"Der Engel von Rom" von Jess Walter ist eine etwas längere Kurzgeschichte von knapp 130 Seiten.
Wir begleiten in dieser Geschichte Jack Rigel. Eigentlich will er ja Schriftsteller werden, seine Mutter sieht ihn aber eher als Priester. So bewirbt er sich nicht ohne Hintergedanken für ein Stipendium in Rom. In Gedanken sieht er dort schon seinen Durchbruch als Schriftsteller, als schlechtester Student in Latein kann er aber nicht nur durch Rom flanieren. Kurz bevor er seine Pläne aufgibt, da ihm das Geld ausgeht, gerät er in Dreharbeiten für einen Film und trifft auf Angelina Amadio. Er hat sie einmal im Kino gesehen vor langer Zeit. Angelina wurde immer der Engel von Rom genannt.
Die Kurzgeschichte hat mir gut gefallen. In schöner Sprache und auf nachvollziehbare Weise begleiten wir den Protagonisten durch sein Leben in Rom, aber auch durch seine Pubertät. Die Story ist in leichter Sprache geschrieben und die Leser*innen befinden sich sofort in medias res. Feiner Humor kommt nicht zu kurz und so hat das Lesen richtig Spaß. gemacht, n Die Protagonist*innen sind bildhaft beschrieben, ich konnte sie mir gut vorstellen. Besonderen Spaß haben mir die Unterrichtseinheiten in Latein gemacht, dürfen doch die Studenten sich nur auf lateinisch unterhalten, was eine besondere Komik beinhaltet, da Jack sich dabei wie ein Fragezeichen auf Beinen vorkommt. Jack stolpert durch die Handlung, ist überfordert, ermutigt, verwirrt und findet schließlich seinen ganz persönlichen Engel in Rom.
So schade, dass die Geschichte so kurz ist, ich hätte Jack gerne länger begleitet. Trotzdem ist eine berührende Geschichte, die im Gedächtnis bleibt. Mit 20€ ist der Preis für die Geschichte zwar nicht so ganz günstig, die Geschichte selbst ist aber trotzdem empfehlenswert. Ein Buch, das ich sicher noch ein zweites Mal lesen und damit bestimmt auf weitere Feinheiten stoßen werde.
Gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung gibt es von mir!














