Liebesteufel

von Jessica Swiecik 
3,9 Sterne bei18 Bewertungen
Liebesteufel
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Positiv (12):
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Die Gefahren des Internets in einen spannenden Thriller gepackt!

Kritisch (2):
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Unglaubwürdig mit logischen Lücken

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Inhaltsangabe zu "Liebesteufel"

Lilly Büllow führt ein langweiliges und zurückgezogenes Leben als Zimmermädchen im Schlangenbader Hotel Auenblick. Das einzige, was ihr Freude bereitet, sind die Zimmer der Gäste, in denen sich so manch schmutzige Geheimnisse verbergen. Als ein bekannter Thrillerautor namens Viktor Dreissinger im Auenblick eincheckt und zeitgleich Juli, die Tochter der Hotelbesitzerin, von ihrer vermissten besten Freundin Laura berichtet, schrillen bei Lilly die Alarmglocken. In der Gegend um Wiesbaden sollen in den letzten Monaten mehrere Mädchen verschwunden sein. Die Polizei geht davon aus, dass sie von zu Hause ausgerissen sind, doch weder Lilly noch die freche Teenagerin Juli können dies glauben. Als Lilly Viktor Dreissingers Hotelzimmer aufräumt, ist sie entsetzt: Auf dem Schreibtisch steht Lauras silberner Laptop, aufgeklappt, mit einer sonderbaren Geschichte darauf...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783944124742
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Buch
Umfang:231 Seiten
Verlag:MainBook
Erscheinungsdatum:15.12.2014

Rezensionen und Bewertungen

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    Leneorys avatar
    Leneoryvor 3 Jahren
    Lass Dich von Lilly verzaubern und erlebe mit ihr das Abenteuer ihres Lebens.

    +++ Charaktere +++

    Lilly ist eine der Protagonisten und eine eher unauffällige Persönlichkeit und arbeitet als Zimmermädchen in dem Hotel Auenblick, wo sich die Story die meiste Zeit abspielt. Sie lebt eher zurückgezogen und auch so ist sie eher unzufrieden mit ihrem Leben. Auch der Job macht ihr keine große Freude. Um dieser Welt zu entfliehen, schnüffelt sie beim Reinigen der Zimmer immer wieder in den Sachen der Gäste und stellt sich vor, wer sie sind und wie sie leben.

    Viktor Dreissinger ist ein Autor, der bereits 2 Bücher mit gutem Erfolg veröffentlicht hat. Durch sein Autorenleben wohnt er einsam und allein mit seinem sturen Kater. Als die Nachbarin an der Tür klingelt, ahnt er noch nicht, dass er sich bald darauf im Hotel Auenblick wieder findet. Für ihn kommt die Abwechslung wie gerufen, denn er hat eine Schreibblockade und der Verlag drängelt bereits mit der Abgabe des 1. Kapitels. Er erhofft sich Inspiration und neue Eindrücke, die er in einen neuen Thriller umwandeln kann.

    Jüli ist die hochnäsige 15jährige Tochter der Hotelinhaberin. Lilly kommt mit ihr gar nicht klar – wird stattdessen von ihr auch noch gepiesackt. Sie hält sich sehr oft mit ihren Freunden im Hotel auf, obwohl Ihre Mutter das nicht duldet. Als sie Lilly auch noch beim Schnüffeln an einem Laptop eines Gastes erwischt, ist die Schmach groß…

    Laura ist die beste Freundin von Jüli. Als sie spurlos verschwindet ist Jüli total aufgelöst und macht sich große Sorgen um Laura.

    Er ist der Täter, der in seinem Wahn auf der Suche nach seiner wahren Liebe ist. Er hofft diese in einem jungen Mädchen zu finden und sucht sich daher seine Opfer auf einer Datingseite im Internet.


    +++ meine Meinung +++

    Die oben genannten Charaktere spielen eine große Rolle in diesem Buch und man lernt jeden etwas näher kennen im Laufe des Buches. Die Autorin schwenkt zwischen Lilly, Viktor und Er (dem Täter) hin und her – beschreibt die Situation aus der Sicht der jeweiligen Person mit deren Empfinden. Aber nun erst mal zur Story an sich:

    Als Lilly beim Säubern des Zimmers von Viktor Dreissinger Ihrem Drang nicht wiederstehen kann und mal wieder im Laptop des Gastes stöbern muss, stößt sie dabei auf die Erkenntnis, dass der Laptop nicht dem Autor sondern der vermissten Laura gehört! Und da sie beim Schnüffeln auch noch ein paar Textnotizen findet, die auf das Geschehene hindeuten, schlussfolgert sie, dass Viktor der gesuchte Täter sein muss. Kurz darauf erwischt sie der Autor bei dieser Erkenntnis und versucht ihr zu erklären, dass er den Computer in einem Café entdeckt und einfach mitgenommen hat. Nach langem hin und her glaubt Lilly ihm und verspricht den Laptop umgehend bei der Polizei abzugeben. Doch soweit kommt es leider nicht, da sie an der Bushaltestelle von zwei Jungs angemacht wird, die ihr den Laptop abnehmen und verschwinden. Lilly ist untröstlich, traut sich aber nicht weder Jüli noch Viktor davon zu erzählen. Nichts desto trotz recherchieren die drei weiter. Viktor trifft sich mit der Mutter einer weiteren vermissten Person. Jüli meldet sich auf der Datingseite an und Lilly trifft ungeplant auf den Täter und treibt ihn in Jülis Arme…

    Können sich Lilly und Jüli aus den Fängen des Täters befreien? Was hat dieser für ein dunkles Geheimnis? Und warum landet Jülis Mutter Knall auf Fall in der Psychiatrischen Anstalt? Wird die sich anbahnende Liebe zwischen Lilly und Viktor eine Chance haben, wo beide doch so Grundverschieden sind?

