My New Big Greek Family

von Jesko Wilke 
3,9 Sterne bei11 Bewertungen
My New Big Greek Family
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F

Schöner Roman

sydneysider47s avatar

Mir hat bei der Lektüre das „gewisse Etwas“ gefehlt. Der Schluss ist zwar überraschend, die Handlung aber wenig mitreißend.

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Inhaltsangabe zu "My New Big Greek Family"

Max lebt in Harburg, einer grauen Vorstadt von Hamburg, und ist schüchtern, weltfremd und einsam. Als er den Griechen Yannes trifft, ändert sich sein Leben radikal. Fasziniert von dessen Machogetue und krummen Geschäften, checkt Max aus dem Hotel Mama aus und bei Yannes ein. Als dann Yannes’ griechische Verwandtschaft glaubt, in Max den verlorenen Sohn und Halbbruder wiedergefunden zu haben, lässt er sich auf ein Abenteuer ein: Anstatt die Verwechslung aufzuklären, nimmt Max die Einladung nach
Griechenland an – mit unglaublichen Folgen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783957611802
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:224 Seiten
Verlag:Lago
Erscheinungsdatum:14.08.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Frickelvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Schöner Roman
    Schöner Roman

    Max ist schüchtern und zurückhaltend. Er lernt den griechen Yannes kennen. Er zieht zu Yannes und bekommt eine Einladung nach Griechenland. Yannes Eltern glauben das Max der verlorene Sohn und Halbbruder ist.  Max nimmt die Einladung nach Griechenland an, und sein Leben gerät Durcheinander.

    Ein schöner Roman, der flüssig geschrieben ist und mir sehr viel Spass gemacht hat zu lesen.

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    Blausterns avatar
    Blausternvor 7 Monaten
    My new big greek family

    Max ist Mitte 30, zurückhaltend und einsam, obwohl er noch bei seiner Mutter wohnt. Das soll sich fortan aber ändern. Er findet eine Wohngemeinschaft bei dem Halbgriechen Yannes, der so ganz anders als er ist, was ihm gut gefällt. Er ist ein Macho und nimmt es nicht so genau mit dem Gesetz, so sitzt er öfters mal im Bau. Da befindet er sich gerade wieder, als Yannes‘ Verwandtschaft aus Griechenland anrückt und ihn für den verlorenen Sohn hält. Max versucht es richtigzustellen, doch davon will niemand etwas hören, und schon befindet er sich inmitten des ganzen Clans in Griechenland.
    Eine witzige Geschichte für nebenbei oder im Urlaub zu lesen, recht oberflächlich, aber mit einem einfachen Schreibstil, immer mal wieder zum Schmunzeln, in was Max da hineingerät aufgrund seiner tollpatschigen Art. Max erzählt die Geschichte aus seiner Sicht. Die Kapitel sind kurz, somit schnell zu lesen. Schön sind die griechischen Einsprengsel. Das Ende ist dann schon überraschend, obwohl die Handlung eher so vor sich hinläuft.

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    sydneysider47s avatar
    sydneysider47vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Mir hat bei der Lektüre das „gewisse Etwas“ gefehlt. Der Schluss ist zwar überraschend, die Handlung aber wenig mitreißend.
    Max reist nach Griechenland

    Die Handlung:

    Max ist 35 Jahre alt, hat einen sicheren Job als Layouter für eine Angelzeitschrift und wohnt in Hamburg. Das klingt ganz gut. Allerdings wohnt Max noch bei seiner Mutter – im „Hotel Mama“ also. Er will umziehen und findet eine Bleibe in einer Wohngemeinschaft. Dort wohnt der Grieche Yannes, spontan, unberechenbar – allerdings auch ein Kleinkrimineller. Als Yannes einmal wieder im Gefängnis sitzt, lernt Max Yannes‘ bezaubernde Cousine Anastasia kennen. Sie nimmt an, dass er Yannes ist. Max erzählt ihr die Wahrheit – aber sie will ihm nicht glauben. Sie will glauben, dass er Yannes ist und lädt ihn ein nach Griechenland, damit er dort seine Verwandtschaft kennen lernt.

    Max reist nach Griechenland und stürzt dort von einem Abenteuer ins nächste….

