Jens Wawrczeck

 4 Sterne bei 737 Bewertungen

Lebenslauf

Jens Wawrczeck, 1963 in Dänemark geboren, erhielt seine Schauspielausbildung in Hamburg, Wien und New York. Seitdem ist er regelmäßig auf der Bühne zu sehen und hat seit seinen Anfängen beim NDR-Kinderfunk in unzähligen Hörspielen mitgewirkt. Seit 1979 ist er Teil des Kult-Trios »Die drei ???«. In seiner eigenen Hörbuchedition AUDOBA widmet er sich außergewöhnlicher und in Vergessenheit geratener Literatur, u. a. den Romanen, die der große Sir Alfred Hitchcock verfilmt hat. Jens Wawrczeck wurde sowohl als Schauspieler als auch als Hörbuchinterpret mehrfach ausgezeichnet. 2016 erhielt er den Sonderpreis des Deutschen Hörbuchpreises. Sein gesangliches Können stellt er auf seinem Soloalbum »Celluloid« unter Beweis.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Scandor (ISBN: 9783844552386)

Scandor

Erscheint am 11.09.2024 als Hörbuch bei Der Hörverlag.
Cover des Buches Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch - Das Hörspiel (ISBN: 9783745604115)

Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch - Das Hörspiel

Erscheint am 26.09.2024 als Hörbuch bei Silberfisch.

Alle Bücher von Jens Wawrczeck

Cover des Buches How to Hitchcock (ISBN: 9783423352178)

How to Hitchcock

 (3)
Erschienen am 16.11.2023
Cover des Buches How to Hitchcock (ISBN: 9783948210366)

How to Hitchcock

 (2)
Erschienen am 15.11.2023

Neue Rezensionen zu Jens Wawrczeck

Cover des Buches Sieben Tage Mo (ISBN: 9783745604610)
meisterlampes avatar

Rezension zu "Sieben Tage Mo" von Oliver Scherz

Sieben Tag Mo
meisterlampevor 7 Tagen

Inhalt siehe Klappentext.
Ich habe "Sieben Tage Mo" von Oliver Scherz als Hörbuch gehört, parallel dazu ein paar Abschnitte im eBook gelesen. In 2:47 Stunden (ich habe in 1,25-facher Geschwindigkeit gehört) bringt Sprecher Jens Wawrczeck dem Hörer näher, wie es für den 12-jährigen Karl ist, mit seinem geistig behinderten Zwillingsbruder Mo(ritz) zu leben, für ihn da zu sein und - in meinen Augen viel zu viel - Verantwortung zu übernehmen. Der Vater arbeitet außerhalb, die Mutter arbeitet in der Klinik und ist immer im Einsatz, es gilt ein Haus abzubezahlen, Verpflichtungen zu haben - andererseits hat sie zwei Kinder, um die sie sich kümmern muss, nicht einen Sohn, der sich um den anderen kümmert. Wie Kinder diesen Zustand auffassen, kann ich nicht beurteilen, als Mutter weiß ich, man kann sich nicht zerteilen, selbst wenn man es möchte, aber in dieser Situation finde ich, es bleibt aufgrund der Abwesenheit des Vaters zu viel an der Mutter hängen, diese gibt einen Großteil an Karl ab und das ist nicht in Ordnung. Ich kann ihn verstehen, wenn er auch mal für sich oder mit der Freundin sein möchte, nicht immer nur "Mo an der Backe haben will". Seine Eltern sollten besser kommunizieren, dann braucht man eben eine andere Betreuungsmöglichkeit für Mo, schließlich sollen beide Jungs ihre Freiheit haben und tun dürfen, was sie wollen. Mo macht, was er will, er kennt es nicht anders. Karl tut das, was Mo macht - was bleibt ihm anderes übrig? Man hört an einigen Stellen, dass Mo eine Einschränkung hat (aber den Vater scheint er richtig einzuschätzen), verursacht durch den Sauerstoffmangel bei der Geburt; die Erklärung, wie es dazu kam, finde ich für Kinder ausreichend. Mo scheint absolut lebenslustig zu sein, Karl dagegen braucht auch mal ein Tief, dann wieder ein Hoch, um er selbst zu sein. Für mich ist in "Sieben Tage Mo", denn es sich ja nicht nur sieben Tage, sondern sieben Tage pro Woche, nicht Mo der "Eingeschränkte", sondern Karl und das kreide ich einfach den Eltern an. Gut gefallen hat mir, dass Nida, Karls neue Freundin, Mo so nimmt, wie er ist; Karls Freunde dagegen, außer "Hannanas" sind eher abweisend, weil Mo etwas lauter, wilder, eben anders reagiert, als sie es gewohnt sind. Eine Geschichte über zwei ungleiche Brüder, aber dennoch aus dem Leben gegriffen, der man gerne zuhört, die nachdenklich macht und 4,5-5 Sterne von mir bekommt.


