Jesper Juul Aggression

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Inhaltsangabe zu „Aggression“ von Jesper Juul

Tabu Aggression das neue Buch des erfolgreichen Familientherapeuten Jesper Juul!§Aggression ist unerwünscht, in unserer Gesellschaft und besonders bei unseren Kindern. Aggressives Verhalten gilt als Tabu und wird diskriminiert. Was wir mit der Unterdrückung dieser legitimen Gefühle anrichten, wie wichtig es ist, diese zuzulassen und wie wir mit ihnen konkret umgehen können, zeigt der bekannte und erfolgreiche Familientherapeut Jesper Juul eindrucksvoll in seinem neuen Buch. Er plädiert für ein radikales Umdenken: Aggressionen sind wichtige Emotionen, die wir entschlüsseln müssen, sonst setzen wir die geistige Gesundheit, das Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen unserer Kinder aufs Spiel. §Ein wichtiger Aufruf, für einen konstruktiven und positiven Umgang mit einem wichtigen Gefühl.

Das Buch hat mir leider keine neuen Erkenntnisse gebracht.Alles, was dort geschrieben steht, habe ich mir auch selbst schon zusammengereimt.

— Dorina0409

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  • eBook Kommentar zu Aggression von Jesper Juul

    Aggression

    alba franz

    via eBook 'Aggression'

    einfach genial. danke!

    • 4
  • Rezi zu "Aggression" von Jesper Juul

    Aggression

    Mone80

    13. June 2013 um 06:51

    Seit über drei Jahrzehnten arbeitet Jesper Juul als Familientherapeut und hat schon einige Bücher über Erziehungsthemen geschrieben. In seinem neuen Buch versucht Juul das Thema Aggression aus der Tabuzone zu ziehen und ihm einen neuen Stellenwert in der Erziehung der Kinder zu geben. Dabei bedient er sich auch hier wieder an Elternbriefen und Einblicken in seine Arbeit, die das Buch auflockern und das Thema vertiefen. Wir alle möchten liebe und am besten perfekte Kinder haben, die nicht beißen, schlagen und schreien. Doch gehört konstruktive Aggression zur gesunden Entwicklung der Kinder dazu und es kann fatal sein, diese zu unterdrücken und mit Konsequenzen, dass neumodische Wort für Strafen, zu behaften. Aggressionen ist ein Gefühl, daß nicht unterdrückt werden darf, damit unsere Kinder zu selbstbewußte Menschen heranreifen können und den Umgang mit ihren Aggression erlernen. Im ersten Teil des Buches veranschaulicht er die momentan herrschende Situation in Schweden, die sich ihm in seiner Arbeit zeigt und wirft einen Blick in die Zukunft, aber auch einen Blick in die Vergangenheit, damit man ein Verständnis, wie Aggressionen zu einem Tabu werden konnten, entwickeln kann. Dabei schreibt er auch für den interessierten Laien verständlich und anhand seiner Erfahrungsberichten in diesem Bereich, wirkt das Buch zu keiner Zeit langatmig und trocken, sondern anschaulich und lebendig. Kinder die aggressives Verhalten zeigen sind nicht per se Problemkinder, nur fragt sie keiner nach dem Grund ihres Verhalten. Ihnen wird ein Stempel aufgedrückt und sie werden in eine Schublade gesteckt. Mütter bekommen mitunter ein schlechtes Gewissen, weil ihnen der Kragen geplatzt ist und sie ihr Kind angeschrien haben. Sie haben Angst in der Erziehung versagt und ihren Kindern Schaden zugefügt zu haben. Dabei haben sie eigentlich alles richtig gemacht. Sie waren menschlich und haben in dem Moment ihr Gefühl gezeigt. Nur darf man das nicht den Kindern zur Last legen und ihnen die Schuld für den Gefühlsausbruch geben, sondern sollte dazu stehen und sich dann auch entschuldigen. Den Kindern erklären, warum man so wütend war. Die Erwachsenen verstehen sich darauf, den Kindern für vieles die Schuld zu geben, auch für ihre eigenen Gefühle. Nachdem Motto: " Ich habe gebrüllt, weil Du..."  Genauso, wie man im Gegenzug die Kinder fragen muss, warum warst Du da wütend, ich möchte dich verstehen, damit wir einen Weg finden. So werden Kinder ernst genommen und können daraus lernen. Nicht mit dem Satz, der an jeglicher Lösung vorbeigeht, "Hör auf zu schreien, ich weiß ja warum Du wütend bist"- wissen wir das wirklich immer, warum unser Kind so ist, wie es ist? Juul ist bekannt dafür, dass er auf der Seite der Kinder steht, aber er hat einen sehr feinfühligen Weg gefunden, sich dabei nicht gegen die Eltern/Erzieher/Pädagogen zu stellen. Er möchte sie alle im Boot wissen. Es ist an der Zeit etwas zu ändern und das Thema Aggression zu enttabuisieren, zu verstehen, was für Aggressionen es gibt und das aggressives Verhalten nicht zwangsläufig zur Gewalt führt, sondern auch seine positiven Seiten hat. In seinem Buch beleuchtet er verschiedene Formen von Aggressionen und das eine konstruktive Aggression wichtig ist. Er verharmlost keineswegs die sinnlosen Gewaltattaken gegenüber Mitmenschen, sondern beleuchtet die verschiedensten Formen. Ein wichtiges Buch, welches ich Eltern/Eriehern/Pädagogen empfehlen kann, damit Aggressionen legitimen Stand in der Gefühlswelt bekommen und nicht weiterhin unterdrückt werden.

