Leserpreis 2018
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Garuda

vor 10 Monaten

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Liebe lovelybooks-Gemeinschaft,

ich lade euch herzlich zu meiner allerersten Leserunde zu meinem Erstlingswerk "Zeit im Regen, Zeit im Wind" ein.

Das Buch ist ein Kurzroman und wurde von mir als eBook veröffentlicht. Ich kann es euch im EPUB-Format zur Verfügung stellen oder, je nach Wunsch, auch eine entsprechende Anzahl an Printexemplaren anfertigen lassen.

"Zeit im Regen, Zeit im Wind" ist stark beeinflusst durch die Kultur der Insel Java, von der meine Wurzeln stammen. Außerdem dreht sich alles um das Thema der Erinnerung - biographische Erinnerungen, kulturelle Erinnerungen, Meta-Erinnerungen.

Ausgangspunkt der Geschichte sind die seltsamen Träume der Protagonistin Sophia, die sie mit dem Tagebuch ihrer Großmutter zu entschlüsseln versucht. Hierzu muss sie sich auf eine lange Reise in das ferne Indonesien begeben, wobei sie immer tiefer in die Gesellschaft und Geschichte des Inselreichs eintaucht und feststellen muss, dass ihre Träume weitaus mehr sind, als sie es für möglich gehalten hätte.

Auf ihrer Reise durch Gegenwart und Vergangenheit stößt Sophia in die Geheimnisse der alten javanischen Traditionen vor, in die Musik des Gamelan, die faszinierende Welt des Schattenspiels, des wayang kulit, und die Mythen, die fest im kulturellen Gedächtnis der javanischen Gesellschaft verortet sind. Dabei trifft sie auf wertvolle Verbündete, aber auch auf gefährliche Feinde - denn Sophia ist nicht die Einzige, die auf der Suche nach dem Geheimnis ist. Und auch die Liebe ist nicht fern.

Mehr zum Inhalt und Konzept des Buches, aber auch zum kulturellen Hintergrund, erfahrt ihr auf meiner Website "Zeit im Regen, Zeit im Wind".

Eine Leseprobe findet ihr hier.

Um euch für die Teilnahme zu bewerben, nennt bitte einen einzelnen Begriff, den ihr mit Indonesien verbindet.

Vielen Dank für euer Interesse. Ich bin schon sehr aufgeregt, was bei der Leserunde herauskommt.

Autor: Jeremy Iskandar
Buch: Zeit im Regen, Zeit im Wind

Sniffu

vor 10 Monaten

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lydiarose

vor 10 Monaten

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Das ist schwer da ich dort noch nie war wäre es eine REISE und da es hier grad kühl ist würde auch die WÄRME passen, aber wenn wäre es ein ABENTEUER.

Die leseprobe macht neugierig auf mehr und ich würde mich gern für eine Printausgabe bewerben, da es so ein schönes cover hat.

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LaSonrisa

vor 8 Monaten

Kapitel 8 / VIII

zu 8:

Die Beschreibung des indonesischen Frühstücks fand ich sehr interessant. Ich glaube, mir würde ein warmes Frühstück auch gut tun, aber ich habe morgens immer so gar keine Geduld, etwas warmes zu machen. :) Und Krabbenchips - ich liiiebe Krabbenchips!
Danke für die Erinnerung, Garuda, ich muss unbedingt bald wieder welche kaufen!

Sophias Verhandlunggeschick fand ich in diesem Abschnitt sehr überraschend. Das hätte ich ihr so gar nicht zugetraut. Aber da sieht man mal, wie viel noch in ihr steckt, das nur noch nicht zum Vorschein kam!

zu VIII:

Die Beschreibung der Tempelanlage hat mich sehr fasziniert. Ich hatte richtig das Gefühl vor Ort zu sein und die Pflanzen und das alte Gemäuer zu sehen!
Ein Schockmoment war, als der Major erst den einen Arbeiter und am Ende alle Arbeiter erschossen hat. Das fand ich unfassbar, aber es passte leider zu dem Bild, dass ich vom Major hatte.