    +++ Fazit +++

    Den Schreibstil finde ich sehr angenehm. Auch dem Wechsel zwischen den 3 Charakteren kann man ohne große Probleme folgen. Geschrieben wurde die Geschichte mit vielen kleinen Details, die Situationen werden stets anschaulich beschrieben, so dass sich die Story vor meinem geistigen Auge abgespielt hat. Man ist gut hinterher gekommen und konnte stets mitfiebern, ob die 3 dem Täter nun auf die Schliche kommen. Die Spannung lies nie nach, stattdessen kamen immer wieder neue Details dazu, die diese Geschichte noch aufregender machten. Auch am Schluss bleibt es spannend und endet unerwartet.

    Das Cover finde ich persönlich sehr passend und auch für mich sehr ansprechend. Im Buchladen wäre mir das Taschenbuch auf jeden Fall aufgefallen und der Klapptext hätte mich zum Kaufen angeregt.

    Ich bin froh, dass ich dieses Buch rezensieren durfte. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung. Ein Buch zum Thema Internetdating mit Minderjährigen, das auch eine kleine warnende Botschaft enthält. Gute Idee zum Verschenken – ab 14 Jahren empfohlen. Wer mit Widmung möchte, kann das Buch auch gleich direkt bei der Autorin ordern. Sehr nett und sympathisch. Also lasst Euch in den Bann von Lilly und ihrem großen Abenteuer ziehen – viel Spaß beim Lesen. Ich bin auf Nachschub der begabten Autorin gespannt.

    Euer Lenchen

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    laraundlucas avatar
    laraundlucavor 4 Jahren
    Liebesteufel

    Inhalt:
    Lilly Büllow führt ein langweiliges und zurückgezogenes Leben als Zimmermädchen im Schlangenbader Hotel Auenblick. Das einzige, was ihr Freude bereitet, sind die Zimmer der Gäste, in denen sich so manch schmutzige Geheimnisse verbergen. Als ein bekannter Thrillerautor namens Viktor Dreissinger im Auenblick eincheckt und zeitgleich Juli, die Tochter der Hotelbesitzerin, von ihrer vermissten besten Freundin Laura berichtet, schrillen bei Lilly die Alarmglocken. In der Gegend um Wiesbaden sollen in den letzten Monaten mehrere Mädchen verschwunden sein. Die Polizei geht davon aus, dass sie von zu Hause ausgerissen sind, doch weder Lilly noch die freche Teenagerin Juli können dies glauben. Als Lilly Viktor Dreissingers Hotelzimmer aufräumt, ist sie entsetzt: Auf dem Schreibtisch steht Lauras silberner Laptop, aufgeklappt, mit einer sonderbaren Geschichte darauf...

    Meine Meinung:
    Eigentlich sind Thriller ja nicht so mein Ding, aber da die Geschichte in meiner Heimat angesiedelt ist, musste ich das Buch einfach lesen.

    Ich bin ganz gut in die Geschichte gestartet, sie ist sehr flüssig geschrieben. Mir haben die verschiedenen Sichtweisen zu Beginn ganz gut gefallen, auch wenn ich sie etwas kurz geraten fand. Die Perspektiven wechseln ziemlich schnell, manchmal wäre ich gerne etwas länger an einer Person drangeblieben. Dies erhöht natürlich die Spannung, aber die Gefühle und Gedanken werden eben nur angekratzt, was ich wiederum sehr schade finde.

    Die Figuren in dem Buch sind alles irgendwie verkokst, keiner ist normal. Das fand ich sehr schade, weil ich so keine richtige Beziehung zu einem der Protagonisten aufbauen konnte. Es hat nur dazu beigetragen, dass ich im Laufe des Buches immer mehr Abstand genommen habe. Mir haben vor allem Emotionen gefehlt, die sind einfach nicht bei mir angekommen. Ich konnte nicht mitfühlen und mitfiebern.

    Die Geschichte und das Thema an sich war schon sehr interessant und auch spannend. Auch das Ende war recht zufriedenstellend, alle Fragen wurden geklärt. Hier kam auch nochmal eine ganze Menge Spannung auf und Enthüllungen kamen ans Licht, mit denen ich nicht gerechnet hatte.

    Fazit:
    Ein Jugendthriller mit interessantem Thema, der mich aber leider nicht ganz erreicht hat.


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    Wildponys avatar
    Wildponyvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Die Gefahren des Internets in einen spannenden Thriller gepackt!
    Die Gefahr lauert im Internet

    Liebesteufel  -  Jessica Swiecik


    Kurzbeschreibung Amazon:


    Er ist auf der Suche nach der Liebe. Der großen, einzigen Liebe.

