Die Schwestern von Mitford Manor – Unter Verdacht

von Jessica Fellowes 
4,2 Sterne bei82 Bewertungen
Die Schwestern von Mitford Manor – Unter Verdacht
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7

Eine wahre Geschichte spannend verpackt in eine historische Familiensaga

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historische Zeit und spannender Krimi

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Inhaltsangabe zu "Die Schwestern von Mitford Manor – Unter Verdacht"

London, 1920: Für die 19-jährige Louisa geht ein Traum in Erfüllung. Sie bekommt eine Anstellung bei den Mitfords, der glamourösen und skandalumwitterten Familie aus Oxfordshire. Endlich kann sie der Armut und dem Elend der Großstadt entfliehen und dafür auf ein herrschaftliches Anwesen ziehen. Louisa wird Anstandsdame und Vertraute der sechs Töchter des Hauses, allen voran der 17-jährigen Nancy, einer intelligenten jungen Frau, die nichts mehr liebt als Abenteuer und gute Geschichten. Als Florence Nightingale Shore, eine Krankenschwester und Freundin der Familie, am helllichten Tag ermordet wird, beginnen Nancy und Louisa eigene Ermittlungen anzustellen. Schnell erkennen sie, dass nach den Wirren des Krieges jeder etwas zu verbergen hat.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783866124523
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:496 Seiten
Verlag:Pendo Verlag
Erscheinungsdatum:04.09.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 10.09.2018 bei Random House Audio erschienen.

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    74danivor einem Tag
    Kurzmeinung: Eine wahre Geschichte spannend verpackt in eine historische Familiensaga
    spannender Auftakt zur Familiensaga

    Florence Nightingale Shore steigt in einen Zug, um ihre Freundin zu besuchen. Einige Stunden später entdecken Bahnarbeiter ihren leblosen Körper im Abteil. Tage später erliegt sie in einem Krankenhaus ihren schweren Verletzungen.

    Die Familie Redesdale, allen voran die Tochter Nancy und das Kindermädchen der Familie, sind entsetzt über den Mord an der Krankenschwester und machen sich daran, den Fall zu durchleuchten. Mehrere Zufälle tragen dazu bei, dass sie immer näher an das Geschehen herankommen. Zusammen mit Guy, einem Mitarbeiter der Bahnhofspolizei, ermitteln sie auf eigene Faust und bringen sich dadurch schlussendlich selbst in Gefahr.

    Die Schreibweise ist sehr ansprechend, der Leser wird prompt zurückversetzt ins Jahr 1920. Die Charaktere sind sehr bildhaft dargestellt, das Leben der verschiedenen Gesellschaftsschichten sehr gut nachvollziehbar. Der Drahtseilakt, eine erfundene Geschichte rund um das wahre Verbrechen an der Krankenschwester zu erzählen, ist der Autorin meisterhaft gelungen.

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    Lesegenusss avatar
    Lesegenussvor einem Tag
    Unterhaltsame und fesselnde Reise nach Mitford Manor in den Goldenen Zwanziger Jahren

