Jerome Charyn

 3.5 Sterne bei 15 Bewertungen
Autor von Erbarmungslose Stiere, Unter dem Auge Gottes und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Jerome Charyn

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Jerome CharynUnter dem Auge Gottes
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Unter dem Auge Gottes
Unter dem Auge Gottes
 (4)
Erschienen am 26.09.2013
Jerome CharynDie dunkle Schöne aus Weißrußland
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Die dunkle Schöne aus Weißrußland
Jerome CharynEl Bronx
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El Bronx
Jerome CharynWinterwarnung
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Winterwarnung
Winterwarnung
 (1)
Erschienen am 19.01.2017
Jerome CharynLittle Tulip
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Little Tulip
Little Tulip
 (1)
Erschienen am 01.06.2015
Jerome CharynMarilyn the Wild
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Marilyn the Wild
Marilyn the Wild
 (1)
Erschienen am 19.07.2016
Jerome CharynDer gute Bulle
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Der gute Bulle
Der gute Bulle
 (0)
Erschienen am 26.09.2016
Jerome CharynMarias Mädchen
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Marias Mädchen
Marias Mädchen
 (0)
Erschienen am 31.10.2016

Neue Rezensionen zu Jerome Charyn

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tsukitia16s avatar

Rezension zu "Erbarmungslose Stiere" von Jerome Charyn

So tickt der typische Stier
tsukitia16vor 2 Monaten


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Titel: Erbarmungslose Stiere (Bd. 2 der Astrokrimi-Serie; jedes Buch ist aber unabhängig von den anderen Teilen)
Autoren: Andrew Vachss, Dagmar Scharsich, Marion Schwarzwälder, Dietrich Schwanitz, Jerome Charyn, Maeve Carels, Astrid Paprotta
Genre: Krimi, Astro-Krimi, teilweise Thriller
Verlag: Eichborn AG
Erschienen: März 2000
Seitenanzahl: 185 + 6 Seiten Informationen über die Autoren und Herausgeberinnen
~~~
21. April bis 20. Mai - Stiere haben einen Hang zur Gemütlichkeit und ein Händchen für Geldgeschäfte. So sagt man. Aber wussten Sie, wie ein Stier sich immer das leckerste Eisbein sichert? Was Musterschüler, die im Sternzeichen Stier geboren sind, in ihrer Freizeit treiben? Was einen Schuhverkäufer mit Sternzeichen Stier zum Massenmord treibt? Können Sie sich vorstellen, wie eine Mädchen-Gang aus lauter Stierfrauen den Potsdamer Platz unsicher macht? Wie Attentäter entlarvt werden, die Politiker mit Sternzeichen Stier im Fadenkreuz haben? Und haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, was wohl mit Stiermännern passiert, wenn es zweimal im Monat einen Vollmond gibt?

Meine Meinung:
In diesem Büchlein gibt es 7 Kurzgeschichten von und über Stiere. Die Rede ist aber von dem Sternzeichen Stier oder auch (lat.) Taurus. Alle Geschichten sind unabhängig voneinander und jede von ihnen wurde von einem anderen Autor geschrieben. Ideal ist dieses Buch als Geschenk, für zwischendurch, für Astrologie-Interessierte oder für eher Lesefaule. Ich werde jede Geschichte in kurzen Sätzen bewerten und anschließend Schulnoten für einzelne Kategorien angeben.
Bei dieser Buchreihe handelt es sich um Astro-Krimis. Für jedes Sternzeichen gibt es ein Buch.
Die Autoren sind mir alle unbekannt.
Übrigens (falls es jemanden stören sollte) ist der Text noch in der alten Rechtschreibung verfasst.

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- Die Macht des Mondes von Andrew Vachss
(aus dem Amerikanischen von Doris Engelke; 18 Seiten)
Über den Autor: "Waage oder Skorpion, je nachdem, wer die Berechnungen anstellt", ist so ziemlich das einzige, was über Andrew Vachss' Horoskop in Erfahrung zu bringen ist. Im Jahr 1942 wird der exzentrische Autor in New York geboren. Er wächst dort auf und arbeitet als Leiter einer Anstalt für schwer kriminelle Jugendliche und später als Rechtsanwalt für missbrauchte Kinder. Zu seinen literarischen Erfolgen gehören: "Shella", "Kata", "Strega", "Blue Bell", "Hard Candy", "Verrat" und "Safe House". Literarisch ausgezeichnet wird er mit dem "Grand Prix de Littérature Policière", dem "Falcon" und dem Deutschen Krimipreis. Seine Lebenseinstellung "I've done the best I can, and I intend to die trying." ("Ich habe das Beste getan, was ich konnte, und werde das bis zu meinem Tod halten.")
