Auf einer Buchmesse bin ich auf Divoisia aufmerksam geworden, eine Art Buchkooperative. Das hat mir sofort gefallen, obwohl ich etwas skeptisch war, ob es gelingen kann, dass verschiedene Autorinnen gemeinsam an einem Roman schreiben. Dann habe ich entdeckt, dass es sich zudem um ein Crowdfunding-Projekt handelt.
Entsprechend motiviert war ich, als ich mit dem Lesen begann. Doch der Einstieg war kein leichter, leider. Ich wurde irgendwie nicht abgeholt. Hätte ich mich zuvor erst einmal über diese neue Welt Divoisia informieren müssen? Nun, es ging zunächst offensichtlich um ein Menschenvolk. Es tauchen in schneller Folge immer wieder neue Namen auf, die ich mir kaum merken konnte. Kaum hatte ich mich in eine der Geschichten eingelesen, war sie auch schon wieder zu Ende und etwas Neues begann. Das empfand ich in der 1. Hälfte als sehr verwirrend. Dazu wurde ein düsteres und hoffnungsloses Bild gezeichnet, die Zukunft erschien in keinem guten Lichte.
Der 1. Teil wirkte auf mich fragmentarisch und nicht zusammenhängend. Phasenweise fand ich die Kurzgeschichten, wobei ich sie gar nicht so nennen würde, nicht besonders gut geschrieben. Für den ersten Teil gibt es so meinerseits leider nur 1,5 Sterne.
Ein wenig Hoffnung kam für mich dann im 2. Teil auf. Nun wurden die einzelnen Geschichten facettenreicher und auch der Schreibstil angenehmer. Doch letzten Endes handeln sie von Elfen, Zwergen, Trollen und Greifen. Von einer „neuen“ Welt hätte ich mir ein bisschen mehr Phantasiereichtum gewünscht. Nun gab es auch Namen, die in der nächsten Geschichte wieder auftauchten. Dem Handlungsverlauf war insgesamt besser zu folgen, zumindest bis ca. zur 6. Geschichte. Dann wieder fragmentarische Erzählungen. Für den 2. Teil vergebe ich 3 Sterne.
Ich habe mir auch die App heruntergeladen und die Zusatzinformationen gelesen. Ja gut, nochmals ein wenig Hintergrundwissen.
Fazit: Der erste Roman über Divoisia hat mich nun nicht gerade dazu angeregt, mich weiter auf diese neue Welt einzulassen. Dafür habe ich wahrscheinlich schon zu viel gelesen in den letzten Jahrzehnten. Vom Cover her ist nicht gut zu erkennen, dass es sich um eine Sammlung von Geschichten handelt. Die schriftstellerische Qualität der einzelnen Text ist recht unterschiedlich. Die von Alraun bergen ein gewisses Potenzial.