    Der erste Band der Mitford-Schwestern "Unter Verdacht" von der Autorin Jessica Fellows spielt in den Zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Die Mitford-Schwestern gab es wirklich. Ebenso geschah der Mord an Florence Nightingale Shore. Aufgrund Zeitdokumente und Biografien hat sich die Autorin inspirieren lassen. "Unter Verdacht" basiert auf einer authentischen und fiktiven Geschichte.
    London:  Ende 1919 lernt die junge Louisa Nancy Mitford kennen. Die Familie sucht gerade ein neues Kindermädchen. Louisa lebt bei ihrer Mutter, die als Wäscherin arbeitet. Ein weiterer Mitbewohner ist der Onkel mit seinem Hund Socks, der nach dem Tod des Vaters einfach so dort eingezogen war. Ein Nassauer, der die Arbeit scheute und in zwielichter Gesellschaft verkehrte. Er trank und spielte. Als Louisa eines Tages für ihn Schulden "abarbeiten" soll, flieht sie. Das ihr das gelingt, verdankt sie dem Bahnpolizist Guy. Und so ist ihr Weg frei als Kindermädchen bei den Mitfords. An dem gleichen Tag wird Florence Nightingale Shore tödlich verletzt.
    Diese Kombination einer Familiengeschichte und dem historischen Hintergrund machen den Reiz des Romans aus. Und neugierig. Es sind etliche Protagonisten, die im Mittelpunkt stehen. Nicht nur die Frauen bzw. Schwestern, sondern auch männliche.
    Durch den Prolog erfährt man anfangs von dem Mordanschlag, auf den sich dann die weitere Handlung mit aufbaut. Die Geschichte hat mich sehr schnell in ihren Bann gezogen. Die Einblicke in das Geschehen des Ersten Weltkriegs und ihre Folgen, all dies spielt eine Rolle, offenbaren Schreckliches. Selbstlose Menschen wie Florence Nightingale Shore, die sich unermüdlich als Krankenschwester für die Patienten im Krieg einsetzten. Zeitweise war es doch schon emotional. Die Handlungsstränge haben mir gefallen, wobei die Briefe von Florence in Kursiv abgedruckt sind. Es mag sein, dass das Thema nicht jeden ansprechen wird, doch es lohnt sich. ALlein schon durch den sehr angenehmen und flüssigen Erzählstil.
    Es ist eine Reise in die Vergangenheit, fast einhundert Jahre zurück. Gut recherchiert, spannend geschrieben, mit lebendigen authentisch beschriebenen Charakteren.
    Die Mitford-Saga wird weitergehen. Hier im ersten Band geht es um die älteste Tochter Nancy, aber alle anderen Schwestern von ihr haben schon einen kleinen Part in der Geschichte bekommen. Am Ende passt alles. Selbst das Ende, wobei sich die Autorin bei der Aufklärung um den Mord an Florence sich ihrer schriftstellerischen Freiheit bedient hat. Hundert Jahre weiter, und man hätte den Mord sicherlich aufklären können.
    Ein absolutes Lesehighlight für alle, die Familiengeschichten und historische Romane mögen. Dieses Buch fesselt vom ersten Moment an. Ich hatte nicht so damit gerechnet, was mich genau mit dieser Story erwartete und wurde nicht enttäuscht. Es werden weitere Bände folgen und die möchte ich auch jeden Fall lesen.
    Ein absolutes Highlight auch das Cover, welches schon durch die Farbzusammenstellung ein Hingucker ist.
    "Die Schwestern von Mitford Manor - Unter Verdacht" bekommt daher eine klare Leseempfehlung.

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    Lesemones avatar
    Lesemonevor einem Tag
    Kindermädchen ermittelt

    Jessica Fellowes hat hier einen Familienroman erschaffen, bei dem es nebenbei noch um eine Mordermittlung geht. Zwar sollte dies der Auftakt zu einer neuen Serie rund um die Mitford-Schwestern sein. Jedoch geht es in diesem ersten Band eher um das Kindermädchen Louisa, die im Hause Mitford anfängt zu arbeiten und sich mit Tochter Nancy anfreundet. Wenn man den Klappentext gelesen hat, dann denkt man, dass Nancy hier die Hauptrolle spielen wird. Das ist leider nicht der Fall. Sie hilft zwar Louisa mit einigen Tipps und Beobachtungen auf die richtige Spur, was den Mord an Florence Nightingale Shore betrifft, aber so richtig ermitteln oder im Vordergrund stehen, tut sie nie. Das Buch war gut zu lesen, weil die Kapitel recht kurz gehalten sind. Jedoch wird es erst fast ganz am Schluss so richtig spannend. Mir hat aber gut gefallen, dass die Autorin viele falsche Fährten eingebaut hat, so dass man als Leser miträtseln kann. Alles in allem ein schöner Familienroman. Mal sehen, ob die weiteren Bände mehr auf die Mitford-Kinder eingehen oder ob da wieder jemand anderes als Protagonist tätig wird.

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    SillyTs avatar
    SillyTvor 2 Tagen
    Sehr unterhaltsam

