Wenn du mich sehen könntest

von Jessica Winter 
4,5 Sterne bei58 Bewertungen
Wenn du mich sehen könntest
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Neue Kurzmeinungen

Lila-sesams avatar

Leider erst ab Seite 170 richtig mit dem Buch angefreundet... bei dem Rest, konnte ich das Buch nicht mehr weg legen

TheUjulalas avatar

Sprachlich absolut top und sehr emotional packend. Eine Liebesgeschichte die einem unter die Haut geht und nachdenklich macht.

Alle 58 Bewertungen lesen

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Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9781533571137
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:508 Seiten
Verlag:CreateSpace Independent Publishing Platform
Erscheinungsdatum:01.06.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 10.11.2016 bei Audible GmbH erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Melones avatar
    Melonevor einem Monat
    Toll!

    Eine mitreißende Geschichte voller großer Emotionen. Zwei Menschen mit seelischem Handicap, die am Ende trotz aller Schwierigkeiten zu einander finden. Mit einen schönen happy End.

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    TheUjulalas avatar
    TheUjulalavor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Sprachlich absolut top und sehr emotional packend. Eine Liebesgeschichte die einem unter die Haut geht und nachdenklich macht.
    Keine seichte Lovestory, sondern sehr gefühlvoller Liebesroman mit harten Schicksalen

    Schon vor einiger Zeit habe ich die beiden Bücher "Bis du wieder atmen kannst“ und „Solange Du bleibst“ (Julia und Jeremy 1&2) von dieser Autorin gelesen, da hatte ich noch keine Rezensionen geschrieben. Ich war sehr beeindruckt von diesen sehr emotionalen und tief gehenden Geschichten, die durch die Schicksale der Protagonisten mir echt unter die Haut gegangen sind. „Wenn Du mich sehen könntest“ lag schon eine Weile auf meiner SuB-Liste, und jetzt endlich habe ich es geschafft, dieses kleine Juwel zu lesen.

    Coverbild

    Das Cover zeigt schon sehr gut diese emotionale Stimmung, die in diesem Buch vorkommt. Das Mädchen hier wirkt nachdenklich, wie es im Wind sich die Haare zerzausen lässt, es den Wind spürt. Trotzdem ist es schlicht, aber es wird deutlich, dass es sich um einen gefühlvollen Liebesroman handelt.

    Handlung

    Durch eine Support Hotline lernt der 26 jährige Jurastudent Nathan (Nate) die fröhliche Alexandra (Lexi) kennen. Zwischen ihnen entsteht sofort eine besondere Beziehung, die sich über das erste Kennenlernen hinaus in eine tiefe Freundschaft entwickelt. Doch schnell merken beide, dass beide ihre Päckchen zu tragen haben und sich über die Jahre eine harte Mauer um sich herum aufgebaut haben. Und keiner von beiden wollte eigentlich mehr zulassen, dass die Schutzmauern eingebrochen werden. Aber beide lernen sich durch ihre Freundschaft immer besser kennen und verstehen, können sich aber ihre wahren Gefühle nicht eingestehen.

    Buchlayout / eBook

    Das eBook wurde insgesamt sehr schlicht gehalten. Neben der Kapitelnummer steht noch der Name, in dessen Perspektive das Kapitel gerade geschrieben ist. Die doch recht ansehnliche Seitenzahl von knapp 500 wird in insgesamt 41 Kapitel eingeteilt, was ich recht angenehm fand.

    Idee / Plot

    Hier haben wir zwei Menschen, die beide an ihrer Vergangenheit und den Begebenheiten sehr stark zu knabbern haben. Gerade weil es klar ist, dass beide sich irgendwie sehr verbunden fühlen und eigentlich zusammen gehören - aber nicht gleich nach den ersten 2 Kapitel schlabbernd übereinander herfallen - gefällt mir dieser Plot ausgesprochen gut. Das Aufarbeiten des eigenen Schicksals, und dass es dazu einfach manchmal Impulse in Form eines anderen Menschen bedarf, der auch ein Schicksal mit sich trägt.

    Ich kann mir vorstellen, dass einige, die eine romantische Story lesen wollen, mit dem Buch nicht zurecht kommen, denn alleine Nates Geschichten, was er alles als Feuerwehrmann erlebt, in dieser brutalen Realität, kann einem die Freude auf eine seichte Lovestory schon versalzen.

    Emotionen / Protagonisten

    Mir haben beide, Nate und Lexi, unheimlich gut gefallen. Auch wenn ich keinen Feuerwehrmann kenne oder jemanden mit dem gleichen Schicksal wie Lexi, kamen bei mir die Gefühle, die Gedanken, Ängste und Schicksale unheimlich gut an.

    Nate hat in seiner Karriere als Feuerwehrmann wirklich heftige Sachen erlebt. Den Verlust von Menschen während eines Rettungseinsatzes kann da schon sehr belasten. Vor allem, wenn man eigentlich ja Leben retten möchte. Und wer möchte entscheiden, welches Leben rettenswerter ist? Dazu kommt noch diese offensive Ablehnung des Vaters, die Nate sehr schmerzt.

