Jeremy Bates

 3.7 Sterne bei 33 Bewertungen
Autor von Suicide Forest, Suicide Forest und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Jeremy Bates

Suicide Forest

Suicide Forest

 (27)
Erschienen am 29.09.2016
Suicide Forest

Suicide Forest

 (4)
Erschienen am 31.01.2017
Die Katakomben

Die Katakomben

 (0)
Erschienen am 31.03.2019
Suicide Forest

Suicide Forest

 (2)
Erschienen am 16.12.2014
White Lies

White Lies

 (0)
Erschienen am 07.05.2012

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Rezension zu "Suicide Forest" von Jeremy Bates

Weder Fisch noch Fleisch - Weder Horror noch Thriller
Ambermoonvor einem Jahr

Am Fuße des Mt. Fuji, ganz in der Nähe von Tokyo, liegt der Aokigahara Jukai.
Dieser weitläufige, dicht bewachsene Wald ist eines der schönsten urwüchsigen Gebiete Japans – und eines der berüchtigsten. Denn seit den 1960er Jahren gilt der Aokigahara als unheiliger Magnet für Selbstmörder. Ständig durchkämmen Polizeikräfte und die Feuerwehr den Wald auf der Suche nach Leichen, in dem pro Jahr bis zu 100 Menschen verschwinden. Die Behörden gehen jedoch von weitaus mehr Suizidfällen aus, die jedoch aufgrund der teilweise undurchdringlichen Vegetation des Waldes nicht gefunden werden können.
Der Legende nach sind diese uralten Wälder verflucht. Die Geister der Toten, die sich hier das Leben nahmen, finden keine Ruhe.

Als das schlechte Wetter eine Gruppe jugendlicher Abenteurer davon abhält, den Mt. Fuji zu besteigen, beschließen sie, für die Nacht ihr Lager im Aokigahara Jukai aufzuschlagen. Die Warnungen vor dem Bösen, das hier umgeht, halten alle für puren Aberglauben. Doch als am Morgen darauf einer von ihnen erhängt aufgefunden wird, beginnen die jungen Leute zu ahnen, dass an manchen Legenden mehr dran sein könnte, als man glauben möchte …(Klappentext)

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Nach mehreren positiven Meinungen und Empfehlungen zu diesem Buch ging ich mit entsprechend hohen Erwartungen ans Lesen und ich muss leider sagen - NOPE! Kann ich keineswegs nachempfinden.
Möglich, daß ich die falschen Erwartungen hatte, denn nach dem Lesen des Klappentextes, aufgrund des Covers und auch wegen der Genre-Zuordnung, versprach ich mir einen Horror-Roman, der mich vor Angst ins Höschen machen lässt. Was sich mir dann offenbarte ist schwer zu beschreiben, aber Horror ist es definitiv nicht, wenn dann eher ein Thriller, wobei ich mir auch hierbei nicht sicher bin. Aber erstmal auf Anfang.

Der Roman beginnt wie so viele amerikanische Horrorsplatter - eine Gruppe von Leuten geht in einen Wald wandern, verirrt sich und unheimliche Dinge geschehen, wobei hier nicht wirklich etwas unheimliches passiert, außer man findet es unheimlich wenn sich einer erhängt. Im Grunde passiert hier seeeehr lange nichts.
Der Erzähler und Hauptprotagonist Ethan erzählt während der Waldwanderung von seinen Eindrücken und seiner Vergangenheit...vor allem von seiner Vergangenheit, welche jedoch auch nicht wirklich interessant ist. Dabei lernt man die übrigen Charaktere kennen, so am Rande...irgendwie. Denn trotzdem bleiben diese die ganze Story über blass und nicht wirklich greifbar. Selbst bei Ethan wusste ich nicht was ich von ihm halten soll. Aufgrund dessen gibt es auch nicht wirklich Sympathieträger in diesem Roman. Im Gegenteil. Die einzigen zwei weiblichen Wesen waren derartig nervig, daß ich sie am liebsten quer durch das Buch geklatscht hätte. Das mag aber auch an der logikfreien Dialogführung und den oft nicht nachvollziehbaren Handlungen der Protagonisten liegen.
Dies war der hauptsächliche Grund, weshalb ich mehrmals aufhören musste zu lesen. Ein weiterer Grund waren die Fehler bezüglich Grammatik und Satzstellung. Hier sollte das Lektorat nochmals gründlich Korrekturlesen.

