Jeremy Bates

 3,5 Sterne bei 109 Bewertungen
Autor*in von SUICIDE FOREST, DIE KATAKOMBEN und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Jeremy Bates

Cover des Buches SUICIDE FOREST (ISBN: 9783958351813)

SUICIDE FOREST

(59)
Erschienen am 11.10.2022
Cover des Buches DIE KATAKOMBEN (ISBN: 9783958353855)

DIE KATAKOMBEN

(20)
Erschienen am 31.03.2019
Cover des Buches HELLTOWN (ISBN: 9783958356665)

HELLTOWN

(10)
Erschienen am 19.08.2022
Cover des Buches INSEL DER PUPPEN (ISBN: 9783958357617)

INSEL DER PUPPEN

(6)
Erschienen am 21.07.2023
Cover des Buches IM DSCHUNGEL (ISBN: 9783958358362)

IM DSCHUNGEL

(2)
Erschienen am 19.01.2024

Neue Rezensionen zu Jeremy Bates

Cover des Buches HELLTOWN (ISBN: 9783958356665)
Pascal_Maesss avatar

Rezension zu "HELLTOWN" von Jeremy Bates

Pascal_Maess
Überzeichnet, brutal – und am Ende erstaunlich konsequent

Ich bin ehrlich: Die ersten Seiten haben mich eher irritiert als begeistert. Ich hatte psychologischen Horror erwartet – subtile Unruhe, Ambivalenz, vielleicht sogar literarische Tiefe. Stattdessen bekam ich zunächst einen sehr direkt erzählten, klar auf 80er-Jahre-Slasher getrimmten Horror mit okkultem Hintergrund.

Und ja, die Sprache ist einfach. Die Figuren wirken zunächst funktional. Vieles scheint auf Eskalation ausgelegt.

Aber.

Wenn man aufhört, das Buch gegen subtilen Psychoterror oder psychologische Ambivalenz zu messen – und es stattdessen als das liest, was es sein will – dann funktioniert es erstaunlich gut.

Jeremy Bates schreibt filmisch. Er passt Tempo und Stil konsequent der Situation an: Verfolgungen und Kämpfe sind kurz, knapp, dynamisch. Die Kapitel sind präzise gesetzt, Perspektivwechsel sorgen für Rhythmus. Figuren werden nicht tiefenpsychologisch ausgeleuchtet, aber mit wenigen Sätzen so umrissen, dass sie funktionieren. Besonders gelungen sind die kurzen Rückblicke in die Leben der Charaktere – sie geben punktuell emotionale Verankerung, ohne das Tempo zu bremsen.

Was mich am Ende überzeugt hat: Die Geschichte ist überzogen, ja – aber rund. Es wirkt nicht chaotisch oder beliebig, sondern bewusst eskalierend. Fast wie ein überdrehter, schwarzhumoriger Coen-Brüder-Film im Horrorgewand. Man liebt keine Figur innig, aber man hasst auch keine wirklich. Jede Rolle passt in das Gesamtgefüge.

Und genau diese Konsequenz – von der ersten bis zur letzten Seite – macht das Buch stärker, als ich es anfangs erwartet hätte. Die Gesamtheit erkennt man tatsächlich erst am Ende.

Kein literarischer Horror.
Kein psychologisches Meisterwerk.
Aber sauber konstruierter, atmosphärisch dichter Genre-Horror, der weiß, was er sein will.

4 von 5 Sternen.
Und ja – ich werde definitiv noch ein weiteres Buch des Autors lesen.

Cover des Buches DIE KATAKOMBEN (ISBN: 9783958353855)
lucatrkiss avatar

Rezension zu "DIE KATAKOMBEN" von Jeremy Bates

lucatrkis
Rezension zu „Die Katakomben“

Ich habe selbst schon die in Vergessenheit geratenen unterirdischen Gewölbe einer deutschen Stadt besucht (wenn auch mit Führer), weshalb ich mich auf „Die Katakomben“ enorm freute. Paris' Unterwelt war eindrücklich beschrieben und wie erwartet als Setting unglaublich interessant. Nach dem Buch habe ich mir ein paar Videos zu dem Tunnelsystem angesehen und festgestellt, dass die Realität doch ein wenig eintöniger (sowie extrem graffitiverseucht) ist, obschon der Einstieg exakt wie im Buch beschrieben zu sein scheint.

Die Story fesselte mich schnell, unter anderem aufgrund der sympathischen Charaktere. Ich mochte insbesondere Will und Danièle, wohingegen ich Pascal kaum ausstehen konnte – so war es wohl auch vom Autor beabsichtigt.

Das erste Drittel, in dem sich die Truppe durch den unter Kataphilen bekannten Teil der Katakomben bewegte und dabei auf einige – bisweilen ziemlich irre – Gestalten traf, war sehr stark. Manche der Dialoge erinnerten mich an Richard Laymons Stil, ebenso die draufgängerische, locker-anzügliche, unterschwellig bedrohliche Atmosphäre.