    Er denkt, er könne sie bei jungen Teenagerinnen finden.
    Er chattet mit unschuldigen Mädchen, trifft sich mit ihnen und...
    Er weiß nicht, wer er ist. Niemand weiß es. Niemand kennt ihn. Niemand will ihn kennen.
    Er ist ein Teufel. Ein Teufel der Liebe, der bereit ist zu töten...


    Mein Leseindruck:


    Ein spannender Thriller, der sich mit den Gefahren im Internet beschäftigt und bei dem junge Mädchen nach einem Treffen mit einem Unbekannten den Tod finden.

    Da kommt der Autor Viktor durch ein Geschenk einer Nachbarin unerwartet zu einer Reise und in ein Hotel, das direkt mit den Mordfällen zu tun hat. Denn das schüchterne Zimmermädchen Lilly ist für meine Begriffe zu neugierig und die Tochter der Hotelbesitzerin sehr eigenwillig.

    Als dann die beste Freundin von Juli verschwunden ist - nachdem sie sich in einem Liebesforum mit einem älteren Mann gechattet hat - nimmt die Handlung ihren Lauf.

    Rasant - super spannend - und fesselnd kann man als Leser sich nicht mehr von der Story trennen.


    Fazit:


    Ein Buch das mich sehr in den Bann gezogen hat. 

    Eigentlich wollte ich es nicht mehr aus der Hand legen bis ich dann das für mich zufriedenstellende und schlüssige Ende erreicht hatte.

    Einige Überraschungen hat das Buch dann auch noch mit eingestreut und ich hatte viel Lesespaß.

    Und als Warnung kann ich nur immer wieder sagen: Vorsicht im Internet!!!


    4,5 Sterne für einen spannenden Thriller und eine große Leseempfehlung!



    Kommentare: 1
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    Flohs avatar
    Flohvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Da steckt definitiv mehr drin! Wirkt aufgrund der jungen Zielgruppe etwas zensiert, die Autorin sollte in das Erwachsenen-Genre wechseln...
    Vom Liebsteufel und seinen todgeweihten Engeln... Jugendthriller mit brisantem Thema!

    Debütautorin Jessica Swiecik hat für ihr Erstlingswerk "Liebesteufel" das Genre (Jugend-)thriller für Jugendliche und jung gebliebene gewählt. Keine leichte Aufgabe, hier den Anspruch und den schmalen Grat der Zielgruppe und der Genreliebhaber zu erfüllen. Durch ihr brisant und aktuell gewähltes Thema für ihren Thriller spricht sie die jüngere Zielgruppe definitiv an und verbreitet neben enormer Unterhaltung und Gänsehaut auch eine wichtige Botschaft für den Umgang mit Flirtseiten im WWW. Die junge Autorin Jessica Swiecik präsentiert hier in "Liebesteufel" einen wahr gewordenen Alptraum, der bis unter die Haut kriecht und auch die letzten Nervenenden des Gehirns strapaziert, wenn dort nicht die ewig lauernde Zurückhaltung und Zensur wäre..... Hier lesen wir einen facettenreichen Psychothriller voller Internetgefahren, Kaltblütigkeit, besonderen Charakteren, jugendlichen Leichtsinn, verkorkste Jugenderfahrungen in der Liebe und tiefen psychischen Schäden und seelischen Abgründen, und die Autorin wartet hier mit für mich überraschenden Können und schreiberischen Talent auf, und das für ein Debüt....unfassbar gut, jedoch bin ich mir sicher: hier wäre definitiv mehr drin gewesen, wenn sich die Autorin für das Erwachsenengenre entschieden hätte!
    Erschienen im Mainbook Verlag (http://www.mainbook.de/)

    Zum Inhalt:
    "Er ist auf der Suche nach der Liebe. Der großen, einzigen Liebe.
    Er denkt, er könne sie bei jungen Teenagerinnen finden.
    Er chattet mit unschuldigen Mädchen, trifft sich mit ihnen und...
    Er weiß nicht, wer er ist. Niemand weiß es. Niemand kennt ihn. Niemand will ihn kennen.
    Er ist ein Teufel. Ein Teufel der Liebe, der bereit ist zu töten..."

    Handlung:
    Das Buch beginnt gleich mit der Perspektive des unbekannten "ER", ein Einstieg, der das Buch sehr spannend beginnen lässt!
    Ein Mann ist in den Weiten des Internets unterwegs auf der Suche nach seiner großen Liebe. Doch diese Liebe, dieses bestimmte Mädchen, muss bestimmte Kriterien für ihn erfüllen. Naiv muss sie sein, unschuldig und jungfräulich, rein und dankbar. Mit seinem Charme wird er diese Mädchen aufspüren, testen, probieren, kennenlernen und sein Urteil fällen. Viele Rückschläge muss "ER" auf dieser gefährlichen Suche einstecken, bis er auf seine wahre Schönheit trifft, ein ganz anderes Beuteschema, aber schon scheint er wie besessen und ein Wettlauf gegen die Zeit und gegen aller Vernunft beginnt.
    Nebenbei schreibt der junge Autor Viktor an seinem neuen Roman und kommt über eine üble Schreibblockade nicht hinaus. Wird der geschenkte Kurzurlaub im Hotel Auenblick seine Sinne für einen Plot inspirieren? Und Lilly, das ewig unzufriedene und mit sich hadernde Zimmermädchen wird eine Woche erleben, die ihr eingeschlafenes Leben auf eine ganz turbulente Probe stellt. Wenn "ER" jedoch in Erscheinung tritt, tun sich Abgründe auf und man bekommt eine Note seelischer Gefühlskälte und Hilflosigkeit entgegen gesprüht. Schon jetzt ist das Nervenkostum auf Alarmbereitschaft und die Synapsen benetzt... mit Psychothrill.

