Jetta Carleton In Frühlingsnächten

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Inhaltsangabe zu „In Frühlingsnächten“ von Jetta Carleton

Der verschollen geglaubte zweite Roman Als 2009 Jetta Carletons einziger Roman wiederveröffentlicht wurde, berichteten viele Zeitungen über die Geschichte des Welt-Bestsellers, der zu einem Klassiker der amerikanischen Literatur geworden ist – mit einer überraschenden Folge: Das Manuskript von Jetta Carletons zweitem, verloren geglaubtem Roman ist wieder aufgetaucht. Missouri, Anfang der Vierzigerjahre: Allen Liles, Mitte zwanzig, träumt von New York, vom Theater, von der Musik, vom Schreiben. Stattdessen beginnt sie an einem College in der tiefsten Provinz zu unterrichten, wie ihre Mutter und ihre Großmutter. Dort öffnet sie ihren Studenten ein Tor zur Welt, sie treffen sich in Bars und Cafés, diskutieren über Literatur, Philosophie, das Leben, bis spät in die Nacht. Als Allen sich in einen der Studenten verliebt, erkennt sie Grenzen, die sie lange ignoriert hat. Sie muss sich entscheiden, wofür es sich zu kämpfen lohnt – und was ihr die Freiheit wert ist.

Ein solides, schön geschriebenes Buch ohne besondere Höhen und Tiefen.

— Moosi
Moosi

Konnte mich nicht wirklich überzeugen. Zu wenig Tiefgang und zu oberflächliche Charaktere in der durchaus interessanten Geschichte.

— shadow_dragon81
shadow_dragon81

Ich mache es kurz: ein wunderschönes Buch, das man unbedingt lesen muss! Es ist herrlich!

— Cellissima
Cellissima

Eine unglaublich bezaubernde Hommage, nicht nur an die Literatur, sondern hauptsächlich an das Leben selbst!

— Loony_Lovegood
Loony_Lovegood

Ich finde es toll, hier schon die ersten Rezensionen zu der Testleserunde zu finden! Ich bin erst ganz am Anfang, aber die Stimmung des Buches gefällt mir wirklich gut und ihr macht mir Lust auf mehr :)

— Maggi
Maggi

Anspruchsvolles Buch, Empfehlenswert

— katja78
katja78

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  • Ein Buch voller Romantik

    In Frühlingsnächten
    Sommermaedchen23

    Sommermaedchen23

    15. March 2015 um 20:08

    Gleich zu Anfang tat ich mich mit Allen als Protagonistin sehr schwer. Es dauerte bis ich mich in die Zeit hineinversetzen konnte und verstehen weswegen Allen das tut, was ihre Mutter von ihr verlangt. Sie wird Lehrerin, obwohl sie doch viel lieber nach New York gehen würde, um dort Dichterin oder Schriftstellerin zu werden. Doch sie beugt sich dem Willen ihrer Mutter und geht als Lehrerin an ein College. Denn sie muss noch Schulden und Studienkredite abbezahlen und dies geht mit einem sicheren Job eben viel leichter. Außerdem liebte sie die Literatur und bringt diese durch ihre Leidenschaft auch ihren Studenten näher. Als sich herauskristallisiert, dass zwei ihrer Studenten genau so viel Interesse an Literatur, Musik und dem Schreiben haben beginnt sie mit George und Toby sich zu treffen. Sie führen die Diskussionen der Unterrichtsstunden zu Hause und am Abend einfach weiter. Sie begleitet die beiden in Cafés, sie lesen sich gegenseitig aus Büchern vor und albern im Park herum. Wir begleiten die drei durch wunderbare Frühlingsnächten mit tollen Gesprächen, guter Musik und hitzigen Diskussionen. Doch als Allen sich in einen von den beiden Studenten verliebt bemerkt sie zu spät die Grenzen der Gesellschaft. Sie muss sich entscheiden wie viel ihr ihre Träume wert sind. Fazit: Ein Buch voller Romantik, dem Aufbruch in eine neue Generation und mit ganz viel Liebe zur Literatur. In diesem Buch müssen Entscheidungen getroffen werden, die für jede Frau in der heutigen Zeit selbstverständlich sind und keine große Rolle mehr spielen, aber zu dieser Zeit weitreichende Folgen haben konnten. Gleich zu Anfang erzählt Jetta Carleton, dass es zum Teil ihre Geschichte ist, die sie auf Allen Liles übertragen hat und man ist geneigt ihr das zu glauben, denn nur wer so gefühlt und geliebt hat schafft es dieses so in einen Roman zu verpacken. 

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  • Welche Bücher soll ich mir kaufen? Brauche Buchtipps!

    Daniliesing

    Daniliesing

    Hallo, ich tue mich aktuell sehr schwer mit meinen Büchern, die ich hier so habe und dabei sind das wirklich nicht wenig. Vielleicht brauche ich also mal was ganz neues, etwas, das mich wirklich überrascht und vielleicht nicht unbedingt das ist, was ich immer lese. Deshalb wollte ich euch nach Buchkauftipps fragen! Es wäre klasse, wenn ihr mir hier eure Lieblingsbücher nennt, die ich auf keinen Fall verpassen sollte. Es dürfen gern auch Geheimtipps sein, sowas mag ich ganz besonders :-) Es sind also solche Bücher gesucht, die euch richtig am Herzen liegen und die ihr am liebsten immer wieder empfehlen würdet. (Bitte keine Eigenwerbung von Autoren!) Wichtig dabei: ich sollte das Buch noch NICHT in meiner Bibliothek hier haben. Denn von den Büchern, die ihr mir hier empfehlt, möchte ich mir danach 3-5 kaufen und selbst schauen, wie ich sie finde. Natürlich werde ich berichten, für welche Bücher ich mich entscheide und hier verraten, wie sie mir gefallen haben. Jetzt bin ich ganz gespannt und dankbar für jeden Tipp! Eure Empfehlungen möchte ich bis einschließlich 18.5. sammeln und danach werde ich eine Entscheidung treffen und die Bücher kaufen. Dankeschön! Bisherige Vorschläge hänge ich mal an:

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    • 113
  • Der Mond leuchtet immer wieder

