinierend, gerade weil abseits der Oktoberrevolution und der darauf folgenden Diktatur Stalins nicht mal im Leistungskurs in der Schule viel vermittelt wurde. Das "Mein russisches Abenteuer" allerdings aus vielen kleinen Geschichten und Anekdoten bestehen würde, die der Autor selbst erlebt hat, das habe ich in diesem Ausmaß nicht erwartet. * Aber genau das macht den Reiz des Romans aus. Die einzelnen Kapitel des Roman sind gegliedert in die Bereiche Russlands, in denen sich die erzählten Geschichten abspielen. So bereist Jens Mühling während seines Aufenthalts in Russland die entlegensten Gebiete, Steppen, die Taiga, Sibirien aber auch Moskau und Sankt Petersburg. Und zu jedem Fleckchen Erde, welches er betritt, hat er eine mehr oder weniger skurrile, humorvolle, erschreckende oder betrübende Geschichte zu erzählen. Sei es über Altgläubige, denen ihre Bärte heilig sind, Kirchen und Ikonen, Menschen, die die absurdesten Dinge glauben, oder gar behaupten, die Wiederkunft von Jesus zu sein. Diese ganzen Geschichten klingen zwar wirklich erfunden, aber so, wie Jens Mühling sie schildert merkt man sofort, dass sie eben das nicht sind! * Der Schreibstil ist nämlich ziemlich nüchtern und sachlich. Jens Mühling dramatisiert die ohnehin schon teilweise sehr emotionalen Geschichten nicht unnötig, sondern bleibt konstant bei der Sache. Manchmal habe ich mir während des Lesens gewünscht, ein bisschen mehr darüber zu erfahren, was Jens in diesem Moment denkt, oder wie er zu den ganzen Geschichten steht, aber gerade die Tatsache, dass dieser Aspekt sehr kurz gehalten wurde, regt den Leser dazu an, sich selbst darüber Gedanken zu machen und sich eine eigene Meinung zu bilden. Gelungen finde ich auch, dass die einzelnen Kapitel meist recht unabhänig von einander sind. Sollte einem die eine oder andere Geschichte thematisch also nicht liegen bzw. interessieren, kann man ohne Probleme auch mal ein Kapitel auslassen, ohne den Faden zu verlieren. * Besonders fasziniert hat mich, wie aus einer kurzen Begegnung mit einem einzigen Menschen, in Jens Mühlings Fall Juri, ein so unglaubliches und prägendes Abenteuer werden kann. Eine kleine Begebenheit und Schlag auf Schlag ändert sich das Leben eines Menschen von Grund auf! Ich bewundere Jens Mühling wirklich für seinen Mut, eine solche Reise auf sich zu nehmen, denn ich denke, dass es teilweise nicht ganz einfach war, zu den hart eingesottenen Menschen durchzukommen. Auch das Klima Russland war sicherlich teilweise alles andere als angenehm und wer den Roman liest, der wird merken, dass Jens Reise oft ziemlich strapaziös und mitunter sogar gefährlich war. Dennoch hat er das alles bis zum Schluss durchgehalten und vor keiner noch so groß erscheinenden Hürde Halt gemacht! So eine Reise, ganz auf sich alleine gestellt, trauen sich bestimmt nicht viele, doch die Geschichten, die dabei herausgekommen sind, sind einzigartig und einfach nur atemberaubend und alleine dafür hat es sich sicherlich gelohnt. * Schlussendlich wusste ich lange nicht, wie ich dieses Buch bewerten soll. Alleine die Grundidee ist einfach fabelhaft und die Tatsache, dass man einen so detaillierten und vorallem umfangreichen Einblick in das wahre Russland bekommt, finde ich wirklich grandios. Allerdings war mir der Schreibstil manchmal ein wenig zu distanziert und ich hätte mir manchmal ein wenig mehr emotionale Nähe zum Leser gewünscht, auch wenn mir bewusst ist, dass das bei Erfahrungsberichten oft nicht so einfach ist. Natürlich war auch das ein oder andere Kapitel im Roman dabei, was mich persönlich nicht ganz so sehr angesprochen hat, das ist aber bei einer so großen Bandbreite einfach nicht anders machbar und eine sehr persönliche und individuelle Entscheidung. Den Großteil der einzelnen Geschichten fand ich einfach nur fantastisch, alle auf ihre ganz eigene Art, denn keine gleicht der anderen. Somit gebe ich "Mein russisches Abenteuer" vier Sterne und kann es nicht nur Liebhabern der Landes Russland empfehlen, sondern jedem, der generell einmal hinter die Fassade dieses Landes blicken will. Nackter und unverfälschter wird man Russland wohl nicht mehr zu Gesicht bekommen!