Wunderbar fand ich auch in diesem Abschnitt wieder den Bezug zum Thema Wasser bzw. Regen. Ich konnte mir richtig den heftigen Regen und den gewaltigen Donner vorstellen, als der Gong geborgen wurde. Es schien so, als ob der Himmel gegen die Bergung war und alles in seiner Macht stehende, tun wollte, damit der Gong in der Erde verborgen bleibt.

LaSonrisa

vor 8 Monaten

Kapitel 9 / IX

Sangkuni schreibt:
@ Garuda, " Operation Blauer Pfau " ist etwas zu glatt verlaufen. Aber wahrscheinlich sollte diese Szene auch nicht so sehr im Vordegrund stehen.

Das denke ich auch. Und ganz abwegig ist es ja auch nicht, dass alles glatt läuft. Manchmal im Leben hat man einfach eine gewaltige Porion Glück! :)

LaSonrisa

vor 8 Monaten

Kapitel 9 / IX

Sniffu schreibt:
-Die "Sex"-Szene. Ist das dieselbe, wie sie bereits vor ein paar Kapiteln im anderen Handlungsstrang vorgekommen ist? Wieso ergibt sich dann erst jetzt das Erinnern daran?, frage ich mich, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass die beiden, nachdem was passiert ist, wieder miteinander schlafen. Außer es ist diesmal der Major, der Sophia dazu zwingt. Was für mich mehr Sinn ergäbe, v.a. da steht: "Sie stöhnte, als er in sie eindrang.", wobei sie diejenige ist, die auf ihm sitzt, es also in ihrer Kontrolle wäre, wann der Akt beginnt, folglich es heißen müsste, "nahm sie ihn in sich auf" oder sowas in der Art. Die zeitliche Abfolge, diese Formulierung, Sophias Tränen im Kopf, lese ich hier eine Vergewaltigung.

Ich habe die Szene so verstanden, dass sie nur im Kopf der jungen Sophia passierte. Ich glaube, dass sie in diesem Moment die Erinnerung ihrer Großmutter im Kopf hatte. Die Tränen müssen ja in diesem Moment nichts Negatives sein. Oftmals kommen einem auch auch die Tränen in Momenten, von denen man sich wünscht, dass sie nicht vorbei gehen. Ich denke, dass Großmutter Sophia in diesem Moment damals einvernehmlichen Sex mit dem Erzähler hatte und einfach von ihren Gefühlen überwältigt war.

LaSonrisa

vor 8 Monaten

Kapitel 9 / IX

zu 9:

Mittlerweile glaube ich, dass ich Hayato Unrecht getan habe, ich denke, dass er doch ein feiner Kerl ist, der wirklich nur bestätigen wollte, dass sein Großvater nicht verrückt war. Die Art und Weise, wie er mit Sophia spricht, lässt erkennen, dass er nichts Böses im Schilde führt. Was mich sehr freut! :)

Besonders gut gefällt mir in diesem Abschnitt, dass Sophia immer wieder ins Meer der Erinnerungen eintaucht. Man hat das Gefühl, selbst nicht mehr zwischen Traum und Wirklichkeit unterscheiden zu können. Ich bin sehr gespannt, ob sie den Gong mithilfe des Log-Buchs orten können.

zu IX:

Das Kapitel steigerte die Spannung nochmal enorm. Zuerst der Angriff auf das Schiff und dann der Kampf zwischen dem Erzähler und dem Major. Ich konnte es richtig fühlen, was für eine Kampfstimmung herrschte und wie das Meer passend dazu bebte. Das Zwielicht hatte etwas äußerst Mystisches an sich, es wirkte wie ein Schleier, wie der Schirm, zwischen den zwei Welten. Die Erklärung, dass der Erzähler in dem Moment der Schirm ohne Raum und Zeit war, fand ich sehr eindrucksvoll.

