Jessica Swiecik Die Schule endet nie

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Inhaltsangabe zu „Die Schule endet nie“ von Jessica Swiecik

Der Anfang hat mich überzeugt; das Ende hat mir nicht so gut gefallen ...

— Janine2610

Ein äußerst lesenswerter Thriller, der nicht nur die Spannung hält, die er verspricht, sondern Mehrwert bietet und zum Nachdenken anregt.

— NiWa
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  • Ein Mahnmal gegen Mobbing

    Die Schule endet nie

    Janine2610

    13. August 2017 um 20:54

    Darum geht's:Alissa ist ein schüchternes Mädchen, das in ihrer Klasse nie Anschluss gefunden hat. Die Abschlussfahrt wird für sie zur Qual und das Mobbing eskaliert. Alissa, die nicht länger das Opfer sein will, fasst einen mörderischen Plan, der ihren eigenen Untergang bedeuten könnte ... Zehn Jahre später bekommen die ehemaligen Schüler der Abschlussklasse und der damalige Klassenlehrer eine Einladung zu einem sonderbaren Klassentreffen, unterschrieben mit Alissa. Kann das wirklich sein? Es scheint, als wollte jemand Alissas Plan fortsetzen und den Teilnehmern des Klassentreffens wird klar, dass sie dieses Mal nicht so leicht davonkommen ... Die Schule endet eben nie!Meine Meinung:Von Jessica Swiecik habe ich bereits einen Thriller gelesen (Schattentour) - von dem war ich so begeistert, dass ich unbedingt weitere Werke von ihr lesen wollte. Meine Wahl fiel also auf den Thriller Die Schule endet nie, welcher extremes Mobbing zum Hauptthema hat.Darin ist Alissa, eine schüchterne 17-Jährige, die Protagonistin. Ihr Verhängnis in der Geschichte: "einfach so" in eine bereits bestehende Klassengemeinschaft gekommen zu sein. Die Folge: Mobbing, Mobbing und noch mehr Mobbing. Aber das bis aufs Blut! Die Schülerin hat kaum ein paar Minuten Ruhe von ihren Klassenkollegen. Ständig wird sie erniedrigt, beschämt, getriezt und sogar körperlich fertig gemacht.~ Keiner von ihnen machte Anstalten, einzugreifen. Sie waren zu schwach, zu unreif. ~(S. 47)Alissa erschien mir im ersten Teil des Buches als ein richtig armes Wesen, das sich absolut nicht zu wehren weiß. Niemand, aber auch wirklich gar keiner hat sich dauerhaft auf ihre Seite geschlagen, nicht einmal die Lehrer - die ja bekanntlich eingreifen sollten, wenn es zu so schlimmen Vorfällen wie in diesem Buch geschildert, kommt - haben die Augen aufgemacht und etwas unternommen. Und das ist, in meinen Augen, höchst bedauernswert! Im echten Leben hoffe ich doch nicht, dass es jemals zu solch üblen Situationen kommen könnte; die Vorfälle in vorliegendem Buch wirken auf mich jedenfalls ziemlich übertrieben/überspitzt dargestellt, was nicht heißen soll, dass in der Realität keine derartig unguten Mitschüler existieren können.Ein weiteres großes Thema in diesem Buch: Rache. Und zwar eine, die irgendwie einem Horrortrip ähnelt und bei mir an der einen oder anderen Stelle sogar für Gänsehaut gesorgt hat. Hier geht es wirklich nicht mehr nur um kleine Streiche, die man als Retourkutsche erhält, nein, das, was in diesem Buch abgeht, ist weit mehr als das. - Und genau deswegen auch so schockierend für den Leser!~ »Du bist nicht egal, und das, was sie dir antun, sollte bestraft werden.« ~(S. 102)Aufgebaut ist das Buch in "Damals"- und "Heute"-Kapitel. Es wird also abwechselnd von Alissa als Mobbingopfer und dem Rachegeschehen von heute berichtet. Allerdings fand ich die Damals-Kapitel um einiges packender, denn darin geht es mir persönlich viel mehr zur Sache. Vielleicht konnte ich mir diese Teile auch einfach bildhafter vorstellen.Was mir weniger gefallen hat, waren die Protagonisten in den Heute-Kapiteln, die zwar mehr oder weniger dieselben waren wie damals vor zehn Jahren, aber dennoch kaum reifer geworden zu sein schienen. Ganz im Gegenteil: eine Buchfigur wirkte auf mich sogar noch feindseliger und fieser als damals. Das Rachegeschehen in diesem Teil war für mich ziemlich spannend mitzuverfolgen, zusätzlich haben mich die Protagonisten dabei teilweise zur Weißglut gebracht. Ich habe mir andauernd gedacht: Was sind das denn bitte alles für abartige Persönlichkeiten?Und in dem Teil findet dann auch die eine oder andere Überraschung statt. Mit einer gewissen Handlung habe ich so überhaupt nicht gerechnet und, um ehrlich zu sein, habe ich die auch nicht ganz nachvollziehen können ...~ Frau Bolte besaß das Talent, wegzusehen und Dinge totzuschweigen. ~(S. 6)Eine Geschichte wie diese kann ein Beispiel dafür sein, was (im Extremfall) passieren kann, wenn man als Lehrer oder Mitschüler nicht den Mut besitzt, hinzusehen, wenn man hinsehen sollte und aus einem Angst- oder Ist-mir-egal-Gefühl heraus gewisse Dinge einfach totschweigt.Jessica Swiecik, die sich in ihrem Nachwort selbst als Halb-Alissa bezeichnet, hat mit diesem Thriller ein Mahnmal gegen Mobbing geschaffen, dessen Inhalt wahnsinnig erschreckend und aufwühlend wirkt und man deswegen wahrscheinlich so schnell nicht wieder aus dem Gedächtnis bekommt.