    London 1920, die neunzehnjährige Louisa Cannon wächst in ärmlichen Verhältnissen auf. Ihre Mutter ist Wäscherin und ihr Vater verstarb viel zu früh, seitdem wohnt dessen Bruder, Onkel Stephen, bei den beiden Frauen. Doch Stephen ist kein angenehmer Zeitgenosse und Louisa versucht alles, um ihm zu entfliehen. Als bei den Mitfords eine Stelle als Kindermädchen frei wird, bewirbt sie sich umgehend um diesen Job, mit Erfolg. Die älteste Tochter der Mitfords, Nancy, voller Tatendrang und Abenteuerlust, beginnt sich mit Louisa anzufreunden. Als eine Freundin der Familie, die Krankenschwester Florence Nightingale Shore, bei einer Zugreise überfallen wird und im Krankenhaus verstirbt, ahnen die beiden jungen Frauen, dass an der Sache etwas faul ist. Heimlich beginnen sie, selbst zu ermitteln und müssen feststellen, dass hier scheinbar jeder Geheimnisse hat.
    Meine Meinung
    Schon alleine das Cover schreit regelrecht nach einem Roman aus dem Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts und es sprach mich gleich an und machte neugierig. Es passt auch absolut zu dem Inhalt der Geschichte und gefällt mir dementsprechend ausgezeichnet.
    Auch der Schreibstil der Autorin Jessica Fellowes macht es dem Leser sehr leicht, in diesen Roman einzusteigen, denn man ist nicht nur gleich vor Ort, sondern erlebt das Flair der Roaring Twenties. Sie schafft es, eine passende Atmosphäre hervorzurufen, denn dieser Roman ist zwar sprachlich der Zeit angepasst und doch so leicht und locker geschrieben, dass es leicht fällt in dieser Geschichte zu versinken.
    Nachdem mir sowohl der Name der ermordeten Krankenschwester, als auch der Name Mitford irgendwie bekannt vorkamen, musste ich gleicht einmal Google befragen und war überrascht, dass es einen großen Teil der hier vorkommenden Personen tatsächlich gab. Fellowes verknüpt geschickt reales mit fiktivem und das so charmant, dass man sich bei den Mitfords wohlfühlt. Zwar ist die Geschichte insgesamt eher ruhig und in einem langsamen, intensivem Tempo erzählt und doch spannend genug, um wissen zu wollen, was wirklich geschehen ist. Man erhält hier einen Eindruck vom Leben der Familie Mitford, in erster Linie aus der Sicht des Kindermädchens Louisa. Der Krimianteil der Geschichte nimmt dadurch jedoch nur einen geringen Teil des Romans ein. Wer hier einen klassischen Krimi erwartet, könnte ein wenig enttäuscht sein, denn es ist doch mehr ein historischer Roman, der das Leben einer Familie der Oberschicht wiederspiegelt, aber auch das Kriegsgeschehen, einen Mordfall und eine Liebesgeschichte in sich vereint.
    Erzählt wird die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven durch einen personellen Erzähler in der dritten Person. Dabei bekommt man durchaus mehr von den Gefühlen und Gedanken der unterschiedlichen Personen mit, was allerdings den Mordfall betrifft, tappt man gemeinsam mit Louisa, Nancy und Guy im Dunklen.
    Ganz viel Wert hat die Autorin auf die authentische Wirkung ihrer Charaktere gelegt. Seien es die Kinder aus dem Hause Mitford, allen voran natürlich Nancy, und deren Angestellte, als auch Guy und seinen Freunden bei der Bahnhofspolizei. Hier merkt man sehr gut, dass die Autorin intensiv recherchiert hat, auch wenn sie sich natürlich die ein oder andere erzählerische Freiheit nimmt.
    Louisa war mir sehr sympathisch und sie wirkt real und glaubwürdig. Als junges Mädchen von ihrem Onkel zu kleineren Straftaten angestiftet, versucht sie alles, um diesen Umfeld zu entkommen. Ihre gesamte Entwicklung war gelungen und authentisch. Nancy Mitford, die hier eigentlich im ersten Band der Reihe rund um die Mitford Schwestern spielen sollte, war meinem Empfinden nach doch deutlicher im Hintergrund. Trotzdem kann man sich ein Bild über die lebhafte, junge Frau machen, die mir ebenfalls sympathisch war. Auch Guy nimmt hier einen großen Teil der Handlung mit ein und auch er wurde lebendig und voller Tatendrang dargestellt.
    Neben diesen drei Charakteren gibt es eine ganze Reihe weiterer Personen, seien es Personen aus der Familie und deren Umfeld oder Bedienstete, alle zusammen gaben ein lebhaftes Gesamtbild ab und ich wurde hier durchaus auch an Fernsehserien aus dieser Zeit erinnert.
    Mein Fazit
    Ein Roman, der einen intensiven und lebhaften Eindruck aus dem Leben der zwanziger Jahre vermittelt. Wer einen reinen Krimi erwartet, dem sei gesagt, dass die gesamten Ermittlungen hier mehr oder weniger nebenbei abgehandelt werden und viel mehr das Leben der Personen im Vordergrund stehen. Trotzdem ist das Buch angenehm zu lesen, bietet eine glaubwürdiger Zwanzigerjahre Atmosphäre und hat wirklich sympathische Charaktere. Wer historische Romane aus dieser Zeit mag, ist hier mit Sicherheit gut aufgehoben.

