Jens Schumacher Die Welt der 1000 Abenteuer, Band 01

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Inhaltsangabe zu „Die Welt der 1000 Abenteuer, Band 01“ von Jens Schumacher

Feindliche Horden marschieren gegen deine Heimat Konduula! Nur mit dem Zauberstab des Magierkönigs kann der Angriff abgewehrt werden. Doch der Stab wurde vor Urzeiten in drei Teile zerbrochen, die über das ganze Land verstreut sind. Jemand muss sie finden und den Stab wieder zusammenfügen. Ausgerechnet dein fauler Cousin Bolko wird mit der wichtigen Mission betraut. Du sollst ihn als treuer Gehilfe begleiten - was bedeutet, dass die Zukunft deiner Heimat jetzt allein in deinen Händen liegt! Ein interaktives Fantasy-Abenteuer: DU entscheidest, welchen Weg du einschlägst, welche Gegner du bekämpfst. Doch Vorsicht - hinter jeder Ecke kann das Verderben lauern! Nur mit Mut, Grips und einer Portion Glück bestehst du alle Prüfungen!

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    Die Welt der 1000 Abenteuer, Band 01

    Arith

    07. August 2013 um 10:35

    Konzept und Geschichte: Ich muss zugeben, zu Beginn war ich skeptisch, als Dominic mir „Das Vermächtnis des Zauberers“ vor die Nase hielt. Hierbei handelt es sich um ein Spielbuch. Die Geschichte ist nicht wie man es erwarten würde, bereits festgelegt, sondern man selbst bestimmt den Ablauf. Das Buch ist in viele kleine nummerierte Abschnitte aufgeteilt und am jeweiligen Ende entscheidet man, wie die Geschichte weiterverlaufen soll. Ob man außen um den finsteren Wald herumwandern und der befestigten Straßen folgen möchte oder lieber den direkten Weg hindurchgehen. Oder ob man den fremden, heran preschenden Reiter sich entgegenstellen oder sich lieber im Gebüsch verstecken möchte. Bei „Das Vermächtnis des Zauberers“ schlüpft man in die Rolle der Hauptfigur, die ihren Cousin Bolko auf eine Reise begleitet, um die verschollen Stücke eines Zauberstabs wiederaufzutreiben. Wie man sich denken kann, sollten die Jungen (und damit man selbst) nicht fündig werden, können böse Heerschaaren in das friedliche Land eindringen und die Welt ist dem Untergang geweiht. Eine abenteuerliche Reise beginnt, sobald man bereit ist, die ersten Entscheidungen zu fällen. Erster Eindruck: Mich persönlich hat es gestört, dass die Geschichte in der zweiten Person Singular verfasst ist. Das „du“ hat mich immer wieder aus dem Konzept gebracht, wobei dies eher daran liegt, dass ich solche Erzählweisen generell nicht mag. Schnell gemerkt habe ich jedoch, dass man nicht schummeln kann. Das Buch weist keine Seitenzahlen auf und die Abschnitte, die man auswählt, springen so kreuz und quer durch die Seiten, dass ich auch gar nicht nach einem Hinweis hätte nachschlagen können oder schmulen, was der richtige Weg wäre. Lediglich der erste und der letzte Abschnitt markieren den Anfang und das Ende. Lob und Kritik: Wer logisch denken kann, liegt klar im Vorteil, aber es ist keine Garantie. Entscheidungen decken sowohl gradlinige, als auch verworrene Wege sowie Sackgassen auf. Manchmal muss man sich ganz spontan ohne Hinweise entscheiden (Gehst du nach rechts, links oder