Jessica Antonis Hunger nach weniger

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Inhaltsangabe zu „Hunger nach weniger“ von Jessica Antonis

Geschichte einer Heilung Anne ist plump und mollig - kein Wunder, dass sie keiner mag. Also muss sie abnehmen, erst dann kann auch sie glücklich sein, erst dann wird sie von allen geliebt. Anne kämpft für ihr Glück - und das heißt schlank sein. Essen wird zum wichtigsten Gedanken in ihrem Leben und schließlich zu ihrem Feind ... intensiv erzählte Geschichte Einblick in die Ursachen dieser Krankheit

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    Hunger nach weniger
    Pinija

    Pinija

    27. December 2013 um 18:40

    Da ich selbst Magersucht hatte, hat mir neine Mum das Buch geschenkt. Es zeigt meiner Meinung nach gut die Gedankengäönge Annorektischer auf und ich hab mich in vielen Situationen wiedererkannnt.
    Die Gedankengönge von ihrer Freundin sollten meiner Ansicht nach nur besser erklärt werden.
    Gut zu lesen.

  • Rezension zu "Hunger nach weniger" von Jessica Antonis

    Hunger nach weniger
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Klappentext: Die Geschichte einer Magersucht Anne kämpft für ihr großes Ziel – und das heißt „endlich schlank sein“. Essen wird zum wichtigsten Gedanken in ihrem Leben und schließlich zu ihrem schlimmsten Feind... „Zitternd ließ Anne ihr Nachthemd an ihrem Körper entlang gleiten und kniff die Augen fest zu. Sie wollte sich nicht wiegen, denn sie würde bestimmt wieder zugenommen haben. Sie wollte nicht in den Spiegel schauen, denn das Bild würde ihr einen Schock versetzen“. Meine Meinung: Dieser Roman basiert auf den eigenen Erfahrungen der Autorin Jessica Antonis, jedoch sind die mitspielenden Personen frei erfunden. Die Protagonistin Anne steckt in der Pubertät und findet sich plötzlich zu dick. Sie steigert sich zunächst ein einen absoluten Diätenwahn, der nach und nach in die Magersucht führt. Sie lässt sich immer mehr einfallen, um die Kilos zu verlieren, denkt nur noch in Kalorien und zählt diese von morgens bis abends. Ihr ganzer Alltag dreht sich nur noch ums Essen bzw. nicht essen! Der Leser verfolgt auf 197 Seiten den Weg in die Magersucht, bis die Situation eskaliert und Anne erkennen muss, wie krank sie ist. Die Protagonistin selbst wirkt hier sehr kindlich und naiv, gleichzeitig aber auch sehr hilflos. Sie kann sich vor allem ihrer Mutter gegenüber nicht durchsetzen und es dauert lange Zeit, bis die Eltern begreifen, was mit ihrem Kind geschieht. Dies wirkte zunächst etwas unrealistisch auf mich, da ich immer dachte, Mensch die müssen es doch mal merken! Somit zog mich die Erzählung emotional mit und ich konnte so manches Mal verstehen, wenn Anne wütend war. Doch wohin der Weg sie letztendlich führt und was sie sich bis dahin alles einfallen lässt, sollte der Leser selbst herausfinden. Die Geschichte ist in mehreren Kapiteln aufgeteilt, die in die Monate September bis August gegliedert sind. Der Schreibstil ist recht einfach mit vielen Dialogen. Der Roman ist sehr emotional aus Annes Sicht beschrieben. Leider fehlte mir in dieser Geschichte etwas mehr an Tiefgang und Aufklärung, was diese Krankheit betrifft. Auch die Sichtweisen der Familienmitglieder kamen mir hier etwas zu „abgekanzelt“ vor. So fehlten mir zuletzt z. B. auch Hilfeseiten zu dem Thema oder auch Anlaufstellen, die meiner Meinung nach bei einem solch ernsthaften Thema erwähnt werden sollten. Die Covergestaltung ist sehr schlicht und würde meiner Meinung nach eher zu einem Ratgeber passen. Fazit: Dank der geringen Seitenzahl lässt sich dieses Buch sehr schnell lesen. Hunger nach weniger ist für mich eher eine autobiografische Erzählung aus der Gedankenwelt eines magersüchtigen Mädchens. Ich hätte mir, gerade weil es ein so ernstes Thema ist, vor dem man nicht oft genug warnen kann, mehr Informationen bzw. Warnungen gewünscht. Vielleicht auch Adressen und weitere Informationen im Anschluss. Gerade weil es die Jugend ansprechen könnte, wäre dies meines Erachtens sehr wichtig gewesen. So wurde mir zum Beispiel zu locker über das Thema Abführmittel und deren Wirkung berichtet nach dem die Protagonistin diese in einer völligen Überdosierung einnimmt. Hier wäre etwas mehr Feingefühl wünschenswert gewesen. Dennoch ist dieser Roman lesenswert und könnte eine abschreckende Wirkung erreichen, was den Diätenwahn junger Mädchen angeht. Jessica Antonis lebt in Belgien. In ihrem Roman „Hunger nach weniger“ arbeitet sie ihre Erfahrungen mit der Magersucht auf.(Quelle: Ueberreuter, Hunger nach weniger) © Michaela Gutowsky