Erst ab der Seite 328 (!!) nimmt der Roman etwas an Fahrt zu, wobei mich das auch nicht wirklich vom Hocker reißen konnte. Kaum wurde es etwas spannend, schweift der Erzähler in seine Vergangenheit ab und erzählt einem etwas aus seiner Kindheit. Somit bricht jedes Mal die Spannung wie ein Kartenhaus in sich zusammen und konnte vom Autor nicht mehr aufgenommen werden.

Ebenso weist der Roman viele Parallelen zu "The Blair Witch-Project" auf, inkl. der baumelnden Holzkreuze, jedoch ohne Grusel und Gänsehaut. Der Autor scheint im Allgemeinen ein großer Fan von diversen Filmen zu sein, denn gegen Ende wird es immer skurriler. Eine Mischung aus einem schlechten Abklatsch von "The Grudge" gespickt mit Martial Arts-Einlagen. Der Autor scheint hier alles was ihm gerade so gefällt hineingepackt zu haben. Egal, ob es nun zur Story passt oder nicht und in dem Fall tut es das definitiv nicht. Die Logik wird hier vollends über Bord geworfen.

Das einzig Gute an dem Buch ist die Beschreibung des Settings und die Wahl des Settings selbst. Der Aokigahara-Wald, auch Selbstmordwald genannt, hat von Grund auf etwas unheimliches an sich und diese unheimliche und beklemmende Atmosphäre konnte der Autor wirklich gut einfangen und somit Bilder im Kopf des Lesers entstehen lassen.

Fazit:
Dieser Roman ist definitiv dem falschen Genre zugeordnet, denn ein Horror-Roman ist das nicht. Hier geschieht weder etwas Übernatürliches noch Gruseliges. Logikfehler und unterirdische Dialogführung wechseln sich ab und die Spannung bricht jedes Mal in sich zusammen.
Das skurrile Ende ist kaum zu ertragen und der Epilog vollends unnötig.
Die atmosphärische und bildhafte Beschreibung des Settings wertet diesen Roman jedoch ein wenig auf.
Daher kann ich von meiner Seite her leider nur eine geringe Leseempfehlung aussprechen und die nachfolgenden Teile dieser Reihe werde ich mir wohl ersparen.

© Pink Anemone

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Serkalows avatar

Rezension zu "Suicide Forest" von Jeremy Bates

Atmosphärischer »Blair Witch« Grusel
Serkalowvor einem Jahr

Über die Handlung des Buches und die zugrunde liegenden Mythen um den »Suicide Forest« sagt der Klappentext genug.

Die Idee, sich real existierenden Orten und den sich, darum rankenden Urban-Legends anzunehmen und diese literarisch zu verarbeiten, fand ich sehr reizvoll, weshalb das Buch von Jeremy Bates eines der Bücher war, dessen »Jetzt kaufen« Button (Direkt beim Luziver-Verlag) ich regelrecht entgegenfieberte.

Zumal die Legenden um den »Selbstmordwald« auf den japanischen Schriftsteller Matsumoto Seichō zurückgeführt werden können, der mit seinem Protagonisten, den er in den Aokigahara zum Selbstmord schickte, den Wald erst für Suizidenten reizvoll machte. (Quelle: Wikipedia).

Jeremy Bates lässt sich in »Suicide Forest« Zeit. Sehr viel Zeit, bevor der klar benannte Horror auftaucht. (Der im Klappentext erwähnte erste Tote, taucht bei ca. 40 % des Ebooks auf)

Die Vorlaufzeit nutzt der Autor allerdings sehr genial, um die Atmosphäre des Waldes greifbar zu machen, so dass die Bilder im Innern des Kopfes wirklich mit den Fotos (später im Internet gesehen) vom Aokigahara übereinstimmen. Das ist ganz große Kunst. Die Stimmung des Waldes hält die Protagonisten von Anfang an in Atem. Unabhängig von ihren unterschiedlichen Motivationen, den Wald abseits der Wege zu betreten, sind sie ständig hin-und-hergerissen, zwischen der Faszination des Grauens und dem Urinstinkt des Weglaufens.

