Jessica Grant

 3,8 Sterne bei 63 Bewertungen

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Cover des Buches Die erstaunlichen Talente der Audrey Flowers (ISBN: 9783442476657)

Die erstaunlichen Talente der Audrey Flowers

 (57)
Erschienen am 15.11.2011
Cover des Buches Come, Thou Tortoise (ISBN: 9781906964184)

Come, Thou Tortoise

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Erschienen am 02.02.2010
Cover des Buches Making Light Of Tragedy (ISBN: 0889842531)

Making Light Of Tragedy

 (0)
Erschienen am 30.09.2004

Neue Rezensionen zu Jessica Grant

Cover des Buches Die erstaunlichen Talente der Audrey Flowers (ISBN: 9783442476657)Moonies avatar

Rezension zu "Die erstaunlichen Talente der Audrey Flowers" von Jessica Grant

Fantasievoll und etwas wirr, was aber nicht stört
Moonievor 2 Jahren

Auf dem Buchrücken wird dieser Roman mit dem Film "die fabelhafte Welt der Amélie" verglichen und ja, dem kann ich definitiv zustimmen. Ich habe Audreys Geschichte sehr gerne gelesen, die Autorin liebt Sprachwitz und baut überall Wortspiele ein, beschreibt Audreys Leben teilweise aus ihrer Sicht, teilweise auch aus Sicht der Schildkröte, so hat man ein paar mehr Schauplätze, weil die Schildkröte auch von ihren Leben berichtet, während Audrey ganz woanders ist und ein befreundetes Pärchen auf Winifred, die Schildkröte, aufpassen. Die Schildkröte kennt sich erstaunlich gut in ihrer Welt aus, ist sie doch viel gereist (hauptsächlich auf Audreys Armaturenbrett) und sie hat ihre ganz eigene Meinung, was wirklich niedlich zu lesen ist. Während Audreys Reise zurück zu ihrer Familie, bleibt Winifred bei Audreys Freundin und deren Freund, einem Schauspieler, der Shakespeare probt. 

Die Geschichte wird mit vielen Rückblicken, Zeitsprüngen und Erinnerungen erzählt, man ist dadurch beim Lesen ab und an ein bisschen verwirrt, aber es stört nicht. Die Geschichte ist wie ein überdimensionales, sehr buntes Bild und es werden abwechselnd einfach verschiedene Bereiche beleuchtet. So lernt man natürlich jede Menge über Audrey, von ihrer Familie liebevoll "Oddly" genannt, was natürlich passt, weil Audrey die Welt oft auf sehr fantasievolle und ungewöhnliche Art betrachtet. 

Nachdem ich jetzt die über 500 Seiten gelesen habe, kann ich nicht wirklich sagen, worum es geht, oder sagen wir so: es gibt nicht nur ein einziges Thema. Natürlich geht es um Audreys Leben, ihre Träume und Eigenarten, aber auch um Dinge, die sie verarbeiten muss. Es geht um Familienrätsel, um Freundschaft, um Liebe und es wird teilweise auch etwas philosophisch.

Es gibt eine Liebesgeschichte, die recht spät im Buch beginnt, aber es gibt vor allem auch viel Familie. Nachdem Audrey ihren Vater verliert (die Mutter taucht nie auf, sie war offenbar nicht bereit für die Verantwortung, sagte Audreys Vater) hat sie noch ihren Onkel Thoby, doch als auch der verschwindet, muss sie ihn unbedingt wiederfinden und deckt so die Rätsel ihrer Familie auf. 

Das Ganze wird puzzlestückmäßig erzählt, wobei man Audrey als Kind begleitet, später wieder als Erwachsene, dann folgt wieder ein Rückblick und so weiter. Audrey als Hauptfigur fand ich sehr sympathisch, sie ist recht eigenwillig, hat aber eine liebenswerte Art und man möchte als Leser, dass es ihr gut geht und sie die Rätsel der Vergangenheit lösen kann. 

Der Schreibstil ist flüssig, gespickt mit Wortspielen und die ganzen Rückblicke sind zwar nicht sofort als solche erkennbar und kommen scheinbar wahllos, aber sie stören nicht beim Folgen der Geschichte. 

Insgesamt ist "Die erstaunlichen Talente der Audrey Flowers" eine Geschichte voller Herz und Rätsel, ein Blick auf die Audreys Welt, ein bisschen philosophisch, immer unterhaltsam und treffend. 

