Jessie Burton

 4.1 Sterne bei 254 Bewertungen
Autorin von Die Magie der kleinen Dinge, Das Geheimnis der Muse und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Jessie Burton

Ein doppeltes künstlerisches Talent: Jessie Burton wird 1982 in London geboren. Sie studiert Englisch und Spanisch in Oxford sowie Schauspiel an der Central School of Speech and Drama. Nach ihrem Abschluss spielt sie in kleineren Rollen am Royal National Theatre und veröffentlicht Essays und Artikel in der Vogue, im Wall Street Journal und The Independent. 2014 erscheint ihr Debütroman, »Die Magie der kleinen Dinge«, der von der jungen Nella erzählt, die mit dem Amsterdamer Johannes Brandt verheiratet wird. Als sie in das neue Haus einzieht, ist die Begrüßung der Brandts nicht besonders herzlich und Nella bleibt nur ihr Hochzeitsgeschenk als einzige Freude, eine Miniaturnachbildung des Hauses. Doch bald bekommt sie auch Miniaturen seiner Bewohner und Nella beginnt, gut gehütete Geheimnisse aufzudecken. Das Buch schaffte es auf die Longlist des Walter Scott Prize for historical fiction und wurde zudem mit einigen weiteren Preisen ausgezeichnet. Ende 2017 strahlt BBC One eine Verfilmung des Buches aus. An ihren Erfolg konnte Burton mit ihrem zweiten Buch, »Das Geheimnis der Muse« anknüpfen. Die Autorin lebt heute noch in ihrer Geburtsstadt London.

Alle Bücher von Jessie Burton

Jessie BurtonDas Geheimnis der Muse
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Das Geheimnis der Muse
Das Geheimnis der Muse
 (118)
Erschienen am 11.03.2018
Jessie BurtonDie Magie der kleinen Dinge
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Die Magie der kleinen Dinge
Die Magie der kleinen Dinge
 (122)
Erschienen am 20.06.2016
Jessie BurtonThe Miniaturist
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The Miniaturist
The Miniaturist
 (11)
Erschienen am 01.09.2014
Jessie BurtonThe Muse
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The Muse
The Muse
 (3)
Erschienen am 30.06.2016
Jessie BurtonHet huis aan de gouden bocht / druk 1
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Het huis aan de gouden bocht / druk 1
Het huis aan de gouden bocht / druk 1
 (0)
Erschienen am 13.06.2014
Jessie BurtonIl miniaturista
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Il miniaturista
Il miniaturista
 (0)
Erschienen am 01.02.2015
Jessie BurtonThe Miniaturist
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The Miniaturist
The Miniaturist
 (0)
Erschienen am 26.08.2014

Neue Rezensionen zu Jessie Burton

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Rezension zu "Das Geheimnis der Muse" von Jessie Burton

Eine fesselnde und betörende Geschichte um große Ambitionen
WinfriedStanzickvor einem Monat


„Nicht jeder erhält am Ende, was er verdient.“
Mit diesem Satz beginnt Jessie Burton ihren zweiten Roman „Das Geheimnis der Muse“, der in über 30 Sprachen übersetzt wurde und nun verfilmt wird. Sie führt den Leser an zwei Schauplätze in zwei Zeiträumen, zum einen nach Spanien ins Jahr 1936 und zum anderen ins London der späten 60er Jahre.
1967 bewirbt sich Odelle, eine junge Frau aus Trinidad, als Schreibkraft am Skelton Institut, einer kleinen Galerie. Odelle selbst ist eine talentierte Schriftstellerin, hat aber ihre Träume, ein Buch zu schreiben erstmal aufgegeben. Doch ihre Chefin Marjorie Quick, die sie unter ihre Fittiche nimmt und eine gewisse Zuneigung zu ihr zu hegen scheint, animiert sie, Vertrauen in ihre Fähigkeiten als Schriftstellerin zu haben, und ermutigt sie, eigene Arbeiten zu veröffentlichen.
Auf einer Party trifft Odelle Lawrie, einen jungen Mann, der Gemälde geerbt hat, dessen Wert im Skelton Institut geprüft wird. Das auffällige Bild hat augenscheinlich eine seltsame Wirkung auf Quick. Es entpuppt sich als Werk von Isaac Robles und führt ins Spanien des Jahres 1936.
Denn um das Gemälde rankt sich ein folgenschweres Geheimnis, das ins Jahr 1936 zurückreicht, als Olive Schloss, eine begabte junge Malerin, in Andalusien auf den Künstler und Revolutionär Isaac Robles trifft. Eine Begegnung, die ungeahnte Konsequenzen nach sich zieht ...
Sowohl Olive als auch Odelle sind Frauen mit kreativen Fähigkeiten, und beiden fehlt aus unterschiedlichen Gründen das Selbstbewusstsein, zu ihren Gaben zu stehen. Ihr Leben wird sich durch das Gemälde verquicken. Und so entwickelt Jessie Burton mit viel Kunstverstand  zwischen dem schillernden London der Sechziger und dem schwülheißen Andalusien der Dreißiger eine fesselnde und betörende Geschichte um große Ambitionen und noch größere Begierden.