     

    Meine Meinung:

    Ich habe das Buch „Das Leben ist ein zotteliges Ungetüm“ von Jesko Wilke gelesen und war davon sehr angetan. Deswegen habe ich mich sehr auf die Lektüre von „My Big Greek Family“ gefreut. Das Buch sieht ja schon mal sehr ansprechend aus. Ich mag das bunte, witzige Cover. Auch die Schrift ist sehr lesefreundlich, die Kapitel sind kurz und die Idee, einige griechische Dialoge in griechischer Schrift darzustellen, finde ich sehr gelungen! Es gibt einige Rechtschreibfehler, die man korrigieren sollte – einige habe ich überlesen  (beispielsweise auf Seite 192: Im Satz „Wenn ich richtig informiert bin, sind sie sogar der alleinige Besitzer“. Das Wort „Sie“ muss hier mit einem großen S beginnen) – deswegen will ich hier auch keine Sterne abziehen.

    Die Handlung jedoch konnte mich nicht ganz überzeugen. Vielleicht lag das daran, dass mir weder Max, noch Yannes sonderlich sympathisch waren. Max ist der Ich-Erzähler, er ist unbeholfen, fast tölpelhaft, und er schlittert von einem Fettnäpfchen ins nächste. Manche Szenen, die er schildert, sind mir zu detailliert. So wollte ich nicht so ausführlich lesen, wie ihm beispielsweise im Flugzeug schlecht wird.

    Die Handlung zeigt, was passieren kann, wenn einem Menschen Leute nicht zuhören WOLLEN. Ich möchte nicht Max den Vorwurf machen, die griechische Verwandtschaft von Yannes ausnutzen zu wollen – zumal er ja mehrfach erklären wollte, wer er wirklich ist – aber die Griechen ihm nicht glauben wollten.

    Man liest das Buch, um zu erfahren, wann die Wahrheit enthüllt wird: dass Max nicht Yannes ist. Und man will natürlich wissen, wie es mit Max und Anastasia weitergeht – denn hier entspinnt sich eine zarte Liebesgeschichte.

    Mir hat bei der Lektüre das „gewisse Etwas“ gefehlt – also irgendein Witz oder eine Cleverness, die ich im Buch „Das Leben ist ein zotteliges Ungetüm“ so gut fand. Der Schluss ist zwar überraschend, die Handlung aber wenig mitreißend. Deswegen gibt es von mir drei von fünf Sternen.

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    Gelindes avatar
    Gelindevor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Geschichte die sehr witzig und humorvoll beginnt, für mich aber zu sehr abflacht und in eine schnöde Liebesgeschichte übergeht
    My New Big Greek Family

    My New Big Greek Family, von Jesko Wilke

    Cover:
    Die Farben sind passend gewählt.

    Inhalt:
    Max, schon über 30, etwas schüchtern und weltfremd, lebt noch bei seiner Mutter.
    Er beschließt dies zu ändern und das Schicksal schickt ihm den Halbgriechen und Macho Yannes über den Weg.
    Damit beginnt eine Reihe von Änderungen.
    Max zieht bei seiner Mutter aus und bei Yannes ein, die „Vollblutkatze“ Sarah wird seine Freundin und als Yanes´ griechische Verwandtschaft auftaucht und Max für ihren verloren geglaubten Sohn und Halbbruder hält, nimmt das Schicksal seinen Lauf.

    Meine Meinung:
    Die Geschichte beginnt sehr witzig und humorvoll.
    Doch dann wird sie in meinen Augen immer trivialer und der witzige und satirische Humor wird immer gewöhnlicher und „Gags“ sind altbekannt.
    So kann ich nicht mehr über den „Tölpel“ lachen, der aus der Asche aus der Urne einer Verstorbenen Kaffee kocht (nicht nur dass der Witz uralt ist, ich denke hierzu müsste man Blind und die Geschmacksnerven amputiert sein).
    Die Liebesgeschichte die dann eingebaut ist, finde ich auch unnatürlich überzogen und sie dient mir eher als Platzfüller.
    Auch das Friede-Freude-Eierkuchen-Happy-End passt mir nicht zu dem Beginn des Buches.

    Was mir sehr gut gefallen hat, waren die speziellen Schriftzeichen die für die griechische Sprache standen – klasse gemacht.

    Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt.
    Würde ich dem ersten Teil noch 5 Sterne geben (ironisch, kratziger Humor, „irre“ Hausbewohner), so bekommt der zweite Teil mit der beginnenden Liebesgeschichte gerade mal noch 3 Sterne, das weichgespülte Happy End dann nur noch 1 Stern.
    So komme ich auf meine 3 Sterne für das ganze Buch.

