Jeri Taylor Star Trek, Voyager, Schicksalspfade

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Inhaltsangabe zu „Star Trek, Voyager, Schicksalspfade“ von Jeri Taylor

Auf einer Erkundungsmission gerät ein Teil der Voyager-Crew in die Hände der kriegerischen Subu. Chakotay, Tom Paris, Tuvok, Neelix und einige andere landen in einem Kriegsgefangenlager, aus dem es kein Entkommen gibt. Um ihre Moral und Entschlossenheit aufrechtzuerhalten, beschließen sie, dass jeder die Pfade seines Schicksals schildert, die ihn auf die Voyager geführt haben.
Während sie sich notdürftig in dem Lager einzurichten versuchen, wird die abendliche Lebensgeschichte zum lebensrettenden Ritual: die von dem rebellischen jungen Nachfahren indianischer Kolonisten; die von dem interstellaren Schrotthändler, der für seine Liebe Kopf und Kragen riskiert; und die von dem Vulkanier, der schier an einer menschlichen Frau verzweifelt, bevor er ihr treuester Gefährte wird...
Gegen die militärische Macht der Subu kann die Voyager nichts ausrichten. Doch Captain Kathryn Janeway hat da noch ein paar Tricks im Ärmel...

"Schicksalspfade" ist mit satten 647 Seiten der dickste Star Trek-Roman, den ich kenne. Aber es ist so toll geschrieben, dass man diese 647 Seten wegliest wie nichts!

— Ameise

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  • Rezension zu "Star Trek, Voyager, Schicksalspfade" von Jeri Taylor

    Star Trek, Voyager, Schicksalspfade

    artphilia

    28. September 2011 um 09:05

    Schicksalspfade ist eins meiner Lieblingsbücher zu Voyager. Ich fand die Idee klasse mal zu 'zeigen' wie und wo die Hauptcharaktere vor Beginn der 'Serie' waren. Dass Tom und B'Elanna sich bereits kannten, ist nicht ganz sinnig, aber dennoch eine lustige Idee. Passte halt nicht zum Canon der Serie. Die übrigen Stories fand ich aber nicht schlecht. :)