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    Monalisa73s avatar
    Monalisa73vor 2 Tagen
    Kurzmeinung: historische Zeit und spannender Krimi
    Historischer Roman und Krimi mit den Mitford Schwestern

    Das Buch vermittelt schon beim bloßem Betrachten der Umschlagsseiten, darin verbirgt sich das Leben einer anderen Zeit. Was bei mir den Wunsch entfachte mehr über diese zu erfahren. Die Buchdeckel Innengestalltung lässt erahnen wie Herschaftlich die Mitfords gelebt haben.

    Die Geschichte beginnt mit dem Mord an der Krankenschwester Florence Nightingale Shore und wie Louisa Cannon Kindermädchen im Hause der Mitfords wird.
    Nancy, die älteste der sechs Mitford Schwestern kann es kaum erwarten erwachsen zu werden. Während die jüngste gerade erst geboren wird. Obwohl alle der festen Überzeugung waren, dieses Mal wird es ein Junge, ist es nur ein Mädchen. Keiner interessiert sich für das Baby, nur Nanny Blor heißt es im Leben willkommen.
    Nancy und Louisa freunden sich ein wenig an, so wie es eben sein kann zwischen Kindermädchen und adliegem Mädchen.
    Auch der Mordfall lässt alle nicht los, da Florence eine Freundin der Familie war. Und so begeben sich Nancy und Louisa auf Spuren suche.

    Ein historischer Roman verpackt in einen Krimi macht dieses Buch zum reinen Lesevergnügen.
    Die Autorin schafft es meisterhaft den Leser immer wieder auf falsche Fährten zu locken. Die Spannung bleibt so bis zum Schluss erhalten.
    Ebenfalls super mit eingearbeitet, sind Briefe von Florence Nightingale Shore aus der Zeit des ersten Weltkrieges, wo sie im Lazarett an der Front als Krankenschwester gearbeitet hat.
    Den Stil der 1920er Jahre in England bekommt man leicht vermittelt, durch das Leben der Familie Mitford mit ihren Angestellten. Auch wie wichtig es für arme Leute war, dass ihre Kinder eine gute Anstellung bekamen. Ebenso die Beschreibungen der Stadt, der Menschen und ihrer Kleidung, sowie der Züge, die damals von Dampfloks gezogen wurden.

    Die Autorin hat in ihrem Werk Bezug genommen auf die Mitford Schwestern und den Mord an der Krankenschwester Florence Nightingal, den es wirklich damals gegeben hat, der aber nie aufgeklärt wurde. Hier trifft Wirklichkeit auf Fiktion...was Jessica Fellowes hervorragend umgesetzt hat.
    "Die Schwestern von Mitford Manor unter Verdacht" soll das Auftaktbuch sein zu einer Reihe. In jedem Buch soll der Blick auf eine der Schwestern gerichtet werden.
    Für mich war es ein wunderbares Lesevergnügen und ich bin schon sehr gespannt auf weitere Bücher dieser Reihe. Ich begab mich sehr gerne auf die Reise nach England zu den Mitford Schwestern.





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    FreydisNeheleniaRainersdottirs avatar
    FreydisNeheleniaRainersdottirvor 3 Tagen
    Kurzmeinung: Ein wunderbarer historischer Krimi. Spannend bis zur letzten Minute und mit recht unerwarteten Ende. Ein unbeschreiblicher Lesespaß.
    Ein spannender Auftakt einer interessanten Krimiserie, die in den wilden zwanziger Jahren beginnt

    Die Schwestern von Mitford Manor - Unter Verdacht habe ich im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks.de gewonnen. Ich habe mich sehr darüber gefreut, da das Buch auf meiner Bücherwunschliste ganz oben stand und ich es unbedingt lesen wollte. 


    Im Mittelpunkt dieses ersten Bandes der Mitford Murders (englischer Titel der Reihe) stehen Nancy Mitford, ein etwas verzogenes und recht naives Mädchen aus einem wohlbehüteten, adligen Haushalt und das Kindermädchen Louisa Cannon, die aus einem Londonder Armenviertel stammt und vor ihrem Onkel quasi in die Anstellung der Mitfords flieht. Und selbstverständlich wollen wir nicht den Mord an der Krankenschwester Florence Nightingale Shore vergessen.

