Jessica Guaia

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Rezension zu "Wie ich in einer schwäbischen Trattoria aufwuchs und trotzdem überlebte" von Jessica Guaia

Bierdeckelhaus. Acht Stockwerke.
evaflvor 2 Jahren

Juli 1987 in Schwäbisch Gmünd. An einem Samstag Abend erblickt Jessica das Licht der Welt – zwischen Pasta und Bier, denn eigentlich rechnet man noch gar nicht mit ihr. Hier, in der Trattoria zum Krug wird sie die nächsten Lebensjahre verbringen, denn ihre Eltern führen diese Gastwirtschaft, eine italienische Trattoria mitten im sparsamen Schwaben.

Ein Familienroman, mal was anderes, entsprechend habe ich mich auf die Lektüre schon gefreut. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir gut, sie schreibt locker-leicht, alles gut nachvollziehbar, immer wieder mit amüsanten Anekdoten gefüllt, witzig erzählt. Die Sprache ist sehr gut verständlich, gelegentlich kommt auch mal was auf italienisch vor, was dann aber eigentlich direkt auch übersetzt wird. Vom Satzbau lässt es sich gut lesen, nichts großartig verschachtelt etc.

Die Geschichte klingt schon recht glaubhaft, wobei es zu Beginn des Buches, wo auch die verschiedenen Personen, die im Buch eine Rolle spielen, vorgestellt werden, heißt, dass hier manches reale mit der Phantasie verknüpft ist, also nicht wirklich alles wahr ist.

So empfinde ich es zum Beispiel nicht als so arg glaubwürdig, dass Jessica wohl immer in der Trattoria war, dort immer schon mitgeholfen hat, selbst quasi als Dreijährige schon. Vielleicht kann ich es mir auch einfach nicht vorstellen oder es ist eben einfach ein wenig übertrieben dargestellt, mag sein.

Ansonsten wurde ich hier wirklich gut unterhalten, eine locker-leichte Lektüre, sehr amüsant und unterhaltsam, die durchaus zwischendurch auch mal emotionaler ist. Ob man all die Schilderungen glaubt oder nicht ist einem ja selbst überlassen. Vom Buch her hat man hier eine kurzweilige Geschichte, eine nette Unterhaltung, mal was anderes.

Ich kann dieses Buch durchaus Empfehlen, lediglich die Art und Weise wie hier dargestellt wird, wie Jessica schon als kleines Kind immer wieder in der Trattoria hilft fand ich ein wenig abstrus und nicht so arg glaubwürdig. Von daher gibt es von mir 4 von 5 Sternen. 

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Angie*s avatar

                                         Rezension


INHALT:  Der Roman beschreibt die Lebensgeschichte einer jungen Frau mit Namen Jessica , geboren im Jahr 1987 unter witzigen Umständen. Nämlich in einer italienischen Trattoria , mitten im Gastraum , hinter der Theke.... sozusagen eine Sturzgeburt,,,, so würden es medizinische Fachleute vielleicht beschreiben.
 Der italienische Papa Renzo, Mama Tiziana und viele kuriose Freunde und Gäste der ehemals durch und durch schwäbischen Wirtschaft  begleiten die kleine Jessica liebevoll von diesem Tag an bis zum Erwachsenwerden,,,,, 


MEINE MEINUNG: Meine Meinung ist natürlich nie für alle Leser einsichtig, aber nach einigen Seiten fiel mir das Lesen sehr schwer. Es gibt Teile in diesem Roman mit einem witzigen und lustigem Schreibstil und man fühlt sich wie in einem Comic-Theater gefangen. Dann stockt man beim Lesen, muss sich jedes Wort erkämpfen und hat das Gefühl ein konstruiertes Wörter-Wirr-Warr zu erleben. Die Charaktere der Geschichte werden liebevoll und sehr witzig beschrieben, man kann sie gut wiedererkennen  als liebevollen Vater, besorgte Mama, nette Freunde und auch einige aussergewöhnliche Persönlichkeiten. Es passiert nicht viel während dieser vielen Jahre, nur eben der normale Lebenswahnsinn. 
Trotzdem hat dieser Schreibstil für mich keine eigene Faszination entwickelt. Oder bin ich für Neues nicht mehr empfänglich? Ich weiss es nicht und ich möchte dieses Buch sicher nicht verschenken oder als Höhepunkt für mich bezeichnen. 
Eine Leseempfehlung mit zwei Sternen ist sicher und ich wünsche der Autorin mehr begeisterte Leser/rinnen. Ich war es jedenfalls nicht!
Herzlichen Dank an den Penguin-Verlag, Random House Group für die Bereitstellung des mit einem ansprechendem Cover versehene Leseexemplar.

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