Jessica Bennett

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Jessica BennettFeminist Fight Club
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Feminist Fight Club
Feminist Fight Club
 (8)
Erschienen am 29.03.2018

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AnjaScs avatar

Rezension zu "Feminist Fight Club" von Jessica Bennett

Ratgeber mit Sinn für Humor
AnjaScvor 5 Monaten

Die Autorin führt in witzigen, kurzen Kapiteln und mit Illustrationen vor Augen, was man machen kann, um als Frau besser in der Arbeitswelt zurechtzukommen. Es ist gut geschrieben, witzig und man kann eigentlich auch überall hinspringen und sich die interessanten Themen herauspicken. Warum gewinnen Männer durch Beförderungen häufig an Sympathien, während Frauen diese verlieren? Warum lassen sich Frauen mehr gefallen als Männer? Klar habe ich bei einigen Dingen die Augenbrauen hochgezogen und gedacht: HUMBUG, aber bei anderen Dingen hat mir das Buch aus der Seele gesprochen. Zum Beispiel das in Meetings gerne einige Herren ins Wort fallen, wenn ich Rede und die Tipps dazu fand ich nicht verkehrt. Alles wird mit einem Augenzwinkern vermittelt und es macht einfach Spaß zu schmökern und bringt einen auch zum Nachdenken. Warum ich mich für dieses Buch entschieden habe ist eigentlich ganz einfach: Gleichberechtigung ist leider immer noch ein Thema, dass auch in der heutigen Zeit noch nicht zu 100% umgesetzt ist. Frauen verdienen im Schnitt 21% weniger als Männer mit dem gleichen Job. Warum müssen Frauen den Kaffee kochen und am Besten dem Chef noch bringen und wie komme ich erst gar nicht in diese Falle? Wann sollte ich ggf. Emojis in der Geschäftskonversation einbauen und wann nicht? Es findet sich auch ein “TABU-Wörterbuch” im Buch mit Begriffen, die wir nicht hören wollen und die Auflistung ist wirklich klasse. Wen das interessiert, dabei Schmunzeln und evtl. den ein oder anderen Tipp mitnehmen möchte, der ist hier genau richtig.

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Naburas avatar

Rezension zu "Feminist Fight Club" von Jessica Bennett

Kampfaufruf gegen das Patriarchat
Naburavor 5 Monaten

In „Feminist Fight Club“ ruft Jessica Bennett zum Kampf gegen das Patriachat auf. Sie beschreibt Bürosituationen, in es zu meist subtilem Sexismus kommt und nennt Kampftaktiken, mit denen man darauf reagieren kann. Außerdem erzählt sie davon, wie sie vor einigen Jahren mit Freundinnen einen Feminist Fight Club gegründet hat, um sich gegenseitig zu beraten und unterstützen, und gibt Tipps, wie man seinen eigenen Club gründen kann.

Ich beschäftige mich beruflich unter anderem mit dem Thema Frauenförderung und in dem Rahmen wurde mir das Buch schon vor einiger Zeit auf Englisch empfohlen. Dass nun die Übersetzung vorliegt habe ich zum Anlass genommen, es nun endlich zu lesen. Zu Beginn erklärt die Autorin die Grundidee des „Feminist Fight Club“ und erzählt von ihrer eigenen Erfahrung in der Gründung eines solchen Clubs.

Den Großteil des Buches machen anschließend drei Teile aus, in denen verschiedene Situationen, Verhaltensweisen und Sprüche geschildert werden und Tipps gegeben werden, wie man darauf reagiert. Es geht um „Gegenspieler“, die „Saboteurin“, also wie man sich selbst im Weg steht und „Fallen“, meist klischeehafte Aussagen, die man schon mal gehört hat oder hören könnte. Außerdem gibt sie Rätschläge für die nächste Gehaltsverhandlung und beschreibt unter dem Schlagwort „WWJD = What would Josh do?“ typische Verhaltensweisen eines männlichen Kollegen und was man sich davon abschauen kann.

Die Autorin führt viele wichtige Punkte und Beobachtungen rund um Sexismus am Arbeitsplatz an und nennt meist auch Studien, die das belegen. Viele der geschilderten Situationen sind alltäglich und jede Leserin wird davon schon welche erlebt und beobachtet haben. Die Tipps sind nicht sehr überraschend, sondern eher ein Appell, so etwas nicht auf sich sitzen zu lassen, sondern eine bewusste Reaktion folgen zu lassen. Es bringt ins reflektieren, welche dieser Situationen man selbst kennt und wie man bislang reagiert hat.

Das Buch bleibt eher an der Oberfläche und legt den Fokus klar auf Situationen im Büro, wobei nicht alles davon unbedingt auf andere berufliche Situationen übertragbar ist. Man merkt dem Buch auch seinen amerikanischen Ursprung an, denn als Beispiele werden vor allem bekannte amerikanische Politiker und Firmen genannt. Die Übersetzerin Viola Krauß hat an einigen Stellen gute Ergänzungen vorgenommen zum Beispiel mit Hinweisen auf Merkel und den deutschen Regelungen zur Elternzeit.

Die Sprache der Autorin ist humorvoll und oft sarkastisch. Mein Humor wurde dabei nicht immer getroffen, für mich hätten die ständigen Verweise auf weibliche und männliche Genitalien zum Beispiel nicht sein müssen. Doch hinter allem steckt ein durchaus ernstes Thema, und der Autorin gelingt es, diesen Ernst trotz aller Witze aufzuzeigen und es nicht ins Lächerliche zu ziehen.

Zu Beginn des Buches wird gesagt, dass man es entweder am Stück lesen oder hin und her blättern kann. Ich habe mich zu Erstem entschlossen und sah mich vielen Wiederholungen der gleichen Appelle in leichten Variationen gegenüber. Es scheint mir doch eher zum gezielten Blättern geeignet. Mich konnte das Buch unterhalten und zum Reflektieren bringen, auch wenn der Humor nicht immer meiner war und mir mehr Tiefe gewünscht hätte. Ihr arbeitet im Büro mit mehr als fünf Mitarbeitern, wollt euch mehr Gehör verschaffen und eins eurer großen Rollenvorbilder ist Beyoncé? Dann solltet ihr Euch dieses Buch näher anschauen!

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