Jeremy Rifkin

 3.5 Sterne bei 30 Bewertungen

Lebenslauf von Jeremy Rifkin

Jeremy Rifkin, geboren 1945, ist Gründer und Vorsitzender der Foundation on Economic Trends in Washington. Mit seinen zeitkritischen Büchern bringt er die großen gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Trends auf den Punkt. Bestseller wie ›Das Ende der Arbeit‹ (Bd. 15156) wurden in sechzehn Sprachen übersetzt und lösten internationale Debatten aus. Rifkin ist als Berater mehrerer Regierungen tätig und unterrichtet an der renommierten Wharton School of Business.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Jeremy Rifkin

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Cover des Buches Die dritte industrielle Revolution9783593394527

Die dritte industrielle Revolution

 (7)
Erschienen am 12.09.2011
Cover des Buches Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft9783596169719

Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft

 (5)
Erschienen am 17.08.2005
Cover des Buches Das biotechnische Zeitalter9783593384665

Das biotechnische Zeitalter

 (3)
Erschienen am 01.08.2007
Cover des Buches Access - Das Verschwinden des Eigentums9783593383743

Access - Das Verschwinden des Eigentums

 (4)
Erschienen am 12.03.2007
Cover des Buches Der Europäische Traum9783596169702

Der Europäische Traum

 (2)
Erschienen am 19.01.2006
Cover des Buches Die empathische Zivilisation9783596191697

Die empathische Zivilisation

 (2)
Erschienen am 09.12.2011
Cover des Buches Der globale Green New Deal9783593511351

Der globale Green New Deal

 (2)
Erschienen am 09.10.2019
Cover des Buches Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft9783596033676

Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft

 (2)
Erschienen am 27.04.2016

Neue Rezensionen zu Jeremy Rifkin

Neu
B

Rezension zu "Der globale Green New Deal" von Jeremy Rifkin

(Wie) sind wir noch zu retten?
belanaherminevor 6 Monaten

Inhalt

Laut Rifkin führen zwei Entwicklungen dazu, dass es zu einem Kollaps kommen wird, wenn sich nichts ändert: 1) zunehmender CO2-Ausstoß wird das Klima zum Kippen bringen und 2) grüne Energie wird billiger werden als fossile Energie, damit das Ende des fossilen Energiesektors einleiten und viele Unternehmen auf ihren Investitionen darin sitzen lassen.

Rifkin zeigt aber auch, dass Änderungen bereits im Gange sind. Seiner Meinung nach ist insbesondere durch Initiativen der Europäischen Union ein Mindestanteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch in Europa erreicht, um grüne Energien billiger zu machen, was gemäß der ökonomischen Gesetze mehr oder weniger automatisch zu einer breitflächigen Umrüstung der Wirtschaft auf grüne Energie führen müsste. Da viele Investitionen in die fossile Wirtschaft aber sehr langfristig angelegt sind, werden sie nicht mehr die erwarteten Erträge bringen können und nach Rifkins Worten zu "gestrandeten Investitionen". Das kann kein Wirtschafter ertragen, weshalb entsprechend viel Gegenwind entsteht.

In der zweiten Hälfte des Buches geht es dann darum, wie man den Umstieg auf eine grüne Wirtschaft von Seiten der Politik unterstützen kann, soll und muss. Rifkin zeichnet auch ein paar Zukunftsszenarien, die auf gemeinschaftlicher Finanzierungsgrundlage z. B. durch - wirklich gemeinschaftlich geführte - Pensionsfonds basieren.

Das Buch endet mit 32 Seiten Anmerkungen und 5 Seiten Register zum besseren Zurechtfinden im Buch.

Subjektive Eindrücke

Das Buch kann Hoffnung machen. Grundsätzlich kann ich Rifkins Argumenten zu den wirtschaftlichen Prozessen, die nahezu zwangsläufig zu grünem Wirtschaften führen, durchaus folgen. Inwieweit sie am Ende tatsächlich Realität werden, wird sich allerdings zeigen müssen.

Am Anfang des Buches fühlte ich mich so, als würde ich ein Märchenbuch lesen. Da wurde so viel zur sehr positiven und führenden Rolle Deutschlands z. B. bei der Festlegung der 20-20-20-Ziele gesagt, dass ich das nach all den Schauergeschichten, die sich in Deutschland/durch Deutschland zutragen, fast gar nicht glauben konnte. Aber Rifkin bezieht sich da wirklich auf Tatsachen, die man auch nachlesen kann.

Die Zukunftsszenarios sind interessant. Wenn sie sich zumindest zu einem Teil bewahrheiten würden, würde mich das sehr freuen.

Insgesamt habe ich durch das Buch einen weiteren Blickwinkel auf die Frage nach dem Einsatz von und der Umstellung auf grüne Energien bekommen. Dafür hat es sich für mich definitiv gelohnt, das Buch zu lesen.

Hin und wieder hat mich die doch überstrapazierte Benutzung des Wortes "gestrandete (Anlage-)Investitionen" ein wenig genervt. Aber gut, da kann man dann auch mal drüberlesen.