    Schreibstil:
    Schon mehrmals habe ich mir die Frage gestellt, warum gerade Frauen die bestialischsten und fesselndsten Psychothriller schreiben und die unglaublich grausamsten Geschichten auftischen? Auch die Autorin Jessica Swiecik besitzt dieses enorme Potential, wenn sie in die Untiefen menschlicher Abgründe blickt und dieses in eine interessante Story mit einer beklemmenden Botschaft verwebt. Leider hat sich diese Autorin für ein nicht so ideales Genre für ihre Ideen entschieden. Die Thematik ist treffend für einen Jugendthriller, doch der Leser spürt und liest regelrecht die Zensur und die Zurückhaltung, die die Autorin an den Tag legen musste, um dem Genre Jugendroman gerecht zu werden! Für mich gehört diese Schriftstellerin in den Erwachsenenbereich, denn ihre Ideen sind Thrill und Gänsehaut pur, wenn sie denn frei fließen könnten. Da bin ich mir sicher! Sehr schade eigentlich, denn so bleibt vieles für die Leserschaft berborgen. Aber auch die mildere Variante ihres schreiberischen Können unterhält, sorgt für Spannung und Gänsehaut und lässt den Roman lebendig werden. Zunächst jedoch gibt die unglaubliche Perspektive aus der Sicht des Pschopathen "ER" erste Rätsel und viele Fragen auf. So fesselt die Autorin den Leser an die Ereignisse und lässt diesen nicht mehr los, bis wirklich alle Fragen beantwortet und verknüpft sind. Und diese Verknüpfung der Ereignisse ist ein fast 250 Seiten langer Weg durch unglaublich erschreckende seelische Abgründe und psychisch gestörte Welten. J. Swiecik bringt die mörderische Rachsucht, die Verletzung, die krankhafte Besessenheit und die Kaltblütigkeit des irren und wahnhaften Pädophilen sehr nahe, kriecht somit unter die Haut und sorgt für fast mörderische Beklemmungen beim Lesen. Ein Emotionsmix aus Spannung, Angst, Gefühl, Sorge, Tatendrang, Hass, Entsetzen und bloßem Schock. Neben all dem Kern des Thrillers begleitet die Autorin das Geschehen mit kleinen Nebenhandlungen, die später für die Gesamtheit des Thrillers noch entscheidend werden. Kleine Ruheoasen bietet die Autorin immer dann, wenn sie den Hotelalltag, die Auseinandersetzungen mit der aufsässigen Juli, die Verzagung von Lilly oder Viktors schreiberische Suche absolut authentisch widergibt. Jessica Swiecik ormt eindringliche Dialoge mit authentischen Gefühlen und Gedanken, der mich ganz besonders erfrieren und mitfiebern lässt. Sie bietet einen interessanten Perspektivenwechsel, der die Abgebrühtheit des Psychopathen und Chatpartners im Internet noch doppelt unterstreicht. Nichts überladen oder übertrieben, fein abgestimmt und wunderbar gewürzt, leider zu milde präsentiert und ausgebremst. Das Buch liest sich dennoch flüssig und unterhält, sorgt für Kribbeln und strapazierte Nerven. Sie schreibt flott, flüssig, teils auch sehr real und trifft den Nerv der Zeit und lässt trotz aller Tragig und Betroffenheit an manchen Stellen die Gefühle spielen und beschwört Emotionen und Mitgefühl. Ihre Art macht Lust auf mehr. Als BonBon darf man sich der Leser über eine Wendung im Showdown, die es in sich hat... freuen.

    Charaktere:
    Viel Geschick und Können beweist die Autorin bei der Auswahl der Charaktere. Denn hier treffen wir viele Persönlichkeiten und gerade der Hauptcharakter des Grauen bedient das Genre Thriller mit Gefahren aus dem Internet perfekt.
    Zunächst lernen wir diesen Part des "ER" im Buch kennen, ein besessener Liebesteufel auf der Such nach seiner Liebe.

    ER: Er ist ein Mörder, er ist kaltblütig, skupellos und besessen. Und er weiß, wie er junge unbedarfte Mädchen um den Finger wickelt. Seine Gedanken sind krank, sein Handeln erschreckend und seine Psyche gestört.

    Viktor: Viktor ist single, liebt das Schreiben, ist auch schon leicht erfolgreich, steckt derweil in einer Schreibblockade. Da kommt ihn ein übertragener Gewinn mit Aufenthalt im idyllischen Hotel gerade recht.

    Lilly: Tha, was soll man da noch sagen? Lilly ist eben Lilly und scheint in ihrem Schneckenhaus gefangen zu sein. Auch ihr Job als Zimmermädchen bringt nur mäßige Abwechslung. Abwechslung die sie in den privaten Dingen der Hotelgäste sucht....

    Juli: Die Tochter der Hotelbesitzerin, jung, selbstbewuss, ein klein wenig arrogant und oberflächlich. Oder steckt hinter dieser Fassade noch ein anderer Kern? Eine andere Juli?

