Jess Kidd Der Freund der Toten

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Inhaltsangabe zu „Der Freund der Toten“ von Jess Kidd

Der charmante Gelegenheitsdieb und Hippie Mahony glaubte immer, seine Mutter habe ihn aus Desinteresse 1950 in einem Waisenhaus in Dublin abgegeben. Sechsundzwanzig Jahre später erhält er einen Brief, der ein ganz anderes, ein brutales Licht auf die Geschichte seiner Mutter wirft. Mahony reist daraufhin in seinen Geburtsort, um herauszufinden, was damals wirklich geschah. Sein geradezu unheimlich vertrautes Gesicht beunruhigt die Bewohner von Anfang an. Mahony schürt Aufregung bei den Frauen, Neugierde bei den Männern und Misstrauen bei den Frommen. Bei der Aufklärung des mysteriösen Verschwindens seiner Mutter hilft ihm die alte Mrs Cauley, eine ehemalige Schauspielerin. Furchtlos, wie sie ist, macht die Alte nichts lieber, als in den Heimlichkeiten und Wunden anderer herumzustochern. Sie ist fest davon überzeugt, dass Mahonys Mutter ermordet wurde. Das ungleiche Paar heckt einen raffinierten Plan aus, um die Dorfbewohner zum Reden zu bringen. Auch wenn einige alles daran setzen, dass Mahony die Wahrheit nicht herausfindet, trifft er in dem Ort auf die eine oder andere exzentrische Person, die ihm hilft. Dass es sich dabei manchmal auch um einen Toten handelt, scheint Mahony nicht weiter zu stören …

Mittelmäßige Story, aber kauzige Charaktere

— Lovely90
Lovely90

Traumhafter wortgewaltiger Debütroman mit einer Prise schwarzem Humor. Top!

— oztrail
oztrail

Grandios komponierter Krimi! Ein schweigendes irisches Dorf, in dem nicht nur die Lebenden zu Hause sind.

— RubyKairo
RubyKairo

Ganz nette Geschichte, die zum Ende hin auch nochmal spannend wird

— Bibliomania
Bibliomania

Originelle Geschichte

— Murksy
Murksy

Eine spannende Geschichte

— blauerose1
blauerose1

Außergewöhnlicher und tiefsinniger Debütroman

— BookfantasyXY
BookfantasyXY

Was für ein tolles Buch! Spannend von der ersten bis zur letzten Seite !

— sophia60
sophia60

Die Mischung zwischen Krimi und Surrealität hat mir nicht gefallen.

— fredhel
fredhel

Erwartungen nicht erfüllt - leider kein Highlight. Von allem zuviel und doch zu wenig.

— IcePrincess
IcePrincess

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  • Der Freund der Toten Ohne die Toten geht gar nix.

    Der Freund der Toten
    oztrail

    oztrail

    19. May 2017 um 21:25

    Das Cover verrät nicht, was sich im Inneren des Buches abspielt. Eine kleine Täuschung der Sinne. Das einzige was sich daraus ableiten lässt, ist der dunkle Wald der eine Rolle in der Handlung spielt.Zum Inhalt:Das mittlerweile erwachsene Waisenkind Mahony kehrt aufgrund eines Briefes, den er nach ewig langer Zeit erhalten hat, an seinen Geburtsort zurück. Er möchte herausfinden was mit seiner Mutter wirklich passiert ist. Wird ihm das gelingen? Die Einwohner von Mulderrig, County Mayo sind nicht sehr erfreut, dass Mahony, geborener Francis Sweeney auftaucht und Nachforschungen anstellt. Es gibt aber einige Wenige die doch mit ihm die Sache aufklären wollen. Die exzentrische Mr. Cauley und diejenigen, die nicht mehr unter uns weilen. Die Toten aus Mulderrig.Mein Fazit:Der Autorin Jess Kidd ist ein absolut wortgewaltiger Debütroman gelungen. Die Mischung zwischen Roman und Krimi, mit einigen Prisen schwarzen Humor, hat mich sehr gefesselt. Es ist aber auch kein Buch, das man auf die Schnelle lesen kann/sollte, da es doch sehr viele Nuancen gibt, die man erst verarbeiten muss. Wie die Autorin die Toten in die Geschichte mit einbaut hat mir sehr gut gefallen. Hatte zwar am Anfang das Gefühl, so jetzt kommen noch die Zombies ins Spiel und es wird ein Massaker vorm Herrn, aber dem war nicht so. Jess Kidd, hat die Szenen so eingebaut, dass sie wie Mitläufer sind, kleine und feine Hinweise auf das Hauptthema geben. Die Mutter von Mahony. Mir ging es auf jeden Fall so, dass das Kopfkino permanent online war. Die Vorstellung der Protagonisten und egal ob lebend oder tot, war schon umwerfend.Klare Aussage, es kein Roman/Krimi oder wie man es nennen will, für zwischendurch. Man sollte sich damit auch befassen und zwischen den Zeilen lesen.Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und vergebe die volle Punktzahl.      

