Jens Sembdner

 5 Sterne bei 3 Bewertungen

Lebenslauf von Jens Sembdner

Jens Sembdner, geboren 1967, ist ein deutscher Musiker und Gründungsmitglied der Leipziger Popgruppe DIE PRINZEN. Von 1976 bis 1983 sang er im Dresdner Kreuzchor.Er betreibt ein Soloprojekt unter dem Namen JES41, dessen erstes Album „Da, wo du bist“ 2007 erschien. Das Label JES41 bezieht sich auf einen Text des Propheten Jesaja in der Bibel: „Fürchte dich nicht, ich bin mit dir!“

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Jens Sembdner

Cover des Buches Von unten betrachtet geht es nur nach oben (ISBN:9783579086514)

Von unten betrachtet geht es nur nach oben

 (3)
Erschienen am 24.10.2016

Neue Rezensionen zu Jens Sembdner

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Rezension zu "Von unten betrachtet geht es nur nach oben" von Jens Sembdner

Von unten betrachtet, geht es nur nach oben
leniksvor 2 Jahren

Das Jens Sembdner dieses Buch geschrieben hat, habe ich durch Zufall mitbekommen. Die CD, welche er 2007 herausgebracht hat, habe ich mir nach einem Kirchenkonzert zugelegt, das war im Jahr 2014. Diese CD kommt auch im Buch vor. Ich habe sie teilweise die letzen Tage angehört. Der Autor beschreibt in dem Buch über den Verlust seiner Frau, das zurechtkommen im Leben nach dem Tod dieser. Er beschreibt wie niedergeschlagen er war, ihm aber auch geholfen wurde, durch Freunde, Familie und Kollegen. Trotz des ernsten Themas habe ich an einigen Stellen lachen müssen. Der Schreibstil ist sehr gelungen. Die Schriftart und auch die Gestaltung des Buches ist sehr gelungen, ohne irgendwelche Schnörkel. Ich werde das Buch sicherlich noch öfters in die Hand nehmen und  lesen. Das Buch umfasst ein Inhaltsverzeichnis, was mir bei Büchern immer gefällt, und es umfasst 223 Seiten. Von mir gibt es fünf Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

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Rezension zu "Von unten betrachtet geht es nur nach oben" von Jens Sembdner

Sehr persönliche innere Reise
michael_lehmann-papevor 3 Jahren

Sehr persönliche innere Reise

„Warum legst Du Dein Innerstes blank, warum willst Du Deine Vergangenheit und Deine Gegenwart nicht schützten“?

Das waren die, durchaus zunächst berechtigten, Anfragen von Freunden und Bekannten an Jens Sembdner, dessen persönliches Schicksal, das Tragen Müssen des Freitodes seiner Frau, sicherlich eine intime, private, schon mit sich alleine schwer genug zu tragende Tragödie darstellt.

Doch die Lektüre dieses sehr offenen, sehr ehrlichen und, in vielen Teilen, sehr berührenden Buches zeigt auf, das Sembdner gut daran getan hat, sein Ergehen und die vielen Gedanken und daraus folgenden inneren Entwicklungen mit gehörigem Abstand noch einmal Revue passieren zu lassen.

Weniger sicher für ihn und seine eigene Verarbeitung, viel eher für den interessierten Leser.

Dass Klagen erlaubt ist, die Hände ohnmächtig sich zu Fäusten ballen, das lange nicht verstanden werden kann, was da und warum passiert ist, gerade in dieser noch tiefer als der Tod eines geliebten Menschen eh schon treffenden Art und Weise, das kann Betroffenen und einfach auch offenen Lesers tatsächlich andere, neue Perspektiven vermitteln. Nicht nur Lebensperspektiven „innerweltlich“, sondern auch und gerade was den persönlichen, religiösen Glauben angeht.

Unprätentiös, in einfacher Sprache, aber sehr treffend und auf den Punkt gebracht lässt sich in dieser dargestellten inneren Entwicklung berührend nachlesen, das eben mit vielen inneren Wendungen am Ende eine „rote Linie“ entsteht, die tatsächlich „gegen den Augenschein“ bürstet. Statt Gott für tot“ zu erklären ob dessen, was ihm „unverdient“ widerfahren ist, beschreibt Sembdner einen höchst lebendigen, andersartigen Glaubensweg, der in keiner Weise kitschig daherkommt, sondern eine spürbare Tiefe erreicht.