    Die Identität des Chatpartners und Killers bleibt lange verworren, doch die Erkenntnis trifft den Leser mit einem Schlag, ebenso auch der perfide Plan aus Wahn und Besessenheit, der diesen Mann antreibt. Das Leid, die Sorge und die Ängste, der Charaktere hat die Autorin hier sehr nah und psychologisch eindringlich hervorgehoben. Dieses Schicksal bewegt, diesen Alptraum erlebt der Leser live und hautnah mit. Nach und nach erfahren wir immer mehr über die Vergangenheit, die Rache, die Protagonisten und der Kreis zum Prolog schließt sich lückenlos. Wir treffen auf sympathische und unsympathische Figuren und dürfen so manchen Überraschungsmoment erleben. Autorin Jessica Swiecik beweist großes Geschick, denn sie bringt die vielen Rollen und Nebenrollen in Einklang und lässt den Leser somit mitfühlen und ganz wichtig: Sie lässt den Leser an den bewegenden Ereignissen teil haben! Im sagenhaften Showdown führt sie die Handlungsstränge und Puzzleteile zusammen...WOW.

    Meinung:
    Wie ich schon genannt habe, finde ich es sehr schade, dass sich die Autorin das Genre Jugendthriller für ihr Werk auserkoren hat. Zwar geht die Botschaft ohne Zweifel an junge Leser, aber der Stil der Autorin schreibt andere Pfade, hier steckt mehr Potential dahinter.
    Der Showdown, die Abgründe, die sich offenbaren...., der Psychopath, die Opfer, die Hintergründe, die Verkettungen, die Mutmaßungen, die Wendungen und Absurditäten sind äußerst irr und wirr aber mehr als unterhaltsam und spannend dargestellt.
    Da mich dieser zwar doch sehr entschärfte Thriller dennoch absolut durch seine Eindringlichkeit, Schärfe , die Charaktere, die Story, die Umstände, die ganzen Ideen, die Dialoge und vor allem die verschrobenen Konstellationen absolut überzeugt und unterhalten hat, gibt es von mir gut gelobte 3,5 Sterne.
    Die Autorin reizt den Leser zum Schubladendenken und lässt diesen gekonnt damit auflaufen. Gerade die schöne heile Welt bröckelt langsam vor sich hin und immer neue Abgründe tun sich auf. Psychische Störungen, Lug und Besessenheit, Neid und Missgunst...Schließlich bringt es viel Potential für eine Kriminalhandlung gepaart mit verschrobenen Persönlichkeiten, das Wahren der Idylle und des eigenen Ansehens....all das vereint zaubert einen Thrillergenuss wie er sein könnte, aber leider nicht ganz ist.

    Cover:
    Wirkt leider auch zu sehr harmlos und gibt keinerlei Anreiz auf den fulminanten Inhalt. Der Klapptext hingegen ist der Hammer und stimmig zum Buch. Die Kapiteleinteilung gefällt mir gut, das Schriftbild ist sehr angenehm und das Buch liegt bequem in der Hand.

    Die Autorin:
    "Jessica Swiecik, geborene Nieber, lebt zurückgezogen im schönen Schlangenbad in der Nähe Wiesbadens und verbringt jeden einzelnen Tag mit dem Schreiben. Sie ist bereits in mehreren Anthologien vertreten und betreibt nebenher einen eigenen Bücherblog.
    Die Leidenschaft zum Schreiben und zu Büchern begleitet sie bereits ein Leben lang. Bereits in der Schulzeit hat man sie stets mit einem Stift oder einem guten Buch in der Hand gesehen. Die aus der Altmark stammende junge Autorin hat ihre Jugend fast ausschließend in der Bibliothek verbracht - weswegen sie schon früh als "schräg" bezeichnet wurde.
    Jessica Swiecik lebt für das Schreiben und möchte so viele Leser wie nur möglich erreichen. "Zu sehen, wie sich jemand in meine Bücher vertieft, ist ein unendlich tolles Gefühl", schwärmt sie. Sie hofft, dass die Leute ihre Liebe zum Schreiben spüren können und möchte deswegen noch viele weitere Bücher veröffentlichen. "Liebesteufel" ist ihr Debütthriller. "

    Fazit:
    Die Wahl des Genre ist meiner Meinung nach nicht so Ideal für all das Potential, was die Autorin im Genre Thriller besitzt. Für ein Jugendthriller ist es jedoch ein rundes und gelungenes Buch. Da aber mehr aus diesem Buch herausströmen will, und der Leser dieses auch wahrnimmt, vergebe ich faire 3,5 Sterne als Ansporn zu mehr Potentialsexplosion!

    Kommentare: 2
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    Booky-72s avatar
    Booky-72vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: als Debüt gut gelungen
    Die Gefahren lauern im Netz

    Aus der Inhaltsangabe:

    Lilly Büllow führt ein langweiliges und zurückgezogenes Leben als Zimmermädchen im Schlangenbader Hotel Auenblick. Das einzige, was ihr Freude bereitet, sind die Zimmer der Gäste, in denen sich so manch schmutzige Geheimnisse verbergen. Als ein bekannter Thrillerautor namens Viktor Dreissinger im Auenblick eincheckt und zeitgleich Juli, die Tochter der Hotelbesitzerin, von ihrer vermissten besten Freundin Laura berichtet, schrillen bei Lilly die Alarmglocken. In der Gegend um Wiesbaden sollen in den letzten Monaten mehrere Mädchen verschwunden sein. Die Polizei geht davon aus, dass sie von zu Hause ausgerissen sind, doch weder Lilly noch die freche Teenagerin Juli können dies glauben. Als Lilly Viktor Dreissingers Hotelzimmer aufräumt, ist sie entsetzt: Auf dem Schreibtisch steht Lauras silberner Laptop, aufgeklappt, mit einer sonderbaren Geschichte darauf...