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  • Ein umwerfendes literarisches Debüt voll beißendem Humor.

    Der Freund der Toten
    RubyKairo

    RubyKairo

    19. May 2017 um 18:23

              Perfekt zum Mitfiebern! Mord verjährt nicht... Ein schweigendes Dorf - Ein Fremder, besessen von der Wahrheit. Im irischen Mulderrig sind Fremde nicht willkommen. Auch der sympathisch-abgerissene Mahony nicht, der obendrein etwas beunruhigend Vertrautes an sich hat. Er trifft zunächst auf eine Mauer des Schweigens, denn nicht jeder möchte, dass diese Geschichte wieder neu aufgerollt wird... Dass er das mysteriöse Verschwinden seiner blutjungen Mutter vor mehr als 20 Jahren aufklären will, stimmt die Dorfbewohner nicht freundlicher. Ganz im Gegenteil. Die Faszination wächst zur Besessenheit und er versucht den Fall zu lösen. Einzig die exzentrische und scharfzüngige alte Mrs. Cauley unterstützt ihn tatkräftig - denn sie glaubt schon lange, dass jeder weiß, was damals wirklich geschah....Den Täter vermutet man im Bekanntenkreis von Mahony's Mutter, doch das Dorf hüllt sich in eisiges Schweigen. Das ungleiche Paar heckt einen raffinierten Plan aus, um die Dorfbewohner zum Reden zu bringen. Auch wenn einige alles daran setzen, dass Mahony die Wahrheit nicht herausfindet, trifft er in dem Ort auf die eine oder andere exzentrische Person, die ihm hilft. Dass es sich dabei manchmal auch um einen Toten handelt, scheint Mahony nicht weiter zu stören. Grandios komponierter Krimi! Ein schweigendes irisches Dorf, in dem nicht nur die Lebenden zu Hause sind, ein grausamer Mord, ein Fremder, ein scheinbar verträumter junger Mann besessen von der Wahrheit. Ein umwerfendes literarisches Debüt... voll beißendem Humor, ein perfekt gebauter Thriller, mit Sog bis zum Ende.. Die Autorin Jess Kidd schlägt in ihrem neuen Roman einen sehr besonderen Ton an, der fast märchenhaft anmutet. Ihre eigenwillige Stimme in dieser Geschichte belebt die Spannungsliteratur. Es scheint eine Mixtur aus Urban-Fantasy mit märchenhaften Elementen, folkloristischen Legenden und einem mysteriösem Todesfall in einer eingeschworenen Dorfgemeinschaft zu sein. Erschütternd in seinen Details, klug in seiner literarischen Perspektive und herrlich skurril und bitterböse! Ein nicht allzu blutiger Krimi, der gut erzählt wird und der den Leser wirklich mitreißen kann!        

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  • So wunderschön

    Der Freund der Toten
    Jetztkochtsie

    Jetztkochtsie

    18. May 2017 um 19:24

    Noch nie, habe ich für ein Buch so lange Stillschweigen bewahren müssen und noch nie, ist es mir so schwer gefallen.Bereits vor einigen Monaten kam "Der Freund der Toten" von Jess Kidd hier als Rezensionsexemplar vom Dumont Verlag an und ich habe mich wirklich sehr gefreut, da mich vorallem das wunderschöne Cover bereits in der Vorschau so unheimlich angesprochen hatte. Auf der Seite des Dumont Verlags findet sich eine Leseprobe und ich rate wirklich jedem, da mal kurz reinzulesen bereits dieses kurze Stück ist schon so schön. Das Buch erscheint am 19.05.2016 und ist bei allen Onlinebuchhändlern bereits lieferbar.Das Buch ist wirklich zauberhaft gemacht und ich finde den Einband so schön. Außerdem ist es PapeGo fähig. Was PapeGo ist, wird euch hier erklärt: Klick! Für mich ist das endlich ein Schritt in die richtige Richtung, was Ebooks angeht. Ich liebe das haptische Gefühl eines Buches in der Hand, aber unterwegs hätte ich trotzdem gerne ein Ebook, zum einen, um das Buch zu schützen, zum anderen, damit ich nicht so schwer schleppe. PapeGo ermöglicht mir das und ich war von der Umsetzung der App wirklich begeistert, das hat reibungslos funktioniert. PapeGo ist kostenlos und mittlerweile wird es von vielen großen Verlagen für ihre Bücher angeboten.Aber zurück zum Buch.Die Geschichte, spielt in Mulderrig einem kleinen Städtchen in Irland, wo die Uhren noch ein wenig anders ticken und die Dorfgemeinschaft so einiges zu verbergen hat.In diesem Städtchen taucht nun also Mahoney auf, ein wilder schöner Kerl, der im Handumdrehen überall Unordnung gestiftet hat und noch dazu die Dörfler an seine Mutter erinnert, die vor vielen Jahren in diesem Dorf spurlos verschwand.Mahoney macht sich also daran dieses Geheimnis um seine Mutter aufzuklären und hat dabei nicht nur Hilfe von der sehr exzentrischen Mrs. Cauley, die ihn mit beißendem Humor und einigen Gemeinheiten dabei unterstützt, die Dorfbewohner ordentlich herumzuwirbeln, sondern auch von dem ein oder anderen Geist. Mahoney hat nämlich die für ihn recht nervige Angewohnheit die Toten anzuziehen. Sie kommen und schauen ihm zu, wie er der ein oder anderen Lady den Kopf verdreht, sie helfen ihm, sie führen ihn in die Irre und machen sich über ihn lustig. Der eine Tote ist etwas lüstern, der andere sitzt im Beichtstuhl, eines haben sie aber alle gemeinsam, sie werden auf zauberhafte Art beschrieben.Jess Kidd hat eine ganz eigene Art Situationen und Menschen zu beschreiben, sie tut es liebevoll und intensiv und eigentlich hat mich jede Szene des Buches irgendwie angesprochen und berührt, sei es die vom Wind herumgewirbelte Bibliothek von Mrs. Cauley oder die amourösen Abenteuer von Mahoney, hier paßt jedes Wort, hier trifft jeder Satz ins Schwarze, selten war ich von einer Ausdrucksweise so begeistert und hat mich ein Buch so intensiv in sich hineingezogen.Ich habe Mahoney wirklich gerne begleitet, habe mich gerne auf seine Ideen und Spielchen eingelassen und war vorallem vom Ende, dass dem Leser sehr viel Raum für eigene Ideen und Fantasien gibt sehr bezaubert.Das ist wirklich ein wunderschönes, wenn auch nicht immer friedliches Buch, aber mir hat es wirklich sehr gut gefallen.

