Jessica Khoury Die Einzige

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Inhaltsangabe zu „Die Einzige“ von Jessica Khoury

Mitten im tiefsten Dschungel Südamerikas liegt ein geheimes Forschungszentrum. Wissenschaftler aus aller Welt haben hier den perfekten Menschen erschaffen: Pia ist nicht nur schön und unsterblich, sie kann auch blitzschnell rennen, meterhoch springen und hat ein unfehlbares Gedächtnis. Abgeschnitten vom Rest der Welt träumt Pia davon, eines Tages zum Wissenschaftsteam dazuzugehören. Doch an ihrem 17. Geburtstag entdeckt sie ein Loch im Zaun des Forschungszentrums und begibt sich zum ersten Mal in die Außenwelt. Dort trifft sie auf den Indianerjungen Eio, in den sie sich Hals über Kopf verliebt. Nach und nach beginnt Pia, die Arbeit der Wissenschaftler infrage zu stellen, bis sie auf das dunkle Geheimnis ihrer Existenz stößt, das ihr Leben für immer verändern wird. Jana Schulz macht diese Geschichte um Unsterblichkeit, Liebe und Verrat zu einem intensiven Hörerlebnis. Das gleichnamige Buch ist im Arena Verlag erschienen.

Tolle Idee, gut umgesetzt. Aber lieber das Buch lesen, das Hörbuch konnte leider nicht überzeugen.

— Sarah_O
Sarah_O

Ist es nicht schrecklich perfekt zu sein? Immer das zu machen und zu lassen, was von einem erwartet wird? Dabei ist die Freiheit doch so nah

— Buecherfee82
Buecherfee82

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  • Leider waren weder die Story noch die Hörbuchsprecherin überzeugend

    Die Einzige
    Starlet

    Starlet

    Die 17-jährige Pia ist perfekt. Das behaupten zumindest einige Wissenschaftler, die in einem Forschungszentrum im Dschungel leben. Der genaue Ort ist geheim, denn die Wissenschaftler befürchten, dass die Menschheit nicht mit dem Wissen umgehen könnte, dass es Pia gibt, denn sie ist unsterblich. Doch für Pia wird das Leben in dem Forschungszentrum immer mehr zur Qual. Ihr großer Traum ist es, zu den Wissenschaftlern zu gehören. Sie möchte nicht mehr allein sein, sehnt sich nach anderen ihrer Rasse. Als Wissenschaftlerin würde sie in das Geheimnis eingeweiht werden, wie sie selbst entstanden ist und könnte so auch helfen, andere Unsterbliche zu schaffen. Als sie ein Loch im Zaun des Forschungszentrums entdeckt wird sie von ihrer Neugier in den Dschungel gezogen. Zum ersten Mal verlässt sie das gewohnte Gelände und trifft dort auf Eio, der in einem Dorf unweit des Forschungszentrums lebt. Zum ersten Mal in ihrem Leben verliebt sich Pia. Fazit: Leider waren weder die Story noch die Hörbuchsprecherin überzeugend. Die Handlung hatte mich eigentlich angesprochen. Ein Forschungslabor, das die Unsterblichkeit der Menschheit schaffen will. Was man sich bewusst machen muss, bevor man sich das Hörbuch anhört: Forschung bedeutet leider oft auch Tierversuche. Hätte ich vorher gewusst, dass hier beschrieben wird, wie Tiere gequält und getötet werden, hätte ich mir das Hörbuch nicht angehört. Anfangs hat mir die Geschichte gut gefallen, aber leider war sie mir insgesamt zu vorhersehbar. Zudem bin ich mit der Hörbuchsprecherin nicht zurechtgekommen. Mir kam es oftmals so vor, als würde sie einem Kindergartenkind die Geschichte vorlesen. Bei längeren Wörtern spricht sie diese extrem langsam und zieht sie in die Länge. Auch war mir die Erzählweise oft zu abgehakt. Das war leider kein Hörerlebnis für mich.

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  • Die Einzige / Jessica Khoury

    Die Einzige
    Lenny

    Lenny

    22. December 2013 um 09:38

    Mir hat das Buch ja richtig gut gefallen, das Hörbuch ist ebenfalls klasse!

    Gesprochen von Jana Schulz, mit Musik von Felix Weigt.
    Ich hab es immer sehr gern, wenn Musik eingespielt wird, diese Musik passt super!