Ebenso ging es mir als Leser. Seitenlang fragte ich mich, ob ich nicht lieber aufhören solle. Ist das wirklich ein Horror-Horror-Roman, in dem ich über ein Viertel der Exposition der Protagonisten folge, die natürlich alle ihre »Leichen im Keller« haben, welche sie gerade in den Selbstmordwald ziehen, oder ist es ein Drama?

Es ist Beides und genau deswegen ist es ein perfekter, atmosphärischer Gruselschocker, der in seiner Stimmung an »Blair Witch« beim ersten Schauen erinnert. Zunächst ist es nur die Spannung, die innerhalb der Gruppe existiert, die sich mit wenigen Symbolen des Unerklärlichen innerhalb des Waldes vereint. (Ja, auch die bekannten Kreuze aus Zweigen.)

Sobald aber die ersten Toten auftauchen, zieht Jeremy Bates ganz erheblich an der Spannungsschraube und mischt die geschickt geschilderte düstere Atmosphäre des Waldes mit der Suche nach der Antwort hinter den Legenden, die jetzt Wirklichkeit zu werden scheinen.

Die Perspektive des Ich-Erzählers legt von Anfang an Nahe, dass er die Ereignisse überleben wird, aber um welchen Preis?

Auch wenn mir die eigentlich Auflösung/Erklärung der Legenden hinter dem »Suicide Forest« nicht so gefällt, da sie mir zu »plausibel«, zu wenig mystisch ist, so ist dieses Buch doch ein verdammt guter Horror-Roman. Die Art von Horror, die sich eher im Kopf des Protagonisten und somit des Lesers aufbaut, gepaart mit dem ganz großen menschlichen Drama und der Frage nach Schuld und Sühne.

Das Experiment »Blair Witch« in die Literatur zu übertragen ist gelungen. Ja, ich verspüre Lust, mir den Aokigahara mal anzuschauen, um seiner einzigartigen Atmosphäre zu erliegen. Die selbe Faszination zu spüren, die mich dazu brachte, das Buch weiterzulesen, ob wohl ich am Anfang mehrmals aufhören wollte.

Und ich bin gespannt auf die anderen drei Werke des Autors, die sich real existierenden »Horror-Orten« annehmen.

Ganz großes Kopfkino!

Vier Sterne auf Grund meiner persönlichen Abneigung, den typisch amerikanischen Erklärungsversuchen in der Auflösung der Story. Hier wäre mir eine japanisch-mystische Variante lieber gewesen.

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leagoeswonderlands avatar

Rezension zu "Suicide Forest" von Jeremy Bates

Schaurige Geschichte an einem wahrhaft düsteren Ort
leagoeswonderlandvor einem Jahr

Klappentext:

Am Fuße des Mt. Fuji, ganz in der Nähe von Tokyo, liegt der Aokigahara Jukai.
Dieser weitläufige, dicht bewachsene Wald ist eines der schönsten urwüchsigen Gebiete Japans – und eines der berüchtigsten. Denn seit den 1960er Jahren gilt der Aokigahara als unheiliger Magnet für Selbstmörder. Ständig durchkämmen Polizeikräfte und die Feuerwehr den Wald auf der Suche nach Leichen, in dem pro Jahr bis zu 100 Menschen verschwinden. Die Behörden gehen jedoch von weitaus mehr Suizidfällen aus, die jedoch aufgrund der teilweise undurchdringlichen Vegetation des Waldes nicht gefunden werden können.
Der Legende nach sind diese uralten Wälder verflucht. Die Geister der Toten, die sich hier das Leben nahmen, finden keine Ruhe.

Als das schlechte Wetter eine Gruppe jugendlicher Abenteurer davon abhält, den Mt. Fuji zu besteigen, beschließen sie, für die Nacht ihr Lager im Aokigahara Jukai aufzuschlagen. Die Warnungen vor dem Bösen, das hier umgeht, halten alle für puren Aberglauben. Doch als am Morgen darauf einer von ihnen erhängt aufgefunden wird, beginnen die jungen Leute zu ahnen, dass an manchen Legenden mehr dran sein könnte, als man glauben möchte …

 

Meinung:

Ein wirklich spannender und gelungener Thriller über einen wahrhaftig düsteren Ort, den es wirklich gibt.
Einer der Hauptgründe für mich dieses Buch zu lesen, war eine Freundin, die einfach unglaublich von diesem Buch geschwärmt hat. Aber natürlich auch das geniale Cover und der Klappentext, der einfach total neugirig macht.

