Jess Walter Die finanziellen Abenteuer des talentierten Poeten

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Inhaltsangabe zu „Die finanziellen Abenteuer des talentierten Poeten“ von Jess Walter

Matt Prior hat alles, was der amerikanische Durchschnittsbürger sich wünscht: ein Haus in einer Vorortsiedlung, eine hübsche Frau, zwei Kinder. Als er seinen Job als Journalist verliert, weiß er nicht mehr, wie er seine Schulden abbezahlen soll. Doch in einer schlaflosen Nacht trifft er beim Milchholen auf zwei jugendliche Kiffer, und plötzlich kommt ihm eine folgenschwere Idee, wie er seine Geldprobleme lösen kann ...

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    Die finanziellen Abenteuer des talentierten Poeten
    whoiskafka

    whoiskafka

    12. May 2015 um 11:20

    Einige Worte zum Inhalt Matt Prior, ehemaliger Wirtschaftsjournalist, führt auf den ersten Blick ein perfektes Leben: Er hat ein schönes Haus, eine gutaussehende Frau und zwei Kinder. Wäre da nicht das Problem mit den Schulden, die ihn ebenjenes Haus bald kosten können, die etwas zu intensive Beziehung seiner Frau zu ihrem Exfreund und die Tatsache, dass er arbeitslos ist. Als er eines Abends Milch holen geht, trifft er auf zwei jugendliche Kiffer, ist zum ersten Mal seit seiner Collegezeit wieder high und fasst einen fragwürdigen Plan, wie er seine Schulden doch noch rechtzeitig tilgen kann … Meine Meinung Die finanziellen Abenteuer des talentierten Poeten ist ein Buch, das man entweder mag oder nicht. Ich persönlich hatte so meine Probleme damit, an der Geschichte dranzubleiben. Immer wieder habe ich längere Lesepausen gemacht, da ich einfach nicht mit dem Schreibstil und den Charakteren warmwurde. Zugegeben: Sarkasmus hat Jess Walter definitiv drauf. Allerdings ist der Humor insgesamt so speziell, dass er einfach nicht jeden Geschmack treffen kann. Meinen hat er oftmals nicht getroffen, denn der Autor scheut nicht vor vulgären Formulierungen und platten Witzen zurück. Dieser Abschnitt fasst sehr gut zusamemen, wie es mir mit dem Humor ging: “Lisa war schon immer der Meinung, dass man meinen speziellen Sinn für Humor nur mit einem entsprechend abseitigen Geschmack goutieren könne. Vergleichbar einer Vorliebe für Rinderherz.” – S. 158 Jep. Meins ist Rinderherz leider nicht. Trotzdem konnte Jess Walter zwischenzeitlich immer wieder brillieren, denn ab und an hat er dann doch mal einen grandiose Spruch gerissen. Insgesamt empfand ich den Schreibstil als sehr durchwachsen. Einerseits zeichnet er sich durch eine enorme sprachliche Distinguiertheit aus, andererseits ist er manchmal so hochtrabend, dann wieder so von ordinären Ausdrücken durchzogen, dass man nicht mehr weiß, wo einem der Kopf steht. Alles in allem konnte der Stil mich daher nicht