Ein wenig schwieriger war es schon, einige der Satzkonstruktionen zu entschlüsseln. Da hätte man den Leser mit einfacheren Strukturen deutlich unterstützen können. Ob dies nun aber dem Autor oder der Übersetzung zuzuschreiben ist, vermag ich nicht zu beurteilen.

Fazit

Absolut interessant, aufschlussreich und lösungsorientiert. Das Buch hat mir einen neuen Blickwinkel eröffnet.

Weitere Rezensionen von mir gibt es unter https://belanahermine.wordpress.com/category/rezension/

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M

Rezension zu "Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft" von Jeremy Rifkin

Die immer schneller voranschreitende Automatisierung wird über kurz oder lang Konsequenzen haben
Mario_Veraguthvor 2 Jahren


Von den Maschinenstürmern zu Anfang der industriellen Revolution über die Gewerkschaftsbewegungen bis zum aktuell wohl besten Modell der Sozialpartnerschaft und Kollektivvertragsverhandlungen in den glücklichen Ländern mit ökosozialer Marktwirtschaft. Es ging immer um die Arbeitsbedingungen, Arbeitsplätze und Vorsorge für Pension oder Invalidität. Was, wenn der Faktor sowohl physischer als auch geistiger Arbeit für das Gros der Menschen überhaupt komplett wegfällt?

Dieses Szenario spinnt Rifkin anhand eines breiten Bogens anschaulicher Beispiele weiter und kommt zu einem, je nach Weltanschauung, optimistisch stimmenden bis zutiefst verstörendem Bild. Es besteht die eine Option, wie in Frankreich die Wochenarbeitszeit drastisch immer noch weiter zu reduzieren und damit mehr Arbeitsplätze zu schaffen, bis sich das Verhältnis von Wochenende zu Arbeitszeit umgekehrt hat und damit jedem Menschen ein Anteil des Wohlstand zufallen kann.

Oder eine immer größer werdende Masse an nicht nur schwer, sondern faktisch unmöglich vermittelbaren Langzeitarbeitslosen wird die Gesellschafsstruktur, Frieden, Stabilität und Wohlstand in ein gefährliches Ungleichgewicht bringen. Weil schlichtweg keine Arbeitsplätze mehr vorhanden sind.

Da der weltwirtschaftliche Zug momentan mit hochrot glühendem Kessel Richtung ewiges Wachstum fährt und eine sachte Geschwindigkeitsreduktion, Notbremsung oder gar Umkehr ins Reich der Utopien verschoben werden muss, stellt sich die Frage nach Alternativen. Zwar gibt es sowohl die skandinavischen Länder, die mit extrem hohen Steuersätzen auch auf Spitzenverdiener, den mitunter besten Sozialsystemen der Welt und hohen Akademikerquoten eine Alternative zum weltweiten Trend der Gesellschaftsstrukturierung bieten. Und auch alternative Wirtschaftsmodelle, die sich auf eigens geschaffenen (Sozial)währungen stützen, bergen Potential in sich.

Nur bleibt abzuwarten, ob es reicht am bestehenden System zum Guten oder Schlechten zu schrauben und zu flicken solange es geht, anstatt einen wirklich fundamentalen Wandel ins postkapitalistische Zeitalter anzustreben. Im besten Fall gelingt ein friedvoller Wechsel in ein frivol arbeitsfreies Utopia, in dem Maschinen alles produzieren, sich selbst warten und bauen, was das Menschenherz begehrt.

Im momentan leider eher realistischeren Szenario werden über kurz oder lang nicht nur 7, sondern irgendwann 9, 10, 12 Milliarden Menschen aus einem antiquierten, nicht mehr zeitgemäßen Wirtschafssystem ausgeschlossen. Sie werden zu Armut und Untätigkeit verdammt sein, versklavt von einer Kaste, einem Neuadel degenerierter Maschinenbesitzer und deren paar Programmierer und Techniker.

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S

Rezension zu "Die dritte industrielle Revolution" von Jeremy Rifkin

Lesenswert!
Steinhausenvor 5 Jahren

Es liest sich wie ein Traum. Rifkin entwickelt eine umfassende Theorie, wie die Menschheit ihren elementaren Problemen begegnen kann. Er findet verschiedene Ansätze unterschiedlicher Wissenschaften, um seine Thesen zu belegen. Neben einem drastischen Wertewandel sieht Rifkin die Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien als elementar an. Eine neue Wertschätzung der Natur ist für ihn unabgdingbar, um das Ende der Spezies Mensch zu verhindern. Wesentlich ist für Rifkin vor allem eine Umorientierung der Wirtschaftswissenschaften, die nicht mehr nur auf pure Gewinnmaximierung zielen darf, weil sie nicht mehr menschlich ist. Sie muss seiner Meinung nach endlich den Ressourcenverbrauch in Ihre Gewinnberechnungen einfließen lassen.
Rifkin ist ein Visionär in einer visionslosen Zeit! Er zeigt die Probleme auf und bietet vielschichtige Lösungsansätze an. Seine Ansätze erfordern einen Wertewandel, der einen hohen Einsatz und Willen voraussetzen. Hoffentlich lassen sich wirtschaftliche Entscheider und die Politik auf Rifkin ein und nehmen seine Modelle ernst.

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