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Ninasan86

vor 6 Monaten

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Zum Inhalt:

Eine Geschichte über die alles überwindende Kraft der Freundschaft.
Sie teilen das gleiche Schicksal und sind doch ganz verschieden: Danny ist erfolgreich und unabhängig, auch wenn er hart dafür kämpfen musste - nach einer Kindheit, die für ihn keine war. Tina hingegen hat die letzten Jahre auf der Straße verbracht. Als die beiden, denen das Leben nichts geschenkt hat, einander begegnen, spüren sie eine nie erlebte Nähe. Verzweifelt bemüht Danny sich, Tina zu zeigen, dass das Leben auch schöne Seiten hat. Hilft den beiden ihre Freundschaft, die Schatten der Vergangenheit endgültig abzuwerfen?



Über die Autorin:

Jessica Koch wurde in Ludwigsburg geboren. Schon in der Schulzeit begann sie mit dem Schreiben. Als junge Frau lernte sie den Deutschamerikaner Danny kennen. Mit ihm erlebte sie die Geschichte hinter ihrem Debütroman «Dem Horizont so nah». Es dauerte fast 13 Jahre, bis sie sich traute, mit dem Manuskript an die Öffentlichkeit zu gehen. Inzwischen hat sie mit den Folgebänden «Dem Abgrund so nah» und «Dem Ozean so nah» die «Danny-Trilogie» vervollständigt. Jessica Koch lebt mit ihrem Mann, ihrem Sohn und ihren beiden Hunden in der Nähe von Heilbronn.



Mein Fazit und meine Rezension:

Nachdem ich schon so viel von den Büchern von Jessica Koch gehört und auch die ersten beiden Bände bereits gelesen habe - mit gemischten Gefühlen - musste ich auch wissen, was die Autorin ihren Lesern in Band 3 mitteilen möchte. Und was soll ich sagen? Man hat das Gefühl, dass die Autorin unbedingt noch was erzählen wollte, es aber im Grunde genommen gar nicht konnte.

Im dritten Band der Trilogie um Danny und Jessica geht es eben nicht um beiden und deren unüberwindbare Freundschaft, sondern um Dannys Vorgeschichte mit Christina. Was Danny erlebt hat, ist dem Leser bereits aus den vorherigen beiden Büchern bereits bekannt, hier wird man aber tiefer in die Geschichte mit hineingezogen. Doch hier liegt auch schon die Krux: denn es geht um Danny und Christina und nicht um Danny und Jessica! Jessica erzählt hier eine Geschichte, bei der sie selbst nicht zugegen war, die sie selbst nie so erlebt hat und genau das macht den großen Unterschied zu den beiden Vorgängerbänden: die Trauer, die Wut, diese Ohnmacht und Hilflosigkeit und die Verzweiflung sind hier nicht so zu spüren, wie in den ersten beiden Büchern! Ich selbst habe es sehr schwer empfunden, mich in die Geschichte rein zu lesen und auch der Autorin merkt man an, dass es ihr nicht leicht gefallen ist, diese Geschichte zu schreiben. Ab und an dachte ich mir sogar, dass hinter diesem Buch vielleicht nur der Profit stand - doch wer weiß das schon?

Meine Erwartungen waren aufgrund der ersten beiden Bücher sehr hoch, hat mich doch die Geschichte darin gefesselt und nicht mehr losgelassen! Und so dachte ich auch, würde es mir mit dem letzten Teil der Geschichte gehen! Ich wollte wieder von einem Buch so mitgerissen werden, es in kürzester Zeit verschlingen und nicht mehr aus der Hand legen, bis ich die letzten Worte gelesen habe! Doch leider hat dieses Buch es nicht geschafft und meine Erwartungen nicht erfüllt. Natürlich habe ich es doch gelesen, um einen glatten Abschluss der Geschichte zu haben. Man versteht Danny zwar gut und findet die Parallelen zu den ersten beiden Bänden, doch kommt er meiner Meinung nach im letzten (und für ihn wohl entscheidenden Band) viel zu kurz! Er war mehr eine Randerscheinung und das ist im Hinblick auf die ersten beiden Teile doch sehr schade, da er dort neben Jessica eine tragende Rolle gespielt hat und ich als Leser mit ihm gefühlt und gelitten habe. Das hat mich doch

Letzten Endes denke ich, dass man statt einer Trilogie besser eine Dilogie daraus gemacht und Teil 3 damit besser weggelassen hätte.

Schlussfazit: Die ersten beiden Teile haben mich mehr mitgerissen und berührt und sind auf jeden Fall sehr zu empfehlen (Achtung: nichts für schwache Nerven!). Der dritte und letzte Teil ist ein netter Abschluss, mehr jedoch in meinen Augen nicht.


Autor: Jessica Koch
Buch: Dem Ozean so nah
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