    In Frühlingsnächten
    dicketilla

    dicketilla

    02. March 2014 um 19:08

    Wer das Buch „ Wenn die Mondblumen blühen „ gelesen hat, wird wie ich sehnsüchtig auf ein weiteres Buch der Autorin gehofft haben. Ein Sensationsfund, das Manuskript zu diesem Buch, einer Freundin vererbt, und jetzt neu im Buchhandel erschienen. Im südwestlichen Missouri bewirbt sich die 24jährige Allen um eine Stelle an einem Junior College, es ist das Jahr 1941. Eigentlich strebte sie das Lehramt nicht an, sondern würde lieber nach New York gehen, Schriftstellerin werden und Gedichte schreiben. Aber ihre Mutter, selbst Lehrerin, bestand darauf. In den vergangenen Jahren war sie nur mit ihrer Ausbildung beschäftigt, sehnte sich nach Ausgelassenheit, die während ihrer Studienzeit zu kurz gekommen war. Zerstreuung fand sie bei den Dichtern , die sie zu eigenen Zeilen ermutigten. Sie beginnt eine Lektüre- und Diskussionsrunde, um moderne amerikanische Romane, außerhalb des Unterrichts zu besprechen. Die beiden Studenten Georg und Toby sind davon sehr begeistert. Und so verbringen die Drei interessante Abende miteinander, in ihrer etwas abseits von der Stadt gelegenen Wohnung. Allen verbringt eine ausgelassene Zeit, fast als wäre sie selbst wieder ein junges Mädchen. Sie diskutieren, gemeinsame Kinoabende, trinken Bier und tanzen ausgelassen im Nebel. Es ist aber auch die Zeit des Krieges in Europa. Doch dann verändert ein flüchtiger Kuss die Gefühlswelt Allens, und eine heimliche Liebe ihr Leben, und bedroht ihre Existenz. Dieser Roman besticht wieder einmal durch seine wunderbare Sprache. Textpassagen werden voller Genuss gelesen, und man mag sich nicht von ihnen trennen. Wunderbare Umschreibungen der Welt um Allen herum. Viele Autoren, oder Helden ihrer Geschichten werden angesprochen. Man kann beide Bücher eigentlich nicht direkt miteinander vergleichen. Natürlich verspricht man sich einen weiteren Erfolg des Buches " In Frühlingsnächten ". Doch dieses Buch ist nicht nur von der Unschuld geprägt, mit der Allen ihren Schwärmereien, ihrer entgangenen Mädchenzeit nachgeht. Es ist viel von ihrer Liebe zur Lyrik und Literatur geprägt. Was an einigen Stellen durch Nennung der Autoren etwas überfordert wirkt, Wenn man sich mit den amerikanischen Autoren nicht auskennt. Genau wie in ihrem ersten Buch geht es auch darum, seinen Wünschen und Träumen nach zu eifern, sich aus der Umklammerung zu befreien . Für Leser von Jetta Carletons erstem Buch sicher ein Muss, und auch keine Enttäuschung.

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  • Sehnsucht

    In Frühlingsnächten
    Sabine17

    Sabine17

    01. March 2014 um 22:15

    Allen Miles träumt davon nach New York zu gehen und Bücher zu schreiben. Stattdessen wird sie Lehrerin an einem College wie ihre Mutter. Es ist Anfang der Vierzigerjahre und in Amerika wird viel vom Krieg in Europa geredet. Allen beginnt ganz unbedarft mit dem Unterricht. Sie ruft einen Literaturkurs ins Leben und schon bald trifft sie sich mit zwei ihrer Studenten aus dem Kurs: George und Toby. Die Drei diskutieren über Politik, Philosophie, Literatur und das Leben. Sie trinken zusammen Bier, gehen ins Kino oder streichen nachts durch Parks. Sie sind ausgelassen und genießen ihre Jugend. Doch gehört sich so etwas für eine junge Lehrerin an einem konservativen College? Und was ist aus Allens Traum geworden? Dieses Buch ist nach "Wenn die Mondblumen blühen" das einzige weitere Buch, dass Jetta Carleton geschrieben hat. Es kommt nicht ganz an den Zauber des Debütromans heran. Trotzdem hat mich auch diesmal wieder dieser ganz besondere Schreibstil in seinen Bann gezogen. Schade, dass Jetta Carleton nicht mehr Romane verfasst hat. Ich hätte gern noch mehr von ihr und den Träumen ihrer Romanfiguren gelesen. Vielen Dank an Angelika und Regina für die gemeinsame Leserunde, auch wenn ich ein bisschen hinterher gehinkt habe. Ein Extradank an Angelika, die diese Bücher von Kiepenheuer & Witsch bekommen hat und damit diese Leserunde ins Leben gerufen hat.

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  • In Frühlingsnächten

    In Frühlingsnächten
    rallus

    rallus

    20. December 2013 um 11:13

    In Frühlingsnächten vibriert die Luft, die im Winter vergrabenen Knospen öffnen sich - das Leben erblüht. Allen Liles ist eine blasse, zurückhaltende Frau, Mitte zwanzig in Amerika, Anfang der 40er Jahre. Sie findet den Mut zu studieren und eine unabhängige Frau zu werden. Um den Kredit zurückzubezahlen nimmt sie eine Stelle am College in der tiefsten Provinz an. Eigentlich möchte sie nach New York und träumt von einer Schriftstellerkarriere. Auf dem College wird sie kritisch aufgenommen, sie ist nur um weniges älter als ihre Studenten und fühlt sich unter ihnen am wohlsten. Mit zwei von Ihnen, George und Toby verbindet sie über das Seminar mehr als das Thema Schriftsteller. Unbeschwert und intensiv verbringen sie die Abende mit Reden, Musikhören und ausgelassen erkunden sie die Gegend. Doch Kontakte zu Studenten sind nicht erwünscht und so begibt sich Allen in eine gefährliche Situation. Allen wächst in diesen Tagen zu einer Frau, die weiss was sie will: "Doch die Nacht ist eine ganz andere Jahreszeit, wie schon Thoreau sagt. Und in jenen Frühlingsnächten, als der Frühling sich kaum gezeigt hatte und so fröstelnd und unkenntlich war, dass nur Menschen mit großem Weitblick überhaupt merkten, dass er da war, lief ein ganz anderes Wesen die Treppe von Miss Liles' Wohnung hinab." In solchen Momenten wirkt der Zauber der Frühlingsnächte und Jetta Carleton versteht es eine Magie über die Szenerie zu weben. Es gibt aber auch viele Momente in denen das Buch vor sich hinplätschert, so blass wie Allen, so blass wie die Blumen auf dem Buchcover. Teils wird dann auch das literarische Element schlicht bis banal, Schilderungen von Alltagssituationen, seitenweise oberflächliche Dialoge. Allen ist auch keine starke Frau, es ist eine schlichte, recht normale Person, die nur in ihrem Fach Literatur aufblüht. Die Empathie und der Zauber der zwischendurch auffliegt, verfliegt auch wieder schnell in dem durchschnittlichen und trivialen Einerlei. Sehr schön sind die Einblicke in die Gesellschaft des Amerika kurz vor dem Eintritt in den zweiten Weltkrieg. Dennoch kein Buch für vertikale Ausgleichsaufgaben an schiefen Regalen und Schreibtischen. Nach der Lektüre bleibt doch das Positive hängen, auch das Leben besteht nicht nur aus besonderen Momenten und so ist dieses Buch auf jeden Fall lesenswert und in seiner sprachlichen Nostalgie, liebenswert. Vielleicht sollte man es nicht 2 Tage vor der Wintersonnenwende lesen, sondern besser doch In Frühlingsnächten.