"Du und ich, wir sind eins" -> Diesen Satz fand ich auch sehr berührend, denn er sagt so schön aus, dass wir doch alle Menschen mit einem Herz sind und im Angesicht des Todes sind wir wirklich alle gleich, da zählt weder Reichtum noch Nationalität, noch sonst irgendetwas anderes. Dass der Erzähler aber auf diese Weise sterben musste, fand ich sehr traurig, obwohl die ganze Szene meiner Meinung nach sehr wichtig für den Roman ist. Denn auch der Tod hat ja etwas mit dem Fluss des Lebens zu tun und passt wieder wunderbar zum Thema Wasser und dem Meer der Erinnerungen. Denn in den Erinnerungen bleibt der Erzähler ja ewig lebendig. Ich hoffe aber sehr, dass im letzten Kapitel noch die Identität des Erzählers geklärt wird, denn ich würde gerne noch mehr über ihn erfahren.

Garuda

vor 8 Monaten

Kapitel 9 / IX
@LaSonrisa

Hallo LaSonrisa,

du hast das Zwielicht genauso gedeutet, wie ich seine Bedeutung beabsichtigt habe! Das Zwielicht ist dieser Nicht-Ort, weder gänzlich auf dieser Seite des Schirmes noch auf der anderen. Es ist beides zugleich.

Im wayang kulit steht die Figur des Semar für die Personifzierung dieses "Ortes", denn er ist derart angelegt, dass er den dichotomen Dualismus aufhebt. Eigentlich ist er eine "unmögliche" Figur - zumindest, wenn man ihn nach den Maßstäben misst, die man üblicherweise an einen Charakter anlegt. Aber genau das macht ihn unglaublich faszinierend. Er ist - obwohl für die Handlungen in den Stücken des wayang kulit im Prinzip unbedeutend - die wichtigste Figur. Und dies ist nur eine von vielen Widersprüchlichkeiten, die Semar in sich vereint. Diese Vereinigung der Gegensätze war es auch, die ich mit dem Satz, der dir so gut gefallen hat, "Du und ich, wir sind eins", ausdrücken wollte.

LaSonrisa

vor 8 Monaten

Kapitel 10 / X

Garuda schreibt:
Wer ist dieses „Ich“ eigentlich, das dort nun erzählt? Naheliegend wäre es zu sagen, dass es sich dabei gleichfalls um die alte Sophia handelt, aber warum dann der Wechsel? Es könnte sich auch um die gegenwärtige Sophia handeln, die nun plötzlich genau das erlebt, was die alte Sophia damals (oder wann auch immer) erlebt hat. Sie ist plötzlich dieses „Ich“. Aber es bleibt unbestimmt. Es wird nicht genau klar, welche von beiden es nun ist. Möglicherweise sind sie auch ein und dieselbe Person. Letztlich repräsentieren die beiden Zeitachsen, Vergangenheit und Gegenwart, zwei Zyklen, die durch diese Perspektivwechsel immer wieder zusammentreffen. Darin bringen sich die beiden wesentlichen Merkmale höfischer Gamelan-Musik, Zyklizität und Koinzidenz, zum Ausdruck.

Ich fand genau diese beiden Tatsachen sehr spannend im Bezug auf den gesamten Roman.

Am Ende hatte ich das Gefühl, dass alles in der Gedankenwelt der jungen Sophia "passiert" ist und sie den ganzen Roman nach dem Lesen der Tagebücher geträumt hat und alles nur in ihren Gedanken stattgefunden hat. Es kann aber auch alles genauso gut real stattgefunden haben, wie es dargestellt wurde. Oder waren es vllt. Fantasien der "alten" Sophia. Schrieb sie vllt. einen Roman darüber, wie sie sich ihre Enkelin vorstellt und am Ende trifft sie sich mit Willem, dessen Briefe auf ihrer Kommode liegen. Wer weiß, wer weiß. Und jede dieser Vermutungen hat einen Anfang und würde ihren eigenen Lauf nehmen und aber niemals ein Ende haben, da sich alles stetig weiterentwickelt und bewegt.

