Jessie Greengrass

 3,3 Sterne bei 14 Bewertungen

Lebenslauf von Jessie Greengrass

Jessie Greengrass, geboren 1982, studierte Philosophie in Cambridge und London, wo sie heute noch lebt. Ihre Erzählungssammlung »An Account of the Decline of the Great Auk, According to One Who Saw It« wurde mit renommierten britischen Literaturpreisen ausgezeichnet. Mit ihrem ersten Roman steht sie auf den Shortlists mehrerer Preise und gilt als eine der vielversprechendsten englischen Autorinnen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Jessie Greengrass

Cover des Buches Was wir voneinander wissen (ISBN: 9783462051728)

Was wir voneinander wissen

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Erschienen am 07.05.2020
Cover des Buches Was wir voneinander wissen: Roman (ISBN: B07ZXQRDQS)

Was wir voneinander wissen: Roman

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Erschienen am 07.05.2020

Neue Rezensionen zu Jessie Greengrass

Cover des Buches Was wir voneinander wissen (ISBN: 9783462051728)LaKatis avatar

Rezension zu "Was wir voneinander wissen" von Jessie Greengrass

Auf der Suche nach dem roten Faden
LaKativor 7 Monaten

Eine junge Frau begibt sich auf eine gedankliche Reise in die Vergangenheit, betrachtet ihre Beziehung zu ihrer Mutter und ihrer Großmutter sowie deren Situationen, um daraus für die Zukunft zu lernen. Die Ich-Erzählerin versucht, eine Antwort auf ihre essentiellen Fragen zu finden, um die einzig richtige Entscheidung treffen zu können. Dabei zieht sie auch Persönlichkeiten aus Medizingeschichte zu rate.

Während der mehr als 200 Seiten folgt man größtenteils den Gedanken der Ich-Erzählerin. Dabei vermischen sich Gegenwart und Vergangenheit manches Mal so, dass man den Überblick verliert. Gewöhnungsbedürftigt sind für den einen oder anderen Leser möglicherweise auch die langen verschachtelten Sätze. Ich selbst fand sie wunderbar. Ich verschlang sowohl die interessante Darstellung verschiedener historischer Persönlichkeiten und deren Arbeiten und Lebensentscheidungen als auch die wundervoll philosophisch, scharfsinnigen und exzellent formulierten persönlichen Gedanken und Fragen der Protagonistin. Vieles konnte ich für mich einfach nur unterschreiben!!!

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Cover des Buches Was wir voneinander wissen (ISBN: 9783462051728)B

Rezension zu "Was wir voneinander wissen" von Jessie Greengrass

Was wir voneinander wissen
BirPetvor 10 Monaten

Eine große und bedeutende Frage, die sich Menschen stellen, ist, ob man ein Kind in diese Welt setzen möchte und darum geht es in diesem Roman zunächst. Eine Ich-Erzählerin beleuchtet ihr eigenes Leben und die ihrer weiblichen Vorfahren, jenes ihrer Mutter und das ihrer Großmutter, eine Psychoanalytikerin. Sie geht jedoch noch viel weiter auf der Suche nach Antworten darauf, wie es möglich ist rationale Entscheidungen zu treffen, wenn sich die emotionalen Folgen nicht einschätzen lassen. Ihre Suche führt sie nicht nur in ihre Familiengeschichte, sondern auch in die der Wissenschaft.


In diesem Roman wird das Philosophiestudium der englischen Autorin Jessie Greengrass sehr deutlich. Die Vermischung aus Familiengeschichte, philosophischen Fragen unter Bezugnahme wissenschaftlicher Erkenntnisse aus der Forschung und Geschichte der Medizin machten für mich den Reiz dieses Romans aus. Ich begegnete nicht nur einer interessanten Ich-Erzählerin, die sich die Frage stellt ob sie ein zweites Kind möchte und in einer Ehe lebt, in der ihrerseits Distanz und Nähe etwas problematisch sind ,sondern auch der Entdeckung der X-Strahlen und Wilhelm Röntgen, der Erforschung der Anatomie von John Hunter und Sigmund und Anna Freud bei der Entwicklung der Psychoanalyse. Die Ich-Erzählerin fand in der wissenschaftlichen Welt eine sichere Zuflucht, als ihre Mutter starb und dieser Einschnitt ihres Lebens viele Fragen aufwirft. 

Diese junge Frau nimmt Leser*innen mit in ihre Gedanken, ihre Welt voller Sorgen und Ängste rund um ihre zweite Mutterschaft, ihren Wurzeln, ihrer Beziehung zu anderen und der Welt und Verarbeitung ihrer Biografie.


Den Schreibstil empfand ich als großartig, gewählte Metaphern sehr passend und teils originell, etwas düster und distanziert, sehr sachlich und doch poetisch. Eine tolle, neue und vielversprechenden Stimme.

Ein kurzweiliger philosophisch, poetischer Roman mit psychologischen und wissenschaftlichen Einschüben in brillanter, klarer, nüchterner Sprache rund um die großen Fragen ‘wer bin ich?’, ‘wohin gehe ich?’, ‘wie treffe ich die richtigen Entscheidungen?’ einer ruhigen Erzählerin.

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Cover des Buches Was wir voneinander wissen (ISBN: 9783462051728)YukBooks avatar

Rezension zu "Was wir voneinander wissen" von Jessie Greengrass

Suche nach Erkenntnis
YukBookvor einem Jahr

Wer vor einer schweren Entscheidung steht, holt sich gern Rat bei Freunden, Kollegen oder Experten. Welche Quellen die Ich-Erzählerin in diesem Roman anzapft, ist eher ungewöhnlich. Sie ist zum zweiten Mal schwanger und stellt sich erneut die Frage, ob sie das Kind will oder nicht. Während sie ihre Erstgeborene beim Spielen beobachtet, kommen ihr Zweifel, ob sie den Aufgaben einer Mutter gewachsen ist.

Sie lässt ihre Gedanken in die Vergangenheit schweifen, erinnert sich an die Beziehung zu ihrer Großmutter und zu ihrer kranken Mutter, die sie bis zu ihrem Tod pflegte. Ihre Trauer vermischt sich mit Grübeleien und Sorgen über ihre eigene Zukunft.

Auf der Suche nach Antworten vergräbt sie sich in eine Bibliothek und beschäftigt sich mit dem Leben berühmter Persönlichkeiten wie Wilhelm Conrad Röntgen, Sigmund und Anna Freud oder John Hunter, der die Anatomie erforschte. Sie interessiert sich vor allem dafür, wie diese Wissenschaftler ihre Erkenntnisse gewannen und ob sich darin universelle Muster erkennen und auf ihr eigenes Leben übertragen lassen. Die Idee fand ich sehr originell, doch die Umsetzung eher enttäuschend. Vergeblich suchte ich nach Parallelen und fragte mich mehrmals, worauf die Autorin hinaus will.

So interessant der Lebensweg jedes einzelnen auch ist, erschienen mir die Exkurse etwas lieb- und zusammenhanglos eingeschoben und störten den Erzählfluss. Jessie Greengrass schreibt einfühlsam und auf hohem literarischen Niveau, doch auf die Dauer ist der essayistische Stil auch anstrengend. Manchmal hätte ich der Ich-Erzählerin gern den Rat gegeben, sich nicht so viele Fragen zu stellen und sich in destruktiven Gedanken zu verlieren, sondern ähnlich wie ihr Ehemann mit mehr Zuversicht in die Zukunft zu blicken.

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