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    Ein LovelyBooks-Nutzer

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    05. October 2011 um 15:48
  • Rezension zu "Hunger nach weniger" von Jessica Antonis

    Hunger nach weniger
    Lady_of_Mystery

    Lady_of_Mystery

    08. September 2011 um 14:01

    Bei diesem Buch bin ich irgendwie zwiegespalten: Auf der einen Seite zeigt das Buch, wie Menschen in eine solche Lage kommen können und was das für geistige Hintergründe hat. Das persönlich finde ich ganz gut - ich kann mir auch vorstellen, das es gut wäre, sowas noch Jüngeren zum Lesen zu geben um sie ein wenig zu warnen. Andererseits ist das Buch etwas verharmlost dargestellt; es wirkt auf mich nicht so sehr abschreckend als wenn man danach wirklich vorsichtig mit sowas ist. Für Jüngere sicherlich schon aber später kann das sogar animieren, da unter anderem nicht so stark die Nachteile und Auswirkungen dargestellt werden. Es scheint auch schnell wieder vorbei zu sein. Besser wäre es, wenn das Buch nicht nur aus der Sicht von Anne, also die Magersüchtige, geschrieben wäre, sondern auch noch aus der Sicht von jemand anderem, zum Beispiel einem Elternteil, Schwester, Freundin etc. um dann zu zeigen, wie ernst die Lage wirklich ist. Aber an sich ist das Buch ganz gut. Es ist einfach geschrieben und lässt sich gut lesen. Die Charaktere wirken authentisch und echt. Es ist halt nur etwas verharmlost dargestellt, wobei es vielleicht auch daran liegt, das man es für die frühe Abschreckung geschrieben hat oder in einem noch nicht so extremen Fall... Das Buch ist keineswegs schlecht, das will ich damit nicht sagen... Aber ich finde es gut, dass Autoren jetzt auch über solche Probleme schreiben ... http://buchgedanke.blogspot.com/2011/09/rezension-hunger-nach-weniger.html

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  • Rezension zu "Hunger nach weniger" von Jessica Antonis

