Jessie Burton

 4.1 Sterne bei 255 Bewertungen
Autorin von Die Magie der kleinen Dinge, Das Geheimnis der Muse und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Jessie Burton

Ein doppeltes künstlerisches Talent: Jessie Burton wird 1982 in London geboren. Sie studiert Englisch und Spanisch in Oxford sowie Schauspiel an der Central School of Speech and Drama. Nach ihrem Abschluss spielt sie in kleineren Rollen am Royal National Theatre und veröffentlicht Essays und Artikel in der Vogue, im Wall Street Journal und The Independent. 2014 erscheint ihr Debütroman, »Die Magie der kleinen Dinge«, der von der jungen Nella erzählt, die mit dem Amsterdamer Johannes Brandt verheiratet wird. Als sie in das neue Haus einzieht, ist die Begrüßung der Brandts nicht besonders herzlich und Nella bleibt nur ihr Hochzeitsgeschenk als einzige Freude, eine Miniaturnachbildung des Hauses. Doch bald bekommt sie auch Miniaturen seiner Bewohner und Nella beginnt, gut gehütete Geheimnisse aufzudecken. Das Buch schaffte es auf die Longlist des Walter Scott Prize for historical fiction und wurde zudem mit einigen weiteren Preisen ausgezeichnet. Ende 2017 strahlt BBC One eine Verfilmung des Buches aus. An ihren Erfolg konnte Burton mit ihrem zweiten Buch, »Das Geheimnis der Muse« anknüpfen. Die Autorin lebt heute noch in ihrer Geburtsstadt London.

Alle Bücher von Jessie Burton

Das Geheimnis der Muse

Das Geheimnis der Muse

 (119)
Erschienen am 11.03.2018
Die Magie der kleinen Dinge

Die Magie der kleinen Dinge

 (122)
Erschienen am 20.06.2016
Das Geheimnis der Muse

Das Geheimnis der Muse

 (0)
Erschienen am 13.05.2019
The Miniaturist

The Miniaturist

 (11)
Erschienen am 01.09.2014
The Muse

The Muse

 (3)
Erschienen am 30.06.2016
The Miniaturist

The Miniaturist

 (0)
Erschienen am 26.08.2014

Neue Rezensionen zu Jessie Burton

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Rezension zu "Das Geheimnis der Muse" von Jessie Burton

Meine Rezension zu "Das Geheimnis der Muse"
Belladonnavor einem Monat

Beschreibung

London, 1967. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin reiste Odell Bastien von Trinidad nach England um sich ihren Traum, Schriftstellerin zu werden, zu erfüllen. Zunächst müht sie sich mit der Arbeit in einem Schuhgeschäft ab, doch dann wird sie von Mrs. Quick als Schreibkraft an der Skelton Kunstgalerie angenommen. Nachdem ihr Freund ein Bild seiner verstorbenen Mutter in die Kunstgalerie gebracht hat, um mehr über seine Herkunft und seinen Wert in Erfahrung zu bringen, erweckt Mrs. Quicks Reaktion auf das Gemälde Odells Neugierde. Die geheimnisvolle Herkunft des Gemäldes, dass in 1930er Jahre in Andalusien entstand, verbirgt eine spannende Geschichte über Revolution und die Liebe.

Meine Meinung

Jessie Burtons Roman “Das Geheimnis der Muse” ist durch das detailverliebte Cover ein wahrer Blickfang. Eine von Schlangen, Pinseln, Blumen und Parfumflakons umrahmte Schreibmaschine deutet bereits auf eine kunstvolle Geschichte hin, und zwei Revolver versinnbildlichen die nötige Spannung.

"Die Meinung, dass nur ein Mann zur wahren Kunst berufen sein konnte, war so weit verbreitet, dass Olive es manchmal sogar selbst glaubte." (Das Geheimnis der Muse, Seite 74/75)

Der Roman ist in zwei Handlungsstränge aufgespalten die sich während des Hadlungsverlaufes einander stetig annähern. Zum einen wird die Geschichte der Immigrantin Odell, die in den Swinging Sixties in England einwanderte, um dort als Schriftstellerin Fuß zu fassen erzählt. Zum anderen begleitet man in den 1930er Jahren die junge Künstlerin Olive Schloss mit ihren Eltern nach Andalusien wo sich der spanische Bürgerkrieg anbahnt und sich ihr die Gelegenheit bietet einzigartige Bilder zu erschaffen.

