Jessie Ann Foley

 3.6 Sterne bei 67 Bewertungen

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The Carnival at Bray

The Carnival at Bray

 (1)
Erschienen am 01.10.2014

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Rezension zu "Das Jahr, in dem sich Kurt Cobain das Leben nahm" von Jessie Ann Foley

Eine Geschichte mit viel ungenutztem Potenzial
Mondscheinmaedchenvor 8 Monaten

Inhalt:
1993. Das ist das Jahr, in dem Nirvana ihr letztes Album veröffentlichen. Und das Jahr, in dem Maggie von Chicago nach Irland zieht. Maggie vermisst ihr Zuhause ebenso wie ihren chaotischen und musikbegeisterten Onkel Kevin, Einzig seine Musiktipps sind Lichtblicke im regenverhangenen Irland. Mit der Musik von Pearl Jam, den Smashing Pumpkins und Nirvana ist alles Neue erträglich. Als Eoin auftaucht, der Junge mit dem unergründlichen Lächeln, lässt ihr Heimweh langsam nach. Doch gerade, als die beiden sich näherkommen, erreicht Maggie eine schreckliche Nachricht. Und auf einmal steht sie vor der Frage, was wirklich wichtig ist im Leben.

Meine Meinung:

Das Buch startet meiner Meinung nach vielversprechend. Man bekommt einen guten Einblick in Maggie, ich mochte die Beziehung zwischen ihr und ihrer kleinen Schwester, die im Verlauf der Geschichte aber leider keine Rolle mehr gespielt hat. Man lernt schnell alle wichtigen Charaktere kennen, aber irgendwie fehlt immer das gewisse Grad an Sympathie und irgendwann habe ich auch die Verbindung zu Maggie verloren. Ihr Handeln konnte ich nicht immer nachvollziehen, was aber ihrem Alter entspricht und deshalb nicht weiter schlimm war. Außer am Ende. Das ist wirklich nicht gelungen. Meiner Meinung hätte die Geschichte an einer ganz anderen Stelle wunderbar enden können, ohne zum Schluss nochmal abzudümpeln. Das ganze Buch war mir zu vorhersehbar und leider plätschert es oft nur an der Oberfläche, verpasst es, im richtigen Moment tiefgründig zu werden. Dabei hätte es dazu so oft die Chance gehabt und viel Potential war da – ich mochte den Bezug zur Musik sehr gerne, daraus hätte man definitiv mehr machen können.
Toll wiederum fand ich den „Anhang“ hinten im Buch, in dem einige Listen von Maggies Onkel und Playlists abgedruckt sind, die im Buch eine wichtige Rolle gespielt haben. Die Idee gefällt mir ziemlich gut.


Fazit:
Das Buch liest sich nach kurzem Eingewöhnen flüssig, die Geschichte lässt sich jedoch nicht als leicht oder tiefgründig einstufen. Es ist nicht wirklich ein Buch für Zwischendurch, aber man sollte sich auch nicht zu viel erwarten. Ich habe es dennoch schnell durch bekommen und kann sagen, man kann es gut lesen – muss man aber nicht. 

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Der_Buchdraches avatar

Rezension zu "Das Jahr, in dem sich Kurt Cobain das Leben nahm" von Jessie Ann Foley

Bleib mir weg mit diesem Buch!
Der_Buchdrachevor 8 Monaten

Ausflüge in ein anderes Genre sind für mich eher unüblich, wenn auch nicht völlig ausgeschlossen. Meinen jüngsten Besuch ins Genre der Jugendliteratur bar jeglicher phantastischer Elemente habe ich zugegebener Maßen auch nicht ganz freiwillig unternommen, da ich dieses Buch für meine Hausarbeit wählte. Ich schließe nicht aus, dass sich das in meinem Urteil niederschlägt. Widmen wir uns nun also »Das Jahr, in dem sich Kurt Cobain das Leben nahm«, dem Debütroman von Jessie Ann Foley aus dem Bastei Lübbe Imprint One.