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Cover des Buches Die erstaunlichen Talente der Audrey Flowers (ISBN: 9783442476657)

Rezension zu "Die erstaunlichen Talente der Audrey Flowers" von Jessica Grant

Wer Forrest Gump mag, sollte auch mal zu Audrey Flowers greifen
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren


Viele Fragen türmen sich plötzlich vor ihr auf: Zum Beispiel, warum ihr Onkel Thoby bereits seit ihrer frühsten Kindheit bei ihr und ihrem Vater lebt, obwohl er eigentlich in England zuhause ist. Oder was genau es mit der scheinbar uralten Maus namens Wedge auf sich hat, die bereits seit annähernd zwanzig Jahren zur Familie gehört. Und wer ist Toff und welche Rolle spielt er im Leben der Familie Flowers?
Audrey macht sich auf ihre ganz eigene Art auf die Suche nach der Lösung all dieser Fragen und bekommt dabei tatkräftige Unterstützung von Judd, einem wahren Fachmann für Weihnachtsbeleuchtungen.

Audreys Art ist in der Tat sehr besonders und einzigartig, einfach deswegen, weil sie es auch ist. Nicht umsonst wird sie von ihren Freunden liebevoll Oddly (odd = sonderbar, wundersam, versponnen) genannt. Zwar ist sie mit wenig Intelligenz und einem niedrigen IQ gesegnet, macht diesen Mangel jedoch durch ihre liebenswerte und drollige Art des Seins und Denkens wieder wett. Man muss sie mit ihrer kindlichen Naivität einfach gerne haben und beim Lesen schleicht sich einem öfter mal ein Grinsen ins Gesicht, aufgrund ihres etwas skurrilen Humors und ihrer Vorliebe für Wortspiele jeglicher Art.

Den Einstieg in die Geschichte macht einem Jessica Grant nicht ganz leicht. Dazu ist ihre auffällige Interpunktion einfach viel zu ungewöhnlich, als dass von Begin an ein störungsfreier Lesefluss möglich wäre. Sie verzichtet am Ende von Fragen auf Fragezeichen und wörtliche Rede (und davon gibt es eine Menge) wird nicht als solche gekennzeichnet. Der komplette Text ist durchgängig geschrieben und sorgt damit definitiv für eine gewisse Verwirrung. Erstaunlicherweise hatte ich mich daran jedoch recht schnell gewöhnt, so dass ich beim Lesen nicht mehr aus dem Konzept gebracht wurde.

Es gibt zwei Erzählperspektiven: Einmal die aus Sicht von Audrey und dann, immer im Wechsel, von ihrer alten und weisen Schildkröte Winnifred. Gerade diese Einlagen verleihen der Geschichte nochmal einen besonderen humoristischen Hauch.

Am Ende der Story, die geprägt ist durch viele Skurrilitäten und humoristische Situationskomik, löst Audrey in der Tat das lang gehütete Familiengeheimnis und obwohl der Leser währenddessen mit dabei ist, erschließt es sich ihm nicht wirklich und es bleibt seiner eigenen Interpretation überlassen, was damit nun gemeint sein könnte.

Mein Fazit: "Die erstaunlichen Talente der Audrey Flowers" ist ein netter Roman für Leser, die Protagonisten mögen, die einfach "anders" als der Normalbürger sind. Audrey Flowers erinnert mit ihrer Art und Weise sehr deutlich an Forrest Gump und ich meine, wem seinerzeit seine Geschichte gefallen hat (sei es im Film, oder als Roman), der sollte unbedingt auch mal zu Audrey Flowers greifen.

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Cover des Buches Die erstaunlichen Talente der Audrey Flowers (ISBN: 9783442546664)WildRoses avatar

Rezension zu "Die erstaunlichen Talente der Audrey Flowers" von Jessica Grant

Rezension zu "Die erstaunlichen Talente der Audrey Flowers" von Jessica Grant
WildRosevor 9 Jahren

An den Schreibstil von Jessica Grant musste ich mich erst mal gewöhnen. Ich fand die Geschichte ganz amüsant, die Heldin Audrey merkwürdig aber liebenswert, und habe das Buch auch gerne gelesen. Trotzdem war es am Ende des Buches schon ein bisschen zäh. Zwar passiert in dem Buch immer wieder etwas, aber dazwischen kommen oft lange Durststrecken, außerdem wird man immer wieder mal in Audreys Vergangenheit katapultiert. Und weiß am Ende gar nicht so recht, worum genau es jetzt eigentlich wirklich geht, jedenfalls ich fühlte mich nach dem Lesen ein bisschen verloren und desorientiert. Was ich auch nicht mochte, sind die fehlenden Anführungszeichen, Rufzeichen und Fragezeichen. Das war manchmal ziemlich unübersichtlich.

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