    Lexi ist ein liebenswerter aber auch sympathischer, nerdiger Typ. Aber ich finde sie sehr überlegt und reflektiert sich sehr gut. Das macht sie mir sehr authentisch. Eigentlich denkt man, dass sie ihr Handicap gut im Griff hat, aber um so mehr man im Laufe hinter ihre Fassade eindringt, wird deutlicher, wie sehr die Vergangenheit und ihr Schicksal sie belasten. Aber, manchmal wird sie in ihrer Haltung sehr stur und engstirnig, und verkompliziert am Schluss auch noch mal alles. Da möchte man sie am liebsten heftig schütteln.

    Mir hat alleine schon diese Freundschaft zwischen den beiden so gut gefallen, und ich konnte mit beiden super mitfühlen.

    Stell meine Achtung zu dir nie wieder infrage. Ich mag jede deiner Persönlichkeiten, Lex, so sehr du mir auchmanchmal mit ihnen auf die Eier gehen magst. So schnell wirst du mich nicht los.“

    Jessica Winter „Wenn Du mich sehen könntest“, S. 246 (kindle Edition © 2016 Jessica Winter)

    Handlungsaufbau / Spannungsbogen

    Das Handicap von Lexi wird dem Leser schnell klar, was ich aber gar nich so schlimm finde. Ich glaube auch nicht, dass die Autorin hier das dem Leser besonders verschleiern und ein großes Geheimnis daraus machen wollte, sondern den Leser als unbekannten Mitwisser schon ins Spiel gebracht hat. Die Handlung lebt von dem Perspektivenwechsel zwischen Lexi und Nate und baut sich dadurch immer weiter aus. Die Szenen im Anwaltsbüro sind hier doch teilweise etwas zu sehr ausgebaut und zieht das Buch etwas in die Länge. Das hätte man etwas kürzen können, und trotzdem dieses Missverhältnis zwischen Nate und Warren gut darstellen zu können.

    Um so weiter man aber in dem Buch kommt, um so tiefer wird man auch in die Schicksale beider gezogen und versteht, warum sich beide eine Schutzmauer aufgebaut haben. Und warum es schwer für beide ist, diese Schutzmechanismen zu durchbrechen.

    Es geht auch nicht darum, wann die beiden endlich zusammen kommen. Es geht auch um die inneren Dämonen, die beide bekämpfen müssen, um endlich offen für einen neuen Lebensabschnitt zu sein. Und sich auch langsam ihren wahren Gefühlen eingestehen.

    Schmunzelnd über ihre Sturheit streichle ich ihr einmal über den Rücken, spüre dabei jeden Nerv meines Körpers vibrieren, was mich zu Tode verängstigt. Körperlich wie seelisch ziehe ich mich von Lexi zurück, wahre sofort wieder Distanz. Von mir aus können wir befreundet sein, ich werde aber nicht zulassen, dass mich noch einmal jemand so aus der Bahn wirft wie Belinda oder meine Mom.“

    Jessica Winter „Wenn Du mich sehen könntest“, S. 233 (kindle Edition © 2016 Jessica Winter)

    Szenerie / Setting

    Ich finde es immer so schade, dass solch tollen Geschichten immer in Amerika spielen müssen. Aber gut, das soll kein Grund einer negativen Bewertung sein. Die Umgebung kommt bei mir trotzdem gut an und ich kann mir alles gut vorstellen. Das amerikanische Setting passt aber schon ganz gut zu dem krassen Machtkampf in der Anwaltskanzlei, in der Nate arbeitet.

    Sprache / Schreibstil

    Bei der Sprache kann ich nur sagen: WOW! Sie ist frisch, sympathisch und so authentisch. Jessica hat eine wunderbare Art sich metaphernreich und bildlich auszudrücken und Situationen darzustellen. Sie hat eine gute Mischung aus Dialogen und Monologen. Die Geschichte wird in aus den Perspektiven von Lexi und Nate in der Ich-Person erzählt, die sich pro Kapitel abwechseln. Und sprachlich schafft Jessica Winter mich wirklich emotional zu packen, egal ob es die schrecklichen Bilder bei den Rettungseinsätzen, oder bei den psychischen und Zusammenbrüchen der Protas ist. Es hat mich oft erschüttert, aber dann hat mich Jessica wieder mit ihren kleinen wunderbaren Frotzeleien zwischen Nate und Lex herausgeholt. Einfach nur toll!

    FAZIT

    Sprachlich absolut top und von der Story sehr emotional packend. Eine Liebesgeschichte die einem unter die Haut geht und auch innerlich sehr zum nachdenken bringt. Ein kleines Juwel, was ich gerne weiter empfehle! 

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    Saphierras avatar
    Saphierravor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine berührende Geschichte über zwei Menschen, die wieder lernen müssen sich anderen zu öffnen, wenn sie wieder glücklich sein wollen.
    Könntest du lernen, dein Leben durch andere Augen zu sehen?