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  • Aggression ist legitim und durchaus wichtig

    Aggression

    michael_lehmann-pape

    10. June 2013 um 13:38

      „Sei brav!“, ist eine oft gehörte Ermahnung seit alters her. Auch wenn die Ansprüche an ein „Wohl erzogen Sein“ in den letzten Jahrzehnten sich deutlich gelockert und geändert haben, spätestens da, wo ein aggressives Verhalten von Seiten eines Kindes in den Raum tritt, endet meist jede (innere und äußere) Toleranz. Nicht nur im direkten und weiteren Umfeld, auch bei Eltern selbstUnd sollte dem gar nicht Einhalt geboten werden können mit den üblichen Mitteln, dann ist der Stempel „schwer erziehbar“ für ein solches Kind nicht mehr weit.   Der Lehrer und Familientherapeut Jesper Juul bricht nun nicht einfach als „Gegenpol“ eine unbedingt Lanze für jedwedes aggressives, lautes, bedrängendes Verhalten, nähert sich dem Thema der Aggression aber von einer ganz anderen als der gewohnten Seite. Er betrachtet ein solches Verhalten in erster Linie nach den wichtigen und positiven Kräften der Aggression.   Es geht um das Selbstwertgefühl (akut und späterhin). Es geht um vorhandene, echte Emotionen, die als solche zunächst wahrgenommen werden müssen, denn sie sind ja da und nicht ohne Grund. So stellt Juul die Aufgabe in den Raum, sich der Aufgabe zu stellen, die jeweils individuellen „Botschaften“ aggressiven Verhaltens zunächst verstehen zu lernen, um dann eine andere Form eines konstruktiven Umganges mit solchen zu finden. Ein Umgang, der allein schon (von Gordon und Rogers lang und gut bekannten) mit der Frage startet, wer eigentlich das Problem hat. Viel zu schnell und zu oft wird einem entsprechenden Verhalten umgehend „das Problem“ zugewiesen, ohne zu verstehen, dass zunächst genau die Person das Problem hat („Problemträger“ ist), die in ihrer Befindlichkeit gestört ist, innere Unruhe erlebt. Und das ist zunächst eher das Umfeld, während sich das Kind mitaggressivem Verhalten vielleicht ganz mit sich in eins verhält.   Durchaus mit Ernst legt Juul genügend Beispiele vor von „Vernachlässigung“ von Kindern, von erlebter Gewalt (und sei diese auch nur psychischer Art). Und unterscheidet im Übrigen sehr wohl zwischen „traditioneller Gewalttätigkeit“ z.B. bei Jugendlichen mit Fäusten, Schlagstöcken und anderem und einem aggressiven Verhalten, das er eher als natürliche Folge der Entwicklung oder aufgrund vorhergehender Erlebnisse betrachtet.   Ein Umdenken, dem mit einem einfachen „Ich verstehe Dich ja. Hör auf, so wütend zu sein“ nun wirklich nicht genüge getan wird. Ein beständiges „dem Kind das Problem zusprechen“, das an einer konstruktiven Lösung vorbeigeht und das Verhalten eher noch verstärkt.   Es geht zudem im Buch nicht nur um eine Erklärung solchen Verhaltens, es geht um die Fertigkeiten bei Erziehern, Pädagogen, auch Eltern, mit „starken Gefühlen“ einen Umgang zu finden, der den Ursachen dieser Gefühle Rechnung zollt.   „Konstruktive Aggression ist wie Sexualität  oder Liebe. Alle drei machen das Leben möglich, bereichern unsere Beziehungen, führen zu tieferen Einblicken und einer besseren Lebensqualität“. Wenn man für sich und mit anderen einen konstruktiven Umgang mit diesen Grundgefühlen der Existenz findet und sie nicht nur „an den Rande schiebt“, weil außer stringentem „Glücklichsein“ kaum mehr ein starkes Gefühl opportun zu sein scheint.   Ein wichtiges Buch, um auch sogenannten „nicht statthaften“ Gefühlen Raum zu geben, zu verstehen, dass „der Weg das Ziel ist“ und eine Integration der (in jedem Menschen vorliegenden) aggressiven Tendenzen, Verletzungen mitsamt der Fähigkeit zu Ärger und Wut zu befördern.