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  • Spannender Thriller, ernstes Thema

    Die Schule endet nie

    NiWa

    13. March 2017 um 17:37

    Alissa hat in ihrer Schule nie Anschluss gefunden und daher ist ihr der Schulalltag eine Qual. Noch schlimmer ist für sie aber die Klassenfahrt, wo sich das Mobbing gegen sie ins Unerträgliche steigert. Doch Alissa hat einen Plan, mit dem sie sich rächen will …Jahre später erhalten die Absolventen der Abschlussklasse mysteriöse Einladungen zum Klassentreffen. Aber von Alissa kann die Einladung nicht sein, oder? Dieser Thriller beschäftigt sich in erster Linie mit Mobbing, wie man es an Schulen kennt. Er kratzt dabei nicht nur an der Oberfläche sondern durchleuchtet die Ursachen von schikanösem Verhalten und die Motivation dahinter. Sehr geschickt veranschaulicht die Autorin diesen ernsten Hintergrund und lässt dabei vor Spannung die Seiten fliegen.Protagonistin Alissa steht sich mit ihrer Schüchternheit selbst im Weg. Von Anfang an hat sie es schwer in der Klasse gehabt, weil sie nicht den Mund aufbringt. Nicht, dass sie einfach ignoriert werden würde, denn das könnte sie noch verkraften. Sondern ihre Schulkollegen haben es auf richtig fiese Weise auf sie abgesehen, dass es schon lange nicht mehr nur freundschaftliche Neckereien sind. Die Klassenfahrt wird für das Mädchen zur Tortur und die Situation spitzt sich zur Katastrophe zu.Alissa hat mir unheimlich leid getan und gleichzeitig hätte ich sie manchmal schütteln wollen. „Mädel, kannst du denn nicht den Mund aufkriegen?“, habe ich mir öfter gedacht! Alissa selbst weiß, dass sie manchmal einfach etwas sagen müsste, nur schafft sie es nicht. Sie ist durch die bedrohliche Atmosphäre so verängstigt, dass sie der Situation gar nicht mehr die Stirn bieten kann, bis sie zumindest ein einziges Mal ihren ganzen Mut zusammen nimmt.Der Thriller ist in zwei Zeitstränge unterteilt. „Damals“ und „Heute“ wechseln sich kapitelweise ab, was herrlich spannend zu lesen ist. Man weiß von Anfang an, dass damals etwas schreckliches passiert sein muss, allerdings bleibt dies lange im Dunkeln, wodurch man angespannt durch das Buch getrieben wird. Zuerst ruhig, dann immer dramatischer, spitzt sich die Situation zu und die Spannung baut sich auf. Eingangs werden nach und nach die Figuren eingeführt. Man lernt Alissa und ihre Peiniger kennen, greift sich an den Kopf, wenn man von den „Scherzen“ liest, denen Alissa ausgesetzt ist, und wundert sich, warum kein Lehrer ein Machtwort spricht. In der Gegenwart geht es ebenso ruhig und gleichzeitig heiß her. 10 Jahre nach dem Abitur wird zum Klassentreffen eingeladen, doch die Absolventen sind sich sicher, dass die Einladung nicht von Alissa ist. Der Wechsel der Erzählstränge hat es mir sehr angetan. Dadurch ist dieser Thriller von Anfang an sehr spannend gewesen. Dabei haben die Seiten geknistert, denn man will unbedingt wissen wie es weitergeht.Mit dem Ende bin ich nicht ganz zufrieden. Das ist der einzige Punkt, der mir nicht so gefallen hat. Es kam zu einer merkwürdigen Konstellation, die zwar überraschend aber für mich nicht vollkommen nachvollziehbar ist.Das Leitthema Mobbing finde ich ausgezeichnet umgesetzt. Die Autorin verzichtet darauf eine Schwarzmalerei darzustellen, sondern setzt dezent Grauschattierungen ein und zeigt, warum es überhaupt zum Mobbing kommen kann. Hier habe ich ein Plädoyer für gegenseitigen Respekt herausgelesen, was mir gut gefallen hat.„Die Schule endet nie“ ist ein äußerst lesenswerter Thriller, der nicht nur die Spannung hält, die er verspricht, sondern Mehrwert bietet und zum Nachdenken anregt. Der fesselnde Aufbau und der eindringliche Hintergrund sind meiner Meinung nach für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen geeignet und daher kann dieses Buch nur weiterempfohlen werden.

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