Jens Reimann Separator

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Inhaltsangabe zu „Separator“ von Jens Reimann

Die Prosa von Jens Reimann beschäftigt sich mit Leben und Tod, den beiden großen Fixpunkten unseres Daseins. Mit seinen Geschichten begeistert er und überschreitet Grenzen als existierten sie nicht. Hierbei lässt er den Leser leidend und ratlos zurück, dann wieder sehr nachdenklich oder einfach nur erleichtert" Ein Mann im mittleren Alter lebt in einer Wohngemeinschaft mit einer alten Frau, von der er lernt, wie wenig es bedarf, um glücklich zu sein. Ein vernachlässigter Pflegefall ringt im Altenheim mit dem Tod, konfrontiert mit den Gespenstern der Vergangenheit. Ein Polizeibeamter ermittelt im Zusammenhang mit dem grausamen Mord an einem Kleinkind, ohne den Täter zu entlarven, obwohl dieser vor ihm steht. In diesen und anderen Geschichten beschreibt Jens Reimann mit großer Intensität und doch ungeschönt das Leben und den Tod. Seine Protagonisten sind, wenn überhaupt, tragische Helden, die mit den Widrigkeiten des Lebens kämpfen, manchmal augenzwinkernd, häufig verzweifelt. Mal lässt er Banalitäten eskalieren, mahnt den Leser, das Leben zu genießen um ihn schließlich mit beinahe unerträglichen und ausweglosen Situationen zu konfrontieren. Reimann lässt den Leser mit seinen Protagonisten bis zur Schmerzgrenze leiden.

Der Autor regt die Phantasie des Lesers an; lässt vor dem geistigen Auge ganze Filme entstehen, die Narben auf der Seele hinterlassen.

— gst
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    gst

    14. September 2013 um 11:06

    Jens-Karsten Reimanns Literatur ist nichts für Zartbesaitete. Der Autor - ein sehr genauer Beobachter - regt mit seinen Beschreibungen die Phantasie des Lesers an und lässt vor dem geistigen Auge ganze Filme entstehen. Seine Texte entführen uns aus der für jeden sichtbaren Realität in "Zwischenwelten" und hinterlassen Narben auf der Leserseele. Es lohnt sich, nach jeder einzelnen Erzählung, von der mich eine an Edgar Allan Poe, eine andere an Aldous Huxley erinnerte, inne zu halten und sie nachwirken zu lassen. Zumindest ich brauchte beim Lesen immer wieder eine gewisse Auszeit, um Luft zu holen. Währenddessen blieben die Charaktere bei mir, würfelten meine Gedanken durcheinander und erweiterten meinen Horizont. Ich bekam Einblick in die tiefsten Seelenabgründe und war froh, wenn ich zwischendurch auch das Gute im Menschen aufleuchten sah. Der Autor riss mich durch Wurmlöcher und ließ mich die Menschen aus anderen Dimensionen betrachten. Bisher war ich nach der Lektüre eines Buches selten so aufgewühlt.

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  • Rezension zu "Separator" von Jens Reimann

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    Yeats

    14. August 2010 um 14:01

    Einer der besten Autoren, die ich seit langem gelesen habe. Unheimlich spannend und intensiv und mit viel Sprachgefühl geschrieben. Geschcihten und Gedichte über Leute, die mit Ausnahmesituationen konfrontiert werden. Dazwischen Storys über den(Un-) Sinn des Lebens. Mit vielem kann man sich selber identifizieren. Diese Prosa ist derartig verdichtet, dass kein Raum für Überflüssiges bleibt. Ein hevorragendes Buch und ein wirklich erfrischend unverbrauchter Autor, aus dem mal ein Großer werden kann. Von dem Verlag habe ich vorher noch nie etwas gehört.

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