Jeremiah Pearson

 3.8 Sterne bei 43 Bewertungen
Autor von Die Täuferin, Die Ketzer und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Jeremiah Pearson

Die Täuferin

Die Täuferin

 (31)
Erschienen am 12.08.2016
Die Ketzer

Die Ketzer

 (4)
Erschienen am 09.09.2016
Die Ketzer

Die Ketzer

 (3)
Erschienen am 21.07.2017
Der Bauernkrieger

Der Bauernkrieger

 (2)
Erschienen am 27.04.2018
Die Ketzer

Die Ketzer

 (2)
Erschienen am 09.09.2016
Die Täuferin

Die Täuferin

 (1)
Erschienen am 12.02.2015
Der Bauernkrieger

Der Bauernkrieger

 (0)
Erschienen am 26.05.2017

Neue Rezensionen zu Jeremiah Pearson

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OliverBaiers avatar

Rezension zu "Die Ketzer" von Jeremiah Pearson

Teil 2 des Bundes der Freiheit
OliverBaiervor 6 Monaten

Deutschland, am Beginn der Reformation. Mit letzter Kraft haben Kristina und Witter ihre Häscher abgeschüttelt. Zuflucht finden die beiden Täufer in Giebelstadt, dem Heimatdorf von Lud, der ihnen schon einmal das Leben rettete. Auch hier schlägt ihnen, den "Ketzern", Hass entgegen. Gefahr droht jedoch nicht nur von innerhalb des Dorfes: In Würzburg schmiedet Fürst Konrad Pläne, sich Giebelstadt und seine Ländereien unter den Nagel zu reißen, solange es herrenlos ist. Damit das nicht passiert, begeben Lud und Witter sich auf die gefährliche Reise nach England, um den Erben von Giebelstadt nach Hause zu holen: Florian Geyer, den Mann, der Jahre später zum Helden einer ganzen Region werden wird ...


Die Erzählerin Ranja Bonalana trägt absolut zum Hörgenuss bei, die Thematik wiederholt sich etwas von Band 1 der Trilogie und die Charaktere erscheinen mir nicht sehr tief und vielschichtig, es wirkt schon etwas klischeehaft, bringt als Hauptmessage rüber, wie stark Glaube, Lesen und Bildung zusammenhängen und wie wichtig es der Kirche wohl gewesen sein mag, das gemeine Volk unwissend zu lassen. Kann man hören bzw. lesen, muss man aber auch nicht.

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OliverBaiers avatar

Rezension zu "Die Täuferin" von Jeremiah Pearson

Teil 1 der Trilogie
OliverBaiervor 6 Monaten

Jeremiah Pearson hat mit " die Täuferin" den ersten Teil seiner Trilogie Der Bund der Freiheit herausgebracht. Gelesen wird das Hörbuch von Lübbe Audio von der phantastischen Erzählstimme von Ranja Bonalana. Das Hörbuch hat eine Länge von 18:06 Stunden.


Zum Inhalt:

AUFTAKT EINER FULMINANTEN HISTORISCHEN SAGA IN DER TRADITION VON KEN FOLLETT UND NOAH GORDON
Böhmen, am Beginn der Reformation. Kristina ist noch ein Kind, als ihre Eltern auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden. Sie seien Ketzer, so das Urteil, Feinde der katholischen Kirche. Weil sie daran glaubten, dass jeder Mensch das Recht hat, Lesen zu lernen. Jahre später will Kristina ihr Werk fortführen. Mit einer kleinen Gruppe Gleichgesinnter macht sie sich auf die gefährliche Reise nach Deutschland, um Verbündete in Mainz und Würzburg zu unterstützen. Doch unterwegs lauern nicht nur Ketzerjäger, sondern auch der Krieg. Bald liegt Kristinas Schicksal in der Hand eines einzigen Mannes: des hitzköpfigen Bauernkriegers Lud.


 Ich werde auch die anderen Teile der Trilogie hören, weil mich der Plot interessiert und ich immer wieder erstaunt bin, wie selbstverständlich uns nun der Zugang zu Bildung und Büchern ist. Auch welche fulminanten Auswirkungen die Pocken auf die Bevölkerung hatten und der historische Background waren interessant. Wer sich auf die 18 h einlassen kann und auch hin und wieder Längen erträgt ist hier gut bedient.