  • Wenn Menschen Gott spielen und von Erfolg gekrönt sind

    Die Einzige
    Jennysbookstore

    Jennysbookstore

    21. June 2013 um 13:05

    In einem Camp mitten im Dschungel des Amazonas Gebietes forschen Wissenschaftler schon seit 1902 an etwas, dass die Menschheit schon seit Jahrhunderten fasziniert, aber auch genauso sehr beängstigt: Unsterblichkeit. Mit der 16 jährigen Pia haben sie es nun geschafft. Sie ist immun gegen jede Krankheit, kein Material dieser Welt kann ihre Haut verletzen und ihr winkt ewiges Leben. Nun soll sie dazu beitragen weitere ihrer Art zu schaffen. Doch sie sehnt sich nach der Freiheit und als sich ihr eine Möglichkeit bietet flüchtet sie in den Dschungel und lernt eine ihr völlig unbekannte Welt kennen, wobei die Angst erwicht zu werden alles andere überschattet, denn in Li Pia ist ein wohlerzogenes Mädchen, dazu geschaffen eine rational denkende Wissenschaftlerin zu werden und sich nicht von ihren Gefühlen ablenken zu lassen. Sie ist beseelt von dem Gedanken daran, eine neue Rasse zu schaffen und sie ist perfekt. Zumindest bekommt sie das mehrmals täglich gesagt. Es ist also absolut kein Wunder, dass sie zu beginn der Geschichte arrogant ist und auch selbst glaubt etwas besseres zu sein. Doch ihre Begegnung mit Eio verändert sie vollkommen.  Eio ist ein junge aus dem Dorf Ai’oa. Er ist frei, wild und klug, dennoch ist er alles andere als dumm und eigebildet. Er ist außerdem mutig und lebt mit dem Dschungel im Einklang. Sein Vater ist einer der Wissenschaftler aus dem Camp und dadurch verbindet ihm etwas mit Pia: wie sie scheint er nirgendwo dazuzugehören. Nicht zu den Wissenschaftlern, aber auch nicht zu den Eingeborenen. Nur zu der Wildnis, in welcher er aufgewachsen ist. Scheinbar bin ich nicht mehr in der Lage Bücher wie dieses von einem „neutralen“ Standpunkt aus zu sehen. Ich musste die ganze Zeit daran denken, dass es genug Menschen wie diesen Paolo gibt, die tatsächlich Tag für Tag Gott spielen und mit dem Leben herumexperimentieren. Deshalb gehört dieses Buch für mich auf keinen Fall zum Genre Fantasy. Sollten Wissenschaftler es irgendwann schaffen den menschlichen Code komplett zu entschlüsseln (oder haben sie das womöglich schon?), dann weiß ich nicht, was der Menschheit blüht, ich weiß nur: etwas Gutes wird es nicht sein! Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefangen genommen. Der Schreibstil hatte etwas an sich, dass es dem Leser ermöglicht die Wandlung von Pia besser nachzuvollziehen. Zu Beginn versucht sie ihre Gefühle zu unterdrücken, um die Wissenschaftlerin zu sein, zu der sie gemacht worden ist. Doch so recht schafft sie es nicht, weshalb sie sich hin und her gewissen fühlt. Mit jeder weiteren Seite nimmt sie ihre Gefühle mehr an, auch wenn sie zweifelt und manche ihrer Entscheidungen dumm und falsch anmuten. Aber das macht zwei Dinge deutlich: 1. Jeden Tag auf solch eine Weise beeinflusst zu werden kann nicht durch Zweifel und ein paar Tage „Freiheit“ ausgelöscht werden. Dafür hat der Einfluss der Wissenschaftler zu lange gewirkt. 2. Pia ist eben doch nicht perfekt. Sie ist sogar menschlicher, als alle es erwartet – oder soll ich lieber sagen: gefürchtet? – haben. Und somit wurde das Ganze für mich authentischer. Die Beschreibungen des Dschungels wirkten beinahe hypnotisierend auf mich und ich genoss Pias Streifzüge und ihre Abenteuer durch den Regenwald. Ich bin absolut begeistert von dem Buch, da es mich nicht nur gut unterhalten, sondern auch zum Nachdenken gebracht hat. Jessica Khoury hat mich mit ihrem Erstlingswerk beeindruckt. Hinter dieser Geschichte steckt viel mehr als nur eine Geschichte. Ich konnte es wirklich kaum aus der Hand legen und war schlecht gelaunt, wenn ich mal unterbrochen wurde. Ein faszinierender Dschungel, grausame Experimente und eine Protagonistin, die lernt, dass Unendlichkeit vielleicht nicht so erstrebenswert ist, wie alle anderen es ihr einreden wollen. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.  

