Jessie Burton

 4 Sterne bei 463 Bewertungen
Autorin von Die Magie der kleinen Dinge, Das Geheimnis der Muse und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Ein doppeltes künstlerisches Talent: Jessie Burton wird 1982 in London geboren. Sie studiert Englisch und Spanisch in Oxford sowie Schauspiel an der Central School of Speech and Drama. Nach ihrem Abschluss spielt sie in kleineren Rollen am Royal National Theatre und veröffentlicht Essays und Artikel in der Vogue, im Wall Street Journal und The Independent. 2014 erscheint ihr Debütroman, »Die Magie der kleinen Dinge«, der von der jungen Nella erzählt, die mit dem Amsterdamer Johannes Brandt verheiratet wird. Als sie in das neue Haus einzieht, ist die Begrüßung der Brandts nicht besonders herzlich und Nella bleibt nur ihr Hochzeitsgeschenk als einzige Freude, eine Miniaturnachbildung des Hauses. Doch bald bekommt sie auch Miniaturen seiner Bewohner und Nella beginnt, gut gehütete Geheimnisse aufzudecken. Das Buch schaffte es auf die Longlist des Walter Scott Prize for historical fiction und wurde zudem mit einigen weiteren Preisen ausgezeichnet. Ende 2017 strahlt BBC One eine Verfilmung des Buches aus. An ihren Erfolg konnte Burton mit ihrem zweiten Buch, »Das Geheimnis der Muse« anknüpfen. Die Autorin lebt heute noch in ihrer Geburtsstadt London.

Alle Bücher von Jessie Burton

Cover des Buches Das Geheimnis der Muse (ISBN: 9783458364047)

Das Geheimnis der Muse

 (139)
Erschienen am 13.05.2019
Cover des Buches Die Magie der kleinen Dinge (ISBN: 9783734103070)

Die Magie der kleinen Dinge

 (150)
Erschienen am 20.06.2016
Cover des Buches Die Geheimnisse meiner Mutter (ISBN: 9783458681441)

Die Geheimnisse meiner Mutter

 (84)
Erschienen am 17.04.2021
Cover des Buches Das Haus an der Herengracht (ISBN: 9783458682639)

Das Haus an der Herengracht

 (66)
Erschienen am 11.03.2023
Cover des Buches Die Magie der kleinen Dinge (ISBN: 9783458682813)

Die Magie der kleinen Dinge

 (0)
Erschienen am 11.03.2023
Cover des Buches The Miniaturist (ISBN: 9780062306845)

The Miniaturist

 (15)
Erschienen am 02.06.2015
Cover des Buches The Muse (ISBN: 9780062409928)

The Muse

 (4)
Erschienen am 26.07.2016

Neue Rezensionen zu Jessie Burton

Cover des Buches Das Haus an der Herengracht (ISBN: 9783458682639)
E

Rezension zu "Das Haus an der Herengracht" von Jessie Burton

Wieder bei Familie Brandt in Amsterdam
e-lanevor 9 Monaten

Wir dürfen mit "Das Haus an der Herengracht" wieder am Leben der Familie Brandt teilnehmen, nun 18 Jahre später. Es hat sich viel verändert - nachvollziehbar nach dem Tod von Marin und Johannes. Thea ist 18 und in dem Alter zu heiraten, was auch für die Zukunft der Familie von großer Relevanz zu sein scheint, denn es hängt viel davon ab.
Es ist schön wie die Parallelen zu dem vorangegangen Teil der Geschichte aufgemacht werden. Eine junge Frau mit viel Euphorie, die von der etwas kühlen Herrin im Haus gedämpft wird, auch wenn dies nicht gerade von bösen Absichten herrührt.
Im Vergleich zu anderen Bücher, die ich von Jessie Burton gelesen habe, fand ich die Chraktere hier leider etwas flacher, und den Spannungsbogen zum Ende etwas enttäuschend abfallend. In mancher Hinsicht dachte ich auch, das manches Potenzial der Geschichte nicht ganz ausgeschöpft wurde.
Nichtsdestotrotz, daher auch die 4 Sterne, war es wieder sehr spannend und wunderschön zu lesen. Jessie Burton hat ein Talent dafür, mich an einer Stelle des Buches immer mit einer recht unerwarteten Wendung zu überraschen. Auch neue Charaktere, wie z.B. Witsen, waren meiner Meinung nach sehr bereichernd während des Lesens. Auch das dateilreiche Cover hat mir sehr gefallen, dessen Symbolik im Laufe des Buches erkenntlich wird.
Somit kann ich sagen, auch wenn meine Erwartungen nicht ganz erfüllt wurden, dass ich das Buch sehr genossen habe und ich gerne in die Geschichte eingetaucht bin, vielen Dank Jessie Burton!

Cover des Buches Medusa: A beautiful and profound retelling of Medusa’s story (ISBN: 9781526662408)
L

Rezension zu "Medusa: A beautiful and profound retelling of Medusa’s story" von Jessie Burton

Schöner Schreib- und Erzählstil, aber abweichend vom Mythos
Lira_Aryanavor 10 Monaten

Ich habe rezent wieder griechische Mythen und Retellings aufgegriffen. Darunter ist heute Medusa gefallen. Was sich darüber sagen lässt ist, dass der Schreibstil unheimlich schön ist. Es fühlt sich an als würde man fließend durch ein Gedicht lesen. Das lag an den gewählten Wörtern und Beschreibungen und den sprachlichen Liebkosungen der beiden Figuren. 