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heinokos avatar

Rezension zu "Das Geheimnis der Muse" von Jessie Burton

Ein Buch wie ein opulentes Gemälde
heinokovor einem Monat

Ein Buch wie ein opulentes Gemälde

 

Zwei Handlungsstränge fangen den Leser sofort ein. In den sechziger Jahren kommt die junge farbige Odelle Bastien aus Trinidad nach London in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Während sie erst einmal trotz Hochschulstudium als Schuhverkäuferin ihre Tage fristet, träumt sie davon, Schriftstellerin zu werden. Als sie einen Job in der renommierten Kunstgalerie Skelton ergattert, fühlt sie sich aufgewertet, umso mehr, als Quick, eine leitende Mitarbeiterin, sie unter ihre Fittiche nimmt und ihr Schreibtalent fördert. Als ein seit dem Spanischen Bürgerkrieg verschollenes Gemälde auftaucht, wird Odelle’s Leben zunehmend auf den Kopf gestellt…

Im zweiten Handlungsstrang befinden wir uns 30 Jahre früher im heißen Andalusien, wohin sich die Familie Schloss vor den politischen Wirren in Wien geflüchtet hatte. Olive, die 19-jährige Tochter, ist eine überaus begabte junge Malerin, die sich jedoch von ihrem Talent nichts verspricht, denn „nur Männer können Kunst erschaffen“.  Ihr Vater, ein bekannter Wiener Galerist, weiß nichts von den künstlerischen Ambitionen seiner Tochter. Olive begegnet dem Revolutionär Isaac Robles. Auch er malt…

 

Odelle berichtet in Ich-Form aus ihrem Leben und kommt damit dem Leser schnell sehr nahe. Sie erlebt zwar Diskriminierung, arbeitet weit unter ihrem Niveau, aber sie klagt nicht, sondern gibt das Streben auf Verwirklichung ihres Lebenstraumes nicht auf. Mit wachem Herzen und offenen Augen, immer aber auch mit einer gewissen inneren Distanz, beobachtet Odelle ihre Umwelt, ihre Mitmenschen, sehr genau und wir, die Leser, mit ihr. Eine immanente Spannung baut sich auf, weil man sehr schnell versucht, eine erklärbare Brücke zwischen 1936 und 1967 zu spannen.

Die Sequenzen in Andalusien werden von einem neutralen Beobachter erzählt, dennoch rücken sie nicht, wie vielleicht zu erwarten wäre, dadurch in Distanz zum Leser. Im Gegenteil, für mich waren die Erzählstränge rund um Olive sehr intensiv in ihrer Wirkung, gerade durch das schwülheiße Klima, das mit schwülheißen Begierden korrespondiert und meisterhaft geschildert wird.

Durch die jeweils relativ langen Zeitsequenzen verlor ich mich beim Lesen völlig in die Schilderungen der Geschehnisse von jeweils 1967 und 1936 und musste, besonders wenn ich das Lesen vorher unterbrochen hatte, erst wieder den Anschluss finden, was mir aber dank des großartig-eindringlichen Schreibstils der Autorin zügig gelang.