Den Dialekt fand ich eher nervig und zu übertrieben. Weniger ist mehr wäre hier angenehmer gewesen. Unklar war mir warum der Hauptcharakter ziemlich liebevoll mit dem Verhafteten umgeht. Ich glaube zwar warum, bin mir aber nicht sicher. Vielleicht hätte man das noch etwas erklären können. Das Ende fand ich gelungen und überraschend. Falls ich es richtig verstanden habe.
Schreibstil: 3
Idee + Umsetzung: 2
Spannung: 3
Charaktere: 2
Ende: 1
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

- Hundsnächte von Dagmar Scharsich
(26 Seiten)
Über die Autorin: Erst beim Schreiben ihrer Astrokrimis sind Dagmar Scharsich die Zusammenhänge zwischen der Konstellation der Planeten zur Geburtsstunde und dem Charakter eines Menschen klargeworden. Seitdem ist die am 1. Juni 1956 um 8:30  in Magdeburg geborene Krebsfrau offen für die Botschaften der Sterne. Die studierte Kultur- und Theaterwissenschaftlerin veröffentlicht Theaterstücke wie "Wenn die Smorra geht" und "Radieschen von unten oder Wer kennt Hilli Görler?", den Kriminalroman "Die gefrorene Charlotte" und Hörspiele für den NDR und die Deutche Welle. 1994 wird sie mit dem Brandenburgischen Literatur-Förderpreis ausgezeichnet. Scharsich lebt mit Stiermann und -söhnen in einem kleinen Dorf in Brandenburg. 
Die Idee fand ich richtig klasse. Auch das Ende war ein richtiges "WTF-Ende". Der Schreibstil wurde gut angepasst. Ich brauchte echt lange, um zu verstehen aus wessen Perspektive erzählt wurde. Das war aber vielleicht mit Absicht, weil es die Geschichte noch zusätzlich ansprechender machte.
Schreibstil: 2
Idee + Umsetzung: 1
Spannung: 2
Charaktere: 2
Ende: 1
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


- Stierblut von Marion Schwarzwälder
(24 Seiten)
Über die Autorin: "Astrologie ist, wenn Stier trotzdem lacht", kommentiert Marion Schwarzwälder die Weisheit der Sterne und illustriert diese These mit ihrem Astrokrimi. Als am 16. Mai 1954 in Villingen im Schwarzwald Geborene studiert sie Ältere und Neuere Deutsche Literatur, macht eine Rhythmikausbildung und spielt in einem Trio das Saxophon. Die Stierfrau verfasst Erzählungen, Buchbesprechungen, Reise-Essays und Krimis, wie "Trio Berlin" und "Tod nach Noten". Schwarzwälder zieht in ihrem Leben etwa 25mal um und residiert heute in Berlin.
An sich war die Geschichte total cool und interessant. Nur leider war das Ende mehr als lahm. Den Dialekt fand ich hier wiederum passend und es fing nicht (wie in der ersten Geschichte) an zu nerven. Die Thematik mit dem Blut hätte man noch ruhig mehr ausbauen können. Diese Idee war nämlich klasse.
Schreibstil: 2
Idee + Umsetzung: 1 (Idee) 3 (Umsetzung)
Spannung: 2
Charaktere: 2
Ende: 4
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

- Der Stier in der Mausefalle von Dietrich Schwanitz
(44 Seiten)
Über den Autor: Genau um fünf Uhr morgens kommt Dietrich Schwanitz am 23. April 1940 inm Werne an der Lippe zur Welt. Der kleine Stier verlebt seine Kindheit ohne Schulbesuch bei mennonitischen Bergbauern in der Schweiz und besucht später das Gymnasium in Kamen. Er studiert, promoviert und habilitiert in Anglistik und schreibt Bestseller "Der Campus" und "Der Zirkel" sowie ein Werk über Allgemeinbildung. Schwanitz hat am selben Tag wie Shakespeare Geburtstag, was zunächst zu einer Identifikation mit dem Barden führt. Um so erschrockener ist er, als er erfährt, dass Shakespeare an seinem Geburtstag starb und zwar aller Wahrscheinlichkeit nach infolge eines Trinkgelages mit Freunden. Seitdem vermeidet Schwanitz jeden Art von Sauferei an seinem Geburtstag und schreibt statt dessen Astrokrimis, die sich mit Shakespeare Horoskop befanssen.
Für Rätselliebhaber geeignet - für mich schon wieder zu anstrengend (vor allem als es zu den mathematischen Sachen kam). Auch hier war die Idee interessant, aber trotzdem war ich bei der Geschichte froh als sie vorbei war. Diese Story war eindeutig nichts für mich. Wer es etwas anspruchsvoller mag - dem wird diese Geschichte definitiv gefallen. Außerdem ist diese Kurzgeschichte recht lang und im Vergleich zu den anderen Geschichten merkt man das auch ganz deutlich. Diese Erzählung ist nämlich deutlich "ausgebauter" als die anderen.