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  • Ein irisches Dorf und seine Geheimnisse

    Der Freund der Toten
    Gise

    Gise

    18. May 2017 um 11:15

    Mahoney wuchs in einem Waisenhaus in Dublin auf und war immer der Meinung gewesen, dass ihn seine Mutter nicht geliebt und deswegen verlassen hätte. Nach 26 Jahren erhält er nun einen Brief, der ihm genau das Gegenteil erzählt. Er macht sich auf nach Mulderrig, dem Ort, an dem seine Mutter lebte. Spontan erhält er die Hilfe von Mrs Cauley, die ihn ins Herz geschlossen hatte wie seinerzeit seine Mutter. Und es gibt noch eine Reihe von Personen, die ihm bei der Suche helfen: die Toten, die Mahoney sehr gut sehen kann. Sie begleiten ihn, geben ihm Hinweise, warnen ihn… Nur er kann sie sehen, doch seine Mutter bleibt für ihn unsichtbar. So muss er sich selbst daran machen, das Geheimnis um ihren Tod zu lüften. Auch wenn einige Dorfbewohner versuchen, ihn mit allen Mitteln daran zu hindern.Wie selbstverständlich erzählt die Autorin von dieser sehr irisch geprägten Welt in dem kleinen Ort Mulderrig, sie schildert die Emotionen, die hochkochen, als Mahoney erkannt wird als Orlas Kind, das sich auf die Suche nach der Wahrheit begibt. Zunächst musste ich mich auch erst auf diese Erzählwelt einlassen, um zu erkennen, wer die Toten sind und warum sie sich in der Welt der Lebenden aufhalten. Doch sobald diese Hürde geschafft war, konnte ich nur noch fasziniert weiterlesen, wie diese verschiedenen Perspektiven das Drama um Orlas Verschwinden aufdecken. Der Leser scheint sie vor sich zu sehen, die Einwohner dieses Dörfchens, jeder für sich einzigartig skurril und in seiner Lebenswelt verwurzelt. Wie ein Krimi wird die Geschichte um Orlas Verschwinden aufgedeckt, und wer genau liest, wird sich bald zusammenreimen können, wer Orla tötete und der Vater ihres Kindes ist. Es ist gerade die Selbstverständlichkeit, mit der die Toten Mahoney begleiten, die den besonderen Reiz dieser Geschichte ausmachen. Ein bisschen schräg, ein bisschen Krimi, ein bisschen Magie und irische Weisheiten, dazu eine gehörige Prise Humor – wer eine solche Mischung mag, wird mit diesem Buch bestens bedient werden.