„Mein Ausflug in die Kirche hatte mich für eine ganze Weile geerdet, doch geradlinig verlief mein Weg leider nicht, die Momente der Verzweiflung kamen wieder. Die große Last ruhte weiter auf meinen Schultern“.

Es ist eben so, so sehr sich Sembdner auch bemüht, ins Leben irgendwann zurückzufinden, zu arbeiten, nach 25 Jahren mit dem Fußball wieder anzufangen, „der Wald steht schwarz und schweiget“, Ticks, innere Zwänge tauchen auf, Fragen über Fragen türmen sich und bleiben noch lange im Hintergrund präsent. Was Sembdner mit Eindrücklichkeit zu erzählen versteht und dabei auch das hier und da provozierte Kopfschütteln des Lesers weder scheut noch abwehrt.

Und ebenso wird es kritischen Lesern nicht leichtfallen, die langsame Gesundung ebenso wie Sembdner, dem Glauben zuzuschreiben.

Aber es gilt, was in Sempbdners Leben geschehen ist und was der Leser unvoreingenommen auch an sich heranlassen könnte.

„Der Glaube versetzt Berge“. Nicht nur bei schwer krebskranken Bekannten im Buch, sondern auch bei Sembdner selbst. Ein Glaube, den der Autor lebendig werden lässt, den er sehr persönlich schildert und dessen Kraft im Buch an seiner Person zum Vorschein kommt.

Wobei die eigentliche Kernbotschaft des Buches darin besteht, das es überlebenswichtig ist, „einen Antrieb zu finden, auch wirklich loszumarschieren und uns nicht in der Düsternis häuslich einzurichten“.

Ein offenes, lesenswertes Buch über die Verarbeitung eines schweren Schlages im Leben und eine Form modernen Glaubensbekenntnisses, das den Leser nicht unberührt lässt.

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W

Rezension zu "Von unten betrachtet geht es nur nach oben" von Jens Sembdner

Ein Weg zurück ins Leben
WinfriedStanzickvor 3 Jahren



Als vor 14 Jahren seine Ehefrau sich das Leben nahm, das brach für Jens Sembdner, den 1967 geborenen Autor des vorliegenden Buches und Gründungsmitglied der Popgruppe „Die Prinzen“ seine ganze Welt zusammen. In einem langen Weg wandert er von tiefem Schmerz und großer Verzweiflung, in der der gläubige Christ, der lange in  Dresdner Kreuzchor sang, Gott vorwirft, sich bei Wahl des Opfers vergriffen zu haben hin zu neuer Orientierung, die er in dem Bibelwort „Die Wege des HERRN sind unergründlich“ findet.

In dem vorliegenden Buch erzählt er ganz offen von seinem Leben, seinem Schmerz und der Aufgabe seiner selbst. Und er erzählt, wie er auch durch dieses Bibelwort erkennen durfte, dass auch das Negative, auch das Leid eine sinnhafte Bereicherung für das eigene Leben sein kann.

Wenn man einmal die Nichtigkeit so vieler Ängste und Sorgen erkannt hat, die Menschen sich tagtäglich machen um ihr Leben und ihr Wohlergehen, dann erfährt man die lebensspendende Kraft neuer Wertigkeiten.

Das Buch zeigt, dass und wie man auch heute noch erzählen kann mit dem eigenen Ringen mit Gott, wie man durch die Anklage hindurchstößt zu einer neuen Lebenswirklichkeit, wie sich die zunächst so festgefügte Ordnung auf den Kopf stellt und umgewertet wird.

Es ist ein berührendes und bewegendes Beispiel dafür, wie man auch die tiefsten Lebenskrisen überwunden kann, wenn man sich und dem Geist die Zeit dazu gibt.

Menschen, die von tiefem Leid, Schmerz, Tod und Abschied betroffen sind, und die bereit sind, sich etwas zu öffnen für christliche und religiöse Dimensionen, wird dieses Buch weiterhelfen.

Vielleicht können auch sie dann jenen Satz für sich lebendig machen: „Die Wege des HERRN sind unergründlich.“


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