Gleich auf Anhieb haben mir diese zwei außerordentlich starken Protagonistinnen imponiert. Beide kämpfen Sie für ihre Leidenschaft in einer von Männern bestimmten Welt. Während Olives künstlerisches Talent von ihrem Vater, der selbst als Kunsthändler tätig ist, keine Anerkennung findet, benötigt Odell mehr Selbstvertrauen um ihre Schreibkunst an die Öffentlichkeit zu bringen.

"Nicht jeder erhält am Ende, was er verdient." (Das Geheimnis der Muse, Seite 13)

Jessie Burton hat einen angenehmen Schreibstil. Man möchte sich einfach nur in ihre dicht verwobene Geschichte fallen lassen und träumt sich schnell an andere Orte und vergangene Zeiten. Die Hitze Andalusiens ist beim Lesen genauso spürbar wie die Atmosphäre der pulsierenden Stadt London zu den 60er Jahren. Clubs, Musik und der Aufbruch in ein neues Zeitalter. Besonders beeindruckt hat mich die geheimnisvolle Figur von Mrs. Quick, die so viel Selbstvertrauen ausstrahlt und Odelle sogleich unter ihre Fittiche nimmt. Nicht jeder Mann und schon gar nicht jede Frau hätte eine Immigrantin die Chance auf solch einen Job gegeben.

“Das Geheimnis der Muse” setzt sich aus vielen kleinen Puzzleteilchen zusammen. Es geht um zwischenmenschliche Beziehungen genauso wie um familiäre Banden und natürlich die Liebe, Inspiration und schicksalhafte Umstände die das Leben lenken. Der Roman ist so vielseitig, dass man ihn auch getrost lesen kann, ohne einen Bezug zu Kunst und Gemälden zu haben.

"[…]je länger sie schwieg, desto schwerer fiel es mir, zum Telefon zu greifen. Alles was ich sagen wollte, war, dass sie mir fehlte. 2 (Das Geheimnis der Muse, Seite 55)

Die Dynamik der zwei einzelnen Ebenen hatte etwas mitreißendes und lebendiges an sich. Vor allem der spannenden Plot um Olive Schloss hat mir stellenweise den Atem genommen. Daher kann ich für diesen Roman nur eine dringende Leseempfehlung aussprechen!

Fazit

Ein prächtiger Roman über zwei starke Frauen auf dem steinigen Weg zur Emanzipation.

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© Bellas Wonderworld; Rezension vom 30.10.2018

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NiWas avatar

Rezension zu "Die Magie der kleinen Dinge" von Jessie Burton

Düster, geheimnisvoll & sehr intensiv
NiWavor 2 Monaten

17. Jahrhundert in Amsterdam. Als frisch gebackene Ehefrau kommt die junge Nella nach Amsterdam. Hier erwartet sie das herrschaftliche Haus ihres Ehemanns Johannes Brandt, wo sie ab sofort leben soll. Doch ihre neue Familie beschert ihr einen eisigen Empfang und ihr Mann zeigt kein Interesse an ihr. Nur ein Puppenhaus bleibt ihr als Trost, das haargenau ihrem neuen Zuhause entspricht.

Mitten im Oktober 1686 betritt man mit Nella ihr neues Daheim. Genauso wie die Protagonistin reibt man sich fröstelnd über die Arme, weil der Empfang gar so eisig ist. Ihre Schwägerin kommt lediglich ein zurückhaltender Willkommensgruß über die zusammengepressten Lippen. Das Hauspersonal ist vom ersten Augenblick an sonderbar. Der Hausherr und Ehemann selbst, wähnt sich auf Reisen, weil das Handeln mit Waren im Amsterdam vom 17. Jahrhundert vor der Begegnung mit der Gemahlin steht.

Schnell werden Nella die Schranken gewiesen. Der Hausstand ist für sie nicht von Belang, weil die Schwägerin den Haushalt führt. Das Personal nimmt sie nicht ernst, und ihr Mann hat keinen Blick für sie übrig. Bis sie ihr Hochzeitsgeschenk - ein Puppenhaus erhält, das detailliert ihr Zuhause zeigt.

