Jess Kidd Der Freund der Toten

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Inhaltsangabe zu „Der Freund der Toten“ von Jess Kidd

Der charmante Gelegenheitsdieb und Hippie Mahony glaubte immer, seine Mutter habe ihn aus Desinteresse 1950 in einem Waisenhaus in Dublin abgegeben. Sechsundzwanzig Jahre später erhält er einen Brief, der ein ganz anderes, ein brutales Licht auf die Geschichte seiner Mutter wirft. Mahony reist daraufhin in seinen Geburtsort, um herauszufinden, was damals wirklich geschah. Sein geradezu unheimlich vertrautes Gesicht beunruhigt die Bewohner von Anfang an. Mahony schürt Aufregung bei den Frauen, Neugierde bei den Männern und Misstrauen bei den Frommen. Bei der Aufklärung des mysteriösen Verschwindens seiner Mutter hilft ihm die alte Mrs Cauley, eine ehemalige Schauspielerin. Furchtlos, wie sie ist, macht die Alte nichts lieber, als in den Heimlichkeiten und Wunden anderer herumzustochern. Sie ist fest davon überzeugt, dass Mahonys Mutter ermordet wurde. Das ungleiche Paar heckt einen raffinierten Plan aus, um die Dorfbewohner zum Reden zu bringen. Auch wenn einige alles daran setzen, dass Mahony die Wahrheit nicht herausfindet, trifft er in dem Ort auf die eine oder andere exzentrische Person, die ihm hilft. Dass es sich dabei manchmal auch um einen Toten handelt, scheint Mahony nicht weiter zu stören …

Zu dem Buch habe ich leider keinen Zugang gefunden und mir fehlte auch die Spannung.

— eulenmatz
eulenmatz

Ist wirklich nett.

— wandablue
wandablue

Skurril, eigenwillig aber dennoch wunderschöne Story!

— Sammyandme_
Sammyandme_

Nicht unbedingt mein Genre. Dennoch eine unglaublich spannenden und fesselnde Geschichte.

— live_between_the_lines
live_between_the_lines

Irisch, mystisch, traurig, amüsant

— omami
omami

Auch wenn ich vom Erzählstil richtig begeistert bin, konnten mich Teile der Handlung und das Genremix nicht vollständig überzeugen.

— sommerlese
sommerlese

Skurril und gruselig schön

— Jonas1704
Jonas1704

Mittelmäßige Story, aber kauzige Charaktere

— Lovely90
Lovely90

Traumhafter wortgewaltiger Debütroman mit einer Prise schwarzem Humor. Top!

— oztrail
oztrail

Grandios komponierter Krimi! Ein schweigendes irisches Dorf, in dem nicht nur die Lebenden zu Hause sind.

— RubyKairo
RubyKairo

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  • geheimnisvoll und spannend

    Der Freund der Toten
    silver111

    silver111

    21. June 2017 um 19:39

    Nachdem ich von der Leseprobe begeistert war, war ich auf das komplette Buch gespannt. Und es hat meine Erwartungen nicht enttäuscht, im Gegenteil. Autorin Jess Kidds Geschichte spielt in Irland. Ihr Protagonist Mahoney ist im Waisenhaus aufgewachsen, ist ein ehemaliges Findelkind und inzwischen zu einem charmanten Gelegenheitsdieb herangewachsen. Ein Brief, den er nach sechsundzwanzig Jahren erhält, wirft sein komplettes Bild seiner Vergangenheit über den Haufen. War er bisher der Meinung, seine Mutter hätte am ihm kein Interesse gehabt und ihn deswegen im Waisenheus abgegeben, so erfährt er jetzt dass seine Mutter damals einfach verschwunden ist. Um mehr herauszufinden reist er in das kleine Örtchen Mulderrig und wirbelt nur mit seinem Auftauchen das Dorfleben durcheinander. Einzig die als Mrs Cauley hilft ihm bei seiner Recherche. Der Schreibstil der Autorin ist lebendig und hat mir gefallen und die Geschichte die sie erzählt, hat das gewisse Etwas. Sie vermittelt ein Gefühl für die damalige Zeit, die 50er und 70er Jahre leben beim lesen auf. Mahoney ist eine geniale Figur die man einfach mögen muss. Er hat eine Ausstrahlung, vor allem auf die Frauen des Ortes. Keiner will so recht über die Vergangenheit reden und um doch noch etwas zu erfahren arbeitet er mit der alten Mrs Cauley einen Plan aus. Eine tolle Geschichte mit Charme, Witz und einer Portion Übersinnlichem. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.

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  • Mitreißend, schwarzhumori & fesselnd ...