    Autor:
    Jesko Wilke, 1959 in Hamburg geboren, studierte Philosophie, Kunsttherapie und Kunstpädagogik und war danach einige Jahre in verschiedenen sozialen Einrichtungen tätig. Seit 2001 ist er Sachbuchautor und freier Journalist und schreibt für verschiedene Magazine.
    Jesko Wilkes zweites Standbein sind humorvolle Romane.

    Mein Fazit:
    Eine Geschichte die sehr witzig und humorvoll beginnt, für mich aber zu sehr abflacht und in eine schnöde Liebesgeschichte mit altbekannten und zu gewollten Gags wechselt.

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    Lesefreudes avatar
    Lesefreudevor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Ein sehr leichtes Buch, das Spaß macht zu lesen.
    My new life...

    "My new big Greek Family" ist ein sehr leichtes Buch, das total Spaß macht zu lesen. Zum abschalten zwischendurch genau perfekt, da man auch immer wieder zum lachen gebracht wird durch total verquere Situationen. 
    Mir hat es große Freude gemacht, das Buch zu lesen. Selbst wenn ich mich zwischendurch immer wieder über Max und darüber, dass er einfach nicht in die Gänge kommt, aufregen musste! Hätte das ganze am Liebsten irgendwann selbst in die Hand genommen ;) 


    Das Buch ist im allgemeinen recht einfach und nichts wirklich besonders, außerdem hat mir das Format leider nicht so wirklich gefallen - einfach zu groß für ein Taschenbuch und dadurch sehr unangenehm zum halten. Gebe aber trotzdem gute vier Sterne, da ich wirklich Spaß am lesen hatte :)

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    fredhels avatar
    fredhelvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Nett und turbulent, hat mich gut unterhalten können
    Maxios

    Das Cover trifft es ganz gut: wer einmal in Griechenland war, erkennt das typische Türkis wieder, das einem in diesem sonnigen Land stets begegnet. Auch  der spröde Max aus Hamburg macht diese Erfahrung, denn durch eine Verwechslung mit seinem WG-Mitbewohner taucht er auf einer idyllischen griechischen Insel ein in eine herzliche Grossfamilie. Dort erlebt er haarsträubende Abenteuer und verliert sein Herz.

    Zuerst tat ich mich etwas schwer mit Yannis (dem Kumpel von Max). Er ist nicht das dargestellte Schlitzohr, sondern genau genommen ein Kleinganove, und auch in der griechischen Grossfamilie geht nicht alles ganz koscher zu, auch beziehungsmäßig nicht. Aber die turbulente Handlung hat mich dann doch schnell mitgerissen. Es ist einfach schön, die Entwicklung vom Muttersöhnchen Max zum herzlichen Neugriechen Maxios zu verfolgen. Immer hat sich Max nach Vater und Familie gesehnt. Die Familie von "Onkel" Christos ist die Erfüllung seiner Wünsche und Cousine Anastasia lässt sein Herz schneller klopfen.

    Ich fand diese kleine Liebeskomödie nett und kann sie wärmstens als leichte Urlaubslektüre empfehlen.

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    maulwurf789s avatar
    maulwurf789vor 10 Monaten
    spritzige, kurzweilige Lektüre

    Max ist 35 Jahre alt, berufstätig und wohnhaft bei seiner Mutter in Hamburg. Er ist schüchtern, weltfremd und auch recht einsam. Eines Tages lernt er den Griechen Yannes kennen - mit ungeahnten, weitreichenden Folgen: Sein Leben ändert sich radikal als er postum beschließt im Hotel Mama auszuchecken und bei Yannes einzuziehen. Zunächst ist er fasziniert von dessen Machogetue und krummen Geschäften. Als dann Yannes' griechische Verwandtschaft auftaucht und nur Max in der Wohnung antrifft, glaubt sie, in diesem ihren verloren geglaubten Sohn und Halbbruder wiedergefunden zu haben. Anstatt die Verwechslung aufzuklären, lässt sich Max auf ein Abenteuer ein und nimmt die Einladung an, die Familie in Griechenland näher kennenzulernen...