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  • Ein schwaches Hörbuch für eine gute Geschichte

    Die Einzige
    Sarah_O

    Sarah_O

    04. June 2013 um 21:41

    „Die Einzige“ von Jessica Khoury ist ein Jugendbuch, dem eigentlich schon durch seinen Status als Einzelband eine gewisse Exklusivität anhaftet, denn wenn man sich den Reihen-überfluteten Markt anschaut, sticht jeder fortsetzungsfreie Roman doch sofort heraus. Und tatsächlich bereue ich es nicht, in diese Geschichte eingetaucht zu sein. Was ich aber bereue ist, dass ich dem Hörbuch gelauscht habe anstatt das Buch zu lesen… Aber zunächst zum Inhalt: Pia feiert ihren 17. Geburtstag, doch den Ort an dem sie geboren wurde, hat sie noch nie verlassen. Es ist eine geheime Forschungseinrichtung namens „Little Cambridge“ mitten im Dschungel, in der die besten Wissenschaftler an der Erschaffung unsterblicher Menschen forschen. Pia ist die erste und einzige Unsterbliche. Ihre Haut kann nichts verletzen, sie ist unnatürlich stark und schnell. Bisher war es immer ihr größter Wunsch, irgendwann selbst Teil des Forscherteams zu werden und weiterer ihrer Art zu erschaffen. Doch dann entdeckt sie ein Loch im Zaun und lernt durch den jungen Eingeborenen Eio eine ihr völlig fremde Welt kennen. Sie beginnt von einem Leben außerhalb zu träumen… Die Grundidee dieser Geschichte war sehr gut, auch die Umsetzung konnte trotz kleiner Logiklücken überzeugen. Pia, die Ich-Erzählerin, ist etwas so Besonderes und Einzigartiges, wie man es sich kaum vorstellen kann. Während alle anderen um sie herum altern und irgendwann sterben werden, ist die 17jährige mit dem Wissen aufgewachsen, dass ihr Leben niemals enden wird – selbst, wenn sie es wollte. Einige nennen sie sogar „perfekt“. Doch Pia sieht auch die Schattenseiten. Sie ist allein, „die Einzige“ ihrer Art, und es kann noch lange dauern, bis es einen weiteren Menschen wie sie gibt, denn der Prozess, einen Unsterblichen zu erschaffen, ist langwierig. Ihre einzige Hoffnung auf andere wie sie ist die Forschung in „Little Cam“, das aber gleichzeitig auch ein Gefängnis ist, wie sie besonders durch Eio immer mehr erkennt. Diesen inneren Konflikt verkörpert die Ich-Erzählerin sehr gut. Ihre innere Entwicklung ist absolut glaubwürdig und dadurch trägt ihr Charakter die Geschichte zum großen Teil allein. Denn während sie stark und auch in ihren Gedanken sehr vielfältig und tiefgründig ist, sind andere Charaktere leider recht schwarz-weiß geraten oder entwickeln sich sehr vorhersehbar in eine dieser beiden Richtungen. Einige Überraschungen gab es in den Details, doch wer „die Guten“ und wer „die Bösen“ sein würden, stand von Anfang an nicht zur Debatte. Es war sehr