    Der Freund der Toten
    SharonBaker

    SharonBaker

    19. June 2017 um 19:31

    Mahonys Lebenslaufbahn ist nicht wirklich von Glanzstücken besetzt, Kleinkrimineller, Findelkind und Herzensbrecher, bis ihn eines Tages ein Brief  aus seiner Vergangenheit erreicht und ihn zu einem Ort führt, wo alles begann. Er reist nach Mulderrig, einer kleinen Dorfgemeinde, die Fremden gegenüber nicht gerade aufgeschlossen ist, aber lange können sie Mahonys Charme nicht widerstehen. Bis sie erfahren, warum er ihren Ort besucht, er möchte nämlich gern das mysteriöse Verschwinden seiner Mutter aufklären. Ab da trifft er auf taube Ohren und verstummende Münder, nur die exzentrische Mrs Cauley ist auf seiner Seite und zusammen entwickeln sie einen raffinierten Plan. Werden die beiden mit ihren Plan Erfolg haben? Können sie dem Verschwinden von Mahonys Mutter auf die Spur kommen? Und welche Geheimnisse werden sie noch ausgraben? Auf dieses Buch freute ich mich schon, seit es mir vorgestellt wurde und dann musste ich so lange darauf warten und nun ist es schon verschlungen. Ich bin ja ein großer Fan von irischen Geschichten, sie habe so einen besonderen Klang und schaffen einfach Atmosphäre. Und hier haben wir ja alles vereint, Irland, ein kleines Dorf, eine schräge und verschrobene Gemeinschaft, eine alte neugierige Lady, einen jungen Burschen, der auch noch die Gabe hat, Tote zu sehen. Klingt gut? Ist gut! Nein, sogar großartig.Als ich den Namen Mahony gelesen hatte, musste ich unweigerlich sofort an Mahoney aus der Police Academy Filmreihe denken und so ganz abwegig ist es nicht. Denn unser irischer junger Mann hat auch so eine gewinnende Spitzbübigkeit, einfach ein einnehmendes Wesen und Charme, der ihn die Damenwelt zu Füßen liegen lässt. Ich fand ihn sofort sympathisch und seine Art einfach herrlich zu lesen, bei all den Geheimnissen und sehr eigenwilligen anderen Figuren, war er einfach erfrischend. Eine weitere Hauptfigur und Mahonys Teampartnerin war Mrs Cauley und die hatte es faustdick hinter den Ohren. Sie ist auch nur eine Zugereiste, lebt aber schon ewig in dem Dorf und gilt aber immer noch nicht als Einheimische, da ist eine Dorfgemeinschaft ja eisern. Aber Mrs Cauley hat ihren Platz gefunden, dafür das sie intelligent, scharfzüngig, exzentrisch und kämpferisch ist und es ihren Mitmenschen nicht immer einfach macht. Aber sie ist eine Person, die den Raum betreten und dann beherrschen kann und solch eine Detektivarbeit ist doch auch ein Heidenspaß. Ihren Part zu lesen, hatte immer mit viel bösem Humor zu tun und irgendwie finde ich, das sie wie aus einen Agatha Christie Roman entsprungen ist. Herrlich verschroben und extrem liebenswert.Aber meine heimlichen Stars der Geschichte waren einfach die Geister, die Mahony sehen konnte. Ständig scharwenzelt einer durchs Bild, führte zu neuen Drehungen in der Geschichte und waren einfach für jede Situation zu haben. Ich fand, sie rundeten alles ab, gaben der Geschichte eine ganz eigene Stimme und schafften Atmosphäre, die sich einfach von anderen Dorfgeschichten abhoben. Wer also gern, wie ich, das Übernatürliche liebt, ist hier genau richtig.Überhaupt schafft Jess Kidd ein ganz großartiges Debüt, es ist frisch und anderes, hat aber trotzdem den Stil von alten Klassikern, nur mit mehr Seele und Leben. Ihre Sprachauswahl ist unglaublich gut eingesetzt, sie lässt vieles lebendig werden, teilweise sogar poetisch, aber mit einer Sogkraft, die einen förmlich durch das Buch ziehen. Dabei ist man einfach gefesselt von den Figuren und der Landschaft, will immer mehr wissen und hat doch Angst, es zu schnell zu beenden. Dabei möchte man unbedingt wissen, was damals passiert ist, den Mahonys Mutter hatte ein dramatisches Leben und einen schweren Stand im Dorfleben. So spielt die Autorin mit Licht und Schatten in der Geschichte und verstrickt die Figuren immer mehr, und ob wir am Ende wirklich die Wahrheit erfahren, müsst ihr einfach selber lesen. Es lohnt sich.Für mich hat dieses Buch eine unglaubliche magische Stimmung, mit wunderbaren originellen Figuren und einer Sprachgewalt, die mir einfach entzückende Lesestunden beschert haben. Mitreißend, schräg, schwarzhumorig und fesselnd, genau meins. LESEN!

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  • Charmant und ein bisschen jenseitig.