    “Ich habe keine Angst vor dem Tod. Hatte ich nie. Auch nicht -oder vor allem nicht -, weil er ständig an meine Tür klopfte."  aus "Wenn du mich sehen könntest" 1. Kapitel von Jessica Winter


    Dies sind die ersten Sätzen des dritten  Romans von Jessica Winter. Die Hauptprotagonisten sind der sechsundzwanzigjährige Nate Foster, ehemaliger Feuerwehrmann, und Lexi Davis, ein Computer Ass.
     
    Nate hat durch seine Zeit bei der Feuerwehr beide Seiten des Lebens kennen gelernt. Auf der einen Seite hat er viele Leben gerettet, auf der anderen hat er jedoch auch einige verloren. Dadurch hat er angefangen sich einen Schutzpanzer aufzubauen und nichts mehr an sich heranzu lassen. Jener gerät jeodch in Gefahr als er die lebensfrohe Lexi und ihre Sicht auf die Welt kennen lernt. Auf den ersten Blick scheint sie ein sorgenloses Leben zu führen. Doch ebenso wie Nate hat auch Lexi ihr Päckchen zu tragen. Wird es beiden möglich sein sich gegenseitig ihre Sorgen und Ängste anzuvertrauen und sich einander zu öffnen? Können aus Fremden Freunde werden, die einander alles anvertrauen? Oder sind sie sich doch selbst im Weg, nur um sich vor weiteren Verletzungen zu schützen?


    Die Autorin von "Bist du wieder atmen kannst" und "Solange du bleibst" hat mit ihrem neuen Roman wieder ein Glanzstück geschaffen. Nachdem ich ihre anderen Bücher verschlungen habe, konnte ich es kaum erwarten ihre neue Geschichte zu lesen. Meine Erwartungen wurden auch vollends erfüllt. Jessica Winter schafft es wieder mal mit ihrem Erzählstil die Charaktere wunderbar herauszuarbeiten und ihnen Tiefe zu verleihen.


    Es wird aus der Sicht der beiden Protagonisten (jeweils abwechselnd) erzählt. Man wird langsam in die Geschehnisse eingeführt, indem man etwas über Nate und Lexi, ihre Arbeit und ihr Leben erfährt. Am Anfang stellt sich alles als einfach und vorausschauend dar. Je weiter die Geschichte aber fortschreitet, desto mehr unerwartete  (mal mehr, mal weniger) Wendungen passieren und man stellt fest, nicht alles ist so, wie es auf den ersten Blick scheint.


    Jessica Winter hat es wieder mal geschafft einen ergreifenden Roman über Freundschaft, Liebe und Familie zu schaffen. Dies ist jedoch weder seicht noch oberflächlich, sondern geht in die Tiefe und zeigt auf, wie schwierig es ist sich anderen Menschen nach Schicksalschlägen zu öffnen, es sich aber durchaus lohnen kann wenn man über seinen eigenen Schatten springt.


    Ich kann das Buch nur empfehlen. Vor allem wenn man mal nicht nur seichte Liebesromane lesen möchte, sondern auch etwas tiefgründigeres und berührendes.

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    R
    roxfourvor 2 Jahren
    Schöne Lektüre

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ich habe es innerhalb von 2 Tagen ausgelesen. Die Charaktere sind wunderschön dargestellt und die Story ist eine Geschichte die durchaus Tiefgang aufzuweisen hat. Die Selbstfindung der Darsteller mit den ganzen Höhen und Tiefen wurde sehr gut umgesetzt.

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    melaniemertenss avatar
    melaniemertensvor 2 Jahren
    Wenn du mich sehen könntest

    Ich habe die "Julia&Jeremy-Dilogie" von Jessica Winter gelesen und diese hat mich so berührt, wie selten ein Buch. Aufgrund dessen habe ich mir ohne zu überlegen das neue Buch ebenfalls runtergeladen und auch hier schreibt Jessica Winter wieder sehr emotional und gefühlvoll.
    Man muss diese Art von Geschichte natürlich mögen, aber ich liebe es, wenn die Protas Handicaps und kein ganz einfaches Schicksal haben und trotzdem nicht aufgeben. Für mich war es wieder eine schöne Lesezeit und das nächste Buch von Jessica Winter werde ich mir wieder ohne zu überlegen kaufen :)

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    BeaRas avatar
    BeaRavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Jessica Winter schreibt in einfühlsamen, leisen Tönen und lässt ihren Charakteren Raum sich zu entfalten, sich zu finden und zu berühren.
    Ein hochemotionaler, berührender, zum Teil erschütternder Liebesroman

    Cover:

    Das Cover ist schön, romantisch. Es fängt die schönen und nachdenklichen Stimmungen ein, die das Buch beherrschen. Ich finde es sehr gut gewählt.

    Meine Meinung:

    Jessica Winter hatte mich nach „Bis du wieder atmen kannst“ schon komplett an der Angel mit ihrem einfühlsamen Schreibstil, der mich auf eine Achterbahn der Emotionen mitgenommen hat. Dies bestätigte sie mit der Fortsetzung „Solange du bleibst“. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen an „Wenn du mich sehen könntest“, auch wenn ich mich gleichzeitig ein wenig vor der emotionalen Intensität fürchtete, die für mich mit ihren Werken verbunden ist. Und diese Erwartungen wurden nicht enttäuscht.