Schreibstil: 2
Idee + Umsetzung: 3
Spannung: 3
Charaktere: 2
Ende: 3
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

- Das Auge Gottes von Jerome Charyn
(Aus dem Amerikanischen von Jürgen Bürger; 20 Seiten)
Über den Autor: Im New York des New Deal kommt am 13. Mai 1937 Jerome Charyn zur Welt. Sein Sternzeichen, der Stier, macht ihn hartnäckig und verrückt genug, um Krimis à la "Blue Eves", "Der gute Bulle", "Tödliche Romanze", "Paradise Man", "Marilyn the Wild" und "Maria" zu schreiben. Er erhält den "Rosenthal Award of the American Academy and Institute of Arts and Letters", den "National Endowment for the Arts Award in Fiction" und den französischen "Officier des Arts et des Lettres". Charyn lebt und arbeitet in Paris und in seiner Geburtsstadt. Sein fiktives New York, angesiedelt in einer nahen Parallelwelt und gesegnet mit dem Polizeipräsidenten Isaac Sidel, der zum US-Präsidenten aufsteigt, ist für manche bereits ein lohnenderes Reiseziel als das reale Vorbild. 
Auch diese Geschichte hat mir eher weniger zugesagt. Erstens weil sie sehr politisch ist (und für sowas interessiere ich mich halt eher weniger) und zweitens weil manche Sachen/Geschehnisse für mich eher unverständlich waren. Warum darf keiner wissen, dass der Vizepräsident eine Astrologin hat? Warum küsst der Vizepräsident seinen fast-Mörder auf die Stirn, obwohl er die Tat nicht mal bereut? Außerdem kommen viel zu viele Charaktere darin hervor, sodass man durcheinander kommt. Man hat keine Zeit (bei 20 Seiten) die Leute kennen zulernen und die Zusammenhänge zu verstehen. Das Ende wäre toll gewesen, wenn es besser rüber gebracht und nicht so schnell "daher erzählt" wurden wäre.
Schreibstil: 3
Idee + Umsetzung: 3 (Idee) 4 (Umsetzung)
Spannung: 3
Charaktere: 3-4
Ende: 3
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

- Mein Freund Herb von Maeve Carels
(24 Seiten)
Über die Autorin: An einem Frühlingsmorgen um 9 Uhr 14 kommt Maeve Carels in Jever zur Welt. Ihr Geburtsdatum 4. Mai 1956 macht sie zu einer Stierfrau und damit zu einen schweren Fall von Jähzornfälligkeit. Noch traumatischer allerdings sind für Carels die Erwartungen, die andere aufgrund ihrer Sternzeichens an sie stellen: häuslich, praktisch, geduldig, sparsam und zuverlässig zu sein. Carels arbeitet als Sozialarbeiterin, Journalistin, Wahrsagerin (Tarot) und veröffentlicht "Lieb, Töchterlein", "Schneewittchens Unschuld" und die mehrbändige "Geverensand"-Krimireihe. Die Düsseldorferin mit Aszendent Krebs hält von Astrologie nichts, gibt ein heimliches Liebesverhältnis aber zu.
Diese Geschichte fand ich spitze. Idee und Ende waren herausragend. Man fiebert richtig mit. So extrem, wie hier, hatte ich es bei den anderen Storys nicht. Außerdem kommen die Charaktereigenschaften gut zur Geltung. Man erfährt viel über sie, obwohl es sich nur um eine kurze Geschichte handelt. Hat mir jedenfalls richtig gut gefallen.
Schreibstil: 2
Idee + Umsetzung: 1
Spannung: 1
Charaktere: 1
Ende: 1
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Der Schuhverkäufer von Astrid Paprotta
(15 Seiten)
Über die Autorin: Als astrologie-skeptischer Zwilling hat Astrid Paprotta mit der Weisheit der Sterne nicht viel am Hut. Nach dem Abitur studiert sie Psychologie und arbeitet in der Psychiatrie. Heute ist sie Journalistin und Autorin. Sie erhält ein Literaturstipendium Edenkoben und veröffentlicht 1997 "Der Mond fing an zu tanzen" und 1999 "Mimikry". 
Hier haben wir wieder einen richtiges "WTF Ende". Am Anfang dachte ich: Mh, naja. Geht schon. Ich fand die Storyline eher plump und 0815. Aber das Ende haut nochmal alles raus. Ich musste zweimal lesen, um sicher zu gehen, dass ich richtig gelesen habe und ich nicht etwas falsch verstanden hatte. Zum Schluss des Buches eine super Short Story.
Schreibstil: 3
Idee + Umsetzung: 2-3
Spannung: 3
Charaktere: 1
Ende: 1