geradeaus?). Genauso fand ich es sehr schön, dass Entscheidungen nicht immer sofort negative Auswirkungen haben, sondern manchmal auch erst Abschnitte später. Weil man eben nicht durch den Wald gegangen ist, man dort etwas gefunden hätte, dass sich in der nächsten Stadt als vorteilhaft erwiesen sollte. Genauso kann ich nur lobend hervorheben, dass man durchaus scheitern kann. Und dass es nicht nur sinnvolle Gegenstände gibt. Manche schleppt man auch nur mit sich rum, ohne dass sie einen etwas nützen. Mitdenken, Miträtseln, Notizen machen, heißt es bei diesem Spielbuch und vermutlich es ist für die Zielgruppe auch noch etwas schwieriger und spannender. Wir kamen zumindest gut durch. Die Figuren und die Welt sind fantasievoll und liebevoll charakterisiert, obwohl einige Namen etwas kurios sind (die gute Zauberin Malara – Malaria?) und Handlungsstränge doch an bekannte Fantasy-Werken erinnern. Für die Zielgruppe ist die Handlung jedoch gut gestrickt, schnell, abwechslungsreich und lustig. Auch die kurz gehaltenen Abschnitte (im Schnitt eine Buchseite lang) eignen sich hervorragend für jüngere Leser. Ein kleiner Logikfehler ist mir dennoch aufgefallen. Das oder der Autor wäre nie auf die Idee gekommen, dass man so eine Entscheidung fällen könnte. Wir haben nämlich, weil Dominic unbedingt Nutzen in einem Glimmerstein sah, unseren Dolch verkauft. Mit gerade diesem aber dann einige Seiten später zum Erbauen unseres Floßes genutzt. Niemand außer uns würde wohl freiwillig seine einzige Waffe weggeben! Die Runen und dadurch via Zufallsprinzip einen Abschnitt auszuwählen, haben mir weniger gefallen. Ja, es treibt die Handlung in unvorhergesehene Bahnen, aber ich glaube, wenn man auf lange Sicht an der gleichen Stelle scheitert, könnte das ganz schön frusten. Immerhin kann man nicht überlisten, welche Rune man praktisch „würfelt“. Ganz, ganz schrecklich fand ich, dass man in das Buch schreiben sollte. Im Einband gibt es ein Abenteuerblatt, auf dem man Ausrüstungsgegenstände und Notizen vermerken kann. Aber ich würde mich nie überwinden, da reinzuschreiben. Abgesehen davon war es viel zu klein bemessen, da hätte der Platz nach einem Drittel des Buches schon nicht mehr ausgereicht. Besonders wenn Kinder es lesen, die in der Grundschule ohne Linien auch schon mal chaotisch schreiben. Im Nachhinein habe ich aber auf der Verlagsseite eine PDF mit diesem Abenteuerblatt gefunden, die man sich herunterladen und ausdrucken kann. Die Idee ist super! Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich nicht einfach nur meinen Notizblock genutzt. (Hier geht’s zur PDF.) Zusammenfassung: Bei der ersten Reise überlebt! Und die Welt gerettet! Vielleicht ging ich als Erwachsene etwas besonnener und weniger abenteuerlich an dieses Buch heran, aber es hat Spaß gemacht. Und ich würde es auch jedem empfehlen, der gerne Rollenspiele oder WOW spielt. Der Unterschied ist nur, dass man sich die Welt selbst vorstellen muss. Abschließend vergebe ich 4 von 5 möglichen Sternen.

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  • Rezension zu "Die Welt der 1000 Abenteuer - Du entscheidest! Band 01" von Jens Schumacher