    Der Freund der Toten
    wandablue

    wandablue

    16. June 2017 um 19:32

    Charmant und ein bisschen jenseitig. Jess Kidd, 1973 in London geboren, wuchs in einem Dorf an der irischen Westküste auf. In einem solchen Dörfchen, nicht weit von der Küste, spielt denn auch ihr erster Roman, der mit viel Charme und einem Hauch vom Jenseitigen, anziehend komponiert ist. Orla Sweeney ist aus Mulderrig, im County Mayo, Irland, spurlos verschwunden. Das ist schon lange her, aber irgendwann kommt immer irgendwer und fragt, was damals passiert ist. Und das ist Mahony. Er wuchs in einem Waisenhaus auf und hat gerade vor ein paar Tagen erfahren, dass Orla seine Mutter war. Das Strickmuster ist bewährt. Einen alten Fall aufrollen. Befragungen. Unbequemlichkeiten. Dorfgeheimnisse, die zu Tage treten. Doch Jess Kidd stellt dem Helden Mahony eine ganze Schar ungewöhnlicher Helfer zur Seite, denn Mahony kann die Toten sehen und hören. Dieser mysteriöse Touch sowie die alte Mrs Cauley, die die Rolle der Miss Marple innehat, gibt diesem Kriminalroman den besonderen Ton. Überdies wird die schöne Landschaft des Landes gewürdigt und die Autorin spinnt die Befragungen der Dorfbewohner in ein originelles Geschehen ein. Diese Krimigeschichte ist gut geschrieben, viele Details sind ersonnen und kleine Spitzen gegen die Dörfler stimmen den Leser fröhlich, literarische Passagen geben dem Roman Qualität, allerdings schreibt die Autorin Jess Kidd gerne im Präsens, dafür gibt es einen Punkt Abzug, denn Präsens lässt sich meines Erachtens schwerer lesen, und der Held zündet sich ungefähr zwanzig mal zu oft eine Zigarette an. Sonst aber hat die Geschichte den Charme alter Agatha-Christie- Romane aufgegriffen, ohne aber deren Altbackenheit mitgenommen zu haben. Fazit: Charmante irische Kriminalgeschichte mit viel Liebe zum Land mit besonderen Protagonisten. Kategorie: KriminalgeschichteVerlag: Dumont, 2017

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    • 4
  • Grandioses Debüt

    Der Freund der Toten
    Leseratte87

    Leseratte87

    13. June 2017 um 13:39

    Als Mahony mit 26 Jahren erfährt, wer er wirklich ist, macht er sich sofort auf in das Dorf in das Dorf, in dem er geboren wurde. Hier, so hofft er, kann er endlich erfahren, wer seine Eltern sind und was mit ihnen geschehen ist. Doch nicht alle in der Dorfgemeinschaft empfangen ihn mit offenen Armen und schon bald ist er großer Feindseligkeit ausgesetzt, denn er rührt an alten Erinnerungen, die lieber vergessen bleiben möchten. Doch zum Glück findet er in Mrs. Cauley eine unvergleichliche Freundin, die ihm mit Rat und Tat zur Seite steht. Als erstes ist mir das tolle Cover aufgefallen und auch die Geschichte, die das Buch erzählt, klang sehr interessant, also hab ich es mitgenommen. Und tatsächlich ist es für mich eines der besten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe! Zugegeben, der Anfang war ein bisschen holprig, aber nach wenigen Seiten hatte ich mich an den Stil gewöhnt und war begeistert. Die Geschichte strotzt nur so von skurrilen Charakteren. Allen voran die einmalige Mrs. Cauley, die sich im Dorf einquartiert hat und dort regelmäßig für Aufruhr sorgt. Ich habe die alte Dame sofort ins Herz geschlossen. Und auch der Protagonist ist ein lieber Mensch, der es aber bisher nicht besonders einfach hatte. Dazu gibt es eine große Portion schwarzen Humors und fertig war für mich die perfekte Sommerlektüre.

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  • In diesem Dorf sind eben wirklich nicht nur die Lebenden zu Hause...