überzeugen, aber ich kann mir gut vorstellen, dass viele sich beim Lesen vor Lachen biegen werden. Immer wieder versucht der Autor, den Text mit Gedichten aufzulockern. Hat für mich leider nicht funktioniert. Zum Schluss habe ich die Gedichte nur noch überflogen, denn die Themen waren meist sehr belanglos (zum Beispiel, wie scharf die Moderatorin auf dem Nachrichtenkanal ist) und als gut gedichtet empfand ich die Texte auch nicht (möglicherweise kommen sie in der Originalsprache noch einmal anders rüber). Die Handlung empfand ich als eher unspektakulär. So viel ist im Grunde nicht passiert: Kiffen hier und da, Ehekrach, Sorgen um Schulden und sich andauernd wiederholende Szenen mit Matts dementem Vater. Matts Gedanken drehten sich immer und immer wieder um dieselben Themen, was das Ganze mit der Zeit etwas ermüdend macht. Lisa, Matts Ehefrau, ging mir höllisch auf die Nerven, da sie eigentlich nur die beleidigte, zutiefst verletzte und trotzige Frau mimt. Irgendwann habe ich mich gefragt, warum die beiden nicht einfach mal reden. Es wäre alles so viel leichter, wenn mal Kommunikation ins Spiel käme. Aus diesem Grund konnte ich mir nach einer Weile nur noch die Haare raufen, wenn die beiden mal wieder aneinander vorbeiredeten, sich betretene oder verärgerte Blicke zuwarfen und sich partout weigerten, mal ein offenes Wort miteinander zu sprechen. Was mir außerdem nicht gefallen hat, war das andauernde Fachsimpeln über die Wirtschaft. Meh. Ewig lange Monologe über das Zusammenbrechen von Zeitungsverlagen, sinkende Aktienkurse, wertlose Immobilien, knappes Geld … Es ist ja schön und gut, dass Matt Wirtschaftsjournalist war, aber meinetwegen hätte Jess Walter das ganze Wirtschafts-Blabla wirklich gerne weglassen können, da es irgendwann nur noch furchtbar ermüdend war. “Oder vielleicht ist das Leben eine Illusion, ein Schattenbild, von den Flammen an eine Höhlenwand geworfen.” – S. 178 So richtig warm wurde ich mit den Charakteren nicht. Vielleicht lag es am Schreibstil, vielleicht auch an den Dialogen, die in meinen Augen immer nur sehr oberflächlich blieben. Außerdem ist fast jeder Charakter auf die eine oder andere Art und Weise unsympathisch, allen voran Lisa. Zudem hat Matt andauernd Entscheidungen getroffen, die ich so gar nicht nachvollziehen konnte, und sein Dilemma damit bloß immer schlimmer gemacht. Fazit Insgesamt muss ich sagen, dass Die finanziellen Abenteuer des talentierten Poeten sehr durchwachsen war. Manchmal hat mir das Lesen Spaß gemacht, dann wieder musste ich mich durch jede einzelne Seite quälen. Ich habe irgendwie mehr erwartet. Ein wenig mehr Action, ein wenig mehr Abwechslung – vielleicht habe ich etwas zu viel Breaking Bad-Style erwartet. Eine Leseempfehlung kann ich daher leider nicht aussprechen.