    Mit Nate Foster und Lexi Davis stehen zwei wundervolle Charaktere im Mittelpunkt der Geschichte, die jeder für sich ihr Päckchen Probleme zu tragen haben. Manche sind offensichtlicher als andere und manche scheinen nur offensichtlich zu sein. Doch haben beide ihre eigene Methode mit ihren Päckchen umzugehen: Nate lebt ein Leben in den verschiedensten Facetten von grau, während Lexi einen sonnigen, lustigen Optimismus versprüht. Doch auf die ein oder andere Weise haben sie sich verloren und müssen sich erst wiederfinden und auf dieser einfühlsamen, vorsichtigen und langen Reise zu sich selbst und zueinander lässt uns Jessica Winter die beiden begleiten, denn Nate und Lexi müssen auf verschiedene Weisen erst wieder lernen zu sehen.

    Toll fand ich dabei auch die Nebencharaktere, die auch wirklich einbezogen wurden und zum Teil auch ihre eigenen Geschichten in der Handlung bekamen.

    Jessica Winter schreibt in einfühlsamen, leisen Tönen und lässt ihren Charakteren Raum sich zu entfalten, sich zu finden und dabei den Leser zu berühren, einzubeziehen und sich in dessen Herzen zu verankern. Man leidet mit, man freut sich mit und man gewinnt neue Freunde, denen man nur das Beste wünscht. Ich kann nie anders als mich zu 100 Prozent emotional auf ihre Charaktere und deren Geschichte einzulassen, weshalb ich auch glaube, dass sie deshalb so lange in mir nachwirken.

    Leseempfehlung:

    Mit „Wenn du mich sehen könntest“ ist Jessica Winter wieder ein hochemotionaler, berührender, zum Teil erschütternder Liebesroman gelungen, den ich von Herzen liebe. Auch er wird mich noch lange beschäftigen. Ich kann ihn nur empfehlen, 5 Sterne.

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    alice14072013s avatar
    alice14072013vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine Geschichte die man lebt und selber fühlt. Sie ist berührend, manchmal traurig und nachdenklich stimmend, vor allem wunderschön!!
    Nimm deine gebrochenen Flügel und lerne wieder zu fliegen

    „ Ist es jetzt blöd dir zu sagen, ich würde die Welt gerne durch deine Augen sehen?...Nein. Schöner. Staunender. Bunter......, aber du erkennst in so vielen kleinen Dingen Wunder, die mir nicht einmal auffallen. Du siehst so viel, was ein anderer – was ich – überhaupt nicht sehen kann.“ Zitat aus dem Buch S. 288


    Manchmal entdeckt man beim Stöbern einen Klappentext, oder einen Textschnipsel, der einen sofort anspricht. Warum kann man in diesem Moment gar nicht sagen. Vielleicht ist es die Tatsache, dass wir uns den Beruf des Feuerwehrmannes eher heroisch vorstellen und dabei verdrängen, welchen Gefahren diese Männer tatsächlich ausgesetzt sind. Vielleicht, weil wir uns auf den ersten Blick nicht vorstellen können, dass auch diese Männer mit schrecklichen Bildern und Erlebnissen zu kämpfen haben, die tiefe Spuren auf ihrer Seele hinterlassen. Mir war eigentlich sofort klar, ich wollte unbedingt Nathans Geschichte lesen. Antworten erhalten. Das ich letztendlich so viel mehr bekommen habe, als die erhofften Erkenntnisse über einen Mann, der sich täglich Gefahren aussetzt um andere zu retten, hätte ich nie erwartet. „Wenn du mich sehen könntest“ von Jessica Winter hat mich in all seinen Facetten von gefühlvoll und berührend, humorvoll und spritzig, traurig, sehr nachdenklich stimmend und vor allem einer wundervollen Aussage absolut überrascht und nachhaltig bewegt.

    Inhalt:

    Könntest du lernen, dein Leben durch die Augen eines anderen zu sehen? Der sechsundzwanzigjährige Nate Foster kennt beide Seiten der Medaille. In seiner Zeit als Feuerwehrmann hat er etliche Leben gerettet. Er kennt aber auch jedes Detail der Gesichter jener Menschen, die er verloren hat. Und er schwört sich, es nie wieder soweit kommen zu lassen. Nate glaubt nicht mehr daran, noch einmal mehr zu sehen als den tristen Grauton, der seitdem seinen Alltag beherrscht. Die Bekanntschaft mit der sonnigen und auf den ersten Blick sorglosen Lexi Davis stellt Nates Versuche, seine Schutzmauern zu wahren jedoch in mehr als einer Hinsicht auf den Kopf. Nie hätte er es für möglich gehalten, sein Leben wieder in Farbe zu sehen. Und nie hätte er gedacht, dass sich seine Vergangenheit wiederholen könnte.