    Der Freund der Toten
    Trucks

    Trucks

    12. June 2017 um 09:25

    Der Debütroman von Jess Kidd wäre mir im Buchhandel wahrscheinlich nicht wirklich ins Auge gestochen... Von daher bin ich sehr froh, dass ich hier eine Leseprobe entdecken durfte, die meine Nase auf ein wirklich sehr gutes Buch gestoßen hat, das mir sonst entgangen wäre und das wäre wirklich sehr schade gewesen..! Hippie Mahony ist nicht nur ein sehr witziger Name, sondern auch noch eine absolut glaubwürdige und authentische Person. Er ist ein Dieb und weiß sich mit Tücke und Charme „durchs Leben zu schlagen“ wie kein Anderer. Er wuchs in einem Waisenhaus auf und dachte immer, seine Mutter hätte ihn nicht haben wollen... Doch 26 Jahre später wirft ein Brief ein ganz anderes Licht auf seine Vergangenheit... Mahony reist daraufhin in seinen Geburtsort Dublin, um herauszufinden, was damals wirklich geschah. Sein geradezu unheimlich vertrautes Gesicht beunruhigt die Bewohner von Anfang an und sie sind nicht sonderlich hilfreich, sondern eher sehr misstrauisch... Bei der Aufklärung des mysteriösen Verschwindens seiner Mutter hilft ihm die alte Mrs Cauley, eine ehemalige Schauspielerin. Sie ist fest davon überzeugt, dass Mahonys Mutter ermordet wurde. Das ungleiche Paar heckt einen raffinierten Plan aus, um die Dorfbewohner zum Reden zu bringen. Auch wenn einige alles daran setzen, dass Mahony die Wahrheit nicht herausfindet, trifft er in dem Ort auf die eine oder andere exzentrische Person, die ihm hilft. Dass es sich dabei manchmal auch um einen Toten handelt, scheint Mahony nicht weiter zu stören … Der Schreibstil liest sich flüssig, die Geschichte ist toll erzählt und hat mich von der ersten Seite an schon gefesselt, so dass ich für die 384 Seiten auch nicht viel Zeit gebraucht habe. Einfach nur toll, ich freue mich auf weitere Bücher von dieser talentierten Autorin !

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  • guter stil

    Der Freund der Toten
    Das_Leseding

    Das_Leseding

    11. June 2017 um 19:01

    Inhalt:Mahony wächst im Waisenhaus auf und erhält erst mit 26 Jahren einen Hinweis auf seine Vergangenheit. Natürlich macht sich der junge Mann auf den Weg zu seiner Geburtsstadt und wird von vielen unerlösten Seelen begleitet, denn Mahony hat eine Gabe: er kann die Toten sehen und mit ihnen sprechen … Schreibstil:Der Duktus von Jess Kidd ist unbeschreiblich schön! Ihre Art Dinge zu beschreiben, Gefühle auszudrücken und die Gabe, jedem Regentropfen ein Gesicht zu verpassen, ist meiner Meinung nach einmalig! Der Ausdruck war sogar besser als die eigentliche Handlung der Lektüre, denn diese konnte mich nicht überzeugen. Teilweise sehr brutal geht es in dieser Geschichte gegen Tiere zu und das musste ich erstmal verdauen. Auch die Menschen untereinander schenken sich nichts. Und das schlimmste: das Ende blieb irgendwie offen und es schreit förmlich nach einer Fortsetzung. Die ich allerdings aufgrund der sprachgewaltigen Erzählung auch kaufen würde  Charaktere:Besonders gefallen hat mir, dass diese nicht bis ins Detail beschrieben wurden. Jess Kidd beschreibt bei allen die Eckdaten, gefüllt werden die Charaktere aber durch die eigene Vorstellungskraft. Dies regt die eigene Phantasie an und fördert eine stärkere Bindung zu den Charakteren. So waren mir einige sehr sympathisch, andere eher weniger. Cover:Mit dem Cover konnte ich nicht viel anfangen und kann jetzt, nach dem Lesen, nur etwas mit den Blumen verbinden, wenn ich lange nachdenke. Ich glaube, da hätte ein altes Haus mit einem Priester oder eine Insel im Wasser besser gepasst. Fazit:Ein Buch, welches mit so einer Sprachgewalt geschrieben wurde, dass ich immer noch geplättet bin, allerdings konnte mich die Handlung nicht überzeugen, daher gibt es nur 4 Sterne für diese Lektüre und eine Leseempfehlung an Literaturfreunde.

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  • Die Welt der Toten in Irland

    Der Freund der Toten
    yellowdog

    yellowdog

    11. June 2017 um 17:25

    Der Freund der Toten ist ein raffiniert durchkonstruierter Roman, bei dem es auf jeden Satz ankommt. Es kommt vor, dass Sätze wiederkehren, unter anderen Bedingungen. Das sind für den aufmerksamen Leser immer wider besondere Lesemomente. Die Atmosphäre speist sich aus dem Schauplatz und der irischen Mythologie, in der es Trolle gibt und die Toten allgegenwärtig. Das verleiht dem Thriller mit Krimiplot die außergewöhnliche Note. Die Autorin verfügt außerdem über das Talent, eigenwillige und eigenständige, originelle Figuren zu entwerfen. Das gilt neben der Hauptfigur Mahony, der im irischen Dorf Mulderrig über den Verbleib seiner Mutter forscht, vor allen für die exzentrische Mrs Cauley, eine ehemalige Schauspielerin, die im Dorf lebt und nicht selten mit sarkastischen Bemerkungen auffällt. Sie ist ein ganz besonderer Charakter. Ich will aber auch nicht verschweigen, dass ich mich manchmal schwer mit dem Buch tat. Ein Grund ist die Zeit der Handlung, 1976, die mir gediegen vorkommt. Dann musste ich mich zwingen, mich wieder auf das Außergewöhnliche der Handlung einzulassen. Den Sinn des deutschen Titel „Der Freund der Toten“ verstehe ich nicht ganz. Sprachlich ist Himself, so der Originaltitel, sehr interessant. Obwohl ich von der deutschen Übersetzung überzeugt bin, würde ich manche Passagen auch gerne im Original lesen. Man darf gespannt sein, was von Jess Kidd noch folgen wird, dieser Roman jedenfalls bekommt schon jetzt viel Aufmerksamkeit.