Mir gefällt sehr, dass sich jeder selbst Gedanken machen muss, was er nun für wahr hält und dass einem vor Augen geführt wird, wie trügerisch Erinnerungen manchmal sein können. Auch fand ich sehr schön, dass für mich beide Sophias ein untrennbares Band der Erinnerungen und der Gefühle verbindet. Denn ich persönlich glaube fest daran, dass man auch Erinnerungen und Gefühle der Ahnen unbewusst übernimmt.

Nach Lesen des Endes hat mich zuerst sehr gestört, dass der Leser nicht erfährt, wer denn nun der Erzähler war. Nach längerem Nachdenken finde ich aber genau das gut gelöst, weil die ganze Handlung, wie auch der Schirm des wayang kulit, etwas sehr Mystisches ist und bleibt.

Ich war insgesamt sehr begeistert, weil der Roman so ganz anders ist, als alle Romane, die ich bislang gelesen habe. Er war so leise, aber an manchen Stellen auch so laut .. wie leiser Regen und tobendes Meer! :)

Das Nachwort hat mich auch sehr berührt, und der Roman bleibt garantiert als Meer der Erinnerungen in meinem Kopf.

Gerne hätte ich auch noch mehr gelesen. Vllt. gibt es ja mal eine Fortsetzung? Oder eine andere Geschichte aus dem Fernen Indonesien? Ich würde mich sehr darüber freuen!

Garuda

vor 8 Monaten

Kapitel 10 / X
@LaSonrisa

Hallo LaSonrisa,

auch dir möchte ich für deine Teilnahme an meiner Leserunde danken, und auch für deine interessanten Beiträge dazu!

Es freut mich sehr, dass dich mein Buch nicht nur unterhalten, sondern auch auf diese Weise, wie du sie beschrieben hast, zum Nachdenken angeregt hat.

Dass du enttäuscht darüber gewesen bist, am Ende doch nicht zu erfahren, wer der Erzähler ist, kann ich gut nachvollziehen. Du hattest ja schon recht früh geschrieben, dass du unbedingt erfahren möchtest, wer sich hinter dem Erzähler verbirgt.
Für mich hat der Erzähler im Buch - abgesehen davon, dass man durch ihn Sophia wahrnimmt - immer auch die Position des alten Java repräsentiert. Aber nicht nur des alten, sondern auch des Wandels, der sich vollzieht (vollzogen hat). Sein Tod war damit für mich unausweichlich, denn das alte Java stirbt (ist gestorben). Doch gleichzeitig stirbt der Erzähler ja nicht endgültig, denn genau wie in den "Geschichten" des wayang kulit, finden wir uns auch hier in einem ewigen Kreislauf wieder. Die "Geschichten" des wayang enden niemals wirklich und wer am Ende gewinnt ist unerheblich - wichtig ist das Gleichgewicht der Kräfte, der Ausgleich.

Das verbindende Element der Zyklen, die sich im Roman erkennen lassen, sind - wie du so schön geschrieben hast - die Erinnerungen Sophias (oder auch beider, je nachdem, ob man sie für eine Persone hält oder nicht) und die damit verbundenen Gefühle.

Ob es eine Fortsetzung geben wird, darüber bin ich mir noch nicht sicher. Aber sicher bin ich mir, dass ich gerne noch mehr über Indonesien schreiben möchte, denn die Kultur Javas ist derart reichhaltig und wie ein kompliziertes Netz ineinander gewoben, dass es noch so viel darüber zu erzählen gibt. Wichtig bei "Zeit im Regen, Zeit im Wind" war es mir, dass diejenigen, die es lesen, etwas von dieser Kultur in sich bewahren, und seien es auch nur Fragmente.

Es ist schön zu wissen, dass du etwas davon in dir bewahren wirst :)

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