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  • „Warum kriegen die nicht die verschlafene Frau im Geburtenkontrollpyjama....?"

    Die finanziellen Abenteuer des talentierten Poeten
    ginnykatze

    ginnykatze

    24. August 2014 um 18:53

    „Warum kriegen die nicht die verschlafene Frau im Geburtenkontrollpyjama und ich die Business-Braut in dem sexy Kostüm?“Zum Inhalt: Der Mittvierziger Matt Prior ist arbeitslos. Seiner Frau, die das Geld mit vollen Händen ausgibt, kann er von der bevorstehenden Versteigerung ihres Hauses nichts erzählen. Warum nur ist er so feige? Er überlegt hin und her, was er tun kann. Aber er darf nicht kleinbeigeben, versorgt er doch auch noch seine zwei kleinen Söhne und seinen demenzkranken Vater. Nun ist guter Rat teuer und als Matt des Nachts zum Milchholen fährt, begegnet er einer Gruppe Jugendlicher, die ihn bedrängen und schließlich sitzt er mit ihnen zusammen in seinem Auto und kifft. Ja das Leben kann doch schön sein, wenn man es durch den Schleier des Nebels und völlig zugedröhnt sieht. Es kommt wie es kommen muss: Matt denkt nun er hat die Lösung all seiner Probleme gefunden, er will mit Gras dealen, sehr gutem sogar. Er hat es ja schließlich ausprobiert und weiß, von was er spricht. Nun beackert er seine Freunde und in Nullkommanichts ist sein Vorrat verkauft. Ein Geschäft mit viel Plus. Ja natürlich kann man das auch geschäftlich machen, so denkt Matt und nimmt sein letztes Geld und will davon alles in Drogen investieren. Aber dann kommt alles anders als erwartet. Lest selbst. Fazit: Der Autor Jess Walter nimmt mich in seinem Buch mit in eine Geschichte, die ich nicht richtig einzuordnen vermag. Mit Humor und Sarkasmus versucht er, mich in die Geschichte zu ziehen. Leider gelingt ihm das teilweise überhaupt nicht. Ich quäle mich durch die Seiten und weiß nicht, ob ich Lachen oder Weinen soll. Mir gefällt nicht wirklich, was ich da lese. Den Drogenteil, auch wenn er wohlweißlich ins Lächerliche gezogen wird, mag ich dabei am Wenigsten. Auch die Familiengeschichte trifft nicht mein Interesse. Auch der Versuch, mit Gedichten und Reimen die Story aufzulockern ist nicht mein Fall. Sicher sind einige Stellen in der Geschichte, wo ich auch lachen konnte, aber der Großteil hat sich für mich wie Kaugummi in die Länge gezogen. Der Schreibstil lässt sich gut und flüssig lesen. Die Charaktere beschreibt Jess Walter sehr gut. Da bin ich sofort bei ihm und fühle mich bei manchen Szenen auch richtig wohl. Alle Figuren werden gut beschrieben und bekommen ihr eigenes Gesicht. Einen wirklichen Lieblingsprotagonisten habe ich eigentlich nicht. Jamie gefällt mir bei den Personen, die hier beschrieben werden, eigentlich noch am Besten. Es wird aufgezeigt, wie einem das Leben schon Übel mitspielen kann. Aber mal ehrlich, ich empfand es sehr überzogen und keineswegs interessant. Eine Geschichte, die ich so nicht nachempfinden kann und die mich nicht berührt hat. Schade Jess Walter, war ich doch von „Schöne Ruinen“ so begeistert, dass ich dieses Buch auch unbedingt lesen wollte. Hier vergebe ich zwei Sterne, zu mehr hat es bei mir nicht gereicht. Eine Leseempfehlung kommt von mir hier verständlicher Weise nicht.

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  • Jess Walter - "Die finanziellen Abenteuer des talentierten Poeten"

    Die finanziellen Abenteuer des talentierten Poeten
    SABO

    SABO

    Zur falschen Zeit am falschen Ort - oder doch Perfect Timing? Einst wollte Matt mit Wirtschaftspoesie ein Geschäft aufbauen, das, bevor es richtig anfing, schon den Bach hinunterging, er weiß nicht mehr weiter und greift nach dem letzten Strohhalm. Matt trifft beim Einkaufen auf redselige Experimentier-Botaniker in Baggy Jeans..irgendwie schlittert er da so rein..die Meister der K´wumm suchen eine Mitfahrgelegenheit, sie sind zu "unfähig" um selber ein Gefährt zu lenken, bieten aber im selben Augenblick dem Fahrer eine Kostprobe an, die er zuerst dankend ablehnt, dann aber aus Neugier annimmt, mal sehn was die Kidz von heute so drauf haben..nur aus Neugier halt.. Die Gang der Galgenvögel findet in Matt ein neues Opfer. Sein Kleinhirn entwickelt auf der Umlaufbahn der Erde eine verrückte Idee, irgendwie müssen alle Schulden beglichen werden, sonst ist man Haus und Wertsachen los, samt Frau und Kinder. Ehefrau Lisa weiß natürlich nichts davon und füllt lieber die Garage mit Ebay-Sonderverkäufen. Der arme Wirtschaftspoet sieht sich in die Enge gedrängt und trifft eine Entscheidung, die nicht lange gutgehen kann.. Ironie trieft in Sarkasmus, der in Metaphern versinkt, slapstickartig. Eine schwarzhumorige Geschichte, die sicher ihre Fans finden wird.