    Mit der verschwundenen Laura beginnt die Suche nach dem Liebesteufel. Aber nicht vorrangig durch die Polizei, sondern Lilly und Viktor begeben sich auf Spurensuche, da Viktor zufällig Laura´s Laptop gefunden hat und sie erkennen, dass sich Laura mit einem älteren Mann getroffen haben muss, den sie im Internet kennengelernt hat. Da geschieht noch ein weiterer grausamer Mord und Lilly gerät in große Gefahr. Auch Juli gerät durch die Ermittlungen auf eigene Faust in die Fänge des Liebesteufels, dabei hat gerade sie eine ganz spezielle Verbindung zu ihm...

    Durch die kurzen Abschnitte und die gute Einteilung auf die verschiedenen Protagonisten, war man immer nah dran und konnte gut auf die jeweilige Person umschwenken - Lilly, das Zimmermädchen - Viktor, der Autor - und ER, dem Titel nach der Liebesteufel. Ganz unterhaltsam und gut im Thema. Anfang ein guter Schreibstil, der erst am Ende durch kleine Macken etwas verliert. Eigentlich ein Thriller für Jugendliche, der sich aber auch vom älteren Semester gut lesen lässt und nicht langweilt.

    4 Sterne vergebe ich hier gerne.

     

     

     

     

     

     

     

    Kommentare: 1
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    Starletvor 4 Jahren
    Ein gelungenes Debüt

    Liebesteufel wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt, was mir sehr gut gefällt. Ich mag es gerade bei Thrillern, wenn ich einen Einblick in die Handlung aus unterschiedlichen Blickpunkten bekomme.

    ER, der seine wahre Liebe im Internet bei Minderjährigen sucht.

    Lilly, Zimmermädchen im Hotel Auenblick. Sie ist Anfang 20, neugierig, aber auch ängstlich und lebt zurückgezogen. Man schließt sie schnell ins Herz, da sie eine ruhige und liebe Art hat.

    Viktor, ein Autor und Gast im Hotel Auenblick, der unbedingt mit seinem neuen Roman beginnen muss, aber an einer Schreibblockade leidet. Er ist Anfang 30, hat bereits zwei Romane veröffentlicht und steht am Anfang seiner Karriere.

    Laura, die beste Freundin von Julia, deren Mutter das Hotel Auenblick gehört, ist verschwunden. Nach kurzer Zeit finden Viktor, Lilly und Julia heraus, dass Laura sich anscheinend mit einem älteren Mann getroffen hat. Diesen hat sie auf einer Partnerseite im Internet kennengelernt. Die Drei begeben sich auf Spurensuche, um herauszufinden, was mit Laura geschehen ist.

    Liebesteufel ist ein Debüt, das sich sehen lassen kann.

    Der Schreibstil hat mir von Anfang an gefallen, aber man merkt im Laufe der Handlung deutlich, dass er sich sogar noch steigert.

    Lilly konnte ich gut verstehen und auch Viktor ist mir mit der Zeit  immer sympathischer geworden. Man lernt ihn erst im Laufe der Zeit kennen, anfangs wirkt er etwas kühl.
     
    Ich konnte die Handlungen von "ER" nicht immer nachvollziehen und eine Sache ist mir bis jetzt noch zu unreal, dennoch kann ich das Buch als Jugendthriller weiterempfehlen. 

    Liebesteufel ist spannend, und dennoch kann man nachts noch gut schlafen. Das ist mir bei Jugendbüchern besonders wichtig. Und jüngere Leser ab 14 werden für Gefahren, die im Internet lauern können, sensibilisiert.

     

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    Leelas avatar
    Leelavor 4 Jahren
    Solides Erstlingswerk

    Ein Schriftsteller, der sich in einem Hotel in schlangenbad einmietet, um dort Ideen für sein neustes Buch zu sammeln, ein Zimmermädchen, das mit seinem Leben hadert und eine Jugendliche, die auf die Falle eines Verbrechers im Internet hereinfällt - das sind die Zutaten für Jessica Swieciks "Liebesteufel". Der Beschreibung nach ein Thriller für Jugendliche kann der Roman auch von Erwachsenen noch gelesen werden, ohne für Langeweile zu sorgen.

    In stets wechselnden Perspektiven erlebt man nun mit, wie Viktor, der Schriftsteller und Lilly, das Zimmermädchen, versuchen, den Fall um das vermisste Mädchen Laura aufzuklären. Wir erfahren aber auch in kurzen Abschnitten etwas über die Gedanken des Täters. Dass die Abschnitte jeweils nur sehr kurz sind, hat mich ausnahmsweise überhaupt nicht gestört. Ich fand eher, dass die Geschichte sich so flott lesen lies und dass der Perspektivenwechsel dafür sorgte, dass die Spannung stets erhalten bleibt.
    Es geht in der Geschichte zwar nicht immer zu 100% logisch zu und bei manchen Dingen, die die Protagonisten tun, kann man nur ungläubig mit dem Kopf schütteln, aber die Handlung schafft es trotzdem, einerseits zu unterhalten, als auch hin und wieder zu überraschen. Zum Ende hin schien das Lektorat allerdings keine Lust mehr gehabt zu haben, da sowohl Fehler als auch schiefe Formulierungen öfter im Text auftauchen.