schnell ersichtlich. Dennoch retten Pia, ihre zarte Beziehung zu Eio und die Grundidee des Romans tatsächlich einiges, selbst das eher schwache Ende. Eine Lösung schien schwierig – unmöglich. Eio ist ein sterblicher Dschungelbewohner, Pia ist unsterblich. Welche Idee wird die Autorin für die beiden präsentieren? Das war für mich eine der zentralen Fragen und, da ich Pia und Eio zusammen auch als ein sehr interessantes Charakterpaar gesehen habe, war die Entwicklung zwischen den beiden spannend, gefühlvoll und an sich gut umgesetzt. Erst das Ende hat mich dann enttäuscht. Es wurde zu einfach, zu magisch und ich konnte es kaum mit dem Rest der Geschichte in Einklang bringen. Leser, die Happy Ends lieben und bereit sind, jeden Preis dafür zu bezahlen, denen es unwichtig ist, wie viel Glaubwürdigkeit und Tiefe die Geschichte dafür einbüßen muss, denen wird „Die Einzige“ sicher bis zur letzten Seite gefallen. Ich fand das Ende nicht gut durchdacht und zu verkitscht. Es las sich wie eine Notlösung. Das Buch allein hätte wohlmöglich aber trotz des schwachen Endes einen Stern mehr verdient. Aber die Rezension bezieht sich eben auf das Hörbuch und da müssen – ich möchte fast sagen leider – auch andere Aspekte in die Bewertung einfließen. Die Tonqualität und die Einteilung der einzelnen Tracks sind gut gelungen. Auch etwaige Kürzungen innerhalb dieser autorisierten Lesefassung fallen nicht auf. Das Hörbuch ist flüssig und ohne abgehackt wirkende Gedankengänge, wie es sonst bei leicht abgeänderten Lesungen schon mal zu beobachten ist, nachzuverfolgen. Die Sprecherin allerdings ist mein großer Kritikpunkt bei diesem Hörbuch. Ihr zu lauschen war nicht wirklich ein Vergnügen. Zum einen verkörperte ihre sehr jungenhafte Stimme mit schwachem Akzent und einem deutlichen Hang zu Nuscheligkeit bei allen „s“-Lauten für mich nicht die 17jährige „perfekte“ Ich-Erzählerin. Was mich außerdem sehr störte waren die Betonungen. Vieles wirkte wie rausgepresst, anstatt natürlich gesprochen, viel zu sehr mit Nachdruck betont, teilweise wie ausgespuckt. Selbst nachdenkliche ruhige Passagen bekamen durch diese hervorgepressten Worte eine leicht aggressive Note, was zu dieser Geschichte absolut nicht passen wollte. Fazit: Eine gute Grundidee und eine sehr gelungene Ich-Erzählerin zeichnen „Die Einzige“ ebenso aus, wie eine zarte Liebesgeschichte. Alles zusammen ließ mich fast das undurchdachte Ende und einige stereotype Nebencharaktere vergessen. Wer die Geschichte allerdings kennenlernen möchte, sollte zum Buch greifen, denn das Hörbuch hat mich aufgrund der Sprecherin enttäuscht. Für den guten Inhalt, aber eine schwache Hörbuch-Umsetzung vergebe ich im Mittel leider nur 3 Sterne.