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    Floh

    Floh

    21. July 2014 um 05:38
  • Ein Mann der Alles riskiert!!!

    Die finanziellen Abenteuer des talentierten Poeten
    Solara300

    Solara300

    12. July 2014 um 12:14

    Kurzbeschreibung Matt Prior könnte eigentlich recht zufrieden sein mit seinem Leben. Er hat ein Haus, zwei Kinder und eine wunderhübsche Frau und einen Job wo ihm Spass machen würde. Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre... Denn Matt ist nicht nur total überschuldet und soll seinen Gläubiger sehr schnell ihr Geld wieder geben, sondern hat auch den Verdacht das seine Frau ihm fremdgeht und sein Familienleben nicht gerade rund läuft. Von seinem Job nicht zu reden, den er ist arbeitslos und wie es kommen muss, lenkt er den Blick in eine Richtung die für ihn Hoffnung bedeutet..... Cover Das Cover macht neugierig auf die Lebensgeschichte von Matt Prior, der  einige Probleme und Situationen bewältigen muss. Ich finde das Cover passt sehr gut zu der Geschichte die darin enthalten ist. Schreibstil Der Autor Jess Walter hat hier eine Geschichte erschaffen die von den finanziellen Abgründen unserer Gesellschaft erzählen und man folgt dem Lebensweg von Matt Prior. Der Schreibstil liest sich soweit flüssig und man kehrt ein in die fianziellen und bewegenden Abgründe die Matt zu bewältigen versucht auf seine eigene skurille und sehr tollpatschige Weise. Meinung Matt Prior ist ein verheirateter Mann und könnte mit seiner kleinen Familie die auch aus zwei Kindern besteht soweit ganz glücklich sein, bis auf den Punkt das er sehr hoch verschuldet ist und innerhalb kürzester Zeit 30 000 Dollar auftreiben soll. Von Geldproblemen geplagt bekommt er bei seinem täglichen Gang zum Supermarkt eine Idee das er ja ins Drogengeschäfft einsteigen könnte. Denn der erste Joint hat er ja bei seinem Besuch am Supermarkt schon mit zwei Kiffern. Was dann beginnt ist ein spießrutenlauf mit seinem eigenen Charakter und der Problembewältigung seiner Ehe und seines Lebens. Denn Matts Ehefrau ist alles andere als glücklich und flirtet lieber fremd. Aber das scheint nicht Matts einziges Problem. Er versucht sich als Dealer und erlebt das ein oder andere Chaos auf seinem Weg...... Fazit Ich muss sagen das ich es, in unserer heutigen Zeit eine Geschichte finde, die zum Nachdenken anregt! Und auch ein Bild der sozialen Zerstörung im Umfeld eines Mannes hin beschreibt. Und Ihn bis zum Abgrund führt. Wobei ich selbst sagen muss das mir das Thema zwar gut vorkam aber bei einem gewissen Punkt zu überspitzt beschrieben war, deshalb gibt es Punkteabzug, wobei das wirklich nur meinem Geschmack entspricht. 3 von 5 Sternen