    Louisa läuft am Weihnachtsabend 1919 zufällig ihrer alten Freundin Jennie über den Weg, die Nancy Mitford im Schlepptau hat und Louisa erzählt, sie helfe im Moment bei den Mitfords aus, da das Kindermädchen mit dem Fleischersohn durchgebrannt ist. Nun suchen die Mitfords ein neues Kindermädchen - eine Information, die Louisa im Hinterkopf behält. Als ihr Onkel sie am selben Abend einer seiner Kumpane anbietet, um seine Schulden in Naturalien abzubezahlen, fast Louisa den Entschluss, sich in Asthall Manor bei den Mitfords um die Stelle des Kindermädchens zu bewerben. Natürlich fängt Louisas hinterhältiger Onkel die Antwort auf ihre Bewerbung ab und beschließt, seine Nichte nach Hastings zu verschleppen, damit er sie dort im Austausch gegen seine Schulden prostituieren kann. Nur hat er seine Nichte unterschätzt, denn diese springt am Bahnhof Lewes aus dem anfahrenden Zug und taucht bei den Mitfords in Asthall Manor ab.

    Mit dem selben Zug, mit dem Stephen Cannon seine Nicht Louisa verschleppen will, ist auch die Krankenschwester Florence Nightingale Shoreunterwegs. Sie hat in zwei großen Kriegen die englischen Soldaten an der Front versorgt und ist unterwegs an die Küste, um sich für einen geruhsamen Lebensabend ein kleines Häuschen auszusuchen und um einer alten Freundin einen Besuch abzustatten. Schwester Shore wird jedoch niemals an ihrem Ziel ankommen, denn ihr Mörder befindet sich ebenfalls im Zug.

    Dieser Roman ist der spannende Auftakt einer literarischen Krimiserie, die sich um die legendären und etwas durchgeknallten Mitford-Schwestern dreht. Jessica Fellowes plant, in jedem Buch das Leben einer der Schwestern zu beleuchten. Wer sich mit der Geschichte der Mitfords ein wenig auskennt, weiß, dass da sehr interessante Bücher auf uns zukommen, vor allem bin ich ja gespannt auf die Geschichten von Diana, Unity und Decca, die J.K. Rowling zu den Black-Schwestern Bellatrix Lestrange, Narzissa Malfoy und Andromeda Tonks inspirierten. 
    Dieser erster Band der Mitford Murders ist absolut lesenwert. Man kann ihn allen Fans der zwanziger Jahre und auch jenen, die Downtown Abbey liebten, nur wärmstens empfehlen. 

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    Konsumfraus avatar
    Konsumfrauvor 4 Tagen
    Unterhaltsamer Serieneinstieg

    London im Jahr 1920: die junge Louisa lebt mit ihrer Mutter in ärmlichen Verhältnissen und wird auch noch von ihrem groben Onkel drangsaliert. Sie packt ihr Glück am Schopf und nimmt einen Job als Kindermädchen bei einer reichen Familie auf dem Lande an. Mit der ältesten Tochter des Hauses, der jungen Nancy Mitford, und dem jungen Bahnpolizisten Guy an ihrer Seite stolpert sie in die Ermittlungen um einen Mordfall an der Lazarett-Krankenschwester Florence Nightingale Shore, die auf einer Zugfahrt brutal erschlagen wurde. Dabei findet sie in Nancy eine Freundin und in Guy die Liebe.


    "Unter Verdacht" ist der erste Band der Roman-Reihe "Die Schwestern von Mitford Manor", mit der die Autorin Jessica Fellowes spannende fiktionale Geschichten um wahre Begebenheiten und Figuren spinnt, nämlich die berühmt-berüchtigten Schwestern des Hauses Mitford (auch bekannt als die Mitford Sisters). Im ersten Band dreht sich alles um die neugierige und quirlige Nancy, die nur allzu gern Detektivin spielt. Die Hauptfigur ist jedoch Louisa, so dass wir diese Zeit in englischer Kulisse gleichermaßen aus der Perspektive der Arbeiterschicht als auch der feinen Gesellschaft mitbekommen. Das macht in meinen Augen auch den Charme dieser Buchreihe aus, die für Großbritannien-Fans ein Leckerbissen sein dürfte, genauso wie für Fans der Fernsehserie "Downton Abbey", denn Stil und Setting sind ähnlich.

    Mich hat das Buch mit seinem flüssigen Erzählstil, den liebenswerten Figuren, den Beschreibungen von Land und Leuten, Cream Tea und Pastetchen, aber auch dem puzzeligen Krimi, bestens unterhalten, auch wenn die Handlung etwas seicht und die Mädchen etwas zu naiv gezeichnet sind. Die Handlung des ersten Bandes dieser Reihe ist schön sauber in sich abgeschlossen, und dennoch sehne ich mich schon nach der Fortsetzung um die Mitford Sisters!