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  • Sie ist hübsch. Sie ist schnell. Sie ist perfekt. Sie ist unsterblich.

    Die Einzige
    Anka2010

    Anka2010

    22. April 2013 um 21:21

    Sie ist perfekt. Sie ist hübsch. Sie ist schnell. Sie ist intelligent. Sie ist unsterblich.  Pia ist 17 Jahre alt und an ihr Leben mit Sonderstatus gewöhnt. Sie weiß, dass sie etwas Besonderes ist. In "Little Cam", einem geheimen Forschungsinstitut im südamerikanischen Dschungel, arbeitet sie mit erfolgreichen Wissenschaftlern zusammen. Eigentlich sollte sie glücklich sein, schließlich hat sie alles, was sie sich wünschen könnte. Schon bald sollen weitere unsterbliche Menschen erschaffen werden - Pias Traum, denn dann wäre sie nicht mehr "die Einzige" ihrer Art und ihre Angst vor der Zukunft würde sich in Luft auflösen. Doch dann kommt der Tag, an dem Pia die Luft der Freiheit schnuppert. Ein Loch im Zaun, der die Forschungsstation umgibt, verleitet das selbstbewusste Mädchen dazu, ihr behütetes Zuhause zum ersten Mal zu verlassen. Draußen "in der Wildnis" trifft sie auf Eio, einen freundlichen und neugierigen Jungen. Irgendetwas an ihm fasziniert sie, oder liegt es einzig und allein daran, dass sie bisher ein isoliertes Leben geführt hat und niemals mit anderen Menschen außerhalb von Little Cam in Kontakt getreten ist? Eio nimmt sie mit zu seinem Stamm der Ai'oaner und führt sie in seine Kultur ein. Nach und nach beginnt Pia ihr bisheriges Leben zu hinterfragen und schleicht sich immer wieder raus zu Eio. Sie stellt Nachforschungen an und stößt schließlich auf ein unfassbares Geheimnis... IHR Geheimnis...  Zu Beginn fiel es mir schwer in die Geschichte von Pia hineinzufinden. Zum Einen war mir die Protagonistin überhaupt nicht sympathisch. Sie ist sich ihrem Sonderstatus bewusst, weiß, dass sie perfekt ist und zeigt das auch. Dann kam dazu, dass mir die Stimme der Sprecherin Jana Schulz nicht direkt ins Ohr gehen wollte. Jana Schulz hat eine sehr makante, eher tiefe und etwas rauchige Stimme, die für mich so gar nicht zur Geschichte passen wollte. So benötigte ich mehrere Anläufe um mich dem Hörbuch komplett hingeben zu können. Irgendwann war ich jedoch mittendrin und wollte der restlichen Geschichte am liebsten am Stück lauschen.  Pias Wandlung gefiel mir außerordentlich. Sie beginnt ihr bisheriges Leben zu hinterfragen, nimmt nicht mehr alles nur so hin und scheut keiner Konfrontation. Diese Wandlung geht langsam vonstatten und zieht sich durch die gesamte Geschichte. So konnte ich als Zuhörer ihre ersten leisen Zweifel und die Angst vor der Wahrheit nachvollziehen, konnte spüren, wie sie sich vor weiteren schmerzhaften Informationen sträubte, um doch im nächsten Moment dem Geheimnis Schritt für Schritt weiter auf die Schliche zu kommen. Die komplexe und interessante Geschichte, die uns Jessica Khoury in ihrem sehr atmosphärischen Roman präsentiert, hat mich beeindruckt und war etwas ganz neues für mich. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dem Plot oder den Ideen, die dahinter stecken, schon einmal in einem anderen Buch begegnet zu sein. Auch das Setting, nämlich der südamerikanische Dschungel, hat mir unglaublich gut gefallen. Der Autorin ist es wunderbar mit ihren nicht zu ausführlichen, aber doch ausreichenden Beschreibungen gelungen, die Atmosphäre glaubhaft und authentisch zu transportieren. Bleiben wir bei den Begriffen glaubhaft und authentisch... Naturlich darf in einem Roman dieser Art eine zarte, problematische Liebesgeschichte nicht fehlen. Ich denke, ich verrate nicht zuviel, wenn ich erwähne, dass sich Eio und Pia zueinander hingezogen fühlen... von Anfang an. Für mich war diese besondere Verbindung zwischen den beiden nicht so ganz nachvollziehbar. Vielleicht habe ich einfach DEN EINEN MOMENT verpasst, in dem der Funken übergesprungen ist. Vielleicht lag es aber auch an der gekürzten Hörbuch-Lesung? Ich weiß es nicht... auf mich ist der Funke nicht übergesprungen, ich habe das Knistern nicht gespürt. Wie bereits zu Beginn kurz erwähnt, brauchte ich ca. 2 CDs, um in die Geschichte hineinzufinden. Die letzten beiden CDs waren für mich dann aber ein spannender Hörgenuss. Die Sprecherin Jana Schulz mauserte sich zu meinem absoluten Highlight dieses Hörbuches. Hatte ich sie anfangs noch gar nicht hören können, gefiel sie mir am Ende wahnsinnig gut. Ich hielt stellenweise die Luft an, lauschte jedem ihrer Atemzüge und fieberte mit - ganz packend und intensiv gelesen. Hut ab! Insgesamt bleibt mir dieses Hörbuch trotz anfänglicher Startschwierigkeiten in mäßig guter Erinnerung. Jana Schulz hat für mich das Ruder schließlich herumgerissen und der Geschichte eine gehörige Portion Spannung und Gänsehaut verliehen. Auch wenn Eio, wie fast alle anderen Charaktere auch, für mich eher blass blieb und ich seine Verbindung zu Pia nicht nachvollziehen konnte, fand ich den Plot unheimlich interessant und schlug mich neugierig durch den südamerikanischen Dschungel.

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  • Wer möchte den schon immer perfekt sein?