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  • Rezension zu "Mein russisches Abenteuer" von Jens Mühling

    Mein russisches Abenteuer

    Themistokeles

    11. July 2012 um 09:32

    Wenn ich bisher an Russland gedacht habe, dann kamen mir vor allen Dingen so was wie der Kommunismus, Putin, Stalin, Lenin, Pelzmützen und -mäntel, Wodka, der Kremel, die Transsibirische Eisenbahn und weitere Dinge in den Sinn, die einfach entweder weltbekannt sind, die Welt beeinflusst haben oder einfach ein Klischee sind. Bei den Russen ist es zudem so, dass sie in meiner Vorstellung bisher zum Großteil aus bärtigen, brummbärigen Männern und je nach Ort, jungen, hübschen Frauen, zumeist in Städten wie Moskau und rundlichen, etwas altbacken wirkenden Frauen in dörflichen Gegenden. Also auch sehr klischeebeladen und der Rest Russlands, von dem man nicht in Erdkunde oder Geschichte gehört hatte, war in meiner Vorstellung einfach sehr viel Raum von dem ich einfach nichts wusste. Nach dem Roman jetzt kann ich jedoch behaupten, dass ich etwas über Russland weiß, auch wenn es in einigen Punkten so ganz anders war, als je von mir erwartet und ich einem Satz aus dem Roman nur zu gut zustimmen kann: »Die wahren Geschichten in Russland sind unglaublicher als alles, was ich mir je ausdenken könnte.« Zudem bewundere ich Jens Mühling sehr dafür, was er sich alles getraut hat und wie tief er es dadurch geschafft hat in die russische Seele einzudringen. Indem er so viele auch so vollkommen unterschiedliche Russen kennengelernt hat und das an so vielen verschiedenen Orten, die teilweise extrem unzugänglich sind, kam er diesem Wissen immer näher. Und bewundernswert ist auch, wie er es schafft einem seine Reise zu erzählen, denn an vielen Stellen hatte ich das Gefühl mit ihm auf seiner Reise zu sein. Allein diese bildhafte und dennoch nicht verschnörkelte Sprache Jens Mühlings ist einfach nur klasse und extrem angenehm beim Lesen. Das »russische Abenteuer« ist auf jeden Fall ein Abenteuer und ganz sicher auch eins, das ich mich nicht getraut hätte, wodurch es aber wohl genau aus diesem Grund noch spannender für mich wurde. Zumal es auch geschafft hat aus einem weißen Fleck samt ein paar Klischees in meinem Kopf eine doch recht detaillierte Vorstellung Russlands geschaffen hat, die mich in seiner Gesamtheit einfach nur fasziniert, denn die Russen sind ein so vielfältiges Volk mit einer langen und spannenden Geschichte und Kultur, die es zu entdecken lohnt und in die Jens Mühling einen eintauchen lässt

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  • Rezension zu "Mein russisches Abenteuer" von Jens Mühling

    Mein russisches Abenteuer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. July 2012 um 09:11

    Also ich muss sagen, mir hat das buch überhaupt nicht zugesagt. nach 110 seiten hab ich´s weggelegt, ich hatte einfach keine lust ein buch über russische geschichte zu lesen.
    wens interessiert, für den is es bestimmt ein tolles buch, da es eigentlich ganz gut geschrieben ist und das buch auch eine handlung besitzt, die aber meiner meinung nach viel zu kurz kommt.