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  • Ungewöhnlich

    Der Freund der Toten
    monihei

    monihei

    18. May 2017 um 09:05

    Das Waisenkind Mahony kommt 26 Jahre später an seinen Geburtsort zurück auf der Suche nach seiner Mutter. Die Bewohner des Ortes sind neugierig und zugleich misstrauisch dem Fremden gegenüber. Allein Mrs. Cauley versucht ihm zu helfen und ist felsenfest davon überzeugt, dass Mahonys Mutter umgebracht wurde. Im Dorf selbst hält sich das Schweigen. Das bunte Cover des Buches und der Titel haben mich sogleich angesprochen und auch in Wirklichkeit gefällt mir die Aufmachung des Buches. Der Schreibstil der Autorin Jess Kidd ist sehr ungewöhnlich, sie verwendet metaphorische Bilder, oft gut ausgesucht aber leider auch sehr verwirrend. Manche Textstellen hab ich zwei- dreimal gelesen um den Zusammenhang zu erfassen. Auch die Zeitsprünge habe mich oft sehr gefordert. Deshalb ist dieses Buch nicht zum Entspannen nach einen anstrengenden Arbeitstag, schade.

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  • Mahonys Tote

    Der Freund der Toten
    Bibliomania

    Bibliomania

    17. May 2017 um 22:20

    Mahony ist Mitte 20 und Waisenkind. Aufgewachsen in einem Waisenhaus bekommt er nach dem Tod einer der Schwestern ein Bild mit einem Text. Mahony erfährt, dass er aus einem kleinen Ort namens Mulderrig stammt. Er ist sich sicher, dass seiner Mutter etwas zugestoßen ist und sie ihn nicht einfach weggegeben hat. Zusammen mit der etwas schrägen Alten Mrs. Cauley, will Mahony herausfinden, was damals passiert ist und wer seiner Mutter etwas angetan haben könnte. Außerdem helfen ihm die Toten, denn Mahony sieht sie und kann mit ihnen sprechen.Mahony mochte ich sofort. Er ist ein etwas verwegener Typ, die Sorte "abgehalftert" und trotzdem gut aussehend. Er gehört eigentlich zur guten Sorte, bringt sich nur immer wieder selbst in ungünstige Situationen. Die Beschreibung des Dorfes und deren Mitglieder ist wirklich sehr bildhaft und gut gelungen. Man kann sich dieses Fleckchen Niemandsland, in dem Religion noch einen gewissen Stellenwert hat, Aberglaube herrscht und jeder vor jedem Geheimnisse hat, aber eigentlich alles weiß, sehr gut vorstellen.Dass Mahony mit den Toten sprechen kann, fand ich dann aber irgendwie doch komisch. Besonders da ich dachte, es wäre etwas besonderes und es dann aber mehrere Personen gibt, die ebenfalls die Toten verstehen. Ich mag übernatürlich Elemente, aber hier hat es mich irgendwie gestört, zumal mich die Auflösung des Buches nur zur Hälfte zufrieden gestimmt hat.Andere kurze Passagen haben mir hingegen wieder sehr gut gefallen. Wie Jess Kidd von Mulderrig spricht, als wäre es selbst eine Person, fand ich faszinierend. Leider waren diese Stellen nur kurz.Dennoch habe ich mich ganz gut unterhalten gefühlt und der Text liest sich sehr flüssig. Eine wirklich nette Geschichte, die mich jedoch nicht umgehauen hat.

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  • Die Geister die ich rief

    Der Freund der Toten
    Murksy

    Murksy

    17. May 2017 um 12:36

              Von der Leseprobe ausgehend, die mit einem brutalen Mord beginnt, war ich eigentlich auf einen Thriller der härteren Gangart eingestellt. Das Buch hat mich dann aber auf wunderbare Weise überrascht, weil es sich als bunter Mix aus Geistergeschichte, Krimi, Familiendrama und Liebesgeschichte entpuppte. Aber nun kurz zum Inhalt:Nach der Einführung in die Geschichte mit dem besagten Mord entführt uns das Buch immer wieder in das Jahr 1976 und ein verschlafenes Nest in Irland. Eigentlich sind alle ganz zufrieden, wenn auch unterschwellig die eine oder andere Magmakammer brodelt. Eines Tages taucht ein Kerl aus Dublin auf, Lederjacke, Frauenschwarm, mysteriös. Noch viel mysteriöser wird es, als der Leser zeuge wird, wie dem Mann plötzlich die Toten der Stadt erscheinen. Allerdings nicht als böse Dämonen, sondern als eher freundliche, melancholische, wenn auch etwas in ihrer Erinnerung getrübte Geister. Der Mann, wie sofort klar ist, der Sohn der ermordeten Frau, ist auf der Suche nach genau dieser. Obwohl ihm die Bewohner einreden wollen, dass die unsittsame Frau das Dorf freiwillig verlassen hat, ahnt der Mann die Wahrheit. In Form einer alten Frau und einiger anderer Bewohner erhält er Hilfe bei der Suche. Dabei wirbelt er viel Staub auf und sorgt für mächtig Aufruhr, auch unter den Toten, die ebenfalls auf subtile Art und Weise zur Lösung des Rätsels beitragen.Das Buch ist herrlich leicht und locker geschrieben, vermischt spielerisch und mit einer malerischen Sprache die Genres. Dabei gelingt es der Autorin durchaus glaubwürdig zu bleiben, unterhält mit Humor, aber auch mit Dramatik und Liebeskummer. Eine bunte Mischung, die Spaß macht und trotzdem in die Tiefe geht. Ganz hervorragend!       