  • Rezension zu "Star Trek, Voyager, Schicksalspfade" von Jeri Taylor

    Star Trek, Voyager, Schicksalspfade

    Ameise

    01. August 2010 um 11:47

    Es gab einmal eine Zeit, in der ich mich weigerte, "erfundene" Star Trek-Romane zu lesen, und las deshalb ganz stur nur die Bücher zu Filmen oder TV-Folgen. Meine Meinung änderte ich erst, als im Jahre 2002 "Schicksalspfade" erschien. Obwohl "Voyager" nie meine Lieblingsserie bei Star Trek war, verschlang ich den fast 650 Seiten starken Wälzer innerhalb weniger Tage und war völlig hin und weg von diesem Roman. Nun habe ich mir dieses Buch ein zweites Mal vorgenommen (immerhin hatte es noch keine Rezension!), und war neugierig, ob es mich auch heute noch so begeistern kann wie damals. Die Antwort: Klar kann es das! "Schicksalspfade" ist kein gewöhnlicher Star Trek-Roman, sondern im Grunde nichts weiter als die Vorgeschichte der Voyager-Hauptfiguren. Die Rahmenhandlung ist eher simpel und schnell erzählt: Von einem Moment zum anderen finden sich Mitglieder der Voyager-Crew in einem außerirdischen Arbeitslager wieder. Sie planen, einen Transporter zusammenzubasteln, um sich aus dem Lager herauszubeamen. Die Vorbereitungen erweisen sich als kompliziert, gefährlich und langwierig, und die Lebensbedingungen sind katastrophal. Gerade diese schwierigen Verhältnisse schweißen aber die Gefangenen noch stärker zusammen als vorher, und so erzählt jeden Abend ein anderes Crewmitglied ganz offen über sein Leben vor der Voyager und enthüllt dabei oft auch einschneidende Erlebnisse in der Vergangenheit, die lange geheim blieben. Schon mit "Mosaik" bewies Jeri Taylor, dass die Vorgeschichte einer Star Trek-Figur, in diesem Falle Kathryn Janeway, viel spannender sein kann als ein übliches 08/15-Abenteuer nach dem Motto "Auf der Suche nach Ersatzteilen/Vorräten/einer Abkürzung gerät die Voyager in Konflikt mit Spezies xy". Natürlich funktioniert dieses Rezept nicht nur beim Captain, sondern auch mit den anderen Figuren. So können wir miterleben, wie der junge Chakotay so gar nicht in die Fußstapfen seines traditionsbewussten Vaters treten wollte, wie Harry Kim als verhätscheltes Musikgenie während der Sternenflottenausbildung an seine Grenzen gehen musste, wie B'Elannas klingonisches Erbe ihr ein Außenseiterdasein bescherte, wie Tom Paris einen steilen Absturz vom hoffnungsvollen Kadetten zum Sträfling hinnehmen musste, wie Neelix' Leben nach der Metreonkaskade aus den Fugen gerät und wie die höchst unlogischen Menschen Tuvok immer wieder Rätsel aufgaben. Überraschenderweise erhalten wir auch einen ausführlichen Einblick in das Leben von Kes, obwohl sie sich zum Zeitpunkt dieser Geschichte (ca. Anfang der fünften Staffel) nicht mehr an Bord der Voyager befand. Und wer hätte gedacht, dass die sanfte Ocampa bei ihrem Volk eine derartige Rebellin war? Über Seven of Nine gibt es leider nicht viel zu berichten, da sie ja schon als kleines Kind von den Borg assimiliert wurde. Jeri Taylor, ehemals ausführende Produzentin bei "Voyager", ist auch eine richtig gute Romanautorin mit dem Talent, einfach nur gute Geschichten zu erzählen. Sie greift unzählige Fäden auf, die in der Serie angesprochen wurden, und baut diese geschickt in die Lebensläufe der Voyager-Crew ein. So verleiht sie einem Charakter nach dem anderen Profil, und zwar so, dass man die Figuren trotzdem noch wiedererkennt. Was macht es da schon, dass manche Sachen dann später noch vom Kanon widerlegt wurden, z.B. Tuvoks emotionale Phase seiner Jugendzeit, von der wir in der Folge "Schwere" Zeuge wurden, oder der Name von B'Elannas Mutter. Es ist auch überhaupt nicht schlimm, dass die Rahmengeschichte weder originell noch spannend ist, denn die ist sowieso zweitrangig. Jeri Taylor hält sich auch gar nicht lange damit auf: Weder gibt es eine große Einleitung noch eine Erklärung, warum die Voyager-Leute überhaupt in dem Gefangenenlager landeten - das hätte nur gestört und sowieso niemanden interessiert. Hier geht es nun mal in erster Linie um die Biografien, und die sind mal spannend, mal tragisch, mal witzig, aber niemals langweilig. Hat man einmal angefangen zu lesen, kann man nicht mehr damit aufhören, und die 647 Seiten vergehen wie im Flug. Erwähnenswert finde ich noch, dass Fähnrich Vorik hier eine größere Rolle spielt. Das hängt vielleicht damit zusammen, dass dessen Darsteller Alexander Enberg der Sohn der Autorin ist. Janeways Part ist diesmal winzig, aber sie hatte ja im Vorgänger "Mosaik" ihren großen Auftritt. Lustigerweise gibt es in der Tuvok-Geschichte eine Szene, die auch in "Mosaik" vorkommt, nur dass man sie diesmal aus der Sicht des Vulkaniers erlebt. Das MHN ist hier leider nirgendwo zu finden, da dem Doktor nun mal eine Vorgeschichte fehlt. Fazit: Wer es liebt, mehr über die Star Trek-Charaktere zu erfahren, für den ist "Schicksalspfade" genau das richtige. Die Autorin hat einen sehr angenehmen, warmherzigen Schreibstil, so dass sich der Roman ganz locker weglesen lässt. Obwohl ich die Mehrzahl der Voyager-Romane noch nicht gelesen habe, kann ich mir schwer vorstellen, dass die anderen mit diesem Buch mithalten können. Nur "Mosaik" fand ich noch einen Tick besser.

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