  • Rezension zu "Mein russisches Abenteuer" von Jens Mühling

    Mein russisches Abenteuer

    LiesaB

    "Mein russisches Abenteuter" ist ein Reisebericht, der uns in den Winter von Moskau, den Frühling von Petersburg und in den Sommer von Sibirien reisen lässt. Jens Mühling nimmt uns mit auf seine mehrmonatige Reise in das riesige Land. Er ist auf der Suche nach einer Einsiedlerin, eine der letzten Alt gläubigen, die in den Wäldern in Sibiriern leben. Während der Suche erfahren wir viel über dieses Land, Vergangenes und Neues. Er berichtet über Tschernobyl, Lenin, den letzten Zaren, Rasputin, aber auch Menschen, die heute leben kommen zu Wort. Diese Reisebeschreibung wurde sehr gut recherchiert, ist lebendig geschrieben und das Wissen des Lesers wird erweitert. Ich glaube sogar, dem Autor ist es gelungen, die russische Seele einzufangen. Fazit: sehr zu empfehlen.

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    • 3

    Bücherwurm

    01. July 2012 um 14:48
  • Rezension zu "Mein russisches Abenteuer" von Jens Mühling

    Mein russisches Abenteuer

    rumble-bee

    Wenn ich könnte, würde ich sechs Sterne vergeben! Dies war für mich bislang mit Abstand das beste Buch, das ich im Rahmen der Debütautoren-Aktion lesen durfte. Eine echte Bereicherung, sowohl was den Inhalt, als auch den Schreibstil betrifft. Was dieses Buch für mich besonders auszeichnete, war vor allem der Schreibstil, die Form, in die die Erlebnisse des Autors gegossen wurden. Es ist weder eine reine Reisebeschreibung, die trocken von Station A nach B nach C läuft. Es ist aber auch keine historische Abhandlung, kein "Zettelkasten", und auch keine "Nummernrevue". Es ist etwas ganz Eigenes, das wunderbar ausbalanciert zwischen Belletristik und Sachbuch einzuordnen ist. Meine allerhöchste Bewunderung für dieses Kunststück! Einfach "schön" fand ich schon die Idee, die Kapitel zu den einzelnen Stationen der Reise mit den "Elementen" zu betiteln, also "Eis" für die Ukraine, "Blut" für Moskau, "Wind" für Sankt Petersburg, "Wasser" für Sibirien, "Gras" für die Steppe, und "Holz" für die Taiga. Wie man beim Lesen merkt, haben diese Bezeichnungen ihre Berechtigung, und kommen in der Schilderung vor. Dies unterstreicht den Eindruck einer Naturgewalt, den Russland noch heute ausstrahlt. Der Autor lässt die zeitlichen Abläufe seiner Reise ganz bewusst etwas im Dunkeln. Er verknüpft die Stationen seiner Reise eher anhand von Hinweisen, die er von Menschen bekommt, die er trifft. Es ist fast wie bei einer Schnitzeljagd; er gelangt, durch die unmöglichsten Begegnungen, von einer kuriosen Station zur nächsten. Mönche, Altgläubige, religiöse Sonderlinge aller Art; aber auch Menschen, die um jedes Fitzelchen ihres Nationalstolzes ringen, Menschen, die Angehörige in allen möglichen Scharmützeln verloren haben. Mir hat sich ein Bild eines bis ins Absurde hinein zersplitterten Landes vermittelt - dabei waren die historischen Hintergründe geschickt eingebaut, und haben mir, soweit das überhaupt möglich ist in einem Land wie Russland, ein wenig Verständnis ermöglicht. Besonders gelungen empfand ich auch die Tatsache, dass der Autor die zahlreichen Absurditäten dieser Reise zwar deutlich unterstreicht, sich aber zumeist einer Wertung enthält. Auch wenn es von religiösen Spinnern, wie man wohl sagen würde, während der Reise nur so gewimmelt hat - man merkt Jens Mühling deutlich an, dass er alle diese Personen zuallererst als Menschen wahrgenommen hat. Lediglich bei den anscheinend nicht auszurottenden Trinkgelagen der russischen Männer schimmert so etwas wie Fassungslosigkeit oder Entrüstung bei ihm durch. Dieses Buch versucht weder, zu missionieren, noch, zu verklären - es ist aber auch keine reine Beschreibung, und gerade darin liegt sein Wert. Der Leser schwankt zwischen ungläubigem Lachen, Kopfschütteln und Mitgefühl. Er wird mitgenommen auf eine unvergessliche Reise, und erhält Einblick in eine Welt, die ihm sonst verschlossen bliebe. Obwohl Russland wahrscheinlich nie ganz verstanden werden kann, wünsche ich mir mehr solcher Bücher - damit das Fremde weniger fremd wird.