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  • Aggressionen integrieren und die Empathie als das „Gegengift zur Gewalt“ entwickeln

    Aggression

    WinfriedStanzick

    23. May 2013 um 11:46

    Es ist eine wohl von allen Fachleuten unbestrittene Tatsache, dass die Zahl der verhaltensauffälligen bis aggressiven Kinder in den Kindertagesstätten und Schulen des Landes zugenommen hat. Weitaus weniger Einigkeit herrscht in der Fachwelt über die Ursachen dieser signifikanten Zunahme. Das Fernsehen, Gewaltspiele am PC, die mangelnde frühkindliche Bindung – man mag all die Erklärungen gar nicht aufzählen, weil man spürt, dass sie die betroffenen Erzieher, Eltern und Lehrer nicht weiterbringen werden, weil es hier um gesellschaftliche Phänomene geht, auf die der Einzelne wenig Einfluss hat. Dennoch müssen sowohl Eltern als auch Erzieherinnen und Lehrer mit Kindern und deren Aggression umgehen, sie müssen lernen, sie zu verstehen ohne zu urteilen und ihre positiven Seiten für die Entwicklung der Kindern achten und sie nutzen.   Darum geht es dem bekannten Pädagogen Jesper Juul in seinem neuen Buch, in dem er deutlich macht, dass Aggression bei Kindern und Erwachsenen ein „notwendiges Verhalten“ ist. Obwohl er an manchen Stellen den Umgang mit aggressiven Kindern in unseren Schulen und Kitas in negativer Form sehr überzeichnet, lohnt es, sich auch mit seinem neuen Buch auseinanderzusetzen.   Aggressives Verhalten, so Juul, darf nicht länger tabuisiert und diskriminiert werden. Er zeigt, was passiert, wenn diese Gefühle unterdrückt oder sanktioniert werden. Er betont, wie wichtig es sei, in der Erziehung von Kindern im Elternhaus, im Kindergarten und  in der Schule zu lernen, mit diesen Gefühlen konkret umzugehen und so die Fähigkeit zu entwickeln, Stück für Stück besser mit ihnen umgehen zu können. Die Fähigkeit, Aggressionen als für die Entwicklung von Kindern wichtige Gefühle entschlüsseln zu können, versetzt Erwachsene in die Lage, das Selbstwertgefühl der Kinder und ihr Selbstvertrauen nicht nur zu schätzen, sondern zu stärken.   Juul zeigt an vielen Beispielen, wie es gelingen  kann, Aggressionen zu integrieren und beschreibt die Empathie als das „Gegengift zur Gewalt“. Er plädiert für die Entwicklung einer Kultur, die auf die Resilienz des Menschen baut und zitiert dazu eine Studie der Vereinten Nationen. Resilienz sei die Fähigkeit, „erfolgreich mit den alltäglichen Herausforderungen einschließlich der Lebensübergänge der Zeiten mit sich anhäufendem Stress und mit einschlägigen Nöten und Risiken zurechtzukommen. Gewöhnlich erkennt man resiliente Kinder an ihrem hohen Selbstwertgefühl, ihrer inneren Überzeugungskontrolle, ihrem Optimismus und ihrer klaren Ambition, Leistung und Zielorientierung, an ihrer Reflexion und Fähigkeit, Probleme zu lösen, an ihren gesunden Kommunikationstrukturen und an ihrer Fähigkeit, vorbildliche Beziehungen zu Erwachsenen zu suchen.“   Zwei kritische Bemerkungen zu diesem Buch am Ende. Juul sieht die bisherigen Leistungen von Kitas und Schulen auf diesem Gebiet zu negativ. Und er geht fraglos davon aus, dass Erwachsene, die doch unsere Kitas und Schulen prägen und sie entwickeln, diese oben beschriebene Fähigkeiten schon selbst vollständig besitzen. Meine Erfahrung lehrt mich da etwas anderes. Immer mehr Erwachsene, die Eltern werden, sind überhaupt nicht in der Lage, ihren Kindern so etwas wie Bindung, Empathie und Resilienz zu vermitteln, weil sie, oft am sozialen Rand der Gesellschaft lebend, überhaupt nicht die biographischen und emotionalen Kompetenzen dazu haben. Erzieherinnen und Lehrer-innen müssen dann, oft mit viel Engagement, versuchen, diese Lücken zu schließen. Unter den gegenwärtigen Bedingungen, ein schwieriges und oft nervenaufreibendes Unterfangen.   Dennoch: Juul hat mit seinem Buch dazu beigetragen, die Aggression aus der pädagogischen Schmuddelecke zu holen und ihr ihren wichtigen Stellenwert für die Entwicklung von Kindern zuzuweisen.

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