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  • mystische Verbrecherjagd

    Der Freund der Toten
    ConnySch

    ConnySch

    15. May 2017 um 20:24

    „Der Freund der Toten“ ist der Debütroman des Autors Jess Kidd. In ihm spielen das Verschwinden eines Mädchens und jede Menge tote Gestalten eine große Rolle. 1976 – Mahony möchte das Verschwinden seiner Mutter Orla vor mehr als 25 Jahren aufklären. Dies beginnt mit einem Brief, den er nach dem Tod einer Nonne bekommen, die in dem Waisenhaus gearbeitet hat, in dem Mahony als Baby abgelegt wurde & dort aufwuchs. Dieser enthält ein Foto, den Namen seiner Mutter sowie den Ort, in dem er geboren wurde. So begibt sich Mahony also nach Mulderring. Die Bewohner des kleines Ortes in Irland finden es gar nicht gut, dass Mahony dort rumschnüffelt. Alle wollen ihm weismachen, dass seine Mutter aus freien Stücken zusammen mit ihm das Örtchen verlassen hat. Was wissen sie wirklich über das Verschwinden seiner Mutter? Und was noch wichtiger ist, was verbergen sie? Hilfe bekommt Mahony von der alten Mrs Cauley. Sie versucht ihm zu helfen, herauszufinden, was damals wirklich geschah. Auch die Toten helfen mal mehr, mal weniger mit. Mahony hat die Gabe, die Toten zu sehen. Diese hat er von seiner Mutter Orla geerbt. Auch sie konnte die Toten sehen. Sie hat Geheimnisse von ihnen erfahren, die sie den betreffenden Leuten mitgeteilt hat. Das hat sie nicht gerade beliebter gemacht, als sie ohnehin schon war. Wurde ihr dies zum Verhängnis? Oder weil sie ein Kind von einem ihrer zahlreichen Freier hatte, obwohl sie selbst fast noch ein Kind war? Viel Zeit bleibt Mahony nicht mehr, denn er verstößt gegen seine Bewährungsauflagen, in dem er sich in Mulderring aufhält. Und auch bald schon hat es eine ganz bestimmt Person auf ihn abgesehen. Dazwischen gibt es noch jede Menge Frösche, eine heilige Quelle in der Bibliothek des Pfarrhauses, jeder Menge Morde und einen unheilvollen mystischen Sturm und Ruß in fast allen Häusern. Da bekommen nicht nur die Toten Angst... Die Geschichte wird in der Gegenwart, also 1976, erzählt sowie in der Vergangenheit. So lernt man Mahonys Mutter Orla auch ein bisschen besser kennen.

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  • Der Freund der Toten

    Der Freund der Toten
    blauerose1

    blauerose1

    15. May 2017 um 18:04

    Gelegenheitsdieb und Hippie Mahony glaubte immer, seine Mutter habe ihn aus Desinteresse 1950 in einem Waisenhaus in Dublin abgegeben. Sechsundzwanzig Jahre später erhält er einen Brief, der ein ganz anderes, ein brutales Licht auf die Geschichte seiner Mutter wirf. Mahony reist daraufhin in seinen Geburtsort, um herauszufinden, was damals wirklich geschah. Sein geradezu unheimlich vertrautes Gesicht und seine freundliche Art beunruhigen die Bewohner von Anfang an. Mahony schürt Aufregung bei den Frauen, Neugierde bei den Männern und Misstrauen bei den Frommen. Bei der Aufklärung des Verschwindens seiner Mutter hilft ihm die alte Mrs Cauley, eine ausgesprochen anarchistische ehemalige Schauspielerin. Gebrechlich, furchtlos und unverblümt wie sie ist, macht die Alte nichts lieber, als in den Heimlichkeiten und Wunden anderer herumzustochern. Sie ist fest davon überzeugt, dass Mahonys Mutter ermordet wurde. Das ungleiche Paar heckt einen raffinierten Plan aus, um die Dorfbewohner zum Reden zu bringen. Auch wenn einige alles daran setzen, dass Mahony die Wahrheit nicht herausfindet, trifft er in dem Ort auf die eine oder andere Person, die ihm hilft. Dass es sich dabei manchmal auch um einen Toten handelt, scheint Mahony nicht weiter zu stören…. (Quelle: Klappentext) Die Autorin – Jess Kidd, 1973 in London geboren, hat ihre Kindheit teilweise in einem Dorf an der irischen Westküste verbracht. Sie hat Literatur an der St. Mary´s University in Twickenham studiert. Derzeit arbeitet sie an ihrem zweiten Roman. Die Autorin lebt mit ihrer Tochter in London. Meine Meinung: Das Cover und der Klappentext haben mich sofort angesprochen. Die ganze Geschichte war spannend. Es war toll zu lesen, welche Geheimnisse es in diesem Örtchen gab und wie die Bewohner Angst hatten, dass alles aufgedeckt wurde. Auch die Passagen, wo Mahony die Toten sieht und auch mit ihnen spricht, gefielen mir sehr gut. Leider hatte das Buch ein zu schnelles Ende. Ich hätte mir gewünscht, noch mehr über den Mörder zu erfahren. Und wer war nun der Vater? Was ist mit dem Großvater passiert und vorallem, was ist mit der Leiche seiner Mutter?  Schade, dass man davon nichts mehr erfahren hat…..

