Jessica Bab Bonde

 4.7 Sterne bei 29 Bewertungen

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Cover des Buches Bald sind wir wieder zu Hause (ISBN: 9783966581783)

Bald sind wir wieder zu Hause

 (27)
Erschienen am 17.06.2020
Cover des Buches Bald sind wir wieder zu Hause (ISBN: B08974BLY8)

Bald sind wir wieder zu Hause

 (2)
Erschienen am 17.07.2020

Neue Rezensionen zu Jessica Bab Bonde

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Rezension zu "Bald sind wir wieder zu Hause" von Jessica Bab Bonde

Eine intensive Grafic Novel
SternchenBlauvor 13 Tagen

Eine intensive Lektüre. Gerade dadurch, dass hier aus der Sicht von Kindern und Jugendlichen erzählt wird, bekommt diese Grafic Novel noch viel mehr Wucht.

Ich habe ab meiner Kindheit Geschichten und Berichte über die Shoah gelesen. Das Buch hat mich gleichwohl sehr bewegt. Das Autoren-Duo vermittelt einen kindlichen Blick auf diese Barbara, der auch in der Retrospektive der Zeitzeug:innen erhalten bleibt. Die Ich-Erzähler:innen erzählen sehr knapp, fast nüchtern, dies Grausamkeit, die sie erleben mussten. Ich kann ihre jugendlichen Stimmen in meinem inneren Ohr hören beim Lesen. Die Grausamkeiten treffen daher umso härter. Und dennoch glaube ich, dass sich Jugendliche so besonders einfühlen können. Und dann gibt es auch immer wieder Lichtblicke: Das Geburtstagsgeschenk im KZ oder die Nähe zur Schwester. Menschlichkeit findet einen Weg.

Dazu die eindringlichen Bilder, die sowohl die Schrecken der Shoah zeigen und doch respektvoll gegenüber den Opfern bleiben.

Dieses Buch hat mich mitgenommen. Gerade darum finde ich es wichtig, dass Jugendliche es lesen. Denn sie sind die, die in Zukunft den Weg ebnen werden, dass sich die Geschichte nicht wiederholt.

Eine starke Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen.

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Rezension zu "Bald sind wir wieder zu Hause" von Jessica Bab Bonde

Nie vergessen!
ulrikerabevor 18 Tagen


 Tobias, Livia, Selma, Susanna, Emmerich und Elisabeth: Sie waren Kinder, als die Nationalsozialisten mit ihrer unmenschlichen Vernichtungsstrategie gegen die jüdische Bevölkerung vorgingen.

Die Autorin Jessica Bab Bonde und der schwedische Zeichner Peter Bergting haben anhand der Kindheitserinnerungen dieser sechs Überlebenden den Comic „Bald sind wir wieder zuhause“ gestaltet. Das Medium ist prädestiniert für die junge Generation und richtet sich in kindgerechter Sprache und mit schlichten, aber eindrucksvollen Bildern auch an diese. Jüngere Kinder sollten dieses Buch jedenfalls unter Begleitung von Erwachsenen lesen.

Tobias, Livia, Selma, Susanna, Emmerich und Elisabeth waren ganz normale Kinder, mit einer Familie - Eltern, Großeltern, Geschwistern – mit Freunden, einem Zuhause. Sie haben die Schule besucht und gespielt wie alle Kinder. Bis eines Tages andere Menschen kamen, denen ihr Leben nichts wert war. Die sie und ihre Familie aus ihrem Heim vertrieben, in Lager verschleppte, sie zur Arbeit zwangen, selektierten und tausend und abertausende Menschen töteten.

 

Der Kindheit, der Familie, dem Zuhause beraubt haben Tobias, Livia, Selma, Susanna, Emmerich und Elisabeth überlebt. Es sind wichtige Zeitzeugen, von denen es immer weniger gibt, und die mit ihren Berichten dazu mithelfen, dass ihre Geschichte nicht in Vergessenheit gerät. Auch wenn nichts und niemand diesen Menschen zurückgeben kann, was sie verloren haben, behielten Tobias, Livia, Selma, Susanna, Emmerich und Elisabeth ihren Lebensmut, konnten eigene Familien gründen und tragen aktiv dazu bei, die Geschichte, wach zu halten.