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  • Lesemarathon vom 3. bis 6. Oktober 2013 - wer macht mit?

    Daniliesing

    Daniliesing

    Hallo ihr Lieben! das LovelyBooks-Team ist derzeit in begeisterter Lesestimmung und da dachten wir uns, dass der Feiertag in der kommenden Woche (3.10., Tag der deutschen Einheit) doch die perfekte Gelegenheit für einen großen Lesemarathon bietet. Vom 03.10. bis zum 06.10.2013 wollen wir so viele Bücher verschlingen, wie wir nur können. Seid ihr dabei? Natürlich wird es auch wieder Fragen und kleine Aufgaben geben, die zwischendurch für eine zusätzliche Auflockerung sorgen. Ansonsten darf hier fleißig über gerade Gelesenes und Bücher generell geplaudert werden. Ich übernehme dabei natürlich keine Verantwortung für eventuell wachsende Wunschzettel und platzende Bücherregale ;-) Also, stellt schon mal das passende Buchfutter und natürlich den Naschkram bereit, denn in der nächsten Woche wird hier "Buchsport" gemacht! Was ist ein Lesemarathon? Beim Lesemarathon versuchen wir eine bestimmte Zeit lang so viel wie möglich zu lesen, ohne dabei den Spaß zu verlieren. Jeder kann in seinem eigenen Tempo und mit dem Buch/den Büchern seiner Wahl teilnehmen. Dazwischen treffen wir uns hier und tauschen uns über Bücher aus, quatschen einfach ein bisschen und, weil wir neugierig sind, was ihr so lest, wird es auch einige Aufgaben geben, die ihr lösen könnt. Wir starten am Donnerstag, dem 03.10. um 0 Uhr und lesen bis zum Sonntag ebenfalls 0 Uhr. Dabei sind Pausen natürlich strengstens erlaubt ;) Es muss also keinesfalls durchgelesen werden. Auch wer nur an einem bestimmten Tag mitmachen kann oder nur ein paar Stunden, der ist hier herzlich willkommen. Denn vor allem geht es doch um den Spaß am gemeinsamen Lesen! Natürlich könnt ihr auch über Twitter (Hashtag #lblm) oder auf euren Blogs eure Lesefortschritte und Aufgaben posten. Und damit uns das Warten auf den Startschuss nicht so lang wird, können wir die Zeit gleich nutzen und schon ein wenig planen. Also: Wisst ihr schon, was ihr lesen werdet? Habt ihr euch ein Leseziel für den aktuellen Marathon gesetzt, z.B. eine Seitenzahl oder eine bestimmte Anzahl von Büchern, die ihr schaffen möchtet? Warum nehmt ihr teil und wart ihr früher schon mal dabei? :) Wer Lust hast, kann ja auch mal seine Bücherregale fotografieren und hier in einem Beitrag anhängen. Ich gucke mir immer sehr gern Bücherregale von anderen an! Dann können wir einen Blick auf die Auswahl werfen. PS: Unter allen Teilnehmern werden wir auch wieder eine kleine Überraschung verlosen :-) **************************************************** 1. Phase: Vorbereitung / Aufwärmung Zur Vorbereitung auf den großen Lesemarathon müssen wir uns natürlich erstmal aufwärmen. Hierfür werde ich vorab ca. alle 2 Tage bereits kleine Fragen oder Aufgaben stellen, die ich hier liste. Wer Lust hat, kann sie einfach beantworten. Welches Buch liest du gerade und wie gefällt es dir? Würdest du noch mehr von diesem Autor lesen? Auf welches Buch seid ihr schon länger neugierig - vielleicht steht es sogar schon im Regal - aber ihr habt es noch immer nicht gelesen? Wieso eigentlich nicht? Welches Buch hat euch so sehr berührt oder begeistert, dass ihr es am liebsten ganz vielen Menschen schenken oder weiterempfehlen möchtet? Was macht dieses Buch für euch besonders? Gibt es einen Autor, von dem ihr euch unbedingt mal wieder ein neues Buch wünschen würdet? Wenn ja, welcher Autor ist es und in welchem Genre sollte er schreiben? 2. Phase: Lesemarathon Es geht los, die heiße Phase beginnt. Seid ihr auch alle gut vorbereitet? Einige haben ja ganz fleißig beim Warm-Up mitgemacht, sodass Ermüdungserscheinungen nicht so schnell auftreten sollten! Auch jetzt wollen wir natürlich nicht nur lesen, sondern auch die ein oder andere Aufgabe erfüllen und Fragen beantworten: Mit welchem Buch startet ihr in den Lesemarathon und wie lange wollt ihr jetzt erstmal lesen? Was braucht ihr - neben dem Lesestoff - noch unbedingt für einen gelungenen Lesemarathon? Gebt einem Teilnehmer hier beim Lesemarathon einen Buchtipp aus seinem SuB (Stapel ungelesener Bücher). Dazu am besten einfach in der Bibliothek nach den ungelesenen Büchern schauen. Natürlich dürft ihr auch mehreren Teilnehmern Tipps geben und es dürfen auch Bücher sein, die ihr selbst noch gern lesen möchtet. Mit welchem Satz beginnt euer aktuelles Buch? Ändert sich eure Lesestimmung eigentlich mit den unterschiedlichen Jahreszeiten oder könnt ihr immer alles lesen? Welche sind eure persönlichen Top-Empfehlungen für Frühling, Sommer, Herbst und / oder Winter? Wie sehr achtet ihr auf Buchcover? Verleitet euch ein schönes Cover dazu, ein Buch eher zur Hand zu nehmen und näher anzuschauen? Welche Cover findet ihr aktuell besonders gelungen? Wie merkt ihr euch, auf welcher Seite ihr in eurem Buch gerade wart? Nehmt ihr ein Lesezeichen oder irgendetwas, was ihr gerade zur Hand habt? Macht ihr Eselsohren oder legt das Buch umgekehrt offen hin? Habt ihr hier schon bei einer oder mehreren Leserunden mitgemacht? Wenn ja, welche hat euch davon am besten gefallen und wieso? Wenn nicht, wieso? :-) Schreibt ihr euch Lieblingszitate aus Büchern raus oder markiert ihr sie? Verratet doch ein Zitat, das euch besonders gut gefällt! Welches Buch, an das ihr hohe Erwartungen hattet, hat euch dann enttäuscht und wieso? Wenn ihr euch für 3 Bücher entscheiden müsstet, die die einzigen wären, die ihr für den Rest eures Lebens besitzen dürftet, welche wären das? Wie oder durch wen seid ihr zum Lesen gekommen? Was fasziniert euch an Büchern? Was können nur sie im Vergleich zu zum Beispiel zu Musik, Filmen, etc.? In welchem Land könntet ihr ideale Leseferien verbringen? Lest ihr gern anderen Menschen vor oder lasst ihr euch gern vorlesen?