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  • Gefundener Sohn, verlorene Mutter

    Der Freund der Toten
    BookfantasyXY

    BookfantasyXY

    15. May 2017 um 11:24

    Im irischen Mulderrig kommt Aufruhr, als der junge Mahony in den kleinen Ort kommt. Die Bewohner stellen fest, dass seine Augen und seine Gestik an jene junge Frau erinnern, die über Nacht plötzlich verschwunden war. Mahonys Mutter Orla Sweeney verschwand vor über zwanzig Jahren aus Mulderrig. Sie wurde seitdem nie wieder gesehen. Mahony wuchs in einem Waisenhaus in den 1950er Jahren. Mahony kommt 1976 nach Mulderrig, um herauszufinden, was mit seiner Mutter damals geschah, ob sie noch lebt, und warum er im Waisenhaus aufwuchs. Mahony trifft auf Wiederstände vom Pfarrer bis zum Dorfwirt in Mulderrig. Nur die alte Mrs Cauley ist ebenso an der Aufklärung des Verschwindens interessiert wie Mahony. Mrs Cauley inszeniert ein Theaterstück, um an die Wahrheit zu gelangen. Jess Kidds Debütroman erzählt vom Verschwinden und Suchen zweier Personen: Mutter und Sohn. Auf der einen Seite sind die damals sehr jungen Orla aus Mulderrig verschwunden, und auf der anderen Seite sucht der mittlerweile erwachsene Mahony seine Mutter. Sein Vater war bisher ebenso unbekannt. Die resolute und scharfzüngige Mrs Cauley delegiert von ihrem Bett aus, und nimmt selbst beim Father Quinn kein Blatt vor den Mund. Die Bewohner von Mulderrig möchten nichts lieber als, dass Mrs Cauley die Suche nach Orla und deren Verschwinden endlich einstellt, und Mahony den Ort verlässt – genauso wie seine Mutter damals. Denn die Bewohner haben keine guten Erinnerungen an Orla. Mahony und Mrs Cauley sowie zwei weitere Frauen aus dem Dorf unterstützen Mrs Cauley und Mahony mit einer starken Willenskraft und Durchhaltevermögen. Sie lassen sich einfach nicht von dem Gegenwind der restlichen Bewohner beeindrucken. Mahony und Mrs Cauley bilden ein gutes Team. Durch abwechselnde Erzählperspektiven der 1940er/ 1950er und 1970er Jahre erfährt man nach und nach von Orla und deren Verschwinden. Nebenfiguren in diesem Roman sind die Toten von Mulderrig, wie der Titel schon erwähnt. Denn Mrs Cauley und Mahony sind diejenigen, die regelmäßig die auferstandenen Toten von Mulderrig wahrnehmen. Die Toten dienen als Unterstützung der Suche nach der Wahrheit. Am Anfang konnte ich mit den auferstandenen Toten nichts anfangen, weil ich deren Zusammenhang zu der Gegenwart nicht verstanden habe. Aber umso mehr man über die Wahrheit von Orla Sweeney erfährt, desto aufschlussreicher wir die Findung nach der Wahrheit. Der Roman wirkt nicht nur unterhaltsam, sondern auch spannend, weil er teilweise Elemente eines Kriminalromans beinhaltet. Ein ausgesprochen außergewöhnlicher und tiefsinniger Debütroman.

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    • 3
  • Der Freund der Toten