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    Hilou81s avatar
    Hilou81vor 5 Tagen
    Kurzmeinung: Unklar, ob klassischer Krimi oder historische Unterhaltungsliteratur
    Nichts Halbes, nichts Ganzes

              Zum Inhalt:
    Es sind die goldenen Zwanziger in London. Die 19jährige Louisa träumt davon, aus ihrem Leben in ärmlichen Verhältnissen zu entfliehen. Ihr Traum geht in Erfüllung, als sie eine Anstellung als Anstandsdame bei der glamourösen Mitford-Family bekommt. Sie freundet sich mit Nancy, der Ältesten der sechs Schwestern an. Nach dem geheimnisvollen Mord an der Krankenschwester Florence Nightingale Shore stürzen sich Louisa und Nancy gemeinsam und eigenmächtig in Ermittlungen und ahnen noch nicht, wie verworren die Geschichte um das Opfer tatsächlich ist. 

    Meine Leseerfahrung:
    Das Buchcover des ersten Bandes der Mitford-Reihe von Jessica Fellowes hat mich gleich angesprochen. Ich habe tatsächlich eine glamouröse und hoch spannende Kriminalgeschichte in einer "Downton Abbey-Kulisse" erwartet. Leider kam die Spannung erst ab etwa Mitte des Buches auf. Vorher hat man als Leser das Gefühl, der Roman handle vielmehr von Louisa und ihrer eigenen Lebensgeschichte. Dabei soll laut Autorin jedes Band der Reihe sich mit einer anderen Mitford-Schwester befassen. Das erste Band ist Nancy Mitford gewidmet. Davon war meiner Meinung nach wenig zu spüren. 
    Mit der Figur der Protagonistin Louisa hingegen befasst sich die Autorin viel weitgehender. Als Leser nimmt man sehr lebhaft teil an ihrer Entwicklung von den ärmlichen Verhältnissen bis zu ihrer Rolle als Gouvernante. Sie ist liebenswert und sympathisch trotz ihrer jugendlichen Verfehlungen, zu denen sie von ihrem Onkel angestachelt wurde. Genauso sympathisch ist auch die zweite Hauptfigur, Guy Sullivan, dessen Lebensverhältnisse und Charaktereigenschaften mit großer Sorgfalt beschrieben werden. Eine ebenso ausgeprägte Widmung hätte ich mir bei der Figur der Nancy Mitford gewünscht, allerdings bleibt ihr Gefühlsleben völlig außer Acht. Selbst als ihr Liebster enttarnt wird, hat man als Leser keinen blassen Schimmer, was wirklich in ihr vorgeht. 

    Die erste Hälfte des Buches fand ich persönlich zu langatmig. Darüber hinaus wurde die Ermittlungsarbeit erst so richtig ab Mitte des zweiten Teils intensiv fortgeführt; der Mord blieb zunächst deutlich im Hintergrund, als zunächst die Handlungsstränge um die persönlichen Geschehnisse der Hauptfiguren erzählt wurden. Spannung kam daher auch erst gegen Ende des Buches auf, wobei man sich als Leser nicht wirklich sicher ist, ob man nun eine klassische Kriminal- oder eine  historische Unterhaltungsliteratur in den Händen hält. Es ist jedenfalls für einen eingefleischten Krimi-Fan wie mich nichts Ganzes, aber auch nichts Halbes geworden. 

    Fazit:
    Die Kombination aus wahren Begebenheiten und freier Fiktion ist gut gelungen und versetzt den Leser lebhaft in die Goldenen Zwanziger. Allerdings bleibt die eigentliche Handlung um den Mord und dessen Aufklärung lange auf der Strecke. Die langatmige anfängliche Erzählung ist nur auf Grund der kurz gehaltenen Kapiteln erträglich. Die Spannung setzt deutlich zu spät ein und kommt in einem rasenden Tempo zum Ende. Der Auftakt ist vielmehr eine gesellschaftliche Unterhaltungsliteratur als ein vollumfänglicher Krimi und verdient eher den Titel "Louisa und die Mitford-Schwestern". 
            