    Hunger nach weniger
    Amarylie

    Amarylie

    31. August 2011 um 16:34

    Gibt es perfekte Menschen? Inhalt: Anne macht eine Diät durch. Denn sie ist der Meinung, dass sie Fett und unattraktiv ist und ihre eigene beste Freundin nennt sie Mollig. Sie versucht von ca 60 Kg auf 47 Kg zu kommen oder gar mehr. Nach und nach wird aus der normalen Diät mehr als eine gewöhnliche Diät, denn sie tut Sachen, die kein normaler Mensch sich selbst antun möchte. Wird sie aus der Sache wieder rauskommen? Meinung: Wie ihr seht ist die Inhaltsangabe nicht viel, denn es liegt daran, dass das Buch nicht sehr dick ist und nur 197 Seiten hat. Daher möchte ich euch auch nicht all zu viel vom Inhalt des Buches erzählen. Die Protagonistin ist unsicher und besitzt kein selbstbewusst sein, da sie mollig ist. Jeden Tag sieht sie ihre kleinere Schwester, die das Gegenteil von ihr ist, denn Sofie ist schlank, schlau und wie es aussieht auch das Lieblingskind der Familie. Auch ihre beste Freundin sieht perfekt aus mit ihrer schlanken Figur. All das führte dazu, dass sie selbst ebenfalls so sein wollte wie die anderen, denn wer liebt schon ein dickes Mädchen und schon gar nicht ihr Schwarm, oder? Denn das denkt sie, also fängt sie an eine Art Diät zu machen, die nicht ganz normal ist. Sie hungert sich jeden Tag durch und nachdem ihre Eltern erfahren hatten, dass sie eine Art Diät macht, verbieten sie es ihr. Aus Neid gegenüber den schlanken, macht sie heimlich ihre Diät weiter, denn wieso dürfen andere perfekt aussehen, aber sie nicht? Denn sie denkt, dass sie später, wenn sie schlank ist, ebenfalls zu den ganzen anderen gehören kann und wird ganz paranoid. Das Thema an sich finde ich echt interessant, die Tatsache, wie andere die keine perfekten Maßen besitzen, über solch eine Sache denken. Denn die Magersucht ist schließlich nicht natürlich. Was mich an Hunger nach weniger gestört hatte, war, dass es zu langatmig war. Es drehte sich immer nur um Essen und davon, wie sie sich weigert auf die Waage zu stellen oder es dann doch zu tun, auch wenn ich es auch verstehen kann, denn schließlich mehr es bei der Magersucht nur um das Essen, aber dennoch fand ich es etwas langweilig. Ihre Art zu denken war etwas argwöhnisch auf mich. Sie wollte immer, dass ihre Freundin immer mehr isst, damit sie selbst schlanker wird und ihre Freundin dicker. Sie wollte einfach perfekter als ihre beste Freundin, die sie schon seit Kindergarteinzeit kannte. Ich konnte mich nicht so gut in ihre Lager versetzen wie bei anderen Büchern, aber dennoch habe ich an manchen Stellen die Luft anhalten müssen, Was ich interessant fand, war die Art, wie sie an ihre Diät ranging, die natürlich zu Magersucht führte. Ich habe noch nie gewusst, dass manche auch an Tabletten gegen Abführmittel gegen Verstopfung denken. Und natürlich hatte die Protagonistin keine Verstopfungsprobleme, sondern den Drang all ihr Essen wieder heraus zu bekommen. Das war verstörend zu lesen, wie die Protagonistin sich immer mehr in die Sache hinein versetzt und immer mehr von den Tabletten nahm, da bei Beipackzettel dieses stand: Bei Überdosis Gewichtsverlust möglich. Somit kam es auch schon mal vor, dass sie mehr als zwanzig (!) Tabletten auf einmal zu sich nahm. Da der Fokus auf Anne gerichtet ist, erfährt man, wie sie sich mit der Diät konfrontiert, wie schlimm es jeden Tag ist und wie schlimm es nach und nach wurde. Die Tatsache, dass sie sich wegen ihres Körpers mal geritzt hatte, war schon heftig. Natürlich kommen noch weitere Aspekte in dem Buch zum Vorschein, die ich euch jedoch nicht sagen werde, da ihr es eventuell noch lesen wollt. Das Cover ist schlicht gehalten worden und daher mag ich es wirklich sehr. Das Debütbuch hingegen wurde nicht so schlicht gehalten: Die Geschichte beruht auf eigenen Erfahrungen, nur die Personen sind frei erfunden. Die Kapiteln werden in Monaten eingestuft. Es fängt im September an und endet im August, also beinahe ein Jahr. Autor: Jessica Antonis wurde in Leuwen/Belgien geboren und hat drei jüngere Schwestern. Ihre Leidenschaft galt schon immer dem Schreiben. Es war ihre Mutter, die sich auf die Idee brachte, ihre eigenen Erfahrungen mit der Magersucht in einem Roman aufzuarbeiten. So entstand Hunger nach weniger. Fazit: Ich fand das Buch nicht ausgezeichnet mit fünf Sternen, da es für mich etwas langweilig wurde. Zwar war das Thema interessant und zum überlegen verleitet, dennoch muss ich sagen, dass ich es nur denen Empfehlen würde, der sich mit Magersucht auseinander setzten möchte und über die Begebenheiten und Folgen all dessen erfahren wollen. Weitere Infos: Autor: Jessica Antonis Titel: Hunger nach weniger Verlag: Ueberreuter ISBN: 978-3-8000-5651-4 Preis: 9,95 Euro