    Dennoch: Der "Liebesteufel" ist ein kurzweiliges Buch für zwischendurch, bei dem es sicher noch Luft nach oben gibt, das aber für ein Erstlingswerk definitiv keinen schlechten Eindruck hinterlässt.

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    buecher_liebe21s avatar
    buecher_liebe21vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein gelungener Thriller für Jugendliche, der die Gefahren im Internet aufzeigt.
    Guter Thriller über die Gefahr im Internet

    Der Klappentext hört sich sehr interessant und spannend an und das Cover ist einfach und doch aussagekräftig gehalten, weswegen ich auf dieses Buch aufmerksam wurde. Die Gestaltung des Buchcovers zeigt ein rotes Herz und davor einen schwarzen Teufel und passt somit super zum Titel.
    Das Thema, welches dieses Buch behandelt, ist sehr aktuell und gerade heutzutage bei Jugendlichen auch sehr wichtig, denn wenn man mit seinen Daten zu unvorsichtig im Internet umgeht, gelangt man schnell in Gefahr. Dieses Thema spielt eine sehr große Rolle in diesem Buch und zeigt vor allem unwissenden Jugendlichen und auch Erwachsenen, was dann passieren kann.
    Ich bin gut in die Geschichte rein gekommen, da die Autorin einen flüssigen und sehr leichten Schreibstil hat, der auf Jugendliche abgestimmt ist, aber meiner Meinung nach schon zu leicht geschrieben ist. Das Buch lässt sich dadurch aber auch einfach und sehr schnell lesen.
    Die Geschichte ist von der ersten Seite an interessant, jedoch kommt die Spannung leider erst am Ende des Buches.
    Allerdings hielt der Showdown dafür recht lange und man fieberte mit den Hauptprotagonisten mit. Leider endete dieser in einer Szene, bei der ich gerne erfahren hätte, wie es danach noch weitergegangen wäre.
    Dafür wurde in der Schlussszene aufgeklärt, wie es den Hauptprotagonisten geht und was sie nun tun wollen. Sogar der Täter wurde auch erwähnt. Damit wurde ein offenes, bei dem man das Ende komplett selbst ausdenken müsste, verhindert.
    Der weibliche Hauptprotagonist hat mich anfangs leicht genervt, da die Schüchternheit der Person meines Empfindens nach zu ausgeprägt war, es hat sich aber im Laufe der Geschichte verbessert. Auch konnte ich manche Tätigkeiten der Person in der Geschichte überhaupt nicht nachvollziehen und fand es zum Teil wirklich unmöglich.
    Ebenso fand ich es nicht gut, dass die Hauptprotagonisten die Polizei nicht auf dem Laufendem gehalten haben, weil sie selbst ermitteln wollten. Doch statt keine Zeit zu verlieren, da Menschenleben auf dem Spiel standen, ließen sie sich doch genug Zeit.
    Mir gefielen die wechselnden Erzählperspektiven zwischen den Hauptprotagonisten, wobei ich die Kapitel als zu kurz empfand.
    Alles in allem war es ein gelungener Thriller für Jugendliche, wenn auch meiner Meinung nach etwas zu einfach und harmlos gehalten. Ich würde es jedem Jugendlichem empfehlen, damit sie erkennen, was passiert, wenn man mit den eigenen Daten zu unvorsichtig im Internet umgeht.

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    Huschdegutzels avatar
    Huschdegutzelvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Unglaubwürdig mit logischen Lücken
    Unglaubwürdig mit logischen Lücken

    Lilly Büllow führt ein langweiliges und zurückgezogenes Leben als Zimmermädchen im Schlangenbader Hotel Auenblick. Das einzige, was ihr Freude bereitet, sind die Zimmer der Gäste, in denen sich so manch schmutzige Geheimnisse verbergen. Als ein bekannter Thrillerautor namens Viktor Dreissinger im Auenblick eincheckt und zeitgleich Juli, die Tochter der Hotelbesitzerin, von ihrer vermissten besten Freundin Laura berichtet, schrillen bei Lilly die Alarmglocken. In der Gegend um Wiesbaden sollen in den letzten Monaten mehrere Mädchen verschwunden sein. Die Polizei geht davon aus, dass sie von zu Hause ausgerissen sind, doch weder Lilly noch die freche Teenagerin Juli können dies glauben. Als Lilly Viktor Dreissingers Hotelzimmer aufräumt, ist sie entsetzt: Auf dem Schreibtisch steht Lauras silberner Laptop, aufgeklappt, mit einer sonderbaren Geschichte darauf...


    So besagt es die Inhaltsangabe.

    Ein Thriller, der sich mit der Problematik auseinandersetzt, vor der wohl alle Eltern Angst haben: die Tochter trifft sich mit einer Internetbekanntschaft und wird ermordet.Da ich selbst Mutter einer Teenagerin bin, musste ich da einfach zugreifen, auch in der Hoffnung, dieses Buch gemeinsam mit ihr zu lesen und noch einmal deutlich die Gefahren, die im Internet lauern, aufzuzeigen.....gerade weil Facebook und Co schon zu langen Diskussionen bei uns führten.