Mich hat tief beeindruckt, wie Jessie Burton es versteht, mit Worten zu malen, wie sie den Aufruhr von Farben und Formen in Worte fassen kann. Allein schon ihre Bildbeschreibungen sind so intensiv und aussagekräftig, dass man meint, das Bild vor Augen zu haben. Das Buch selbst ist wie ein Gemälde, und die erzählten Szenen sind weitere Gemälde, teils leichte Skizzen, teils Farbexplosionen, teils aquarellfeine Momentaufnahmen. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, Raum um Raum einer Gemäldegalerie zu durchwandern und von Gefühlsfarben geradezu berauscht zu werden. Ich sah oftmals die Protagonisten wie im Bild festgehalten, als Stillstand im Durchleben von Gefühlsmomenten, Stimmungen und unausgesprochenen Gedanken. Zum Ende hin wird die Geschichte rund um Odile zur griechischen Tragödie, zum unausweichlichen Schicksal, und das Leben von Odelle verknüpft sich in dramatischer und atmosphärisch dichter Weise mit den früheren Ereignissen in Andalusien. Das Buch ist ein wunderbar opulentes Gemälde,  großartig in Wortmalerei gesetzt.

 


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Helena89s avatar

Rezension zu "Das Geheimnis der Muse" von Jessie Burton

Von der Muse geküsst
Helena89vor 2 Monaten

Odelle Bastien, eine junge Frau aus Trinidad, mit erstklassigem Abschluss in Englischer Literatur und schriftstellerischen Ambitionen, zieht nach England und gewährt uns Einblick in die Zeit, die sie am meisten geprägt hat. „Die beherrschenden Ideen, das Timbre, die typische Gestalt all dessen, was ich schreibe, haben ihren Dreh- und Angelpunkt in jener kurzen Phase meines Lebens. Im Schreiben bearbeite und wiederhole ich in immer neuen Variationen die Erfahrungen, die mich damals geformt haben.“ In diese kurze Phase ihres Lebens, über die Odelle spricht, fallen zwei einschneidende Ereignisse: Odelle beginnt ihre Arbeit als Sekretärin in der renommierten Kunstgalerie Skelton, wo ihr die geheimnisvolle Marjorie Quick immer wieder neue Fragen aufwirft, und sie macht auf der Hochzeitsfeier ihrer besten Freundin Bekanntschaft mit Lawrie Scott, der sich im Besitz eines Gemäldes befindet – dem einzigen Erbstück seiner kürzlich verstorbenen Mutter. Wie sich herausstellt, handelt es sich bei dem Bild um ein verschollen geglaubtes Gemälde des andalusischen Revolutionärs Isaac Roble. Dieses Gemälde wird zum Verbindungsstück mit den Geschehnissen des Jahres 1936 in Spanien, wohin die junge Malerin Olive Schloss mit ihren Eltern vor den Unruhen der 30er Jahre aus London flieht. Dort lernen sie ihre unmittelbaren Nachbarn, Isaac Roble und seine Schwester Teresa, kennen. Zwischen Olive und Isaac entwickelt sich eine Liebesbeziehung, die in Olive unerwartete kreative Kräfte freisetzt, die ihren Ausdruck in vier Gemälden wiederfinden.

Die Autorin Jessie Burton greift in diesem Teil des Romans tief verwurzelte tradierte Denkmuster auf, in denen der Mann als Subjekt, die Frau als Objekt figuriert und vertauscht die Geschlechter-rollen: Es ist der Mann, der zur ‚Muse’ für die Künstlerin wird. Er ist Objekt ihrer Liebe und seine Liebeserwiderung ist ihr unentbehrlich für das kreative Schaffen. Aus dem ultimativen „Ich kann ohne dich nicht leben“ wird ein „Ich kann ohne dich nicht malen“. Auch in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts herrscht Konsens darüber, Frauen könnten zwar dichterisch und künstlerisch tätig sein, ein wahres Kunstwerk könnte aber nur ein Mann zustande bringen. Nur ein Mann kann Neues schaffen. Diese Auffassung konzentriert sich in der Figur des Kunsthändlers Harold Schloss, Olives Vater. Aus einer von Olive Schloss nicht geplanten Situation heraus, wird Isaac Robles für den Schöpfer ihres Werks gehalten. Harold Schloss glaubt einen wahren Künstler gefunden zu haben und nimmt "Die heilige Justa im Brunnen" als "Frauen im Weizenfeld" auf einen Siegeszug mit nach Paris. Weitere Gemälde entstehen unter falscher Identität.

