Jerôme Colin

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Lebenslauf von Jerôme Colin

Auf der Suche nach dem perfekten Vater: Der Radio- und Fernsehjournalist Jérôme Colin hat seine wahre Bestimmung im Schreiben gefunden. Am liebsten arbeitet er morgens in seiner Küche in Brüssel, fernab von Radio, Fernsehen und der ganzen Welt da draußen. Dann, wenn seine drei Kinder in der Schule sind und Stille eingekehrt ist. In Belgien ist Jérôme Colin sehr bekannt und beliebt als Moderator der Sendung Hep Taxi, die er 2003 übernommen hat. Das Format lässt Jérôme als Taxifahrer durch das kulturelle Belgien fahren und Prominente interviewen. Das Taxi hat ihn auch zu seinem ersten Roman animiert, der seit Mai 2018 auf Deutsch als „Ich warte auf dich am Ende der Straße“ vorliegt. Ein glücklicher Vater von drei Kindern begegnet in dieser Geschichte einer Frau, mit der sich alles ändern könnte. Die Verantwortung eines Vaters gegenüber seinen Kindern steht ebenfalls im Mittelpunkt seines zweiten Romans „Le Champ de bataille“, der 2018 erschienen ist. Dürfen Eltern ihre persönlichen Ziele ohne Rücksicht auf die Interessen ihrer Kinder verfolgen? Das ist Jérôme Colins zentrale Fragestellung, die stark autobiographisch geprägt ist.

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Ich warte auf Dich am Ende der Straße

Ich warte auf Dich am Ende der Straße

 (1)
Erschienen am 05.06.2018

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Rezension zu "Ich warte auf Dich am Ende der Straße" von Jerôme Colin

Endlosgejammer eines 38-jährigen Familienvaters in der Midlife-Crisis
seschatvor 7 Monaten

Der Klappentext und das interessante Cover von Jerôme Colins kleiner Erzählung haben mich auf Anhieb neugierig gemacht. Eine Lektüre ließ sich also nicht vermeiden. 


Worum geht's?
Die Ehe eines dreifachen Familienvaters, der als Taxifahrer in Brüssel arbeitet, ist eingeschlafen. Man funktioniert nur noch für die gemeinsamen Kinder. Infolge stürzt sich der frustrierte 38-Jährige in eine Affäre mit der viel jüngeren Marie, die ihm an seinem bisherigen Lebensentwurf (ver-)zweifeln lässt...

Meinung
Die Umsetzung dieser typischen Midlife-Crisis-Geschichte hat mich allerdings von Anfang an nicht mitreißen können. Dies lag zum einen an dem drögen und sich häufig selbst beweinenden wie hypochondrischen Hauptcharakter, der bis zum Schluss stets nur sich selbst und sein ach so verkorkstes Leben im Blick hatte. Diese monotone Endlosspirale aus männlichem Gezeter empfand ich weder originell noch realistisch, sondern nur ausnahmslos langweilig. Zum anderen nervte mich der oft recht ordinäre Sprachstil des Autors, der mir jegliche Freude an der Lektüre vergällte. Daher konnte ich mich weder inhaltlich noch sprachlich für Jerôme Colins Geschichte erwärmen. Bei aller persönlicher Dramatik wurde mir der 38-jährige Hauptprotagonist, dessen Name innerhalb des Plots nicht ein einziges Mal erwähnt wird, zu eindimensional angelegt. Positive Wendungen bzw. eine zufriedenstellende Lösung seiner Lebenskrise suchte man vergebens. Zuversicht blitzte nur sporadisch am offenen Ende der Story auf, sonst dominierte Melancholie und Hypochondrie. Auch die kleine, kaum erwähnenswerte Affäre kurbelte den Spannungsbogen nicht an.

Fazit
Eine alles in allem enttäuschende Lektüre, von der ich mir plottechnisch wie sprachlich mehr versprochen hatte.





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Jerôme Colin wurde am 09. November 1974 in Flawinne (Belgien) geboren.

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