Ein Buch wie ein Grunge-Hit: wild, laut und gefühlvoll.
1993. Das ist das Jahr, in dem Nirvana ihr letztes Album ihr letztes Album [sic] veröffentlichen. Und das Jahr, in dem Maggie von Chicago nach Irland zieht. Maggie vermisst ihr Zuhause ebenso wie ihren chaotischen und musikbegeisterten Onkel Kevin, Einzig seine Musiktipps sind Lichtblicke im regenverhangenen Irland. Mit der Musik von Pearl Jam, den Smashing Pumpkins und Nirvana ist alles Neue erträglich. Als Eoin auftaucht, der Junge mit dem unergründlichen Lächeln, lässt ihr Heimweh langsam nach. Doch gerade, als die beiden sich näherkommen, erreicht Maggie eine schreckliche Nachricht. Und auf einmal steht sie vor der Frage, was wirklich wichtig ist im Leben ...
[Quelle: Klappentext, Verlag]

Die erste und zentrale Frage, die sich bei diesem Roman stellt, ist die nach der Zielgruppe. Für wen ist dieses Buch denn nun geschrieben? Stilistisch und thematisch richtet es sich ganz klar an junge Leser, die etwa in Meggies Altersgruppe sind. Das Thema richtet sich jedoch an Leute, die etwa Meggies Jahrgang sind, also um 1977 herum geboren. Der Roman spielt kurz vor meiner Geburt, ich habe also absolut keinen Bezugspunkt zur Popkultur Mitte der 90er. Habe ich nun entweder das Pech, genau zwischen den beiden potenziellen Zielgruppen zu stehen, oder kann sich das Buch wirklich nicht einig werden, wen es ansprechen will? Außerdem ist fraglich, ob heutige Teenager überhaupt noch Zugang zur Musik der 90er haben, insbesondere zu Nirvana. Sind die noch hipp und werden von Teenagern und jungen Erwachsenen unschwärmt?

Der Roman liest sich entsprechend seiner Genremerkmale leicht und flott von der Hand. Allerdings wirkt er häufig sehr unterkühlt. Meggies Emotionen kommen kaum beim Leser an, so wirklich in Fahrt kommt das ganze erst mit ihrer Wallfahrt zum Nirvana-Konzert in Rom. Ganz klar ist das Zunehmen an Tempo und Emotionen ab diesem Punkt intendiert und kommt auch so heraus. Jedoch war Meggie davor ganz sicher kein emotionsloser Zombie, ganz im Gegenteil! Sie macht sogar ein ziemliches Auf und Ab der Emotionen durch. Lediglich am Transport zum Leser scheitert es teils.

Negativ fallen die Markennamen auf, die immer wieder genannt werden. Allgemeine Bezeichnungen hätten es auch getan. Auch der Klappentext ist nicht unbedingt gelungen, da er eigentlich mehr oder weniger eine Zusammenfassung des Romans ist, bei der ein, zwei Schlüsselbegriffe ausgelassen wurden, um nicht alles zu verraten. Wirklich: Mehr passiert in diesem Buch nicht, als im Klappentext steht. Der auf dem Buch hat zwar die Wiederholung ausgelassen, fügt aber noch den Satz mit dem Konzert an, womit der Roman vollends zusammengefasst wurde.

Wirklich emotional wird es erst am Ende des Romans, jedoch im ausgesprochen negativen Sinne. Die letzten Kapitel machen wütend, wirklich sehr wütend. Meggies Familie ist katholisch, außerdem geht sie auf eine katholische Privatschule. Um auf dieser bleiben zu dürfen, muss sie versprechen, sich nicht mehr mit Eoin zu treffen. Meggie überlegt kurz und sägt ihre nach ihrer eigenen Aussage Liebe für’s Leben einfach so ab. Es ist einfach so ekelhaft von ihr.

Natürlich muss das Ganze aber ein ekelhaft kitschiges Ende haben. Meggies Mutter will wieder zurück in die USA ziehen. Meggie passt das ganz und gar nicht und protestiert, dass sie in Irland bleiben will, weil sie sich in Eoin verliebt hat und ihre Mutter ihr das nicht nehmen darf. Im Epilog erfahren wir dann, dass genau das passiert. Mutter zieht mit dem Rest der Familie in die USA und Meggie bleibt mit Eoin in Irland, um mit ihm glücklich bis an ihr Lebensende zusammen zu sein.

