Jess Walter

 3,6 Sterne bei 76 Bewertungen

Lebenslauf

Jess Walter arbeitete als Journalist, bevor er Buchautor wurde. Für eine seiner journalistischen Arbeiten war er für den Pulitzer-Preis nominiert, für seine Kriminalromane für mehrere Buchpreise, 2005 erhielt er den Edgar Allan Poe Award. Jess Walter lebt mit seiner Familie in Spokane, Washington. Sein Roman Schöne Ruinen erschien 2013 bei Blessing.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Jess Walter

Cover des Buches Schöne Ruinen (ISBN: 9783453415898)

Schöne Ruinen

(42)
Erschienen am 09.06.2014
Cover des Buches Der Engel von Rom (ISBN: 9783311101567)

Der Engel von Rom

(5)
Erschienen am 21.08.2025
Cover des Buches Das Geständnis (ISBN: 9783453430204)

Das Geständnis

(5)
Erschienen am 01.04.2005
Cover des Buches Die Agenda (ISBN: 9783453431492)

Die Agenda

(4)
Erschienen am 03.07.2006
Cover des Buches Stummes Echo (ISBN: 9783453870246)

Stummes Echo

(4)
Erschienen am 01.12.2003
Cover des Buches Sündenfall (ISBN: 9783453214088)

Sündenfall

(2)
Erschienen am 01.02.2002
Cover des Buches Joint Venture (ISBN: 9783453409781)

Joint Venture

(0)
Erschienen am 01.10.2013

Neue Rezensionen zu Jess Walter

Cover des Buches Der Engel von Rom (ISBN: 9783311101567)
Ina_Hs avatar

Rezension zu "Der Engel von Rom" von Jess Walter

Ina_H
Kurz, aber schön!

"Der Engel von Rom" von Jess Walter ist eine etwas längere Kurzgeschichte von knapp 130 Seiten.


Wir begleiten in dieser Geschichte Jack Rigel. Eigentlich will er ja Schriftsteller werden, seine Mutter sieht ihn aber eher als Priester. So bewirbt er sich nicht ohne Hintergedanken für ein Stipendium in Rom. In Gedanken sieht er dort schon seinen Durchbruch als Schriftsteller, als schlechtester Student in Latein kann er aber nicht nur durch Rom flanieren. Kurz bevor er seine Pläne aufgibt, da ihm das Geld ausgeht, gerät er in Dreharbeiten für einen Film und trifft auf Angelina Amadio. Er hat sie einmal im Kino gesehen vor langer Zeit. Angelina wurde immer der Engel von Rom genannt.


Die Kurzgeschichte hat mir gut gefallen. In schöner Sprache und auf nachvollziehbare Weise begleiten wir den Protagonisten durch sein Leben in Rom, aber auch durch seine Pubertät. Die Story ist in leichter Sprache geschrieben und die Leser*innen befinden sich sofort in medias res. Feiner Humor kommt nicht zu kurz und so hat das Lesen richtig Spaß. gemacht, n Die Protagonist*innen sind bildhaft beschrieben, ich konnte sie mir gut vorstellen. Besonderen Spaß haben mir die Unterrichtseinheiten in Latein gemacht, dürfen doch die Studenten sich nur auf lateinisch unterhalten, was eine besondere Komik beinhaltet, da Jack sich dabei wie ein Fragezeichen auf Beinen vorkommt. Jack stolpert durch die Handlung, ist überfordert, ermutigt, verwirrt und findet schließlich seinen ganz persönlichen Engel in Rom.


So schade, dass die Geschichte so kurz ist, ich hätte Jack gerne länger begleitet. Trotzdem ist eine berührende Geschichte, die im Gedächtnis bleibt. Mit 20€ ist der Preis für die Geschichte zwar nicht so ganz günstig, die Geschichte selbst ist aber trotzdem empfehlenswert. Ein Buch, das ich sicher noch ein zweites Mal lesen und damit bestimmt auf weitere Feinheiten stoßen werde.


Gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung gibt es von mir!