Gerade heute am 9. November jährt sich der Tag der Novemberpogrome zum 82. Mal, gerade jetzt, wo Rassismus, Ausgrenzung, nationalistisches und rechtsradikales Denken wieder Fuß fasst, ist es umso wichtiger auch junge Menschen und die Generation längst Nachgeborener immer und immer wieder zu erinnern.

Dieses Buch leistet einen wertvollen Beitrag dazu, dass die Shoah niemals vergessen werden darf!

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Rezension zu "Bald sind wir wieder zu Hause" von Jessica Bab Bonde

Das hätte mal Potenzial zur Pflichtlektüre
Fernwehweltenvor 2 Monaten

Während es auf meinem Blog sonst nur so vor Fantasy wimmelt, wird es heute ziemlich real. Und sehr ernst. Gerade aus diesem Grund fiel es mir auch unheimlich schwer, zu „Bald sind wir wieder zu Hause“ ein Bild zu machen. Schlussendlich habe ich mir aber bewusst gemacht, dass nicht jeder Rezensionsbeitrag in seiner Gestaltung Inhalt, Cover oder Stimmung widerspiegeln muss. Manchmal soll vielleicht sogar nicht sein – wie bei diesem Graphic Novel. Denn „Bald sind wir wieder zu Hause“ kann sehr gut für sich alleine stehen. Es umfasst nur knapp 95 Seiten – wobei man das Wörtchen „nur“ in diesem Zusammenhang schleunigst streichen sollte, denn diese 95 Seiten haben es wirklich in sich. Sechs Überlebende des Nazi-Terrors erzählen ihre Geschichten. Es handelt sich um wahre Begebenheiten, die mir als Leserin direkt unter die Haut gegangen sind. Dabei haben sie mich nicht für den Moment schockiert und bedrückt, sondern eher etwas Grundlegendes in mir erschüttert, das noch lange Zeit nachschwingen wird. Mir ist noch einmal bewusst geworden, wie wichtig dieses Thema ist – und dass ich selbst eigentlich viel zu wenig darüber weiß.
 „Bald sind wir wieder zu Hause“ ist eine beeindruckende und düstere Sammlung der Geschichten von Tobias, Livia, Selma, Susanna, Emmerich und Elisabeth, welche einem die Begebenheiten zur Zeit des Nationalsozialismus auf eine ganz andere Art und Weise nahbringen, als zumindest ich es bisher gewohnt war. Tatsächlich waren die Seiten mit verhältnismäßig wenig Text versehen, was die Stimmung des Graphic Novels für mich aber nur noch greifbarer gemacht hat. Ich brauchte nicht mehr Text. Das, was dort stand, reichte aus. Vor allem in Kombination mit den Bildern, die nicht zu detailliert sind, aber eben doch detailliert genug.


 „Bald sind wir wieder zu Hause“ ist ein Werk, das ich am liebsten als Pflichtlektüre für die gesamte Welt einführen würde, denn es liegt in unserer Verantwortung, nicht zu vergessen.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Bald sind wir wieder zu Hause

"Tobias, Livia, Selma, Susanne, Emerich und Elisabeth haen uns ihre Geschichte erzäht, damit wir die Möglichkeit bekommen zu verstehen, was passieren kann, wenn wir mit der Freiheit, die wir heute haben, nicht vorsichtig umgehen. Wir sollten unser Recht, in Freiheit zu leben, nicht als selbstverständlich betrachten." 

Aus dem Vorwort von Jessica Bab Bonde

Eine wichtige und berührende Graphic Novel hat Jessica Bab Bonde geschaffen, die nicht nur gegen das Vergessen ist, sondern auch das Erinnern daran, wie wichtig die eigene Freiheit ist und wie schnell sie abhanden kommen kann. 

Wir freuen uns auf eure Teilnahme an dieser emotional doch eher härteren Leserunde!

Euer Cross Cult Team

236 BeiträgeVerlosung beendet

Community-Statistik

in 35 Bibliotheken

auf 4 Wunschzettel

von 1 Lesern gefolgt

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