    Jesko Wilke hat mit "My New Big Greek Family" einen witzigen, kurzweiligen Roman verfasst. In einem lockeren Schreibstil verfasst, lässt sich das Buch gut in einem Rutsch mal so nebenher lesen - eignet sich dementsprechend gut als leichte Urlaubslektüre. 
    Als Leser habe ich zunächst eine Verwechslungsgeschichte in Griechenland erwartet, jedoch nahm dieser Part der Geschichte nur einen kleinen Teil des Buches ein.
    Mit dem Protagonisten Max hat Jesko Wilke einen sehr chaotischen Charakter erschaffen, der den Leser sowohl oft zum Verzweifeln als auch zum Lachen bringt. Ebenso die anderen Figuren sind alle auf ihre Weise individuell, wie z.B. die große griechische Verwandtschaft. 
    Teilweise bleibt die Geschichte sehr oberflächlich, was etwas schade ist. Meiner Meinung nach hätte aus dem Buch noch etwas mehr gemacht werden können, ist jedoch als Lektüre für zwischendurch empfehlenswert. Oft musste ich während des Lesens schmunzeln. Drei Sterne.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Konnte mich nicht so begeistern wie die anderen Leser
    Bleibt weit hinter den Möglichkeiten

    Das Buch kann ich nur für zwischendurch empfehlen. Es bekommt von mir 3 Sterne.

    Da ich aber Lovelybooks verlassen werde, weil die Seite momentan nicht userfreundlich ist, ziehe ich meine Rezensionen hier ab.
    Die ausführliche Rezension auf anderen, wichtigen Verkaufs-Plattformen bleiben jedoch erhalten.
    Vielen Dank für das Verständnis an den Verlag.

    Kommentare: 1
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    Stupss avatar
    Stupsvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Witzig, spritzig!!! ABSOLUT KLASSE!!!!
    Max' witzige Lebensgeschichte!

    Max, 35 Jahre, Einzelkind, Single, wohnhaft bei Mama.
    Dies ist die Kurzfassung von Max Ausgangssituation. Er wünscht sich genau das, was er nicht hat - eine große Familie. Einen Familienclan, wie er oft in Griechenland vorkommt. Brüder, Schwester, Onkel, Tanten, Cousine usw. Da dies aber ja nicht geht, fängt er erst einmal mit dem Auszug an. Dabei trifft er den Macho Yannes. Ab hier beginnt sich sein Leben zu verändern .
    Aber dann soll genau Yannes das bekommen, was er sich so sehr wünscht. Er erfährt, das er in Griechenland Verwandtschaft hat und diese ihn unbedingt kennenlernen wollen. Durch eine Verwechslung fliegt aber nun Max nach Griechenland und gibt sich dort als Yannes aus.

    In Deutschland passierte schon einiges was mich zum Lachen bracht und man die Komik einfach nur genial finden musste. Aber in Griechenland steigert sich dies noch. Max stolpert von einen "kleinen" Missgeschick ins nächste. Schafft es aber trotzdem in den Clan aufgenommen zu werden.

    Fatale Folgen hat es dann, als Yannes doch noch in Griechenland auftaucht und die Verwechslung auffliegt.

    Mir hat die Geschichte viel Spaß gemacht. Das ganze Buch lässt sich leicht und flüssig lesen. Das "Griechisch" ist eine schöne Idee und wertet die Story noch einmal auf. Das große Ganze rundet sich zum Schluss prima ab und alles hat dann seinen Platz.

    Absolute Leseempfehlung!!!

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    Anteks avatar
    Antekvor 10 Monaten
    Noch fünf Sterne für Projekt Großfamilie

    Der Autor hat mich mit seinem spritzig, pointierten Sprachstil schon bei „Das Leben ist ein zotteliges Ungetüm“ begeistert und deshalb habe ich mich sehr auf diesen Roman gefreut. Ich wurde nicht enttäuscht, witzige Unterhaltung, die gekonnt nach Griechenland entführt und bestes Lachmuskeltraining sowie ein bisschen was fürs Herz bietet bekommt man bei „My New Big Greek Family“.