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    Lesefeuers avatar
    Lesefeuervor 8 Tagen
    Kurzmeinung: Klasse Buch!!!
    [Rezension|Werbung] „Die Schwestern von Mitford Manor – Unter Verdacht“ von Jessica Fellowes

    „Die Schwestern von Mitford Manor – Unter Verdacht“ ist ein Roman von Jessica Fellowes und erschien 2018 im Pendo Verlag.

    London, 1920: Für die 19-jährige Louisa geht ein Traum in Erfüllung. Sie bekommt eine Anstellung bei den Mitfords, der glamourösen und skandalumwitterten Familie aus Oxfordshire. Endlich kann sie der Armut und dem Elend der Großstadt entfliehen und dafür auf ein herrschaftliches Anwesen ziehen. Louisa wird Anstandsdame und Vertraute der sechs Töchter des Hauses, allen voran der 17-jährigen Nancy, einer intelligenten jungen Frau, die nichts mehr liebt als Abenteuer und gute Geschichten. Als Florence Nightingale Shore, eine Krankenschwester und Freundin der Familie, am helllichten Tag ermordet wird, beginnen Nancy und Louisa eigene Ermittlungen anzustellen. Schnell erkennen sie, dass nach den Wirren des Krieges jeder etwas zu verbergen hat.

    Meine Meinung:
    Ich bin ein großer Fan von Downton Abbey und hatte daher gedacht, dass dieses Buch genau meinen Geschmack treffen wird. Und ja, das hat es! Mit diesem Buch ist Jessica Fellowes ein super Auftakt für die Mitford Manor Reihe gelungen. Die Protagonistin, Louisa, war mir direkt sympathisch und so habe ich zu jeder Zeit mit ihr gefiebert. Wie auch in Downton Abbey taucht man in die Welt der Herrschaften ein und in die Welt der Angestellten. Das Buch fängt super an, und zwischendurch gibt es sogar mal Stellen, an denen jetzt nicht super viel passiert aber dennoch ist es zu keiner Zeit langweilig. Das hat mich richtig überrascht. Jessica Fellowes hat außerdem eine tolle Mischung aus Fakten und Fiktion ins Buch gebracht. Ich habe oft nachgeschaut, wie die Dinge im Leben der wahren Florence Nightingale liefen. Wenn ein Buch es schafft, dass man sich außerhalb noch richtig damit beschäftigt, dann ist irgendwie alles gesagt, finde ich. Ich freu mich riesig auf die Fortsetzung. Hoffentlich können wir die bald in unseren Händen halten.

    Jessica Fellowes, bekannt durch ihre Begleitbücher zur weltberühmten Serie »Downton Abbey«, arbeitet als Journalistin und Referentin und war früher als stellvertretende Chefredakteurin von Country Life tätig. Sie ist die Nichte von Julian Fellowes, Schauspieler, Romanautor und Verfasser...

    Fazit: 5 Sterne. 

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    gsimaks avatar
    gsimakvor 8 Tagen
    Wunderschöne Geschichte, die in den 20-gern spielt

    Wenn ich etwas lese/höre aus den 20-igern, denke ich immer an Charleston, stark geschminkte Frauen und freche Kleider. Natürlich darf auch die Zigarette nicht fehlen. Verrucht und verraucht war diese Zeit. Doch nicht für alle. Die blutjunge Louisa schlägt sich da mit ganz anderen Problemen rum. Nach dem Tod ihres Vaters muss sie vor ihrem Onkel flüchten, der sich bei ihrer Mutter eingenistet hat. Er möchte sie an einen zwielichtigen Typen für ein paar nette Stunden verschachern. Louisa soll so Onkels Schulden begleichen. Als sie mit ihrer Mutter gereinigte Wäsche ausliefert, entführt der Onkel sie und schleppt sie in einen Zug. Da entdeckt Louisa einen Brief aus dem Hause Mitford Manor in der Jacke des Onkels. Louisas Freundin Jenny hat ihr zu einem Bewerbungsgespräch verholfen. Es gelingt ihr den Brief an sich zu nehmen. Louisa springt aus dem anfahrenden Zug. Leicht verletzt gelingt ihr die Flucht. Für sie ist es der Beginn eines neuen Lebens.

    Es gibt Geschichten, bei denen man anfängt zu lesen und nicht mehr aufhören kann. Mitford Manor ist so ein Buch. Die Story wird überwiegend aus der Sicht von Louisa in der dritten Person erzählt. Während für Louisa ein besseres Leben beginnt, muss Florence Nightingale Shore vom Leben Abschied nehmen. Die junge Krankenschwester wird ermordet. 

