Jeremy Rifkin Die empathische Zivilisation

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Inhaltsangabe zu „Die empathische Zivilisation“ von Jeremy Rifkin

Der Soziologe und Ökonom Jeremy Rifkin entwirft eine völlig neue Interpretation der Geschichte der Zivilisaton, indem er sich auf die Evolution der menschlichen Empathie konzentriert und der Frage nachgeht, wie dieses Vermögen zum Mitfühlen unser Schicksal als Spezies bislang entschieden hat und künftig entscheiden wird. Die große Frage, auf die alles hinausläuft: Kann eine globale Empathie noch rechtzeitig erreicht werden, um den gesellschaftlichen und den ökologischen Kollaps unseres Planeten abzuwenden?

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  • Rezension zu "Die empathische Zivilisation" von Jeremy Rifkin

    Die empathische Zivilisation
    cosima73

    cosima73

    16. February 2013 um 08:38

    Jeremy Rifkin schöpft aus der ganzen Menschengeschichte, um seine These des von Natur auf Empathie angelegten Menschen zu stützen. Dabei bedarf es zur Entwicklung dieser Anlage immer das Bewusstsein des Selbst sowie die Wahrnehmung der anderen als ebensolche Individuen. Im Miteinander können die Anlagen zur Empathie entwickelt werden. Rifkin besticht durch sehr fundierte und genaue Abläufe der Menschheitsgeschichte, verortet verstärktes Aufkommen von Empathie nach Krisen und Revolutionen, welche er sehr detailliert und dadurch auch oft zu ausschweifend und langatmig präsentiert. Ob all der Geschichtsflut geht die Argumentationskette oft unter. Überzeugen seine Geschichtskenntnisse mit Fakten, erscheinen seine Fazits in Bezug auf die Empathie mehr als Spekulation und wenn auch sinnvoll klingende, doch nicht wirklich belegte Gedankenexperimente. Dass Rifkin ob all der Geschichtsflut die Jahre der beiden Weltkriege völlig ignoriert, bei 1920 aufhört und 1947 wieder einsetzt, mutet merkwürdig an. Auch verwundert es, dass er über die gelebte Empathie der Jungsteinzeit besser informiert scheint als über heute, wo er alles in der Schwebe empfindet. Wie genau die gelebte Empathie der Jungsteinzeit fundiert gewusst werden kann, ist mir auch nach dem Lesen des Buches ein Rätsel. Trotz dieser Kritikpunkte finden sich in dem Buch einige sehr zutreffende Analysen der menschlichen Psyche und ausführliche Beschreibungen der Entwicklungen der Menschlichen Identität und deren Erforschung durch die Wissenschaft. Rifkin erkennt die Problematik der heutigen auf Materialismus eingestellten Welt deutlich und benennt die damit einhergehende Tendenz zur Selbstsucht, welche der Empathie im Wege steht. "Die Untersuchungen zum Glückssyndrom lassen vermuten, dass eine Gesellschaft mit einem gewissen behaglichen Lebensstandard und relativ geringen Unterschieden im Vermögen und Einkommen wahrscheinlich die glücklichsten Bürger hervorbringt." Wie realisierbar er die Lösung eines auf gleichem Einkommen und gleichem Vermögen basierenden Staates wäre, lässt er offen, ebenso zeigt sich an der Verwendung des Wortes „wahrscheinlich“, dass es auch reine Spekulation ist, dass dann alles besser und der Mensch glücklich wäre. Fazit Ein sehr informatives, detailliertes Geschichtsbuch, das in Bezug aufs Hauptthema der Empathie oft falsche Schlüsse zieht und zu Spekulationen neigt. Lesenswert als Ganzes, streng thematisch eher enttäuschend.

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  • Rezension zu "Die empathische Zivilisation" von Jeremy Rifkin

    Die empathische Zivilisation
    Sokrates

    Sokrates

    20. December 2011 um 13:37

    Rifkin erörtert zunächst auf gut der Hälfte des Buches die historische Entwicklung der Menschheitsgeschichte unter dem Gesichtspunkt der Empathieentwicklung. So zum Beispiel die für viele bekannten medizinisch-psychologischen Experimente an jungen Affen oder Babys, von menschlichem Kontakt fernzuhalten. Diese Forschungsergebnisse werden mit der Entwicklung von Empathie in Menschengruppen der Vorzeit parallel gesetzt. Deutlich werden soll so der Zuwachs emotionaler Fähigkeiten, die die Menschheit in den letzten Tausend Jahre zu verbuchen hat. Dem folgen in einem eigenen Kapitel historisch-chronologische Erörterungen zur Menschheitsgeschichte der jüngeren Zeit, also der letzten ca. 300 Jahre. – Hierzu will ich nicht viel schreiben, denn es wird davon auszugehen sein, dass der interessierte Leser sicher nicht völlig ohne Vorkenntnisse an die Lektüre herangehen wird. Manchen wird daher die Wiederholung bekannter Fakten langweilen; nichts neues schreibt Jeremy Rifkin, seine Deutungen und Beweisführungen hin zu einem größeren Empathiepotential in der Gesellschaft sind auch weder unlogisch noch unbekannt. Ein wenig kam bei mir Langeweile auf; ich habe weitergeblättert. Ebenso fiel mir ein – mitunter naiver – Optimismus auf: zwar haben Globalisierung und Wissensangleichung, Alphabetisierung und Internetrevolution zu einer größeren Vernetzung der Menschen geführt, doch für mich ist eben nicht zwangsläufig, dass wir dann automatisch mit den anderen Menschen mitfühlen, uns nachhaltig engagieren und vielleicht sogar auf eigenen Wohlstand verzichten würden, um dem Afrikaner eine Schulbildung zu ermöglichen. Für so einfach lösbar halte ich die globalen Probleme nicht, denn schon vor dem Internetzeitalter gab es über religiöse Netzwerke sehr wohl die Möglichkeit von Unterstützung und Patenschaften; zu einer signifikanten Erhöhung der Empathiebereitschaft dürfte es wohl nicht gekommen sein. Ich bin da etwas zweifelnd. Insgesamt war ich mit großen Erwartungen an das Buch herangegangen und war mittelmäßig enttäuscht. Eine Mentalitätsgeschichte hatte ich nicht erwartet. Hier und da auch mehr kritische Reflektion. Wenn die Welt wirklich so empathisch wäre, hätten wir heute nicht diese Probleme oder würden sie jetzt intelligenter lösen.

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