Ein verhängnisvolles Tauziehen beginnt: „Ich glaube, es war immer schon in dir und hat nur darauf gewartet, endlich ans Licht zu kommen. Ich war nur zufällig zur richtigen Zeit da, sodass du mich als Projektionsfläche benutzt hast. […] Ich bin eine Berühmtheit in Paris, obwohl ich nie dort gewesen bin. Ich male Selbstporträts, die ich nie zu Gesicht bekommen habe. Du stiehlst meine Identität, Olive. Ich merke, wie ich mehr und mehr verschwinde, je sichtbarer ich werde.“ Olive hält Isaac entgegen: „Weißt du, wie viele Künstler mein Vater verkauft? Das letzte Mal, als ich gezählt habe, waren es sechsundzwanzig. Wie viele Frauen sind darunter, was meinst du, Isaac? Keine. Nicht eine einzige. Frauen können nämlich nicht malen, weißt du? Sie haben zwar, soweit mir bekannt ist, ebenso wie die Männer Augen und Hände, Herz und Seele, aber ihnen fehlt das Schöpferische. Dagegen kommt man nicht an, ich hätte keine Chance.“ – „Aber es wäre doch immer noch dasselbe Bild, wenn dein Name darunter stünde“, sagte Isaac. „[...] Du hättest die Verhältnisse ändern können.“ – „Es hätte nie und nimmer funktioniert. […] Das, was du ›die Verhältnisse ändern‹ nennst, würde mich so viel Energie kosten, dass keine mehr zum Malen übrig bliebe, und genau das ist der springende Punkt: Du willst, dass ich die Energie, die ein Mann aufwenden kann, um etwas möglichst Gutes zu schaffen, dafür nutze ›die Verhältnisse zu ändern‹. Du verstehst das nicht, Isaac, weil du immer ein Leben als Individuum geführt hast.“

Bereits dreißig Jahre später kann die junge Odelle als Individuum und Dichterin in der Gesellschaft Anklang finden. Das Britische Konsulat in Trinidad verleiht ihr den ersten Preis für das Gedicht "Caribbean Spider-Lily", ihr die Liebe thematisierendes Gedicht, das sie auf der Hochzeit ihrer Freundin Cynthia vorträgt, sorgt für positiven Aufruhr und auf Marjorie Quicks Initiative hin wird ihre Kurzgeschichte "Die Frau ohne Zehen" in der London Review abgedruckt. Als karibische Migrantin hat sie mit Problemen und Vorurteilen anderer Natur zu kämpfen. Sie muss feststellen, dass das in ihrem Heimatland gezeichnete Bild von England nicht mit dem übereinstimmt, was sie selbst in London vorfindet. „Man stellt sich vor, in London gibt es nichts als Ordnung und Überfluss und Anstand und grüne Natur. Man verliert ganz das Gefühl für die Distanz. […] Die Queen regiert in London und ist gleichzeitig Staatsoberhaupt unserer Insel. Also fühlt es sich an, als wären wir in London zu Hause. […] Man denkt, die Leute kennen einen, weil sie auch Dickens und Brontë und Shakespeare lesen, aber ich habe hier noch niemanden getroffen, der auch nur drei seiner Stücke nennen könnte. [..] Sie schauen nicht mal aus dem Fenster raus, weil sie denken, sie kennen sowieso jeden Busch und jede Blume da draußen, die Rinde von jedem Baum und die Stimmung jeder Wolke. Aber wir haben Platz für jede Menge Sprachen […] Was ist ihr Englisch im Vergleich mit meinem Kreolisch, mit allem, was dazugehört – Kongo und Spanisch, Hindi, Französisch, Englisch, Bhojpuri, Yoruba und Manding?“

