Jessica Antonis

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Rezension zu "Hunger nach weniger" von Jessica Antonis

Realitätsnahes Buch
Pinijavor 5 Jahren

Da ich selbst Magersucht hatte, hat mir neine Mum das Buch geschenkt. Es zeigt meiner Meinung nach gut die Gedankengäönge Annorektischer auf und ich hab mich in vielen Situationen wiedererkannnt.
Die Gedankengönge von ihrer Freundin sollten meiner Ansicht nach nur besser erklärt werden.
Gut zu lesen.

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Rezension zu "Hunger nach weniger" von Jessica Antonis

Rezension zu "Hunger nach weniger" von Jessica Antonis
Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren

Klappentext:
Die Geschichte einer Magersucht Anne kämpft für ihr großes Ziel – und das heißt „endlich schlank sein“. Essen wird zum wichtigsten Gedanken in ihrem Leben und schließlich zu ihrem schlimmsten Feind... „Zitternd ließ Anne ihr Nachthemd an ihrem Körper entlang gleiten und kniff die Augen fest zu. Sie wollte sich nicht wiegen, denn sie würde bestimmt wieder zugenommen haben. Sie wollte nicht in den Spiegel schauen, denn das Bild würde ihr einen Schock versetzen“.

Meine Meinung:
Dieser Roman basiert auf den eigenen Erfahrungen der Autorin Jessica Antonis, jedoch sind die mitspielenden Personen frei erfunden.
Die Protagonistin Anne steckt in der Pubertät und findet sich plötzlich zu dick. Sie steigert sich zunächst ein einen absoluten Diätenwahn, der nach und nach in die Magersucht führt. Sie lässt sich immer mehr einfallen, um die Kilos zu verlieren, denkt nur noch in Kalorien und zählt diese von morgens bis abends. Ihr ganzer Alltag dreht sich nur noch ums Essen bzw. nicht essen! Der Leser verfolgt auf 197 Seiten den Weg in die Magersucht, bis die Situation eskaliert und Anne erkennen muss, wie krank sie ist.
Die Protagonistin selbst wirkt hier sehr kindlich und naiv, gleichzeitig aber auch sehr hilflos. Sie kann sich vor allem ihrer Mutter gegenüber nicht durchsetzen und es dauert lange Zeit, bis die Eltern begreifen, was mit ihrem Kind geschieht. Dies wirkte zunächst etwas unrealistisch auf mich, da ich immer dachte, Mensch die müssen es doch mal merken!
Somit zog mich die Erzählung emotional mit und ich konnte so manches Mal verstehen, wenn Anne wütend war.
Doch wohin der Weg sie letztendlich führt und was sie sich bis dahin alles einfallen lässt, sollte der Leser selbst herausfinden.
Die Geschichte ist in mehreren Kapiteln aufgeteilt, die in die Monate September bis August gegliedert sind.
Der Schreibstil ist recht einfach mit vielen Dialogen. Der Roman ist sehr emotional aus Annes Sicht beschrieben. Leider fehlte mir in dieser Geschichte etwas mehr an Tiefgang und Aufklärung, was diese Krankheit betrifft. Auch die Sichtweisen der Familienmitglieder kamen mir hier etwas zu „abgekanzelt“ vor. So fehlten mir zuletzt z. B. auch Hilfeseiten zu dem Thema oder auch Anlaufstellen, die meiner Meinung nach bei einem solch ernsthaften Thema erwähnt werden sollten.
Die Covergestaltung ist sehr schlicht und würde meiner Meinung nach eher zu einem Ratgeber passen.

Fazit:
Dank der geringen Seitenzahl lässt sich dieses Buch sehr schnell lesen. Hunger nach weniger ist für mich eher eine autobiografische Erzählung aus der Gedankenwelt eines magersüchtigen Mädchens. Ich hätte mir, gerade weil es ein so ernstes Thema ist, vor dem man nicht oft genug warnen kann, mehr Informationen bzw. Warnungen gewünscht. Vielleicht auch Adressen und weitere Informationen im Anschluss. Gerade weil es die Jugend ansprechen könnte, wäre dies meines Erachtens sehr wichtig gewesen. So wurde mir zum Beispiel zu locker über das Thema Abführmittel und deren Wirkung berichtet nach dem die Protagonistin diese in einer völligen Überdosierung einnimmt. Hier wäre etwas mehr Feingefühl wünschenswert gewesen. Dennoch ist dieser Roman lesenswert und könnte eine abschreckende Wirkung erreichen, was den Diätenwahn junger Mädchen angeht.
Jessica Antonis lebt in Belgien. In ihrem Roman „Hunger nach weniger“ arbeitet sie ihre Erfahrungen mit der Magersucht auf.(Quelle: Ueberreuter, Hunger nach weniger)
© Michaela Gutowsky

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Lady_of_Mysterys avatar

Rezension zu "Hunger nach weniger" von Jessica Antonis

Rezension zu "Hunger nach weniger" von Jessica Antonis
Lady_of_Mysteryvor 7 Jahren

Bei diesem Buch bin ich irgendwie zwiegespalten: Auf der einen Seite zeigt das Buch, wie Menschen in eine solche Lage kommen können und was das für geistige Hintergründe hat. Das persönlich finde ich ganz gut - ich kann mir auch vorstellen, das es gut wäre, sowas noch Jüngeren zum Lesen zu geben um sie ein wenig zu warnen. Andererseits ist das Buch etwas verharmlost dargestellt; es wirkt auf mich nicht so sehr abschreckend als wenn man danach wirklich vorsichtig mit sowas ist. Für Jüngere sicherlich schon aber später kann das sogar animieren, da unter anderem nicht so stark die Nachteile und Auswirkungen dargestellt werden. Es scheint auch schnell wieder vorbei zu sein. Besser wäre es, wenn das Buch nicht nur aus der Sicht von Anne, also die Magersüchtige, geschrieben wäre, sondern auch noch aus der Sicht von jemand anderem, zum Beispiel einem Elternteil, Schwester, Freundin etc. um dann zu zeigen, wie ernst die Lage wirklich ist. Aber an sich ist das Buch ganz gut. Es ist einfach geschrieben und lässt sich gut lesen. Die Charaktere wirken authentisch und echt. Es ist halt nur etwas verharmlost dargestellt, wobei es vielleicht auch daran liegt, das man es für die frühe Abschreckung geschrieben hat oder in einem noch nicht so extremen Fall... Das Buch ist keineswegs schlecht, das will ich damit nicht sagen... Aber ich finde es gut, dass Autoren jetzt auch über solche Probleme schreiben ...

http://buchgedanke.blogspot.com/2011/09/rezension-hunger-nach-weniger.html

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