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    • 1362
  • In Frühlingsnächten von Jetta Carleton

    In Frühlingsnächten
    Perle

    Perle

    14. April 2013 um 21:30

    Ich weiß nicht mehr genau, woher ich dieses Buch habe. Entweder vom Flohmarkt oder von einem Tauschregal, glaube ich. Ich wollte es unbedingt jetzt im Frühling lesen, weil es zum Titel passt. Und das Titelbild sah so frühlingshaft aus, deshalb nahm ich es mit. Doch die erste Hälfte des Buches gefiel mir überhaupt nicht, ich konnte mich schwer in die Rollen der Protagonisten reindenken. Mir fiel nur auf, das die Rede von Halloween und Muffins war. Ich dachte erstmal Halloween ist aber im Herbst und nicht im Frühling und wusste nicht, dass es in den 40er Jahren, zu Kriegszeiten in Amerika schon Halloween gab oder auch schon Muffins bekannt waren. Erkundigte mich aber im Internet und fand heraus, dass es dies schon im 19. Jahrhundert gab. Doch plötzlich machte das Buch eine große Wende und es begann interessanter zu werden, mindestens nach der Hälfte des Buches. Daher vergebe ich die zwei Sterne, sonst wäre es nur einer geworden, denn am Anfang gefiel mir der Schreibstil nicht besonders. Erst in der zweiten Hälfte bei ca. Seite 200 wurde es wesentlich besser, das lag sicher daran, dass das Buch jemand anderes zu Ende geschrieben hat, wie am Schluss berichtet wird. Ob ich jetzt das 1. Buch von Jetta Carleton (Wenn die Mondblumen blühen, hört sich gut an) lesen möchte, weiß ich nicht genau, wenn es mir per Zufall in die Hände fliegt vielleicht. Tut mir leid, für diese negative Bewertung, aber mir hat das Buch im Großen und Ganzen nicht gefallen.

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  • Rezension zu "In Frühlingsnächten" von Jetta Carleton

    In Frühlingsnächten
    Emilie

    Emilie

    21. September 2012 um 16:34

    Die junge Lehrerin Allen Liles lebt in einer kleinen Stadt in Missouri. Hier hat sie ihre neue Stelle an einem College angenommen. Geträumt hatte die 25-jährige allerdings von einem anderen Leben, einem freien Leben. Sie wünschte sich, nach New York zu gehen und dort als Schriftstellerin zu leben, aber im Jahr 1941 waren eben Familientraditionen für die Lebensplanung entscheidender, als individuelle Wünsche. Also wurde Allen, wie bereits ihre Mutter, Lehrerin in der Gegend, in der sie aufgewachsen war. Auch als Lehrerin engagiert sie sich für ihre Leidenschaft, die Literatur und bietet neben den Pflichtstunden einen Literaturkurs an. Zu ihren Schülern George und Toby entsteht durch den Kurs eine besonders enge Bindung. Das Kleeblatt zieht durch den Kleinstadtfrühling, hört Musik, diskutiert über Literatur, geht ins Kino. Alle drei genießen ihre Jugend in vollen Zügen, geben sich ihren Sehnsüchten, Träumen und einer vermeintlichen Freiheit hin. Dass die Freiheit in einer Kleinstadt der 1940er Jahre aber sehr enge Grenzen hat, muss Allen bald schmerzhaft erkennen... „In Frühlingsnächten“ ist ein wunderschönes Buch. Die Geschichte der jungen Lehrerin Allen zwischen Träumen, Glück und Tragik fesselt von der ersten bis zur letzten Zeile. Auch sprachlich ist der Roman ansprechend. Er ist leicht geschrieben und doch finden sich immer wieder Sätze, die man ob ihrer Schönheit mehrfach lesen möchte. Die amerikanische Autorin Jetta Carleton (1913 – 1999) hatte mit ihrem ersten Roman „Wenn die Mohnblumen blühen“ in den 1960er Jahren weltweit Erfolg. Erst nach ihrem Tod tauchte das verloren geglaubte Manuskript zu „In Frühlingsnächten“ wieder auf und wurde veröffentlicht. 2012 erschien es auf deutsch. 318 Seiten

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  • Rezension zu "In Frühlingsnächten" von Jetta Carleton

    In Frühlingsnächten
    LaDragonia

    LaDragonia

    05. July 2012 um 19:56

    Zum Inhalt: Allen Liles, Mitte 20, wünscht sich eigentlich nichts sehnlicher als nach New York zu gehen und dort Gedichte zu schreiben. Doch sie bleibt wie ihre Mutter und ihre Großmutter vor ihr in einem kleinen Provinznest als Lehrerin hängen. Dort versucht sie den Studenten wenigstens etwas von ihrer Leidenschaft weiterzugeben in dem sie mit Ihnen über Literatur und Philosophie diskutiert. Sie geht sogar soweit und gründet mit einigen einen kleinen Literaturkreis. Doch aus diesem Kreis gibt es zwei Jungs, die oft bis spät in die Nacht mit ihr diskutieren. Als Allen sich in einen der beiden verliebt, merkt sie das es Grenzen gibt, die sie als Lehrerin nicht überschreiten darf. Nun muss sie sich entscheiden, will sie sich diesen Grenzen beugen, oder will sie ihre Freiheit. Meine Meinung: Auf Jetta Carletons erstes Buch „Wenn Mondblumen blühen“ bin ich seinerzeit durch Zufall aufmerksam geworden. Nach der Lektüre war ich damals hellauf begeistert. Es zählt zu einem meiner absoluten Lieblingsbücher. Deshalb habe ich mich natürlich sehr darüber gefreut, als ich Anfang des Jahres gesehen habe, dass ihr lange verschollen geglaubter zweiter Roman aufgetaucht ist und verlegt werden soll. Allerdings muss ich leider sagen, dass ich von „In Frühlingsnächten“ doch gegen den ersten Roman sehr enttäuscht bin. Er hat lange nicht den Charme den ich erwartet hätte. Ich persönlich habe mich sogar eher durch das Buch gequält und es war mir zeitweise sogar regelrecht langweilig. für jemanden der gerne über Philosphie liest ist dieses Buch bestimmt genau das richtige, aber für mich allerdings eher nicht. Ihr erstes Buch würde ich ohne zu zögern jedem ans Herz legen, aber dieses hier leider nicht so wirklich. Von mir gibt es deshalb diesmal leider auch nur drei Sterne für Jetta Carleton.