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Akanthas avatar

Rezension zu "Die Täuferin" von Jeremiah Pearson

Langweilige Story, flache Charaktere
Akanthavor einem Jahr

 „Die Täuferin“ ist Band 1 der Freiheitsbund-Saga von Jeremiah Pearson über eine Gruppe der Böhmischen Brüder zu Beginn der Reformation. Zu ihren Grundsätzen gehören die Ablehnung der Kindstaufe und die Glaubensfreiheit generell. Im Buch heißt es außerdem, dass sie vor allem den Menschen niederer Stände das Lesen beibringen, damit jeder selbst in der Bibel lesen kann. Für die katholische Kirche handelt es sich um Ketzerei, welche Verfolgung, Folter und den Tod durch den Scheiterhaufen nach sich zieht. Zu der Gruppe der Böhmischen Brüder gehört unter anderem Kristina, die eine der zwei Protagonisten des Buches ist.
Der andere ist Lud, ein Höriger, der, obwohl er Analphabet ist, einen wachen Verstand besitzt. Er ist seelisch und körperlich von den Pocken gezeichnet, verlor durch sie seine ganze Familie. Der einzige Mensch, der noch eine Bedeutung für ihn hat ist sein Ritter Dietrich Geyer, dem er mit einigen anderen Hörigen zu Beginn des Romans in den Krieg gegen das Osmanische Reich im Donautal folgt. Währenddessen verlässt Kristina mit einigen Glaubensbrüdern und –schwestern ihren Zufluchtsort in dieselbe Richtung, um der Bevölkerung ihre Glaubensgrundsätze näher zu bringen und sie im Lesen zu unterrichten. So kreuzen sich die Wege der beiden.

Zu Anfang möchte ich unbedingt folgende Passage hervorheben, die ich seitdem jedem Buchliebhaber unter die Nase halte:

„Sind Bücher teuer?“
„Ein gutes Buch kostet so viel wie ein guter Dolch.“
Lud blickte seinen Ritter überrascht an. „Nur dass ein Dolch ein Leben wert sein kann.“
„Oh, ein Buch kann viel mehr wert sein als ein Leben. Es kann ein Königreich wert sein. Oder eine neue Welt.“

Das war es dann leider auch schon mit den positiven Aspekten.

Zu Beginn wird der Leser direkt vom Personenverzeichnis erschlagen. Es ist absolut unnötig zum einen so viele Charaktere aufzuzählen, die für die Story insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind und zum anderen dann noch für beinahe jeden das Alter und die Familienverhältnisse zu erläutern. Hier hätte sich der Autor gerne auf die wesentlichen Charaktere und ihre relevanten Merkmale beschränken können. Die Charaktere, die eine größere Rolle spielen, entfalten zudem keine wirklich einzigartige Persönlichkeit, sondern bleiben eher flach.

Selten habe ich mich bei einer Rezension bereits mit der Inhaltsangabe so schwer getan, denn es passiert sehr wenig in diesem Buch. Seitenweise werden hingegen die Vergangenheit, sowie die Gedanken der einzelnen Personen beleuchtet. Das geschieht aus kapitelweise wechselnden Perspektiven und nicht nur bei den beiden Protagonisten. Dieses Mittel ist sehr gut geeignet, Einblick in verschiedene Bevölkerungsschichten und deren Motive zu erlangen und daher durchaus gelungen. Es passiert allerdings mehr als einmal, dass ein Kapitel ausnahmsweise spannend endet, das neue Kapitel aber mit weitschweifigen Erinnerungen beginnt. Der zarte Spannungsbogen, der gerade im Entstehen begriffen war, stürzt dabei ins Bodenlose. Vielleicht hat der Autor gehofft, dass der Leser dann umso begieriger weiterlesen würde, um zur Auflösung zu gelangen – zumindest bei mir hat das allerdings gar nicht funktioniert. Als ich endlich erfuhr, wie es weiterging, habe ich mich nicht mehr wirklich gut in die Situation hineinversetzen können. Somit waren die wenigen spannenden Stellen vergeudet. Auf den letzten paar Seiten nimmt die Handlung noch einmal Fahrt auf, vor allem vermutlich um den Grundstein für den 2. Band zu legen. Allerdings reicht das nicht aus, um das Buch insgesamt positiv zu bewerten.

Eine kleine sachliche Anmerkung noch: entgegen des Buchtitels war „Täufer“ zur damaligen Zeit nicht die korrekte Bezeichnung, sondern „Wiedertäufer“. In einer anderen Rezension habe ich aber auch gelesen, dass die Gruppe um Kristina gar keine Täufer/Wiedertäufer sind. Bei dieser Beurteilung muss ich leider mangels Wissen passen.

Zusammenfassend fehlt es einfach an allem, was ich an einem historischen Roman schätze: historische Korrektheit, tolle Persönlichkeiten, eine mitreißende Story. Der Vergleich mit Ken Follett und Noah Gordon ist schlicht eine Frechheit! Eine persönliche Meinung soll natürlich jeder haben, aber wer darf so eine Aussage an so prominenter Stelle schreiben? Zu neu-deutsch würde ich das wohl „Clickbait“ nennen. Wäre das nicht gewesen, würde ich wohl noch 2 Sterne vergeben, jetzt ist es aber nur 1 von 5 Sternen. Ich werde Teil 2 auf keinen Fall kaufen.

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