Besonders gefallen, hat mir die Auseinandersetzung von Medusa mit ihrer Schwester Stehno. Ich finde, dass das female empowerment Element am besten durch die Schwesterliebe und das gemeinsame Durchstehen der Unfairheiten gegenüber den Mädchen hervorkommt. Auch die Binnenerzählung über Poseidon und Athene war in Ordnung. Allerdings hätte Athene in der Erzählung wesentlich besser davonkommen können. Wenn man es schon auf Feminismus usw. auslegt, dann hätte sich in diesem Aspekt auch die Frage gestellt werden können, ob Athene den Fluch nicht eigentlich als Hilfestellung und Erlösung angesehen hat.

Den Trend der derzeitigen Retellings in Verbindung mit Feminismus und Gender-studies kenne ich bereits aus anderen Retellings und Neufassungen der griechischen Mythen. Darunter fallen etwa Elektra, Ariadne und The Song of Achilles, die ich alle empfehlen kann. Tatsächlich hat mich das hier mehr gestört als in anderen neuen Werken. Ich fand den Schwerpunkt auf empowerment und female strength zu prominent. Wobei die Erzählung Medusas über ihre Vergangenheit rührend war, fand ich das Ende übertrieben und zu viel des Ganzen. Erstens ist das ganze viel zu schnell vorübergegangen. Bei einem Buch von nur 170 Seiten ist eine kurze Auseinandersetzung zu erwarten. Allerdings wurde dem Heroen Perseus seine gesamte Persönlichkeit damit geraubt, dass die Frau im Mittelpunkt stehen muss und Akteur der eigenen Handlung sein muss. Dadurch hat der Held sehr unsinnig, unüberlegt und unglaubwürdig gewirkt. Sein plötzlicher Gemütsumschwung mag mit seiner Mutter und seiner Mission zusammenhängen, aber da das gesamte Buch sich mit der kurzlebigen Romanze zwischen Perseus und Medusa beschäftigt und es ansonsten keine direkte Handlung gibt, wirkt das Ende schnell und erzwungen. Zudem findet dann die größte Abweichung vom orignialen Stoff statt. Female empowerment kann auch sein, aus der Figur Medusas ein Märtyrerin zu machen. In dem Fall würde das Ende nicht dermaßen vom Mythos abweichen, dass es genauso gut eine ganz andere Geschichte hätte sein können.

Da mich gestört hat, muss ich dem Buch trotz des wunderschönen, gedichtartigen Schreibsstils den einen oder anderen Punkt anziehen. 

3,5 Sterne


Cover des Buches Das Haus an der Herengracht (ISBN: 9783458682639)
S

Rezension zu "Das Haus an der Herengracht" von Jessie Burton

Leider ein Flop
Simone_081vor 10 Monaten

"Das Haus an der Herengracht" war für mich ein Leseflop. "Die Magie der kleinen Dinge" hat mir damals sehr gut gefallen, und auch die TV-Serie war gut gemacht und unterhaltsam.
Vermutlich wurde Jessie Burton nach dem Erfolg von ihrem Debüt von ihrem Verlag dazu überredet, eine Fortsetzung zu schreiben, zumindest fühlt sich das Buch so an... irgendwie erzwungen.

Was mir vor allem fehlt, ist die besondere Atmosphäre und Geschichte des Debüts. Die Geschichte spielt zwar nach wie vor in Amsterdam im 18. Jahrhundert, sie könnte aber in jeder anderen x-beliebigen Stadt und auch auch 200 Jahre später spielen (das wäre vielleicht sogar passender gewesen), da man zu keinem Zeitpunkt etwas von Amsterdam oder der besonderen Zeit spürt oder erfährt.
Auch die bedrückende Atmosphäre des Vorgängers ist hier gar nicht zu spüren. Stattdessen bekommt man eine langweilige, halbgare Geschichte über eine junge Frau, die unsterblich in einen Mann verliebt ist. Ihre Familie ist jedoch in Geldnöten und will sie gut verheiraten. Dass der Liebhaber nicht der ist, für den er sich ausgibt, versteht sich von selbst.
Die Geschichte erinnert mehr an einen klischeehaften Liebesroman. Alles ist sehr vorhersehbar und uninspiriert. Zu keinem Zeitpunkt wurde ich überrascht oder wollte herausfinden, was noch passiert, da ich eigentlich alles schon erahnen konnte.

Hinzu kommt, dass die Charaktere so unsympathisch und flach sind, dass man leider auch nicht viel Mitleid für die einzelnen Schicksalsschläge aufbringen kann. Es ist einem einfach egal, was mit den Figuren passiert.

Jessie Burton schreibt zwar interessante Bücher mit ansprechenden Themen, doch leider war bisher keines dabei, das für mich ein absolutes Lesehighlight war. Schade. Ich werde es trotzdem weiter versuchen.

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Zusätzliche Informationen

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Community-Statistik

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