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  • Rezension zu "In Frühlingsnächten" von Jetta Carleton

    In Frühlingsnächten
    Annie6

    Annie6

    26. June 2012 um 14:26

    Allen Liles ist eine junge Frau, die auf Drängen ihrer Mutter hin und weil sich ihr sonst keine bessere Wahl bietet, zu einer vorläufigen Karriere als College - Lehrerin entschließt. Sie wird genommen, obwohl sie noch nicht einmal ihre Ausbildung abgeschlossen hat. Sie pflegt bald regen Kontakt mit ihren Studenten, ist mit ihnen auf Augenhöhe und lädt einige von ihnen sogar zu sich nach Hause ein. Doch dann begreift sie Grenzen, wo sie keine geahnt hat. „Allen Liles ist eine fiktive Figur. Ich habe sie erfunden. Auch ihre Geschichte ist erfunden. Aber nicht ganz. Ein Teil davon ist meine Geschichte, an sie überreicht und entsprechend angepasst.“ (Seite 9) Gerade dieses Wissen lenkt die Aufmerksamkeit auf die Details dieser Geschichte und lässt die Autorin gewissermaßen wieder auferstehen. Dies ist ein Buch über das erwachsen werden und darüber Träume aufzugeben und sie vielleicht wieder zu finden. In dieses Buch halten einige politische Themen Einzug, da das Buch zu Zeiten des 2. Weltkriegs spielt. Da die Handlung jedoch in Missouri angesiedelt ist sind Allen und die anderen Personen (noch) nicht persönlich vom Krieg betroffen. Einzig allein die Nachrichten aus Europa beunruhigen sie und bieten Anlass zu Spekulationen und Diskussionen. Für mich hat es sich sehr gut in das Buch eingefügt, die Ernsthaftigkeit und die Notwendigkeit des erwachsen werden ergibt so noch mehr Sinn. Auch romantische Motive sind in diesem Buch vorhanden – denn wie im Klappentext angekündigt, verliebt sie sich in einen Studenten. Wer also ist dieser Student?, ist eine der Fragen die als Leser natürlich beschäftigen. Damit hat es Jette Carleton auch so lange spannend gemacht wie möglich und der Verlauf dieser Liebe, Affäre, Freundschaft oder wie auch immer es endet oder anfängt, ist wirklich anders als von mir erwartet und hat mich dadurch geschockt. Dennoch ist dieser Roman definitiv kein Liebesroman, sondern behandelt ganz andere Themen. Es geht um Literatur (Allen ist Englischlehrerin und auch so für Literatur zu begeistern), eigene und gesellschaftliche Grenzen und Freundschaft. So wird es oft philosophisch, melancholisch, lustig oder knisternd. Bereits im ersten Kapitel ist spürbar, dass Jette Carleton ein großes Talent zum Erzählen besitzt. Der Schreibstil bietet viele bildhafte Beschreibungen und vermittelt trotzdem eine gewisse Distanz zu den Personen, obwohl das Buch aus Allens Sicht erzählt wird. So fesselt der Anfang des Buches sehr – außerdem wird das Buch mit einer interessanten Metapher eingeleitet, die den Verlauf der Geschichte grob umzeichnet und so neugierig macht. Das offene Ende lässt zurück mit allerlei Fragen: Eine Fortsetzung des Romans kann es zwar nicht geben, dennoch hätte ich es mir gewünscht. Das „Schlusswort“ (der letzte Absatz) löst noch mal eine sehr nostalgische Stimmung aus und bringt zum Nachdenken über den eigenen Verlauf des Lebens. Denn obwohl das Buch in den 1960er bzw. 1970er Jahren geschrieben wurde und Anfang der 1940er Jahre spielt, sind doch einige dort angesprochene Probleme und Gegebenheiten auch heute noch so. Daran das man erwachsen werden muss, hat sich nichts geändert. Und daran das einige es nicht wollen, auch nicht. FAZIT Ein toller Roman über Freundschaft, Liebe, Literatur, Grenzen, Träume und die Welt der Erwachsenen. Der Schreibstil von Jette Carleton lädt den Leser zum Mitträumen ein und bietet eine nostalgische Stimmung. Es ist ein oft philosophisches Buch, es hinterfragt warum Dinge so sind und nicht anders und warum der Name „Allen“ Liles nur so außergewöhnlich ist. Am Ende steht ein bittersüßer Abschied von dem Buch, einfach, weil der Frühling vorbei ist… 5/5 Punkte

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  • Leserunde zu "In Frühlingsnächten" von Jetta Carleton

    In Frühlingsnächten
    DieBuchkolumnistin

    DieBuchkolumnistin

    Viele kennen die Autorin Jetta Carleton von ihrem großen Bestseller "Wenn die Mondblumen blühen", welcher sowohl in den 70er Jahren als auch 2009 international sehr erfolgreich war. Nach ihrem Tod ist nun ihr lange verschollen geglaubtes Manuskript zum Roman "In Frühlingsnächten" wieder aufgetaucht und wir freuen uns sehr, dass wir ihn nun zusammen mit Euch lesen & diskutieren dürfen: Missouri, Anfang der Vierzigerjahre: Allen Liles, Mitte zwanzig, träumt von New York, vom Theater, von der Musik, vom Schreiben. Stattdessen beginnt sie an einem College in der tiefsten Provinz zu unterrichten, wie ihre Mutter und ihre Großmutter. Dort öffnet sie ihren Studenten ein Tor zur Welt, sie treffen sich in Bars und Cafés, diskutieren über Literatur, Philosophie, das Leben, bis spät in die Nacht. Als Allen sich in einen der Studenten verliebt, erkennt sie Grenzen, die sie lange ignoriert hat. Sie muss sich entscheiden, wofür es sich zu kämpfen lohnt – und was ihr die Freiheit wert ist. Wir suchen zusammen mit Kiepenheuer & Witsch 25 Testleser für diese wunderbare Geschichte über die Liebe und Freundschaft. Bewerbt Euch bis einschliesslich 12. März 2012 mit einem Kommentar, warum Ihr gerne mitlesen würdet! http://www.kiwi-verlag.de/das-programm/einzeltitel/?isbn=978-3-462-04394-5