    Meinung:

    „Weißt du, was unser Problem ist? Wir wollen Erfolg, solange er billig ist, und Wunder, solange sie nichts kosten. Wenn dann mal etwas anders läuft, als wir es uns wünschen, erhoffen, erwarten, zweifeln wir an uns, an Gott, an allem. Wir fangen an Dinge infrage zu stellen, die vorher selbstverständlich wirkten, und vergessen dafür die guten Sachen, die wir schon erleben durften.“ Zitat aus dem Buch S. 233


    Zu Beginn lernen wir Nathan kennen, der irgendwie an einem Punkt der Resignation in seinem Leben steht. Einst euphorisch, motiviert in seinem Beruf als Feuerwehrmann das Leben anderer zu retten, hat er seinen Job aufgegeben und studiert nun mehr oder weniger motiviert Jura, neben der Beschäftigung in einer renommierten Kanzlei. Geplagt von Alpträumen und Panikattacken in der Nacht, dem Zwang zu rauchen und nicht allzu viel auf einen gefüllten Kühlschrank zu geben, steht er nur widerwillig morgens auf, um seinem grauen Alltag nachzugehen, den er nur zu gerne in Einsamkeit verbringt. Er versagt sich jegliche Beziehung um sich nicht wieder mit Verlusten auseinanderzusetzen und seine aufgebaute Fassade nicht vor anderen als Lüge zu offenbaren. Dennoch hat er sich seinen teils sehr sarkastischen Humor, seinen Wunsch zu helfen, sein Mitgefühl und seinen Gerechtigkeitssinn erhalten, was ihn trotz seiner inneren Dämonen sofort sehr sympathisch für den Leser macht.

    An diesem Punkt lernt er Lexi kennen, die ihm telefonisch Hilfestellung an seinem Computer leistet und so ganz anders zu sein scheint, als er selber. Absolut schlagfertig und impulsiv, eine Mischung aus seriös und frech, fröhlich und vor allem lebensbejahend weckt sie in ihm den Wunsch, erneut mit ihr in Kontakt zu treten, weil er seit langem einen sorglosen Moment hatte, der ihn wieder zum Lachen brachte und ein wenig Licht in sein Leben zauberte. Sie hat sich damit in seine Gedanken geschlichen, lässt ihn nicht los. Dass dieser Kontakt so bald erfolgen sollte, konnte er zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen. So begegnen sich beide wieder. Erst am Telefon und später auch im Leben, um einander vor allem Freunde zu sein, die für den jeweils anderen da sind. Denn auch Lexi möchte keine tiefere Beziehung eingehen. Diese Freundschaft ist zunächst durch klare Regeln und vor allem durch schlagfertige und spritzige Dialoge geprägt, in denen die beiden sich in nichts nachstehen und die den Leser sehr schmunzeln und manchmal laut auflachen lassen. Aber schon bald wird deutlich, dass dieser Humor den eigentlichen Menschen hinter einer Maske verbirgt. Beide tragen auf ihre Art eine ganz eigene Bürde. Haben Erfahrungen gemacht, die Ängste auslösen, die sie in gewisser Weise gebrochen haben und zu Verhaltensmustern führten, die die Persönlichkeit und die Verzweiflung hinter ihrer Fassade verbergen.

    „Weißt du, manchmal kommt es mir vor, als wären wir alle Eisberge. Jeder zeigt nur seine Spitze, aus Angst, der Rest könnte für nicht gut genug befunden werden. Und manchen mag die Spitze reichen, weil Lippen lächeln und Schleier und Verhaltensmuster den Rest verdecken. Wenn du aber auf die Stimmen achtest, entdeckst du Kleinigkeiten, die diese Fassade enthüllen können. Darum lass mich auch den Rest von dir sehen..“ Zitat aus dem Buch S. 233

    Jessica Winter baut ihre Handlung mit dem Fokus auf die Entwicklung und Emotionen ihrer beiden Hauptcharaktere Nathan ( Nate ) und Alexandra ( Lexi ) sehr behutsam auf. Schritt für Schritt erfahren wir, wie es zu Nates anfänglicher Einstellung zum Leben kam, und wie er sich mit dem Kennenlernen und der beginnenden Freundschaft zu Lexi verändert. Auch Lexis Persönlichkeit enthüllt sich erst im Laufe der Handlung. Oft werden wir mit neuen Facetten und Seiten an ihr konfrontiert, die uns überraschen und unsere Sichtweise nochmal überdenken lassen.

    Dafür nutzt die Autorin den Perspektivenwechsel zwischen den beiden Charakteren in der ersten Person, um uns ihrer beider Erleben und ihre Fühlen näher zu bringen. Das funktioniert gerade in dieser Geschichte so unglaublich gut, weil beide dadurch eine erstaunliche Gefühlstiefe erhalten und wir uns sofort in Lexi und Nate hineinversetzen können. Sie sind mit ihren Ecken und Kanten und ihrer Art, manchmal fehlerhaft und aus einer Emotion zu handeln, sehr authentisch. Die Neigung vor Ängsten und schlechten Erfahrungen, vor positiven Gefühlen aus der Befürchtung erneute Verluste zu erleiden wegzulaufen, oder der Glaube nicht zu genügen, Erwartungen nicht zu entsprechen, sind sehr realistische Verhaltensweisen und daher mehr als glaubwürdig. So begreifen sowohl Nate als auch Lexi relativ schnell, dass sie einander gut tun und sich durch ihre gemeinsamen Unternehmungen und schönen Momente das Leben bereichern.