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  • Rezension zu "Hunger nach weniger" von Jessica Antonis

    Hunger nach weniger
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. August 2011 um 16:15

    Doch bis Anne endlich begreift das sie krank ist hast sie ihren Körper fast systematisch selbst zu Grunde gerichtet. Dieses Buch zeigt auf erschreckende und unverblümte Weise wie "wenig" es dazu bedarf, dass ein junges Mädchen sich in die Magersucht treibt. Alles fängt ziemlich harmlos an. Anne steht eines Morgens auf und merkt, dass ihr kein Rock mehr richtig passt. Sie fühlt sich fett und unansehnlich. Dieses Gefühl haben viele junge Mädchen und Frauen, ab und zu, aber dann fühlt man sich wieder wohl. Doch bei Anne geht es weiter. Die wird zum Frühstücken gedrängt, bekommt Vorwürfe von ihrer Mutter gemacht, wegen des Essens. Dann sieht sie ihre hübsche, dünne Schwester und wünscht sich, sie wäre genauso. Dann geht es in der Schule weiter, sie sieht ihre beste Freundin, angeblich genau das Gegenteil von Anne, hübsch, schlank, in allem die Beste. So will Anne auch sein und vorallem will Anne gesehen werden - von ihrer Familie - von den Jungs - und sie fasst den Entschluss ab zu nehmen. Und jetzt beginnt das Trauma. Anne macht Anfangs eine Null- Diät. Kein Essen. Erst klappt es doch es kommen kleine Fallen und ihre Eltern bemerken das erste mal das etwas nicht stimmt. Also beginnt Anne für die Familie wieder etwas zu essen, aber um das Essen schnell wieder los zu werden besorgt sie sich Abführtabletten. Und jetzt beginnt die Sucht. Anne nimmt Tabletten, ist nicht regelmäßig, merkt aber das sie abnimmt und fühlt sich trotzdem immer fetter und fetter. Selbst als sie Nachts wach wird, nach 15 Abführtabletten und sie ihren eignen Stuhl nicht mehr kontrollieren kann, macht sie weiter. Ihre Freundinnen werden zu Konkurrentinnen, der Urlaub mit ihrer besten Freundin zu einer Tortur und immer mehr vergisst sie, wer Anne eigentlich ist. Das Einzige was noch zählt, ist ab zu nehmen. Erst 55 Kilo, dann ist das Ziel 47 Kilo, dann ist das Ziel 40 Kilo und dann aufeinmal 35. Niemand kann Anne helfen. Sie fängt an zu Lügen und zu stehlen. Als man ihr die Tabletten wegnimmt, steckt sie sich den Finger in den Hals. Ihre Periode hat sie schon ein halbes Jahr nicht mehr gehabt, sie lebt mit Krämpfen und dem ständigen Hungergefühl. Sie hat Wahnvorstellungen, will das ihre Eltern sie hassen, denn dann fällt es ihr leichter weiter ab zu nehmen, will das ihre Freundinnen viel essen, nur damit sie ein gutes Gefühl hat weil sie nicht isst, aber alle anderen noch fetter werden wie sie. Sie entwickelt Zwänge, wie z.B einen Putzzwang. Erst als ihre Eltern sie in die Klinik schicken und Anne kurz vor einem Selbstmord steht, findet sie heraus, was wirklich zählt. Als Leser wird man durch ein Jahr voller Schmerz, Leid und Selbstzweifel begleitet. Die Kapitel sind nach Monaten angeordnet, wodurch der Leser einen Blick darauf hat wie lange Anne diese Magersucht durchzieht und wie lange es dauert bis es jemand bemerkt. Am Meisten hat