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    • 400
  • Rezension zu "In Frühlingsnächten" von Jetta Carleton

    In Frühlingsnächten
    Livi

    Livi

    01. May 2012 um 17:34

    "Aber wie viel Echtheit wünschen wir uns denn eigentlich in einem Märchen oder Melodram? Nicht viel, würde ich sagen. Gerade die Aufhebung der Wirklichkeit, des wahren Lebens, ermöglicht es uns, einen Moment lang in einer idealen Welt zu verweilen, in der Stürme gefahrlos beherrscht werden und alles gut ausgeht." ("In Frühlingsnächten", Seite 203) ****** Dieses Buch entführt. Es entführt an einen anderen Ort, zu einer Zeit, in der andere Umstände herrschten: Ins ferne Missouri der Vierzigerjahren. Der Krieg wütet bereits in Europa und mit Argwohn werden von den Bewohnern Amerikas die Nachrichten verfolgt, stets mit einem seufzenden Blick quittierend, einer abtuenden Kopfbewegung und der Hoffnung, auf die Worte des Präsidenten vertrauen zu können, nicht um alle Söhne, Väter und somit potenzielle Soldaten bangen zu müssen. Der Krieg scheint in ihren Köpfen noch weit entfernt. * Und irgendwo dazwischen findet sich Allen Liles, eine junge Lehrerin, die trotz aller Träume, Hoffnungen und Idealen durch ihren Job beispielhaft dem Vorbild der Frauen aus vorangegangener Generation folgt. Als Leser nimmt man eine zentrale Stellung als Beobachter in Allens Leben ein, durchlebt zusammen Seite an Seite mit ihr ihren Alltag in ihrer neuen Anstellung am College und reist nach und nach in eine Zeit, die von Jetta Carleton wundervoll und einerseits erschreckend beschrieben wird: Niemand scheint zu diesem Zeitpunkt wirklich zu glauben, das die Reichweite des Krieges auch bald Amerika übermannen wird. In ihren eigenen, kleinen Welten streben sie nach ihren Vorstellungen, versuchen als Professoren ihrer Arbeit gerecht zu werden und all die richtigen Charakterzüge und Wertvorstellungen, von denen sie überzeugt sind, an ihre Studenten weiterzugeben, in deren Hände die weitere Zukunft liegt. Tatsächlich hatte ich das Gefühl, in die Mauern des Colleges zu schlüpfen und all die Professoren und Studenten durch Allen Miles Schilderungen selbst kennezulernen. Egal ob es der zerstreute Dr. Ansel, die beliebte Maxine oder die scheinbar boshafte Mrs Medgar war - Mir wurde stets das Gefühl vermittelt, dass es sich dabei um eine reale Geschichte, mit ebenso wirklichen, vor einiger Zeit unter uns lebenden Charakteren handle, die Jetta Carleton dort auf solch lebensnahe Weise mit einfachen Worten erzählte. Alle schienen sie durch ihren Charakter das Leben am College zu prägen, zu einem Gesamtbild zu formen und jeder Einzelne von ihnen wuchs mir - ebenso wie Allen selbst - mit der Zeit ans Herz. Ihre Charakterfehler, ihr Solz, ihre gelgentliche Feigheit oder Unüberlegtkeit, all das machte sie unheimlich sympathisch, menschlich und ließ sie in meiner Vorstellungen zu Personen heranwachsen, denen man tatsächlich im Alltag bzw. im eigenen Leben begegnen konnte. * Von Allen selbst erhält der Leser natürlich die meisten Einblicke: Blindlings scheint man zuzusehen, wie sie langsam in ihr Verderben läuft - oder auch nicht? Schließlich ließ es sich nicht so einfach s agen, ob sie mit ihren Handlungen wirklich schändliche Fehler beging, denn so verspürt man als Leser dieselben Gefühle, die auch in ihr zu sprudeln beginnen, sobald sie anfängt, Zeit mit jenen beiden Studenten, George und Toby, zu verbringen, die eine erhebliche Rolle in der Handlung spielen. Auch diese beiden überzeugen durch unglaubliche Vielseitigkeit und Menschlichkeit. Sie scheinen reale Personen, ebenso prall gefüllt mit Hoffnungen, Ängsten, Prägungen und allem sonst, was die menschliche Psyche in ihren Abgrün den bereithält. So beispielsweise überraschen sie das ein oder andere Mal durch eine unerwartete Reaktion oder Tat, die man als Leser nicht vermutet hätte und somit gezwungen wird, ein neues Bild von deren Charakter anzuschaffen, vorherige Einschätzugen zu revidieren und sich immer wieder erneut von ihrem Facettenreichtum beeindrucken zu lassen. * Überhaupt gehört "In Frühlingsnächten" zu all jenen Büchern, bei denen man sich einfach treiben lassen muss, nichts anderes tun oder vorhersehen kann, bevor man nicht das letzte Wort aus Allen Liles bzw. Jetta Carletons Erzählung gelauscht hat. Die Autorin versteht es nämlich wirklich, mit harmlosen Worten in den Bann zu ziehen: Mit metaphorischen, umschmückenden und reich mit Vergleichen gefüllten Umschreibungen schafft sie einen solch emotionalen, aber dennoch schlichten Stil, dass die gesamte Gesch * ichte über eine leichte melancholische Stimmung auf mich übergriff. Auf nostalgische Weise erreicht sie es, Orte, Situationen, Gefühle und Atmosphären greifbar in Worte zu hüllen, die manchmal voller Lebensweiseheiten stecken. Tatsächlich halte ich sie für eine wahre Künstlerin ihres Handwerks, dem Erzählen. Demzufolge fühlte ich mich beinahe die ganze Zeit über ins Geschehen hineinmanövriert, hatte das Gefühl, zusammen mit Allen, George und Toby durch die Straßen der Stadt zu schlendern, mit Leichtigkeit erfüllt zu sein und ebenso ihre Träume als die meine aufzufassen. Immer wieder musste ich mich demnach fragen: Hatte sich das Jetta Carleton wirklich alles aus den Fingern gesaugt? Waren diese Charaktere tatsächlich lediglich ihren Gedanken und ihrer bloßen Phantasie entsprungen? Unmöglich. Oder erstaunlich. Ledglich im Mitte des Buches hätte ich mir so manches Mal etwas ausführlichere Szenen gewunschen. Gerade die Szenen zusammen mit George und Toby schienen mir so bedeutungsschwer für den weiteren Handlungsverlauf, das diesen meiner Meinung nach noch mehr Ausführlichkeit geschenkt hätte werden können, aber das scheint auch mein einziger, kleiner Kritikpunt zu sein. Das Ende nämlich gehört zu all den Enden, die einen zufrieden und mit einem leichten, umspielenden Lächeln auf den Lippen zurücklassen und mit ein wenig Wehmut darüber, dass diese Geschichte so schnell ihr Ende gefunden hatte. ******** " >>Wir richten uns nach den Umständen<<, sagte er, >>auf die eine oder andere Weise. Und das war gut so. Aber da war immer noch der "unbegangene Weg" - << Er sah sie kurz über die Schulter an. >>Robert Frost, nicht wahr? Ja. Und wahrscheinlich fragen wir uns bis an unser Lebensende, was am Ende des anderen Weges lag.<<" ("In Frühlingsnächten", Seite 278) * FAZIT: Eine nachdenkliche Geschichte über Träume, Hoffnungen, Menschlichkeit und Hingabe, wie sie das Leben selbst nicht hätte schöner erzählen können und die dennoch so lebensecht wirkt, dass man das Gefühl hat, den Charakteren tatsächlich und wahrhaft begegnet zu sein.

