Der Schädeltypograph

von Jens Schumacher und Jens Lossau
4,0 Sterne bei2 Bewertungen
Der Schädeltypograph
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MellieJos avatar

coole Ermittler und viel Schwarzer Humor; klasse

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Inhaltsangabe zu "Der Schädeltypograph"

Ein unheimlicher Gutenbergthriller in Mainz: Der erste Kriminalroman um die außergewöhnlichen Fälle des Sonderermittlerduos Tillmann Grosch und Frank Passfeller von der SK 666
Als ein Unbekannter in das Gutenberg-Museum zu Mainz einbricht und jüngst entdeckte Original-Drucktypen des Erfinders der Buchdruckkunst entwendet, ahnt noch niemand etwas von der Serie blutiger Untaten, die in der Folge die Geburtsstadt Gutenbergs erschüttern sollen. Doch der Albtraum nimmt seinen Lauf: Nacht um Nacht werden die Leichen von Studenten gefunden, denen mit den gestohlenen Artefakten lateinische Beschwörungsformeln in den Schädel getrieben wurden. Frank Passfeller und Tillmann Grosch von der geheimen SK 666 des BKA versuchen Licht ins Dunkel einer Verschwörung zu bringen, deren Wurzeln weit in die Vergangenheit zurückreichen …
'Kriminalistischer Spürsinn, Mysterien, groteske Charaktere und regionale Schauplätze verbinden sich [.] zu einer Mixtur, die in kein Genre passt.' (FAZ)
'Der Schädeltypograph' erschien erstmalig 2002 im Societäts-Verlag und wurde für diese Ausgabe inhaltlich und sprachlich überarbeitet.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426216361
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:292 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:02.05.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.11.2003 bei Frankfurter Societäts-Druckerei erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    ChrischiDs avatar
    ChrischiDvor 5 Monaten
    Geheime Sondereinheit mit Anlaufschwierigkeiten

    Die Angst geht um in Mainz, der Geburtsstadt Gutenbergs, denn ein skrupelloser wie brutaler Killer treibt sein Unwesen. Aus dem hiesigen Museum wurden Original-Drucktypen des Erfinders der Buchdruckkunst gestohlen, die nun eine andere Art von Anwendung finden, indem zahlreichen Opfern lateinische Beschwörungsformeln in den Schädel getrieben werden. Frank Passfeller und Tillmann Grosch von der geheimen SK 666 des BKA werden auf den Fall angesetzt. Dieser außergewöhnliche Fall riecht regelrecht nach einer Verschwörung, der die beiden Ermittler auf den Grund gehen wollen.

    Die geheime Sondereinheit, der Passfeller und Grosch angehören, beschäftigt sich mit Mysterien, an denen irgendetwas ungewöhnlich erscheint, wie auch in diesem ersten Fall. Zu Beginn ahnt niemand, auf welche Spuren sie stoßen und welche Geheimnisse sie aufdecken werden. Fakt ist jedoch, dass der Stein des Anstoßes nicht unbedingt in der Gegenwart zu suchen und zu finden ist, wodurch die Ermittlungen sicherlich alles andere als leichtfertig zu erledigen sind. Und das wirkt sich leider auch atmosphärisch hin und wieder aus. Alles erscheint ein bisschen schwerfälliger, entgegen dem was der wahrlich flüssige Schreibstil zu vermitteln versucht. So kommt es zu inhaltlichen Stockungen, die es dem Leser schwer machen durchgängig in der Materie zu bleiben.

    Von vornherein ist klar, dass man hier keine 08/15-Charaktere zu erwarten hat, wodurch natürlich der Wiedererkennungsfaktor recht hoch ist. Sämtliche Eigenschaften werden im Laufe des Geschehens vermittelt, so dass der Leser nicht sofort von einer Fülle an Informationen erschlagen wird. Dadurch lernt man die Figuren nach und nach besser kennen und entwickelt bereits in diesem Zusammenhang die ein oder andere Theorie was die ungeheuerlichen Taten angeht. Inwiefern man jedoch zu einem wirklich relevanten Ergebnis kommt, muss jeder am Ende für sich selbst eruieren. Man wird überrascht sein welche Hinweise man womöglich überlesen oder für unwichtig erachtet hat.

    Das Spannungsniveau variiert sehr stark, es gibt Passagen, die weisen ein sehr hohes Tempo auf und können den Leser somit gleich fesseln, dann gibt es aber auch wieder die bereits erwähnte Stockungen, innerhalb derer nicht nur das Tempo, sondern auch die Spannung zurückgenommen wird. Ein wenig mehr Kontinuität hätte man sich durchaus gewünscht, um dem roten Faden besser folgen zu können. Absolut gelungen wiederum sind die sprachlichen Feinheiten, die auf die Nuance genau wissen was sie wollen. Allerdings muss man humoristisch auf einer ähnlichen Wellenlänge liegen, um alles zu erfassen. Im Großen und Ganzen ein solider Auftakt, bei dem durchaus Luft nach oben ist.