    „Ich weiß nicht wie kein blödes Gesicht machen geht, und ich mag eigentlich auch keinen Döner. Doch im Vergleich mit zusammengeschlagen werden schneidet gefüllte Teigtasche relativ gut ab, finde ich.“ Gerade noch Hitzewallungen aus Angst, dass der Typ von der Bushaltestelle ihn, so wie angedroht, k.o. schlägt, ist Max mehr als froh, dass er glimpflich davon kommt. Klar, dass man so jemanden nicht widerspricht und so ist Max noch am selben Tag nicht wie geplant der neue Untermieter eines Lehrerehepaars, sondern der von Yannis. Die beiden könnten nicht gegensätzlicher sein. Max Sohn einer Staatsanwältin, sein Leben lang bisher niemals kriminell, träumt schon seit seiner Kindheit von einer großen Familie. Yannis, der Kleinganove hingegen mit den griechischen Wurzeln, dessen Motto ist, „Ich steh nicht auf Großfamilie „Ich habe da null Bock drauf!“, ist da ganz anderer Meinung. Was also tun, wenn der griechische Onkel plötzlich den Kontakt sucht, Yannis gerade in U-Haft sitzt und alle Max für den verlorenen Sohn halten?

    Der Roman teilt sich in drei Teile. Los geht es mit „Bye Bye Mama“. Hier löst sich der Ödipus Komplex bei Max und mit 35 zieht er im Hotel Mama aus und beim griechischen Kleinganoven Yannis ein. „Von der Übermutter zum Obermacker“ könnte man diese Szenen nennen und man darf unheimlich viel lachen. Am Ende gibt es auch schon erste Nachrichten von der griechischen Verwandtschaft. Im zweiten Teil „Hello Hellas“ geht es ins schöne Griechenland. Traditionen, Familienleben, griechisch orthodox Ostern feiern und Taufen, sowie Bemühungen für Max die passende Frau zu finden gehören hier dazu. Auch in diesem Abschnitt darf man ein Dauergrinsen aufsetzten, zumindest bis knapp vor Ende, wenn Yannis plötzlich auftaucht. Mehr will ich gar nicht verraten. Wie es danach weiter geht findet sich im Roman im letzten Teil, nur so viel, „Greek Tragedy“ lautet der Titel.

    Pointiert, spritzig, voller Wortwitz, das beschreibt den Sprachstil von Jesko Wilke. Ich habe dieses Buch mit einem Dauergrinsen gelesen, das nur durch gelegentliche laute Lacher unterbrochen wurde. Spitze Bemerkungen wie „Allem Anschein nach war sein IQ gerade um fünfzig Punkte abgesackt und hatte ein intellektuelles Vakuum hinterlassen, das sich in einem bemerkenswert debilen Glotzen äußerte.“ oder Beschreibungen wie „Trotz seines hohen Alters schien er über einen hervorragende Sehkraft zu verfügen – ihm reichten zwei schmale Schlitzen zwischen den fest zusammengekniffenen Augen, um die Lage zu überblicken.“ wenn es um den greisen Onkel Krateos geht, der das Auto durch den dichten Verkehr in Athen bugsiert, machen das Lesen zum großen Vergnügen. Witzig fand ich die Idee, dass sich die griechischen Verwandten in einer griechisch aussehenden Schriftart in deutscher Sprache unterhalten. Der Leser versteht, Max nicht. Er ist auf Dolmetschen angewiesen und da kann schon mal aus „Er sieht nicht aus wie ein Mann, der körperlich schwer arbeitet, eher wie ein Sesselpupser.“ ein „Er freut sich, dass sich ein richtiger Fachmann um den Wagen kümmert.“ werden. Die ersten beiden Teile waren meine Highlights, da war einfach nur jede Szene klasse, zu Beginn des dritten, ist die Geschichte in meinen Augen etwas abgeflacht, aber das Ende war dafür wieder richtig gut.

    Max, leicht tollpatschig, mit äußerst wenig Selbstbewusstsein ausgestattet war mir von Anfang an super sympathisch. Bisher eher Statist im Leben trifft es wohl sehr gut, aber er hat sein Herz schon einfach am ganz genau richtigen Fleck. Yannis, der Kleinkriminelle, klar das kann man nicht gutheißen, aber den fand ich einfach nur witzig. Ob er seine griechische Großfamilie auch so ablehnen würde, wenn er wüsste, welch gute Geschäfte er mit Cousin Toni machen könnte, sei dahin gestellt. Den fand ich genauso amüsant, wie den Rest der Truppe. Onkel Christos ist ein toller Mann, dem Familie über alles geht und Anastasia hat nicht nur Max, sondern auch mir gefallen. Mehr mag ich aber über die charmante Cousine, die nicht auf den Mund gefallen ist, gar nicht verraten. selber lesen ist angesagt.  

