Jeremy Dronfield

 4,5 Sterne bei 39 Bewertungen

Lebenslauf von Jeremy Dronfield

Jeremy Dronfield, geboren 1965, ist Historiker und Archäologe. Nach dem Abschluss seiner Doktorarbeit in Cambridge wandte er sich dem Schreiben zu. Er ist Autor mehrerer preisgekrönter Romane und Sachbücher.

Quelle: Verlag / vlb

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Neue Rezensionen zu Jeremy Dronfield

Cover des Buches Der Junge, der seinem Vater nach Auschwitz folgte (ISBN: 9783426302309)pinkdinoprincesss avatar

Rezension zu "Der Junge, der seinem Vater nach Auschwitz folgte" von Jeremy Dronfield

Bildgewaltig.
pinkdinoprincessvor 24 Tagen

Inhalt: Es ist das Jahr 1939, als Vater und Sohn Gustav und Fritz Kleinmann aus Wien im KZ Buchenwald ankommen. Noch wissen sie nicht, dass 6 Jahre Konzentrationslager vor ihnen liegen. Der Tod ist stets näher als das Leben, Aufgeben stets näher als Weitermachen. Und als Gustav ausgesucht wird, um nach Auschwitz verlegt zu werden, zögert Fritz keinen Moment und beschließt, ihm zu folgen. Doch so unwahrscheinlich es auch ist - beide überleben. Dies ist ihre Geschichte.


Fazit: "Der Junge der seinem Vater nach Auschwitz folgte" fügt sich in eine Reihe bildgewaltiger Holocaustromane. Wie auch viele andere Berichte und Geschichten Überlebenden ist auch dieses Buch erschreckend und keine leichte Kost. Jedoch würde ich es durchaus als "anfängerfreundlichere" Holocaust-Literatur einordnen, die auch für den Schulunterricht in Abitur Klassen geeignet sein könnte. Im Gegensatz dazu sehe ich Romane wie "Der Tätowierer von Auschwitz" und "Das Mädchenorchester in Auschwitz", die nochmal anders unter die Haut gingen und die ich keineswegs jedem an die Hand geben würde. Wichtig dabei bleibt, diesen Part der deutschen Geschichte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.


Empfehlung: Wie gesagt meiner Meinung nach auch für Abiturklassen und Holocaust-Literatur-Einsteiger*innen geeignet. 

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Cover des Buches Der Junge, der seinem Vater nach Auschwitz folgte (ISBN: 9783426302309)buecher_wuermchen_s avatar

Rezension zu "Der Junge, der seinem Vater nach Auschwitz folgte" von Jeremy Dronfield

Für den Zusammenhalt & gegen das Vergessen!
buecher_wuermchen_vor 5 Monaten

Im Jahr 1939 ist es soweit und das Unvermeidliche geschieht: der Jude Gustav Kleinmann wird von der SS festgenommen und in ein KZ verfrachtet. Doch sein Sohn Fritz macht sich Sorgen, dass sein Vater das KZ alleine nicht überstehen wird und beschließt, ihm nicht mehr von der Seite zu weichen. Dieses Buch beschreibt das Leben der beiden Männer über mehrere Jahre lang und wie sie es schaffen, trotz aller Schikanen, Gewalttaten und Unmenschlichkeiten der Nazis zu überleben. Das Buch beruht dabei auf geheimen Aufzeichnungen von Gustav während all der Jahre. 

Es ist wohl jedem klar, dass die Vergangenheit Deutschlands nicht gerade ruhmreich ist  und doch hat dieses Buch bei mir nochmals ein ganz andere Ebene erreicht. Ich hatte während dem Lesen nahezu durchgängig Gänsehaut, ich hatte Tränen in den Augen und ich musste das Buch mehrfach aus der Hand legen, weil ich nicht zu viel auf einmal lesen wollte und konnte. Und obwohl es eins der schlimmsten Bücher war, das ich je gelesen habe, war es auch eins der besten Bücher. Denn es hält uns in Erinnerung, wie es war und wie es nie wieder werden darf. Es ist ein Buch für den Zusammenhalt und gegen das Vergessen und ich kann es jedem nur empfehlen!

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Dieses Buch erzählt die Geschichte der Wiener Familie Kleinmann. Es beginnt in Wien im Jahr 1938 mit dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich. Nachdem die Nazis nun auch dort an der Macht sind werden Gustav und sein Sohn Fritz denunziert und verhaftet, weil sie Juden sind. Von da an beginnt die Odyssee der beiden. Zunächst für einige Zeit nach Buchenwald deportiert, geht es dann weiter nach Auschwitz. Nicht wissend, was mit den anderen Familienmitgliedern passiert, erleben Vater und Sohn von Beginn der Inhaftierung an unmenschliche Grausamkeiten und schaffen es durch Liebe und Zusammenhalt sowie viele kleine und große Wunder, die nationalsozialistische Vernichtungsmaschine zu überleben…

Wer dieses Buch liest, weiß ja im Prinzip, worauf er/sie sich einlässt und doch muss ich gestehen, dass ich es oft weglegen und durchatmen musste, mir die Tränen liefen und ich immer wieder kurze Pausen brauchte. Pausen, die Gustav und Fritz sowie Millionen anderer Häftlinge nicht hatten. Sie haben unfassbares erlebt und erlitten und auch wenn man diese Geschichte oder auch Andere liest, kann man vermutlich nicht einmal im Ansatz nachempfinden, was es bedeutet haben muss so lange unter den SS- Schergen leben zu müssen.
Jeremy Dronfield hat es geschafft, diese wahre Geschichte über unermessliche Grausamkeit einfühlsam und mit viel Feingefühl niederzuschreiben. Ich hatte immer das Gefühl beim lesen, dass der Autor sehr pietätvoll mit dem Thema umgegangen ist und jederzeit bemüht war, dem/ der Leser/in ein klares Bild der Situation zu übermitteln, ohne dabei reißerisch zu werden.
Er erzählt die Geschichte der Kleinmanns, die nicht nur eine Geschichte über Grausamkeit ist, sondern auch eine über Mut, Liebe, Zusammenhalt und nicht zuletzt über den großen Willen zu überleben ist so, dass ich auf ganzer Linie eine Leseempfehlung aussprechen möchte. Auch wenn man oft denkt über den Holocaust schon so viel zu wissen, gelesen oder gehört zu haben. Dieses Buch ist eines, was mich wirklich erreicht hat. Es ist ein Buch gegen das vergessen!

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