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  • Rezension zu "In Frühlingsnächten" von Jetta Carleton

    In Frühlingsnächten
    venwar_newroly

    venwar_newroly

    27. April 2012 um 22:15

    Die 24-jährige Allen Liles hat einen großen Lebenstraum: Sie möchte nach New York. Sie träumt davon in New York Bücher oder Gedichte zu schreiben. Doch wie das Leben manchmal so ist, kommt es ganz anders. New York bleibt in der ferne und Allen wird Lehrerin an einer Universität. Sie ist zufrieden mit ihrem Leben und steht mit beiden Füßen auf dem Boden. Dennoch ist Allen eine sehr verträumte Person und so kommt es auch zu einer Affäre mit ihrem Studenten Toby. Sie weiß, dass ihre Gefühle nicht sein dürfen und sie weiß auch, dass ihre Affäre keine Zukunft haben kann, aber die Liebe ist bekanntlich stärker als der Verstand. Allen verliebt sich in Toby und Toby verliebt sich in Allen. Doch Allen muss sich entscheiden, ist sie bereit für Toby ihren Arbeitsplatz aufzugeben? "In Frühlingsnächten" ist ein wundervoller Roman, der nicht näher an dem wahren Leben und an wahren Gefühlen grenzen könnte. Hoch- und Tiefpunkte. Auf und Abs. Wir erleben mit Allen eine wundervolle Liebesgeschichte und sind in ihren Bann gezogen. Auf einzigartige Weise bekommt ein Einblick in das Leben einer jungen Frau und ist einfach hingerissen. Zum Ende des Buches hin stellt sich Allen die Frage, für was es eigentlich wichtig ist zu Leben? Ich denke, diese Frage stellt man sich viel zu selten? Für was lohnt es sich eigentlich zu Leben? Was macht das Leben lebenswert? Jetta Carleton ist es gelungen in einem weichen und flüssigen Schreibstil eine Geschichte zu erzählen, die man so leicht nicht wieder vergisst und auch nicht vergessen möchte. Der Schreibstil hat mir wirklich sehr gut gefallen und auch das Cover fand ich sehr schön. Nur hätte ich es so in einer Buchhandlung gesehen, ich denke, ich wäre nicht stehen geblieben. Aber genau dieser Punkt ist es, der mich so sehr bei diesem Buch beeindruckt hat. Man erwartet nicht besonders viel und ist im nachhinein dreifach begeistert. Mir hat das Buch "In Frühlingsnächten" wirklich sehr gut gefallen und ich empfehle es auf jeden Fall weiter. Die Geschichte ist wunderbar lebensnah. Sie begeistert und erweckt Lebensfreude. Vielen, lieben Dank, dass ich dieses Buch lesen durfte, denn ich denke, ich hätte es mir von selbst nicht gekauft. Danke an den 'kiwi-Verlag'. Danke an 'lovelybooks'.

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  • Rezension zu "In Frühlingsnächten" von Jetta Carleton

    In Frühlingsnächten
    claudiaausgrone

    claudiaausgrone

    21. April 2012 um 20:09

    Wer bei dem Umschlagstext liest: "Sehnsucht, Liebe, Hoffnung - eine wunderbar nostalgische Geschichte über das Leben in einer kleinen Stadt, über Aufbruch, Veränderung und Mut." , der mag gegebenenfalls leicht in die Irre geführt worden sein. Ja es geht um Sehnsucht, um die Sehnsucht, ein Leben in New York als Schriftstellerin oder Poetin zu führen mit all den kulturellen Möglichkeiten, die diese Stadt zu bieten hat. Ja es geht um Liebe, aber auch um Verantwortung. Und es geht um Hoffnung, gerade in einer Zeit, in der der 2. Weltkrieg Zukunftspläne und -visionen zunichte zu machen droht. Und doch ist dies kein romantischer Liebesroman und schon gar kein Reißerchen, sondern schon eher ein Entwicklungsroman, der durch Zeit- und Lokalkolorit etwas Nostalgie und Romantik in den Text zaubert. Der Roman besticht durch seine Sprache und seinen Erzählstil. Es fließt biografisches Erleben der Autorin mit ein, vielleicht mehr als wir Leser wissen sollen. Ich vermute, daher gibt es keine Ich-Erzählerin, um die Distanz zu wahren. Denn die Protagonistin Allan scheint viele Parallelen mit der Autorin zu haben. Sie wird uns als liebenswürdige, tüchtige, aber auch etwas naive junge Frau vorgestellt, die der Not gehorchend das Studium vorzeitig beendet und Lehrerin wird, um Geld zu verdienen. Dies und die Tradition der Frauen der Familie, die dominante Mutter, lassen ihren Traum des Künstlerlebens in N.Y. in weite Ferne rücken. Viel zu jung in diese Aufgabe gedrängt, ist es klar, dass ihr die lebensbejahenden Studenten näher sind als das latent überalterte Kollegium. Und Toby und Georg sind auch zwei sehr sympathische Vertreter, so interessiert und engagiert. So wird aus anfänglichem Unterrichtsübereifer eine Freundschaft, grenzbelastend, und später eine zarte Liebe, grenzüberschreitend. Es sind die vielen kleinen Alltäglichkeiten, die beschrieben werden, die uns LeserInnen zeigen, welchen Notwendigkeiten, Pflichten, Zwängen die einzelnen Personen ausgesetzt sind, weshalb Sehnsüchte zu Grenzverletzungen führen können, und wie Allan, aber auch die anderen Personen daran reifen. Allan wird in diesem Buch lernen (müssen), wieviel mehr Verantwortung für andere sie zu tragen hat, auch jenseits des Unterrichts. Am Ende steht auch das Erkennen, dass sie selber für ihr Leben verantwortlich ist, nicht ihre Mutter und nicht ihr Dekan oder sonst jemand... Ein ruhiges und in die Tiefe gehendes Buch, das trotz einiger Zeitbezüge zeitlos ist. Das Ende hat mir sehr gut gefallen. Ich hätte mir dennoch etwas mehr Tempo gewünscht.