    Die Einzige
    Riinaa

    Riinaa

    16. April 2013 um 15:55

    „Perfekt“ – Seit dem Tag ihrer Geburt, hat die siebzehnjährige Pia wohl kaum ein anderes Wort so häufig gehört wie dieses, denn Pia ist kein gewöhnlicher Mensch. Sie ist die erste und einzige Unsterbliche, geschaffen von einer Gruppe Wissenschaftler, die mitten im tiefsten Dschungel Südamerikas leben. Dort, abgeschnitten vom Rest der Welt, träumt Pia, eines Tages zum vollwertigen Mitglied des Forschungsteams zu werden und weitere Unsterbliche zu erschaffen. Aber dann kommt alles ganz anders… An ihrem 17.Geburtstag entdeckt sie zufällig ein Loch im Zaun. Sofort ist ihre Neugierde geweckt und ehe sie sich versieht, findet sie sich schon auf der anderen Seite wieder. Überwältigt von den prächtigen Farben und angetrieben von Abenteuerlust begibt sich immer weiter in den Dschungel hinein. Schließlich lernt sie den Idianerjungen Eio kennen, in dessen unglaublich blaue Augen sie sich Hals über Kopf verliebt. Nach und nach beginnt Pia den Ort, an dem sie aufgewachsen ist, mit anderen Augen zu sehen... Meine Meinung Das Hörbuch startet vielversprechend mit einem kleinen musikalischen Vorspiel, „Pias Amazonas Musik“, das mich sogleich wunderbar auf die Handlung eingestimmt und meine Vorfreude noch gesteigert hat. Zu Beginn war dann erst einmal meine ganze Konzentration gefordert, um die verschiedene Namen und Zusammenhänge zwischen den einzelnen Personen verstehen zu können. Doch nach einem kurzen Warmwerden bin ich komplett in die Geschichte abgetaucht. Ich habe Pia kennengelernt und einen Einblick in ihr Leben als „Forschungsobjekt“ bekommen. Pia war mir im ersten Augenblick etwas unsympathisch, da ich das Gefühl hatte, dass sie sich aufgrund ihrer Unsterblichkeit für sehr wichtig hält. Sie wird von allen als perfekt betitelt, sodass sie es bereits selbst sagt und auch glaubt. Jedoch war schnell zu sehen, dass sie sich eigentlich gar nicht so fühlt. Im Gegenteil! Als einzige ihrer Art fühlt sie sich im Camp oft fehl am Platz, ja sogar regelrecht einsam. Deshalb hilft sie tatkräftig bei der Forschung und lässt allerlei Tests über sich ergehen, um ihr Ziel, weitere Unsterbliche zu kreieren, damit sie nicht alleine bleibt, zu erreichen. Gleichzeitig wächst in ihr eine große Sehnsucht nach Freiheit: Noch nie hat sie nur einen Fuß in den Dschungel gesetzt, geschweige etwas über die Welt außerhalb erfahren. Ihre Tanten und Onkel, so nennt sie die Wissenschaftler im Camp, haben ihr viele Informationen bewusst vorenthalten, um zu verhindern, dass sie irgendwann einmal den Drang verspürt, ausbrechen zu wollen. Pia weiß lediglich das, was sie für die Arbeit als Forscherin wissen muss. Kein Wunder also, dass ihre Ausflüge in den Regenwald ihr bisheriges Leben komplett infrage stellt. Einerseits ist es eine vollkommen neue, aufregende Erfahrung. Endlich muss sie mal nicht perfekt sein, sondern kann einfach nur leben. Andererseits ist Little Cam ihr Zuhause und die Wissenschaft, die