    „ Ich habe dir schon gesagt, dass du diejenige bist, die für mich sieht, wenn es um die Wunder in unserem Leben geht, um all die Farben, all das Licht, das ich oft nicht sehen konnte und wahrscheinlich auch in Zukunft nicht werde sehen können. Wie damals.....werde ich im Gegenzug deine Augen sein, wenn du mal vergessen solltest, deine eigenen Farben selbst zu sehen.“ Zitat aus dem Buch

    Aber ist Freundschaft und gegenseitige Stütze wirklich alles? Oder gibt es da vielleicht noch ein verdrängtes, anderes Gefühl? Sind beide ehrlich in ihrem Wunsch, was sie sich für ihr Leben erhoffen? Sind vielleicht Schutzmauern dafür da eingerissen zu werden? Was muss man dafür tun? Kann man das, ohne sich seinen tiefsten Ängsten und schlimmsten Befürchtungen zu stellen?

    Ich habe mich beiden Protagonisten so nah gefühlt, als wäre ich direkt von ihren Problemen und Empfindungen betroffen. Dies wurde gerade dadurch getragen, dass sie uns ihre Emotionen, ihre Ängste und ihre Erfahrungen, aber auch ihre Momente des Glücks, der Freude und der Hoffnung ungeschminkt und manchmal sehr schonungslos offenbart haben. Sie waren mir plötzlich so nah, dass ich meine eigenen Tränen nicht mehr zurückhalten konnte. Dabei kann ich gar nicht beschreiben, wie viele verschiedene Arten der Tränen ich bis zur letzten Seite vergossen habe. Tränen des Mitleids, der Bestürzung , des Schmerzes, der Trauer, der Rührung, aber vor allem auch Tränen der Freude. Ich habe ihre Gefühle inhaliert und ihre Geschichte beim Lesen gelebt. So sehr, dass sie mir zu guten Freunden wurden, die ich immer wieder in die einzig richtige Richtung schubsen wollte, die ich gerne manchmal in den Arm genommen hätte und über die ich auch ab und zu fluchen musste, weil ich so manche Sturheit nicht wahrhaben wollte. Am Ende sind sie mir so sehr ans Herz gewachsen, dass ich sie nicht mehr gehen lassen konnte. Sie werden einen dauerhaften, eigenen Platz in meinem Herzen behalten.

    Auch wenn sich die Geschichte langsam entwickelt, so wurde sie zu keiner Zeit langatmig. Beim Lesen wurde ich nicht nur mit dem Gefühls-Auf und Ab und der Verwirrtheit der Charaktere konfrontiert, sondern auch mit den schockierenden Momenten, den Schicksalen, die das Leben bereithalten kann und wunderschönen Lösungsansätzen, die die Protagonisten für sich finden, wieder Licht und Wunder in ihr Dasein zu zaubern.

    Ich habe viel gelernt über die verschiedenen Probleme, Krankheit und traumatische Erlebnisse, aber vor allem, was sie mit der Psyche eines Menschen machen können. Jessica Winter hat mir in vielen Dingen auf sehr glaubwürdige und gut recherchierte Weise die Augen geöffnet und auch mir gezeigt, wie es möglich ist mit seinen Ängsten und inneren Dämonen umzugehen, wenn man nur ein wenig seinen Blickwinkel ändert. Andere Menschen in sein Leben lässt. Während der Lektüre hat sich schnell eine Sogwirkung entwickelt. Ich wollte wissen, was in Nates Vergangenheit vorgefallen ist, das ihn zu dem Menschen gemacht hat, der er jetzt ist. Ich war neugierig auf Lexis wirkliches Gesicht. Manchmal war ich tief getroffen von den Ereignissen aus beider Vergangenheit, die Stück für Stück enthüllt wurden. Immer wieder war ich verzaubert von den wunderbaren Interaktionen der Protagonisten und viele Situationen ließen mich schmunzeln. Eine perfekte Mischung, die das Buch weder deprimierend noch zu traurig machten. Trotz der Ernsthaftigkeit fühlte ich mich sehr wohl in der Geschichte.

    Vor allem hat mich die Ehrlichkeit, die Rücksichtnahme und der liebevolle, sensible Umgang der Protagonisten bezaubert. Besonders Nathan hat mich nicht selten mit seiner Art berührt. Das Buch hat mit seiner realistischen und nie übertriebenen Art einen hohen Identifikationsfaktor, der es einem fast unmöglich macht, es zur Seite zu legen.

    Besonders zum Ende hin steigert es sich zu einer Dramatik, die für gelegentliche Atemaussetzer sorgt. Ich musste einfach wissen, ob sich alles zum Guten wendet. Ich konnte erst aufhören, als ich es mit einem tiefen Seufzen schließlich beendet habe.