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    • 2
  • Skurrile Komödie

    Der Freund der Toten
    rinochka

    rinochka

    05. June 2017 um 21:35

    Irland, 1976. Mulderrig, ein kleines irisches verschlafenes Dorf, wird wachgerüttelt, als der charmante Hippie Mahony unerwartet auftaucht und Fragen über seine Mutter und ihr Verschwinden vor über 20 Jahren stellt. Fragen, die für viele Dorfbewohner unbeantwortet bleiben sollen. Die Beschreibung könnte auch zu einem Krimi mit ernsten Ermittlungen passen, doch dieses Buch ist ganz anders: es ist eine skurrile und schräge Geschichte mit viel Humor, interessanten und teilweise exzentrischen Charakteren und paranormalen Elementen. Das Buch lässt sich in einem Rutsch lesen: man wird von dem poetischen Schreibstil der Autorin, den schrägen Ereignissen und Dialogen schnell in den Bann gezogen. Wer bei diesem Buch einen Krimi mit viel Spannung, überraschenden Wendungen und unerwarteter Auflösung erwartet, wird enttäuscht sein: die Geschichte ist sehr einfach und die Auflösung ist schon ziemlich früh hervorsehbar; wer aber ein unterhaltsames Buch mit tollen Dialogen und skurrilen Charakteren sucht, wird mit diesem Buch einen Volltreffer landen. 

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  • Toll geschrieben

    Der Freund der Toten
    echidna

    echidna

    04. June 2017 um 11:51

              Dieses Buch hat es mir echt angetan. Erstmal ist die Handlung wirklich spannend. Der junge Mahony kehrt an den Ort zurück, in dem er geboren wurde, um das Rätsel um seine Herkunft zu lösen. Trotz der Ablehnung, die ihm fast überall entgegen schlägt, geht er zielstrebig und unerschrocken vor, um herauszufinden, was nach seiner Geburt mit seiner Mutter passiert ist.Mahony ist wunderbar einzigartig. Er ist ein Einzelgänger, unabhängig und lässt sich von niemandem etwas vormachen, doch gleichzeitig weiß er genau, wie er sich verhalten muss, um jemanden um den Finger zu wickeln und so zu erreichen, was er möchte. Seine erfrischende Art wird mir bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben.Auch die anderen Charaktere dieser Geschichte sind faszinierend und haben alle ihre ganz eigene Art und Weise, was sie zu wirklichen Individuen macht.Die Sprache, in der das Buch geschrieben ist, ist absolut schön. Ich habe selten etwas in einem so poetischen Stil gelesen, das gleichzeitig noch so packend und spannend war.Ich würde dieses außergewöhnliche Buch jedem weiter empfehlen, der auf der Suche nach einer guten Geschichte mit außergewöhnlichen Charakteren ist.        

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  • Skurrile Geschichte mit Herz!

    Der Freund der Toten
    Sammyandme_

    Sammyandme_

    03. June 2017 um 22:03

    "Der Freund der Toten" (englische Originalausgabe unter dem Titel "Himself") von Jess Kiss ist als gebundene Ausgabe im Dumont Verlag erschienen und für 20,00 Euro zu bekommen. Wir lernen gleich zu Anfang den charmanten Mahony kennen, der sich im irischen Mulderrig auf die Suche nach seinen Wurzeln macht. Die Dorfbewohner begegnen im zuerst nur sehr misstrauisch, niemand kennt den gut aussehenden Fremden und doch scheint er irgendwie geheimnisvoll vertraut zu sein. Als Mahony die liebenswürdige wenn auch etwas verrückte Mrs. Cauley kennen lernt, finden sich erste Wege und Hinweise was seine und vor allem die Vergangenheit seiner Mutter angeht. Ob Mahonys wundersame Gabe die Toten zu sehen ihm dabei behilflich sein kann, ist ihm bis dahin selbst noch nicht klar. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen! Die Geschichte ich etwas skurril aber doch sehr liebevoll, randvoll mit Gefühlen über Familie, Freundschaft und die große Liebe! Der Schreibstil ist eigentlich sehr eingänglich und flüssig zu lesen, wenn auch anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Es gibt viele Protagonisten was zu Beginn auch für etwas Verwirrung sorgte, sich aber sehr schnell auf wieder gelegt hat. Bleibt man einige Zeit am Buch dran, hat man, was das betrifft schnell wieder Durchblick.