sie Zeit ihres Lebens kennt, ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens. - Diese innere Zerrissenheit wird besonders deutlich herausgehoben und bildet den zentralen Aspekt in der ganzen Geschichte. Eio, der Indianerjunge, bleibt wie auch die meisten anderen Charaktere relativ blass. Er spielt zwar eine wichtige Rolle, ich hatte aber nie das Gefühl ihn wirklich richtig kennengelernt zu haben. Aus diesem Grund konnte mich auch die Liebe zwischen ihm und Pia nicht vollkommen überzeugen, da sie mich irgendwie nicht berühren konnte. Jessica Khoury schafft es mit ihren Worten wunderschöne Bilder vom Dschungel und seinen Bewohner vor meinem inneren Augen entstehen zu lassen. Sie kamen mir fast schon erschreckend echt vor, als ob ich gerade selbst mitten unter ihnen wäre. Es wird nicht langweilig ihren Worten zu folgen, doch auf die gewünschte Spannung, die die Geschichte schon früher ins Rollen gebracht hätte, musste ich sehr lange warten. Pia ist sich lange unsicher, ihr fehlt der Mut und auch die Entschlossenheit aus dem Camp zu flüchten und damit auch ihrer Familie zu verlassen. Diesen Gewissenskonflikt zu folgen war zwar sehr interessant, nur hin und wieder war es etwas zu ausgedehnt. Nach der Hälfte fängt die Grundstimmung schließlich langsam an zu kippen, da Pia auf immer mehr Ungereimtheiten bezüglich der wissenschaftlichen Arbeit in Little Camp stößt. Ab hier wird es ordentlich spannend und die Geschichte bekommt endlich den nötigen Kick. Das Ende entwickelt sich in eine vollkommen unerwartete Richtung, mit der ich anfangs nicht gerechnet hätte. Dennoch fand ich es sehr schön gemacht. Jana Schulz hat eine sehr spezielle Stimme, die zwar gut Gefühle ausdrücken kann, mich persönlich jedoch nicht so angesprochen hat. Ich weiß nicht, ich hätte eine etwas jünger klingende Stimme erwartet. Wenn Pia spricht, spricht sie meist in einem traurig- und bedrückt klingenden Ton, was mir an manchen Stellen etwas fehlangebracht erschien. Wenn dann ein Mann spricht, gibt sie sich zwar Mühe etwas rauer und dunkler zu sprechen, allerdings ist es ihr nur mäßig gelungen. Vielleicht sind einige anderer Meinung, aber das ist halt Geschmackssache :) Fazit Das Hörbuch hat mir sehr gut gefallen, obwohl zu Beginn meine ganze Konzentration gefordert war, um die verschiedene Namen und Zusammenhänge zwischen einzelnen Personen verstehen zu können. Doch nach einem kurzen Warmwerden bin ich in die Geschichte abgetaucht und habe zusammen mit Pia das Leben im Dschungel Südamerikas erkundet. Jessica Khoury konnte mich, mal abgesehen von ein paar Schwächen, mit ihrer faszinierenden Idee und ihren wunderschönen Beschreibungen total überzeugen. Gegenüber der Sprecherin Jana Schulz war ich anfangs noch relativ skeptisch, zum Schluss wurde sie mir dann doch noch sympathisch. Ich werde mir das Hörbuch auf jeden Fall noch ein weiteres Mal anhören und wahrscheinlich auch das Buch lesen, um wirklich alle Zusammenhänge genau nachvollziehen zu können.