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  • Der untalentierte Poet

    Die finanziellen Abenteuer des talentierten Poeten
    Nina2401

    Nina2401

    10. July 2014 um 20:00

    Ich bin ein großer Fan der Serie Breaking Bad und das war der Grund für mich, dieses Buch lesen zu wollen. Das geniale Cover, ein vielversprechender Klappentext und eine Leseprobe, die mich mit schwarzem Humor überzeugt hat, all das versprach mir ein Buch ganz nach meinem Geschmack. Anfangs war ich auch ziemlich begeistert von der skurrilen Geschichte. Matt Prior wirkte auf mich sympathisch verpeilt und so schön schräg. Und trotzdem kümmert er sich geduldig um seinen dementen Vater und seine beiden Kinder. Aber schon nach wenigen Kapiteln kam die Ernüchterung. Mein Bild von Matt veränderte sich. Ich finde ihn immer noch ziemlich verpeilt, aber nachdem ich ein paar Hintergründe erfahren habe, die er sehr ausführlich erzählt, sehe ich ihn eher als eine ziemlich verkrachte Existenz, leichtgläubig und zu allem Überfluss ist er auch noch ein ziemlicher Feigling. Er zerfließt in Selbstmitleid, bespitzelt seine Ehefrau und trifft Entscheidungen, die ich einfach nicht nachvollziehen kann. Da blieb leider nicht mehr viel Sympathie übrig und es fiel mir immer schwerer, ihn und seine Geschichte zu mögen. Jess Walter lässt Matt selbst erzählen. Die Ich-Form in Verbindung mit dem Präsens kann einem schon mal zu nah kommen. Obwohl Matt nicht ständig kifft, jagt ein „Laberflash“ das andere und er philosophiert über alles mögliche. Manches kann ich nachvollziehen, manches ist einfach nur abgedreht und manches … hat mich so sehr genervt und gelangweilt. Matt hält sich für einen Poeten, seine Gedichte, die er jedem Kapitel voranstellt, fand ich persönlich so schlecht, dass ich sie nur noch überflogen habe. Die eigentliche Geschichte rückt immer wieder in den Hintergrund und irgendwann rutscht auch das, was ich anfangs spannend und interessant fand, ins Absurde ab. Ich weiß gar nicht, wie oft ich beim Lesen den Kopf geschüttelt oder mit den Augen gerollt habe. Nick Hornby lobt auf der Rückseite: „Der witzigste Roman des Jahres“. Dem kann ich leider nicht zustimmen. Natürlich gibt es sehr witzige Momente, aber so oft blieb mir das Grinsen im Hals stecken und richtig lachen musste ich gar nicht. Aber Humor ist ja so eine Sache, die jeder anders sieht. Trotz aller Kritikpunkte hat das Buch auch seine Highlights und einiges regt zum Nachdenken an. Aber über solche Ausdrücke wie „Die Arroganz der Erwerbstätigen“ und diese ständigen Rechtfertigungen, warum gerade er keinen Job hat, habe ich mich einfach nur geärgert. Und trotz einiger guter Passagen war ich dann froh, als ich das Buch endlich zuklappen konnte. Fazit: Eine skurrile Geschichte über den sozialen Abstieg im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

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    Die finanziellen Abenteuer des talentierten Poeten
    nicigirl85

    nicigirl85

    06. July 2014 um 12:00

    Matt ist Mitte 40, verheiratet, zwei Kinder, ein riesiges Haus, das bezahlt werden muss, aber er hat keinen Job mehr. Bisher hat er als Wirtschaftsjournalist gutes Geld verdient, aber bei der nächsten Entlassungswelle war er dabei, was nun? Als er abends beim Milchholen auf zwei Kiffer trifft, kommt ihm die Idee: Drogen an seine Mittelklassefreunde verkaufen. Ob das gut geht? Jess Walter hat mich zu Beginn dieses Gesellschaftsromans wirklich fesseln können, denn seine Gesellschaftskritik und die entsprechende Wortwahl kamen bei mir gut an. Als Leser spürt man immer mehr den Verfall des gebeutelten Hauptcharakters, der es eigentlich nur gut meint, sich mit seinem Tun aber immer mehr in den Sumpf des Verlierens katapultiert. Bis zur Hälfte des Buches war ich vollends begeistert von der Lektüre, aber danach war ich einfach nur noch genervt vom Protagonisten Matt. Sein Handeln ist irgendwann nicht mehr nachvollziehbar und man möchte ihn einfach nur noch schütteln und wach rütteln. Zudem bekommt man extrem schlechte Gedichte um die Ohren gehauen. Leider konnte der Autor das hohe Unterhaltungsniveau nicht bis zum Ende durchhalten, so dass ich nur bedingt mit der Lektüre zufrieden war. Ich hatte eine coole und taffe Hauptfigur erwartet, bekam jedoch einen Verlierer und Versager geliefert. Fazit: Gesellschaftskritik ja, Niveau vielleicht?! Ich kann das Buch nur bedingt weiterempfehlen!

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