    Nancy Mitford ist ein temperamentvolles Mädchen, welches Louisa den Aufenthalt auf Mitford Manor sehr erleichtert. Klassenunterschiede scheint das stets plappernde Mädchen nicht zu kennen. Von Anfang an möchte sie Louisa als Freundin haben. Auch das übrige Personal der Mitfords scheint erst mal das Herz auf dem rechten Fleck zu haben. Natürlich ist nicht alles Gold was glänzt. Die Familie mutet sehr speziell an. Hat durchaus so seine Geheimnisse. Besonders gut haben mir die Ermittlungen von Nancy und Louisa gefallen. Da Nancy Gruselgeschichten liebt, kommt ihr das Ermitteln gerade recht. Wenn einer Freundin der Familie Böses widerfährt, so ist das eine Ermittlung wert! Also, warum wurde Florence Nightingale Shore ermordet? 

    Erwähnenswert finde ich auch die zwei Polizisten, die Louisa sehr geholfen haben. Besonders der schüchterne Guy mit den dicken Brillengläsern, konnte mein Leserherz gewinnen.  Viele Überraschungen warten auf den Leser. Ich weiß es!

    Die liebenswerte Louisa landet als Kindermädchen in Oxfordshire. Das große Anwesen "Mitford Manor" birgt viele Geheimnisse. Vermittelt dem Leser den Flair der 20-iger Jahre. Ein Mord, ein armes Mädchen auf der Flucht und eine sehr spezielle Familie haben mir wunderschöne Lesestunden beschert. Knapp 500 Seiten habe ich auf zwei Nachmittage inhaliert. Das Cover ist eine Augenweide. Der Inhalt beste Unterhaltung.  Die Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit. Natürlich ausgeschmückt zu einem spannenden Roman. 

    Eine absolute Empfehlung von mir. Ich freue mich auf die Fortsetzung. Danke Jessica Fellowes.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Daniliesings avatar

    Das perfekte Buch für alle "Downton Abbey"-Fans!

    Mit "Die Schwestern von Mitford Manor – Unter Verdacht" hat Jessica Fellowes den mitreißenden Auftakt zu einer neuen Reihe geschrieben, die uns ins London der 20er Jahre entführt. Wir begleiten Louisa, die das Leben in der Armut der Großstadt hinter sich lassen und sich ihre Träume als Anstandsdame der Töchter der Familie Mitford erfüllen möchte. Doch nicht nur eine packende Story erwartet euch, sondern die Gewinner dürfen sich über besondere Post freuen: eure Bücher erreichen euch in einer exklusiven 20er-Jahre-Box!

    Mehr zum Buch:
    London, 1920: Für die 19-jährige Louisa geht ein Traum in Erfüllung. Sie bekommt eine Anstellung bei den Mitfords, der glamourösen und skandalumwitterten Familie aus Oxfordshire. Endlich kann sie der Armut und dem Elend der Großstadt entfliehen und dafür auf ein herrschaftliches Anwesen ziehen. Louisa wird Anstandsdame und Vertraute der sechs Töchter des Hauses, allen voran der 17-jährigen Nancy, einer intelligenten jungen Frau, die nichts mehr liebt als Abenteuer und gute Geschichten. Als Florence Nightingale Shore, eine Krankenschwester und Freundin der Familie, am helllichten Tag ermordet wird, beginnen Nancy und Louisa eigene Ermittlungen anzustellen. Schnell erkennen sie, dass nach den Wirren des Krieges jeder etwas zu verbergen hat.


    Noch viel mehr über die Mitford-Schwestern und die Buchreihe von Jessica Fellowes könnt ihr im Special vom Pendo Verlag erfahren!

    Zusammen mit dem Pendo Verlag suchen wir 15 Testleser für "Die Schwestern von Mitford Manor - Unter Verdacht" die Lust auf eine packende Familiengeschichte mit historischem Flair haben. Ihr dürft euch auf tolle 20er-Jahre-Boxen mit dem Buch freuen! Einfach auf "Jetzt bewerben" klicken, folgende Frage bis zum 5. September 2018 beantworten und schon habt ihr die Chance Testleser zu werden:

    Das London der 20er Jahre - was fasziniert euch an diesem Schauplatz besonders? Seid ihr vielleicht sogar echte London-Fans?


    Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche ganz viel Glück!

    Zur Leserunde

    Vorfreude! So freuen sich unsere Leser auf das Buch

    heidi_59s avatar
    heidi_59vor 2 Monaten
    Das richtige Flair für einen spannenden Krimi :)
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