    „...Ich habe begriffen, dass der Schmerz und die Angst in irgendeiner Form immer bei mir sein werden, aber ich will mich nicht mehr davon geißeln lassen. Ich werde ihnen Momente einräumen, in denen sie ihren Platz haben, aber ich werde vor allem das Leben würdigen, das du mir gegeben und für mich gewollt hast.“ Zitat S. 347

    Fazit:

    „Wenn du mich sehen könntest“ hebt sich deutlich von den momentan gehypten Romanen, vor allem denen des Young Adult Genres ab, weil es auf sehr realistische Weise und in wunderschönen Worten das Leben schildert. Jessica Winter übertreibt nicht, beschönigt nicht und legt ihren Fokus weder auf Erotik noch kitschige Szenen. Sie zeigt vielmehr auf bezaubernde Weise, dass manchmal im Schmerz Nähe und eine haltende Hand die Hoffnung und die kleinen Wunder in unser Leben zurückbringen können, wenn man an sich arbeitet und sich seinen Ängsten stellt. Ich habe Nathans und Alexandras Geschichte geliebt und kann nur jedem empfehlen, die Beiden auf ihrem Weg zu begleiten. Danke für viele wunderbare Lesestunden, die mich wirklich bereichert haben. Hut ab vor so viel Gefühl, die richtigen, ergreifenden Worte zu finden.

    „ Den schrecklichsten Schmerz der Welt mit jemandem zu teilen, den man liebt, wird immer besser sein, als nie irgendetwas gefühlt zu haben....Denn keiner von uns schafft alles alleine, und jeder braucht ab und zu ein kleines Wunder.“ Zitat aus dem Buch



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    Angelkiss1983vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Typischer Jessica Winter Roman der fesselt und man nicht aus der Hand legen mag. Voller Emotionen
    Eine ganz schöne Lovestory die einem packt und mit sich reißt

    Das ist jetzt das 3. Buch von Jessica Winter das ich gelesen habe. Das Buch ist wie die anderen zuvor auch aus Sicht beider Hauptdarsteller geschrieben. Dieser Schreibstil gefällt mir sehr gut.  
    Ich konnte das Buch nur ungern beiseite legen. Man vergisst auch dabei die Zeit die vergeht, weil man so hineinsinkt. Das Buch ist voller Emotionen. Ich konnte mitlachen,  mitweinen und mitfühlen.
    Ich freue mich schon auf das nächste Buch!

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    Sarih151s avatar
    Sarih151vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr bewegende und emotionale Story
    Wenn du lernst hinter die Fassade des anderen zu gucken...

    Inhalt

    Der fünfundzwanzigjährige Nate Foster kennt beide Seiten der Medaille. In seiner Zeit als Feuerwehrmann hat er etliche Leben gerettet. Er kennt aber auch jedes Detail der Gesichter jener Menschen, die er verloren hat. Und er schwört sich, es nie wieder soweit kommen zu lassen. Nate glaubt nicht mehr daran, noch einmal mehr zu sehen als den tristen Grauton, der seitdem seinen Alltag beherrscht.

    Die Bekanntschaft mit der sonnigen und auf den ersten Blick sorglosen Lexi Davis stellt Nates Versuche, seine Schutzmauern zu wahren jedoch in mehr als einer Hinsicht auf den Kopf.

    Nie hätte er es für möglich gehalten, sein Leben wieder in Farbe zu sehen. Und nie hätte er gedacht, dass sich seine Vergangenheit wiederholen könnte.

    Cover

    Im Vordergrund des Covers ist eine junge Frau zu sehen, den Kopf nach unten gerichtet und die Augen geschlossen, vielleicht um durchzuatmen, nachzudenken oder in Gedanken vertieft. Im Hintergrund, zwei Menschen, sich an der Hand haltend, durch das Wasser gehend, vielleicht um gemeinsam stark zu sein und sich gemeinsam Halt zu geben.


    Meine Meinung

    Das Buch zieht sich zu Beginn etwas in die Länge, was die Entwicklung der Story betrifft, weswegen ich zunächst etwas zwiegespalten war und kurzzeitig überlegte das Buch beiseite zu packen. Nate ist anfangs eher trübsinnig und betrübt, dies ändert sich jedoch als ihm die lebensfrohe Lexi begegnet. Spätestens nach dem ersten Treffen der Protagonisten, war es dann jedoch um mich geschehen ist. Ich musste wissen, wie es mit ihnen weitergeht. Lexi ist aufgrund eines Vorfalls in ihrer Vergangenheit körperlich beeinträchtigt und lässt sich dennoch von nichts und niemanden unterkriegen.

    Wahrscheinlich war es auch diese Eigenschaft der Protagonistin, die mich so ans Buch fesselte. Außerdem nutzte die Autorin Rückblenden, um die Narben, die die Einsätze bei der Feuerwehr bei Nate hinterlassen haben, zu erklären.