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Ich bin selbst als Sternzeichen Stier und ich hatte dieses Buch von meiner Mutter geschenkt bekommen. Und endlich habe ich es gelesen. Mir haben die meisten Geschichten gut gefallen. Ich habe mich nicht in den Charakteren wiedererkannt, aber die typischen Merkmale (aus dem Internet) eines Stieres treffen, wenn dann, nur zur Hälfte auch mich zu. Die Autoren haben dennoch typisches Verhaltensmuster und Eigenschaften von Stieren eingebaut und das Thema: Stier wird in diesem Buch deutlich in den Vordergrund gestellt und das Ziel ein Buch über Stiere zu schreiben wurde bestens erfüllt.
Wer mehr über das Sternzeichen Stier erfahren möchte, der kann sich hier durchstöbern.



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Anne-Kuhlmeyers avatar

Rezension zu "Unter dem Auge Gottes" von Jerome Charyn

genial!!!
Anne-Kuhlmeyervor 5 Jahren

Nun ist schon so viel zu dem Roman geschrieben worden – begeistert Überschäumendes, spritzig Glitzerndes und Superkluges, recht passend, dass man sich gar nicht traut ...
Aber: Seien Sie mutig, lassen Sie sich nicht abschrecken, trauen Sie sich!
Denn man kann diesen Roman lesen, wie man will. Von allen Seiten quasi. Aus allen möglichen Perspektiven. Auf allen Ebenen. Nimmt man zum Beispiel die höckerige Oberfläche: Isaak Sidel, ein Cop aus der Bronx wird Bürgermeister von New York, Vizepräsident der Vereinigten Staaten, heimlicher und eigentlicher Präsident? Hä? Okay, der Roman spielt in New York Ende der 1980er. Da is alles drin.
Sidel trägt Second-Hand-Militärmäntel und seine Glock, die er auch benutzt, also gegen das Böse und so. Er liebt Walnusskekse. Er kann gar nicht ohne sie. Er liebt überhaupt. Also ganz generell. (Seine Bronx. Inez, die Richtige und die Falsche, die aber auch eine Richtige ist. Das legendäre Ansonia-Hote in Manhattenl, in dem sie wohnt. David Pearl, den kleinen, ewig jungen Oberganoven, Banker, Landnehmer, Solipisten, den David im Goliath, den Lehrer, Bewahrer und ... das führt zu weit.) Obwohl er schon so alt ist. Die zwölfjährige Marianna, Tochter des Präsidenten zum Beispiel, die Firstlady, die die Walnusskekse bäckt und auch sonst mit den wundervollsten weiblichen Attributen glänzt.
Ups, da wären wir jetzt eine Ebene drunter. Kinder sind keiner Kinder, weder Marianna noch David Pearl, der als 9jähriger den Gangsterboss Arnold Rothstein beriet. Zumindest spielen sie keine kindlichen Rollen. Vielmehr werden sie verstanden, wie man sie bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts verstanden hat, als Miniaturerwachsene. Zwar werden sie ernst genommen, aber auch verkannt, erhöht und paternalisiert. Sidel will man eine Lolita-Affäre anhängen, um ihn und damit den Präsidenten zu diskreditieren. Tatsächlich beschützt er das Mädchen. Irgendwie. Und er liebt sie. Missbrauch steht im Raum, deutlich. Den gibt es aber nicht, eigentlich. Uneigentlich aber eben doch, im Sinne der Paternalisierung.
Marianna jedenfalls wird erst einmal weggeschafft. Keine Walnusskekse mehr.
Auch der jugendliche Sidel kommt vor: Neugierig, wagemutig und rebellisch, wie es sich gehört. Sein Vater war Handschuhfabrikant. Für so Leute, die dringend Handschuhe aus feinstem Leder brauchen, damit sie sich die Finger nicht dreckig machen. Jedes verdammte Detail ist eine Metapher. Oder auch nicht. Je nachdem, wie man den Roman liest. In jungen Jahren lernt Isaak David Pearl kennen und ist fasziniert von seinen Geschichten und von seiner Chuzpe. In späteren Jahren ist Sidel Pearl in fröhlicher Ambivalenz zugetan und in verhasster Verbundenheit. Pearl ist eigentlich der Superkriminelle, den er bekämpfen müsste, was auch tut, irgendwie. Und von dem er abhängig ist, auch wenn er behauptet, nicht gewusst zu haben, dass der ihn protegierte.
Tausendundeine Facette, Ebene, Perspektive von diesem Roman könnte man beleuchten.
Vielleicht ist das sein Wesen: Es gibt alles und alles auch nicht oder vielleicht oder ein bisschen. Oder es würde es geben können.
Nur eines ist sicher: Du gehörst dem, auf dessen Land du stehst.
Und nu gucken Sie mal unter Ihre Füße. 

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