mich geschockt wie dreist Anne geworden ist. Sie fängt an zu Lügen, sucht Ausreden um nicht essen zu müssen, kapselt sich fast vollständig von der Außenwelt ab und fängt an ihre eigene Familie zu bestehlen nur um an Tabletten heran zu kommen. Diese Dreistigkeit und die Veränderung die in Anne vorging hat mich extrem schockiert und entsetzt. Selbst das sie sich wünscht ihre Eltern würden sie hassen, das hat mich richtig mitgenommen, denn das würde ich mir niemals wünschen wollen. Dazu kommen die Beschreibungen, der Krämpfe und der körperlichen Schwächen die Anne durchmacht. Ich kann mir nicht vorstellen wie man 15 Tabletten Abführmittel schlucken kann und danach immer noch daran denkt dieses Zeug zu schlucken. Anne ist in eine Sucht hineingeraten die alles an ihr beherrscht. Ihr ganzes Denken und Handeln wird nur noch nach der Sucht vom dünn sein bestimmt. Und ich kann nur immer wieder sagen, dass für mich so was komplett unverständlich ist. Man muss dazu sagen, dass dieses Buch seine authentische Aussagekraft davon bekommt, dass dieses Buch auf einer wahren Begebenheit beruht. Es ist die wahre Geschichte der Autorin und ich musste mir dies immer wieder ins Gedächtnis rufen, weil ich es nicht begreifen konnte, dass sich jemand so etwas wirklich antut. Das ist für mich völlig unverständlich. Dadurch bekommt das ganze Buch auch eine persönliche Note und eine Tiefe, gerade in der Beschreibung der Gefühle, die ein Außenstehender gar nicht so hätte einfangen können. Dieses Buch gibt einen Blick in ein Gehirn einer 16 Jährigen, die alles dafür tun würde dünn zu sein und zeigt auf erschreckende weise, wie viel Selbstzweifel, ein geschwächtes Selbstwertgefühl und machmal gar nicht so gemeinte Anmerkungen und von Seiten der Eltern, Bestimmungen und Vorschriften anrichten können. Denn die Eltern haben hier auch vieles falsch gemacht. Anne wird viel zu oft bevormundet, Entscheidungen werden zu ihren Ungunsten getroffen und auf ihre Meinung wird nicht oder nur wenig eingegangen. Deshalb müssen sich auch die Eltern den Schuh leider zum Teil mit anziehen, denn bei einer Sache konnte Anne immer alles selbst entscheiden und kontrollieren - und das war ihr Hunger, das Essen und die Diät. Ich mag schon fast gar nicht über Schreibstil und Cover sprechen weil dies bei diesem Buch reinste Nebensache ist. Das Buch ist einfach geschrieben, als Leser ist man immer mitten im Geschehen und fühlt sich als Mitglied des Buches und der Familie. Alle Blickpunkte werden beschrieben. Die Sichten von Anne stehen dabei natürlich im Vordergrund. Das Cover zeigt für mich den Spruch - Nur noch ein Schatten ihrer Selbst - der hier sehr gut passt. Deswegen finde ich die Gestaltung des Covers mehr als gelungen. Für dieses Buch werde ich keine Punkte vergeben, weil ich solch eine Geschichte nicht bewerten möchte. Hier geht es nicht um Schreibstil und Co. Hier geht es um Gefühle und um Aufklärung! Dieses Buch sollte zu einer Standartlektüre für Schulen werden, denn es beschönigt nicht sondern zeigt die harte und erschreckende Wahrheit einer Magersucht.