Cover des Buches Erebos (ISBN: 9783867178532)
Mienieuss avatar

Rezension zu "Erebos" von Ursula Poznanski

Ein spannendes Hörbuch
Mienieusvor 3 Monaten

Ich habe schon sehr lange vorgehabt, mich der Geschichte von Erebos zu widmen. Da ich zur Zeit nicht so viel zum Lesen komme, habe ich mich für die gekürzte Lesung entschieden.

Die meisten werden von Erebos schon gehört haben. Für den Rest, hier eine kurze Zusammenfassung:
Der Protagonist ist Nick, der an die West London School of English geht. An der Schule werden eines Tages geheimnisvolle Päckchen herumgegeben, doch nur die, die sie erhalten, kennen deren Inhalt. Seit dem Auftauchen der Päckchen zeigen etliche Schüler verändertes Verhalten, sind müde und unkonzentriert.


Schließlich erreicht ein Päckchen auch Nick; er wird aufgefordert, wie alle anderen Besitzer Stillschweigen über dessen Inhalt zu wahren. Zu Hause stellt Nick fest, dass es sich um eine DVD handelt, auf der sich ein Computerspiel namens Erebos befindet. Das Spiel fesselt Nick sofort.

Im Spielverlauf begegnet ihm der sogenannte „Bote“, ein Mann mit gelben Augen. Dieser repräsentiert gewissermaßen das Spiel und erteilt Aufgaben, die die Spieler in der Realität erfüllen müssen, um im Spiel weiterzukommen. Nick ist erstaunt darüber, dass der Bote und alle anderen NPCs wie Menschen reden und komplexe Sätze verstehen und formulieren können. Noch mehr verunsichert wird er dadurch, dass der Bote persönliche Dinge über ihn weiß und ihm nach einiger Zeit einen Auftrag gibt, den er in der realen Welt erfüllen muss, um weiterzukommen. Bis zur Erfüllung der Aufgabe wird Nick aus dem Spiel ausgeschlossen. Nick erfüllt verschiedene der Aufträge, bis er schließlich aufgefordert wird, seinem Englischlehrer Mr. Watson eine lebensgefährliche Dosis eines Medikaments in den Tee zu geben.

So viel erst mal zum Inhalt, weiter möchte ich nicht spoilern.

Erebos ist gerade für Spielbegeisterte ein sehr fesselnder Roman. Das Spiel erinnert an Fantasy-Spiele wie Skyrim und die Vorstellung, die Aufträge der Charaktere übertragen sich auch auf das reale Leben, ist sehr spannend, aber auch sehr unheimlich. Das Hörbuch hat mich sehr in seinen Bann gezogen und ich wollte gar nicht mehr aufhören, sondern unbedingt wissen, wer hinter dem Spiel steckt und was das alles zu bedeuten hat. 