"Die Magie der kleinen Dinge" ist ein düsterer, geheimnisvoller historischer Roman, der in die Zeit der Gilden im 17. Jahrhundert nach Amsterdam entführt. Dabei kann der Titel auf zweierlei Weise verstanden werden. Einerseits sind es die winzig kleinen Möbel, die Nella als Trost in ihr Puppenhaus setzt und die für erheblichen Wirbel im Hause Brandt sorgen. Andererseits sind es die kleinen Gesten der Wertschätzung, des Respekts und Zusammenhalts, die Nella nach und nach in ihrer Ehe und Familie entdeckt.

Nella ist eine junge Frau, die an den reichen Handelsmann Johannes Brandt verheiratet wurde. Sie setzt viel Hoffnung in diese Ehe und genießt es, dass sie vom Land in die große Stadt gekommen ist. Allerdings geht sie mit reichlich Naivität in die Situation, und merkt erst mit der Zeit, dass ihre Ehe etwas ganz Besonderes ist.

Diese Erkenntnisse sind die Haupthandlung des Romans, der den Leser in seine düstere Atmosphäre zieht. Das Haus und die Familie Brandt wirken zunächst abweisend, bedrohlich und gefährlich, doch Nella behauptet sich. Sie bringt Nähe, Zuversicht und Geborgenheit mit, was ein wärmendes Feuer im Hause Brandt entfacht.

Gleichzeitig werden die Gepflogenheiten in der Handelsstadt Amsterdam thematisiert, was äußerst faszinierend und fesselnd zu lesen ist. Man wird mit der übergreifenden Macht der Gilden konfrontiert, lernt gemeinsam mit Nella mehr über die wirtschaftlichen Grundlagen der Stadt, und bekommt sehr viel vom Amsterdamer Ambiente mit.

Ich habe diesen Roman als besonders düster und intensiv empfunden. Jessie Burton hat eine ergreifende Atmosphäre geschaffen, die sich dunkel über Nellas junge Ehe legt. Geschickt hat die Autorin die damaligen Gepflogenheiten, Gefahren und Gebote mit der Handlung verwoben, was ein finsteres Bild mit sich bringt.

Einzig, mit dem Part um das Puppenhaus, der sogar leitgebend für den Roman ist, konnte ich mich nicht anfreunden. Auch jetzt - nach der Lektüre - ist mir nicht klar, wozu dieses Geschenk gedient hat, und warum dieser mysteriöse Aspekt überhaupt im Roman vorgekommen ist. Denn auch ohne diese rätselhafte Miniaturversion wäre die Handlung beachtlich gewesen.

Ich bin gern mit Nella zu ihrem Ehemann nach Amsterdam gezogen, habe ihre neue Familie kennengelernt und die angespannte Atmosphäre regelrecht genossen. Gerade für Leser, die gern in düsterer Stimmung Geheimnisse aufdecken und hinter familiäre Kulissen blicken, ist es der richtige Roman - vor allem dann, wenn man sich für Amsterdam im 17. Jahrhundert interessiert.

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W

Rezension zu "Das Geheimnis der Muse" von Jessie Burton

Eine fesselnde und betörende Geschichte um große Ambitionen
WinfriedStanzickvor 3 Monaten