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  • Rezension zu "Hunger nach weniger" von Jessica Antonis

    Hunger nach weniger
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. June 2007 um 19:14

    Anneke, genannt Anne, ist ein etwas molliges, 17-jähriges Mädchen. Sie hat nicht viele Freunde und fühlt sich völlig unbemerkt von ihrer Welt. Lediglich ihre beste Freundin Amaryllis ist immer für sie da. Doch Amaryllis ist groß, schlank und hübsch, jeder Junge starrt ihr nach, und alle wollen mit ihr befreundet sein. Doch immer wieder sagt Amaryllis, sie sei zu dick. "Was bin ich dann erst?" fragt sich Anne. Zuhause ist es auch nicht besser. Ihre Mutter schreibt ihr vor, was sie tun und anziehen soll, und wenn Anne sich wehrt, bricht ihre Mutter in Tränen auf und fragt, ob Anne sie nicht mehr lieben würde. Annes Vater dagegen will nur, dass alles wie in einer Bilderbuchfamilie abläuft, bloß keinen Streit. Und dann ist da auch noch Annes 15-jährige Sophie, die wie eine Mini-Version von Amaryllis wirkt und von ihren Eltern verhätschelt wird. Irgendwann wird es Anne genug, sie will auch schlank und anmutig sein, und auch mal in schönere Klamotten passen als ihre alten Schlabberpullis. Und sie will auch die Blicke der Jungs auf sich ziehen, genau wie Amaryllis. Sie beginnt eine Diät. Zuerst ist sie weniger, dann gar nichts mehr. Doch schneller merkt ihre Familie, das etwas nicht stimmt. Und wenn Anne nicht isst, soll sie zum Arzt. In ihrer Not greift sie auf Abführmittel zurück - essen und sofort wieder alles loswerden. Doch schnell gewöhnt sich ihr Darm daran, und sie muss die Dosis immer wieder erhöhen. Geplagt von Krämpfen und dem ewigen Toilettengang beginnt Anne sich zu fragen, ob das, was sie tut, noch gesund ist. Aber sie kann nicht aufhören, auch nicht im Urlaub mit Amaryllis' Familie, und auch nicht, als ihre Eltern glauben, sie würde Tabletten zu nehmen, um abzunehmen. Anne verspricht, dass sie wieder normal essen wird und keine Tabletten nehmen würde, doch wieder belügt sie ihre Familie und macht weiter wie bisher. Amaryllis macht sich Sorgen um ihre Freundin, doch Anne sieht in ihr nur eine Konkurrentin und wirft Amaryllis vor, ihr die Show stehlen zu wollen. im Streit gehen sie auseinander. Als Anne mitten im Unterricht zusammenbricht und ihre Eltern Tabletten und Tagebuch gefunden haben, fliegt alles auf, und der Weg ins Krankenhaus bliebt unumgänglich. Anne will nach Hause, aber sie will auch nicht zunehmen. Sie kann nicht mehr, sie will nicht mehr, und in ihrer Verzweiflung schneidet sie sich die Pulsadern auf... Fazit: Annes Geschichte ist stark autobiographisch, auch wenn die Personen frei erfunden sind. Daher ist die Autorin auch keine professionelle Schriftstellerin, was sich in dem etwas schlichten und teilweise irgendwie unbeholfen wirkenden Schreibstil widerspiegelt. Inhaltlich gesehen ist dieses jedoch das authentischte, das ich kenne. Der Leser kann genau den inneren Kampf zwischen der "bösen" Anne, die unbedingt noch dünner werden will und der es egal ist, was andere sagen, und die "gute" Anne, die weiß, dass es falsch ist, was sie tut und dass es besser sei, aufzuhören.

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  • Rezension zu "Hunger nach weniger" von Jessica Antonis

    Hunger nach weniger
    romy

    romy

    14. June 2007 um 19:25

    Es geht um ein Mädchen, das vor der Angst zu dick zu werden immer mehr in eine Essstörung hineingerät und magersüchtig wird. Mit aller Kraft versucht sie dagegen anzukämpfen einen Gramm zuzunehmen, doch später wird ihr klar, was sie sich eigentlich damit antut. Ich habe das Buch mehrmals gelesen und musste immer daran denken, wie jemand dazu fähig sein kann, sich das alles anzutun. Die Gefühle einer Betroffenen werden darin sehr gut geschildert, vor allem weil es eine wahre Geschichte ist.

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