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  • Rezension zu "Mein russisches Abenteuer" von Jens Mühling

    Mein russisches Abenteuer

    Holden

    05. June 2012 um 09:49

    Jens Mühling ist Redakteur beim "Tagesspiegel" und berichtet von seiner Bekanntschaft mit dem Produzenten Juri, der ihm von Rußland erzählt hat und dadurch sein Interesse für dieses rätselhafte Land weckte. Im Jahr 2010 reiste Mühling gen Osten, um sich dort mit den Menschen, die er traf, über Land und Leute zu unterhalten. Dazwischen flicht er geschickt historische Passagen und anderes Hintergrundwissen ein. Ein gelungenes Buch, das einem das Rußland und die Ukraine der Menschen, die dort leben, näherbringt, mal abgesehen von den Sachen, über die ständig in den Nachrichten berichtet wird, also Putin-Medwedjew usw.

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  • Rezension zu "Mein russisches Abenteuer" von Jens Mühling

    Mein russisches Abenteuer

    SharonBaker

    Vorab, ich bin total begeistert und habe es keine Seite bereut es gekauft zu haben. Wer also einen Einblick ins heutige Russland haben möchte ist mit diesen Buch gut beraten. Jens Mühling entführt uns quer durch Russland und zeigt uns, wie Geschichte kombiniert mit seinen Erlebten gut Unterhält und er macht das so geschickt das keine Langweile aufkommt. Er beschreibt die Gegenden, die Kirchen, die Menschen so schön, schon fast poetisch, das ich das Gefühl hatte dabei zu sein und höre mit eigenen Ohren die Geschichten der Leute die er auf seiner Reise trifft. Wir hören erstaunlich viele Geschichten, die manchmal zum lachen, aber meistens nachdenklich oder traurig machen. Ich war sehr erstaunt wie zerrissen die Russen sind und wie sie versuchen an etwas fest zu Glauben und dadurch schießen die Kirchen wie Pilze aus den Boden, es gibt ja so viele... Aber besonders schön finde ich das die Gastfreundschaft und ihre offene Art immer noch geblieben sind. Der eigentliche Grund seiner Reise war aber eine Einsiedlerin zu finden, die in der tiefen Taiga lebt und noch nach den alten Glauben lebt und von der Außenwelt wenig weiss und diese auch nie gesehen hat. Ich fand es ganz spannend wie der Weg dahin verlief, erst über die großen Städte und über das weite Land und ich bin sehr fasziniert gewesen wie unterschiedlich dieses große Land doch ist. Man spürt das Jens Mühling von Russland begeistert ist und ich glaube auch sehr liebt, denn für mich als Leser war es sehr spürbar und beim nächsten Abenteuer wäre ich gerne wieder dabei.

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