Jens Soentgen

 4,6 Sterne bei 26 Bewertungen
Autor*in von Selbstdenken!, Von den Sternen bis zum Tau und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Jens Soentgen studierte an der Goethe-Universität in Frankfurt Chemie, Politik und Philosophie und wurde an der Technischen Universität Darmstadt in Philosophie promoviert mit einer Arbeit über den Stoff-Begriff. Seit 2002 ist er wissenschaftlicher Leiter des Wissenschaftszentrums Umwelt der Universität Augsburg, seit 2016 Adjunct Professor für Philosophie an der Memorial University of Newfoundland in St. John's. Seine Bücher "Selbstdenken! " (illustriert von Nadia Budde) und "Von den Sternen bis zum Tau" (illustriert von Vitali Konstantinov) waren 2004 bzw. 2011 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Für "Wie man mit dem Feuer philosophiert" erhielten er und Konstantinov 2016 die Auszeichnung Wissensbuch des Jahres der Zeitschrift "Bild der Wissenschaft".

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Jens Soentgen

Cover des Buches Selbstdenken! (ISBN: 9783407755261)

Selbstdenken!

(11)
Erschienen am 12.04.2007
Cover des Buches Von den Sternen bis zum Tau (ISBN: 9783779502913)

Von den Sternen bis zum Tau

(5)
Erschienen am 01.07.2010
Cover des Buches Die Nebelspur (ISBN: 9783779506249)

Die Nebelspur

(2)
Erschienen am 12.08.2019
Cover des Buches N (ISBN: 9783865817365)

N

(1)
Erschienen am 28.09.2015
Cover des Buches Wie man mit dem Feuer philosophiert (ISBN: 9783779505266)

Wie man mit dem Feuer philosophiert

(1)
Erschienen am 10.08.2015
Cover des Buches CO2 (ISBN: 9783865811189)

CO2

(1)
Erschienen am 01.09.2009
Cover des Buches STAUB (ISBN: 9783423263443)

STAUB

(1)
Erschienen am 19.10.2022

Neue Rezensionen zu Jens Soentgen

Cover des Buches STAUB (ISBN: 9783423263443)
Sternenstaubfees avatar

Rezension zu "STAUB" von Jens Soentgen

Sternenstaubfee
Staub

Unglaublich, dass ein Buch über Staub so interessant sein kann! Ich habe vieles erfahren und vieles gelernt, zum Beispiel über Wollmäuse und Feinstaub, Staub in der Wüste, in der Stadt, in der Urzeit. Alles sehr interessant und informativ. 

Auch wenn das Thema zunächst vielleicht langweilig erscheint; mich hat es sehr gut unterhalten.

14.02.26

Cover des Buches Die Nebelspur (ISBN: 9783779506249)
Alaiss avatar

Rezension zu "Die Nebelspur" von Jens Soentgen

Alais
Über Tau-, Smog- und Wolkenforscher und ein überraschendes Fenster zur Welt der Atome

Alles an diesem Buch bezaubert, angefangen bei der Gestaltung in den Farben Schottlands mit himmelblauen Kapitelüberschriften und humorvollen Schwarz-Blau-Weiß-Zeichnungen (zum Beispiel von einem Mann im Schottenrock, der über einen Maulwurfhügel springt, diversen praktischen Karten und erklärenden Schaubildern, Einhörnern, Porträtzeichnungen der erwähnten Gelehrten etc.). Diese wunderbaren Zeichnungen sind Vitali Konstantinov zu verdanken und passen hervorragend zu den ebenso liebevoll und mit ebenso vielen schillernden Details verfassten Texten von Jens Soentgen. Der Autor schreibt voller Charme und Eleganz und unterhält in der Manier eines Universalgelehrten mit so vielen faszinierenden Wissensperlen, dass ich das ganze Buch über ein Lächeln auf den Lippen hatte – wie schön und voller Wunder der Natur die Welt doch ist!

Als Philosoph und Naturwissenschaftler schöpft Soentgen aus beiden Fachgebieten, überfordert den Leser jedoch nicht, sondern liefert einen Wissensschatz, der Jung und Alt jede Menge Spaß macht. Die Altersempfehlung liegt bei ab 14 Jahren, viele längst Erwachsene können aber sicher noch wie ich viel aus diesem Buch lernen.

Soentgen blickt in die Wolken und in die Geschichte, stellt Tau-, Smog- und Wolkenforscher vor, schreibt über typisch schottische Eigenheiten und Gegebenheiten und wie diese eine so einfache wie geniale Erfindung begünstigten: "Die Nebelkammer verdankt sich einer so außergewöhnlichen Kombination von Einflüssen – Wolken, schottische Sparsamkeit, Kernphysik und schottische Geduld –, dass man getrost davon ausgehen kann, sie wäre der Menschheit auf immer unbekannt geblieben, hätte Wilson sie nicht erfunden." (S. 72)

Wilson ist der schottische Physiker Charles Wilson, der mit seiner Erfindung, der Nebelkammer, im Zentrum dieses Buches steht und vom Autor als ein unglaublich liebenswürdiger Mensch voller Bescheidenheit und Ausdauer geschildert wird. So bringt der Autor seinen Lesern Wilson auch als Mensch näher, das ist sehr geschickt bei der Wissensvermittlung und ich hoffe, dass auch viele Lehrer dieses Buch lesen werden und sich inspirieren lassen!