„Nicht jeder erhält am Ende, was er verdient.“
Mit diesem Satz beginnt Jessie Burton ihren zweiten Roman „Das Geheimnis der Muse“, der in über 30 Sprachen übersetzt wurde und nun verfilmt wird. Sie führt den Leser an zwei Schauplätze in zwei Zeiträumen, zum einen nach Spanien ins Jahr 1936 und zum anderen ins London der späten 60er Jahre.
1967 bewirbt sich Odelle, eine junge Frau aus Trinidad, als Schreibkraft am Skelton Institut, einer kleinen Galerie. Odelle selbst ist eine talentierte Schriftstellerin, hat aber ihre Träume, ein Buch zu schreiben erstmal aufgegeben. Doch ihre Chefin Marjorie Quick, die sie unter ihre Fittiche nimmt und eine gewisse Zuneigung zu ihr zu hegen scheint, animiert sie, Vertrauen in ihre Fähigkeiten als Schriftstellerin zu haben, und ermutigt sie, eigene Arbeiten zu veröffentlichen.
Auf einer Party trifft Odelle Lawrie, einen jungen Mann, der Gemälde geerbt hat, dessen Wert im Skelton Institut geprüft wird. Das auffällige Bild hat augenscheinlich eine seltsame Wirkung auf Quick. Es entpuppt sich als Werk von Isaac Robles und führt ins Spanien des Jahres 1936.
Denn um das Gemälde rankt sich ein folgenschweres Geheimnis, das ins Jahr 1936 zurückreicht, als Olive Schloss, eine begabte junge Malerin, in Andalusien auf den Künstler und Revolutionär Isaac Robles trifft. Eine Begegnung, die ungeahnte Konsequenzen nach sich zieht ...
Sowohl Olive als auch Odelle sind Frauen mit kreativen Fähigkeiten, und beiden fehlt aus unterschiedlichen Gründen das Selbstbewusstsein, zu ihren Gaben zu stehen. Ihr Leben wird sich durch das Gemälde verquicken. Und so entwickelt Jessie Burton mit viel Kunstverstand  zwischen dem schillernden London der Sechziger und dem schwülheißen Andalusien der Dreißiger eine fesselnde und betörende Geschichte um große Ambitionen und noch größere Begierden.






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Gespräche aus der Community

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Insel_Verlags avatar

Zwei junge Frauen, durch ein Gemälde schicksalhaft miteinander verwoben …

Vom andalusischen Dorf im Jahr 1936, wo sich die Revolution wie ein Donnergrollen ankündigt, bis ins aufregende London der Swinging Sixties: In Jessie Burtons neuem Roman Das Geheimnis der Muse entspinnt sich eine fesselnde und betörende Geschichte um große Ambitionen und noch größere Begierden zweier junger Künstlerinnen, die ein geheimnisvolles Gemälde über die Jahrzehnte und Ländergrenzen hinweg verbindet.

»Voller Cliffhanger, unerwarteter Wendungen und überraschender Enthüllungen.« Daily Telegraph

Worum geht’s genau?
Als Odelle Bastien im Sommer 1967 aus Trinidad nach England kommt, um ihren Traum vom Schreiben zu verwirklichen, ergattert einen Job in der renommierten Kunstgalerie Skelton. Durch den sensationellen Fund eines unbekannten Gemäldes von Isaac Robles, einem verschollenen spanischen Künstler, wird Odelle in eine Geschichte verstrickt, die ihr Leben völlig auf den Kopf stellt. Denn um das beeindruckende Gemälde entspinnt sich ein folgenschweres Geheimnis, das ins Jahr 1936 zurückreicht, als die talentierte junge Malerin Olive Schloss in Andalusien auf den Künstler und Revolutionär Isaac Robles trifft …

Neugierig geworden? Hier geht’s zur Leseprobe »

Ihr wollt erfahren, was es mit dem geheimnisvollen Gemälde auf sich hat? Dann bewerbt Euch einfach bis zum 7. März über den blauen „Jetzt bewerben“-Button* für die Leserunde – und beantwortet uns dazu folgende Frage:

Wer ist Eure Lieblingskünstlerin oder Euer Lieblingskünstler und warum?


Über den Autor: Jessie Burton wurde 1982 in London geboren, wo sie auch heute lebt. Sie studierte Englisch und Spanisch in Oxford sowie Schauspiel an der Central School of Speech and Drama. Für ihren ersten Roman »Die Magie der kleinen Dinge« (2014) wurde sie mehrfach ausgezeichnet, eine Verfilmung des Buches war Ende 2017 auf BBC One zu sehen. Burton arbeitet derzeit an ihrem dritten Roman. Im Herbst 2018 erscheint außerdem ihr erstes Kinderbuch.

PS: Um über alle Leserunden und Buchverlosungen aus dem Insel Verlag auf dem Laufenden zu bleiben, schaut mal hier vorbei ...

* Im Gewinnfall verpflichtet Ihr Euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 4 Wochen nach Erhalt des Buches sowie zum Veröffentlichen einer ausführlichen Rezension auf LovelyBooks.de, nachdem Ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet Ihr vor Eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir die Bücher nur innerhalb Europas verschicken.
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