    Der Freund der Toten
    Tsubame

    Tsubame

    14. May 2017 um 21:27

    Die Geschichte spielt in Mulderring, einem verschlafenen Nest irgendwo in Irland, das ein grausiges Geheimnis birgt. Denn hier wurde im Mai 1950 eine junge Frau erschlagen und von ihrem Mörder anschließend im Wald verscharrt. 26 Jahre später taucht Mahoney, der Sohn der Toten, in Mulderring auf, um Nachforschungen anzustellen. Er entging auf geheimnisvolle Weise der Bluttat und wurde von einem Unbekannten in einem Dubliner Waisenhaus abgegeben, wo er bis zu seiner Volljährigkeit aufwuchs. Eines Tages sucht ihn Father Gerald McNamara auf und übergibt ihm einen Brief mit einem Foto seiner Mutter und der Botschaft, dass seine Muter Orla hieß und die Schande von Mulderring war.Mahoney, ein Hippie, der eine starke Anziehung auf das weibliche Geschlecht ausübt, hat eine besondere Gabe: er kann Tote sehen und mit ihnen kommunizieren.Die Toten und die exzentrische Mrs Cauley, eine alte Schauspielerin, helfen Mahoney dabei, das rätselhafte Verschwinden seiner Mutter aufzuklären und dabei ist ebenfalls viel Magie mit im Spiel ...Ich habe lange überlegt, ob ich das Buch nun mag oder nicht und mich dann letztendlich für drei Sterne entschieden. Die Geschichte hatte durchaus ihre reizvollen Momente, aber alles in allem war mir vieles zu wirr und zu sprunghaft, vielleicht auch einfach zu klamaukig. Mahoneys Mutter Orla war mir unsympathisch und ich habe nicht verstanden, warum alle Frauen so fasziniert von Mahoney sein sollen, der eine von ihnen sogar mit heruntergezogener Hose im Wald stehen lässt.Nein, das Buch und die Geschichte waren wohl einfach nicht mein Ding. Wunderschön finde ich das Cover, das an einen Märchenwald erinnert, was wiederum gut zur Geschichte passt. 

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  • Das Dorf der Geister

    Der Freund der Toten
    Langeweile

    Langeweile

    12. May 2017 um 11:13

    Mahony ist in einem Waisenhaus aufgewachsen und hat ein bewegtes Leben hinter sich, als er mit 26 Jahren einen anonymen Brief erhält. Er hatte bisher geglaubt, seine Mutter hätte ihn zurückgelassen, weil sie ihn nicht gewollt hat. Nun erfährt er, dass seine Mutter zu Tode gekommen ist und macht sich auf den Weg in seinen Geburtsort, um mehr über seine Wurzeln zu erfahren. Dort angekommen , erfährt er überwiegend Ablehnung, die Dorfbewohner wollen ihn so schnell wie möglich wieder loswerden. Lediglich Mrs Cauley , eine skurrile ehemalige Schauspielerin, ist zusammen mit einigen anderen Frauen, auf seiner Seite. Gemeinsam wollen Sie das Geheimnis um Mahonys Mutter lüften. Meine Meinung: Die Leseprobe zu dieser Geschichte hat mir sehr gut gefallen und so habe ich voller Begeisterung mit dem Lesen begonnen. Leider konnte ich mich mit dieser Geschichte gar nicht anfreunden. Es gab immer wieder äußerst skurille Wendungen und der ständige Wechsel zwischen Lebenden und Toten, die scheinbar gleichberechtigt in der Geschichte mitwirkten, gefiel mir gar nicht. Die verschiedenen Beschreibungen der Tötung von Tieren, fand ich einfach nur widerlich. Ich weiß auch gar nicht welchem Genre diese Geschichte zugeordnet werden kann. Von mir leider nur zwei Sterne, ohne Leseempfehlung.

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  • märchenhaft und sehr spannend

    Der Freund der Toten
    sophia60

    sophia60

    12. May 2017 um 08:52

    Was für ein tolles Buch! Spannend von der ersten bis zur letzten Seite ! Der Plot ist erstmal ganz normal : ein in einem Dubliner Waisenhaus aufgewachsener junger Mann namens Mahony sucht im kleinen Dorf Mulderrig nach seiner Mutter, die hier vor 26 Jahren spurlos verschwunden ist. Die Dorfbewohner erkennen anhand seiner Ähnlichkeit schnell die Verwandtschaft zu seiner Mutter Orla, einem bei den Ehefrauen unbeliebt gewesenen jungen Mädchen, da deren Ehemänner ihre Freizügigkeit seinerzeit ausnutzten. Alle wissen, dass einer der Männer des Dorfes der Vater des jungen Mahony sein wird, und die Gerüchteküche um das Verschwinden der jungen Orla im Jahr 1950 brodelt auch 1979 noch. Die Dorfbewohner sind an einer Aufklärung des damaligen Geschehens nicht interessiert, sie feinden Mahony an und versuchen ihn zu ermorden. Einzig die skurille, alte Schauspielerin Mrs. Cauley hilft ihm bei der Aufklärung des Mordes an seiner Mutter. Was das Buch zu etwas Besonderem macht, ist die Tatsache, dass Mahony die Toten des Dorfes sehen kann. Sie gehören zu seinem Alltag, sind genauso skurill wie die lebenden Dorfbewohner und helfen ihm hier und da, bei der Suche. Auch der Wald und die Natur in Mulderrig stehen auf seiner Seite. In einem magischen Sturm wird im Dorf alles durcheinandergeweht, Quellen in einer Bibliothek, Rußwolken aus Kaminen, eine Spinneninvasion im Dorfladen und viele weitere Einfälle hatte die begabte Autorin, um die Leserschaft zu unterhalten. Das Buch ist ein sorgsam verwobenes Ganzes, mit einer tollen Sprache, verrückten Einfällen und sehr spannend!