    „Aus deren Innereien diese spezielle Suppe zubereitet wird, die ihr traditionell in der Nacht zum Ostersonntag esst, fügte ich in Gedanken hinzu und spürte deutliches Unwohlsein, dessen Zentrum ich in einem Fleischbeutel lokalisierte, den ich zu meinen Innereien zählte.“ Das Lokalkolorit in Griechenland ist absolut gelungen dargestellt. Das Gefühl mit vor Ort zu sein, auf dem Olivenhain mit Blick aufs Meer inmitten einer Großfamilie sitzen und sich geborgen fühlen ist hier inklusive.

    Auch wenn es im dritten Teil anfangs vielleicht die eine oder andere Kleinigkeit gibt, die ich nicht unbedingt so gebraucht hätte ist „My New Big Greek Family“ alles in allem einfach nur ein super gute Laune Buch, das noch fünf Sterne von mir bekommt.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    MuenchnerVerlagsgruppes avatar

    Kurzweilig, spannend und garantiert ein Abenteuer!

    Max lebt in Harburg, einer grauen Vorstadt von Hamburg, und ist schüchtern, weltfremd und einsam. Als er den Griechen Yannes trifft, ändert sich sein Leben radikal. Fasziniert von dessen Machogetue und krummen Geschäften, checkt Max aus dem Hotel Mama aus und bei Yannes ein. Als dann Yannes’ griechische Verwandtschaft glaubt, in Max den verlorenen Sohn und Halbbruder wiedergefunden zu haben, lässt er sich auf ein Abenteuer ein: Anstatt die Verwechslung aufzuklären, nimmt Max die Einladung nach Griechenland an – mit unglaublichen Folgen.


    Wer ist Jesko Wilke?

    Jesko Wilke, 1959 in Hamburg geboren, studierte Philosophie, Kunsttherapie und Kunstpädagogik und war danach einige Jahre in verschiedenen sozialen Einrichtungen tätig.
    Anschließend arbeitete er für die Verlagsgruppe Milchstraße. Seit 2001 ist er Sachbuchautor und freier Journalist und schreibt für verschiedene Magazine.
    Seine thematischen Schwerpunkte sind Gesundheit und Ernährung.


    Jesko Wilkes zweites Standbein sind humorvolle Romane.

    Dazu sagt er:

    „Ich hatte beruflich viele andere Sachen gemacht, bevor ich mit dem Schreiben angefangen habe. Zuerst war ich im sozialen Bereich tätig, habe mit Kindern und Erwachsenen therapeutisch und pädagogisch gearbeitet. Geld zu verdienen war damit allerdings schlecht. Deshalb bin ich als Grafiker und Layouter erst in die Werbung und dann in einen großen Hamburger Verlag gegangen. In den 90ern war ich Layouter bei MAX und FIT FOR FUN. Außerdem war ich im Betriebsrat und dann im Personalmanagement tätig. Bei der Tomorrow Internet AG war ich sogar eine Zeit lang Personalchef. Anschließend habe ich mich selbständig gemacht.
    Und dann ging das mit dem Schreiben los. Erst habe ich Artikel für verschiedene Zeitschriften und Sachbücher im Ernährungs- und Gesundheitsbereich geschrieben, anschließend hab ich parallel mit meinem ersten Roman angefangen. Da habe ich dann gemerkt, dass mir das Ausdenken von Geschichten und Charakteren extrem viel Spaß macht. So ist mein erster Roman entstanden: Der Ghostwriter!“

    Jesko Wilke lebt und arbeitet südlich von Hamburg.


    Wie kann ich mitmachen?

    Wenn Ihr zusammen mit Max in das Abenteuer seines jungen Lebens starten möchtet, dann bewerbt Euch bis zum 08.12. über den blauen „Jetzt bewerben“-Button und beantwortet uns folgende Frage:

    „Würdet Ihr Euch auf ein
    derartiges Abenteuer einlassen? Und warum/warum nicht?“

    Viele Grüße

    Eure Münchner Verlagsgruppe


    Psst! Aufgepasst!

    Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zum Schreiben einer Rezension,  nachdem ihr das Buch gelesen habt. Aber Ihr kennt das ja :)

    Und beachtet bitte, dass es sich hier um eine Buchverlosung handelt und nicht um eine Leserunde. Es wird also keine ausgewiesene Moderation geben. Über eine angeregte Diskussion freuen wir uns natürlich trotzdem! Erzählt uns und den anderen Gewinnern, was Ihr von dem Buch haltet! Wir sind gespannt!


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