Nun aber auch etwas negatives: Im Hörbuch gehen einige Passagen doch etwas zu schnell voran, teilweise wurden Handlungsschritte des Protagonisten nicht eingeleitet oder seine Entscheidung dazu erläutert. So ging die Handlung oft zu flott voran und ich verlor das ein oder andere mal etwas den Faden. Auch die Liebesstory wird sehr nebenbei eingefädelt und ist irgendwie plötzlich da. Das liegt aber vermutlich an der gekürzten Fassung, weshalb ich da keinen all zu großen Strick daraus drehen kann. Alles in allem eine sehr spannende Geschichte, ich werde den zweiten Teil direkt anhängen.

Cover des Buches Sieben Tage Mo (ISBN: 9783745604610)
a_different_look_at_the_books avatar

Rezension zu "Sieben Tage Mo" von Oliver Scherz

✎ Oliver Scherz - Sieben Tage Mo
a_different_look_at_the_bookvor 3 Monaten

Auf dieses Kinderbuch bin ich durch Zufall aufmerksam geworden. Ich war gespannt, wie der Autor diese besondere Situation in ein Buch für 11-Jährige packt.

Im Endeffekt bleibe ich zwiegespalten zurück.

Oliver Scherz versucht, aufzuzeigen, mit welchen Problemen Familien(angehörige) von Menschen mit besonderen Bedürfnissen zu kämpfen haben. Im Fokus steht hier der 12-Jährige Karl, aus dessen Sicht wir die Geschichte hautnah miterleben.

Es gibt schöne Momente und Momente, in denen Karl sich seinen Bruder wegwünscht - völlig normal.
Dies wird behutsam und authentisch angegangen und Lesende bekommen einen tiefen Einblick in sein Seelenleben.

Ebenso wird dargestellt, wie das Umfeld auf Mo (und seinen Bruder) reagiert. Gegebenheiten, von denen Betroffene sicherlich ein Lied singen können.

Und doch gibt es Passagen, die mich arg stören.

Ja, es ist wichtig, auf Menschen wie Karl und Mo aufmerksam zu machen. Beide Parteien haben mit ihren Problemen zu kämpfen. Beide MÜSSEN gesehen werden!
Aber ich kann einfach nicht damit mitgehen, dass ein 12-Jähriger so viel Verantwortung für seinen behinderten Bruder übernehmen muss!
Das ist in meinen Augen eine Verletzung der Aufsichtspflicht der Eltern! Da zählt auch nicht, dass beide arbeiten müssen, um ein Haus abzubezahlen. Dann muss ich das eben anders regeln können. Zumal Mo auf eine Förderschule geht und ich nicht verstehe, warum er dies nicht ganztags tut.
Sicher, es gibt Ausnahmen. Tage, an denen die Betreuung plötzlich wegfällt. Aber für Karl war es ALLTAG! Vor allem in einem Alter, in dem er vom Kind zum Jugendlichen wird und mit sich selbst genug zu tun hat.

Dass Karl eigene Bedürfnisse hat und diese von seinen Eltern nicht gesehen werden, war wieder ein Punkt, der super umgesetzt wurde. 

Ich hätte mir eine andere, realistischere Familiensituation gewünscht. Karl wurde zu viel aufgetragen und völlig überfordert. Dass er nicht schon längst zusammengebrochen ist, grenzt an ein Wunder. Und dass sich noch niemand beim Jugendamt beschwert hat, noch viel mehr. Mo ist ein Kind mit besonderen Bedürfnissen und diese müssen entsprechend begleitet werden - von Erwachsenen! Egal, ob es die Eltern oder andere Erwachsene sind. Auf keinen Fall ein 12-Jähriger Zwillingsbruder.

Wenn der Autor sich mit wirklich betroffenen Familien ausgetauscht und dies zu einer Geschichte gemacht hätte, hätte dies ein Glanzprojekt werden können. So ist es in meinen Augen nur ein „gewollt und nicht gekonnt“.

©2024 a_different_look_at_the_book

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