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  • Fulminant

    Der Freund der Toten
    omami

    omami

    03. June 2017 um 19:38

     Der nicht ganz unbescholtene Mahony kommt nach Mulderrig, um sich endlich seiner Vergangenheit zu stellen. Mahony, aufgewachsen in einem Waisenhaus, glaubte er lange Zeit, dass ihn seine Mama dort abgelegt habe. Eine der Klosterschwestern läßt ihm nach ihrem Tod einen Brief zustellen, der dieses Bild völlig verschiebt. Alles, was Mahony in der Hand hat, ist ein Foto und die Handschrift auf dessen Rückseite. Man stelle sich vor: Ein Dorf, traumhafte Kulisse für mehr als fragwürdige Vorgänge. Man stelle sich vor: Total schrullige Dorfbewohner, die alle mehr wissen, als sie zu sagen bereit sind.Man stelle sich vor: Tote Hunde, die immer noch ihre Herrchen lieben. Man stelle sich vor: Eine junge Mutter, die alles für ihr Kind tun würde. Man stelle sich vor: Tote, die Mahony mehr mitteilen als die Lebenden. Man stelle sich vor: Auch die Liebe kann warten. Ein Roman, der schon mit dem Cover, das perfekt zum Inhalt passt, wunderbar harmoniert. Die Figuren sind so gut beschrieben, dass man sie atmen hören kann, falls sie dies noch tun. Die Autorin Jess Kidd hat mit so viel hintergründigem Humor ein Sittenbild aus dem Jahr 1950, bzw. 1976 gezeichnet, dem man sich bereits nach den ersten Seiten nicht mehr entziehen kann. Obwohl der Roman traurig stimmt, lassen mich viele der spontan wirkenden Sätze und Beschreibungen hell auflachen, dabei wollte ich doch erst noch meine Tränen trocknen.                         

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  • "Die Toten sahen alles. Sie sah alles."

    Der Freund der Toten
    R_Manthey

    R_Manthey

    01. June 2017 um 12:04

    Leichter wird das Leben nicht, wenn man mehr weiß als man wissen sollte. Orla Sweeney sieht die Toten. Und auf dem Friedhof erzählen sie ihr Geschichten, die sie eigentlich nicht kennen dürfte. Orlas Idee, diese Geschichten anonym in ihrem irischen Dorf zu verbreiten, bringt Unruhe in die Gemeinschaft, die es sich wie üblich in ihren Lebenslügen bequem gemacht hatte.Viele Jahre später kehrt ihr im Waisenhaus aufgewachsener Sohn Mahony nach Mulderrig zurück, um das Schicksal seiner bald nach seiner Geburt verschwundenen Mutter zu ergründen. Er trifft die alte Schauspielerin Mrs Cauley und findet deren tatkräftige Unterstützung. Noch heute gibt es im Dorf verschiedene Parteien, die mehr oder weniger zusammenhalten, weil sie mehr wissen als andere. Niemals richtig verheilte Wunden brechen wieder auf.Für einen Erstling ist dieser kraftvolle und skurrile Roman von Jess Kidd beachtlich. Allerdings muss man die recht sonderbare Mischung aus einem Kriminalfall und Fantasy für sich zulassen, sonst wird man nur schwer in die Geschichte finden oder sie gar ablehnen. Ohne die Hilfe der Toten wäre Mahony nämlich mit ziemlicher Sicherheit an den Mauern des Schweigens und der Ablehnung gescheitert. Zu viel erinnert die Dorfbewohner an seine Mutter. Während sie die Männer verwirrte, tut Mahony dies mit den Frauen.Lässt man den kleinen Fantasy-Anteil an dieser Geschichte zu, der zwar nur einen spärlichen Raum einnimmt, aber für das Geschehen von besonderer Wichtigkeit ist, dann findet man eine bizarre Geschichte vor, die genau wegen dieses Flairs, den Absonderheiten innerhalb einer kleinen Dorfgemeinschaft und des ungeklärten Schicksals von Mahonys Mutter einen im Laufe der Handlung niemals abfallenden Reiz ausüben kann.