Im hinteren Teil des Buches befindet sich eine Reihe von Anleitungen für Experimente, die mich positiv überraschten, weil sie recht einfach gehalten sind und doch zu verblüffenden Ergebnissen führen können. Und auch hier wieder lässt es sich der Autor nicht nehmen, zwischendurch einen kleinen Blick in die Geschichte (auf Goethe und seine Experimente) zu werfen.

Originell, unterhaltsam und hochwertig gestaltet!

Cover des Buches Die Nebelspur (ISBN: 9783779506249)
Gwhynwhyfars avatar

Rezension zu "Die Nebelspur" von Jens Soentgen

Gwhynwhyfar
Die Nebelkammer, die ein halbes Jahrhundert lang die Kernphysik bestimmte

Jens Soentgen hat Chemie und Philosophie studiert, eine Kombination, die Wissenschaft und den Sinn der Welt kombiniert, den sorgsamen Umgang mit Naturwissenschaft unterstützt und sie mit der Natur verbindet. Da liegt es nicht fern, etwas über den schottischen Nobelpreisträgers Charles Wilson (1869 – 1959) und seine »Wolkenmethode« zu schreiben. Wolken und Nebel, davon gibt es in Schottland genug. Nicht verwunderlich, dass ein Schotte die Nebelkammer erfand. 


»Und deshalb sind Wilsons Beobachtungen nicht nur ein Schlüssel zu den Bausteinen der Materie und damit zu unserem modernen Wissen über die Natur. Sie zeigen auch anschaulich, dass in der Natur alles Prozess ist, dass selbst scheinbar feste Steine in immerwährender Umwandlung sind und auch die auch die umgebende Luft nicht so ruhig ist, wie es scheint, sondern fortwährend von Strahlung durchkreuzt wird. Und diese Strahlung kommt nur zum Teil aus der Erde selbst, zum Teil auch aus den Tiefen des Alls, als Schauer ferner Sternenexplosionen oder Sternenkollisionen.«


Zunächst geht es in diesem Buch um Schottland – damit wir als Leser ein Gefühl für diese Nebellandschaft bekommen. Charles Wilson wollte eigentlich nur Wolken und Nebel verstehen und experimentierte mit Nebel. Er studierte die Wolkenbildung in selbstgeblasenen Kolben: die Kondensation von Wasserdampf an winzigen Staubteilchen. Und er entdeckte, dass auch in reiner Luft ohne Partikel feinste Kondensstreifen entstehen. Mit seiner Nebelkammer gelang es ihm erstmals, die Spuren von Atomen und Elementarteilchen sichtbar zu machen. So kam es, dass erstmalig ein Schotte einen Nobelpreis erhielt. Denn ohne die Nebelkammer hätte die Teilchenphysik des 20. Jahrhunderts nicht stattfinden können. Unsichtbares sichtbar machen. Mit viel Feingefühl und einer Portion Humor erklärt Jens Soentgen, wie Charles Wilson auf die Idee kam, seine Forschungen am Nebel zu unternehmen und wie er zufällig Unsichtbares sichtbar machte. Am Ende geht es dann noch mal ums Wetter, um Blitze – Experimente und na was wohl? Whisky. Beobachten, Rückschlüsse ziehen, experimentieren mit einfachsten Methoden. Zum Forscher gehört nicht unbedingt ein großes Labor. Neugier und Durchhaltevermögen, ein feiner Beobachtungssinn können viel bewirken. Die Illustrationen von Vitali Konstantinov untermalen das Ganze naturwissenschaftlich auf der einen Seite und auf der anderen Seite gibt es eine Menge zu lachen – britischer Humor ist garantiert. Ein Jugendbuch an 14 Jahren, für alle die Jugendlichen, die fasziniert von der Natur und Naturwissenschaften sind.



Jens Soentgen, 1967 in Bensberg geboren, studierte Chemie und Philosophie und lehrte an Universitäten in Deutschland und Brasilien. Seit 2002 ist er Leiter des Wissenschaftszentrums Umwelt der Universität Augsburg. Im Peter Hammer Verlag erschienen u.a. »Selbstdenken« und „Von den Sternen bis zum Tau« (mit Illustr. von Vitali Konstantinov), das für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde.

Vitali Konstantinov, 1963 in Bessarabien geboren, studierte bildende Kunst und Architektur in Russland, Grafik, Malerei und Byzantinische Kunstgeschichte in Deutschland. Er unterrichtet Buchillustration u.a. an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg. Seine Bücher erhielten viele Preise, zuletzt wurde „Seltsame Seiten“ (Text: Daniil Charms, Bloomsbury) von der Stiftung Buchkunst zum „Schönsten deutschen Buch“ gewählt. „Von den Sternen bis zum Tau« (Text: Jens Soentgen) mit über 80 Illustrationen von Vitali Konstantinov wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2011 nominiert.


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