    Eine Story, die gleichzeitig so viele Schicksalsschläge beinhaltet und die Kraft der Liebe zur Heilung vereint. Zugleich lassen sich in diesem Buch Wahrheiten im Umgang mit, egal ob körperlich oder seelisch kranken Personen, finden, die dem Leser zum Nachdenken anregen. Durchweg begeisternd!

    Zitat

    „Aber die Wahrheit ist, der Weg zum Leben ist verdammt hart und steinig. Und ich werde gegen die Dunkelheit kämpfen, weil ich weiß, dass jemand auf mich wartet, für den es sich zu kämpfen lohnt.“

    Bewertung

    Ich kann nicht mehr sagen, außer dass ich begeistert bin! Bewegend und emotional. 

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    Bibilottas avatar
    Bibilottavor 2 Jahren
    Wenn einem beim Lesen der Blick für das Wesentliche und das Herz gefühlvoll geöffnet wird ...

    Meine Meinung

    … gefühlvoll und überwältigend

    … unterhaltsam und lustig

    … überraschend und faszinierend

    … ernsthaft und nachdenklich stimmend

    … ich bin begeistert !!!

     

    Was eine Story … ich war durch Jessica Winter´s erste zwei Romane ja schon sehr bewegt und berührt … doch hier hat sie eine Mischung geschaffen … die einfach nur überraschend, supertoll und extrem gefühlvoll und berührend ist…. und ich möchte fast schon behaupten EINZIGARTIG.

    Doch der Reihe nach. Wir haben hier Nate, einen total sympathischen Charakter, der hier in dieser Story einiges zu bewältigen hat. So war er früher aktiv bei der Feuerwehr tätig. Dadurch hat er erfahren, wie toll es sein kann. Leben zu retten … aber auch wie deprimierend es sein kann, wenn man Menschenleben verliert. Mit dieser Situation ist er an einem Punkt angelangt, in der  er sehr schwer mit sich selbst zu kämpfen hat. Er will nie wieder in die Situation kommen, sich mit genau dieser Sache erneut auseinandersetzen zu müssen und hat sich somit hinter einer Schutzmauer verschanzt und sich aus dem Alltag als Feuerwehrmann zurückgezogen.

    Dann gibt es noch Lexi, eine nur so vor Lebensfreude sprühende Person. Sie gestaltet sich das Leben so fröhlich wie nur möglich … und steckt mit ihrer lustigen und aufgeweckten Art und Weise alle um sich herum an. Doch es ist nicht alles so wie es scheint … denn Lexi hat ein Handicap, das sie sehr stark belastet … aber es hauptsächlich nur mit sich selber ausmacht …

    … und genau diese zwei, Nate und Lexi, laufen sich zufällig über den Weg und es gestaltet sich eine wunderschöne, gefühlvolle und berührende Geschichte.

    Doch es gibt auch noch einige tolle Nebencharaktere, die mir sehr ans Herz gewachsen sind und die es fast wert sind, ihre eigene Geschichte auch noch zu bekommen … mal sehn, wer weiß, was Jessica Winter noch so vor hat!!!

    Sehr überrascht war ich als das Handicap von Lexi klar wurde … ich hätte ja mit vielem gerechnet … aber damit mal überhaupt nicht. Damit hat mich Jessica Winter absolut überrascht und begeistert. Sie hat es geschafft ein Thema hier aufzugreifen (eines von vielen in diesem Roman), das dem Leser einen Einblick gewährt, den man so nicht unbedingt kennt … und das hat sie super hinbekommen.

    Die Story, die sich hinter Nate und Lexis Problemen versteckt ist sehr berührend und lässt mich als Leser mehr als einmal tief aufseufzen. So musst ich oftmals schwer schlucken … und am Ende sogar ein paar Tränchen verdrücken.
    Jessica Winter hat mich schon in ihren ersten beiden Romanen mit ihrem sehr gefühlvollen Schreibstil überzeugt und fasziniert. Auch in ihrer aktuellen Geschichte „Wenn du mich sehen könntest“ hat sie damit auf höchstem Niveau gepunktet.

    Lockerleicht, flüssig und mit sehr viel Humor, Ernsthaftigkeit und Gefühl wird man hier durch eine Geschichte geführt … die sich da draußen genau so hätte abspielen können … *Taschentuchalarm* inklusive.

     

    Fazit

    „Wenn du mich sehen könntest“ von Jessica Winter ist ein sehr gefühlvoller, überraschender und auch humorvoller Liebesroman. Von spritzig, bunt und frisch bis hin zu düster, trüb und traurig ist hier alles vertreten. Auch für geniale Überraschungsmomente war gesorgt, so dass ich als Leser mehrmals tief seutzen und durchatmen musste… aber auch Tränchen blieben nicht aus.

    Gefühlvoll, berührend, humorvoll lustig, spritzig und auch nachdenklich stimmend lässt mich der Roman zurück. Ein Liebesroman, der es in sich hat, der ausgefallene Charaktere bietet, was die ganze Sache zu einer besonderen Story macht.

    Absolute Leseempfehlung!!!

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