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  • Der Erzählstil hatte mehr Potential als die Handlung

    Der Freund der Toten
    sommerlese

    sommerlese

    28. May 2017 um 19:43

    Der Roman "Der Freund der Toten" ist das Debüt von Jess Kidd und erscheint im Dumont Verlag. Der irische, charmante Gelegenheitsdieb und Hippie Mahony geht davon aus, dass seine Mutter ihn 1950 in einem Waisenhaus in Dublin abgegeben hat. 26 Jahre später erfährt er aus einem Brief, Andeutungen, die ganz anders lauten. Was geschah damals wirklich? Er fährt nach Mulderrig, um seiner eigenen Geschichte auf die Spur zu kommen. Sein Auftreten beschert ihm die Blicke der Frauen, Männer und Fromme werden mistrauisch. Nur die alte Mrs Cauley hilft ihm, sie ist davon überzeugt, dass Mahonys Mutter ermordet wurde. Doch wie sollen sie nach sovielen Jahren noch Informationen von den Dorfbewohnern bekommen. Sie bekommen Hilfe von Toten. "Große Farne hatten sich rings um den Jungen entrollt, Baumwurzeln hatten ihn umschlossen, und Efeu hatte ihn geschwind eingehüllt. Äste hatten sich tief über seinen winzigen Kopf gebeugt und einen Blättersegen über ihn geschüttelt. Maulwürfe hatten sich blind und entschlossen durch den Boden gegraben und mit ihren kräftigen Krallen um ihn herum Erde aufgehäuft, " Zitat Seite 9 Meine Rezension enthält Spoiler! Im irischen Dorf Mulderrig sind Fremde nicht unbedingt willkommen, noch weniger ist es Mahony, der auf Frauen zwar charmant wirkt, aber doch etwas Beunruhigendes an sich hat. Er besucht das Dorf, um die wahren Hintergründe des Verschwindens seiner Mutter vor 26 Jahren zu erfahren. Aber die Dorfbewohner schweigen. Das facht die Entschlossenheit Mahonys nur um so mehr an und er versucht, sogar mit außergewöhnlichen Mitteln an die Informationen zu kommen. Er besitzt die Gabe, mit Toten sprechen zu können. Neben einer poetischen fast märchenhaften Erzählweise, Spannung und schwarzem Humor bietet das Buch eine tolle Story mit ungewöhnlichen Charakteren und ausgiebigen Landschaftsbeschreibungen. Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, dass so viel Abwechslung zu bieten hatte. Diese ungewöhnliche Mischung aus Spannung, Fantasy und Märchen ist einfach einmal etwas anders und überrascht ungemein. Auch mit ihrer wunderbar poetischen Erzählweise hat mich Jess Kidd gepackt. Sie vermag es Bilder mit Worten zu malen und das gelingt ihr besonders gut in den Landschaftsbildern. Es gibt singende Holzwürmer, tanzendes Sonnenlicht, die leuchtende Feder eines Feuervogels und einige Besonderheiten mehr. Von diesen Bildern konnte ich nicht genug bekommen. Doch die Autorin beschreibt auch einige Grausamkeiten, die ich erschrocken und verwundert zur Kenntnis genommen hebe, wie das monströses Küken oder andere tierische Barbareien. Ich weiß immer noch nicht, was ich davon halten soll. Auf jeden Fall schafft die Autorin mit ihrer Erzählkraft eine unglaubliche Atmophäre, die mich gefesselt hat. Was ich allerdings von der bunten Mischung verschiedenster Genres nicht behaupten kann. Der Inhalt enthält kriminalistische Ansätze, Fantasy, schwarzen Humor, mystische Figuren und übernatürliche Fähigkeiten. Das erfordert vom Leser schon eine gewisse Fähigkeit, Wahrheit und paranormale Dinge nicht zu hinterfragen, sondern die gemeinsame Koexistenz als gegeben hinzunehmen. Ich bin sehr realistisch und daher haben sprechende Tote bei mir auch keine Chance. Protagonist Mahony befragt auf seiner Suche nach der Wahrheit über seine Mutter nicht nur die Dorfbewohner, sondern auch die verstorbenen Figuren, mit denen er dank einer besondere Gabe kommunizieren kann. Wer nun lebendig oder tot war, hat sich mir nicht immer eindeutig erschlossen. Daher bin ich bei diesem Werk mit meiner Beurteilung auch eher zwiegespalten. Da es sich um ein Debüt handelt, gebe ich noch gerade 4 Sterne. Dieser Erzählstil ist etwas ganz besonderes und ich möchte gern mehr von der Autorin lesen. Vielleicht findet ihr nächstes Buch mal realistischere Anklänge, denn hier ging es doch recht speziell zu. Auch die Tierquälereien haben in Romanen nichts zu suchen.

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    • 2
  • Die Geister der Vergangenheit