Während Odelle in dem Gemälde "Rufina und der Löwe" eine Geschichte sieht, die zum Teil auch
ihre eigene geworden ist, ist es für Lawrie „eine Ware, ein Mittel zum Zweck. Er sah darin eine Gelegenheit, die Chance, neu anzufangen“. Edmund Reede, der Direktor des Skelton, sieht in den Bildern "Die heilige Justa im Brunnen" und "Rufina und der Löwe" eine Fortführung der Tradition spanischer Malerei und zugleich eine Variation des Themas der zwei heiligen Schwestern Justa und Rufina: „Robles war nicht der einzige Spanier, der Rufina und Justa gemalt hat. Velázquez, Zurbarán, Murillo und Goya, vier große spanische Maler, die die zwei Schwestern auch gemalt haben. […] Schöpferische Rebellion gegen die herrschenden Verhältnisse. […] Die Töpferin Rufina, eine aufrechte Vertreterin der Arbeiterklasse, trotzt dem Löwen des Faschismus. […] Und die Entdeckung, dass zwischen den beiden Gemälden […] eine enge Verbindung besteht, erschließt uns neue Einblicke in seine Arbeitsweise, in seine ganze Geistesart […]. Mein Konzept der Ausstellung zielt darauf, deutlich zu machen, dass der früh aus dem Leben gerissene Robles, eine internationale Berühmtheit der modernen Kunst, sich der großen Tradition spanischer Malerei, in der er stand, […] sehr wohl bewusst war.“

Kunst- und Literaturtheorien zielen oftmals darauf, sich einem bestimmten Werk über den Autor zu nähern, Rückschlüsse über sein Werk aus der Zeit ziehen, in der der Künstler gelebt hat oder sogar das Werk im Licht einer gegenwärtigen Geistesströmung zu deuten. Die Autorin Jessie Burton scheint mit ihrem Roman Das Geheimnis der Muse auf eine andere Herangehensweise sensibilisieren zu wollen. Sie propagiert den Sinn-Objektivismus: Alle Fragen, die das Werk aufwirft, kann das Werk selbst beantworten. Das Werk selbst sprechen lassen, ist Programm dieses Ansatzes. Indem die Autorin Edmund Reede so überzeugend das Werk "Rufina und der Löwe" in den Kontext des spanischen Bürgerkriegs setzen und ihn daraus scheinbar einwandfrei und überzeugend die künstlerische Aussage des Revolutionärs Isaac Robles ableiten lässt, dekonstruiert sie diese Art der Herangehensweise an ein (Kunst-)Werk. Jessie Burton erlaubt dem Leser mit ihrem Roman hinter die wahren Kulissen zu blicken und gewährt ihm die Möglichkeit, eine eigene Interpretation für das Werk zu finden, ohne ihm eine bestimmte Deutung aufzuzwängen. „Am Ende gelingt ein Kunstwerk nur dann, wenn […] sein Schöpfer den unverrückbaren Glauben daran besitzt, der es ins Dasein bringt.“

Jessie Burton setzt sich in ihrem Roman Das Geheimnis der Muse souverän mit dem geschichtlichen Hintergrund Spaniens zur Zeit des Bürgerkriegs, der Kolonialpolitik des Empires und dem Selbstbild Großbritanniens der 60er Jahre, mit dem alten und neuen Kunstverständnis und dem Geschlechterrollen-Diskurs auseinander – dies alles eingebettet in zwei miteinander verwobene Handlungsstränge, die einen bis zur letzten Seite fesseln.

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Gespräche aus der Community

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Insel_Verlags avatar

Zwei junge Frauen, durch ein Gemälde schicksalhaft miteinander verwoben …

Vom andalusischen Dorf im Jahr 1936, wo sich die Revolution wie ein Donnergrollen ankündigt, bis ins aufregende London der Swinging Sixties: In Jessie Burtons neuem Roman Das Geheimnis der Muse entspinnt sich eine fesselnde und betörende Geschichte um große Ambitionen und noch größere Begierden zweier junger Künstlerinnen, die ein geheimnisvolles Gemälde über die Jahrzehnte und Ländergrenzen hinweg verbindet.

»Voller Cliffhanger, unerwarteter Wendungen und überraschender Enthüllungen.« Daily Telegraph

Worum geht’s genau?
Als Odelle Bastien im Sommer 1967 aus Trinidad nach England kommt, um ihren Traum vom Schreiben zu verwirklichen, ergattert einen Job in der renommierten Kunstgalerie Skelton. Durch den sensationellen Fund eines unbekannten Gemäldes von Isaac Robles, einem verschollenen spanischen Künstler, wird Odelle in eine Geschichte verstrickt, die ihr Leben völlig auf den Kopf stellt. Denn um das beeindruckende Gemälde entspinnt sich ein folgenschweres Geheimnis, das ins Jahr 1936 zurückreicht, als die talentierte junge Malerin Olive Schloss in Andalusien auf den Künstler und Revolutionär Isaac Robles trifft …

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Ihr wollt erfahren, was es mit dem geheimnisvollen Gemälde auf sich hat? Dann bewerbt Euch einfach bis zum 7. März über den blauen „Jetzt bewerben“-Button* für die Leserunde – und beantwortet uns dazu folgende Frage:

Wer ist Eure Lieblingskünstlerin oder Euer Lieblingskünstler und warum?