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  • Wer mag schon perfekt sein?

    Die Einzige
    Buecherfee82

    Buecherfee82

    30. March 2013 um 01:54

    Inhalt:  Im Dschungel Südamerikas ist ein Forschungszentrum. Dieses Forschungszentrum ist die Heimat der 17 jährigen Pia. In fünf Generationen Forschung ist sie als ein perfekter Mensch, als bislang einziger perfekter Mensch entstanden. Sie ist hübsch und unsterblich, kann bis zu fünfzig Kilometer ohne Pause rennen, kann weder ersticken, noch ertrinken. Kein Material kann ihre Haut verletzen, sie ist Imun gegen sämtliche Krankheiten. Ihr Gedächnis ist enorm, ebenso wie ihre Reflexe und ihre Sinne. Niemals wird sie alt... Sie möchte unbedingt ins Forschungsteam mit aufgenommen werden, damit es vielleicht einmal weitere ihrer Art geben wird, denn sie fühlt sich einsam, obwohl sie von lauter "Tanten" und "Onkel" umgeben ist. Cover: Das Cover erzeugt schon absolutes "Urwald-feeling". Bäume, Blätter, Sträucher und Pia mit einer Blume in der Hand. Das Cover, bzw. das Bild vom Hörbuch erkennt man überall und schon von weitem wieder. Es hat sein Ziel erreicht. Sprecherin: Jana Schulz hat eine sehr angenehme Stimme. Sie spricht ruhig und verständlich, bringt durch die Betonungen Leben in die Geschichte. Was mir nicht ganz so gut gefällt ist, dass sie etwas wie ein Junge klingt, oder zumindestens erkältet. Da ich mir Pia sehr weiblich vorstelle, passt die Stimme meines erachtens nicht 100%-ig zum Hörbuch. Meine Meinung: Das Hörbuch fängt mit einer schönen Musik an. Die Musik zeigt die Wildnis, die Umgebung durch ihre Klänge. Zu den Charakteren kann ich einiges sagen, denn die sind meiner Meinung nach gut dagestellt. Die Hauptprotagonistin Pia ist mir sehr sympathisch. Sie wirkt oft hilflos, einsam, unentschlossen. Wie eine Jugendliche möchte sie einerseits ausbrechen und anderseits bei ihren Leuten bleiben. Eio passt sehr gut zu ihr. Ihre Freundschaft, die Gefühle zwischen den beiden spürt man förmlich. Die Beiden fühlen sich miteinander verbunden. Sind nicht alleine und doch einsam. Wen ich nicht wirklich mag, das ist Onkel Paolo, denn für ihn zählt nur die Forschung, nichts anderes. Von ihm hört man auch eigentlich nur die Aussage, dass Pia perfekt ist. Ein kleines Zitat dazu spiegelt seinen Charakter sehr gut: "Du musst deine Gefühle unter Kontrolle halten, Pia. Du musst den Blick aufs Ziel richten, nicht auf die Schritte die nötig sind um es zu erreichen. Das Ziel ist alles, der Weg ist nichts." (Quelle oben genanntes Hörbuch) Dann ist da noch Pias Haustier Arlay. Ein hundert Kilo schwerer Jaguar, den sie zum neunten Geburtstag bekommen hat. Er ist neben Eio ihr bester Freund. Solche Dinge zeigen wieder die fantastische Seite der Geschichte, denn ansonsten, trotz Pias "Fähigkeiten" wirkt sie doch wie ein normales Mädchen mit normalen Gedanken und normalen Gefühlen. Ich stelle es mir schlimm vor, sich so einsam zu fühlen und fand es toll, dass Pia die Möglichkeit hatte die Freiheit zu entdecken. Fazit: Eine Geschichte über ein Mädchen mit vielen Fragen.

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  • Rezension zu "Die Einzige - In Deinen Augen die Unendlichkeit" von Jessica Khoury

    Die Einzige
    Letanna

    Letanna

    04. March 2013 um 18:35

    Pia ist perfekt, zumindest bekommt sie das jeden Tag gesagt. Pia ist das Ergebnis langjähriger Versuche mit einer einheimischen Blume Elysia aus dem Amazon, die ihr Unsterblichkeit verliehen hat. Ihr Ziel ist es, ebenfalls Wissenschaftlerin zu werden, um in das Team aufgenommen zu werden. Kurz vor ihrem 17. Geburtstag taucht eine neue Wissenschaftlerin auf, die eine etwas andere Einstellung als Pias Erschaffer, wird Pia das erste Mal neugierig auf die Welt hinter dem Zaun. Als sie eines Tages dann ein Loch in diesem findet, schleicht sie heimlich in den Dschungel. Dort tritt sie auf den Eingeborenen Eio, der sie zu seinem Dorf mitnimmt. Danach ändert sich für Pia alles, die fängt an sich Gedanken über die Versuche ihres Teams zu machen und ist entsetzt als sie hinter das Geheimnis ihrer Existenz kommt. Bei diesem Buch handelt es sich um das Debüt der Autorin Jessica Khoury. Das Hörbuch hat mir sehr gut gefallen. Erst einmal sollte ich erwähnen, dass die Handlung abgeschlossen ist und es sich hier nicht um den 1. Teil einer Trilogie handelt. Das ganze ist ein wenig eine Mischung aus Öko-Thriller und Para, was mir sehr gut gefallen hat. Die Handlung ist sehr spannend und zum Schluss wird es richtig dramatisch. Natürlich bedient sich die Autorin einiger Klischees, aber das hat mich jetzt nicht weiter gestört. Die Wissenschaftler sind skrupellos und gehen für ihre Versuche über Leichen und das alles im Namen der Wissenschaft. Die Eingeborenen haben für die Ereignisse eine mystische Erklärung und so stehen Glaube und Wissenschaft gegenüber . Die Handlung wird aus der Perspektive von Pia erzählt, in der Ich-Form und in der Gegenwart. Pia wirkt sehr glaubwürdig und sympathisch. Die Liebesgeschichte zwischen ihr und Eio ist sehr gelungen und nimmt einen großen Part in der Handlung.

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