Jens U Gross Radreiseführer BVA Die schönsten Radtouren rund um Dresden mit detaillierten Karten

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Inhaltsangabe zu „Radreiseführer BVA Die schönsten Radtouren rund um Dresden mit detaillierten Karten“ von Jens U Gross

10 Tagestouren mit einer Länge von 28-59 Kilometern durch das Umland von Dresden. 140 Seiten, detaillierte Kartenausschnitte, zahlreiche Abbildungen, durchgehend farbig, Spiralbindung.
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  • Gute Ideen, nachlässige Darstellung, verschwiegene Schwierigkeiten

    Radreiseführer BVA Die schönsten Radtouren rund um Dresden mit detaillierten Karten
    R_Manthey

    R_Manthey

    15. May 2016 um 11:47

    Diesen Führer habe ich mir vor vierzehn Jahren schon einmal gekauft und dann verschenkt. Mit der Ausgabe von 2010 stieg der Preis um einen Euro, und die neue Ausgabe bekam das Format eines praktischen Ringbuches. Nun könnte man auf die Idee kommen, dass sich auch der Text der neuen Zeit etwas angepasst hat. Stattdessen kann man beobachten, wie schlampig hier mit der Neuauflage umgegangen wurde. Da steht doch auf Seite 24 glatt folgende Aussage: "Vom Schlossplatz (in Dresden, R.M.) führt Sie die Augustusstraße zur Ruine der Frauenkirche." Ein paar Sätze später erfährt der verblüffte Leser dann, dass 2005 der Wiederaufbau mit einem Weihegottesdienst abgeschlossen wurde. Leider gibt es noch ein paar weitere Stellen von dieser zweifelhaften Qualität.Das sei nur am Rande erwähnt, denn meine eigentlichen Kritikpunkte an diesem Führer sind für die Nutzer schwerwiegender. Beschrieben werden folgende zehn Touren:1. Von den Elbuferwegen zwischen Dresden und der Sächsischen Schweiz (55 km)2. Burg Stolpen und das wildromantische Wesenitztal (41 km)3. Bastei - Die Perle der Sächsischen Schweiz (37,5 km)4. Über die Elbdörfer zur Dresdner Heide (36 km)5. Zu den Schlössern und Parks von Oberlichtenau und Rammenau (47,5 km)6. Durchs Rödertal und über Moritzburg nach Radebeul im Elbtal (48 km)7. Am Ufer der Elbe von Dresden nach Meißen (28 km)8. Am Ufer der Elbe von Meißen nach Riesa und zurück (59 km)9. Barockgarten Großsedlitz, Dippoldiswalder Heide und Rabenauer Grund (44 km)10. Vom Kahleberg durch das romantische Tal der Wilden Weißeritz (51 km).Ob dies nun die schönsten Touren sind, sei einmal dahingestellt. Schön sind sie auf jeden Fall. Sie führen stets von einer S-Bahn oder DB-Station zu einer anderen. Das erscheint mir sehr praktisch, denn die Alternative wäre von Dresden aus sonst immer der Auto-Transport der Räder zu einem Ausgangspunkt, zu dem man wieder zurückkehren muss. Insbesondere bei der letzten Tour wäre das mit einigen Anstrengungen verbunden, denn Altenberg (Kahleberg) liegt bekanntlich auf dem Erzgebirgskamm.Meine Kritikpunkte sind:1. Das Kartenmaterial ist dürftig und dient lediglich der Übersicht. Man brauch also auf jeden Fall zusätzliche Karten oder ein Navigationssystem.2. Nur auf den ersten Blick erweisen sich die bis auf 100 Meter genauen Fahrhinweise als sehr detailliert. Bei manchen Abzweigungen wird man ernste Schwierigkeiten haben, sie zu finden, weil sie zu versteckt sind.3. Manche Strecken kann man nicht mit dem Rad befahren, weil der Untergrund oder die Lage des Weges es nicht zulassen. Hinweise darauf gibt es zwar, aber man wird sie erst ernst nehmen, wenn man sich der Lage im Angesicht der Tatsachen bewusst wird.4. Es geht bei mehreren Touren aus dem engen Elbtal auf die Hochebene. Da steht dann im Führer etwas von 200 Metern Höhenunterschied. Das stimmt zwar, was aber fehlt, ist die Angabe auf welcher Strecke man das überwinden muss. In der Regel sind diese Strecken recht kurz und die Anstiege für den normalen Radfahrer nicht mehr zu schaffen. Der Extremfall befindet sich auf Tour 3. Da geht es von Wehlen einen Wanderweg hoch zur Bastei. Auf diesem Weg kommt man schon zu Fuß ins Schwitzen. Diese Tour enthält jedoch auch noch eine Etappe vom Polenztal nach Hohnstein, die für untrainierte Menschen kaum zu schaffen ist. Ein ähnlicher Anstiegt lauert auf Tour 4, wenn man das Elbtal von Pillnitz aus bis Borsberg verlassen will. Vor diesem extremen Anstieg wird zwar im Text gewarnt. Die Realität sieht jedoch noch unangenehmer aus. Man wird kilometerlang schieben müssen. Gemütlich kann man diese Touren also keineswegs nennen.Dieser Führer ist also auf einigen Strecken nur etwas für sehr sportliche Menschen. Oder für Besitzer eines guten eBikes. Positiv erwähnt sei noch, dass die Schilderungen der kulturellen Hintergründe vieler Sehenswürdigkeiten gelungen sind, wenn sie sich als aktuell erweisen.

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