    Leider wurde da nichts drauß.
    Die Geschichte um den Liebesteufel ist eine zwar flüssig geschriebene, aber letztlich nicht wirklich fesselnde Erzählung um jede Menge verkorkster Personen, die sich als Amateur-Detektive versuchen. Keiner der Protagonisten ist zu "normalen" Gefühlen fähig, warum das so ist, wird nur lückenhaft oder gar nicht erwähnt, so dass mir das Lesen zunehmend schwer fiel, weil mich das einfach störte.
    Die Handlung lässt bisweilen die Logik vermissen und auch die beschriebenen Emotionen sind nicht glaubhaft dargestellt.


    Dadurch verkommt diese wirklich gute Idee zu einem recht platten Buch, das ich nicht weiterempfehlen kann.
    Als Lektüre gerade für junge Mädchen, die manchmal doch recht sorglos mit den Informationen umgehen, die sie im Internet preisgeben, ist "Der Liebesteufel" auf keinen Fall geeignet, da die Story einfach zu sehr an den Haaren herbei gezogen ist und Mängel aufweist, die auf fehlende Recherche schließen lässt, wobei ich Letzteres auf die Jugend von Autorin Jessica Swiecik zurückführe.


    Da ich diesen zunehmenden Unmut beim Lesen erstmal auf mein Alter schob - ich bin nun mal schon jenseits der 40 und ging an dieses Buch mit einer großen Erwartungshaltung heran - gab ich das Buch an meine 14Jährigen Tochter weiter, die allerdings nicht mal bis zur Hälfte kam. Sie störte die Erzählweise aus 3 Perspektiven ( es wird aus Sicht von Lilly, Viktor und IHM .. dem Mörder...berichtet ) und sie fand es letztlich nur öde und ebenso unglaubwürdig.


    Schade!

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    Kerstin_KeJasBlogvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein 'Chaosteam' auf Spurensuche. Diesem zu folgen war ein Lesevergnügen.
    Kann ER gestoppt werden?

    ER, der Unbekannte Mann, sucht seine große Liebe auf einer Internetplattform. Vorzugsweise junge Mädchen, die bereit sind sich nur IHM hinzugeben, um sie dann zu töten, zu vergessen und sich die Nächste zu suchen.
    Laura ist IHM vertrauensselig gefolgt, das wurde ihr zum Verhängnis.
    ---------------------------------------
    Der Debütthriller 'Liebesteufel'  von Jessica Swiecik ist absolut gelungen.
    Auf 231 Seiten folgte ich einem Serienkiller und einem recht ungewöhnlichen Ermittlerteam. Keine Polizisten oder Detektive, sondern einem Autor mit Schreibblockade, der zufällig im gleichen Hotel landet, welches der Mutter von Lauras bester Freundin Juli gehört.
    Dort arbeitet Lilly als Zimmermädchen und nach einigen Querelen sind die 
    3 ein richtiges Chaosteam auf Mörderjagd.

    Ganz toll fand ich die Entwicklungen den 3 Charaktere. 
    •Viktor, der Autor, er benutzt die ungewöhnliche Spurensuche zuerst als Ideenpfuhl für seinen neuesten Thriller, fängt dann aber allmählich an sich wirkliche Sorgen um die verschwundene Laura zu machen und legt sich mächtig ins Zeug.
    •Lilliy, das Zimmermädchen, eine graue Maus, mit wenig Selbstwertgefühl und unglücklich. Aber ihre Neugierde bringt das Team enorm weiter und sie wandelt sich zu einer mutigen jungen Frau.
    •Juli, die 15jährige, rotzfrech zu Jedem, überheblich und arrogant, zeigt auf einmal Gefühl und Verständnis.

    Toll der Schreibstil, flüssig, unkompliziert und durch die kurzen Abschnitte, immer zu einer der Hauptprotagonisten, spielt sich die ganze Szenerie teilwiese gleichzeitig oder direkt hintereinander ab.
    Man folgt ihnen, erlebt die Situationen mit, lauscht ihren Gesprächen und Überlegungen, schüttelt manchmal den Kopf angesichts ihrer Unüberlegtheiten und schließt sie in sein Herz.

    Wichtig ist ER, der Serienkiller, auch IHN liest man, warum er tut was er tut. Schnell ist man sich im klaren das ER sehr gefährlich ist, gerade da ER absolut keine Schuld empfindet.

    Die Geschichte baut sich langsam auf, um dann immer schneller und spannender zu werden, wobei es der Autorin gelingt IHN wirklich bis zum Schluß als Unbekannten da stehen zu lassen und eine sehr unerwartete Entdeckung mit einfließt.

    Ob die 3 es schaffen den Liebesteufel zu finden, ohne sich selbst in Gefahr zu begeben?

    Da das Buch von der Altersempfehlung schon ab 14 Jahren gilt, hat die Autorin bewußt auf detailierte Beschreibungen zu den Mordtaten verzichtet, trotzdem kann ich es auch für LeserInnen älteren 'Semesters' empfehlen.
    Gerne vergebe ich 5 von 5 Sternen. 
    c ) K.B. 02 / 2015





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