Jesus Diaz Erzähl mir von Kuba

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Inhaltsangabe zu „Erzähl mir von Kuba“ von Jesus Diaz

Wehmütig läßt Stalin Martinez die Ereignisse der vergangenen Wochen Revue passieren, während er darauf wartet, daß ihm die unbarmherzige Sonne Miamis auf der Dachterrasse seines Bruders die Haut gerbt und ihm das Aussehen eines Bootsflüchtlings verleiht. Mit seinem neuen Kuba-Roman, der zärtlich und ironisch zugleich ist, trifft Diaz mitten ins Herz.

Ein bewegender und realistischer Kuba-Roman der für gute Unterhaltung sorgt.

— Belladonna

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  • Meine Rezension zu Erzähl mir von Kuba

    Erzähl mir von Kuba

    Belladonna

    09. October 2016 um 12:05

    Beschreibung Der kubanische Zahnarzt Stalin Martínez findet sich auf der Dachterasse seines Bruders in Miami wieder. Dort setzt er sich der brennenden Sonne aus, um das Aussehen eines per Boot Geflüchteten anzunehmen. Dabei hat er viel Zeit um über alle Ereignisse nachzudenken die ihn von seinem geliebten Kuba bis hierhier, nach Miami geführt haben. Dabei kreisen seine Gedanken vor allem um seine Frau Idalys und sein Leben als Zahnarzt in Kuba. Trotz des erlernten Berufes reichte das Einkommen kaum aus um davon zu leben. Viel mehr Hoffnungen hatte er in das kleine Lokal seiner Schwester gesetzt bei dem er sich einige Dollar als Kellner dazu verdienen konnte. Doch das Schicksal hielt anderes für ihn bereit… Meine Meinung Dieses Buch habe ich mir ganz speziell für den diesjährigen Kuba-Urlaub ausgesucht und schließlich zum Teil während der Busrundreise im Weste Kubas gelesen, und am Strand von Varadero beendet. Dabei entpuppte sich die Geschichte von Jesús Díaz als ziemlich mitreisend und vor allem als passende Urlaubslektüre. Der lebendige und bildhafte Schreibstil des Autors hat mich sogleich mitten in das Leben von Stalin Martínez versetzt. Die brütende Gluthitze auf der Dachterasse in Miami sind fast körperlich spürbar, und damit einher geht die Einsamkeit und Leere die der Hauptprotagonist dort empfindet. Im krassen Gegensatz dazu stehen seine Erinnerungen an sein Leben in Kuba. Vor allem die kleinen Anekdoten wie z. B. dass Stalin Martínez Alltagsgenständen wie seinem Ventilator und seinem Fahrrad liebevoll Namen gibt, lassen mir das Herz aufgehen – obwohl dies eigentlich das Gegenteil bezwecken sollte. Diese Gegebenheit weist äußert charmant darauf hin, dass in Kuba viele Dinge nicht so leicht zu beschaffen sind, und wenn doch blätter man einiges an Geld dafür hin. Das schlimme daran, auch heute hat sich daran nicht sehr viel verändert. Trotzdem habe ich die Kubaner als recht zufriedene und vor allem fröhliche Menschen wahrgenommen, deren Herz vor allem für Kunst und Musik schlägt. Genau dieses Gefühl wird mir von Jesús Díaz in „Erzähl mir von Kuba“ vermittelt. Die Geschichte besteht aus zwei Handlungssträngen die ineinander verschwimmen. Zum einen wird aus der Gegenwart berichtet wie sich Stalin Martínez auf der Dachterasse seines Bruders befindet und dann wieder verschwimmt die Geschichte mit der Vergangenheit in Kuba. Von der ersten bis zur letzten Seite klebte ich förmlich an dem Buch. Lediglich das Ende empfang ich als ziemlich unbefriedigend, da es einfach keinen richtigen Abschluss gibt. Deshalb muss ich eine Kleinigkeit von meiner Bewertung abziehen, so dass ich 4,5 von 5 Grinsekatzen für diesen tollen Roman vergebe. Über den Autor Jesús Díaz Rodríguez wurde 1941 in Havanna (Kuba) geboren und wuchs in einem Armenviertel Havannas auf. Als Schüler schloss er sich der Opposition gegen die Herrschaft des Diktators Batista an. Er arbeitete in verschiedenen Redaktionen und war von 1971 bis 1990 beim staatlichen kubanischen Filminstitut (ICAIC) tätig. Nach seiner Ausreise im Jahr 1991 verweigerte die Regierung Kubas seine Rückkehr, so dass Díaz sein weiteres Leben bis zu seinem Tod am 3. Mai 2002 in Madrid (Spanien) verbrachte. Fazit Ein bewegender und realistischer Kuba-Roman der für gute Unterhaltung sorgt.----------------------------------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 08.10.2016

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  • Rezension zu "Erzähl mir von Kuba" von Jesus Diaz

    Erzähl mir von Kuba

    einbuchdassesnicht

    13. August 2009 um 11:49

    Bastante mal: Entweder habe ich die kulturelle Brisanz nicht verstanden oder das Buch ist einfach ein sehr durchschnittliches, das heißt schlechtes. Ein Kubaner, der sich auf der Terrasse seines Bruders in Miama von der Sonne verbrennen lässt, um wie ein Flößerflüchtling auszusehen, spielt im Kopf die Ereignisse durch, die ihn an diesen Ort gebracht haben (chronologisch, als Einschübe zwischen die Erzählzeit auf der Terrasse, auf der er die Familie seines vor Jahren geflüchteten Bruders nach und nach kennen lernt; erzähltheoretisch also sehr konventionell). Die Entwicklung, die der junge Kubaner in den vier Tagen auf dem Dach durchmacht, ist dabei eine sehr spärliche: Er lernt zwar etwas dazu und geht aus der Geschichte - der Tradition des Entwicklungsromans folgend - als ein Gereifter(er) heraus, überwindet Vergangenes; diese Entwicklung entrollt sich aber nur sehr zäh, sodass der Roman vor Allem durch die Wiederholung derselben Gefühlsmuster des Protagonisten gepärgt ist. Fazit: Ich habe mich gelangweilt, aber nicht so schlimm, dass ich das Buch weggelegt habe.

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