Cover des Buches Der Engel von Rom (ISBN: 9783311101567)
Verena2603s avatar

Rezension zu "Der Engel von Rom" von Jess Walter

Verena2603
Viele Wege führen nach Rom

Jack Rigel, Anfang 20, aus Omaha, Nebraska, soll Priester werden. Zumindest, wenn es nach seiner Mutter geht, die darin den ultimativen Weg sieht, sich von allen Sünden zu befreien. Praktischerweise gibt es ein Stipendium für ein Lateinstudium im Vatikan. Das Problem: Jack kann kaum Latein, noch weniger Italienisch, und Priester will er auch nicht werden. Nach Rom für das Studium, das will er allerdings schon. Vor allem, weil er darin die Chance sieht, den Grundstein für seine Schriftstellerkarriere zu legen, denn sein Leben ist eher ereignislos und er würde sich gerne neu erfinden.

Doch in Italien stellt Jack nach wenigen Wochen fest: „Der neue Jack Rigel war irgendwie schlechter dran als der alte Jack Rigel – übernächtigt, traurig und ständig hungrig, allein in einer Stadt, in der ich mich verzweifelt abmühte, mit den Leuten auf dem Niveau eines begriffsstutzigen Sechsjährigen zu kommunizieren.“ Weil aber so wirklich gar nichts so läuft, wie Jack sich das vorstellt, klappt nicht mal die geplante vorzeitige Rückreise in die USA. Stattdessen stolpert er in ein Filmset und trifft dort auf „den Engel von Rom“, die italienische Schauspielerin Angelina Amadio, sowie den amerikanischen TV-Cop Sam „Ronnie“ Towers, der Jack als Übersetzer anheuert – was natürlich dank Jacks kaum vorhandener Sprachkenntnisse nur nach hinten los gehen kann.

Eine absurde Situation jagt daraufhin die nächste; alle drei Figuren – Jack, Sam und Angelina – sind geprägt von dem Wunsch nach Veränderung. Ob die Geschichte als Roman funktioniert hätte, weiß ich nicht, aber als Kurzgeschichte hat sie mich oft schmunzeln lassen und super unterhalten. (Mit 20€ ist der Preis für die Short Story aber wirklich happig; im englischen Original wurde sie als Teil einer Kurzgeschichtensammlung veröffentlicht.)

Cover des Buches Der Engel von Rom (ISBN: 9783311101567)
lex-bookss avatar

Rezension zu "Der Engel von Rom" von Jess Walter

lex-books
Warmherzige, amüsante Kurzgeschichte

Zuerst dachte ich, der Autor würde locker dem Erzählmuster eines Adoleszenzromans folgen – nur eben innerhalb einer längeren Kurzgeschichte von 130 Seiten. Ich rechnete mit typischen Problemen und Gedanken an der Schwelle zum Erwachsenwerden, auch wenn der Protagonist bereits 21 Jahre alt ist. 

Eigentlich ist es an keiner Stelle so gekommen, wie ich erwartet hatte, und auch der Engel von Rom war nicht der, für den ich ihn zunächst hielt. 

Jack Rigel geht – wie er selbst sagt – als „unfertiges Projekt“ für ein Jahr zum Lateinstudium nach Rom. Der schüchterne Jack hat hohe Erwartungen an diese Reise. In Gedanken sieht er sich schon als bewunderten Kosmopoliten und gefragten Schriftsteller. Dann die Ernüchterung: Jack ist der schlechteste Lateinstudent in seinem Kurs, und das Geld geht ihm bald aus. Sein Leben nimmt eine plötzliche Wendung, als ein alternder TV-Star ihn um einen Gefallen bittet.

Ich fand die Geschichte wirklich sehr amüsant, und ich bin eigentlich kein Fan von Kurzgeschichten. Aber diese ist lang genug, um sich in die Figuren hineinzufinden. Der Schreibstil ist klar, scharfsinnig und hat Witz. Weil der Spaß darin besteht, sich überraschen zu lassen, möchte ich nicht spoilern. Es ist eine Geschichte über Identität, Selbstermächtigung, über Handreichung und das Glück des Zufalls, in dem die Figuren sich ständig von den an sie geknüpfte Klischees und Erwartungen entfernen – ein bisschen modernes Märchen, ein bisschen Coming-of-Age. 

Die Geschichte erschien 2022 in einer englischen Kurzgeschichtensammlung, bei Kampa ist sie als Einzelbuch veröffentlicht. Der Verkaufspreis von 20 Euro ist der einzige Wermutstropfen.

Fazit: Einen „Engel von Rom“ wünscht man allen seinen Freunden. Geistreiche Unterhaltung für die Dauer einer kürzeren Zugreise. Und ein schönes Geschenk für junge Menschen, die nach der Schule ihren Weg suchen.

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