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    MellieJos avatar
    MellieJovor einem Jahr
    Kurzmeinung: coole Ermittler und viel Schwarzer Humor; klasse
    coole Ermittler und viel Schwarzer Humor; klasse

    Rezension zu Der Schädeltypograph von @Jens Lossau und @Jens Schumacher 


    5 von 5 🌟 coole Ermittler und viel Schwarzer Humor; klasse


    Die Angst geht um am Rhein: Erst werden aus dem Gutenberg-Museum in Mainz unersetzliche Drucktypen entwendet, bleierne Werkzeuge aus der Frühzeit der schwarzen Kunst. Als Nächstes entdeckt eine morgendliche Spaziergängerin auf dem Zentralfriedhof ein halbes Dutzend Leichen, die ihren Gräbern entrissen wurden. Und schließlich geschieht ein Mord an einem 23-jährigen Studenten; bei der Autopsie wird festgestellt, dass ihm mit brutalster Gewalt bleierne Lettern in den Kopf getrieben wurden -- die Schlagzeilen warnen vor dem "Schädeltypographen".


    Die örtliche Polizei ist -- wen wundert's -- überfordert. Dergleichen geheimnisvolle Gewaltverbrechen sind in Deutschland keine Ausnahme, und so existiert auch eine entsprechende bundesweite Sonderkommission, die SK 66. Umgehend werden zwei Beamte nach Mainz entsandt. Das Duo Passfeller und Grosch übernimmt den Fall, auch wenn das der örtlichen Polizei -- wen wundert's -- nicht behagt. Und es dauert nicht lange, bis sie auf eine Spur stoßen, die bis in Gutenbergs Zeit führt. Allem Anschein nach trieb im 15. Jahrhundert eine Sekte ihr Unwesen, die einen vorzeitlichen Gott namens Morgáthoan wieder erwecken wollte. Und die beiden Sonderkommissionäre befürchten, dass ein oder mehrere Wahnsinnige genau das im Mainz der Gegenwart erneut versuchen möchten.


    Tina French trifft Stephen King trifft Monty Python -- mit diesem Spagat könnte man versuchen, den vielfältigen Einflüssen gerecht zu werden, die in diesem Roman zu finden sind. Die Autoren -- die wirklich beide Jens heißen, im selben Jahr geboren sind und im Rheinhessischen wohnen -- haben bisher mit den beiden Erzählungssammlungen Kanon der Melancholie und Entitäten auf sich aufmerksam gemacht. Der Schädeltypograph wird zwar als braver Regionalkrimi vermarktet, ist aber eher ein harter Thriller, der auch in eine ambitionierte Horror-Reihe passen würde. Passfelder und Grosch sind zweifellos durch Akte X inspiriert, mit einer ordentlichen Portion deutscher Poltrigkeit und respektlosem Klamauk angereichert. Wir haben es schon immer geahnt: Auch in deutschen Großstädten lauert das Unheimliche. In Schumacher und Lossan hat es seine Chronisten gefunden. --Hannes Riffel


    Der Thriller kommt zwar am Anfang als behäbiger Regionalkrimi daher, fasziniert den Leser aber bald durch eine gelungene Mischung von Krimihandlung, Skurrilität und Schwarzem Humor Natürlich ist diese gewagte Mischung nichts für jeden Leser, man muß schon einen Hang zum Slapstic und Kuriositäten haben und nicht alles so ernst zu nehmen, um Freude an diesem Buch zu haben.


    Der Schädeltypograph von Lossau/Schumacher ist der AuftaktRoman zu einer kleinen Reihe um die beiden skurrilen BKA-Sonderkommissare Passfeller und Grosch. Die Folgebände sind in der folgende Reihenfolge: "Der Luzifer-Plan", "Die Menschenscheuche" und "Der Rebenwolf" zu lesen.


    Dieser erste Band besteht aus vielen skurrilen Szenen, und eigenartigen speziellen BKA-SONDERKOMMISSARE Passfeller und Grosch. Aus dem Museum werden Original-Drucktypen von Gutenberg gestohlen. Kurz darauf werden Leichen aufgefunden, denen eben jene Drucktypen in den Schädel getrieben wurden. Hier schalten sich die beiden Kommissare Passfeller und Grosch des "SK 66" des BKA ein, die sich mit übernatürlichen Fällen in Deutschland beschäftigt. Kennen viele nicht mehr die Serie, aber manchmal schienen manche Szenen eigenwillige Interpretationen des Akte-X-Duos Mulder/Scully, von denen sie zweifellso inspiriert sind, die sie allerdings gnadenlos ins groteske verkehren. Schnell kommt man in den Dunstkreis der Mainzer Universität, aus dem auch einige der Opfer entstammen.


    Die beiden Kommissare sind sehr gut dargestellt, komisch, intelligent und voll schwarzen Humor. Makaber ist immer gut.


    Das Cover passt klasse zur grotesken Geschichte.


    Mir hat es sehr gut gefallen und ich hoffe, bald den nächsten Band lesen zu dürfen, das erste hat mir Spass gemacht.


    Zu kaufen gibt es das Buch hier:https://www.amazon.de/gp/aw/d/3426216361/ref=cm_cr_arp_mb_bdcrb_top?ie=UTF8


    Gerne lest ihr unsere Rezensionen auch auf unserem Blog
    http://ourfavorbooks.blogspot.de/p/autoreninterviews.html?m=1


    Ich möchte mich bei @Knaur und bei @NetGalley Deutschland für die zur Verfügung Stellung des Ebooks bedanken. 
      

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