Normalerweise rede ich ungern so deutlich über Enden in Rezensionen, um sie nicht zu spoilern. In diesem Fall macht mich diese bodenlose Unlogik aber einfach so unglaublich wütend. Ich plane momentan selbst einen Umzug, bin Student und suche Arbeit, um mir die Wohnung auch leisten zu können. Es ist unglaublich stressig und mit zahllosen Hürden verbunden; immerhin ist es die erste eigene Wohnung, der Schritt in die Selbstständigkeit. Und dann lese ich hier, wie diese nervige sechzehnjährige (!) Göre, die noch zur Schule geht (!), einmal kurz rumheult, und schon bekommt sie alles, was sie will, ungeachtet der Tatsache, dass das hier noch einmal eine Größenortung mehr ist als mein aktuelles Unterfangen. Es fühlt sich wie ein Hohnschlag ins Gesicht an.

Nein, dieses Buch ist nicht gelungen. Die meiste Zeit tröpfelt es so vor sich hin, ohne dem Leser die Möglichkeit zu geben, für die Protagonistin irgendeine Form von Empathie zu empfinden. Der angenehme Schreibstil ist eigentlich der einzige Pluspunkt an diesem Roman. Ansonsten kann ich ihm herzlich wenig abgewinnen. Insbesondere der Schluss bleibt negativ in Erinnerung.

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Rezension zu "Das Jahr, in dem sich Kurt Cobain das Leben nahm" von Jessie Ann Foley

Ein Roman, der wütend macht
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

Ausflüge in ein anderes Genre sind für mich eher unüblich, wenn auch nicht völlig ausgeschlossen. Meinen jüngsten Besuch ins Genre der Jugendliteratur bar jeglicher phantastischer Elemente habe ich zugegebener Maßen auch nicht ganz freiwillig unternommen, da ich dieses Buch für meine Hausarbeit wählte. Ich schließe nicht aus, dass sich das in meinem Urteil niederschlägt. Widmen wir uns nun also »Das Jahr, in dem sich Kurt Cobain das Leben nahm«, dem Debütroman von Jessie Ann Foley aus dem Bastei Lübbe Imprint One.

Ein Buch wie ein Grunge-Hit: wild, laut und gefühlvoll.
1993. Das ist das Jahr, in dem Nirvana ihr letztes Album ihr letztes Album [sic] veröffentlichen. Und das Jahr, in dem Maggie von Chicago nach Irland zieht. Maggie vermisst ihr Zuhause ebenso wie ihren chaotischen und musikbegeisterten Onkel Kevin, Einzig seine Musiktipps sind Lichtblicke im regenverhangenen Irland. Mit der Musik von Pearl Jam, den Smashing Pumpkins und Nirvana ist alles Neue erträglich. Als Eoin auftaucht, der Junge mit dem unergründlichen Lächeln, lässt ihr Heimweh langsam nach. Doch gerade, als die beiden sich näherkommen, erreicht Maggie eine schreckliche Nachricht. Und auf einmal steht sie vor der Frage, was wirklich wichtig ist im Leben ...
[Quelle: Klappentext, Verlag]

Die erste und zentrale Frage, die sich bei diesem Roman stellt, ist die nach der Zielgruppe. Für wen ist dieses Buch denn nun geschrieben? Stilistisch und thematisch richtet es sich ganz klar an junge Leser, die etwa in Meggies Altersgruppe sind. Das Thema richtet sich jedoch an Leute, die etwa Meggies Jahrgang sind, also um 1977 herum geboren. Der Roman spielt kurz vor meiner Geburt, ich habe also absolut keinen Bezugspunkt zur Popkultur Mitte der 90er. Habe ich nun entweder das Pech, genau zwischen den beiden potenziellen Zielgruppen zu stehen, oder kann sich das Buch wirklich nicht einig werden, wen es ansprechen will? Außerdem ist fraglich, ob heutige Teenager überhaupt noch Zugang zur Musik der 90er haben, insbesondere zu Nirvana. Sind die noch hipp und werden von Teenagern und jungen Erwachsenen unschwärmt?