Nach der Stelle, an welcher Pascal die Videokamera der verschwundenen Frau entdeckt hatte, sank die Spannung für mich deutlich. (SPOILER) Unzivilisierte „Zombie-Menschen“ nahmen die Erkunder in Gefangenschaft, was sich mit konstantem Perspektivwechsel in die Länge zog. Erst die Flucht aus dem Lager gegen Ende gefiel mir wieder besser, wenngleich mir der Ausweg aus dem Gängelabyrinth zu billig war: Ungeachtet der Aussage Zolans (des Anführers der Wilden), es gäbe nur drei Fluchtwege aus seinem Reich, welche allesamt enorm schwer zu finden seien, mussten Will, Danièle und das sich auf ihre Seite geschlagen habende Höhlenmädchen Katja einfach nur eine verrostete Leiter hochsteigen und fanden sich anschließend im Keller eines noch aktiven Militärkrankenhauses wieder, wo man aus unerfindlichen Gründen nichts von dem unverschlossenen Loch im Boden wusste. (SPOILER ENDE) Abgesehen davon war das Finale in Ordnung und der ein halbes Jahr nach den Ereignissen spielende Epilog bot einen runden Abschluss.

Fazit: „Die Katakomben“ ist allein wegen des Settings lesenswert. Nach einem starken, atmosphärischen Auftakt hatte der Mittelteil seine Schwächen, der Schluss war dagegen wieder spannender. Vier Sterne.

Cover des Buches DIE KATAKOMBEN (ISBN: 9783958353855)
Julien89s avatar

Rezension zu "DIE KATAKOMBEN" von Jeremy Bates

Julien89
Ⓡⓔⓩⓔⓝⓢⓘⓞⓝ

"Die beängstigendsten Orte der Welt" ist schon ein geiler Titel für eine Buchreihe. Mit "Die Katakomben", Band 2 der Reihe, bringt uns der Autor Jeremy Bates in den Pariser Untergrund. Würdet ihr die Katakomben besuchen wollen?🤔

Erstmal schnell zur Story:
Will, Danièl, Rob und Pascal suchen in den Katakomben nach einer verschwundenen Frau. Dort treffen sie aber auf eigenartige Wesen.

Das Setting allein – dunkle Katakomben, Knochenteile von ca. 6 Millionen Menschen und ein Irrgarten – sorgt schon für eine gewisse Grunddüsternis und Spannung. Sollte man meinen, allerdings könnte es alles noch düsterer und spannender erzählt werden, denn leider fängt die richtige Spannung erst nach ca. zwei Dritteln des Buches richtig an.

Es wird einfach etwas zu viel zwischendurch aus der Vergangenheit der Protagonisten erzählt, was die Spannung etwas rausnimmt. 🤔

Die Schreibweise hingegen ist wirklich klasse, und es liest sich schnell weg. Die Kapitel sind großteils kurz gehalten, was sehr dazu beiträgt. Auch die Protagonisten sind an sich wirklich klasse und authentisch.😊

Es ist wirklich schade, dass die Spannung am Anfang etwas gering ist oder besser gesagt immer wieder unterdrückt wird. Ansonsten ist es ein gutes Buch, und ich würde ihm eine Leseempfehlung wegen des Settings geben.😊

Gespräche aus der Community

Wir eröffnen eine spannende Leserunde zu Suicide Forest von Jeremy Bates. 

Bewerbung für die Leserunde geht bis zum 23.10.2016, Beginn der Leserunde ist der 24.10.2016. 

Der Verlag stellt 10 E-Books kostenlos zur Verfügung. Allen Rezensenten wird anschließend ein kostenloses Ebook aus dem Verlagsprogramm (frei wählbar) geschenkt. 


Zum Inhalt: 

Am Fuße des Mt. Fuji, ganz in der Nähe von Tokyo, liegt der Aokigahara Jukai.
Dieser weitläufige, dicht bewachsene Wald ist eines der schönsten urwüchsigen Gebiete Japans – und eines der berüchtigsten. Denn seit den 1960er Jahren gilt der Aokigahara als unheiliger Magnet für Selbstmörder. Ständig durchkämmen Polizeikräfte und die Feuerwehr den Wald auf der Suche nach Leichen, in dem pro Jahr bis zu 100 Menschen verschwinden. Die Behörden gehen jedoch von weitaus mehr Suizidfällen aus, die jedoch aufgrund der teilweise undurchdringlichen Vegetation des Waldes nicht gefunden werden können.
Der Legende nach sind diese uralten Wälder verflucht. Die Geister der Toten, die sich hier das Leben nahmen, finden keine Ruhe.

Als das schlechte Wetter eine Gruppe jugendlicher Abenteurer davon abhält, den Mt. Fuji zu besteigen, beschließen sie, für die Nacht ihr Lager im Aokigahara Jukai aufzuschlagen. Die Warnungen vor dem Bösen, das hier umgeht, halten alle für puren Aberglauben. Doch als am Morgen darauf einer von ihnen erhängt aufgefunden wird, beginnen die jungen Leute zu ahnen, dass an manchen Legenden mehr dran sein könnte, als man glauben möchte …

SUICIDE FOREST ist der Auftakt einer in dieser Form einmaligen halbdokumentarischen Horror-Roman-Reihe. In jedem Band entführt Jeremy Bates seine Leser an real existierende verfluchte, beängstigende oder berühmt-berüchtigte Schauplätze auf der ganzen Welt, und verbindet den Mythos dieser Orte geschickt mit fiktiven Begebenheiten. Und gerade dieser Bezug zu realen Orten, die der interessierte Leser nach der Lektüre im Prinzip vor Ort selbst erforschen kann, macht diese Romane zu einem Wagnis – oder einem besonderen Vergnügen.

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