Der Showdown konnte mich nicht voll und ganz begeistern, da es mir einfach etwas zu übertrieben war. Meiner Meinung nach hatte der Selbstmordwald schon genug gruselige Atmosphäre und wäre auch sehr gut ohne die makabere Wendung ausgekommen. Allerdings muss man sagen, dass durch diese Wendung die Geschichte einen relativ logischen Schluss bekommt.

 

Cover:

Das Cover wirkt düster und passt mit den baumelnden Beinen einfach unfassbar gut zum Aokigahara und den Legenden und Myhten, die sich um diesen sogenannten Selbstmörderwald ranken.

 

Schreibstil:

Der Schreibstil lies sich super angenehm lesen und der Autor hatte mich einfach unglaublich schnell in seinen Bann gezogen. Seine Art und Weise die Figuren zu beschreiben, war einfach fantatsich und machte mich schnell neugieirg auf die weitere Geschichte.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Ethan erzählt, der zusammen mit seiner Freundin Mel und Freunden auf dem Weg zum Mount Fuji ist.

 

Protagonisten:

Die Gruppe selbst ist ein wild durcheinander gewürfelter Haufen, der teilweise erst wenige Stunden miteinander bekannt ist. Alte Schulfreunde, neue Bekanntschaften und Arbeitskollegen haben sich zufällig zusammengefunden und wollen diesen unbekannten und gruseligen Ort gemeinsam erkunden. Die Charaktere sind alle gut gelungen, weil sie sehr authentisch wirken.

 

Fazit:

Wahrlich ein interessanter und spannender Thriller, der mit einer Mischung aus fiktiven Handlungssträngen und sachlichem Hintergrundwissen begeistert.

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Gespräche aus der Community

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LUZIFER_Verlags avatar
Wir eröffnen eine spannende Leserunde zu Suicide Forest von Jeremy Bates. 

Bewerbung für die Leserunde geht bis zum 23.10.2016, Beginn der Leserunde ist der 24.10.2016. 

Der Verlag stellt 10 E-Books kostenlos zur Verfügung. Allen Rezensenten wird anschließend ein kostenloses Ebook aus dem Verlagsprogramm (frei wählbar) geschenkt. 


Zum Inhalt: 

Am Fuße des Mt. Fuji, ganz in der Nähe von Tokyo, liegt der Aokigahara Jukai.
Dieser weitläufige, dicht bewachsene Wald ist eines der schönsten urwüchsigen Gebiete Japans – und eines der berüchtigsten. Denn seit den 1960er Jahren gilt der Aokigahara als unheiliger Magnet für Selbstmörder. Ständig durchkämmen Polizeikräfte und die Feuerwehr den Wald auf der Suche nach Leichen, in dem pro Jahr bis zu 100 Menschen verschwinden. Die Behörden gehen jedoch von weitaus mehr Suizidfällen aus, die jedoch aufgrund der teilweise undurchdringlichen Vegetation des Waldes nicht gefunden werden können.
Der Legende nach sind diese uralten Wälder verflucht. Die Geister der Toten, die sich hier das Leben nahmen, finden keine Ruhe.

Als das schlechte Wetter eine Gruppe jugendlicher Abenteurer davon abhält, den Mt. Fuji zu besteigen, beschließen sie, für die Nacht ihr Lager im Aokigahara Jukai aufzuschlagen. Die Warnungen vor dem Bösen, das hier umgeht, halten alle für puren Aberglauben. Doch als am Morgen darauf einer von ihnen erhängt aufgefunden wird, beginnen die jungen Leute zu ahnen, dass an manchen Legenden mehr dran sein könnte, als man glauben möchte …

SUICIDE FOREST ist der Auftakt einer in dieser Form einmaligen halbdokumentarischen Horror-Roman-Reihe. In jedem Band entführt Jeremy Bates seine Leser an real existierende verfluchte, beängstigende oder berühmt-berüchtigte Schauplätze auf der ganzen Welt, und verbindet den Mythos dieser Orte geschickt mit fiktiven Begebenheiten. Und gerade dieser Bezug zu realen Orten, die der interessierte Leser nach der Lektüre im Prinzip vor Ort selbst erforschen kann, macht diese Romane zu einem Wagnis – oder einem besonderen Vergnügen.

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