    Der Freund der Toten
    Legeia

    Legeia

    28. May 2017 um 10:13

    Beschreibung:Der charmante Gelegenheitsdieb und Hippie Mahony glaubte immer, seine Mutter habe ihn aus Desinteresse 1950 in einem Waisenhaus in Dublin abgegeben. Sechsundzwanzig Jahre später erhält er einen Brief, der ein ganz anderes, ein brutales Licht auf die Geschichte seiner Mutter wirft. Mahony reist daraufhin in seinen Geburtsort, um herauszufinden, was damals wirklich geschah. Sein geradezu unheimlich vertrautes Gesicht beunruhigt die Bewohner von Anfang an. Mahony schürt Aufregung bei den Frauen, Neugierde bei den Männern und Misstrauen bei den Frommen. Bei der Aufklärung des mysteriösen Verschwindens seiner Mutter hilft ihm die alte Mrs Cauley, eine ehemalige Schauspielerin. Furchtlos, wie sie ist, macht die Alte nichts lieber, als in den Heimlichkeiten und Wunden anderer herumzustochern. Sie ist fest davon überzeugt, dass Mahonys Mutter ermordet wurde. Das ungleiche Paar heckt einen raffinierten Plan aus, um die Dorfbewohner zum Reden zu bringen. Auch wenn einige alles daran setzen, dass Mahony die Wahrheit nicht herausfindet, trifft er in dem Ort auf die eine oder andere exzentrische Person, die ihm hilft. Dass es sich dabei manchmal auch um einen Toten handelt, scheint Mahony nicht weiter zu stören …Die Autorin:Jess Kidd, 1973 in London geboren, hat ihre Kindheit teilweise in einem Dorf an der irischen Westküste verbracht. Sie hat Literatur an der St. Mary’s University in Twickenham studiert. Derzeit arbeitet sie an ihrem zweiten Roman. Die Autorin lebt mit ihrer Tochter in London. Ulrike Wasel wurde 1955 geboren und hat Anglistik in Düsseldorf studiert. Zusammen mit Klaus Timmermann hat sie u. a. Dave Eggers, Tana French, Andre Dubus III., Harper Lee, Jeanette Walls und Zadie Smith ins Deutsche übertragen.Meine Meinung:Ein Mann namens Mahony will mehr über seine Vergangenheit wissen. Er reist nach Mulderrig, um endlich zu erfahren, was mit seiner Mutter passiert ist. Jahrelang hat er im Waisenhaus gelebt und will nun die Wahrheit wissen, nachdem er einen mysteriösen Brief bekam, in dem sein richtiger Name steht, und dass er in diesem Dorf die Antworten findet, die er braucht. Dabei hilft ihm Mrs Cauley, eine alternde Diva und auch die Toten, die Mahony sehen kann. Denn er hat eine Gabe. Ein Theaterstück, das in Mulderrig aufgeführt werden soll - so wie jedes Jahr - soll ihm helfen, Kontakte zu knüpfen und Fragen zu stellen. Eine gute Gelegenheit, Licht ins Dunkel zu bringen.Das Buch spielt hauptsächlich im Jahr 1976, aber auch 26 Jahre früher, 1950. Im Prolog erfährt man gleich, dass Mahonys Mutter ermordet wurde, und dass der Wald das Baby schützte, damit es nicht auch einem Verbrechen zum Opfer fiel. Mystisch angehaucht und mit Sprache voller Poesie wird die Geschichte erzählt. Die verschiedenen Charaktere könnten nicht unterschiedlicher sein, ob nun tot oder lebendig. Die Suche nach dem Mörder ist das Ziel.Was mir dafür überhaupt nicht gefallen hat, waren die Grausamkeiten, bezüglich Tierquälereien. Hier hätte die Autorin auf die detaillierten Beschreibungen verzichten können. Auch wenn sie vielleicht damit aufmerksam machen möchte, ich lese so etwas, egal ob es um Menschen oder Tiere geht, sonst nicht. Die Passagen habe ich, wenn sie sich auftaten, dann nur noch übersprungen. Das hat für mich so ein bisschen die Zuneigung zum Buch zerstört. Auch waren es für mich zu viele Themen, die in die Handlung gepackt wurden, weniger wäre mehr gewesen.Schöner Schreibstil, zu viele Grausamkeiten, mitunter etwas langweilig.3 Sterne.

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    • 2
  • Eine kleine Literaturperle

    Der Freund der Toten
    julemausi89

    julemausi89

    27. May 2017 um 23:58

    Dieses Buch hat mich von vorne bis hinten überrascht. Schon allein das Cover führt einen auf eine Rätsel-Reise: Ist es ein Krimi? Ist es ein Fantasy-Roman? Man kann es weder vom Aussehen, och vom Inhalt her wirklich in eine Schublade stecken, so außergewöhnlich ist es geschrieben. Schon mit der ersten Seite wird der Leser fließend in eine kleine Welt verschrobener Dorfbewohner entführt, die ihn so schnell auch nicht wieder loslässt (selbst wenn man sich bei den meisten nicht wirklich willkommen fühlt). Die Sprache ist blumig, aber nicht zu geschwollen. Gerade besonders genug, dass einem das Lesen endlich mal wieder Spaß macht und man das Gefühl hat, etwas besonderes in der Hand zu halten. Auch die Geschichte ist ungewöhnlich und nicht vorhersehbar. Sie überfällt und entführt einen in eine Jagd voller unvorhergesehener Wendungen, sodass man bis zum Schluss den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen kann. Ein absoluter Geheimtipp!

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