Der Roman liest sich entsprechend seiner Genremerkmale leicht und flott von der Hand. Allerdings wirkt er häufig sehr unterkühlt. Meggies Emotionen kommen kaum beim Leser an, so wirklich in Fahrt kommt das ganze erst mit ihrer Wallfahrt zum Nirvana-Konzert in Rom. Ganz klar ist das Zunehmen an Tempo und Emotionen ab diesem Punkt intendiert und kommt auch so heraus. Jedoch war Meggie davor ganz sicher kein emotionsloser Zombie, ganz im Gegenteil! Sie macht sogar ein ziemliches Auf und Ab der Emotionen durch. Lediglich am Transport zum Leser scheitert es teils.

Negativ fallen die Markennamen auf, die immer wieder genannt werden. Allgemeine Bezeichnungen hätten es auch getan. Auch der Klappentext ist nicht unbedingt gelungen, da er eigentlich mehr oder weniger eine Zusammenfassung des Romans ist, bei der ein, zwei Schlüsselbegriffe ausgelassen wurden, um nicht alles zu verraten. Wirklich: Mehr passiert in diesem Buch nicht, als im Klappentext steht. Der auf dem Buch hat zwar die Wiederholung ausgelassen, fügt aber noch den Satz mit dem Konzert an, womit der Roman vollends zusammengefasst wurde.

Wirklich emotional wird es erst am Ende des Romans, jedoch im ausgesprochen negativen Sinne. Die letzten Kapitel machen wütend, wirklich sehr wütend. Meggies Familie ist katholisch, außerdem geht sie auf eine katholische Privatschule. Um auf dieser bleiben zu dürfen, muss sie versprechen, sich nicht mehr mit Eoin zu treffen. Meggie überlegt kurz und sägt ihre nach ihrer eigenen Aussage Liebe für’s Leben einfach so ab. Es ist einfach so ekelhaft von ihr.

Natürlich muss das Ganze aber ein ekelhaft kitschiges Ende haben. Meggies Mutter will wieder zurück in die USA ziehen. Meggie passt das ganz und gar nicht und protestiert, dass sie in Irland bleiben will, weil sie sich in Eoin verliebt hat und ihre Mutter ihr das nicht nehmen darf. Im Epilog erfahren wir dann, dass genau das passiert. Mutter zieht mit dem Rest der Familie in die USA und Meggie bleibt mit Eoin in Irland, um mit ihm glücklich bis an ihr Lebensende zusammen zu sein.

Normalerweise rede ich ungern so deutlich über Enden in Rezensionen, um sie nicht zu spoilern. In diesem Fall macht mich diese bodenlose Unlogik aber einfach so unglaublich wütend. Ich plane momentan selbst einen Umzug, bin Student und suche Arbeit, um mir die Wohnung auch leisten zu können. Es ist unglaublich stressig und mit zahllosen Hürden verbunden; immerhin ist es die erste eigene Wohnung, der Schritt in die Selbstständigkeit. Und dann lese ich hier, wie diese nervige sechzehnjährige (!) Göre, die noch zur Schule geht (!), einmal kurz rumheult, und schon bekommt sie alles, was sie will, ungeachtet der Tatsache, dass das hier noch einmal eine Größenortung mehr ist als mein aktuelles Unterfangen. Es fühlt sich wie ein Hohnschlag ins Gesicht an.

Nein, dieses Buch ist nicht gelungen. Die meiste Zeit tröpfelt es so vor sich hin, ohne dem Leser die Möglichkeit zu geben, für die Protagonistin irgendeine Form von Empathie zu empfinden. Der angenehme Schreibstil ist eigentlich der einzige Pluspunkt an diesem Roman. Ansonsten kann ich ihm herzlich wenig abgewinnen. Insbesondere der Schluss bleibt negativ in Erinnerung.

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