Jess Jochimsen Bellboy oder: Ich schulde Paul einen Sommer

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Inhaltsangabe zu „Bellboy oder: Ich schulde Paul einen Sommer“ von Jess Jochimsen

»Jess Jochimsen ist ein begnadeter Schilderer von Kindheits-Katastrophen.« Süddeutsche ZeitungAb 22. März 2012 im Kino: Der von 'Bellboy' inspirierte Film 'Was weg is, is weg'. Regie: Christian Lerch (Drehbuchautor von 'Wer früher stirbt, ist länger tot')Die Freundin weg, das Studium abgebrochen, und um irgendetwas geregelt zu kriegen, ist es einfach zu heiß. Der 31-jährige Lukas fristet ein trostloses Dasein als Nachhilfelehrer und Kirchendiener im München des Jahres 2003. Mit seiner Vergangenheit auf dem Land hat er gebrochen und die Gegenwart in der Stadt erträgt er nur mit einer gehörigen Portion Zynismus und Promiskuität. Bis sein demenzkranker Cousin Paul auftaucht und alles aus den Fugen gerät. Paul umgibt ein dunkles Geheimnis, doch bis Lukas es lüftet, muss er nicht nur tief in den Niederungen einer grotesken Provinz-Kindheit wühlen, sondern auch noch die unglaublichsten Abenteuer bestehen. Nebenbei wird ein Ausflugsschiff versenkt, der Kanzler im Urlaub besucht, ein Landstrich verwüstet, ein halbes Provinznest geschwängert und eine ganze Reihe der zehn Gebote gebrochen.

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  • Rezension zu "Bellboy oder: Ich schulde Paul einen Sommer" von Jess Jochimsen

    Bellboy oder: Ich schulde Paul einen Sommer
    Alu

    Alu

    12. July 2009 um 14:59

    Jess Jochimsens erzählt gewohnt hintergründig, witzig und mit einer Spur Zynismus. Wieder einmal sind es Kindheitsanektoden aus den 1980ern, die aber von einer tragikomischen Geschichte zusammengehalten werden. Schön auch die Beschreibung des süddeutschen, provinziellen Spießertums und parallel dazu das aktuelle Zeitgeschehen des Sommers 2003. Die Figur des trinkenden, kiffenden Pfarrers, der seine homosexualität offen auslebt ist zwar witzig, erscheint mir aber übertrieben volksnah und unrealistisch. Kurz: sprachlich sehr gelungen, Story mit leichten schwächen aber auch emotionalem Tiefgang.

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  • Rezension zu "Bellboy oder: Ich schulde Paul einen Sommer" von Jess Jochimsen

    Bellboy oder: Ich schulde Paul einen Sommer
    KaBe

    KaBe

    21. January 2008 um 00:41

    Mein Verhältnis zu den so genannten komischen Büchern ist gespannt: entweder sind sie unglaublich gut oder erbärmlich schlecht. Dazwischen gibt es nichts. Deshalb war auch mein Gefühl ein sehr gemischtes, als ich „Bellboy oder: ich schulde Paul einen Sommer“ von Jess Jochimsen in der Hand hatte. Einen Versuch war es wert. Mein Gedanke: ich geb Dir 30 Seiten, wenn Du dann nicht gut bist, verschenke ich Dich. An jemanden, den ich nicht mag. Nach wenigen Seiten jedoch hatte es mich, ich konnte nicht mehr aufhören und musste das Buch lesen. Ganz, an einem Stück. Und so erlebte ich den Sommer 2003 nochmal in einer Nacht aus der Sicht von Lukas Baumgarten. 31 Jahre alt, das Studium hat er geschmissen, von seiner Freundin wurde er verlassen, er arbeitet mehr oder weniger als Kirchendiener und Nachhilfelehrer in einer kleinen Gemeinde in München. Er verdrängt seine Vergangenheit in der Provinz, denkt nicht an die Zukunft und lebt in den Tag hinein. Das ändert sich, als Paul auftaucht, sein demenzkranker Cousin. Lukas muss sich wieder mit seinem Leben auf dem Dorf, seiner Verwandtschaft, seiner Kindheit und Jugend auseinander setzen, um Paul zu helfen, der immer weiter in die Demenz abgleitet. Was dieser Sommer mit sich bringt? Unter anderem eine Kinderbibelwoche, einen ökumenischen Kirchentag, alte und neue Lieben, eine Massenschwängerung, einen Besuch beim Kanzler, das Versenken eines Ausflugsdampfers und –natürlich- den obligatorischen Weg zu sich selbst. Jess Jochimsen ist es gelungen, ein erfrischend komisches und zugleich weises Buch zu schreiben, seine Sprache ragt aus den allgemeinen humoristischen Plattheiten heraus, die der Büchermarkt sonst zu bieten hat. Mit Leichtigkeit hat er es geschafft, mich zum Lachen zu bringen, mich anzurühren, mich betroffen zu machen, alte Erinnerungen zu wecken und gleichzeitig neue Ideen. Kurz gesagt: ich bin begeistert! „Bellboy oder: ich schulde Paul einen Sommer“ von Jess Jochimsen, erschienen bei dtv für € 12,-. Außerdem von Jess Jochimsen bei dtv erschienen und von mir wärmstens empfohlen: „Dosenmilch-Trauma. Bekenntnisse eines 68er-Kindes“ und „Flaschendrehen oder: Der Tag, an dem ich Nena zersägte“ für je € 9,- Sehens- und lesenswert auch seine Homepage: www.jesses.de

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