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  • Humorvoll - Schräg - Fantastisch

    Der Freund der Toten
    TineKalisch

    TineKalisch

    11. May 2017 um 22:19

    „Der Freund der Toten“ ist der Debütroman von Jess Kidd und er hat es wirklich in sich!Schon das Cover ist ein großes Lob wert, denn es passt, meiner Meinung nach, ganz wunderbar zu dem Buch. Außerdem fühlt es sich sehr gut in der Hand an – schließlich benutzt man auch beim Lesen alle sein Sinne.Inhalt:Mahony, ein Waisenjunge aus Dublin, kommt in das irische Dorf Mulderrig, um das Rätsel um seine Vergangenheit endlich aufzuklären. Doch schon bald wird klar, dass die Dorfbewohner sehr verschlossen sind, besonders wenn es um seine Mutter geht. Nur die alte Schauspielerin Mrs. Cauley stürzt sich, ganz nach ihrem Vorbild Miss Marple, mit in die Ermittlungen. Während das ganze Dorf mit der großen Theateraufführung beschäftigt ist, beginnen sie mit ihren Befragungen. Während ihnen viel Widerstand, vor allem seitens des Priesters entgegenschlägt, bekommen sie unerwartet Hilfe – wobei nicht alle ihre Helfer noch am Leben sind…Charaktere:Jess Kidd versteht es wirklich lebendige Charaktere zu erschaffen, dabei verzichtet sie jedoch fast vollständig auf die gängige Einteilung in „Gut und Böse“. Keine ihrer Personen ist perfekt. Dies macht sie nur umso interessanter und realistischer. Mahony und Mrs. Cauley geben als Protagonisten ein wunderbar skurriles Gespann ab! Mit viel beißendem Humor und einer Menge Sarkasmus haben sie sich mir ins Herz geschlichen. Schreibstil:Die Kapitelüberschriften geben immer einen Zeitraum an. Dies ist nötig, da das Buch quasi auf zwei Zeitschienen spielt, 1950 und 1976. Der auktoriale Erzähler begleitet dabei stets eine Person durch das Kapitel. Oft wird am Anfang eines Kapitels die Umgebung sehr detailliert beschrieben. Dies ist eine der großen Stärken der Autorin. Sie versteht sich darauf, den Leser in eine wirklich bildhafte Fantasie-Welt zu entführen. Ihr Schreibstil hat mich ehrlich beeindruckt, so etwas liest man wirklich nicht alle Tage!Fazit:Die letzten 160 Seiten musste ich an einem Abend lesen, weil es so spannend war! Die Charaktere sind authentisch, mit viel Humor. Ich würde empfehlen sich beim lesen Zeit zu lassen (jedenfalls bei den ersten zwei Dritteln des Buches) und diese wunderschöne Sprache auf sich wirken zu lassen. Mit 5 Sternen verabschiede ich mich und merke mir den Namen „Jess Kidd“ für die Zukunft.

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  • Geister unter uns

    Der Freund der Toten
    fredhel

    fredhel

    11. May 2017 um 20:03

    Das Buch "Der Freund der Toten" besticht durch ein wunderschönes, farbenfrohes Cover. Die Inhaltsangabe fand ich sehr vielversprechend und so habe ich eine Art Krimi erwartet, auf jeden Fall aber eine spannende Story. Leider wurde ich enttäuscht. Der sexy Hauptdarsteller Mahony reist aus Dublin in die irische Provinz, um das Rätsel seiner Herkunft zu ergründen. Er ist in einem Waisenhaus groß geworden und hat erst spät seinen richtigen Namen und Geburtsort erfahren. Hier in Mulderrig geht es nicht mit rechten Dingen zu. Die Dorfgemeinschaft hält eng zusammen, um das Geheimnis um den Tod seiner Mutter weiterhin unter Verschluss zu halten. Doch Mahony hat das gewisse Etwas, das die dörfliche Damenwelt in Verzückung versetzt, und zwar Damen jeglichen Alters. Sie helfen ihm auf jede erdenkliche Art und Weise, allen voran die steinalte verschrobene Theaterdiva Mrs. Cauley. Jeder Dorfbewohner ist ein skurriler Charakter für sich, und hier übertreibt die Autorin in meinen Augen zu sehr. Nach und nach nehmen die Geistererscheinungen überhand und was im Klappentext als Märchenhaft beziehungsweise beißender Humor genannt wird, empfinde ich zunehmend als grotesk bis hin zum Klamauk. Trotzdem habe ich das Buch zu Ende gelesen. Jess Kid verfügt über eine Sprachgewalt, die mich über den Inhalt hinaus gefesselt hat. Und irgendwie wollte ich dann doch wissen, warum Mahony im Waisenhaus gelandet ist und nicht bei der ihn liebenden Mutter bleiben konnte. Positiv anmerken möchte ich auch noch, dass das Buch sehr hochwertig verarbeitet ist. Schönes Papier, angenehmer Druck und vor allem ein Lesebändchen, was mir immer gut gefällt, eben weil es so praktisch ist.

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