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  • Rezension zu "In Frühlingsnächten" von Jetta Carleton

    In Frühlingsnächten
    Bri

    Bri

    …"Sie ging mit ihnen nach unten auf die Straße und versank bis zur Taille in Wolken. Über ihnen glitzerte die Nacht. Der Mond war voll und der Himmel klar wie Eis. Doch auf dem Boden dampfte ein dichter weißer Nebel, Ströme und Wolken aus Nebel, die aus der regengetränkten Erde aufstiegen. Sie wateten durch sie hindurch, sahen zu, wie der Nebel um die Herrenhäuser kroch, die Türmchen und Schieferschindeln verhüllte. So einen Nebel hatte es noch nie gegeben, nicht zu ihren Lebzeiten.Sie nannten ihn Schaum und Suppe des Abends; die Hölle hatte einen Sprung bekommen, Rauch quoll daraus hervor, sie nannten ihn Rasierschaum und Baiser. Sie tasteten sich durch den Nebel, stolperten über die Bordsteinkante und gingen die Treppe zur presbyterianischen Kirche hoch, wo die Luft klar war und sie sich setzten, um zuzuschauen, wie der Nebel an den unteren Stufen leckte. Der Kirchturm leuchtete in den Himmel wie ein märchenhafter goldseidener Arm. „Wir versinken im Meer!“, sagte Allen. „Wir sind in Germelshausen. Das ist die Gischt des Himmels!“ „Das ist kalte Luft, die auf eine wärmere Oberfläche trifft“, sagte Toby. „Spielverderber.“ ..." *n Frühlingsnächten* passiert so manches, zumal wenn sie mystisch sind. Die Natur bricht auf in einen neuen Zyklus, der sich zwar jährlich wiederholt,aber doch jedes Mal anders ist. Junge Menschen brechen auf, um sich ihren zukünftigen Lebensweg zu suchen. So auch die 24 jährige Allen. Eigentlich ist ihr größter Wunsch, aus der tiefsten amerikanischen Provinz nach New York zu gehen und Schriftstellerin zu werden. Mangels finanzieller Absicherung und mit Hilfe von Beziehungen mütterlicherseits, erhält sie trotz noch nicht abgeschlossenem Studium eine Stelle als Lehrerin an einem College. Sie ist dort der jüngste Prof und gerade deshalb sehr beliebt bei ihren Schülern. Selbst steht sie noch nicht so recht im Leben, weiß nicht, was sie erwarten soll und lässt zunächst einmal die Vernunft ihren Lebensweg bestimmen. Gefühlsmäßig jedoch zieht es sie in die Nähe zweier Studenten, Toby und George, mit denen sie bald ihre Abende diskutierend und lachend verbringt. Eigentlich ein Studentenleben, dem sie noch nicht so recht entwachsen ist. Die amerikanische Gesellschaft des Jahres 1941 allerdings ist streng konservativ: Frauen, die heiraten, haben ihren Beruf aufzugeben, der meist der einer Lehrerin ist. Und wenn ruchbar wird, dass es Verbindungen zwischen Studenten und Lehrern gibt, so unschuldig sie (zunächst) sein mögen, dann beginnt so etwas wie eine Hexenjagd. Allein das Gerücht bedeutet Ausschluss aus der Gemeinschaft und Missachtung aus Angst vor Sippenhaft. All das erlebt Allen in der kurzen Zeit des Frühlings – dessen Tage gemächlich und unspektakulär, die Nächte jedoch voller Freude und Leben sind … Jetta Carletons zweiter, lange verschollen geglaubter Roman ist ein Kleinod, obwohl nicht ganz klar ist, inwieweit der Text nach dessen Auffindung von anderer Hand vervollständigt wurde. Der einfache, flüssige, immer treffende Sprachstil des Romans trägt neben den bezaubernden Schilderungen der Frühlingsnächte sehr stimmig zu einer unglaublich leichten Atmosphäre bei. Aber Vorsicht: dies ist kein Liebesroman, obwohl eine gewisse Romantik häufig zu verspüren ist und eine kurze Romanze der Höhepunkt von Allens Zeit als Prof darstellt, der zum Scheideweg für ihr weiteres Leben wird. Das korrekte Verhalten innerhalb der amerikanischen Gesellschaft wird genauso authentisch geschildert, wie die Lebenssituation der Frauen in dieser Zeit. Allens Verhalten wird von mancher heutigen Leserin als naiv betrachtet werden – ist aber in Wirklichkeit nur eine tatsächliche Unschuld oder vielleicht auch das Unvermögen selbst schlecht von anderen zu denken. Die vermeintliche Oberflächlichkeit der Geschichte, das Fehlen außergewöhnlicher Ereignisse, einer außergewöhnlichen Geschichte, was von einigen LeserInnen moniert wird, empfand ich gänzlich anders. Denn hier geht es nicht darum, sich abzusetzen von dem 1941 üblichen Durchschnittsleben einer Mittzwanzigern, sondern vielmehr um die Schilderung ihrer Entwicklung mit allen Zweifeln und Nebenwegen hin zu ihrem tatsächlichen Lebensweg. *Entgegen aller Vernunft.* *Zur persönlichen Freiheit.* *Fazit*: wer ruhig und doch wunderbar erzählte Geschichten amerikanischer Autoren mag, kommt an dieser Entdeckung nicht vorbei. Allerdings sollte man etwas Empathie besitzen, um sich in die Gefühlswelt junger Menschen in den 1940er Jahren versetzen zu können; dann wird man das Buch als Bereicherung und keineswegs als langweilig empfinden.

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