    Die Welt der 1000 Abenteuer, Band 01

    Kristin84

    Mal eine ganz andere Art zu lesen Zum Inhalt: Du! Ja, genau du, der da gerade das Buch in den Händen hält! Hast du Lust auf ein Abenteuer? Bist du bereit, zusammen mit deinem faulen und auch etwas übergewichtigen Cousin Bolko das Land Konduula vor dessen Feinden zu retten? Willst du dich auf eine gefährliche Suche nach den drei Teilen des legendären Zauberstabes des Magierkönigs begeben? Doch beachte: Die Suche ist lang und gefährlich. Du weißt nicht, was dich auf deiner Reise alles erwartet. Alles hängt von dir und deinen Entscheidungen ab. Daher überlege gut, was dein nächster Schritt ist. Bist du bereit, dieses Abenteuer zu bestreiten? Sicher? Dann öffne das Buch und begebe dich auf die Reise... Meine Meinung: Zunächst möchte ich kurz was über die Art des Buches sagen. Denn es handelt sich definitiv nicht um ein 08/15 Buch, das man von vorne nach hinten liest. Nein!! In diesem Buch entscheidet man als Leser selbst wie die Geschichte weitergehen soll. Das Buch ist nämlich in ganz viele kurze Abschnitte unterteilt, die alle mit Nummern versehen sind. Am Ende eines jeden Abschnittes muss der Leser gewisse Entscheidungen treffen (z.B. in welche Richtung er gehen will oder wie er eine Schlucht überwinden will). Und diese Entscheidungen sind lebenswichtig, denn es gibt nur einen Weg, der ans Ziel führt. Entscheidet man sich falsch, kann die Geschichte ganz schnell zu Ende sein. Und dann heißt es: Zurück auf Anfang. Zu Beginn des Buches wird man als Leser kurz eingewiesen, was es alles zu beachten gibt, was es mit dem Abenteuerblatt auf sich hat, etc. Dann folgt eine kurzen Einleitung, in der erzählt wird, warum ihr das Abenteuer bestreitet und was eure Aufgabe ist - und schon geht es los: Ihr müsst die erste Entscheidung treffen. Man hat ein wenig das Gefühl, dass es wie eine Art Computerspiel ist. Denn wie bei einem Computerspiel sammelt man im Laufe der Geschichte verschiedene Gegenstände, hat besondere Charakter-Eigentschaften (die man sich am Anfang selbst aussuchen kann), etc.. Aber natürlich ist ein Buch bei weitem besser als ein Computerspiel. Und gerade für kleine Lesemuffel ist das Buch optimal. Dadurch, dass es eben aus kleinen Abschnitten besteht, bekommt der Leser nie das Gefühl, dass er Unmengen von Seiten lesen muss, bis z.B. ein Kapitel zu Ende ist. Und ich bin auch der Meinung, dass das Buch für die jüngeren Leser nicht so schnell an Spannung verlieren kann, da sie ja nach jedem Abschnitt entscheiden müssen wie es weitergeht – und man will ja dann direkt wissen, ob die Entscheidung richtig war. Ans Ziel zu kommen, ist jedoch nicht so einfach, wie ich mir das am Anfang so vorgestellt habe. Teilweise ist es für mich als Erwachsener schon etwas frustrierend, wenn man immer und immer von vorne anfangen muss - besonders wenn man schon ziemlich weit in der Geschichte gekommen ist. Da sehe ich auch ein wenig die Schwachstelle des Buches. Ich kann mir nämlich gut vorstellen, das die jüngeren Leser, für die ja das Buch gemacht ist, vielleicht nicht so hartnäckig sind und schnell die Lust an dem Buch verlieren könnte, weil es zu schwierig ist. Außerdem möchte ich noch anmerken, dass das Buch sowie die weiteren Bände der Reihe eher was für Jungs ist - was ich eigentlich schade finde. Aber auf der anderen Seite: Wir Frauen sind eh das stärkere Geschlecht. Daher würde es mich nicht wundern, wenn das eine oder andere Mädchen auch Spaß an den Geschichten finden würde :-) Der Schreibstil des Autors ist wirklich toll. Auch wenn es eigentlich ein Buch für Kinder ist, schafft er es auch mich als Erwachsener in den Bann zu ziehen. Man fiebert richtig mit was wohl als nächstes passiert und hofft, das jede Entscheidung richtig ist. Die Geschichte ist wirklich - trotz der vielen einzelnen Abschnitte - total flüssig zu lesen wie wenn man ein "normales" Buch in den Händen hält, das man von vorne nach hinten liest. Und Spannung ist mehr als genug vertreten! Klar, wenn man nicht weiß was als nächstes passiert. Dieses Buch war mein erstes Buch von Jens Schumacher - es wird aber nicht das einzige bleiben. Denn meine Neugierde, wie wohl seine anderen von vorne nach hinten zu lesenden Bücher sind, ist geweckt. Mein Fazit: Für kleine und große Abenteurer ein riesiges Lesevergnügen - mit Suchtpotenzial.

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