Über den Autor: Jessie Burton wurde 1982 in London geboren, wo sie auch heute lebt. Sie studierte Englisch und Spanisch in Oxford sowie Schauspiel an der Central School of Speech and Drama. Für ihren ersten Roman »Die Magie der kleinen Dinge« (2014) wurde sie mehrfach ausgezeichnet, eine Verfilmung des Buches war Ende 2017 auf BBC One zu sehen. Burton arbeitet derzeit an ihrem dritten Roman. Im Herbst 2018 erscheint außerdem ihr erstes Kinderbuch.

PS: Um über alle Leserunden und Buchverlosungen aus dem Insel Verlag auf dem Laufenden zu bleiben, schaut mal hier vorbei ...

* Im Gewinnfall verpflichtet Ihr Euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 4 Wochen nach Erhalt des Buches sowie zum Veröffentlichen einer ausführlichen Rezension auf LovelyBooks.de, nachdem Ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet Ihr vor Eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir die Bücher nur innerhalb Europas verschicken.
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Lust auf eins von 5 riesigen Buchpaketen zum Leserpreis 2015?

Es ist wieder soweit - für den Leserpreis 2015 suchen wir eure Lieblingsbücher. Wir sind schon wahnsinnig gespannt, welche Bücher euch in diesem Jahr am meisten begeistern konnten und können das Ergebnis, das am 26. November feststehen wird, gar nicht erwarten!

PS: Die Gewinner stehen mittlerweile fest!

Hier könnt ihr alle Preisträger und Platzierungen sehen!

Unsere große Verlosung für euch!

Jedes Jahr, wenn der Leserpreis näher rückt, dann kommt bei uns eine ganz besondere Stimmung auf. Es ist ein bisschen, als würde Weihnachten einfach mal 2 Monate nach vorn gezogen und würde ganz lange dauern :-) Deshalb möchten wir euch neben den tollen Buchempfehlungen und der Möglichkeit selbst mitzuentscheiden, auch eine ganz besondere Verlosung bieten. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen verlosen. Fünf Gewinner dürfen sich also über eine ordentliche Ladung neuen Lesestoff freuen! Und mal ehrlich - davon kann man doch nie genug haben, oder?

1. Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten - 3 der 5 Buchpakete verlosen wir unter allen Bloggern, die auf ihrem Blog über den Leserpreis berichten und darauf verlinken. Bitte teilt uns den Link zu eurem Blogbeitrag hier mit, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt!
http://www.lovelybooks.de/leserpreis/
Grafikmaterial findet ihr hier!

2. Wenn ihr keinen Blog habt, könnt ihr alternativ auf den Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Google + und ähnlichen auf den Leserpreis hinweisen. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 2 Buchpakete mit jeweils 50 Büchern. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt und ihn uns hier verlinkt. Bitte verlinkt, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt, direkt auf eurer Posting und nicht auf euer gesamtes Profil. Außerdem müssen in eurem Social-Media-Posting unbedingt der Link zum Leserpreis und der Hashtag #Leserpreis enthalten sein.
http://www.lovelybooks.de/leserpreis/

3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt, ein Buch, das ihr durch den diesjährigen Leserpreis entdeckt habt und das ihr jetzt unbedingt lesen möchtet. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 5 einzelne Bücher, die die jeweiligen Gewinner auf ihren Wunschzetteln haben.

Ihr dürft natürlich auch 1 & 2 oder 1, 2 & 3 kombinieren und so eure Chancen steigern :-) Die Teilnahme ist bis einschließlich 29. November möglich!

Wir wünschen euch ganz viel Spaß & schaut doch mal rein, welche Bücher in diesem Jahr das Rennen gemacht haben!

PS: Die angehängten Bücher sind ein paar Beispiele, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen!
Tatsus avatar
Letzter Beitrag von  Tatsuvor 3 Jahren
Oh, wie schön, danke für den Link! Ich werde dabei sein :)
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